DE2425210A1 - Lichtempfindliches material - Google Patents

Lichtempfindliches material

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DE2425210A1
DE2425210A1 DE19742425210 DE2425210A DE2425210A1 DE 2425210 A1 DE2425210 A1 DE 2425210A1 DE 19742425210 DE19742425210 DE 19742425210 DE 2425210 A DE2425210 A DE 2425210A DE 2425210 A1 DE2425210 A1 DE 2425210A1
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photosensitive
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DE19742425210
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Paul L Bachman
David R Schaller
John E Shirey
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Horizons Research Inc
Original Assignee
Horizons Research Inc
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    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/72Photosensitive compositions not covered by the groups G03C1/005 - G03C1/705
    • G03C1/73Photosensitive compositions not covered by the groups G03C1/005 - G03C1/705 containing organic compounds
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
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Description

  • Lichtempfindliches Material Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Verbesserung der Lagerbeständigkeitseigenschaften und die Verbesserung der densitometrischen, sensitometrischen und Bearbeitungseigenschaften von organischen, nicht-silberhaltigen, lichtempfindlichen Filmen und deren Zusammensetzungen.
  • Es ist bekannt, daß lichtempfindliche 3ilberhalogenidzusammensetzungen im allgemeinen eine gute Lagerbeständigkeit aufweisen und daß im Gegensatz dazu organische, nicht-silberhaltige, lichtempfindliche Zusammensetzungen häufig eine schlechte Lagerbeständigkeit besitzen. Es ist ebenfalls bekannt, daß die Lagerbeständigkeit - obwohl sie je nach der speziellen Zusammensetzung sehr unterschiedlich sein kann - gemäß der U.S.-Patentschrift 3 640 718 selten mehr als 3 bis 6 Monate und gemäß der U.S.-PatentschriSt 3 615 564 sogar meistens nur einige Tage oder Wochen beträgt.
  • Der Begriff "Lagerbeständigkeit" bezieht sich im allgemeinen auf den Zeitraum, in welchem sich die lichtempfindlichen Bigenschaften einer lichtempfindlichen Zusammensetzung - in Abwesenheit von Licht oder anderen Formen einer beeinflussenden Strahlung -nicht verändern oder nur in einem solchen Umfang verändern, dai3 ihre Verwendbarkeit dadurch nicht beeinträchtigt wird.
  • Jede lichtempfindliche Zusammensetzung kann jedoch für bestimmte Verwendungszwecke weiterhin verwendbar sein, selbst wenn sich einige ihrer lichtempfindlichen Eigenschaften verändern, und der Begriff "verwendbare Lagerdauer" bezieht sich auf diese Definition im weiteren Sinn.
  • Eine begrenzte oder schlechte Lagerbeständigkeit zeigt sich an der Veränderung von einer oder mehreren der lichtempfindlichen Eigenschaften der lichtempfindlichen Zusammensetzung.
  • In der fotografischen Fachsprache werden diese lichtempfindlichen Eigenschaften bei der Beschreibung der sensitometrischen und densitometrischen Eigenschaften der lichtempfindlichen Zusammensetzung benutzt und umfassen unter anderem die folgenden: (jedoch ohne~Beschränkunz auf diese) * -- bzw. Haltbarkeit 1. Lichtempfindlichkeit, die die Belichtungsdauer ausdrückt, die notwendig ist, um ein gewünschtes-fotografisches Ergebnis zu erhalten. Diese Empfindlichkeit kann durch eine oder mehrere empirische Formel(n), wie sie von Todd und Zakia (Photographic Applications in Science, Technology and Medicine, Herbst 1968, Seite 35) beschrieben worden sind, oder durch die Energie, die notwendig ist, um eine bestimmte bilddichte zu erhalten, oder einfach durch die Anzahl der Stufen, die durch ein bestimmten Stufenteil mit einer bestimmten Belichtung und Lichtquelle erzeugt werden, ausgedrückt werden.
  • 2. Densitometrische Eigenschaften, die gewöhnlich von der Kurve D-Log E oder der charakteristischen Kurve ausgedrückt werden5 die die maximale und minimale Dichte in Verbindung mit bestimmten Belichtungs- und Bearbeitungsbedingwlgen darstellt und die die Grösse der Veränderung der Dichte bei Belichtung einschließlich den.Gammawert, den Niederbelichtungsbereich oder das "Kurvenschwanzstück"*und den Hochbelichtungsbereich** beschreibt. Eine schlechte oder begrenzte Lagerbeständigkeit drückt sich in einer Veränderung von einer oder mehreren dieser Eigenschaften, wie einem Nachlassen der maximalen Dichte oder einem veränderten Gammawert oder einem Anstieg von Träger plus Schleier, der während des Lagerns und nicht infolge einer Belichtung und,Bearbeitung erfolgt und der als "dunkle Schleierbildung" (dark fogging) bezeichnet wird, aus.
  • 3. Bearbeitungsbedingungen, wie Entwicklungs- und Fixierzeiten, Zeitabstände zwischen den Bearbeitungsstufen und damit verbundene Parameter, wie Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.
  • Im Falle einer schlechten oder begrenzten Lagerbeständigkeit können sich eine oder mehrere dieser Eigenschaften verändern.
  • Obwohl eine Veränderung der aufgezählten lichtempfindlichen Eigenschaften nicht notwendigerweise die "verwendbare Lagerdauer" einschränken muß, insbesondere dann nicht, wenn die * ~tote region" ** "high exposure or shoulder region?1 Geschwindigkeit der Veränderung der Eigenschaft(en) während der Lagerzeit bekannt ist, werden lichtempfindliche Zusammensetzungen bevorzugt, deren Eigenschaften während einer längeren Lagerung keinen oder nur geringen Veränderungen unterworfen sind.
  • Die Anwendung von hydrophilen ueberzügen bei Silberhalogenida -filmen, Bilderzeugungssystemen des Fotoleitertyps und bestimmten fotopolymerisierbaren Zusammensetzungen zur Verleitung von einer oder mehreren vorteilhaften Eigenschaften ist bekannt und wird in zahlreichen Patentschriften beschrieben, unter anderem in den folgenden U.S.-Patentschriften: 2 732 304, 3 058 826, 3 060026, 3 105 762, 3 279 920, 3 295 970, 3 395 112, 3442649, 3591 379 und 3700449.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Aufbringung von einem oder mehreren hydrophilen Uberzügen auf die nachfolgend beschriebenen nicht-silberhaltigen fotografischen Zusammensetzungen zu einer deutlichen Verbesserung der Lagerbeständigkeit und /oder einer oder mehrerer der lichtempfindlichen Eigenschaften dieser nichtsilberhaltigen fotografischen Zusammensetzungen führt.
  • Auf dem Gebiet der nicht-silberhaltigen, organischen lichtbilderzeugenden Systeme ist bekannt, daß eine Reihe von physikalischen und chemischen Veränderungen auftreten können, die zu einer schlechten oder begrenzten Lagerbeständigkeit führen.
  • Von G.R. bild, R.C. Jones und A.E. Ames g pplied Option, 8(12), 2389 (1969)#7 wird beschrieben, daß eine begrenzte Lagerbeständigkeit bei "nicht herkömmlichen" lichtempfindlichen Zusammensetzungen eine grundlegende Eigenschaft ist, die auf das Fehlen eines sogenannten ~gating step" zurückzuführen ist.
  • Es Bibt jedoch noch andere Ursachen für eine schlechte oder begrenzte Lagerbeständigkeit und die vorliegende Erfindung bezieht sich auf diese Ursachen. Zu diesen gefundenen Ursachen für eine schlechte oder begrenzte Lagerbeständigkeit gehören: 1. Verlust von leichtflüchtigem Aktivierungsmittel durch Sublimierung; 2. Verlust anderer wesentlicher, leichtflüchtiger Bestandteile; 3. Verunreinigung durch gasförmige, in der Luft enthaltene 4. Verunreinigung durch natürliche Bestandteile der Luft, wie Sauerstoff, einem Oxydationsmittel, und Kohlendioxyd, das in Anwesenheit von Wasser, einem weiteren natürlichen Bestandteil von Luft, Kohlensäure bildet; 5. Oberflächenkontakt mit oder direkte Einschluss von chemisch reaktivem oder katalytischem feinteiligem Material aus der Luft. Bei diesem feinteiligen Material kann es sich um eine reine Chemikalie oder um Mischungen von Chemikalien oder um Staub handeln, der entweder von Natur aus oder infolge von eingeschlossenen, daran haftenden, absorbierten oder adsorbierten Chemikalien, entweder in fester, gasförmiger oder flüssiger Form, reaktionsfähig ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Lagerbeständigkeit von nichtsilberhaltigen, organischen, lichtempfindlichen Filmen verlängert oder in anderer Weise verbessert werden kann, indem man einen oder mehrere Polymerisatüberzüge auf diese Filme aufbringt, wobei es sich bei wenigstens einem der Überzüge um ein nicht-lösendes, wasserlösliches oder in anderer Weise hydrophiles, kolloidales oder synthetisches, filmbildendes Polymerisat handelt. Es wurde außerdem gefunden, daß ein derartiger Überzug eine oder mehrere der fotografischen Eigenschaften des Films, die im vorangegangenen in Zusammenhang mit den lichte.pfindlichen Eigenschaften beschrieben worden sind, verbessern oder vorteilhaft verändern kann.
  • Es wird im allgemeinen auch angenommen, daß bei den meisten, wenn auch nicht unbedingt bei allen, der hier beschriebenen lichtempfindlichen Zusammensetzungen Reaktionen auf der Basis von freien Radikalen stattfinden, die durch die Einwirkung von Strahlung mit-Wechselwirkung hervorgeruSen werden. Viele Arten von chemischen Reaktionen, insb-sondere Reaktionen auf der Basis von freien Radikalen, vor allem Kettenreaktionen auf der Basis von freien Radikalen, können durch viele verschiedene andere Chemikalien, unter anderem denjenigen, die oben als Ursachen für eine schlechte Lagerbeständigkeit beschrieben worden sind, hervorgerufen werden. Eine Untersuchung der Autoxydationsmechanismen zeigt, daß dem Sauerstoff bei Reaktionen auf der Basis von freien Radikalen aufgrund seines chemischen Verhaltens und seiner allgegenwärtigen Natur eine besondere Bedeutung zukommt. Bei vielen, wenn nicht bei allen, der hier beschriebenen lichtempfindlichen Zusammensetzungen finden chemische Reaktionen statt, die entweder als Reaktionen vom Oxydations-Reduktions-Typ oder vom Säure-Basen-Typ oder in einigen Fällen in beide Arten eingestuft werden können. Es ist also möglich,dass eine w gewollte Verunreinigung der lichtempfindlichen Zusammensetzung durch Säuren und/oder Basen und/oder Oxydationsmittel und/oder Reduktionsmittel - je nach Art der speziellen lichtempfindlichen Zusammensetzung - die Art der bildformenden Reaktionen beeinflußt, und zwar zusätzlich zu und/oder unabhängig von den Auswirkungen, die die Verunreinigung auf die Lagerbeständigkeit der Zusammensetzung hat.
  • Es versteht sich natürlich, daß die bisher gefundenen Ursachen für eine schlechte Lagerbeständigkest nicht unbedingt die einzigen Ursachen sein müssen, und daß sie im Falle von speziellen Filmzusammensetzungen nicht notwendigerweise die Ursache für eine begrenzte Lagerbeständigkeit oder veränderte fotografische Eigenschaften sein müssen. Auch muß der Überzug nicht unbedingt nur in der hier beschriebenen Weise als Sperre oder überhaupt als Sperre wirken.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Verbesserung oder Verlängerung der Lagerbeständigkeit von organischen, nichtsilberhaltigen, lichtempfindlichen, bildformenden Systemen.
  • Eine weitere !rfindungsgemäße Aufgabe ist die Verbesserung oder vorteilhafte Veränderung von einer oder mehreren der lichtempfindlichen Eigenschaften dieser lichtempfindlichen Systeme, sowie die Verbesserung oder vorteilhafte Veränderung von einer oder mehreren der Bearbeitungseigenschaften der lichtempfindlichen Systeme.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Verbesserung des optischen Entwicklungsverfahrens, das in den U.S..-Patentschriften Nr. 3 510 300 und 3 618 504 beschrieben worden ist, sowie eine Verbesserung der Abriebfestigkeit der lichtempfindlichen Schicht gegen mechanischen Abrieb.
  • Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschrieben: LichtempSindliche Zusammensetzungen Bei den lichtempfindlichen*Zusammensetzungen, deren Lagerbeständigkeit und/oder fotografische Eigenschaft erfindungsgemäß verbessert werden sollen, handelt es sich im allgemeinen um solche Zusammensetzungen, bei denen zum Zwecke der Bilderzeugung eine der folgenden Veränderungen stattfindet, die zum Identifizieren des allgemeinen Typs der Zusammensetzung dient: * unter. "lichtempfindlich" ist hier das Ansprechen gegenüber jeglichen Arten von verwendbaren Strahlen gemeint.
  • 1. Bildung eines Farbstoffbildes aus farblosen Vorläufern und/oder auf einem farblosen Hintergrund und/oder Bildung eines Farbstoffbildes aus einem unterschiedlich gefärbten Vorläuferfarbstoff; 2. Verschwinden von Farbe von einem gefärbten Hintergrund, gewöhnlich als Entfärbungs- oder Ausbleichverfahren* bezeichnet; 3. bestimmte fotopolymerisierbare Zusammensetzungen - unabhängig davon, ob Farbveränderungen damit verbunden sind - erzeugen ein Bild infolge einer Veränderung der optischen Eigenschaften und/oder der Löslichkeitseigenschaften.
  • Diese Zusammensetzungen umfassen als wesentliches bildformendes Element wenigstens einen organischen oder organischen Farbstoffvorläufer und/oder wenigstens einen organischen oder metallorganischen Farbstoff oder wenigstens#einen polymerisierbaren Bestandteil oder vernetzbaren polymeren Bestandteil, der durch die Einwirkung von geeigneter Strahlung, wie sichtbares Licht, Ultraviolett- oder Infrarotstrahlen, Röntgenstrahlen, Gammastrahlen oder Elektronen, wenigstens eine der aufgezählten Veränderungen hervorruft.
  • Diese Zusammensetzungen umfassen im allgemeinen ein Sensibilisierungsmittel, um die Zusammensetzung gegenüber der Einwirkung der Strahlung empfindlich oder empfindlicher zu machen. Die Zusammensetzungen können auch noch einen zusätzlichen Bestandteil, wie ein Spektralsensibilisierungsmittel, Sensibilitätsverbesserungsmittel,Mittel zur Verstärkung der Bilddichte und Stabilisierungsmittel für eine verbesserte Bearbeitung, zur Verhinderung von "dunkler Schleierbildung" und zur Verlängerung der Lagerbeständigkeit sowie weitere Zusatzmittel für bestimmte Zwecke enthalten.
  • * "dye-bleach or bleachout process" Die erste allgemeine Art von lichtempfindlichen Zusammensetzungen, auf welche die vorliegende Erfindung angewendet werden kann, enthält als bildformende Elemente ein oder mehrere farbstofferzeugende(s) Asinte) oder Furfurliden(e), Styryl-, Cy<m- oder Merocyanfarbstoffbasen, Leukoverbindungen, die im allgemeinen ein zentrales Kohlenstoffatom haben, an welches 2 oder 3 Arylgruppen gebunden sind, wie in den Di-oder Triarylmethanderivaten, oder das den Teil eines heterocyclischen Rings in einer Verbindung mit kondensierten Ringen darstellen>wie die Xanthene,Tnioxanthene,Acridine,Anthracene und dergleichen. Zu den Leukoverbindungen gehören die Alkyl-, Allyl- und Aryläther und -carbinole dieser Verbindungen und die Leukofarbstoffbasen. Außerdem zählen dazu die Aryldiazoniumverbindungen, die fähig sind, einen Farbstoff zu erzeugen, wenn sie mit einer anderen Verbindung, die im allgemeinen als Farbkuppler bezeichnet wird und bei der es sich allgemein um ein Arylamin oder ein Phenol handelt, gekuppelt werden. Zusammensetzungen dieser ersten Art werden ausführlich in den in Tabelle 1, 2, 3 und 4 aufgeführten U.S.-Patentschriften beschrieben ur.-t werden auch noch in einigen der nachfolgenden Beispiele beschrieben.
  • Tabelle 1 Bild-Farbstoff-formende Aryl- und heterocyclische Aminsysteme U.S.-Patentschriften Nr.: 3 042 515 3 394 391 3'413 121 3 615 477 3 042 516 3 394 392 3 450 532 3 615 564 3 042 517 3 394 393 3 490 907 3 617 288 3 102 029 3 394 394 3 539 346 3 634 085 3 147 117 3 394 395 3 554 754 3 637 390 3 164 467 3 410 687 3 582 342 3 649 284 3 598 583 Tabelle 2 Verschiedene Bild-Farbstoff-formende Systeme: Phenole, metallorganische Systeme, Pyrane usw.
  • 3 446 621 3 554 754 3 490 907 3 642 479 3 647 448 Tabelle 3 Bild-Farbstoff-formende Farbstoffbasen.
  • A. Styryl-, Cyan, Merocyan- und Vinylidenfarbstoffbasen.
  • 3 095 303 3 109 736 3 533 792 3 578 455 3 10Q 703 3 112 200 3 554 753 3 578 456 3 102 Q27 3 121 633 3 558 317 3 582 332 3 104 973 3 342 603 3 563 749 3 624 228 3 106 466 3 510 304 3 573 046 3 640 718 3 576 799 3 642 479 3. Leukocarbinole und -äther, Schiffsche Basen, Farbindikatoren.
  • 3 102 029 3 112 200 3 481 739 3 578 455 3 102 810 3 443 945 3 486 898 3 597 211 3 573 Q46 3 660 096 Tabelle 4 Bild-Farbstoff-formende Leukofarbstoffe.
  • 3,042,515 . 3,351,467 3,486,.398 3,578,1155 3,102,810 3,377,167 3,1189,xjó8 3,579,336 3,113,024 3,390,994 3,493a376 3,579,337 .3,121,632 3,390,995 3,510,309 3,579s342 3,121,633 3,390,996 3,522,044 3,598,592 3,140,948 3,390,997 3,525,616 3,615,565 3,140,949 3,395,018 3,527,517 3,615,566 3,272,635 3,418,118 3,527,640 3,6211,228 3,281,242 3,445,232 1 3,537,856 3,647,467 3,2840205 3,445,233 3,552,973 3,652,275 3,285,744 3,445,234 3,560,211 3,658,542 3,342,595 3,449,379 3,563,750 3,658,543 3,342,602 3,481,739 3,563,751 3,660,096 3,342,604 3,484,238 3,573,046 3,666,466 ~ 3,573,911 3,697,280 Zu der zweiten allgemeinen Art von lichtempfindlichen Zusammensetzungen, auf die die vorliegende Erfindung angewendet werden kann, gehören Zusammensetzungen, die einen oder mehrere Styryl-, Cyan- oder Merocyanfarbstoffe; Di- oder Triarylmethanfarbstoffe und deren heterocyclische Derivate mit kondensierten Ringen, einschliesslich fotoreduzierbarer Arten wie Methylenblau, enthalten. Zusammensetzungen dieser allgemeinen Art sind in den in der Tabelle 5 aufgeführten U.S.-Patentschriften beschrieben.
  • Tabelle 5 Entfärbungs-Bildformungssysteme.
  • 3,102,027 3,155,509 3,104,973 3,1118,118 3,112,200 3,443,545 3,1514,416 3,495,987 3,515,552 Eine dritte allgemeine Art von lichtempfindlichen Zusammensetzungen, auf die die vorliegende Erfindung angewendet werden kann, stellen Zusammensetzungen dar, die N-Vinylamine enthalten. Beispiele dafür sind die Zusammensetzungen, die in den in Tabelle 6 aufgeführten U.S.-Patentschriften beschrieben werden.
  • Tabelle 6 Bildformende N-Vinylamine.
  • 3,042,517 3,202,507 3,443,945 3,527,639 3,042,518 3,275,443 3,450,532 3,554,752 3,046,125 3,330,659 3,512,975 3,573,911 3,056,673 3,359,105 3,522,044 3,620,733 3,147,117 3,374,094 3,525,616 3,653,886 3,697,276 Die lichtempfindliche Zusammensetzung, die zu einer oder mehreren der obengenannten Arten gehört, wird in einem geeigneten Bindemittel oder Lösungsmittel(n)gelöst oder damit gemischt und auf ein Papier oder einen transparenten Filmträger aufgetragen,und zwar- nach einem der vielen bekannten Beschichtungsverfahren, z.B. Drehbeschichten (~spin coating"), Ziehbeschichten ("draw bar") und Tauchbeschichten ("dip coating"), oder die lichtempfindliche Zusammensetzung kann gegetenenfalls in einem geeigneten Lösungsmittel oder Lösungsmitteln gelöst oder damit gemischt werden, ohne daß ein Bindemittel verwendet wird, und dann kann ein absorbierender Papierträger damit imprägniert werden.
  • Auf die Offenbarungen der in den Tabellen 1, 2, 3, 4 , 5 und 6 aufgeführten Patentschriften wird hier ausdrücklich Bezug genommen, ebenso auf alle darin genannten Zusammensetzungen, und zwar nicht nur die hauptsächlichen bildformenden Bestandteile, sondern auch die Aktivierungs-, Zusatz-, Sensibilisierungs- und Bindemittel und anderen Bestandteile, die gegebenenfalls zugegeben werden können.
  • überzug Zu den erfindungsgemäß geeigneten hydrophilen Kolloiden oder synthetischen Polymerisaten gehören die in der Tabelle 7 aufgeführten und ähnliche Materialien.
  • Der vorgesehene Überzug wird in einem geeigneten Lösungsmittel oder Lösungsmitteln gelöst und nach einem der vielen bekannten Beschichtungsverfahren, wie Zieh-, GieB-, Tauch-, Dreh-oder Meniskusbeschichten, auf die lichtempfindliche Schicht aufgetragen. Je nach der speziellen lichtempfindlichen Zuaammensetzung kann ein bestimmtes Lösungsmittel oder eine bestimmte Lösungsmittelmischung bevorzugt werden. Um beispielsweise die Haftfähigkeit des Überzugs auf der lichtempfindlichen Schicht zu verbessern, würde sich ein Lösungsmittel eignen, worin auch das Bindemittel der lichtempfindlichen Schicht in ausreichendem Maße löslich ist, so dass die Oberfläche bei Kontakt mit der Überzugslösung weich wird, jedoch nicht so stark löslich ist, daß#die Oberfläche stark verändert wird.
  • Um eine geringere Haftung zu erhalten, um die mechanische Entfernung des Überzugs zu erleichtern, wäre ein Lösungsmittel geeignet, worin das Bindemittel der lichtempfindlichen Schicht unlöslich oder weniger stark löslich ist.
  • Bei bestimmten lichtempfindlichen Zusammensetzungen kann eine lmerwunschte chemische Wechsellirkung mit einigen Lösungsmitteln, die für den hydrophilen Überzug in Erwägung gezogen werden könnten, auftreten. Das bzw. die Lösungsmittel sollten so. ausgewählt werden, daß eine derartige Wechselwirkung vermieden wird.
  • Eine andere Möglichkeit, diese unerwünschten Wechselwirkungen und ebenso unerwünschte Wechselwirkungen zwischen der lichtempfindlichen Schicht und dem Überzug selbst auszuschalten, besteht darin, eine oder mehrere Zwischenüberzugsschichten zwischen der lichtempfindlichen Schicht und dem Überzug aufzutragen.Hier ist mit Ueberzug die äusserste Überzugsschicht gemeint. Die Zvischenschichten müssen nicht wlbedingt auch hydrophil sein, sondern es karm sich dabei um jedes geeignete hydrophobe Polymerisat handeln, wie Polystyrole, Pclymethacrylate, Polycarbonate, Pol-yphenylenoxyde, Mischpolymerisate von Styrol und Methacrylaten, Mischpolymerisate von Styrol und Butadien, die alle häufig als Bindemittel für lichtempfindliche Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Wenn diese Zwischenschichten entsprechend ausgewählt sind, bilden sie eine Sperre gegen die unerwünschten Wechselwirkungen, die zwischen bestimmten lichtempfindlichen Zusammensetzungen und bestimmten hydrophilen Uberzügen und/oder Überzugslösungsmitteln stattfinden können. Eine entsprechende Auswahl der Zwischenschichten ermöglicht auch eine allmählichere Veränderung der chemischen Natur und der Löslichkeitseigenschaften von der lichtempfindhohen Schicht bis zum Überzug, was wiederum eine größere Auswahl bei der Verwendung der Überzüge und der Lösungsmittel unter Vermeidung der unerwünschten Wechselwirkungen mit der lichtempfindlichen Schicht gestattet.
  • Um eine optimale Verbesserung der Lagerbeständigkeit und/oder anderer Lichtempfindlichkeitseigenschaften von bestimmten lichtempfindlidien Zusammensetzungen zu erreichen, können bestimmte Überzugsmaterialien bevorzugt werden. Wenn die Hauptaufgabe des Überzugs darin besteht, den Verlust des leichtflüchtigen Aktivierungsmittels oder anderer leichtflüchtiger Bestandteile, die in der lichtempfindlichen Schicht anwesend sind, zu verhindern, so eignet sich dazu jedes hydrophile Material und sogar jene hydrophoben Materialien, die für den bzw. die leichtflüchtigen Bestandteil(e) nicht durchdringbar sind. Bei solchen lichtempfindlichen Zusammensetzungen, bei denen es notwendig erscheint, Sauerstoff fernzuhalten oder die Anwesenheit von Sauerstoff auf einem Minimum zu halten, wird ein Überzug bevorzugt, der gegenüber Sauerstoff eine geringe Durchlässigkeit hat. Für diesen Zweck wird Polyvinylalkohol als - Überzugsmaterial bevorzugt.
  • Polyvinylalkohol wird auch in den Fällen als Überzug bevorzugt, wo die lichtempfindlichen Zusammensetzungen gegen gasförmige, atmosphärische Verunreinigungen, wie Schwefeldioxyd, Stickstoffoxyde, Halogene und Halogensäuren, empfindlich sind, da er nur eine geringe Durchlässigkeit für solche Gase aufweist.
  • Die Dicke des Überzugs bzw. der Überzüge hängt von der jeweiligen speziellen Funktion und der speziellen lichtempfindlichen Zusammensetzung ab. Wenn die hauptsächliche oder alleinige Funktion darin besteht, das Entweichen eines leichtflüchtigen hydrophoben Bestandteils, wie eines der üblichen Aktivierungsmittel, z.B. Jodoform oder Tetrabromkohlenstoff, zu verhindern, so wird nur ein sehr dünner Überzug benötigt.
  • In diesen Fällen kann der Überzug dünner als 1 Mikron sein.
  • Wenn eine Undurchlässigkeit gegenüber Gasen, wie Sauerstoff, gewünscht wird, werden dickere Überzüge von wenigstens einigen ~oil" (= 0,025 mm) bevorzugt.Die Verwendung von dickeren Überzügen ist möglich und wird nur durch Erwägungen hinsichtlich der optischen Klarheit und mechanischer Beschränkungen der Gesamtdicke des vollständigen lichtempfindlichen Materials eingeschränkt.
  • Anstelle des Aufbringens des Überzugs in einem Lösungsmittel kann der Überzug auch als trockener Film in Form eines Schichtstoffs, gegebenenfalls in Verbindung mit einem Haftmittel, aufgetragen werden. In einigen Fällen, wo die Verträglichkeit zwischen der lichtempfindlichen Schicht und dem Überzug ausreichend gut ist, kann man eine zufriedenstellende Haftung erreichen, wenn Druck auf den Schichtstoff ausgeübt wird. In anderen Fällen kann ein Haftmittel verwendet werden, vorzugsweise ein druckempfindliches Haftmittel, das die Entfernung des Überzugs ohne Zerstörung der darunterliegenden lichtempfindlichen Schicht ermöglicht.
  • Die folgenden Beispiele dienen zur näheren Erläuterung der Art der vorliegenden Erfindung und der Verbesserung der Lagerbeständigkeit und anderer lichtempfindlicher Eigenschaften.
  • Die lichtempfindlichen Zusammensetzungen gemäß Tabelle 1 bis 6 werden zubereitet, indem die Bestandteile in einer geeigneten Lösungsmittel-Bindemittel-Lö sung bei Dunkelkammerb eleuchtung oder in vollständiger Dunkelheit zusammengebracht werden, wobei die einzelnen Bestandteile gewöhn ich in der in den Beispielen der genannten Patentschriften aufgeführten Reihenfolge in die Lösungsmittel-Bindemittel-Lösung gegeben und dann gemischt werden, damit sie sich auflösen, bevor der nächste Bestandteil zugegeben wird. Nachdem die Zusammensetzung gründlich gemischt worden ist, wird sie auf ein geeignetes Substrat aufgetragen. Geeignete Substrate sind beispielsweise Polyester oder andere synthetische Polymerisate, Glas oder Papier, das mit den in Tabelle 7 genannten hydrophilen Polymerisaten entsprechend imprägniert ist, oder alle anderen geeigneten Substrate, sofern sie eine niedrige Durchlässigkeit gegenüber Gas besitzen.
  • Wenn die lichtempfindliche Schicht auf das ausgewählte Substrat aufgetragen worden ist, wird auf die lichtempfindliche Schicht eine zweite Schicht aufgetragen. Diese zweite Schicht oder der ~Überzug'1 besteht aus einem aus Tabelle 7 ausgewählten geeigneten hydrophilen Bindemittel bzw. Harz.
  • Tabelle 7 Überzugsmaterialien.
  • Gelatine Dextrin Kasein Folysaccharide Stärkeacetate Carboxymethylzellulose Stärkehydroxyäthyläther Hydroxyäthylzellulo se Langketten-Alkylstärken Guargummi Carboxymethylzellulose Akaziengummi Alkylhydroxyälkylzellulose Kolloidales Albumin Polyvinylalkohol Polyvinylmethyläther Polyvinylpyrrolidon Polyacrylsäure und Salze Agar-agar Polyacrylamide Gummi-arabicum Äthylenoxydpolymerisate Dextran Das vollständige fotografische Material, das aus Substrat, lichtempfindlicher Schicht und Überzug bzw. Überzügen besteht, kann auf verschiedenste Weise belichtet und bearbeitet werden, was von dem Verwendungszweck des lichtempfindlichen Systems abhängt. Wenn es sich beispielsweise um eine lichtempfindliche Zusammensetzung handelt, die für eine Vervielfältigung durch direkten Kontakt ("roll-to-roll duplicationn), d.h. durch das sogenannte Kontaktverfahren, vorgesehen ist, kann der Überzug oder die hydrophile Schicht entweder von der Oberfläche der lichtempfindlichen Schicht entfernt werden, bevor diese mit dem zu reproduzierenden Originalnegativ oder -positiv in Kontakt gebracht wird; oder - falls der Überzug dünn genug ist, um nicht die Auflösungsübertragungseigenschaften der lichtempfindlichen Schicht zu beeinträchtigen - kann sie darauf gelassen werden und in einer späteren Stufe des Bearbeitungszyklus durch ein geeignetes -Lösungsmittel gestrippt oder entfernt werden. Es wurde gefunden, daß es im Falle von ~Direktaufzeichnungsmaterialien"* nicht notwendig ist, den Überzug unmittelbar vor der Belichtung zu entfernen, da bei diesem Verfahren kein direkter physikalischer Kontakt eines Originalnegativ oder -positizSfilms wie beim Kontaktverfahren notwendig ist, sondern die Bilderzeugung mittels eines optischen Systems vorgenommen wird. Bei denjenigen Systemen, bei welchen ein Entwickeln notwendig ist, d.h. bei denen ein latentes Bild direkt aufgenommen oder aufgezeichnet wird, das dann später ein sichtbares Bild werden soll, kann die Entfernung des Überzugs vor- der Entwicklung in manchen Fällen notwendig sein.Wenn die Parameter für das Entwickeln und/oder die damit verbundenen fotosensitometrischen Eigenschaften infolge des Überzugs verändert werden, wird es in manchen Fällen vorgezogen, den Überzug vor dem Entwickeln zu entfernen, während es in anderen Fällen vorgezogen wird, den Überzug bis nach dem Entwickeln intakt zu lassen, was von der jeweiligen speziellen lichtempfindlichen Zusammensetzung und/oder von den gewünschten fotografischen Ergebnissen und/ oder Bearbeitungsbedingungen abhängt.
  • Wenn beispielsweise ein lichtempfindliches System, das einen Überzug aufweist, einer latenten Bildbelichtung ausgesetzt wird und die Entwicklung dieses latenten Bildes über die Lagerdauer des Materials ohne Überzug hinaus verzögert werden soll, so läßt man den Überzug intakt, und das latente Bild kann zu einem späteren Zeitpunkt entwickelt werden. Wenn das Material jedoch im Direktkopierverfahren, wie im Kontaktverfahren, verwendet werden soll, kann der Überzug sofort nach der Belichtung vor dem Fixieren entfernt werden. Es wurde gefunden, daß es vorteilhaft ist, den Überzug vor der Fixierstufe entweder durch Strippen oder durch ein geeignetes Lösungsmittel zu entfernen. Das Fixieren des belichteten, * ~direkt acquisition material" jedoch nicht entwickelten Produkts, d.h. eines Kontaktverfahren Kopiermaterials, kann durch Erhitzen des Produkts auf eine bestimmte Temperatur erreicht werden, wodurch das leichtflüchtige Aktivierungsmittel entfernt wird. Bei anderen Systemen kann das Fixieren durch Waschen des Produkts in einem geeigneten Lösun#'smittel vorgenommen werden, wobei die Aktivierungsmittelkomponenten selektiv extrahiert werden. In jenen Fällen, wo die lichtempfindliche Zusammensetzung ohne Lösungsmittel oder ohne Verflüchtigung des Aktivierungsmittels fixiert werden kann, beispielsweise bei jenen Zusammensetzungen gemäß den U.S.-Patentschriften Nr-. 3 390 994, 3 390 995, 3 390 996 und 3 445 233, die durch-Licht fixiert werden können, braucht der Überzug nicht entfernt zu werden.
  • beispiel 1 Es wurde eine lichtempfindliche Zusammensetzung zubereitet, indem die folgenden Bestandteile in 12 ml 1,2-Dichloräthan gelöst wurdzsn: 1,0 ml einer Lösung, die durch Lösen von 600 mg Polyphenylenoxyd in 3,5 ml Tetrachloräthan hergestellt worden war, 450 mg 1,1-Bis-(p-dimethylaminophenyl)-äthylen 250 mg Jodoform 35 mg 2,6-Di-(tert.-butyl)-kresol 10 mg Triphenystiben 16 mg 4-Picolin-N-oxyd Bei roter Dunkelkammerbeleuohtung wurde die Zusammensetzung in einer Dicke von etwa 0,04 mm (Naßdicke) auf Polyäthylenterephthalat "500D Mylar" aufgetragen, mehrere Minuten an der Luft getrocknet und dann bei 360 nm durch einen Stufenkeil Kodak 1A belichtet. Dann wurde der Film durch Erhitzen auf etwa 71 0C für 2 Minuten fixiert. Durch eine Belichtung mit 360 Millijoule erhielt man eine maximale Dichte (Dmax) von 1,40, eine Träger-plus-Schleier-Dichte tT+S) von 0,04 und eine Lichtempfindlichkeit von 150 (benötigte Millijoule zur Erzeugung einer Nettodichte von i,o).
  • Die gleiche lichtempfindliche Zusammensetzung wurde mit einer 4,5%igen Lösung von in Wasser gelbstem Polyvinylpyrrolidon überzogen (NaBdicke 0,15 mm), 10 Minuten trocknen gelassen und dann in der gleichen Weise wie der nicht überzogene Film belichtet. Dann wurde der Uberzug durch vorsichtiges Bewegen in einem Wasserbad entfernt, der Film wurde an der Luft getrocknet und dann 2 Minuten lang bei 71 0C fixiert. Der Esex-Wert, Träger-plus-Schleier-Wert und die Lichtempfindlichkeit entsprachen genau denen des nicht überzogenen Films.
  • Ein weiterer lichtempfindlicher Film der gleichen Zusammensetzung wurde mit einem Überzug aus PVP versehen und dann belichtet und durch einminütiges Erhitzen auf 710C ohne vorheriges Entfernen des Überzugs fixiert. Danach wurde der Überzug durch Waschen entfernt, der Film an der Luft getrocknet und anschließend 2 Minuten lang bei 71 0C fixiert. Die gleiche Belichtung mit 360 Millijoule führte zu einem Dmax-Wert von 2,46, einem T+S-Wert vön 0,04 und einer Lichtempfindlichkeit von 10.
  • Ein weiterer Film wurde mit einem Überzug (Naßdicke 0,15 mm) aus einer 5%igen Lösung von Hydroxypropylzellulose (Hercules Klucel EF) in Propanol versehen, und man ließ ihn 30 Minuten lang an der Luft trocknen. Der Film wurde mit 360 Millijoule belichtet, dann 2 Minuten lang bei 710C ohne vorherige Entfernung des Überzugs fixiert. Man erhielt eine Lichtempfindlichkeit von 78, einen Dmax-Wert von 1,70 und einen T+S-Wert von 0,04.
  • Beispiel 2 Im Dunkeln wurde eine lichtempfindliche Zusammensetzung hergestellt, indem die folgenden Bestandteile in 4,0 ml einer eigen Lösung von Polyvinylchlorid in Tetrahydrofuran gelöst wurden: 150 mg 3-Äthyl-5-[(3-äthyl-2-(3H)-benzothizolyliden)-ethyliden (2-chinolylmethylen) -4-thiazolidon 150 mg 2-Mercaptobenzothiazol 800 mg Tetrabromkohlenstoff 3,0 ml Methylenchlorid Die Lösung wurde auf einen Polyäthylenterephthalat-Träger "500D Mylar" aufgetragen (NaBdicke 0,04 mm), wobei eine Ziehauftragworrichtung ("draw bar applicator") verwendet wurde.
  • Nach 30 Minuten wurde der getrocknete Film mit einem Hochdruckquecksilberbogensensitometer mit 5 Watt-Sek./cm2 beliçhtet.DanrX wurde der Film durch zwei aufeinanderfolgende Waschvorgänge mit einer Toluol-Aceton-Mischung (4 : 1) fixiert, wodurch nicht umgesetzte Ausgangsmaterialien von dem Film entfernt wurden und dadurch eine Prüfung des Bildes und Dichtemessung bei normaler Zimmerbeleuchtung möglich waren. Man erhielt ein lachtbestandiges blauschwarzes Bild mit einer Dichte von 2,5 bei einem T+S-Wert von 0,08, was mit Hilfe eines UV-Densitometers unter Verwendung von integriertem Licht von 3660 - 4358 i festgestellt wurde. Nach einer Lagerung von 4 Monaten Dauer bei Zimmertemperatur ~(etwa 24°C) erhielt man bei gleicher Belichtung und Bearbeitung eines ursprünglich identischen Films ein -blauschwarzes Bild mit einer Dichte von nur 1,5 bei einem T+S-Wert von 0,02.
  • Ein weiterer Film der gleichen Zusammensetzung wurde, nachdem er 3Q Minuten lang an der Luft getrocknet worden war, mit einer 5,'igen wässrigen Lösung von Gelatine (fotografische Qualität) überzogen, dann in einem Kühlschrank 5 Minuten lang gekeilt, danach mit einem schwachen warmen Luftstrom 10 - 15 Minuten lang getrocknet und anschließend bei Zimmertemperatur 4 Monate lang gelagert. Danach wurde der Film in der gleichen weise wie der unüberzogene Film belichtet und fixiert, jedoch wurde der Überzug vor dem Fixieren durch Waschen mit Wasser entfernt. Man erhielt ein blauschwarzes Bild mit einer Dichte von 2,5 und einem Träger-plus-Schleier-Wert von 0,08, was den Werten entspricht, die man durch Belichtung des frischen Films erhielt.
  • Ein weiterer Film , der in der gleichen Weise hergestellt und 39 Minuten an der Luft getrocknet worden war, wurde durch Drehbeschichten ("spinning") mit einer 5,'eigen wässrigen Lösung von Polyvinylpyrrolidon überzogen. Nachdem der Überzug 15 Minuten lang an der Luft getrocknet worden war, wurde seine Dicke mit einem Permaskop gemessen, und es wurde festgestellt, daß sie venrger als 1 Mikron betrug. Nachdem der Film 4 Monate lang bei Zimmertemperatur (etwa 24°C) gelagert worden war, wurde er in der gleichen Weise belichtet und bearbeitet wie der in diesem Beispiel beschriebene, mit Gelatine überzogene Film.
  • Man erhielt ein blauschwarzes Bild mit einer Dichte von 2,4 und einem Träger-plus-Schleier-Wert von 0,05.
  • Beispiel 3 Im Dunkeln wurde eine lichtempfindliche Zusammensetzung hergestellt, indem Leuko-Malachitgrün (100 mg), 4-Picolin-N-oxyd (15 mg> und Tetrabromkohlenstoff (1,4 g) in 4,0 ml einer 15%gen Lösung von Pliolit 58A in Benzol gelöst wurden. Diese Lösung wurde in einer Naßdicke von 0,04 mm auf einen Polyäthyl enterephthal atträger ~300D Mylar't unter Verwendung einer Ziehauftragsvorrichtung aufgetragen. Nachdem der Film mehrere Minuten lang an der Luft getrocknet worden war, wurde er mit 10 Milliwatt-Sekunden bei 380 nm belichtet.
  • Danach wurde der Film fixiert, indem er in einer Lösung von Petroläther/Aceton/Stoddard-Lösungsmittel (8 : 2 : 1 = Volumen) gewaschen wurde. Man erhielt ein lichtbeständiges grünes Bild mit einer Dichte von 1,50 und einem Träger-plus-Schleier-Wert von 0,05, wobei ein Wratten-Filter 72B verwendet wurde. Nach einer Lagerdauer von 3 Stunden wies ein Film der gleichen Zusammensetzung, der in der gleichen Weise belichtet und bearbeitet worden war, ein grünes Bild mit einer Dichte von nur 0,45 und einem Träger-plus-Schleier-Wert von 0,07 auf.
  • Ein weiterer Film, der aus der gleichen Zusammensetzung hergestellt und mehrere Minuten lang getrocknet worden war, wurde mit einer 15%gen wässrigen Lösung von Polyvinylalkohol unter Verwendung einer Ziehauftragsvorrichtung in einer Naßdicke von 0,08 mm überzogen. Nachdem der Film 15 Minuten lang an der Luft getrocknet worden war, wurde er 7 Tage lang im Dunkeln gelagert und anschließend genau wie der nicht überzogene Film mit 10 Milliwatt-Sekunden belichtet. Der belichtete Film wurde einige Minuten lang bei Zimmertemperatur im Wasser bewegt, um den Uberzug zu entfernen, dann mehrere Minuten lang an der Luft g~trocknet und dann in der gleichen Weise wie der nicht überzogene Film durch Waschen in einem Lösungsmittel fixiert. Das erhaltene grüne Bild hatte eine Dichte von 1,45 und einen Träger-plus-Schleier-Wert von 0,06, was mit Hilfe eines Wratten-Filters 72B ermittelt wurde.
  • BeisPiel 4 Es- wurde eine lichtempfindliche Zusammensetzung hergestellt, indem Leuko-Kristallviolett (100 mg), 4-Picolin-N-oxyd (20 mg), 2-(p-Dimethylaminostyryl)-chinolin (64 mg) und Tetrabromkohlenstoff (1,4 g) in 4,5 ml einer eigen Lösung von Polystyrol in Benzol gelöst wurden. Wie in Beispiel 3 wurde unter Verwendung einer Ziehvorrichtung ein Film hergestellt, der mit weißem Licht von 58.000 mos belichtet und dann fixiert wurde. Man erhielt ein Nagentabild mit einer Dichte von 1,86 und einem Träger-plus-Schleier-Wert von 0,07, was mit einem Wratten-Filter 94 festgestellt wurde.
  • Die gleiche Belichtung und Bearbeitung eines Films der gleichen Zusammensetzung, der 5 Stunden gelagert worden war, ergab ein Bild mit einer Dichte von 0,80 und einem Träger-plus-Schleier-Wert von 0,07.
  • Es wurde ein weiterer Film der gleichen Zusammensetzung hergestellt, der, nachdem er mehrere Minuten getrocknet worden war, mit einer 10%gen Lösung von Polyvinylalkohol unter Verwendung einer Drehbeschichtungsvorrichtung überzogen wurde.
  • Nachdem er 15 Minuten lang an der Luft getrocknet worden war, wurde er mit 35.000 mos belichtet, wobei man ein Bild mit einer Dichte von 1,85 und einem Träger-plus-Schleier-Wert von 0,06 erhielt, was im wesentlichen den Werten des frisch zubereiteten Films entspricht.
  • Beispiel 5 Es wurde eine lichtempfindliche Zusammensetzung hergestellt, indem 2,7-Bis- (dimethylamino) -10-p-dimethylamino-phenyl-9, 10-dihydro-9, 9-dimethylanthracen (100 mg), 4-Picolin-N-oxyd (20 mg), 4-(-p-Dimethylaminostyryl-chinolin (64 mg) und Tetrabromkohlenstoff (1,2 g) in 4,5 ml einer 10%gen Lösung von Polystyrol in Benzol im Dunkeln gelöst wurden. In der in Beispiel 3 beschriebenen Weise wurde ein Film hergestellt.
  • Nachdem er mehrere Minuten lang getrocknet worden war, wurde er mit weiß.# Licht von 20 mos belichtet, wonach eine Belichtung über die ganze Fläche mit rotem Licht unter Verwendung eines Wratten-Filters 893 erfolgte. Der Film, der durch Waschen mit einem Lösungsmittel wie in Beispiel 3 fixiert wurde, wies ein violettes Bild mit einer Dichte von 2,2 und einem Träger-plus-Schleier-Wert von 0,20 auf, was durch ein Wratten-Filter 94 ermittelt wurde. Nach einsttindiger Lagerung erhielt man mit einem aus der gleichen Zusammensetzung hergestellten Film bei gleicher Belichtung und Bearbeitung ein Bild mit einer Dichte von 0,90 und einem Träger-plus-Schleier-Wert von 0,3.
  • Ein weiterer Film, der aus der gleichen Zusammensetzung hergestellt worden war, wurde mit einer 10%gen Lösung von Polyvinylalkohol, gelöst in Äthanol, überzogen (NaBdicke 0,08 mml.
  • Nachdem er 15 Minuten lang an der Luft getrocknet worden war, wurde er in der gleichen Weise wie zuvor mit weißem Licht von 20 mos belichtet und der Überzug danach mit Wasser entfernt.
  • Nachdem der Film an der Luft getrocknet worden war, wurde er in der gleichen Weise wie der nicht überzogene Film entwickelt und fixiert. Man erhielt eine Dichte von 2,5 und einen Trägerplus-Schleier-Wert von 0,25. Nachdem ein ähnlich überzogener Film 1 Stunde lang gelagert worden war, erhielt man bei identischen Belichtungs- und Bearbeitungsbedingungen ein Bild mit einer Dichte von 2,4 und einen Träger-plus-Schleier-Wert von 0,24.
  • BeisPiel 6 Der lichtempfindliche Film von Beispiel 5 wurde überzogen, indem eine Folie von 0,04 mm Dicke aus Polyvinylalkohol mittels Druckwalzen bei Zimmertemperatur auf den Film aufgebracht wurde.
  • Nachdem der Film 1 Tag lang gelagert worden war, wurde er in gleicher Weise belichtet, und danach wurde der Überzug entfernt, indem ein Streifen Maskierband daran befestigt und der Überzug langsam abgeschält wurde. Das Bild hatte eine Dichte von 1,5 und einen Träger-plus-Schleier-Wert von 0,17.
  • Beispiel 7 Der überzogene lichtempfindliche Film von Beispiel 6 wurde nach 5-tägiger Lagerung wie in Beispiel 5 belichtet und dann entwickelt, wobei der Überzug daraufgelassen wurde. Anschließend wurde der Überzug durch Abziehen entfernt und der Film wie in Beispiel 5 fixiert. Man erhielt ein Bild mit einer Dichte von 1,9 und einem Träger-plus-Schleier-Wert von Q,21.
  • In der gleichen Weise wurde ein weiterer Film bearbeitet, wobei der Überzug jedoch erst nach 30 Minuten entfernt wurde.
  • Man erhielt ein Bild mit einer Dichte von 2,2 und einem Träger-plus -Schleier-Wert von 0,25.
  • Beispiel 8 Der lichtempfindliche Film gemäß Beispiel 5 wurde überzogen, indem eine Folie aus Polyvinylalkohol von einer Dicke von 0,075 mm unter Verwendung eines druckempfindlichen Haftmittels ~Scotch y906411 auf den Film aufgebracht wurde. Nach 3 Tagen Lagerung wurde der Film wie in Beispiel 7 belichtet und bearbeitet. Man erhielt ein Bild mit einer Dichte von 2,2 und einem Träger-plus-Schleier-Wert von 0,24.
  • BeisPiel 9 Es wurde eine lichtempfindliche Lösung hergestellt, indem 600 mg Diphenylamin und 700 mg Tetrabromkohlenstoff in 4,5 ml einer Lösung von 1obigem Polystyrol in Benzol gelöst wurden. Diese Lösung wurde in einer NaBdicke von 0,04 mm mittels einer Ziehauftragsvorrichtung auf einen Filmträger aufgebracht.
  • Nachdem der Film an der Luft getrocknet worden war, wurde er 8 Minuten lang durch einen Stufenkeil mit einer Sonnenlampe 'GEt' belichtet. Der belichtete Film wurde dann 3 Minuten lang auf 1000C erhitzt. Man erhielt ein blaues Bild mit einer maximalen Dichte von 2,4, was mit Hilfe eines Wratten-Filters 94 festgestellF wurde. Nach einer Lagerung von 6 Wochen im Dunkeln erhielt man mit diesem Film bei gleicher Belichtung und Bearbeitung ein Bild mit einer maximalen Dichte von nur 0,95.
  • Ein Film der gleichen Zusammensetzung wurde durch Aufwalzen unter Druck mit einer Überzugsfolie aus Polyvinylalkohol mit einer Dicke von 0,85 mm versehen. Nach einer sechswöchigen Lagerung bei Dunkelheit wurde der Überzug abgezogen und der Film in der zuvor beschriebenen Weise belichtet und fixiert.
  • Man erhielt das gleiche blaue Bild mit einer maximalen Dichte von 2,3.
  • Beispiel 10 Gemäß Beispiel 9 wurde ein lichtempfindlicher Film hergestellt, wobei jedoch 700 mg 3-Methylindol in der Lösung anstelle der 600 mg Diphenylamin verwendet wurden. Der Film wurde in der gleichen Weise belichtet und fixiert, und man erhielt ein schwarzes Bild mit -einer maximalen Dichte von 1,90. Nach einer Lagerung von 3 Wochen bei Zimmertemperatur im Dunkeln erhielt man mit dem Film, der keinen Überzug hatte, eine maximale Bilddichte von nur 0,55.
  • Ein neu zübereiteter Film der gleichen Zusammensetzung wurde mit einer 5,'eigen wässrigen Lösung von Gelatine (fotografische Qualität) in einer Naßdicke von 0,08 mm überzogen, dann 5 Minuten lang gekühlt und anschließend 6 Wochen lang bei Dunkelheit und Zimmertemperatur gelagert. Nachdem die Gelatine entfernt worden war, erhielt man bei Belichtung und Bearbeitung des Films in der oben beschriebenen Weise ein Bild mit einer maximalen Dichte von 1,20.
  • BeisPiel 11 Eine lichtempfindliche Zusammensetzung, die 1 g Polystyrol, 1 g N-Vinylcarbazol und 200 mg Pentabromäthan umfaßte, die in 10 ml Benzol gelöst waren, und die 0,4 g von Zinn-II-Jodid enthielt, das als 10geige Lösung in einer Mischung von Benzol und Äthylendichlorid im Verhältnis 1 : 1 zugegeben worden ist, wurde in einer Naßdicke von 0,08 mm auf einen Polyäthylenterephthalatträger "500D Molar" aufgetragen, wonach man sie 5 Minuten lang an der Luft trocknen ließ. Durch Belichtung mit einer Sonnenlampe "GEn während 10 Minuten und Erhitzen auf 1100C für 2 Minuten erhielt man ein braunschwarzes Bild.
  • Nachdem man den Film 1 Woche lang im Dunkeln bei Zimmertemperatur gelagert hatte, erhielt man bei gleicher Behandlung ein merklich helleres braunes Bild.
  • Ein Film der gleichen Zusammensetzung wurde mit Polrvinylalkohol überzogen, der in Form einer 5%igen wässrigen Lösung mit Hilfe einer Ziehvorrichtung in einer Naßdicke von 0,08 mm aufgetragen wurde. Nach einer Lagerung von 3 Wochen im Dunkeln erhielt man bei gleicher Behandlung ein tiefbraunschwarzes Bild (wobei der PVA zwischen der Belichtung und dem Fixieren entfernt wurde).
  • Beispiel 12 Eine lichtempfindliche Zusammensetzung, die Jodoform (200 mg), 2,4-Diamino-1-chlorbenzol (150 mg), m-Phenylen (30 mg), Difurfurylidenpentaerytherit (100 mg) und Polystyrol (100 mg), gelöst in 4 ml Chloroform, umfasst; wurde in einer Naßdicke von 0,04 mm auf einen Polyesterträger "500D Mylar" aufgetragen und an der Luft getrocknet. Dann wurde sie 30 Sekunden lang mit einer speziellen Lampe vom Typ"Sylvania Sun Guntl (625 Watt) aus einer Entfernung von 38 cm belichtet und anschließend auf 1490C erhitzt. Man erhielt ein braunschwarzes Bild. Nachdem der Film 3 Wochen lang im Dunkeln bei Zimmertemperatur gelagert worden war, erhielt man bei gleicher Belichtung ein Bild mit einer viel schwächeren Färbung.
  • Ein in gleicher Weise hergestellter Film wurde in einer Naßdicke von 0,08 mm mit einer 10%gen wässrigen Lösung von Polyvinylalkohol überzogen,und man ließ ihn 30 Minuten lang an der Luft trocknen. Dann wurde der Film in der gleichen Weise wie der nicht überzogene Film belichtet, und der Überzug wurde durch schwaches Bewegen in einem Wasserbad entfernt. Nach dem Trocknen wurde der Film auf 14906 erhitzt, und man erhielt das gleiche braunschwarze Bild. Nach 6 Wochen Lagerung im Dunkeln erhielt man bei gleicher Belichtung und Bearbeitung ein identisches braunschwarzes Bild.
  • Beispiel 13 Es wurde eine positiv arbeitende lichtempfindliche Zusammen setzung hergestellt, indem 8 g Tetrabromkohlenstoff mit einer Lösung von 0,2 mg 5- Methyl-4-(1)-ehinolyliden)-äthyliden7-2-t( r (1-methyl-4 (1)-chinolyliden) -methy17-4- (5) -thiazolonäther-p-toluolsulfonat in 30 ml Aceton, 30 ml Dimethylformamid und 30 ml Methanol gemischt wurden, Diese Zusammensetzung wurde auf Papier aufgetragen, wobei man ein blaugefärbtes Blatt erhielt. Sofort nach den Trocknen wurde das Blatt in einer Naßdicke von 0,15 mm mit einer 15%gen Lösung von Polystyrol, gelöst in Benzol, beschichtet und dann 5 Minuten lang an der Luft getrocknet. Danach wurde das Blatt in der gleichen Weise auf der zweiten Seite beschichtet. Dann wurde es durch ein geeignetes Negativ mit einem Fotolichtstrahler belichtet, und man erhielt eine direkte, positive Hochkontrastkopie, bei der die entfärbten Flächen weiß waren.
  • Die Kopie wurde durch Erhitzen auf 1100C während 10 Minuten in einem Druckluftofen fixiert. Ein ähnlicher Film wurde nach einer Lagerung von 1 Woche in gleicher Weise belichtet, Es fand nur eine kaum wahrnehmbare Entfärbung statt.
  • Auf ein anderes, frisch hergestelltes, mit Polystyrol beschichtetes Blatt wurde eine 10fig wässrige Polyvinylalkohollösung in einer Naßdicke von 0,15 mm auf beide Seiten aufgetragen.
  • Nachdem der Film 2 Wochen lang bei Zimmertemperatur im Dunkeln gelagert worden war, erhielt man bei gleicher Belichtung mit einem Fotolichtstrahler einen ähnlichen direkten positiven Hochkontrastabzug. Der Polyvinylalkoholüberzug wurde mit Maskierband vorsichtig entfernt und der Abzug dann bei 1100C fixiert.
  • Bespiel 14 Zu 675 ml einer Lösung von Aceton und N,N-Dimethylformamid mit einem Volumenverhältnis von 50 : 50 wurden 0,5 ml einer 0,1 m.-LUsung von Tris-(4-diäthyiaminophenyl)-rnethan in Aceton, 1,5 ml einer 0s1 m-Lösung von Trifluoressigsäure in Aceton, 0,5 g Polyäthylenglykol (Molekulargewicht 200) 0,25 ml einer 0,1 m -Lösung von 1,4-Naphthalindiazoniumoxyd in Aceton/N,N-Dimethylformamid (so : so) und 0,5 ml einer 0,05 m -Lösung von CBr4 in Aceton gegeben. Die Lösung wurde auf Papier aufgetragen und dann an der Luft getrocknet. Das Papier wurde dann auf beiden Seiten mit Polystyrol wie in Beispiel 13 beschichtet. Durch die bildweise Belichtung durch ein Filter Corning 7-54" gefolgt von einer Belichtung durch ein Filter"Corning 0-51," erhielt man ein beständiges violettes Bild. Bei einer ähnlichen Belichtung hach einer mehrwöchigen Lagerung des Papiers erhielt man lediglich ein schwach violettes Bild.
  • Ein weiteres mit Polystyrol beschichtetes imprägniertes Fotopapier wurde wie in Beispiel 13 auf beiden Seiten mit Polyvinylalkohol überzogen. Nach einigen Wochen Lagerung erhielt man bei gleicher Belichtung immer noch ein violettes Bild, dessen Intensität mit der des auf frischem Papier erhaltenen Bildes vergleichbar war.

Claims (8)

P a t e n t a n 5 n ru c h-e :
1. Lichtempfindliches Material, dadurch gekennzeichnet, daß es -im wesentlichen besteht aus: einem relativ dünnen Trägerschicht; einer nicht-silberhaltigen organischen lichtempfindlichen Zusammensetzung, die auf dieser Trägerschicht aufgebracht ist; und wenigstens einem Überzug, der über der Trägerschicht wld der lichtempfindlichen Schicht* aufgetragen worden ist.
2. Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger ein absorbierendes MaterialXvorzugsweise Papierlist und daß die lichtempfindliche Zusammensetzung in den Poren dieses absorbierenden Materials anwesend ist und von diesem getragen wird.
3. Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht ein Film aus synthetischem Harz, vorzugsweise einem Polyester., oder eine Glasplatte ist.
4. Material nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug ein hydrophiles Material, vorzugswesse Polyvinylalkohol, ist.
5. Material nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß es als bildformenden Bestandteil wenigstens einen Farbstoff, eine Farbstoffbase, einen Farbstoffvorläufer und/ oder einen polymeren Bestandteil enthält, die bei Einwirkung einer geeigneten Strahlung ein Bild erzeugen * ~face to face relation"
6. Material nach Anspruch 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß es mehrere Uberzugsschichten hat, wovon wenigstens eine aus einem hydrophilen Material besteht.
7. Material nach Anspruch 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Überzugs schicht zwischen der Trägerschicht und der lichtempfindlichen Schicht anwesend ist.
8. Material nach Anspruch 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug eine Dicke von etwa 1 Mikron hat.
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