DE2425122A1 - Mittel zur kugelgraphitbildung in fluessiger (gusseisen) schmelze sowie verfahren und vorrichtung zur verwirklichung der kugelpraphitbildung - Google Patents

Mittel zur kugelgraphitbildung in fluessiger (gusseisen) schmelze sowie verfahren und vorrichtung zur verwirklichung der kugelpraphitbildung

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DE2425122A1 DE19742425122 DE2425122A DE2425122A1 DE 2425122 A1 DE2425122 A1 DE 2425122A1 DE 19742425122 DE19742425122 DE 19742425122 DE 2425122 A DE2425122 A DE 2425122A DE 2425122 A1 DE2425122 A1 DE 2425122A1
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Description

Herne, 8000 München 40,
Freiligrathstraße 19 r\m w%l t η *t B U Λ at** Eisenacher Straße
Postfach 140 Uipi.-ing. K. ti. Danr P«t.-Anw. Betzier
Pat.-Anw. Herrmann-Trentepohl D IDl-Ph VS Ed U 3 T(J ΒθΙΖίβΓ Fernsprecher: 36 3011
■51014 Dipl.-Ing. W. Herrmann-Trentepohl 363013
Telegrammanschrift: Telegrammanschrift:
Bahrpatente Herne PATENTANWÄLTE Babetzpat München
Telex 08 229 853 Telex5215360
Γ Π? Λ ? R 1 9 2 Bankkonten:
L· H £. \J \ £.&. Bayerische Vereinsbank München 952
Dresdner Bank AG Herne 7-520 Postscheckkonto Dortmund 558 68-467
Ref.: M04767
in der Antwort bitte angeben
Zuschrift bitte nach:
München
s.a.,
NANCY, Prankreich
Mittel zur Kugelgraphitbildung in flüssiger (Gußeisen)schmelze sowie Verfahren und Vorrichtung zur Verwirklichung der Kugelgraphitbildung.
Die Erfindung betrifft ein Mittel zur Knötchenbildung des Graphits, im folgenden zur Bildung von "Kugelbildung des Graphits" genannt, in flüssiger (Gußeisen)schmelze und hat auch ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verwirklichung dieses Vorgangs zum Gegenstand.
Beispielsweise durch die Französische Patentschrift 70.04 054 ist es bekannt, in der Form ein Zusatzmittel vorzusehen, das in Form von Platten oder Scheiben vorgesehen wird, die durch Kontaktierung aus einem Gemisch aus Schwammeisenpulver und einem Impfmittel bzw. Inokulierer im folgenden "Zusatzmittel"-genannt, gebildet, sind. Es kann sich hierbei um Graphit, Carbid Silicid des Calciums oder auch eine Ferro-Silicium-
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legierung handeln, welche Zusätze verschiedener Elemente, wie beispielsweise des Magnesiums,enthalten kann. Dieses bekannte Verfahren betrifft das Impfen bzw. den Zusatz zu Gußeisen bzw. Schmelze, um die Bildung schädlicher Carbide zu vermeiden und nicht um Kugelgraphitgußeisen zu erhalten, wobei die üblichen Keimbildner- oder Impf- bzw. Zusatzverhältnisse ganz erheblich unter den zur Kugelbildung notwendigen Anteilen liegen.
Ebenfalls ist beispielsweise durch die französische Patentschrift 69.24- 353 bekannt, die flüssige Schmelze im Innern einer form durch eine keimbildende Substanz bzw. ein Zusatzmittel zu behandeln, dessen Bolle darin besteht, im verfestigten Metall den Graphit in Kugelform zu überführen; diese Substanz besteht aber aus einer Eisen-Silicium-Magnesiumlegierung in form von Stückchen, gebrochenen Aggregaten oder Pulver oder in extrudierter oder kompakter form.
Verwendet man ein Behandlungsmittel in Silicium enthaltender Legierungsform, so ist es notwendig, wenn man zur Kugelbildung in der Schmelze gelangen kann, den Anteil des Magnesiums ausreichend zu bemessen. Hieraus folgt, daß der Siliciumanteil, der in der Eisen-Silicium-Magnesiumlegierung enthalten ist und der vom Anteil des Eisen und des Magnesiums abhängt, übermäßig groß werden kann und die mechanischen Eigenschaften der Gußstücke herabsetzen kann, insbesondere, was die Bildung von Schlacken oder Schaum betrifft, was schwierig zu unterbinden ist. Es ist nämlich bekannt, daß das durch Zusatz zur Schmelze zugegebene Silicium eben solchen Schaum oder Schlacken bildet.
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Trotz der Verwendung von Mitteln, welche solche Schlacken oder Schäume im Innern der Gießrinnen für die !Formen zurückhalten, sogenannte Schlackendämme, gelingt es nicht immer, den Eintritt der Schlacken in die Formen zu unterbinden.
Wenn man also XugelTbil&ung in der Schmelze mittels einer Zusatz-KugelMldner-Eisen-Silicium-Magnesium-Legierung erreichen will,"beherrscht man den Anteil an Silicium yob dem Augenblick an sieht mehr, wo der Anteil an Magnesium durch die lotwendigkeit vorgegeben ist, den größten Seil des freien Graphits in Kugelform zu haben.
Im übrigen sind sehr heftige9wenn nicht sogar explosive und gefährliche Reaktionen des Magnesiums mit der Schmelze "bekannt s was die Verwendung von Magnesium in der vorgenannten Legierungsform motiviert.
Im Übrigen ist es schwierig, eine günstige Verteilung des Gehalts an Eugelbildnermittel in der Schmelze und somit eine regelmäßige Gestalt des Kugelgraphits im Gefüge und eine regelmäßige Struktur dieses Gefüges zu erhalten.
Darum soll erfindungsgemäß ein Kugelbildnermittel vorgeschlagen werden, welches zum einen reines, d„ h. nicht-legiertes Magnesium enthält und zum andexen eine Kugelbildung in der Schmelze im Innern der Form ermöglicht und eine Kontrolle des gegebenenfalls eingeführten Siliciums zum Impfen der Schmelze unabhängig vom Magnesiumanteil zuläßt, d. h. ohne Überschuß, der zur Erzeugung von Schlacken führen würde.
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Nach der Erfindung zeichnet sich dieses Mittel zur Kugelgraphitbildung in der flüssigen Schmelze vom Typ Eisen plus ein Kugelbildnermittel dadurch aus, daß es reines Eisen und das reine Agens , beide im pulverförmigen Zustand und zusammen agglomeriert, enthält.
Außer den vorgenannten Torteilen weist dieses Mittel
auf noch die beachtlichen Vorteile', für eine homogene Verteilung in der Schmelze zu sorgen, was den Gußstücken ausgezeichnete mechanische Eigenschaften verleiht und die weiter darin bestehen, daß kleine Mengen an Schmelze behandelt werden können, beispielsweise kleine Kugelgraphitgußstückserien.
Nach einer vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung Hegt das Kugelbildnermittel agglomeriert in Form von Pastillen vor, die sämtlich den gleichen bestimmten Gehalt an Kugelbildnermittel enthalten.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung, wodurch eine beachtliche Homogenität im Kugelbildnerrestgehalt und eine besondere Regelmäßigkeit der Graphitform und der Struktur des Gefüges erhalten werden kann, wird die Kugelbildnersubstanz in Form von Pastillen oder Plättchen in Form mehrerer Pastillengruppen agglomeriert, deren Gehalt an Kugelbildnermittel von einer Gruppe zur anderen variiert.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren, bei dem diese Substanz eingesetzt wird. Dieses zeichnet sich dadurch aus, daß man die Schmelze in die Form gießt und sie in Kontakt mit diesem Mittel im Innern der Form bringt. Für
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den EaIl, daß das Mittel von der Art der zweiten genannten Ausführungsform ist, ordnet man kopfseitig auf dem Weg der ochmelze die Pastillengnippe, die den größten Gehalt an Kugelbildnermittel aufweist, an, wobei die folgenden Gruppen entsprechend einer abnehmenden Folge in Ihrem Kugelbildnermittel_gefealt aufeinanderfolgen.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung für den vorteilhaften Einsatz dieses Mittels und zeichnet sich dadurch aus, daß sie aus einer Eorm besteht, deren Gießkanal, der zum Formhohlraum führt, konstanten Querschnitt größer als der der Pastillen aufweist.
Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung sollen nun mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert werden, in denens
Fig. 1 ein schematischer Schnitt durch eine experimentelle Form ist , die den Einsatz eines Mittels nach der Erfindung ermöglichen soll;
Fig., 2 zeigt im Diagramm eine Kurve, welche repräsentativ für den in der Schmelze oder dem Gußeisen erhaltenen Magnesiumgehalt ist und durch die die vorteilhaften Merkmale eines Mittels nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung verdeutlicht werden;
Fig. 3 ist ein Längsschnitt durch eine Gießform, die es ermöglicht, eine Kugelbildnersubstanz nach einer zweiten Ausführungsform der Erfindung einzusetzen.
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Fig. 4 ist eine Q&erschnitt längs der Linie 4-4 in !ig. 5I und
Mg. 5 ist eine Eizrve, weiche repräsentativ für den Resimsgnesiuraanteil im GuBelsen als iunktios der Gießseit ist, und die vorteilhaten Eigenschaften des Mittels säen der zweiten Atisführungsform. &®τ Erfindung verdeutlicht.
Bas Kugelbildnermittel C 11EnStchenbildnermittsl"), welches säen der ersten AnsfüinrEingsform der Erfindung verwendet wird, wird mit 0,5 Ms 3 $> bezogen auf das Gewicht des Gußeisen gewählt nncl besteht aus einem Geraisch feiner Partikel reinen Magnesiums und reinen Eisens, die zusammen in Form von Pastillen agglomeriert sind. Das metallische verwendete Eisen- und Magnesiumpulver setzt sich zusammen aus einem Gemisch von 1 bis Gewichtsprozent, vorzugsweise 10 Gewichtsprozent, Magnesium; und 80 - 99 Gewichtsprozent, vorzugsweise 90 Gewichtsprozent, Eisen. Ein höherer Magnesiumanteil erlaubt nämlich keine homogene Verteilung im geschmolzenen Metall, da die Reaktion zu übereilt abläuft; andererseits hat ein geringerer Anteil die Konsequenz, daß in erheblicher Weise das notwendige Volumen der Pastille erhöht wird. Darüber hinaus ist die Grarralometrie des Pulvers nicht indifferent, da um eine von Verspritzungen freie Auflösung zu erhalten, empfohlen wird, Körner, die so fein wie möglich sind, zu nehmen. Zu diesem Ziel wählt man einen granulometrisehen Bereich von 0 bis 500 Mikron, vorzugsweise von 100 bis 300 Mikron.
409851/0779 "7"
-τ-
Das Eisen- und Magnesiumpulver wird in einer Presse unter einem Druck von wenigstens einer Tonne pro Quadratzentimeter, und vorzugsweise mehreren Tonnen pro Quadratzentimeter, kompaktiert, beispielsweise in Form von dicken Pastillen oder Scheiben von einem Durchmesser zwischen 0,5 und 5 cm und einer Dicke von ebenfalls 0,5 und 5 cm. Man kann auch das Pulver in eine einer Kugel nahe kommende form, beispielsweise eine Art Wirf el, verdichten, d. h. eine Form, dank deren die Stapelung der Pastillen stabiler gegenüber der Strömung des flüssigen Gußeisens ist.
Das Verfahren zur Verwendung bzw. zum Einsatz dieser Substanz besteht darin, das Gußeisen in der Form zu vergießen, indem man es sicher um die Pastillen zirkulieren läßt. Verwendet man hierzu die in Pig. I dargestellte Form, 30 dringt das Gußeisen zunächst
•j
in einen Gießtopf ein, nimmt dann seinen Weg durch ein Gießloch 2, an dessen Boden ein gegebenenfalls durch ein Filter 3 gebildeter Träger angeordnet ist, auf dem drei Pastillen 4 angeordnet sind. In Kontakt mit der Schmelze steigt die Temperatur der Pastillen soweit, bis sie in gemäßigter Form reagieren.
Die Reaktion bei der Magnesiumzugabe zum Gußeisen wird also so progressiv vorgenommen und die Regelmäßigkeit der Zuführung des Magnesiums kann in der folgenden Weise verdeutlicht werden.
Nach Durchgang durch das Filter 3 wird die Schmelze mittels
etwa
eines Kanals 5 gegen in/vertikale Keilausbildungen Cl, 02, 03, G4 und C5 geführt, die aufrecht ( en epi ) gegenüber diesem Kanal angeordnet sind, wobei die Gießform auf
- 8 409851/0779
einem Keil 6 auf der Seite der Keilausbildung 05 ruht, der am weitesten vom Eintritt entfernt ist, derart, daß die Schmelze nacheinander in die Keilausbildungen Cl bis C5 eintritt. Die Gehalte an Magnesium werden dann in den Gußstücken in jeder dieser Keilausbildungen, beginnend mit Cl, gemessen , der dem Eintritt am weitesten benachbart ist und so die Schmelze zu Beginn des Vergießens enthält.Zwei Versuche wurden getrennt durchgeführt, einer mit einem üblichen Kugelbildnermittel, der andere mit einem Mittel nach der Erfindung. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle aufgetragen.
Tabelle
Keilaus
bildungen
Gehalt an Magnesium (%) C2 C5 C* C5
Versuch I
(übliche
Durchführung)
Versuch II
(Erfindung)
C1 0,035
0,033
0,028
0,030
0,025
0,022
0, 015
0,020
0,040
0,035
Die für diese experimentellen Messungen repräsentativen Kurven sind durch Pig. 2 gegeben, die eine in durchgezogener Linie entsprechend dem Versuch I, wobei ein übliches Mittel verwandt wurde, die andere gestrichelt entsprechend dem Versuch II, wobei das Mittel nach der
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_ 8a -
Erfindung verwendet wurde. Man stellt fest, daß der mittlere Abfall der Kurve II geringer als der der Kurve I ist, was nicht nur die Regelmäßigkeit der Verteilung des Magnesiums beweist, sondern auch noch einen geringeren Verlust des Kugelbildnereffekts über die Zeit. Es ist darauf hinzuweisen, daß die experimentellen Grießzeiten langer als die üblichen Gießzeiten unter industriellen Bedingungen sind, derart, daß der verwendbare !Beil der Kurve hauptsächlich im ersten Bereich liegt.
Nach einer anderen Verwirklichungsform können die Eisenpartikel durch Ferro-Silicium-Legierungspulver ersetzt werden, was den Vorteil bietet, daß die Zugabe zum Gußeisen gleichzeitig wie die Kugelbildnerreaktion erfolgt. Im übrigen können die Magnesiumpartikel durch Calcium- oder Cerpulver oder Pulver einer anderen kugelbildenden seltenen Erde ersetzt werden.
Nach dem in Pig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel dringt das Gußeisen in das Innere einer Form 11 aus gegossenem Material, die aus einem oberen Teil 11a und einem unteren Teil lib besteht, welche längs einer horizontalen Verbindungsebene P-P vereinigt sind. Das Vergießen erfolgt über einen vertikalen Gießtopf 12, dessen Boden ein seitliches Abstich- oder Gießloch aufweist, welches symmetrisch zu beiden Seiten der Ebene P-P angeordnet ist und in das ein prismatischer horizontaler Kanal 14 mündet, der ebenfalls symmetrisch zu beiden leiten der Ebene P-P angeordnet ist und dessen Querschnitt in etwa hexagonal aufgrund der zum Entformen
- 9 _ 409851/0779
Del der Fertigung der beiden Formhälften notwendigen Verjüngung ist.
In diesem Kanal 14 sind aufeinanderfolgend Pastillen 15a, 15b, 15c etc. angeordnet, die in Form von Zylinderabschnitten beziehungsweise von Zylinderstümpfen vorgesehen sind, deren Durchmesser praktisch gleich der Höhe des Querschnittes des Kanals 14 1st und die aus einem agglomerierten Pulver aus pulverförmigem Eisen und Magnesium gebildet sind, bei denen das Magnesiumverhältnis von dem einen zum anderen, beispielsweise zwischen 5 und 75 ί> variiert, mit dem Rest Eisen. Diese Pastillen sind in Kontakt miteinander längs der Achse des Kanals 14 angeordnet und sind an ihrem Ort durch den Druck von Formoberteil 11a und Formunterteil 11b gehalten.
Der Gießkanal 14 weist an seinem dem Gießloch 13 abgelegenen Ende einen eingeschnürten Querschnitt 16 auf, derart, daß die Schlacken, die gegebenenfalls * eine Wechselwirkung des schmelzflüssigen Metalls auf die Pastillen ausüben, würden, durch die von diesem Querschnitt ausgeübte Drosselung stillgesetzt werden. Das flüssige Metall verteilt sich dann in einen Hohlraum 17 entsprechend dem zu formenden Gußstück, der ebenfalls zu beiden Seiten der Ebene P-P angeordnet ist.
Man führt die der Behandlung dienenden Pastillen 15a, 15b, 15c in die untere Hälfte des Kanals 14 ein und bringt den oberen Teil lla der Form an seinen Ort und vergießt dann das flüssige Gußeisen über den Gießtopf Das Gußeisen strömt in den Kanal 14 zwischen dessen Wandungen und den Pastillen derart, daß in Kontakt mit diesen
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letzteren das Gußeisen progressiv derart behandelt wird, daß der hierin enthaltene Graphit Kugelform annimmt. Der freie Durchtrittsquerschnitt zwischen den Wandungen des Kanals und den Pastillen wird als Funktion des gewünschten Durchsatzes an flüssigem Metall bestimmt.
Das folgende Anwendungsbeispiel zeigt genauer die erhaltenen Vorteile.
Verwendet wird eine Form mit einem Aufbau gleich dem der in Fig. 3 dargestellten nur dass der Hohlraum fortfällt, derart, daß das Gußeisen frei aus der Form 11 in Kupfertiegel fließen kann, welche für Analysen des behandelten Gußeisens bestimmt sind. In den Kanal 14 führt man 16 Behandlungspastillen ein, welche die folgenden Eigenschaften aufweisen:
- eine Pastille mit 75 Magnesium
- zwei Pastillen mit 10# Magnesium und
- dreizehn Pastillen mit 5 Ί» Magnesium mit dem Rest Eisen in sämtlichen Pastillen
Man ordnet die 75 Ί» Magnesium enthaltende Pastille vorne an, derart, daß das flüssige Metall schnell behandelt wird; dann die folgenden Pastillen in hinsichtlich ihres Magnesiumgehaltes sinkenden Reihenfolge. Die Gießtemperatur befindet sich zwischen 1400 und 14200C,
Die Bedingungen sind also wesentlich ungünstiger als die beim Formgießen industrieller Gußstücke, da beim Arbeiten unter freiem Ausströmen in Siegel nicht die spätere normale Durchrührung im Hohlraum 17 ausgenutzt
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-11 -
werden kann, wodurch eine bessere Homogenität sichergestellt ist, dies um so mehr als das Magnesium Zeit hat, mitten im gegossenen Gußstück beim Abkühlen zu diffundieren oder sich zu verbreiten.
Die Entnahmetiegel ermöglichen es dann, den restlichen Magnesiumgehalt des behandelten Metalls als Funktion der Gießzeit zu bestimmen, die gemessen wird vom Beginn des Gießvorgangs des Gußeisen in den Gießtopf, einschließlich der Analysenzeit des Inhalts des Tiegels ( in der Größenordnung von 2/100 Minuten). Man erhält so die folgenden Ergebnisse:
Gießzeit
(1/100 Min)
5 10 15 20 15
Mg-Gehalt
(tausendstl-
*)
24 22 22 22 24
Man stellt also fest, wie Fig. 5 erkennen läßt, daß der Magnesiumgehalt praktisch konstant ist und zwischen 0,022 und 0,024 Ί» beträgt. Dieses beachtliche Ergebnis zeigt, daß die unter ähnlichen Bedingungen gegossenen Stücke eine günstige Homogenität des Magnesiumgehaltes zeitigen. Man stellt im übrigen fest, daß die Form des Graphits und die Struktur des Gefüges bes*onders regelmäßig sind.
Selbstverständlich kann man, genauso wie bei der ersten
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- iß -/V
Ausführungsform, bei dieser zweiten Ausführungsform das Magnesium ersetzen durch Calcium, Cer oder eine andere seltene Erde. Auch liegt die Granulometrie der Eisen- und Kugerbildnermittelpulver vorzugsweise zwischen 0 und 500 Mikron und besonders vorteilhaft zwischen 100 und 300 Mikron. Die Pastillen werden vorzugsweise in einer Presse unter einem Druck agglomeriert, der mehr als eine Tonne pro Quadratzentimeter ausmacht.
Patentansprüche -13-
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Claims (17)

PATENTANSPRÜCHE
1. Mittel zur Bildung von Kugelgraphit in flüssigem Gußeisen, welches Eisen und ein Kugelbildnermittel enthält, dadurch gekennzeichnet, daß reines Eisen und reines Kugelbildnermittel beide im pulverförmigen und zusammen agglomerierten Zustand sich befinden.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kugelbildnermittel Magnesium, Calcium, Cer oder eine andere seltene Erde ist.
3. Kugelbildnermittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dann, wenn das Kugelbildnermittel Magnesium ist, es zwischen 1 und 20 $ Magnesium und zwischen 80 und 99 Gewichtsprozent Eisen enthält.
4. Mittel nach Anspruch 3» gekennzeichnet durch 10 Gewichtsprozent Magnesium und 90 Gewichtsprozent Eisen.
5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es in Form von Pastillen agglomeriert ist, welche sämtlich den gleichen bestimmten Gehalt an Kugelbildnermittel aufweisen.
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es in form von Pastillen mit mehreren Gruppen von Pastillen agglomeriert ist, deren Gehalt an Kugelbildnermittel von der einen Gruppe zur anderen variiert.
7. Mittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
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- a* --IS-
daß der Magnesiumgehalt zwischen 5 bis 75 # von einer Gruppe von Pastillen zur anderen variiert.
8. Mittel nach Anspruch 7 und 4» dadurch gekennzeichnet, daß es relativ eine Pastille mit 75 Ί» Magnesium, 2 -Pastillen mit IO # Magnesium und 13 Pastillen mit 5 # Magnesium enthält.
9. . Mittel nach einem der Anspräche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Granulometrie des Eisen- und Kugelmittelpulvers zwischen 0 und 500 Mikron beträgt.
10. Mittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet daß die Granulometrie zwischen 100 und 300 Mikron liegt.
11. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß es in einer Presse unter einem Druck größer als 1 Tonne pro Zentimeter/Quadrat agglomeriert ist.
12. Verfahren zum Einsatz eines Mittels nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gußeisen in die Form gegossen wird und daß man es mit diesem Mittel im Innern der Form in Kontakt bringt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß für den Fall, in dem das Kugelbildnermittel in Form von Pastillen benutzt wird, man diese Pastillen in den Weg des im Innern der Form fließenden Gußeisens einsetzt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12, 13, dadurch
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-IC-gekennzeichnet, daß bei Einsatz eines Mittels nach einem der Ansprüche 3, 4 und 3, es mit 0,5 Isis 3 ί> bezogen auf das Gewicht des Roheisens verwendet wird.
15. Yerfahren siaea ainem der Ansprüche 12 Isis 14? ä&fesöii gekennzeiclinets ä&B Sann, wenn ein Mittel nach eiasui der Ansp^Iicti© β fels 8 verwendet wird,, mm, in des. Weg äes §mS©Iaens vqeb.® die feagge von Pastilles mit dem gEtiStsn ©ehalt
mittel anordnet;, w©s©I die a
loiildnermittelgehaltes
16» Terfahren aacfa, einem der Msprloks 12 fels 15,
dadurch gekessselslmetj dai äeis feieisea sun Zeit·» ptinkt eben des Eintritts Is <äi© lorm "geimpft" t?ird5 wo "bei dae Impf- bzw«, Zmsatsmittel einen Silieiusaateil
17 ο Yorriofotiamg smia liasats ©iaes Mittels aaeli
eines der- Änsprlefe,© 1 his H9 gglssaazeicluast ©ime j?orm (11) ässea smra lOrsiIaQb.li'aii® (1?) f §i@Skasal (14) köjaetaatea Qmegsefenltt tm«3&QS als ä©r ä@r Pastillen (ISa3 15O5 15©oOOO) amft?
aaste, Asm^snch H0 g©k@jaffig@ichja®t (14) ΐ^ί. Z?ssä&©M^
409851/077
Leerseite
DE19742425122 1973-05-28 1974-05-24 Verfahren zur Herstellung von Kugelgra phitgu Beisen Expired DE2425122C3 (de)

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FR7319340A FR2231755A1 (en) 1973-05-28 1973-05-28 Spheroidising inoculant for graphite cast iron - using pellets made from pure magnesium and iron powders and placed in the downgate
FR7319340 1973-05-28
FR7416090 1974-05-09
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Publication Number Publication Date
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DE2425122B2 DE2425122B2 (de) 1976-10-14
DE2425122C3 DE2425122C3 (de) 1977-06-02

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