DE2425245A1 - Parallelogrammgetriebe zum erzeugen einer presskraft, insbesondere fuer haushaltsmuellverdichter - Google Patents
Parallelogrammgetriebe zum erzeugen einer presskraft, insbesondere fuer haushaltsmuellverdichterInfo
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Description
Parallelogrammgetriebe zum Erzeugen einer Preßkraft, insbesondere für Haushalts-Müllverdichter
Die Erfindung betrifft ein Parallelogrammgetriebe zum Erzeugen
einer Preßkraft, insbesondere für Haushalts-Müllverdichter, mit einem auf das Parallelogrammgetriebe einwirkenden, von einem
Elektromotor antreibbaren und eine wenigstens annähernd geradlinige Bewegung erzeugenden Verstellorgan, wie Schraubenspindel
oder dgl., sowie mit einem im Stromkreis des Antriebsmotors liegenden Schaltglied, das beim Erreichen eines vorbestimmten
Motorstromes und/oder einer vorbestimmten Preßkraft den Elektromotor
ab- bzw. dessen Antriebsrichtung; umschaltet.
Bei bekannten Parallelogrammgetrieben der genannten Art hat sich sofern diese zur Kraftübertragung und nicht nur zur reinen Bewegungsübertragung
dienen - als nachteilig erwiesen, daß die von einem daran angebrachten Preßstempel ausgeübte, einem konstanten
Drehmoment des Antriebsmotors entsprechende maximale Preßkraft nicht konstant ist, sondern sich sehr stark mit dem jeweiligen
Hub ändert. Diese starke Abhängigkeit der Preßkraft vom Hub des Preßstempels ist auf die besondere Kraft/Hub-Charakteristik des
Parallelogrammgetriebes zurückzuführen, welche im wesentlichen einer Tangensfunktion folgt. Demnach nimmt die vom Stempel ausgeübte
maximale Preßkraft bei großem Hub gegenüber der maximalen
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Preßkraft bei nur geringem Hub um ein Vielfaches zu. Dies ist insbesondere dann sehr unerwünscht, wenn das im Stromkreis
des Antriebsmotors liegende Schaltglied diesen beim Erreichen eines vorbestimmten Motorstromes und einem diesem entsprechenden
größten Drehmoment ab- bzw. dessen Antriebsrichtung umschaltet. Bei einer über den gesamten Hub des Preßstempels
oder aber wenigstens über dessen mittleren Bereich geforderten Mindestpreßkraft muß daher von der beim kleinsten Hub auftretenden
geringsten Preßkraft ausgegangen werden. Dies hat zur Folge, daß die Preßkraft bei großem Hub wesentlich größer
ist, als dies überhaupt für den Preßvorgang erforderlich wäre, bei kleinem Hub hingegen gerade noch erreicht wird.
Wird ein derartiges Parallelogrammgetriebe zum Betätigen des Preßstempels eines Haushalts-Müllverdichters verwandt, so
wirkt sich dessen besondere Kraft/Hub-Charakteristik wegen der speziellen Betriebsbedingungen von Haushalts-Müllverdichtern
besonders ungünstig und nachteilig aus, denn hierbei ist es üblich, den in einen Behälter eingefüllten Müll
schichtweise zu Verdichten; d.h. wenn.der Behälter mit lose geschichtetem Müll nahezu voll ist, wird er durch einen Hub
des Preßstempels verdichtet. Der dadurch freigewordene obere Behälterabschnitt wird dann erneut mit losem Müll aufgefüllt,
der daraufhin mit einem neuen Hub des Preßstempels verdichtet wird. Dieser Vorgang wird dann so oft wiederholt, bis der Behälter
nahezu bis zu seiner vollen Höhe mit verdichtetem Müll gefüllt ist. Der auf diese Weise bedingte stufenweise Betrieb
mit aufeinanderfolgenden, jeweils kürzer werdenden Hüben bringt es mit sich, daß bis zur endgültigen Füllung des Behälters mit
verdichtetem Müll die größte Preßkraft nur beim ersten Hub, also nur ein einziges Mal auftritt. Trotzdem ist es notwendig,
daß die der Kraftwirkung ausgesetzten Teile eines derartigen Haushalts-Müllverdichters jeweils nach der dem größten Hub entsprechenden
größten Preßkraft ausgelegt werden müssen. Diese
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übersteigt zudem noch die zu einer befriedigenden Verdichtung des Mülls ausreichende Preßkraft um ein Vielfaches. Die der
Kraftwirkung ausgesetzten Teile müssen daher viel stabiler, schwerer und teurer ausgebildet werden, als dies zum Erreichen
des gewünschten Verdichtungsgrades bei einer konstanten Preßkraft der Fall wäre.
Wollte man nun die Preßkraft des Parallelogrammgetriebes nur
nach dem zum hinreichenden Verdichten des Mülls erforderlichen Wert bestimmen, so müßte man bei dem für Haushalts-Müllverdichtern
üblichen stufenweisen Betrieb eine mit jedem neuen und kleineren Hub geringer werdende Verdichtung in Kauf nehmen,
denn bei konstantem Drehmoment des Antriebsmotors und einer von dessen Stromaufnahme abhängigen Ab- bzw. Umschaltvorrichtung
würde die erforderliche Preßkraft vor dem Ab- oder Umschalten des Antriebsmotors jeweils nur beim ersten und größten Hub erreicht.
Jeder weitere, darauf folgende und schrittweise kleiner werdende Verdichtungshub wird infolge der nach einer Tangensfunktion
verlaufenden Kraft/Hub-Charakteristik des Parallelogrammgetriebes zwangsläufig mit geringerer Kraft ausgeübt. Auf
diese Weise wäre wenigstens bei den letzten Hüben ein befriedigender und zum Zusammendrücken widerstandsfähiger und
harter Bestandteile des Mülls, wie leere Dosen, Flaschen und dgl. ausreichender Verdichtungsdruck nicht mehr zu erreichen.
Wird aber bei der Auslegung des mit einem Parallelogrammgetriebe
ausgestatteten Haushalts-Müllverdichters die geringste, während des Betriebes erforderliche Preßkraft zugrundegelegt,
so ist neben der bereits erwähnten, sich auf die Herstellungskosten und das Gewicht des Gerätes sehr ungünstig auswirkenden
Überdimensionierung des Parallelogrammgetriebes und aller übrigen kraftaufnehmenden Teile des Müllverdichters auch eine
wesentlich größere Auslegung von dessen Antriebsmotor notwendig. Dies wirkt sich wiederum sehr ungünstig auf den Energieverbrauch,
den Raumbedarf und das Gewicht derartiger Geräte aus.
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Bei einem bereits auf dem Markt befindlichen anderen bekannten Gerät hat man versucht, die sich infolge der besonderen Kraft/Hub-Charakteristik
seines Parallelogrammgetriebes ergebenden Schwierigkeiten durch den Einbau von Zugfedern zu beheben. Diese Zugfedern
sind dabei parallel zur Schraubenspindel so angebracht, daß sie sich beim Absenken des Stempels entspannen, bei seinem Anheben jedoch
wieder spannen. Sie sollen die anfangs nur geringe Preßkraft erhöhen und dadurch die ungünstige Kraft/Hub-Charakteristik des
Parallelogrammgetriebes kompensieren. Die mit Hilfe der Schraubenfedern erreichte Preßkraftverstärkung ist in ihrer Wirkung jedoch
sehr unbefriedigend, da der zum Verstellen des Parallelogrammgetriebes dienende Schraubentrieb selbsthemmend ist, so daß die
gespannten Schraubenfedern im wesentlichen dazu beitragen, die Reibung im Antrieb zu erhöhen.
Die Verwendung von Schraubenfedern zur Kompensation der abnehmenden
Preßkraft im Bereich kleiner Hübe hat auch noch den Nachteil, daß das Parallelogrammgetriebe bei angehobenem Preßstempel,
also in seiner Ruhelage, unter der vollen Spannung der Schraubenfedern steht. Dies wirkt sich jedoch ungünstig
auf die Lager und die beweglichen Teile des Parallelogrammgetriebes aus. Darüberhinaus wird durch die Verwendung von Schraubenfedern
in der erforderlichen Stärke und Länge die Abmessung des Parallelogrammgetriebes in unerwünschter Weise ungünstig beeinflußt.
Infolge der beschriebenen besonderen Preßkraft/Hub-Charakteristik des Parallelogrammgetriebes bedient man sich solcher Parallelogrammgetriebe
nur selten zum Antrieb von Haushalts-Müllverdichtern, obwohl gerade hier das Parallelogrammgetriebe wegen seines geringen
Raumbedarfes im Ruhezustand bei angehobenem Preßstempel den sonst üblichen Schraubenspindeln zum direkten Antrieb der Preßstempel
erheblich überlegen ist und große Vorteile aufzuweisen hat.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, durch einfache
Maßnahmen und durch entsprechende Steuerung des Antriebs ein Parallelogrammgetriebe den besonderen Betriebsbedingungen bei
Haushalts-Müllverdichtern anzupassen und damit die sich aus dessen ungünstiger Preßkraft/Hub-Charakteristik ergebenden
Nachteile auszuschalten. Diese Aufgabe wird nach der Erfindung
dadurch gelöst, daß dem Schaltglied ein in Abhängigkeit von der Getriebebewegung veränderbares Korrekturglied zugeordnet
ist, mit dessen Hilfe die Preßkraft wenigstens über den wirksamen
Hub des Parallelogrammgetriebes annähernd konstant gehalten wird. Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Maßnahme läßt
sich auf einfache und zuverlässige Weise die ungünstige Preßkraft/Hub-Charakteristik
eines von einem Antriebselektromotor mit konstanter Antriebskraft und lastabhängiger Umschaltung
angetriebenen Parallelogrammgetriebes kompensieren und damit eine für Haushalts-Müllverdichter günstige konstante Preßkraft
über die gesamte wirksame Hubhöhe des Preßstempels herbeiführen.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung besteht darin, daß als Schaltglied ein Überstromrelais dient,
dem ein durch das Parallelogrammgetriebe steuerbares Potentiometer parallel geschaltet ist. Hierdurch läßt sich die gewünschte
Anpassung des Kraft/Weg-Verhältnisses des Parallelogrammgetriebes lediglich durch entsprechendes Verstellen des
Potentiometers in Abhängigkeit von der jeweiligen Bewegungsphase des Parallelogrammgetriebes erzielen.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des Gegenstandes der Erfindung wird dadurch erreicht, daß der Abgriff des Potentiometers mit
dem Verstellorgan des Parallelogrammgetriebes mittelbar oder unmittelbar gekoppelt ist. Zu dieser Koppelung sind die verschiedensten
bekannten Elemente,, wie Hebelgetriebe, Zahnradgetriebe, Kurvenscheibengetriebe sowie durch diese betätigte Seiltriebe
und hydrauliche Antriebe denkbar ^
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Weitere in den Ansprüchen gekennzeichnete vorteilhafte Merkmale
der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnung erläutert.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung in schematischer Weise dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipskizze eines von einer Anbaueinheit einer Anbauküche als Gehäuse umgebenen, mit
einem Parallelogrammgetriebe ausgestatteten Haushalts-Müllverdichters,
Fig. 2 ein vereinfachtes Schaltbild, aus dem die Schaltung des Antriebsmotors sowie seiner wichtigsten Schalt-
und Steuerorgane für den Antrieb des Parallelogrammgetriebes hervorgeht, und
Fig. 3 eine graphische Darstellung, aus welcher die Preßkraft/Hub-Charakteristik
des Parallelogrammgetriebes sowohl ohne, als auch mit Kompensation des Kraftverlaufes
hervorgeht.
In einem in der Fig. 1 mit 10 bezeichneten, aus einer Anbaueinheit
einer Anbauküche bestehenden Gehäuse ist ein Haushalts-Müllverdichter 11 eingebaut, welcher im wesentlichen aus einem
Gestell 12, einem darin angeordneten räumlichen Parallelogrammgetriebe 13 mit einem Preßstempel 14 und einem Behälter 15 zur
Aufnahme des zu verdichtenden bzw. des bereits verdichteten Mülls besteht. Der Antrieb des den Preßstempel 14 betätigenden
Parallelogrammgetriebes 13 erfolgt über einen im Gestell 12 senkrecht angeordneten Antriebselektromotor 16, welcher über ein
Untersetzungsgetriebe 17 eine Schraubenspindel 18 in Drehung versetzt. Mit Hilfe der Schraubenspindel 18 werden die Hebel des
Parallelogrammgetriebes 13 zwischen den beiden Endlagen bewegt, welche in Fig. 1 mit voll ausgezogenen, der oberen Endlage des
Preßstempels 14 entsprechenden und durch strichpunktierte, der unteren Endlage des Preßstempels 14 entsprechenden Linien dargestellt
sind.
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Die Steuerung des Antriebsmotors 16 geht aus dem vereinfachten
Schaltbild nach Fig. 2 hervor. Danach ist in den Stromkreis des Antriebselektromotors 16 ein als Umschalter ausgebildetes
Überstromrelais 19 gelegt, zu dem über Verbindungsleitungen 20 ein Potentiometer 21 parallel geschaltet ist. Das Potentiometer
21 dient als Korrekturglied, welches bewirkt, daß der vom
Antriebsmotor 16 aufgenommene Strom entweder in der vollen Stärke oder nur als Teilstrom über das parallel dazugeschaltete Überstromrelais
19 geleitet wird. Das in der üblichen Weise mit einem verstellbaren Abgriff und einen Schleifkontakt ausgestattete
Potentiometer ist mit dem Antriebsmotor 16 über ein in der Fig. 2 als strichpunktierte Linie symbolisiertes Übertragungsglied 22
gekoppelt, in welches, falls erforderlich, ein mit 23 bezeichnetes
Getriebe eingeschaltet sein kann.
Als Getriebe 23 zur Beeinflussung der Stellung des Potentiometer-Abgriffs
kann je nach den Gegebenheiten die Gewindespindel 18, ein von dieser angetriebenes besonderes Zahnradgetriebe, aber
auch ein Hebel des Parallelogrammgetriebes 13 dienen. Weiterhin
ist jede andere Art der Kraftübertragung zur Verstellung des Potentiometers denkbar, sei es durch Seilzug oder auch hydraulich.
In der in Fig. 3 dargestellten Hub/Preßkraft-Kennlinie des Parallelogrammgetriebes
entspricht die Abszisse "H" der vollen Länge eines Hebels des Parallelogrammgetriebes 13. Dem Nullpunkt des Diagramms
entspricht eine horizontale Stellung dieses Hebels in Höhe der Schraubenspindel 18, der rechten Begrenzung "H" der Abszisse dagegen
dessen senkrechte Stellung. Der mit dem Buchstaben "h" bezeichnete
Abszissenabschnitt versinnbildlicht den wirksamen Hub "h"
des Preßstempels 14 in Fig. 1. Als Ordinate ist in dem Diagramm nach Fig. 3 die am Preßstempel 14 nach unten wirkende resultierende
Preßkraft Pz in kp aufgetragen. Pk stellt den vorbestimmten absoluten
Höchstwert der Preßkraft dar.
Die in dem Diagramm nach Fig. 3 vom Nullpunkt ausgehende, zunächst
voll ausgezogene und dann strichpunktiert gezeichnete Kurve stellt
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den positiven Ast der Tangensfunktion im ersten Quadranten des Einheitskreises dar. Sie entspricht dem Verlauf der unkompensierten
Preßkraft/Hub-Charakteristik des von dem Paralelogrammgetriebe
13 angetriebenen Preßstempels 14, wenn die als Verstellorgan des Parallelogrammgetriebes dienende Schraubenspindel 18
vom Antriebsmotor 16 und dem Untersetzungsgetriebe 17 angetrieben wird und stellt die der jeweiligen Hubhöhe entsprechende maximale
Preßkraft dar. Demnach ist die vom Preßstempel 14 ausgeübte, nach unten gerichtete maximale Preßkraft stark von dessen jeweiligen
Hub abhängig. Sie steigt vom Wert Null bei H=O zunächst allmählich an und nähert sich bei H = 1 dem Wert unendlich. Durch
Verstellen des als Kompensationsglied dienenden,,parallel zum Überstromrelais 19 liegenden Potentiometers 21 in Abhängigkeit
von der Stellung des ParalJLelogrammgetriebes 13 bzw. von dem Hub des Preßstempels 14 wird die zunächst entlang dem vollausgezogenen
Ast des Kurvenzuges ansteigende maximale Preßkraft auf den konstanten, durch die parallel zur Abszisse verlaufende Gerade
auf den Wert P, begrenzt.
Die durch die beschriebene Parallelschaltung des Überstromrelais 19 und des Potentiometers 21 bewirkte Kompensation arbeitet in
der folgenden Weise doppelt:
Soll der in dem Behälter 15 gesammelte, zunächst lose geschichtete
Haushaltsmüll erstmals verdichtet werden, so wird in bekannter Weise durch Betätigen eines nicht dargestellten Start-Schalters
der Motor 16 in Gang gesetzt. Über das Untersetzungsgetriebe wird dabei die Schraubenspindel 18 in Drehung versetzt, wodurch
über das Parallelogrammgetriebe 13 der Preßstempel 14 nach unten bewegt wird. Der Bewegung des Parallelogrammgetriebes folgend,
wird dabei der Schleifer des Potentiometers 21 verstellt. Der im Behälter 15 eingefüllte Müll wird nun bei Berührung mit dem Preßstempel
14 nach unten gedrückt. Dabei baut sich in dem zusammengedrückten Müll ein Gegendruck auf, dessen Größe zunächst in dem
mit "h" bezeichneten Abszissenabschnitt unterhalb des von dem vollausgezogenen
Kurvenabschnitt und der Gerade P, begrenzten Bereichs liegt. Bei der meist inhomogenen Zusammensetzung des Mülls wird
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der von ihm erzeugte Gegendruck - dem die vom Preßstempel aufzubringende
Preßkraft entspricht - zunächst einen schwankenden Verlauf in dem bezeichneten Bereich nehmen um dann bei entsprechendem
Hub des Preßstempels 14 den durch den vollausgezogenen Kurvenabschnitt oder die Gerade P, im Bereich "h"
symbolisierten Höchstwert zu erreichen. Wird nun der absolute Höchstwert P, bei einem Hub des Preßstempeis 14 erreicht, so
hat der über das Übertragungsglied 22 in Abhängigkeit von dem Parallelogrammgetriebe 13 gesteuerte Schleifer des Potentiometers
21 eine Stellung erreicht, in welcher der über das Überstromrelais 19 fließende Teilstrom dessen Anker ansprechen
läßt. Über den mit dem Überstromrelais gekoppelten Umschalter wird dabei die Drehrichtung des Antriebsmotors 16 umgekehrt,
wobei der Preßstempel 14 durch das Parallelogrammgetriebe 13 so weit angehoben wird, bis dieser wieder seine obere Ausgangsstellung
erreicht hat. In dieser Stellung wird in bekannter Weise ein nicht dargestellter Endschalter und der Umschalter
betätigt, so daß der Preßstempel 14 beim nächsten Betätigen des Start-Schalters wieder nach unten bewegt werden
kann.
Der Schleifer des Potentiometers 21 wird bei der beschriebenen Anordnung durch das Übertragungsglied 22 derart gesteuert, daß
der bei eingeschaltetem Antriebsmotor 16 über das Potentiometer fließende Teilstrom bei vollem Hub "h" den kleinsten Wert, bei
einem dem Übergang des Kurvenabschnitts in die Gerade P, entsprechenden
Hub dagegen seinen größten Wert hat. Auf diese Weise wird erreicht, daß der sich umgekehrt verhaltende, das
Überstromrelais 19 durchfließende Teilstrom bei vollem Hub
bereits bei einer wesentlich geringeren Stromaufnahme und damit bei einem wesentlich geringeren Drehmoment des Antriebsmotors
auslöst, als das bei geringem Hub der Fall ist.
Die Steuerung des Schleifers über das Übertragungsglied 22 ist dabei so ausgebildet, daß sie dem in Fig. 3 strichpunktiert
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eingezeichneten Abschnitt der nicht linearen,-unkompensierten Preßkraft/Hub-Charakteristik des Parallelogrammgetriebes 13
angepaßt ist. Hierzu dient das in Fig. 2 durch ein gestricheltes Rechteck symbolisierte Getriebe 23. Dieses Getriebe kann in bekannter
Weise als ein Hebel- oder Zahnradgetriebe sowie als ein gegebenenfalls durch eine bekannte Kurvenscheibe angepaßtes Seilzuggetriebe
ausgebildet sein. Die Steuerung des Schleifers am Potentiometer 21 kann aber auch mittel- oder unmittelbar durch
das Parallelogrammgetriebe 13 erfolgen. Darüberhinaus ist auch jede andere bekannte Art der Übertragung denkbar.
Es kann aber auch vorgesehen sein, daß die Widerstandscharakteristik
des Potentiometers 19 der Preßkraft/Hub-Charakteristik des Parallelogrammgetriebes 13 angepaßt ist. Dies kann in bekannter
Weise durch Änderung des Windungsabstandes, des Drahtwiderstandes (Querschnittänderung) oder auch Änderung des Querschnitts
des Wickelkörpers des Potentiometers geschehen. In diesem Falle kann dann der Schleifer durch ein Übertragungsglied
mit linearer Abhängigkeit - beispielsweise direkt von der Schraubenspindel 18 - verstellt werden. Es ist aber auch eine
Kombination beider Systeme, sowohl Potentiometer mit nicht linearer Widerstandscharakteristik als auch Übertragungsglied
mit ebenfalls nicht linearer Bewegungs-Charakteristik möglich, solange dabei nur der besonderen Preßkraft/Hub-Charakteristik
des Parallelogrammgetriebes Rechnung getragen wird.
In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ist der wirksame Hub
des Parallelogrammgetriebes auf den Abschnitt "h" beschränkt,
da mit dem Parallelogrammgetriebe nur in diesem Bereich eine praktisch auswertbare Preßkraft erzeugt werden kann. Im Anfangsbereich
dieses Hubes kann dabei eine geringere maximale Preßkraft in Kauf genommen werden, da ohnehin im obersten Bereich
des Behälters ein entsprechender Raum zum Einfüllen des losen Mülls zur Verfügung stehen muß, der somit keinen gepreßten
Müll aufnehmen kann.
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Die maximale Preßkraft P, ist bei dem beschriebenen Haushalts-Müllverdichter
so angesetzt, daß der Preßstempel in der Lage ist, besonders widerstandsfähige Bestandteile im
Müll, wie Blechdosen, Flaschen und dergleichen, zusammenzudrücken bzw. zu zertrümmern.
5 Ansprüche
3 Figuren
3 Figuren
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Claims (5)
1. Parallelogrammgetriebe zum Erzeugen einer Preßkraft, insbesondere
für Haushalts-Müllverdichter, mit einem auf das Parallelogrammgetriebe einwirkenden, von einem Elektromotor
antreibbaren und eine wenigstens annähernd geradlinige Bewegung erzeugenden Verstellorgan, wie Schraubenspindel
oder dgl., sowie mit einem im Stromkreis des Antriebsmotors liegenden Schaltglied, das beim Erreichen
eines vorbestimmten Motorstromes und/oder einer vorbestimmten Preßkraft den Elektromotor ab- bzw. dessen Antriebsrichtung
umschaltet,dadurch gekennze ichne t, daß dem Schaltglied (19) ein in Abhängigkeit
von der Getriebebewegung veränderbares Korrekturglied (21) zugeordnet ist, mit dessen Hilfe die Preßkraft
wenigstens über den wirksamen Hub des Parallelogrammgetriebes (13) annähernd konstant gehalten wird.
2. Parallelogrammgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Schaltglied ein Überstromrelais (19) dient, dem ein durch das Parallelogrammgetriebe (13) steuerbares Potentiometer
(21) als Korrekturglied parallel geschaltet ist.
3. Parallelogrammgetriebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abgriff des Potentiometers (21) mit dem Verstellorgan (18) des Parallelogrammgetriebes (13) gekoppelt
ist.
4. Parallelogrammgetriebe nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Widerstandskennlinie des Potentiometers (19) der Kraft/Hub-Charakteristik des Parallelogrammgetriebes
(13) angepaßt ist.
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5. Parallelogrammgetriebe mit einem eine lineare Widerstandscharakteristik
aufweisenden Potentiometer nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Potentiometer (19) über ein der Kraft/Hub-Charakteristik des Parallelogrammgetriebes (13) angepaßtes Getriebe (23)
verstellbar ist.
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Leerseite
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