DE2422017B2 - Gasgefeuerter kupolofen - Google Patents
Gasgefeuerter kupolofenInfo
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Description
25
Die Erfindung bezieht sich auf einen gasgefeuerten Kupolofen, dessen Schacht durch einen wassergekühlten
Steg in eine Schmelzkammer und eine über waagerecht angeordnete Gasbrenner geheizte Überhitzungskammer
unterteilt ist, wobei der Herd der Überhitzungskammer in Richtung der Rückwand des Kupolofens
geneigt ist und zwischen Steg und Kupolofenwand Durchgangskanäle für Verbrennungsprodukte
und Flüssigmetall vorgesehen sind.
Beim Betrieb derartiger gasgefeuerter Kupolöfen, wie sie aus der DT-OS 19 40 264 bekannt sind, wird
jedoch die infolge der Verbrennung des Gas-Luft-Gemisches in den Gasbrennern entstehende Gesamtwärme
nur bis zu 9 bis 10% zur Überhitzung des schmelzflüssigen Metalls ausgenutzt, was zu einem unwirtschaftlichen
Verbrauch an Wärme, die zum Schmelzen und Überhitzen des Metalls erforderlich ist, führt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gasgefeuerten Kupolofen anzugeben, der den Durchwärmeprozeß
des Metalls zu intensivieren gestattet und die Möglichkeit bietet, den thermischen Wirkungsgrad
durch Erhöhung des Prozentsatzes der Wärmeaufnahme für die Überhitzung des Flüssigmetalls zu steigern.
Dies wird bei einem gasgefeuerten Kupolofen der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß dadurch erreicht,
daß innerhalb des Kupolofens unterhalb der Überhitzungskammer an der Vorderwand des Kupolofens
eine Zusatzüberhitzungskammer angeordnet ist, deren Herdquerschnittsfläche 0,2 bis 0,5 der Herdquerschnittsfläche
der Überhitzungskammer beträgt, wobei die Herdlänge der Überhitzungskammer von Vorderwand
zu Rückwand 0,5 bis 1,5 der Länge der Durchgangskanäle beträgt.
Ein gasgefeuerter Kupolofen mit einer solchen Zusatzüberhitzungskammer
gibt die Möglichkeit, den Überhitzungsprozeß des Flüssigmetalls zu intensivieren,
den thermischen Wirkungsgrad durch Erhöhung des Prozentsatzes der Wärmeaufnahme bei der Überhitzung
des schmelzflüssigen Gußeisens zu steigern und Gußeisen mit einer Überhitzung zu liefern, wie sie für
viele Gießvorgänge wünschenswert ist.
Die Erfindung wird nun an Hand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher
erläutert Es zeigt
F i g. 1 einen erfindungsgemäßen gasgefeuerten Kupolofen im Längsschnitt,
F i g. 2 Schnitt H-II der F i g. 1,
F i g. 3 Schnitt HI-III der F i g. 1.
Der erfindungsgemäße gasgefeuerte Kupolofen besitzt ein senkrechtstehendes Gehäuse 1 (Fig. 1, 2, 3),
das mit einem Feuerfeststoff ausgekleidet ist. Das Ofengehäuse 1 wird durch einen mit Feuerfeststoff verkleideten
Steg 2 in eine Schmelzkammer 3 und eine Überhitzungskammer 4 für das schmelzflüssige Metall
geteilt. Der Steg 2 begrenzt mit den Seitenwänden des gasgefeuerten Kupolofens zwei Durchgangskanäle 5
(F i g. 2) gleichen Querschnitts, die zum Durchgang der Verbrennungsprodukte und Herabfließen des flüssigen
Metalls ausreichen. Der Steg 2 wird ferner durch in Rohren 6 fließendes Wasser (F i g. 3) gekühlt.
Die Überhitzungskammer 4 für das Flüssigmetall hat einen in Richtung der Hinterwand 7 des Kupolofens
geneigten Herd 8. über welchem eine Reihe von waagerecht angeordneten Gasbrennern 9 vorgesehen ist.
Der an die Vorderwand 10 des gasgefeuerten Kupolofens angrenzende Teil des geneigten Herdes 8 enthält
eine Stufe. Durch diese und die Innenseite der Auskleidung der Vorderwand 10 des gasgefeuerten Kupolofens
wird eine Zusatzüberhitzungskammer 11 (F i g. 1) für das Flüssigmetall gebildet. Der waagerechte Teil
dieser Stufe dient als Herd 12 der Zusatzüberhitzungskammer 11 und der Herdquerschnitt entspricht 0,2 bis
0,5 des Herquerschnittes der Überhitzungskammer 4 für das Flüssigmetall in der Höhe der Gasbrenner 9.
Der Übergang vom Herd 8 zur Zusatzüberhitzungskammer
11 ist durch einen Vorsprung 13 gebildet.
Die Zusatzüberhitzungskammer 11 ist auch mit Gasbrennern 14 versehen.
Die Länge des geneigten Herdes 8 der Überhitzungskammer 4 beträgt 0,6 bis 1,5 der Länge der
Durchgangskanäle 5 zum Durchgang der Verbrennungsprodukte und zum Herabfließen des Flüssigmetalls.
Zum Schlackenabstich besitzt der gasgefeuerte Kupolofen ein Abstichloch 15 und zum Abstich des Flüssigmetalls
eine Abstichöffnung 16. Vom geneigten Herd 8 fließt das Flüssigmetall durch eine Abstichöffnung
17 ab. Die Gasbrenner 9 und 14 sind an Sammelleitungen 18 für das Gas und 19 für die Luft angeschlossen.
Der gasgefeuerte Kupolofen arbeitet folgendermaßen.
Vor Beginn des Schmelzvorganges werden die Gasbrenner 9 (Fig. 1) eingeschaltet. Die Auskleidung des
gasgefeuerten Kupolofens erwärmt sich in der Überhitzungskammer 4 bis auf die Temperatur von etwa
16000C und im Oberteil des Schachtes 3 bis auf die
Temperatur von 10000C.
Nach dem Anwärmen wird der Schacht 3 des gasgefeuerten Kupolofens mit dem Einsatz gefüllt, der aus
dem Metall und Flußmittel besteht.
Die durch Verbrennung des Gas-Luft-Gemisches entstehenden Heißgase schmelzen das sich auf dem
feuerfesten Steg befindliche Maiall. Die Tropfen des Flüssigmetalls fallen durch die Durchgangskanäle 5 auf
den geneigten Herd 8 herab. Während des Herabfallens der Metalltropfen findet ihre weitere Erwärmung
infolge der Berührung mit den Heißgasen der Verbrennungsprodukte und mit der glühenden Kupolofenauskleidung
statt. Die weitere Überhitzung des Flüssigmetalls erfolgt auf dem geneigten Herd 8 durch die gerichtete
Einwirkung der Flammenstrahlen des Gas-Luft-
Gemisches. Das Flüssigmetall und das überhitzte Metall sowie die Schlacke fließen vom feuerfesten Vorsprung
13 in die Zusatzüberhitzungskammer 11 herab, in welcher dann die nachfolgende Überhitzung des Metalls
unter Einwirkung der Flammenstrahlen der Gasbrenner 14 stattfindet, die in der Zusatzüberhitzungskammer
11 eingebaut sind. Die Schlacke wird nun durch das Abstichloch 15 abgezogen und das überhitzte
Metall durch die Abstichöffnung 16.
Der gasgefeuerte Kupolofen ist in seiner Herstellung einfach und sichert eine hohe Überhitzung des
schmelzflüssigen Roheisens.
Durchgeführte Versuche zeigten, daß beim Betrieb des gasgefeuerten Kupolofens der erfindungsgemäßen
Ausführung der thermische Wirkungsgrad stark ansteigt. Darüber hinaus vergrößert sich auch die zur
Überhitzung des Flüssigmetalls aufgenommene Wärmemenge dank dem Vorhandensein der Zusatzüberhitzungskammer.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Gasgefeuerter Kupolofen, dessen Schacht durch einen wassergekühlten Steg in eine Schmelzkammer und eine über waagerecht angeordnete Gasbrenner geheizte Überhitzungskammer unterteilt ist, wobei der Herd der Überhitzungskammer in Richtung der Rückwand des Kupolofens geneigt ist und zwischen Steg und Kupolofenwand Durchgangskanäle für Verbrennungsprodukte und Flüssigmetall vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Kupolofens unterhalb der Überhitzungskammer (4) an der Vorderwand (10) des Kupolofens eine Zusatzüberhitzungskammer (11) angeordnet ist, deren Herdquerschnittsfläche 0,2 bis 0,5 der Herdquerschnittsfläche der Überhitzungskammer beträgt, wobei die Herdlänge der Überhitzungskammer (4) von Vorderwand zu Rückwand 0,5 bis 1.5 der Länge der Durchgangskanäle (5) beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742422017 DE2422017C3 (de) | 1974-05-07 | Gasgefeuerter Kupolofen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742422017 DE2422017C3 (de) | 1974-05-07 | Gasgefeuerter Kupolofen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2422017A1 DE2422017A1 (de) | 1975-11-13 |
| DE2422017B2 true DE2422017B2 (de) | 1976-04-15 |
| DE2422017C3 DE2422017C3 (de) | 1976-12-02 |
Family
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2422017A1 (de) | 1975-11-13 |
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