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Fußsteuervorrichtung, insbesondere für zahnärstliche Geräte Die Erfindung
betrifft eine Fußsteuervorrichtung, insbeeinem sondere fur zahnärztliche Geräte,
mit aus einem Gehäuse herausragenden, um ein im Gehäuse befindliches Drehlager horizontal
verschwenkbaren Drehzahlsteuerhebel, der an seinem einen Ende eine Fußauftrittsplatte
besitzt und ortsfest im Gehäuse angeordnete Steuermittel betätigt, sowie mit Ein-
und Ausschaltmitteln fUr Zusatzeinrichtungen.
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Eine solche Fußsteuervorrichtung ist durch Seite 13 des Prospektes
der Anmelderin "EaVo Systematic 1030/1031" bekannt geworden. Diese bekannte Fußsteuervorrichtung
besitzt eine Fußauftrittsplatte zum durch Niedertreten erfolgenden Einschalten von
Motor und Turbine. Durch Verschwenken der an einem Drehzahlsteuerhebel horizontal
verschwenkbaren Fußauftrittsplatte wird die Drehzahl des Motors
stufenlos
geregelt und zwar im bekannten Fall von 4000 bis 40 ooo U/min. Diese bekannte Fußsteuervorrichtung
weist noch Ein- und Ausschaltmittel für Zusatzeinrichtungen auf, so eine Fußtaste
für einen Vorwahlschalter für SpraykUhlung am Motor und eine weitere Fußtaste zum
Ein- oder Ausschalten eines aus der Spraydüse am Motor oder urbinenwinkelstück austretenden
Luftstrahles.
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Diese zusätzlichen Ein- und Ausschaltmittel sind ortsfest zu beiden
Seiten des Schwenkbereiches der Fußauftrittsplatte und vor der Fußauftrittsplatte
erhöht auf dem Gehäusedeckel angeordnet. Wenn nun die Bedienungsperson während des
Laufes des durch den Drehzahlsteuerhebel regelbaren Motors bzw.
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Turbine eine der erwähnten Zusatzeinrichtungen einschalten will, so
muß sie den Fuß von der Bußauftrittsplatte des Drehzahlsteuerhebels wegnehmen und
zu den Ein- und Ausschaltmitteln hinbewegen. Dabei gelangt der Drehzahlsteuerhebel
in die der niedrigsten Drehzahl entsprechende Stellung oder in die Aus-Stellung,
und zwar entweder infolge einer horizontal wirkenden Iiückholfeder, die den Drehzahlsteuerhebel
in die erwähnte Ausgangsstellung zurückschwenkt, oder infolge einer vertikal wirkenden
Druckfeder, die den Drehzahlsteuerhebel und damit die Fußauftrittsplatte in die
Aus-Stellung nach oben bewegt. Hierdurch ist während der Bedienung der Ein- und
Ausschaltmittel ein Stillstand des Motors bzw. der Turbine od.dgl. und somit eine
Arbeits-bzw. Behandlungsunterbrechung bedingt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fußsteuervorrichtung
der eingangs erwähnten Art so auszugestalten, daß bei Betätigung der Ein- und Ausschaltmittel
eine Arbeits- bzw. Behandlungsunterbrechung nicht eintritt.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen,
daß die Ein- und Ausschaltmittel in unmittelbarer Nachbarschaft-der Fußauftrittsplatte
des Drehzahlsteuerhebels angeordnet und gemeinsam mit letzterem verschwenkbar sind.
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Die Ein- und Ausschaltmittel machen dank der vorgeschlagenen Ausbildung
jegliche Schwenkbewegung der Fußauftrittsplatte mit, so daß die Bedienungsperson
in jeder Drehzahleinstellung ohne weiteres ihren Fuß auf der Fußauftrittsplatte
belassen kann, wenn die in unmittelbarer Nachbarschaft der genannten Platte angeordneten
Ein- und Ausschaltmittel betätigt werden. Der Fuß braucht dabei nur so weit geringfügig
unter Belassung auf der Fußauftrittsplatte verrutscht bzw. verschoben zu werden,
daß die Ein- und Ausschaltmittel erreicht werden können. Ein Stillstand des Motors
oder der Turbine od.dgl. und damit eine Arbeits- bzw. Behandlungsunterbrechung während
der Betätigung der Ein- und Ausschaltmittel erfolgt somit nicht.
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Damit die Bedienungsperson für die Betätigung der Ein- und Ausschaltmittel
den Fuß nur in Fußlängsrichtung zu verschieben braucht, was besonders bequem und
einfach ist, wird vorgeschlagen, daß die Ein- und Ausschaltmittel und die Fußauftrittsplatte
in Richtung auf das Drehlager hintereinander angeordnet sind.
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Im Verhältnis zum Drehzahlsteuerhebel werden die Ein- und Ausschaltmittel
verhältnismäßig selten betätigt. Der Drehzahlsteuerhebel muß nämlich während der
ganzen Behandlungsdauer vom Fuß in der gewUnschten Drehzahleinstellung gehalten
werden. Daher ist es besonders zweckmäßig, wenn die Fußauftrittsplatte des Drehæahlsteuerhebels
dem Betätigungsfuß
der Behandlungsperson am nächsten liegt. Hierfür
wird vorgeschlagen, daß die Entfernung der Bußauftrittsplatte vom Drehlager größer
als die Entfernung der Ein- und Ausschaltmittel vom Drehlager ist.
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Eine besonders bequem zu betätigende Anordnung der verschiedenen Schaltmittel
und eine einfache Ausbildung ergeben sich, wenn die Ein- und Ausschaltmittel jeweils
einen parallel zum lrehzahlsteuerhebel angeordneten und um das gleiche Drehlager
wie der Drehzahlsteuerhebel zwangsläufig gleichzeitig mit letzteres horizontal verschwenkbaren
Schwenkhebel aufweisen, der an seinem freien Ende eine Fußschaltplatte besitzt.
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Damit die Bedienungsperson, z.B. der behandelnde Zahnarzt, auch ohne
auf seinen Fuß zu schauen mit Sicherheit beim Verrutschen seines Fußes zwecks Betätigung
der Ein- und Ausschaltmittel die Fußschaltplatte bzw. -platten der Ein- und Ausschaltmittel
trifft, wird vorgeschlagen, daß der oder die Schwenkhebel und der Drehzahlsteuerhebel
nebeneinander angeordnet sind, wobei die Fußauftrittsplatte sowie die Fußschaltplatte
bzw. -platten gleiche Breite aufweisen und sämtliche Platten von ihren Hebeln seitlich
derart abstehen, daß keine Platte die andere seitlich überragt. Wäre die Fußschaltplatte
bzw. t-80eartten schmaler als die Fußauftrittsplatte des Drehzahlehebels, so bestünde
die Gefahr, daß beim Verrutschen des Bußes in Längsrichtung die Fußschaltplatte
bzw. -platten nicht getroffen werden.
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Denkbar wäre auch, daß die Fußschaltplatte bzw. -platten breiter als
die Fußauftrittsplatte ist.
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Die Ein- und Ausschaltmittel können als fußbetätigbare Schiebesohalter
ausgebildet sein. Die Betätigung ist
jedoch leichter, wenn die Ein-
und Ausschaltmittel als Druckschalter nach Art von Tasten ausgebildet sind.
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Hierfür ist es zweckmäßig, wenn der oder die Schwenkhebel und der
Drehzahlsteuerhebel auf einem Kipplager getrennt voneinander kippbar gelagert sind.
Ein Kippen des Drehzahlsteuerhebels bei Auftritt des Fußes auf die Fußauftrittsplatte
bewirkt das eingangs erwähnte Einschalten des Motors bzw. der Turbine od.dgl.
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Um sicherzustellen, daß bei Betätigung der Ein- und Ausschaltmittel
allein auch der Drehzahlsteuerhebel in der Ein-Stellung verbleibt bzw. diese einnimmt,
wird vorgeschla gen, daß die Fußschaltplatte bzw. -platten den Drehzahlsteuerhebel
zwecks Mitnahme des letzteren beim Niedertreten einer Fußschaltplatte seitlich überragt.
Dabei kann diese Ausführungsform noch insofern weitergebildet werden, als bei einer
ersten Niedertretstufe der Fußschaltplatte für den seltenen Einzelfall nur die Ein-
und Ausschaltmittel betätigt werden. Sofern jedoch die Bedienungsperson die Fußschaltplatte
in eine zweite Stufe weiter nach unten durchtritt, kommt das seitliche Überragen
der Bußschaltplatte über den Drehzahlsteuerhebel zur Wirkung, indem nun durch die
Fußschaltplatte auch der Drehzahlsteuerhebel um das Kipplager in die Ein-Stellung
gekippt wird. Im Normalfall jedoch werden durch den Fuß der Bedienungsperson, wie
angegeben, sowohl die Fußauftrittsplatte des Drehzahlsteuerhebels als auch die Fußschaltplatte
bzw.
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-platten der Ein- und Ausschaltmittel gemeinsam betätigt.
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Eine weitere Ausgestaltung besteht darin, daß das Kipplager des oder
der Schwenkhebel und des Drehzahlsteuerhebele auf einer Grundplatte angeordnet ist,
die Teil des gemeinsamen
Drehlagers ist und von dem oder den Schwenkhebeln
und vom Drehzahlsteuerhebelhbetätigbare Druckschalter trägt. Die von dem oder den
Schwenkebeln betätigbaren Druckschalter bewirken das Ein- und Ausschalten der erwähnten
Zusatzeinrichtungen und die vom Drehzahlsteuerhebel betätigbaren Druckschalter das
Ein- und Ausschalten des Motors, der Turbine od.dgl.
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Dadurch, daß die Grundplatte einen Teil des Drehlagers bildet, ist
sie gemeinsam mit dem Drehzahlsteuerhebel und dem bzw. den Schwenkhebeln verschwenkbar,
so daß auch die genannten Druckschalter die Schwenkbewegung mitmachen.
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Zur Erleichterung des Auffindens der Ein- und Ausschaltmittel wahrend
des Verrutschens des Fußes auf der Fußauftrittsplatte ist es zweckmäßig, wenn die
Fußschaltplatte bzw. -platten des bzw. der Schwenkhebel in ihrer Ruhestellung auf
einer gegenüber der Fußauftrittsplatte des irehzahlschalthebels unterschiedlichen
Höhe liegen. Diese Ausbildung gestattet es, daß zur Betätigung der Ein- und Ausschaltmittel
die gewünschte Fußschaltplatte besonders leicht ertastet werden kann, ohne daß die
Bedienungsperson dabei hinzuschauen braucht.
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In-der Zeichnung sind Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise
dargestellt.
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Es zeigen: Fig. 1 die Fußsteuervorrichtung bei abgenommenem Gehäusedeckel
in Ansicht von oben und Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 mit Gehäusedeckel im
Schnitt.
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Die Bodenplatte der Fußsteuervorrichtung ist mit 1 bezeichnet.
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Die Fußsteuervorrichtung weist außerdem einen Gehäusedeckel 2 auf.
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Innerhalb des Gehäuses ist ein nur angedeutetes Drehlager 3 für einen
aus dem Gehäuse herausragenden Drehzahlsteuerhebel 4 vorgesehen, der um das Drehlager
3 horizontal verschwenkbar ist. Hierfür besitzt der Gehäusedeckel 2 einen in seiner
jånge dem Schwenkbereich angepaßten Schlitz 5, durch den Drehzahlsteuerhebel 4 hindurch
nach außen ragt.
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An seinem außerhalb des Gehäuse befindlichen Ende besitzt der Drehzahlsteuerhebel
4 eine Fußauftritesplatte tht 6. Während des Verschwenkens um das Drehlager 3 über
der Drehzahl-l steuerhebel 4 ortsfest im Gehäuse angeordnete Steuermittel 7. Weiterhin
sind im Gehäuse allgemein mit 8 bezeichnete Druckschalter angeordnet, welche zu
Ein- und Ausschaltmitteln für Zusatzeinrichtungen gehören. Diese Zusatzeinrichtungen
können ein Vorwahlschalter für die Spraykühlung oder ein Schalter für die aus einem
zahnärztlichen Handstück austretende Kühlluft oder Blasluft zum Wegblasen von Bohrspänen
oder auch ein Umschalter für Rechts- und Linkslauf des Motors od.dgl. sein. Einer
dieser Druckschalter 8 wird auch durch das später noch erwähnte Kippen des Drehzahlsteuerhebels
4 zwecks Ein- und Ausschaltens des Motorg der Turbine od.dgl. betätigt.
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Die wie die Fußauftrittsplatte 6 vom Buß der Bedienungsperson zu betätigenden
Ein- und Ausschaltmittel sind allgemein mit 9 bezeichnet. Diese Ein- und Ausschaltmittel
9 sind in unmittelbarer Nachbarschaft der Fußauftrittsplatte 6 des Drehzahlsteuerhebels
4 angeordnet und, wie noch erläutert wird, gemeinsam mit letzterem verschwenkbar.
Die Ein- und Ausschaltmittel 9 und i e Fußauftrittsplatte 6 sind in Richtung auf
das Drehlager 3 hintereinander angeordnet, wobei die Entfernung der Fußauftrittsplatte
6 vom Drehlager 3 größer als die Entfernung der Ein- und Ausschaltmittel 9 vom Drehlager
3 ist.
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Die Ein- und Ausschaltmittel 9 besitzen jeweils einen parallel zum
Drehzahlsteuerhebel 4 angeordneten und um das gleiche Drehlager 3 wie der genannte
Drehzshlsteuerhebel zwangsläufig gleichzeitig mit letzterem horizontal verschwenkbaren
Schwenkhebel 10. Der Schwenkhebel 10 weist an seinem freien Ende eine Fußschaltplatte
11 auf.
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Der ersichtliche Schwenkhebel 10 und der Drehzahlsteuerhebel 4 sind,
wie aus Fig. 1 hervorgeht, nebeneinander angeordnet.
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Die Fußauftrittsplatte 6 sowie die Fußschaltplatte 11 weisen eine
gleiche Breite auf, wobei diese beiden Platten 6 und 11 von ihren Hebeln 4 und 10
seitlich derart abstehen, daß keine Platte die andere seitlich überragt.
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Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, sind der Schwenkhebel 10 und
der Drehzahlsteuerhebel 4 auf einem Kipplager 12 getrennt voneinander kippbar gelagert.
Die Fußschaltplatte 11 überragt den Drehzahlsteuerhebel 4 seitlich, damit letzterer
beim Niedertreten der Fußschaltplatte 11 mitgenommen wird.
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Der untere Teil des Kipplagers 12 ist auf einer Grundplatte 13 angeordnet,
welche Teil des für beide Hebel 4 und 1o gemeinsamen Drehlagers 3 ist. Die Grundplatte
13 trägt die schon erwähnten Druckschalter 8, so daß diese sich bei Verschwenkung
der Hebel.4 und 10 mitverschwenken.
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Wie aus Pig. 2 hervorgeht, liegt die Fußschaltplatte 11 in ihrer dargestellten
Ruhestellung höher als die Fußauftrittsplatte 6.
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Die zu den von der Fußsteuervorrichtung zu den zu steuernden Geräten
führende Leitung ist mit 14 bezeichnet.
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Für den Fall, daß mehrere Zusatzeinrichtungen gesteuert werden sollen,
können mehrere Schwenkhebel 10 mit Bußschaltplatten 11 mit zugehörigen Drucksöhaltern
nebeneinander angeordnet sein.
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Zur zwangsläufig gemeinsamen Verschwenkung des Schwenkhebels 10 mit
dem Drehzahlsteuerhebel 4 ist an diesen beiden Hebeln 10 und 4 der obere Teil 15
des Kipplager 12 mit einer nutartigen Rille od.dgl. versehen, in die die obere Kippkante
des unteren Teils des Kipplager 12 eingreift, so daß bei Verschwenkung der Hebel
10 und 4 auch der untere Teil des Kipplagers 12 und damit auch die Grundplatte 13
und die Druckschalter 8 die Schwenkbewegung mitmachen.
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Die ortsfest im Gehäuse bzw. auf der Bodenplatte 1 angeordneten Steuermittel
7 können auf einer den Schwenkbereich der Grundplatte 13 überspannenden Brücke angeordnet
sein.
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Ansprüche