-
Verfahren und Vorrichtung zum wertmässigen Zählen von unterschiedlichen
Münzen und anderen ähnlichen scheibenförmigen metallischen Gegenständen.
-
Die Erfindung bezieht sich auf das wertmässige Zählen von unterschiedlichen
Münzen und anderen ähnlichen scheibenförmigen metallischen Gegenständen, die in
regelloser Folge mit dem Rand an einer geradlinigen Führungskante anliegend entlang
einer Führungsbahn gefördert werden sowie auf einer Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens.
-
Es ist bekannt, Münzen und dergleichen Gegenstände nach ihrem Durchmesser
zu sortieren und sie zu diesem Zweck entlang einer Sortierstrecke mit grössenmässig
abgestuften Ausfallöffnungen zu führen und die nach ihrer Grösse aussortierten Münzen
zu zählen. Man kennt auch mit Tastspulen versehene Zählwerke, die in Gestalt von
Tastköpfen an den Ausfallstellen der Münzen angeordnet sind und jeweils
einen
Zähllmlpuls abgeben. Die Anzahl der Tastköpfe richtet sich nach der Anzahl der M.ünzsorten,
deren Münzen zu zählen sind. Der wertmässige Zählvõrgang aller Münzen der verschiedenen
Münzsorten erfolgt durch Addieren der in allen Münzsorten gezählten Münzen. Das
gesamte Aus zählen der Münzen nach ihrem Wert erfolgt verhältnisinässig langsam,
und je mehr Zählstellen vorhanden sind, um so grösser ist die Gefahr von Fehlzählungen.
Ausserdem benötigt diese Verfahrensweise umfangreiche und aufwendige Mittel.
-
Von daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, das wertmässige
Auszählen unterschiedlicher Münzen und ähnlicher Gegenstande zu beschleunigen und
zu vereinfachen. Zur Lösung dieser Aufgabe wird der Sortiervorgang durch einen Erkennungsvorgang
ersetzt, der den Zählvorgang entsprechend der Wertigkeit der erkannten Münze auslöst.
-
Soweit sich die Erfindung auf ein Verfahren richtet wird sie durch
nachfolgende Arbeitsschritte gekennzeichnet.
-
Die Münzen durchlaufen in regelloser Aufeinanderfolge ein magnetisches
Wechsel-Eessfeld, in dem sie mit Bezug auf die Führungskante induktiv abgetastet
und wertmässig erkannt werden; jede Münze löst beim Durchgang durch das magnetische
Feld über ihren Durchmesser eine in der Impulszahl ihrer Wertigkeit entsprechende
Impulsreihe aus; die aufeinanderfolgenden Impulsreihen werden addiert und der Gesamtwert
aller Münzen wird ziffernmässig angezeigt.
-
Das neue Verfahren hat den Vorteil, dass das durchmessermässige Aussortieren
der Münzen fortfällt una die gesamte wertmässige Auszählung aller unterschiedlichen
Münzen wesentlich schneller als bisher erfolgt. Das Ergebnis der wertmässigen Aus
zählung aller Münzen erfolgt kontinuierlich mit dem Durchlauf derselben durch das
Messfeld, wobei esin gleichgultig ist,welcherAufeinanderfolge unterschiedliche
Münzen
das Messfeld passieren. Das wertmässige Summenergebnis lässt sich jederzeit ablesen.
Der Gesamtwert aller Münzen wird sofort fehlerlos angezeigt. Für das wertmässige
Erkennen aller Münzen ist nur ein einziges induktives Messfeld erf orderlich.
-
Dementsprechend zeichnet sich die Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens dadurch aus, dass nur ein einziger induktiver Tastkopf vorhanden und
mit einem Abtastluftspalt, durch den die Münzen der Reihe nach hindurchlaufen, in
die Führungsbahn eingebaut ist, und dass die Führungskante der Führungsv bahn die-
Basis des Äbtastluftspaltes bildet.
-
Der Tastkopf besteht gemäss der Erfindung.aus einem mit Wechselstrom-erregten
Eisen- bzw. Ferritkern, dessen Abtastluftspalt eine Weite besitzt, die etwas grösser
ist als die dickste der ZU zählenden Münzen, und eine Breite aufweist, die in Richtung
der Mllnzbewegung wesentlich kleiner ist als der kleinste vorkommende Münzdurchmesser,
und in Richtung senkrecht zur Münzbewegung so gemessen ist, dass die kleinste Münze
in ihn eingreift, die grösste Münze ihn ganz oder nahezu ganz bedeckt. Ein solcher
Tastkopf liefert beim Durchlaufen jeder Münze ein von der Durchlaufgeschwindigkeit
unabhängiges Maximum, das für den Durchmesser der jeweils abgetasteten Münze charakteristisch
ist und es so ermöglicht, durch einen Signalvergleich die betreffende Münze innerhalb
einer begrenzten Anzahl von verschiedenartigen Münzen, z.B. innerhalb der deutschen
Münzen, zu identifizieren und bewertend zu zählen.
-
Solange sich im Abtastluftspalt keine Münze befindet, wird bei gegebener
Wechselerregung des Tastkopfes der über den Abtastluftspalt tretende Magnetfluss
im wesentlichen durch den magnetischen Widerstand, d.h. durch die geometrischen
Äbmessungen des Luftspaltes bestimmt. Befindet sich jedoch eine Münze im Luftspalt,
so werden in ihr Wirbelströme induziert, die dem Luftspaltfiuss entgegen wirken.Das
bewirkt
eine Verminderung der Impedanz der Erregerwicklung, die
im Prinzip als Signal für die Münzerkennung benutzt werden könnte. Dazu müsste aber
sichergestellt sein, dass die Erregerfrequenz einwandfrei konstant bleibt, was praktisch
nur mit.grossem Aufwand zu verwirklichen wäre.
-
Gemäss der Erfindung weist deshalb der Tastkopf magnetsymmetrisch
zum Abtastluftspalt ausserhalb des hiünzendurchlaufes einen Vergleichsluftspalt
auf. Dieser ist so angeordnet, dass er von den Münzen nicht unmittelbar beeinflusst
wird und dem Abtastluftspalt magnetisch parallel geschaltet ist. Dann wird beim
Eintreten einer Münze in den Abtastluft spalt ein grösserer oder kleinerer Teil
des ursprünglich über diesen Luftspalt tretenden Magnetflusses in den Vergleichsluftspalt
abgedrängt, d.h. der Fluss im Abtastluftspalt wird kleiner, der im Vergleichsluftspalt
grösser. Es tritt also eine Flussdifferenz auf, die von Änderungen der Erregerfrequenz
im Gegensatz zur Erregerimpedanz nahezu unabhängig ist, und die deshalb ein stabiles
Kriterium für die Wirbelstromrückwirkung der gerade im Äbtastluftepalt befindlichen
Münze bildet. Die erwähnte Flussdifferenz hat bei einer bestimmten Stellung der
Münze im Abtastluftspalt, z.B. in der Symmetriestellung, ein ausgeprägtes Maximum,
das als Erkennungssignal benutzt werden kann.
-
Am einfachsten kann der Vergleichsluftspalt in der Weise geschaffen
werden, dass man dem Eisen- bzw. BeEritkern die Form eines symmetrischen Mantelkerns
gibt. Der /tastluftspalt und der Vergleichsluftspalt sind in den Aussenschenkeln
dieses Mantelkernes angeordnet, dessen Mittelschenkel die Erregerwicklung trägt,
während die beiden Aussenschenkel je eine Sekundärwicklung tragen und durch gleichartig
bemessene Luftspalte unterbrochen sind.
-
Beim Eintreten einer Münze in den Abtastluftspalt wird die in der
einen Sekundärwicklung induzierte Spannung verkleinert,
die Spannung
in der anderen Sekundärwicklung vergrössert.
-
Ist der Kern völlig symmetrisch und haben die beiden Sekundärwicklungen
gleiche Windungszahl, so ist bei gegensinniger Reihenschaltung der Sekundärwicklungen
die in dieser Reihenschaltung auftretende Differenzspannung bei münzfreiem Abtastluftspalt
nahezu Null und erscheint beim Eintreten einer Münze immer mit demselben Vorzeichen
mit einem Betrage, dessen Maximum beim Durchlaufen der Münze von dem Durchmesser
der Münze abhängt.
-
W .1 b Einerseits mit Rücksicht auf einen möglichst grossen Wirbelstromeffekt,
insbesondere um die Eindringtiefe der Wirbelströme an der Münzoberfläche klein zu
halten, andererseits mit Rücksicht auf die weitere Signalverarbeitung auch bei sehr
schneller Münzfolge ist es zweckmässig, die Frequenz des Erregerwechselstromes für
den Tastkopf verhältnismässig hoch zu wählen. Eine Speisefrequenz von 40 kttz hat
gute Erfolge gezeigt. Bei Frequenzen solcher Grösse kann dann allerdings kein gewöhnlicher
Eisenkern mehr verwendet werden; man benutzt dazu zweckmässig einen Kern aus Berrit-Material,
das keine ins Gewicht fallende elektrische Leitfähigkeit besitzt und deshalb darin
keine störenden Wirbeletröme fliessen können.
-
Anstatt den Vergleichsluftspalt in demselben Kern unterzubringen wie
den Abtastluftspalt, kann man für den Vergleichsluftspalt auch einen besonderen
Kern vorsehen, der eine eigene Erregerwicklung trägt. In diesem Falle würde man
die Erregerwicklungen der beiden Kerne in Reihe schalten, was hinsichtlich der elektrischen
und magnetischen Grössen einer magnetischen Parallelschaltung der beiden Kerne mit
einer gemeinsamen Erregerwicklung entsprechen würde.
-
Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, dass in
einem
Abstand-vor dem Abtastluftspalt eine in einem Winkel zur Führungskante schräg stehende
Anlaufkante angeordnet ist, die in die Führungskante übergeht, und dass für den
Transport der Münzen entlang der Anlaufkante und der Führungskante ein endloses
Riemenpaar vorhanden ist, deren einer Endlosriemen hinter dem Schleuderteller die
Anlaufkante anläuft und deren zweiter Endlosriemen zwischen der Führungskante und
dem Abtastluftspalt geführt ist und schneller läuft als der erste Endlosriemen.
Die Münzen gelangen unter einem Andruck gegen die Anlaufkante, werden von dem zweiten
Endlosriemen übernommen und durch den Abtastluftspalt unter kraftschlüssiger Anlage
entlang der Führungskante geführt. Dieser zweite Endlosriemen kann unter einem geringen
Winkel von etwa 20 gegen die Führungskante gerichtet sein.
-
Vorteilhaft ist neben der Anlaufkante ein federbelasteter Schieber
innerhalb der Führungsbahn angeordnet, welcher den die Anlaufkante anlaufenden Münzen
einzeln zur Weiterförderung durch den zweiten Endlosriemen für die nachfolgende
Zählung Durchlass gibt.
-
Für die wertmässige Zählung der entlang der Führungskante geförderten
Münzen sind die Ausgangsleitungen der Sekundärwicklungen des Tastkopfes über eine
elektronische Bewertungskette, in der sie wertmässig erkannt und gezählt werden,
mit einer Anzeigevorrichtung,vorzugsweise einem Digitalrechner, verbunden. Die Bewertungskette
enthält zur Erkennung Komparatoren mit nachfolgender Logik, die einem nachfolgenden
Decodierer Ausgangsleitungen für die Bewertung der gegebenen Impulse zur Verfügung
stellt.Die einzelnen elektronischen Bauelemente der Bewertungskette sind als solche
bekannt.
-
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an einer Geldzählvorrichtung
anhand der Zeichnung nachstehend beschieben. Es zeigen: Fig. 1 eine Aufsicht der
erfindungsgemässen Geldzählvorrichtung, Fig. 2 eine Einzelheit der Geldzählvorrichtung
nach Fig.1, Fig. 3 den Tastkopf nach Fig. 1 in schematischer Darstellung, Fig. 4
einen Schnitt in Richtung IV-IV der Fig. 3 und Fig. 5 den Prinzipaufbau der Geldzählelektronik
mit der dem Tastkopf nach Fig. 3 nachgeschalteten Bewertungskette.
-
Das Gehäuse 1 der Geldzählvorrichtung besitzt eine Deckplatte 2 und
in ihr den drehangetriebenen Schleuderteller 3, dessen Drehachse mit 4 bezeichnet
ist. Der Drehantrieb erfolgt durch den Elektromotor 5. Die Münzen, die im Durchmesser
und Wert voneinander unterschiedlich sind, sind mit 6 bezeichnet. Ein höhenverstellbares
Sperrblech 7 gewährleistet, dass die Münzen nur in einer Lage von dem Schleuderteller
in den Auslauf gelangen und an die Führungsbahn 8 abgegeben werden, deren Führungskante
9 stufenförmig ausgebildet ist und geradlinig verläuft. Zwischen der Führungskante
9 und dem Schleuderteller 3 befindet sich die schräg zur Führungskante verlaufende
Anlaufkante 10, die den Münzauslauf 11 in Richtung der Münzbewegung begrenzt. Die
Führungsbahn 8 enthält hinter der Auslaufkante eine Ausfallöffnung 12.
-
Neben der Anlaufkante 10 ist innerhalb der Führungsbahn 8 ein federbelasteter
Schieber 13 angeordnet. Die nicht dargestellte Feder bewegt den Schieber 13 in Richtung
auf den Münzauslauf 11. Die Führungsbahn 8 ist waagerecht angeordnet. Über der Führungsbahn
ist ein endloses Riemenpaar 14,15 angeordnet, deren einer Endlosriemen 14 hinter
dem Schleuderteller die Anlaufkante 10 anläuft und deren zweiter Endloariemen 15
vor der Führungskante 9 laufend angeordnet ist. Die freilaufende Umlenkrolle 16
des Endlosriemens 14
ist über den Münzauslauf 11 gelagert. Die Umlenkrolle
17 ist seitlich versetzt zur Umlenkrolle 16 gelagert. Die drehangetriebenen Umlenkrollen
der Riemen 14 und 15 sind mit 18 und 19 bezeichnet. Die Umlenkrolle 18 hat einen
kleineren Durchmesser als die Umlenkrolle 19, so dass der Endlosriemen 15 schneller
läuft als der Endlosriemen 14.
-
Der gemeinsame Drehantrieb der Umlenkrollen 18 und 19 erfolgt durch
die Welle 20, die über eine getriebliche Verbindung 21 für den Antrieb von dem Elektromotor
5 erhält.
-
Die Führungsbahn 8 enthält einen Ausschnitt 22 zur Aufnahme des in
den Fig. 3 und 4 dargestellten induktiven Tastkopfes 23. Der Tastkopf 23 gehört
zu einer elektronischen Bewertungskette, die schematisch in der Fig. 5 dargestellt
ist. Der Tastkopf ist nur an einer einzigen Stelle im Bereich des geradlinigen Teiles
der Führungskante 9 vorhanden. Er erkennt und zählt die Münzen wertmässig in Verbindung
mit der ihm zugeordneten elektronischen Bewertungs~ kette.
-
Für den Spezialfall, dass die bereits wertmässig gezählten Münzen
noch naQhträglich nach Münzsorten aussortiert werden sollen, kann die Führungsbahn
8 mit in ihrer Grösse abgestuften Sortieröffnungen 24 versehen sein, deren Weite
dem Durchmesser der Münzen der verschiedenen Münzsorten entspricht. Die Aussortierung
beginnt mit der im Durchmesser kleinsten Münze und endet mit der im Durchmesser
grössten Münze. Diese nachgeschaltete Sortierung der Münzen ist aber funktionell
völlig unabhängig von dem Erkennungs- und Zählvorgang, der durch den Tastkopf 23
ausgelöst wird.
-
Ein Teil der Deckplatte 2 ist als Sammelbehälter 25 für die Münzen
ausgebildet. Dieser Sammelbehälter ist durch senkrecht zur Deckplatte 2 stehende
Wande 26 begrenzt. Der Sammelbehälter 25 erstreckt sich parallel zu dem Endlosriemenpaar
14, 15 fast über die ganze Länge des Gehäuses 1
und mündet über
dem Schleuderteller 3. Der zu zählende Münzhaufen wird in den Sammelbehälter geschüttet
und gelangt von diesem durch Nachschieben auf den Schleuderteller 3, der die Münzen
an den Endlosriemen 14 abgibt, durch den die Münzen gegen die schräge Anlaufkante
10 gefördert und gegen sie angepresst werden und von dem Endlosriemen 15 übernommen
und an der Führungskante 9 entlang gefördert werden. Durch den schneller laufenden
Endlosriemen 9 wird die Münzfolge auseinandergezogen. Die unterschiedlichen Geschwindigkeiten
und die Bewegungsrichtung der Unterseite der Endlosriemen 14 und 15 sind durch den
kürzeren Pfeil 27 für den Endlosriemen 14 und den längeren Pfeil' 28 für den Endlosriemen
15 angezeigt. Etwa übereinanderliegende Münzen, die in den Bereich des ersten Endlosriemens
14 gelangen werden beim Anlaufen der unteren Münze gegen die Anlaufkante 10 vereinzelt,
indem die obere Münze über die Anlaufkante 10 hinweggeschoben wird und durch die
Öffnung 12 ausfällt.
-
Die Anlaufkante 10 ist vorteilhaft etwas niedriger als die eigentliche
Führungskante 9, wodurch das Abschieben der oberen Münze von zwei übereinanderliegenden
Münzen an der Anlaufkante 10 erleichtert wird.
-
Der in den Fig. 3 und 4 dargestellte Tastkopf 23 besteht aus einem
Mantelkern 29 aus Ferrit-Material, das für eine Speisefrequenz von 40 ktlz besonders
geeignet ist. In den Aussenschenkeln des Mantelkernes befinden sich der/tastluStspalt
30 auf der einen Seite und der Vergleichsluftspalt 31 auf der anderen Seite. Der
Vergleichsluftspalt liegt magnetsymmetrisch zum Abtastluftspalt ausserhalb des Münzendurchlaufs.
Der Abtastluftspalt ist durch den Abstand der Polschuhe 32 und 33 und der Vergleichsluftspalt
durch den gleichen Abstand der Polschuhe 34 und 35 gebildet. Der Mittelschenkel
des Mantelkernes trägt die Erregerwicklung 36. Die beiden Aussenschenkel des Mantelkernes
tragen je eine Sekundärwicklung 37, die beide gleiche Windungszahlen haben und in
Reihe geschaltet sind. Der Abtastluftspalt 30
hat eine Weite, die
etwas grösser ist als die dickste der zu zählenden Münzen.Die Breite-des Abtastluftspaltes
ist in Richtung der Münzbewegung wesentlich kleiner als der kleinste vorkommende
Münzdurchmesser. In Richtung senkrecht zur Münzbewegung ist der Abtastluftspalt
so bemessen, dass die kleinste Münze in ihn eingreift und die grösste Münze ihn
ganz oder nahezu ganz bedeckt.
-
Wie die Fig. 4 zeigt, sind die Polschuhe 32 und 33 dementsprechend
bemessen und gegenüber dem Querschnitttdes Mantelkernes 29 in Surchlaufrichtung
der Münzen schmal bemessen. Die Polschuhe 34 und 35 haben die gleichen Abmessungen
wie die Polschuhe 32 und 33.
-
Die Möglichkeit, für den Abtastluftspalt und den Vergleichsluftspalt
je einen besonderen Kern vorzusehen, der eine eigene Erregerwicklung trägt, ist
durch die beiden parallelen.
-
strichpunktierten Trennungslinien 38 und 39 schematisch dargestellt.
Dementsprechendxwerden die beiden Kerne 29a magnetisch voneinander getrennt, dagegen
werden die Erregerwicklungen der beiden Kerne in Reihe geschaltet. Aufgrund möglicher
unterschiedlicher Frequenzabhängigkeit der beiden Kerne ist die Stabilität dieser
Anordnung mit zwei Kernen nicht so günstig wie bei einem einzigen symmetrischen
Mantelkern, bei dem die beiden Kernhälften bezüglich der gemeinsamen Erregerwicklung
magnetisch parallel geschaltet sind. Der Ausbildung des Tastkopfes mit Abtastluftspalt
und Vergleichsluftspalt in den Aussenschenkeln eines Mantelkernes wäre aus diesem
Grunde der Vorzug zu geben.
-
Die Fig. 5 zeigt die Speisung des Tastkopfes 23 und seine Verbindung
über eine elektronische Bewertungskette mit einer Zählvorrichtung, die ein Digitalrechner
sein kann.
-
In dem Generator 40 wird ein Erregerwechselstrom für den Tastkopf
23 erzeugt, dessen Frequenz verhältnissmässig hoch
ist und in der
Grössenordnung von 40 kHz liegt. Der Generator ist als Brückenoszillator mit nachfolgender
Komplementärstufe aufgebaut. Als aktives Element dient ein Operations-Verstärker
mit hoher Anstiegsgeschwindigkeit.
-
Eine amplitudenabhängige Rückführung sorgt für konstante Ausgangsspannung
und Ausgangsfrequenz. Aus der Ausgangsspannung wird zusätzlich noch eine Referenzspannung
gebildet, für die eine Leitung 40a zur Verfügung steht. Die Speisefrequenz des Tastkopfes
liegt an dessen Erregerwicklung 36.
-
Die Ausgänge der Sekundärwicklungen 37 des Tastkopfes führen zu einem
Demodulator 41, der im Grunde genommen ein gedämpfter Spitzenspannungsgleichrichter
ist, der die Wechselspannungssignale des Tastkopfes in Gestalt deren Hüllkurve zu
Gleichsspannungssignalen macht. Diese Signale gehen in die Erkennungsstufe 42 mit
ebensovielen Komparatoren wie Münzsorten erkannt werden mit nachfolgender Logik,
wobei jedem Komparator eine Ausgangsleitung zugeordnet ist. In der Fig. 5 sind acht
solcher Ausgangsleitungen 421 bis 428 dargestellt, wenn 8 verschiedene Münzdurchmesser
entsprechender Münzsorten erkannt werden müssen. Die in dem Generator 40 gebildete
Referenzspannung ist über die Leitung 40a eingeführt und wird zur Quotientenbildung
benutzt. Mit der ReSerenzapannung aus dem Generator und Quotientenbildung in den
Komparatorstufen ist die gesamte Anordnung weitestgehend unabhängig von der Generator-
und Versorgungsspannung.
-
Der dem-entsprechenden Signal des Tastkopfes 23 erkannte Münzendurohmesser
erzeugt entsprechend dem jeweiligen Schwellwert des zugeordneten Komperators in
der betreffenden Ausgangsleitung 421 - 428 einen einzigen Impuls, der in dem nachfolgenden
Decodierer 43 eingeht und in diesem durch eine entsprechende Impulsabgabe, beispielsweise
50 Impulse einer Impulsreihe bei einem 5O-Pfennigstück, bewertet wird.
-
Die jeweilige Impulszahl einer Impulsreihe entspricht der Wertigkeit
der nacthrem Durchmesser erkannten Münze.
-
Aus dem Decodierer führt eine einzige Leitung 43a in eine Zählstufe
44, in der die zugeführten Impulsreihen addiert und einer Anzeigevorrichtung 45
zugeführt werden. Es ist eine Rücksetztaste 46 vorhanden. Durch den Tastendruck
ist der Zähler auf Null rücksetzbar. Beim Einschalten wird er automatisch rückgesetzt.
Anstelle des Decodierers 43 und des Zählers 44 kann ein Digitalrechner verwendet
werden.
-
Im Netzteil 47 werden alle benötigten Spannungen erzeugt.
-
Es ist sowohl für Batteriebetrieb als auch für Netz betrieb geeignet,
wobei während des Netzbetriebes'mit beispielsweise 220 Volt Wechselstrom die Batterie
48 geladen wird. Die Zuführung der benötigten Spannungen ist durch die Pfeile 49
bis 53 veranschaulicht. Der Netzteil 47 hat einen Einschalter 54, Die Erkennung
der Münzen nach ihrem Durchmesser erfolgt je nach dem Schwellwert der Komparatoren,
der auf die Hüllkurve des von dem Tastkopf gegebenen Signals anspricht und Jeweils
im abfallenden Teil der Hüllkurve den Bewertungsimpuls auf einer bestimmten Ausganeleitung
gibt. Gemäss den verschiedenen Durchmessern der Münzen werden die Komparatoren der
Reihe nach durchgeschaltet, wobei nur der letzte angesprochene Komparator den Impuls
auf der ihm zugeordneten Ausgangsleitung an den Decodierer 43 weiterleitet.
-
Bei acht verschiedenen Münzdurchmessern, die erkannt werden sollen,
können auch anstelle yon 8 Komparatoren, deren Komparatorschwellen etwa in die Mitte
der Durchmessersprünge gelegt sind, doppelt soviele Komparatoren, also 16 Komparatoren,
zur Bildung von "Schwellwertbändern" benutzt werden, wobei jedem Durchmesser jeweils
zwei Schwellen, den sie symmetrisch umechliessen, zugeordnet sind. Die nachfolgende
Logik stellt auch in diesem Palle 8 Ausgangsleitungen 421-428 zur Verfügung. Das
Erkennen der Münzendurchmesser, die entsprechend dem Maximum der Hüllkurve in das
gegebene Schwellwertband fallen müssen, erfolgt mit hoher Genauigkeit, die von der
Wahl der Breite der Schwellwertbänder abhängt. Zu
dem maximal angesprochenen
Schwellwertband spricht jeweils der Komparator mit der unteren Schwelle an. Durchmesser,
die nicht in diese Schwellwertbänder fallen, werden nicht registriert, sondern nur
auf einer Fehlleitung markiert.
-
Sie können damit mechanisch ausgesondert werden. Auf diese Weise kann
Falschgeld mit Durchmesserabweichungen erkannt werden. In diesem Palle spricht der
Komparator mit dem oberen Schwellwert eines Schwellwertbandes an und gibt den Fehlimpuls
für die Aussonderung dieser Münze.
-
Patentansprüche