DE2420351C3 - Verwendung einer Zusammensetzung als Wurzelkanalfüllkomponente - Google Patents
Verwendung einer Zusammensetzung als WurzelkanalfüllkomponenteInfo
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Description
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Die vorliegende !Erfindung bezieht sich auf die Verwendung
einer ein bestimmtes hydrophiles polymerisierbares Material enthaltende Zusammensetzung als
Wurzelkanalfüllkomponente.
Es ist eine Reihe von Zahnfüllmitteln beschrieben worden, welche beispielsweise für Zahnplomben verwendet
werden. Derartige Materialien sollen naturgemäß einen möglichst zuverlässigen Schutz der Zahnpulpa
anstelle des durch Karies zerstörten oder bei der Zahnbehandlung entfernten Zahnschmelzes bieten.
Dabei ist es wünschenswert, daß derartige Zahnfüllmittel gegenüber dem Mundmilieu, aber auch gegenüber
mechanischen Beeinträchtigungen während des Kauvorganges genügend widerstandsfähig sind und das
Zahnfüllmaterial möglichst schnell härtet.
So wird in der US-Patentschrift 30 66 112 beispielsweise
ein Zahnfüllmittel beschrieben und beansprucht, das nach der Beschreibung als Plomben- und Wiederherstellungsmaterial
insbesondere für Zähne im unmittelbaren Sichtbereich bestimmt ist. In Zeile 35 der
Spalte 1 dieser Entgegenhaltung wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß dieses bekannte Material schnell
härtend ist. Es soll zwar beim Aushärten ein niedriges Maß an Schrumpfbai keit aufweisen, es expandiert aber
offensichtlich auch nicht bei Zutritt von Feuchtigkeit. Als Bindemittel für die verwendeten Komponenten
(speziell behandeltes Siliciumoxid, Katalysator, Beschleuniger, etc.) wird eine Mischung aus Bisphenol
und Glycidylmethacrylat oder Glycidylacrylat verwendet.
Ferner wird in der DE-OS 15 44 924 ein Reparaturmaterial beschrieben, mit dem zerbrochene Zahnprothesen
repariert oder kieferorthopädische Apparate zusammengesetzt
werden können. Auch hier ist es das Ziel, eine rasche Aushärtung der verwendeten Materialien
bei Raumtemperatur zu erreichen.
Demgegenüber weichen die Anforderungen, welche man an ein Wurzelkanalfüllmittel stellt, grundsätzlich
ab.
Ein ideales Wurzelkanalfüllmaterial muß untoxisch, inert, röntgenstrahlenundurchlässig und haltbar sein.
Um eine gute Abdichtung mit dauerhaftem Sitz zu erhalten, muß es in den gesamten Hohlraum einschließlich
der Nebenkanäle und feinen Spalten eindringen und diese ausfüllen. Diese feinen Strukturen können
von herkömmlichen festen Materialien, z. B. Dentalmassen auf Acrylatbasis, nicht erreicht werden.
Bei der herkömmlichen Wurzelkanalbehandlung werden feste Guttapercha- und/oder Silberkörper zusammen
mit Zement zum Füllen der Hohlräume in Zähnen verwendet. Da sie jedoch schwierig zu handhaben sind
und man damit Füllungen von schlechter Qualität erhält, ist man in der Zahnmedizin mit diesen Materialien
nicht zufrieden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Wurzelkanalfüllkomponente, die nach
dem Vermischen mit geeigneten Polymerisationskatalysatoren bzw. Initiierungsmitteln für die Behandlung
von Wurzelkanälen hervorragend geeignet ist Diese Wurzelkanalfüllkomponente soll im Gegensatz zum
Stand der Technik hydrophile Eigenschaften aufweisen und zu Wurzelkanalfüllmaterialien führen, die in die
feinen Strukturen und Kanäle des Zahnes gut eindringen können, wodurch ein vollständiges Füllen des
Zahnhohlraumes erreicht wird. Des weiteren soll unbedingte gesundheitliche Unbedenklichkeit, Gewebeverträglichkeit
und Dauerhaftigkeit gegeben sein und eine hervorragende Haftfähigkeit am Zahnmaterial vorliegen.
Außerdem muß das Material vom Zahnarzt einfach und leicht zu handhaben sein. Schließlich sollen die
erhaltenen Wurzelkanalfüllmaterialien nicht sofort nach der Vermischung der Komponenten fest werden
und dadurch ihre Fließfähigkeit verlieren.
Bei der praktischen Verwendung des genannten Materials durch die Zahnärzte ist es notwendig, daß vor
dem Härten von Wurzelkanalfüllmateriai eine ausreichende Zeit zur Verfügung steht, so daß zur Kontrolle
der Vollständigkeit der Füllung des Wurzelkanals eine Röntgenaufnahme gemacht werden und gegebenenfalls
eine Ergänzung der Zahnwurzelbehandlung erfolgen kann.
Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist die Verwendung einer Zusammensetzung, die ein hydrophiles,
polymerisierbares Material aus Hydroxy-Nieder-Alkylacrylat und/oder Hydroxy-Nieder-Alkylmethacrylat
zur Bildung eines Homopolymerisats oder Mischpolymerisats mit einem Anteil von etwa 1 bis 50% an Alkylacrylat(en)
bzw. Methacrylat(en) und einen aktiven Füllstoff sowie gegebenenfalls ein feinteiliges Röntgenstrahlen-undurchlässiges
Material enthält, als Wurzelkanalfüllkomponente.
Die genannten Wurzelkanalfüllkomponenten führen zu hydrophilen Polymerisaten, die Wasser durch den
Zahn und durch die Spitze absorbieren. Die Einlage wird dadurch hydratisiert und quillt. Infolge der Ausdehnung
des Volumens ist das hydrophile Wurzelkanalfüllmaterial in der Lage, den gesamten Hohlraum des
Wurzelkanals zu versiegeln. Dagegen quellen hydrophobe Systeme unter den gleichen Bedingungen unter
der Einwirkung von Wasser nicht auf, und sie unterliegen sogar der normalen Schrumpfung des Volumens
nach der Polymerisation. Hydrophobe Wurzelkanalfüllmaterialien sind daher nicht in der Lage, die Hohlräume
von Zähnen vollständig zu versiegeln, und eine Undichtigkeit an der Spitze ist daher möglich.
Wie bereits erwähnt wurde, dringt das unter Verwendung der Wurzelkanalfüllkomponente hergestellte
hydrophile Material im flüssigen oder halbflüssigen Zustand in die Nebenkanäle und anderen feinen Strukturen
des Zahns ein, die normalerweise von den festen Körpern nicht erreicht werden. Es führt daher zu einem
vollständigeren Füllen des Hohlraumes.
Das polymerisierte Hydroxyethylmethacrylat (polymerisiertes
HÄMA) ist mit dem menschlichen Gewebe verträglich und ist nicht toxisch. Erfindungsgemäß wird
KAMA fur die Polymerisation bevorzugt.
Um eine vorzeitige Polymerisation zu verhindern, werden das (die) polymerisierbare(n) Monomere(n) als
erfindungsgemäß verwendete Komponente erst kurz vor Gebrauch mit einem Polymerisationskatalysator
oder Beschleuniger (als Zusatzkomponente bezeichnet) vermischt. Diese Komponente kann das (die) hydrophilein)
Monomere(n) oder Kombinationen von den hydrophilen Monomeren und hydrophoben Monomeren
umfassen. Sie enthält einen aktiven Füllstoff (z. B. ein Verdickungsmittel) und vorzugsweise ein feinteiliges
Röntgenstrahlen-undurchlässiges Material. Außerdem wird vorzugsweise noch ein Reduzierungsmittel
und ein Antioxidationsmittel verwendet, um eine vorzeitige Polymerisation zu verhindern.
Die Zusatzkomponente enthält einen Initiator für die Polymerisation von freien Radikalen und außerdem vorzugsweise
einen aktiven Füllstoff sowie ebenfalls vorzugsweise fein dispergierte Teilchen eines Röntgenstrahlen-undurchlässigen
Materials und vorzugsweise ein Lösungsmittel. Während jede der Komponenten, sowohl die als Wurzelkanalfülllkomponente erfindungsgemäß
verwendeten Materialien als auch die Zusatzkomponente, fest, flüssig oder pastenförmig sein kann,
sollte die Mischung der beiden Komponenten wenigstens so fließbar wie eine Paste sein, damit sie die Ritzen
im Wurzelkanal ausfüllen kann. Die beiden genannten Komponenten werden normalerweise unmittelbar vor
!· dem Einspritzen in den Wurzelkanal gemischt, indem sie beispielsweise in einer Spritze gemischt werden und
die Mischung aus der Spritze in den Wurzelkanal gepreßt wird.
Die vorliegende Wurzelkanalfüllkomponente kann auch noch ein entsprechendes Polymerisat(e) enthalten.
Je nach der Zusammensetzung der Wurzelkanalfüllkomponente kann die Zusatzkomponente abgewandelt
werden, indem sie ein Initiierungsmittel für Radikalpolymerisation, gegebenenfalls zusammen mit
einem aktiven Füllstoff oder anderem Verdickungsmittel, gegebenenfalls fein dispergierten Teilchen eines
Röntgenstrahlen-undurchlässigen Materials und gegebenenfalls einem inerten Lösungsmittel, enthält.
Vorzugsweise wird eine ausreichende Menge anRöntgenstrahlen-undurchlässigem
Material verwendet, um das endgültige Polymerisat vollständig Röntgenstrahllen-undurchlässig
zu machen, wenn Röntgenaufnahmen gemacht werden.
Es kann jedes herkömmliche Röntgenstrahlenundurchlässige Material, wie Bariumsulfat, Tantal,
Jodalphionsäure (3-(3,5-dijod-4-hydroxyphenyl-2-phenylpropansäure),
Iopanoinsäure (3-(3-amino-2,4,6-trijodphenyl)-2-ethylpropionsäure,
Ipodoinsäure sowie die übrigen in Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology, 2. Ausgabe, Band 17, Seiten 130-141,
beschriebenen Röntgenstrahlen-undurchlässigen Materialien, verwendet werden. Auf die gesamte Offenbarung
dieses Artikels in Kirk-Othmer wird hier ausdrücklich hingewiesen. Das bevorzugte Röntgenstrahlenundurchlässige
Material ist jedoch Wismutsubcarbonat, duS sich s!s V/irksSinsr 2!c S3.riUmcu'^Sf ^rvyipcpn hat (if)
Außerdem wird eine ausreichende Menge eines aktiven Füllstoffs oder Verdickungsmittels verwendet, um
der endgültigen Paste thixotrope Eigenschäften zu verleihen. Als thixotropes Füllmittel istz. B. Siliziumoxid
besonders geeignet. Die Paste sollte unter Druck frei fließen, aber sobald der Druck wegfällt, sollte sie wieder
gelieren und nicht fließen.
Vorzugsweise wird auch eine ausreichende Menge des Radikalpolymerisationskatalysators und Reduktionsmittels
verwendet, um die Polymerisation bei Zimmertemperatur innerhalb von 5 bis 10 Minuten zu initiieren
und die Polymerisation der Paste in dem Wurzelkanal innerhalb von weiteren 5 bis 10 Minuten zu beenden.
Das durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Wurzelkanalfüllkomponente gebildete Polymerisat
sollte vorzugsweise so zusammengesetzt sein, daß es bei Hydratation um etwa 5 bis 25 Vol.-% quillt.
Als aktiver Füllstoff oder Verdickungsmittel wird vorzugsweise feinzerteiltes Siliziumoxid (handelsübliches
S1O2 mit einer Teilchengröße von 0,007 bis 0,050 &mgr;&tgr;&eegr;)
verwendet; es können jedoch auch andere Verdickungsmittel, wie Methylzellulose, Carboxymethylzellulose
usw., verwendet werden. Als Füllstoffe können z. B. hydratisiertes Aluminiumoxid, Diatomeenerde, Bentonit,
Talkum, Kreide, Fullererde, pulverförmiges Glas oder Quarz verwendet werden.
Es können alle Freien-Radikal-Polymerisationskaialysatoren
wie Peroxide, z. B. Benzoylperoxid, Methylethylketonperoxid, tert.-Butylperoctoat, lsopropylpercarbonat,
Cumolhydroperoxid, Dicumylperoxid, 2,4-Dichlorbenzoylperoxid, Kaliumpersulfat, Natriumperborat,
Diisopropylbenzol-monohydroperoxid, Ammoniumpersulfat, verwendet werden.
Das bevorzugte Reduktionsmittel (Beschleuniger) ist N,N-Dihydro:;yethyl, p-toluidin, es können jedoch auch
andere herkömmliche Reduktionsmittel vom Aminotyp, wie Dimethyl-p-toluidin, N,N-Dimethylanilin,
Eisen-III-ethylen, dinitriltetraacetat; Polyethylenpolyamine,
z. B. Tetraethylenpentamin usw., verwendet werden. Die Verwendung eines Reduktionsmittels ist nicht
unbedingt erforderlich, es wird jedoch vorzugsweise verwendet, um die Polymerisation zu beschleunigen.
Es können herkömmliche Redox-Systeme, wie organische Peroxide (z. B. die oben genannten) und ein
Thiosulfat, z. B. Benzoylperoxid/Natriumthiosulfat, oder organisches Hydroperoxid und Hydrazin oder dessen
Derivate, z. B. Cumolhydroperoxid und Hydrazin, organische Peroxide und reduzierende Zucker, z. B.
Benzoylperoxid und Fruktose oder Glukose, verwendet werden.
Als Antioxidationsmittel zur Verhinderung einer vorzeitigen Polymerisation des Monomeren kann jedes
herkömmliche phenolische Antioxidationsmittel verwendet werden,z. B. 2,6-Ditert.-butyl-p-cresol,butyliertes
Hydroxyanisol, Propylgallat, 4,4'-Thiobis-(6-tert.-butylm-cresol),
4,4'-Cyclohexylidendiphenol, 2,5-Di-tert.-amyl-hydrochinon,
4,4'-Butyliden-bis-(6-tert.-butyl-mcresol), Hydrochinon-monobenzylether, 2,2'-Methylenbis-(4-methyl-6-tert.-butylphenol),
2,6-Butyl-4-decyloxyphenol, 2-tert.-Butyl-4-dodecoxyphenol, 2-tert.-Butyl-4-dodecyloxyphenol,
2-tert.-Butyl-4-octadecyloxyphenol, 4,4'-Methylen-bis-(2,6-di-tert.-butylphenol),
p-Aminophenol, N-Lauryloxy-p-aminophenol,
4,4'-Thiobis-(3-methyl-6-tert.-butylphenol), Bis-[o-(l,l,3,3-tetramethylbutyl)-phenol]-sulfid,
4-Acetyl-> resorcyl-säure, p-tert.-Butylphenolformaldehydharz der
Stuf? A1 4-Dnrip.rylnxy-2-hydroxyhenzophenon. 3-Hydroxy-4-(phenylcarbonyl)-phenyipalmitat,
n-Dodecyl-ester von 3-Hydroxy-4-(phenylcarbonyl)-phenoxyessigsäure
und tert.-Butylphenol. Auch dieses Mittel kann weggelassen werden, insbesondere dann, falls
das Monomere unmittelbar vor der Verwendung zubereitet wird.
Falls kein Katalysator verwendet wird, verzögert sich natürlich die Polymerisation des Monomeren; der Kata-
lysator kann jedoch weggelassen werden, falls in dem
Monomeren kein Polymerisationsinhibitionsmittel (z. B. ein Phenol) anwesend ist.
Das hydrophile Monomere, das zur Zubereitung des hydrophilen Polymerisats verwendet wird, ist Vorzugsweise
2-Hydroxyethylacrylat, 2-Hydroxyethyl-methacrylat,
Hydroxypropylacrylat oder -methacrylat. Das am meisten bevorzugte Monomere ist 2-Hydroxyethylmethacrylat,
das danach bevorzugte Monomere ist 2-Hydroxyethylacrylat. Sofern das Wort »nieder« in dieser
Anmeldung gebraucht wird, ist darunter eine organische Gruppe mit 1-6, insbesondere 1-4 Kohlenstoffatomen
zu verstehen.
Es wurde außerdem gefunden, daß in den genannten Wurzelkanalfüllkomponenten auch bestimmte Comonomere
verwendet werden können. Neben den Hydroxyalkylmonoacrylaten
oder -methacrylaten der oben aufgeführten Art, können also Anteile von etwa 1 bis
50%, vorzugsweise etwa 5 bis 25%, an Alkylacrylaten und Methacrylaten, wie Methylacrylat, Ethylacrylat,
Propylacrylat, Butylacrylat, Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat,
Propylmethacrylat, Butylmethacrylat und ähnlichen höheren Alkylacrylaten und Methacrylaten
vorliegen.
Normalerweise wird auch eine kleine Menge eines Vernetzungsmittels, beispielsweise etwa 0,05 bis 20%,
vorzugsweise etwa 0,1 bis 2%, verwendet. Das Vernetzungsmittel hat einen günstigen Einfluß auf die mechanischen
Eigenschaften, das Quellen und die chemische Beständigkeit des endgültigen Polymerisats oder
Mischpolymerisats. Am meisten eignen sich als Vernetzungsmittel Diacrylate und/oder Dimethacrylate von
Ethylenglykolhomologen, einschließlich Mono-, Di-, Tri-, Polyethylenglykol usw. Verschiedene andere ethylenisch
ungesättigte bi- und polyfunktionale Monomere sind ebenfalls geeignet. In einer speziellen Ausführungsform
kann ein polyethylenisch ungesättigtes Monomer in eirer Menge von bis zu 20% als Vernetzungsmittel
anwesend sein.
Typische Beispiele für Vernetzungsmittel sind Ethylenglykoldiacrylat,
Ethylenglykoldimethacrylat, 1,2-Butylendimethacrylat, 1,3-Butylendimethacrylat, 1,4-Butylendimethacrylat,
Propylenglykoldiacrylat, Propylenglykoldimethacrylat,
Diethylenglykoldimethacrylat, Dipropylenglykoldimethacrylat, Diethylenglykoldiacrylat,
Dipropylenglykoldiacrylat, Divinylbenzol, Divinyltoluol, D'allyltartrat, Allylpyruvat, Allylmaleat,
Divinyltartrat, Triallylmelamin, N,N'-Methylen,bisacrylamid, Glycerintrimethacrylat, Diallylmaleat, Divinylether,
Diallylmonoethylenglykolcitrat, Ethylenglykolvinylallylcitrat, Allylvinylmaleat, Diallylitakonat,
Ethylenglykoldiester von Itakonsäure, Divinylsulfon, Hexahydro-l,3,4-triacetyltriazin, Triallylphosphit, Diallylester
von Benzolphosphonsäure, Polyester von Maleinsäureanhydrid mit Triethylenglykol, Poiyallylglukose,
z. B. Triallylglukose, Polyallylsaccharose, z. B. Pentaallylsaccharose, Saccharosediacrylat, Glukosedimethacrylat,
Pentaerythtrittetraacrylat, Sorbitdimethacrylat, Diallylaconitat, Divinylcitraconat, Diallylfumarat.
Beispielsweise kann das Ethylenglykoldimethacrylat in einer Menge von 0,05-2% verwendet werden.
Als inertes Lösungsmittel kann jedes Lösungsmittel verwendet werden, das ein gutes Lösungsmittel für das
(die) Monomere(n) und/oder die Kombination von Monomer(en) und Polymerisat(en) ist. Es sollte vorzugsweise
mit Wasser voll mischbar, nicht toxisch und nicht reizend sein. Geeignete Lösungsmittel sind beispielsweise
Wasser selbst, Glycerin oder dessen Ester; Propylenglykol, 1,2-Propandiolcarbonat, Pentaerythrit,
Diacetin, Monoacetin, Ethylenglykol, Diethylenglykol,
Dipropylenglykol.
Aktive Füllstoffe oder geeignete Verdickungsmittel können anorganische und/oder organische Mittel, vorzugsweise
Polymerisate, sein, und zwar sowohl natürliche, wie Zellulosederivate, als auch künstlich hergestellte,
insbesondere die Polymerisate der in dieser Beschreibung genannten Monomers. .Die besten Ergebnisse
wurden bei Verwendung eines feinzerteilten Siliziumoxids mit einer Teilchengröße zwischen etwa
0,1 und 100 Mikron erhalten.
Das Röntgenstrahlen-undurchlässige Material muß inert und nicht-toxisch sein. Zweckmäßigerweise sollte
es nicht die Lagerfähigkeit oder Polymerisation des Produktes beeinträchtigen, ebenso wenig die Eigenschaften
der Paste oder des polymerisierten Produktes.
Vor der Polymerisation können dem Monomeren verschiedene Medikamente, beispielsweise in einer Menge
von etwa 0,1 oder weniger bis 10% des Monomeren, wie HÄMA, einverleibt werden. Das Medikament kann
dann durch das hydrophile Polymerisat kontinuierlich und stufenweise freigesetzt werden, entsprechend der
US-Patentschrift 36 18 213, Beispiel 20a. An Medikamenten können beispielsweise die folgenden verwendet
werden: Novocain (Procainhydrochlorid, Benzocain (Ethylaminobenzoat), Ascorbinsäure, Butacainsulfat,
Dibucainhydrochlorid, Riboflavin, Thiamin, Nikotinsäure, Vitamin D2, Vitamin E, Vitamin K, Bacitracin,
Hexachlorophen, Lincomycinhydrochlorid, Sulfadiazin, Procainpenicillin, Aureomycin, Streptomycin,
Terramycin, Chloramphenicol, Penicillin, Neomycinsulfat, Succinoylsulfathiazol, Cetylpyridinchlorid, Trimethylbenzylammoniumchlorid,
Triethyldodecylammoniumbromid, Sulfalhiazol, Sulfanilamid, Phenobarbital,
Pentabarbitalnatrium, Butabarbital, Diethylstilbestrerol, Progesteron, Testosteron, Nilevar, Amobarbital,
Sekobarbitälnatrium, Natriumphenobarbital, Pentaerythrit-tetranitrat, Nitroglycerin, Amphetaminsulfat,
d-Amphetaminsulfat, Griseofulvin, Ketaphenylbutazon, Tetracyclin, Nikotinsäurehydrazid, p-Aminosalicyclinsäure,
Aspirin und Xylocain.
Ein beispielhaftes Wurzelkanalfüllmaterial aus der vorliegenden Wurzelkanalfüllkomponente kann Hydroxyethylmethacrylat
mit einem Red-Ox-Initiierungssystem enthalten. Es liegt vor der Polymerisation in zwei
Komponenten, der erfindungsgemäßen Wurzelkanalfüllkomponente (Komponente A) und der Zusatzkomponente
(Komponente B), die getrennt gehalten werden, vor. Wie aus der Tabelle 1 ersichtlich ist, sind das
Monomere, das Vernetzungsmittel, Ethylenglykoldim'ethacrylat, das Inhibitionsmittel, 2,2'-Methylen-bis-4-methyl-6-tert.-butyl-phenol
und das Reduktionsmittel oder der Katalysator, N,N-Dihydroxyethyl-p-toluidin (Beschleuniger A) in der erfindungsgemäßen Komponente
enthalten. Das Initiierungsmittel, Dibenzyolperoxid, und das geeignete Lösungsmittel, Glyeerindiacetat
(Diacetin), sind in der Zusatzkomponente enthalten. Beide Komponenten enthalten außerdem Bariumsulfat
und feinzerteiltes Siliziumoxid.
Die Wurzelkanalfüllkomponente wird von dem Initiierungsmittel
getrennt gehalten, um eine ausreichende Lagerbeständigkeit vor dem Mischen zu gewährleisten. Der Aminkatalysator wird für die Polymerisation
bei Körpertemperatur (37°C) verwendet. Glycerindiacetat wird sowohl als Träger für die Zusatzkomponente
als auch zum Regulieren der Volumenausdehnung der Einlage verwendet. Das Bariumsulfat wird
zum Verleihen der Röntgenstrahlenundurchlässigkeit verwendet. Feinzerteiltes Siliziumoxid dient als Verdickungsmittel,
um ein Ablagern des suspendierten Bariumsulfats zu verhindern und urn die nötigen rheologischen
Eigenschaften zu erhalten. Wismutsubcarbonat ist als Röntgenstrahlen-undurchlässiges Mittel bei
gleicher Gewichtsmenge doppelt so wirksam wie Bariumsulfat.
Im folgenden wird die Wurzelkanalfüllkomponente als Komponente A und die Zusatzkomponente als Komponente
B bezeichnet.
| Gew.-% | |
| Komponente A | |
| Hydroxyethylmethacrylat | 60,98 |
| Ethyl engly kol dimethacrylat | 0,30 |
| N,N -Dihydroxyethyl-p-toluidin | 0,62 |
| (Beschleuniger A) | |
| 2,2'-Methylen-bis-4-methyl-6-terl:."butyl- | 0,10 |
| phenol | |
| Bariumsulfat | 35,00 |
| Feinzerteiltes Siliziumoxid | 3,00 |
| (Handelsübliches Siliziumoxid mit einer | |
| Teilchengröße von 0,007-0,050 &mgr;&eegr;) | |
| Komponente B | |
| Glycerindiacetat | 61,10 |
| Dibenzoylperoxyd | 1,90 |
| Bariumsulfat | 35,00 |
| Feinzerteiltes Siliziumoxyd | 2,00 |
Das in Tabelle 1 beschriebene Wurzeikanalfüllmaterial
wird wie folgt zubereitet: Hydroxyethylmethacrylat von medizinischer Qualität wird für die Herstellung
zunächst mit 0,30 Gew.-% Ethylenglykoldimethacrylat versehen. Außer dem Siliziumoxyd werden alle
Bestandteile beider Komponenten 10 Minuten lang in einer Homogenisierungsvorrichtung bei voller
Geschwindigkeit gemischt. Dann wird das feinzerteilte Siliziumoxyd zu jeder gemischten Komponente gegeben
und gut gemischt. Beide Komponenten werden in Polyethylenbehälter abgepackt, heißversiegelt und bei
50C gekühlt gelagert, solange sie nicht benutzt werden.
Die Polymerisationsgeschwindigkeit hängt von dem
Verhältnis der verwendeten Komponenten ab. Indem man die Mengen der Komponenten A und B variiert,
kann man jede gewünschte Bearbeitungszeit Für die Mischung erhalten. Eine zweckmäßige Mischung, die
0,7 ml von A und 0,3 ml von B enthält, hat eine Bearbeitungszeit von etwa 10 Minuten. Diese Materialmenge
läßt sich bequem messen, mischen und anwenden. Da man für eine einzige Wurzelkanalfüllung etwa 0,1 ml
der Mischung benötigt, reicht diese Menge für mehrere
Zähne aus. Die 10 Minuten Bearbeitungszeit sind für einen Zahnarzt mehr als ausreichend, um die notwendigen
Arbeiten durchzuführen. Wenn es gemischt ist, ist das System thixotrop und kann mit einer Spritze aufgenommen
und eingespritzt werden. Nach dem Einspritzen polymerisiert es in etwa 15 Minuten und kann
dann wie eine normale Wurzelkanalfüllung behandelt werden.
Wenn das in Tabelle 1 angegebene Bariumsulfat durch Wismutsubcarbonat ersetzt wird, läßt sich eine beträchtliche Verbesserung der röntgenstrahlenundurchlässigen Eigenschaften feststellen.
Wenn das in Tabelle 1 angegebene Bariumsulfat durch Wismutsubcarbonat ersetzt wird, läßt sich eine beträchtliche Verbesserung der röntgenstrahlenundurchlässigen Eigenschaften feststellen.
Typische geeignete Gewichtsverhältnisse von Komponente A zu Komponente B sind: 9 : 1, 8 : 2, 7 : 3 und
35 6:4.
Die Materialien können in sehr unterschiedlichen Mengen verwendet werden, wie aus der nachfolgenden
Tabelle hervorgeht. Alle Prozentangaben sind Gew.-%.
Mengenbereich Bevorzugter
Mengenbereich
Komponente A
HÄMA
Diester
Beschleuniger
HÄMA
Diester
Beschleuniger
Bariumsulfat (oder anderes röntgenstrahlenundurchlässiges
Material)
Feinzerteiltes Silizmmoxyd
(oder entsprechendes Material)
Material)
Feinzerteiltes Silizmmoxyd
(oder entsprechendes Material)
Medikament
25-99,95%
0,05-5,0%
0-1,5%
0-75%
0,05-5,0%
0-1,5%
0-75%
0-10% 0-10%
Komponente B
Diacetin (oder anderes Verdünnungsmittel) 25-94%
Benzoylperoxyd (oder entsprechendes Material) 0,5—2,5%
Feinzerteiltes Siliziumoxyd 0-10%
(oder entsprechendes Material)
Bariumsulfat (oder anderes 0-75%
entsprechendes Material)
40-80%
0,1-1%
0,1-1,5%
10-60%
0,1-1%
0,1-1,5%
10-60%
1-10%
0,1-10%
(falls verwendet)
(falls verwendet)
50-94%
0,5-2,5%
1-10%
10-60%
Die folgenden Beispiele dienen zur näheren Erläuterung der vorliegenden Erfindung. Wenn nicht anders
angegeben, handelt es sich bei allen Teilen und Prozenten um Gew.-Teile bzw. Gew.-%.
5 Beispiel 1
In 61 Teilen Hydroxyethylmethacrylat wurden 0,3 Teile Ethylenglykoldimethacrylat, 0,6 Teile N,N-Dihydroxyethyl-p-toluidin
(Kokatalysator) und 0,1 Teil 2,2'-Methylen-bis-4-methyl-6-tert.-butyl-phenol
(Polymerisationsinhibitionsmittel) gelöst. 35 Teile feinpulvriges Bariumsulfat wurden mit der Lösung innig gemischt,
und danach wurden 3 Teile feinzerteiltes Siliziumoxyd als Füllstoff daruncergemischi. Die erhaltene weiße,
hoch thixotrope Paste wurde als Komponente A bezeichnet.
1,9 Teile Dibenzoylperoxyd (Polymerisationsinhibitionsmittel) wurden in 61,1 Teilen Glycerindiacetat
gelöst. 35 Teile Bariumsulfat und 2 Teile feinzerteiltes Siliziumoxyd wurden innig mit der Lösung vermischt.
Die erhaltene weiße, hoch thixotrope Paste wurde als Komponente B bezeichnet.
Um das Wurzelkanalfullmaterial zuzubereiten, wurden 7 Teile der Komponente A und 3 Teile der Komponente
B miteinander gemischt. Die Polymerisation setzte nach 10 Minuten ein, und nach 15 Minuten war
das Material voll ausgehärtet.
Man erhielt ähnliche Ergebnisse, wenn man das Bariumsulfat in beiden Komponenten durch die gleiche
Gewichtsmenge Wismutsubcarbonat ersetzte, wobei man ein Prod'ikt mit verbesserten röntgenstrahlenundurchlässigen
Eigenschaften erhielt.
35 Teile feinpulvriges Bariumsulfat wurden gründlich mit 62 Teilen 2-Hydroxyethylmethacrylat, das 0,3 Teile
Ethylenglykoldimethacrylat und 0,5 Teile N,N-Dihydroxyethyl-p-toluidin
enthielt, gemischt. In die Aufschlämmung wurden 3 Teile feinzerteilter Siliziumoxydfüllstoff
gemischt. Die erhaltene weiße, hoch thixotrope Paste wurde als Komponente A bezeichnet. Mit
93,5 Teilen Glycerindiacetat wurden 5 Teile feinzerteiltes Siliziumoxyd und 1,5 Teile Dibenzoylperoxyd vermischt.
Diese hoch thixotrope Paste wurde als Komponente B bezeichnet.
Zur Zubereitung des Wurzelkanalfullmaterials wurden 8 Teile der Komponente A und 2 Teile der Komponente
B miteinander gemischt. Die Polymerisation begann 3-5 Minuten nach dem Mischen und war nach
5-8 Minuten beendet.
Die Komponenten A und B wurden gemäß Beispiel 2 zubereitet, jedoch wurde als Lösungsmittel für die
Komponente B Glycerin verwendet.
55
60
30 Teile feinpulvriges Bariumsulfat wurden gründlich mit 65 Teilen einer monomeren Mischung, die 89,9
Teile 2-Hydroxyethylmethacrylat, 10 Teile Methylmethacrylat und 0,1 Teil Diethylenglykoldimethacrylat
enthielt, gemischt In die erhaltene Aufschlämmung wurden 0,3 Teile N,N-Dihydroxyethyl-p-toluidin und
4,7 Teile feinzerteiltes Siliziumoxyd gemischt, und man erhielt die Komponente A.
Die Komponente B wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 2 aus den gleichen Materialien hergestellt.
Zur Zubereitung des Wurzelkanalfullmaterials wurden 9 Teile der Komponente A und 1 Teil der Komponente
B miteinander gemischt. Das Material begann nach 6-9 Minuten zu polymerisieren und war nach 10-12
Minuten vollständig gehärtet.
Die Komponente A wurde wie in Beispiel 4 hergestellt, jedoch bestanden die verwendeten Monomeren
aus 79,5 Teilen 2-Hydroxyethylmethacrylat, 20 Teilen Butylacrylat und 0,5 Teilen Ethylenglykoldimethacrylat.
Die Komponente B war die gleiche wie in Beispiel 4.
35
Die Komponente A wurde wie in Beispiel 4 hergestellt, jedoch bestanden die verwendeten Monomeren
aus 98 Teilen 2-Hydroxyethylmethacrylat, 1,5 Teilen 2-Sulfoethylmethacrylat und 0,5 Teilen Ethylenglykoldimethacrylat.
Die Komponente B war die gleiche wie in Beispiel 4.
Die Komponenten A und B wurden gemäß Beispiel 4 hergestellt, wobei jedoch in der Komponente B als
Lösungsmittel Propylenglykol verwendet wurde.
Die Komponente A wurde wie in Beispiel 4 hergestellt, jedoch bestanden die verwendeten Monomeren
aus 95 Teilen 2-Hydroxyethylmethacrylat, 4,5 Teilen N-Vinylpyrrolidon und 0,5 Teilen Ethylenglykoldimethacrylat.
Als Komponente B wurde die gleiche wie in Beispiel 4 verwendet.
40 Teile feinpulvriges Bariumsulfat wurden gründlich mit 60 Teilen einer Mischung gemischt. Diese
Mischung enthielt 10 Teile fein gemahlenes (Maschenweite 0,044 mm), nicht vernetztes Poly(hydroxyethylmethacrylat),
0,4 Teile Ethylenglykoldimethacrylat und 1,0 Teil N,N-Dimethyl-p-toluidin sowie 48,6 Teile
Hydroxyethylmethacrylat. Die erhaltene weiße Paste wurde als Komponente A bezeichnet
Nun wurden 88,5 Teile Hydroxyethylmethacrylat, 1,5 Teile Benzoylperoxyd als Peroxyd-Initiierungsmittel
und 10 Teile hoch vernetztes Poly(hydroxyethylmethacrylat) mit einer Teilchengröße von 1-10 Mikron
gemischt. Diese Paste wurde als Komponente B bezeichnet
Wenn man 8 Teile der Komponente A mit 2 Teilen der Komponente B mischte, setzte die Polymerisation zwischen
7 und 9 Minuten nach dem Mischen ein, und das Material war bei Körpertemperatur nach 15 Minuten
ausgehärtet
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch wurden zu der Komponente A 0,2 Teile Benzocain
gegeben.
| 1 I |
24 20 | 0,32% | 61,50% | 53,00% | 5 | 351 | 12 | übrigen mit | 66,28% | fil 00% | der Kompo- |
| I n | 30,00% | 0,20% | 0,15% | 0,65% | U i^\J\J /O 0,30% |
||||||
| &igr; f Vitale und nicht-vitale Schneidezähne von 12 ausge- | 4,00% | 0,32% | 0,32% 45,00% 1,50% |
0,07% | 0,61% 0,06% |
Es wurden 8 Zähne mit dieser Mischung behandelt. | |||||
| I wachsenen Affen wurden endodontologisch zubereitet | 35,00% | der Versuche 2 und 3 injiziert. Einige der Zähne wurden | 30,00% | 35,00% | |||||||
| , · und durch eine Intrakanalinjektion gefüllt. Es wurden | 3,99% | 10 | mit der Mischung des Versuchs 2 und die | 3,00% | 3,00% | ||||||
| IS folgende Zusammensetzungen verwendet: | 93,57% | und 0,2 ml der Kompo- | der Mischung des Versuchs 3 gefüllt. | ||||||||
| Versuch 1 | 1,43% | gemischt. | Versuch 4 | 93,30% | 61,55% 35,00% 0,95% |
||||||
| ( i Komponente A | 93,50% | mit den Zubereitungen | Komponente A | 1,70% | |||||||
| I 6 Zähne wurden mit der Mischung aus den Kompo- | 1,50% | wie in Versuch 1 | *) = 2,2'-Methylen-bis-4-methyl-6-terL-butyl-phenol | ||||||||
| ' j nenten A und B behandelt, wobei eine Gesamtmenge | 15 | Komponente B | der Kompo- | 0,7 ml der Komponente A und 0,3 ml | |||||||
| HÄMA (Hydroxyethylmethacrylat) 65,48% | ' 1 von 0,8 ml der Komponente A und 0,2 ml der Kompo- | der Kompo- | nente B wurden miteinander gemischt. | ||||||||
| 1 &igr; ÄGDM (Ethylenglykoldimethacrylat) 0,20% | j nente B verwendet wurde. | und 0,2 ml der Kompo- | wie in Versuch 2 | Insgesamt wurden 8 Zähne mit der Mischung behan | |||||||
| Beschleuniger A | gemischt | delt. | Insgesamt wurden 8 Zähne mit dieser Mischung | ||||||||
| ■ BaSO4 | I Versuch 2 | 20 | 0,8 ml der Komponente A und 0,2 ml | behandelt. | |||||||
| ■ &igr; Siliziumoxyd | 1 Komponente A | nente B wurden miteinander gemischt. | Versuch 5 | \TprciirVi f\ | |||||||
| I HÄMA | Komponente A | ||||||||||
| I Komponente B | . I ÄGDM | HÄMA | Komponente A | ||||||||
| I Diacetin | I Beschleuniger A | Beschleuniger A | UiIu(A | ||||||||
| ' 1 Benzoylperoxyd | &Iacgr; BaSO4 | 25 | *) | ÄGDM | |||||||
| ; I Siliziumoxyd | I Siliziumoxyd | BaSO4 | Beschleuniger A *) |
||||||||
| I r, | Siliziumoxyd | BaSO4 | |||||||||
| I Komponente B | Komponente B | Siliziumoxyd | |||||||||
| : I Däacetin | 30 | Diacetin | Komponente B | ||||||||
| I Benzoylperoxyd | Benzoylperoxyd | Diacetin BaSO4 Benzoylperoxyd |
|||||||||
| I Siliziumoxyd | Siliziumoxyd | Siliziumoxyd | |||||||||
| &idigr; | |||||||||||
| jjs 0,8 ml der Komponente A | 0,8 ml der Komponente A und 0,2 ml | ||||||||||
| ; & nente B wurden miteinander | 35 | nente B wurden miteinander gemischt. | |||||||||
| 1 S Versuch 3 |
|||||||||||
| J Komponente A | |||||||||||
| f HÄMA | |||||||||||
| I ÄGDM | |||||||||||
| i Beschleuniger A . Ij BaSO4 $ Siliziumoxyd |
40 | ||||||||||
| , I Komponente B | |||||||||||
| I wie in Versuch 1 | |||||||||||
| 1 0,8 ml der Komponente A | 45 | ||||||||||
| I nente B wurden miteinander | |||||||||||
| 1 Insgesamt wurden 6 Zähne | cn | ||||||||||
| 55 | |||||||||||
Claims (2)
1. Verwendung einer Zusammensetzung enthaltend ein hydrophiles, polymerisierbares Material
aus Hydroxy-Nieder-Alkylacrylat und/oder Hydroxy-Nieder-Alkylmethacrylat
zur Bildung eines Homopolymerisats oder Mischpolymerisats mit einem Anteil von etwa 1 bis 50% an Alkylacrylat(en)
bzw. Methacrylat(en) und einen aktiven Füllstoff sowie gegebenenfalls ein feinteiliges Röntgenstrahlen-undurchlässiges
Material, als Wurzelkanalfüllkomponente.
2. Verwendung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung ein
Reduktionsmittel bzw. Antioxidationsmittel enthält.
10
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|---|---|---|---|
| US354866A US3925895A (en) | 1972-07-06 | 1973-04-26 | Hydrophilic root canal filling material |
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