DE2425335A1 - Vorgefertigtes transportables raumelement zur errichtung von gebaeuden - Google Patents
Vorgefertigtes transportables raumelement zur errichtung von gebaeudenInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
- E04B1/00—Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
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Description
PATENTANWÄLTE
34 QOTTINQEN-POTTERWEg 6
TELEFON 57823
Credelca AG
Vorgefertigtes transportables Raumelement zur
Errichtung von Gebäuden
Die Erfindung bezieht sich auf ein vorgefertigtes transportables
Raumelement zur Errichtung von aus einer Mehrzahl solcher Raumelemente bestehenden Gebäuden, wobei das die Einbauten
aufnehmende Raumelement als tragende Einheit ausgebildet ist, deren Struktur aus einer Bodenkonstruktion und mindestens einer
tragenden vertikalen Wandkonstruktion besteht.
Bei solchen Raumelementen ist der Grundgedanke der, daß sie an
einer von der Baustelle entfernten Fertigungsstätte im wesentlichen
vollständig fertiggestellt v/erden. Insbesondere werden die
Rauraelemente ?.n der Fertigungsstatte mit den in dem fertigen Gebäude
benötigten eleketrischen Leitungen, Wasseranschlüssen, Heizeinrichtungen, Türen, Trennwänden, der Verglasung und Innendekoration
versehen, um sie im wesentlichen vollständig fertigzustellen
— 2 —
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Die Raumelemente werden dann an die Baustelle geschafft und dort
zu einem Gebäude zusammengesetzt, worauf dann nur wenige abschließende
Arbeiten vonnöten sind, beispielsweise das Abdecken der Stoßfugen. ,:
/ - . -■ Die Decke oder das Dach, alle oder einige Außenwände und sämtliche
Zwischenwände sowie Einbauten solcher Raumelemente konnten bisher nur in der herkömmlichen Bauweise errichtet werden, während sich
die Raumelemente entlang einer Fertigungsstraße "bewegten. Herkömmliche
Bauverfahren sind jedoch nicht geei.gnet für moderne Fließband-Fertigungstechnik und verursachen nicht nur hohe
Kosten, sondern auch einen erheblichen Zeitaufwand. Außerdem ist der Raum für das Arbeitspersonal begrenzt, so daß kaum jemals
mehr als eine Arbeitsgruppe gleichzeitig arbeiten kann, so daß also der Fortschritt entlang der Fertigungsstraße nur sehr
langsam verläuft und die Vorteile einer rationellen Fließbandfertigung nicht voll erzielbar sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Raumelement zur Errichtung von Gebäuden so auszubilden, daß es an der Fertigungsstätte
mit den wesentlichen Einbauten in der Fließband-Fertigungüechnik
versehen werden kann, so daß diese Fertigungstechnik nunmehr im wesentlichen auf die Gesamtheit des Raumelementes
angewandt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß das Raumelement mindestens eine Einbauten aufnehmende vorgefertigte,
selbsttragende Zelleneinheit aufweist, die mit der tragenden Struktur zu einem Raumelement transportfertig zusammengefügt ist.
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Vorzugsweise weist dabei jede Zelleneinheit eine Decke auf
und ist unten offen ausgebildet, wobei die Decke der Zelleneinheit bzw. der Zelleneinheiten die Decke des Rauineleiaentes bildet.
i .--■■
Ein besonders einfacher Gesamtaufbau des Räumelemeiites kann erzielt
werden, wenn sich die unten offene Zelleneinheit mit ihren
Wandteilen auf der Bodenkonstruktion der Struktur abstützt und
eine Einrichtung zum Befestigen an der vertikalen Wandkonstruktion der Struktur, aufweist, wobei diese Einrichtung aus durch Hohlräume
in der Decke der Zelleneinheit verlaufenden Spannkabeln oder Spannstäben besteht*
Aufgrund dieser Maßnahme können ferner die Zelleneinheiten in einer
sehr wirtschaftlichen und zeitsparenden Weise in 'das zugeordnete Raumelement im Fließbandverfahren eingefügt v/erden, indem zwischen
der Unterkante der vertikalen Wände jeder Zelleneinheit und der Bodenkonstruktion der Raumelementstruktur ein schalldämmendes,
elastisches Dichtmittel angeordnet wird.
Der Grundgedanke, ein Raumelement durch Zusammenfügen einer die
Gebäudelast tragenden Struktur und mindestens einer selbsttragenden Zelleneinheit zu schaffen, um eine besonders günstige Fließbandfertigung
zu erzielen, kann in einer besonders vorteilhaften Weise weitergeführt werden, indem die Decke und mindestens ein tragender
Teil der Zelleneinheit einstückig aus einem feuerbeständigen Katerial,
vorzugsweise aus Gips, Kalk und aus Zuschlägen in Form von
Sand, gegossen werden. Dabei können die Zelleneinheiten auch aus
jeweils einstückig für sich gegossenen 2eileinheiten zusammengesetzt
werden. Dieses feuerbeständige Material weist eine ausreichende
Festigkeit auf, um zu gewährleisten, daß die so hergestellten Zelleneinheiten selbsttragend sind. Kachdein die Gebäudelasten durch
die tragende Struktur jedes Raumelementes aufgenommen werden, genügt
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die aufgrund des feuerbeständigen Materials gewonnene Festigkeit der Zelleneinheiten ohne weiteres. y~ -
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Ausführungen, in welchem AusführungbeispieIe
des Erfindungsgedanlcens anhand der Zeichnung erläutert sind,,
Dabei zeigen:
Fig.1 eine auseinandergezogene Längsschnittansicht
eines Raumelements in einer ersten Ausführungsform, . j
Fig.2 eine auseinandergezogene Längsschnittansicht
eines Raumelements in einer zweiten Ausführungs-•
form,
Fig.3 eine auleinandergezogene Längsschnittansicht
eines Raumelements in einer weiteren Ausführungsform,
Fig.A- eine Teilansicht einer bevorzugten Ausführungsform der Verbindung zwischen der Bodenplatte
einer !tragenden Struktur und einer Wand einer Zelleneinheit und
Fig.5 ein aus solchen Raumelementen bestehendes Gebäude
während der Errichtung aus perspektivischer Darstellung.
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Das in Fig.1 dargestellte Raumelement v/eist eine die Gebäudelast tragende Struktur 1, bestehend aus einer Bodenplatte 2 und zwei
vertikalen Wandkonstruktionen 3 auf, mit welcher Struktur drei
Zelleneinheiten 4a, 4b und 4c zu einer Einheit verbunden sind, •.wobei jede Zelieneinheit eine Decke oder ein Dach 5 und einstückig
>'.damit gefertigte vertikale Wände 6 aufweist.
/'
.Die Bodenplatte 2 und die vertikalen Wandkonstruktionen 3 der Struktur 1 sind aus armiertem Beton. Die Zelleneinheiten 4a, 4b, 4c sind aus einem feuerbeständigen Material gegossen, das vorzugsweise aus Gips, Zement-und Zuschlagen in Form von Sand besteht und unter der Bezeichnung'"Liant 45" von der Societe Lafarge in den Handel gebracht wird. Dieses Material kann so eingestellt werden, daß es dimensionsstabil ist oder beim Abbinden nach Wunsch im ' Volumen etwas expandiert oder schwindet.
.Die Bodenplatte 2 und die vertikalen Wandkonstruktionen 3 der Struktur 1 sind aus armiertem Beton. Die Zelleneinheiten 4a, 4b, 4c sind aus einem feuerbeständigen Material gegossen, das vorzugsweise aus Gips, Zement-und Zuschlagen in Form von Sand besteht und unter der Bezeichnung'"Liant 45" von der Societe Lafarge in den Handel gebracht wird. Dieses Material kann so eingestellt werden, daß es dimensionsstabil ist oder beim Abbinden nach Wunsch im ' Volumen etwas expandiert oder schwindet.
In den Wänden 6 der Zelleneinheiten 4a-c sind die benötigten
öffnungen 7 für Fenster 8 und Türöffnungen 9 vorgesehen. Die Zelleneinheiten 4a und 4c, welche eine Wohn/Eßraumgruppe bzw.
eine Küchengruppe darstellen, haben jeweils eine Fensternische 10 und fest eingegossene Regale 11,.welche zur Verwendung als
Schranke mit Türen 12 versehen sein können. In der Küchengruppe 4c ist aus einem fest eingebauten Wandbrett 13 eine Arbeitsfläche
14 mit darin eingesetzten Kochplatten 15 gebildet. Unter dem Wandbrett
13 steht ein Backofen 16. Die Oberfläche 11a des Regals
in der Küchengruppe 4c bildet eine weitere Arbeitsfläche.
Rohre und Leitungen für Wasser, Gas und Strom sowie Verteilerdosen,
Anschlüsse für Heizkörper 17 oder Beleuchtungskörper 18 sowie Schalter und Steckdosen 19 sind bei der Herstellung in die Zelleneinheiten
mit eingegossen. Stattdessen oder zusätzlich können
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Fugen oder Vertiefungen für die Aufnahme von Leitungen und
dazugehörigen Anschlüssen und Zubehörteilen beim Gießen der Zelleneinheiten mit hergestellt werden.
Die Zelleneinheit 4b ist !'als nasse Einheit, nämlich als Sanitärgruppe
ausgebildet und hat deshalb einen mit den Wänden 6 einstückig v" geformten Boden 20 mit einem Trog 21 für die Aufnahme einer Badewanne
22. .
Die Decken oder Dächer 5 der Zelleneinheiten sind durch damit
einstückige, in Längsrichtung verlaufende Rippen 23 versteift.
In ähnlicher Weise ist die Bodenplatte 2 der Struktur 1 durch in Längs^ und Querrichtung verlaufende Rippen oder Träger 24
bzw. 25 versteift.
Die Zelleneinheiten können vor dem Zusammenbau mit der tragenden
Struktur im wesentlichen vollständig fertiggestellt, d.h. ausgestattet und dekoriert werden.
Der Zusammenbau der Zelleneinheiten mit der tragenden Struktur erfolgt
in der Fabrik. Dabei werden die Zelleneinheiten in der mit
gestrichelten Linien angedeuteten V/eise auf die Bodenplatte 2 aufgesetzt. Danach werden die Zelleneinheiten 4 untereinander sowie
mit den vertikalen Wandkonstruktionen 3 fest verbunden. Dies geschieht etwa mittels Spannkabeln oder -Stützen.26, welche sich
durch in den Rippen 23 der Zelleneinheiten 4 verlaufende Hohlräume
und Öffnungen in den vertikalen Wandkonstruktionen 3 hindurch
erstrecken. Diese Wandkonstruktionen 35 welche im dargestellten
Beispiel aus zwei Säulen oder Pfeilen an beiden Enden der Bodenplatte 2 gebildet sind, können wahlweise vor oder nach dem Aufsetzen
der Zelleneinheiten 4 auf die Bodenplatte 2 an dieser befestigt werden« Dies geschieht beispielsweise mittels Spannmit-cel,
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welche sich durch in den Rippen oder Trägern 24 der Bodenplatte
2 verlaufende Durchlässe und durch öffnungen in den vertikalen Wandkonstruktionen 3 hindurch erstrecken.
Gegebenenfalls kann vor dem Aufsetzen der Zelleneinheiten 4 auf ' N,die Bodenplatte 2 ein Bodenbelag 27 auf deren Oberfläche aufge-/
bracht werden. Der Bodenbelag ist vorzugsweise zunächst mit einem schützenden Überzug etwa aus Kunststoff, Papier od.dgl.
bedeckt, welcher den Bodenbelag vor Verschmutzung und Beschädigung schützt und nach fertigstellung des Raumelements oder eines
damit errichteten Gebäudes entfernt werden kann.
In Pig.2 sind die der Ausführung gemäß Fig.1 entsprechenden
Teile mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Das hier dargestellte Raumelement hat nur eine einzige selbsttragende
Zelleneinheit 4, welche einen Vohn/Eßbereich 4d, einen Sanitärbereich
4e und einen Küchenbereich 4f umfaßt. In den Vohn/Eßbereich 4d ist eine vorgefertigte, aus dem erwähnten feuerbeständigen
Material gegossene Regalwand 28 einbezogen» Diese kann vor den Aufsetzen
der Zelleneinheit 4 auf die tragende Struktur 1 mittels eines Klebers oder mittels Schrauben oder ähnlicher Befestigungsteile
an der Decke oder am Dach 5 der Zelleneinheit 4 oder auch
auf der Bodenplatte 2 befestigt oder auch beim Zusammenbau der Zelleneinheit 4 mit der tragenden Struktur zwischen der Decke 5
der Zelleneinheit und der Bodenplatte 2 der Struktur 1 eingespannt
werden. Der Boden 20 des Sanitärbereichs 4e ist gesonderb gegossen und wird auf irgendeine geeignete Veise mit der Zelleneinheit
zusammengebaut. Die Stirnwand 6a der Zelleneinheit , welche nach dem Einbau der Zelleneinheit in das Raumelement dessen Außenwand
bilden soll, ist ebenfalls getrennt hergestellt bzw. gegossen und
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wird vor dem Aufsetzen der Zelleneinheit 4 auf die tragende Struktur
1 auf dieser befestigt. Daraus ergibt sich, eine "warme" Konstruktion,
bei welcher sich die vertikalen Wandkonstruktionen 3 innerhalb des Gebäudes befinden und daher bei Schwankungen der
Außentemperatur keiner Dehnung und Schrumpfung unterworfen sind. \ In der Stirnwand 6a können Nischen 6b für Regale od.dgl. gebildet
) sein.
Die Anordnung nach Pig.J, in welcher entsprechende Teile wiederum
mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet sind, ist ähnlich der in Pig.2 dargestellten, wobei jedoch sämtliche inneren Trennwände
als vorgefertigte Regalwände 28 ausgeführt sind. Der Küchenbereich 4f enthält einen an seiner Oberseite eine Arbeitsfläche aufweisenden
Einbauschrank 29, welcher ebenfalls aus einem feuerbeständigen Material der beschriebenen Art gegossen sein kann. Die Regalwände
28 sind mit hervorstehenden Zapfen 30 versehen, welche in Nuten oder Ausnehmungen 31 in der Bodenplatte 2 und in der Decke bzw.
im Dach 5 der Zelleneinheit 4 Aufnahme finden.
Fig.4 zeigt eine bevorzugte Ausführung einer Abstützung einer Wand
6 der Zelleneinheit 4 auf der Bodenplatte 2. Ein auf der Bodenplatte
2 angebrachtes Rinnenprofil 32 hat zwei vertikale Seitenstege 33,
zwischen welche eine Wand 6 mit ihrem unteren Rand 6c einsetzbar ist. Das Rinnenprofil 32 kann aus verschiedenen geeigneten Werkstoffen,
beispielsweise Metall, sein. Es ist vorzugsweise derart ausgebildet, daß seine Seitenstege 33 beim Einsetzen einer Wand 6
um ein geringes Maß elastisch auseinandergedrückt werden, so daß sich ihre etwas einwärts gebogenen oberen Ränder dann in fester
Anlage an der Wand befinden. Um das Einsetzen der Wand 6 in das Rinnenprofil 32 zu erleichtern, weist der untere Rand 6c der Wand
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an "beiden Seiten eine Abschrägung 6d auf. Vor dem Einsetzen der
V/and 6 mit ihrem unteren Rand in das Rinnenprofil 32 bringt man auf
.-dessen Boden eine gewisse Menge eines Binde- oder Dichtiaittels 34,
welches dann beim Einsetzen der Wand beiderseits um deren unteren Rand quillt. Zum Herstellen einer starren Verbindung wählt man als
\ Binde- und Dichtmittel etwa Zementmörtel od.dgl.. Soll die Verbindung
;<jedoch eine gewisse Beweglichkeit haben, so verwendet man ein
■·'' Dicht- und Bindemittel, welches eine gewisse Elastizität aufweist,
. wie etwa eine Gummi- oder Kunststoffmasse.
Das Rinnenprofil 32 kann auf verschiedene Weise auf der Bodenplatte
befestigt werden, -.etwa mittels Schrauben, durch Schußnagelung
oder andere Befestigungsarten sowie auch mittels eines geeigneten Klebers. Soll die Bodenplatte 2 vor dem Aufsetzen der Zelleneinheiten
4 mit einem. Bodenbelag versehen werden, so wird dieser vor d.em Befestigen der Rinneprofile 32 auf der Bodenplatte 2 aufgebracht
.
Es ist ohne weiteres einleuchtend, daß die Herstellung der Zelleneinheiten
4 durch Gießen besser für eine Fließbandfertigung geeignet..ist
als eine herkömmliche Bauweise. Zum Durchführen der abschließenden Arbeiten, wie Verglasen, Einhängen der Türen, Befestigen
von Beleuchtungskörpern .und Anschließen von Leitungen u.dgl. sind die Zelleneinheiten von unten her mühelos zugänglich,
oder sie können dazu in eine geeignete Lage gebracht, etwa auf die Seite gelegt werden. Gegebenenfalls können die Zelleneinheiten
an einem vom Ort des Zusammenbaus des Raumelements entfernten Ort gefertigt werden. Enthält das Raumelement beispielsweise mehrere
Zelleneinheiten, dann können die verschiedenen Gruppen wie Küchengruppe
und Sanitärgruppe jeweils an einer darauf spezialisierten Fertigungsstatte hergestellt werden.
In Fig. 5 ist gezeigt, wie die Raumelemente jeweils bestehend aus der
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tragenden Struktur 1 und Zelleneinheiten 4, .bei der Errichtung
eines mehrstöckigen Gebäudes nebeneinander und aufeinander gesetzt werden. Am Lasthaken des Krans hängt ein Raumelement,
das ähnlich ausgestaltet ist wie .im Beispiel nach Fig.2, d.h.
es ist die tragende Struktur 1 mit einer Zelleneinheit 4 in Form einer Naßzelle 4e verbunden, die eine sich etwa auf die Länge
des Raumelements erstreckende Decke 5 und an deren Enden angesetzte
Stirnwände 6 aufweist. Dabei ist klar erkennbar, daß die Gebäudelasten von den vertikalen Wandkonstruktionen 5 und
der Bodenplatte 2 der tragenden Struktur aufgenommen bzw. übertragen werden, während die Zelleneinheiten 4 davon entlastet
und deshalb nur selbsttragend ausgebildet sind.
Die in der Fabrik aus der Struktur 1 und der Zelleneinheiten 4
zusammengefügten Raumelemente weisen bevorzugt die Abmessungen eines genormten Iransportbehälters oder Containers mit einer
Länge von 12,18 m und einer Breite von 2,45 m> sowie z.B. eine
Höhe von etwa 2,4 m auf, so daß die Raumelemente auf normalen
Straßen, transportiert werden können.
Zu erwähnen ist noch, daß die vertikalen Vandkonstruktionen der
tragenden Struktur, von denen vorzugsweise zx^ei vorhanden und an
den oder etwas einwärts der einander gegenüberliegenden Stirnseiten der Bodenplatte angeordnet sind, einstückig oder getrennt von
der Bodenplatte gefertigt sein können. Falls erforderlich, kann
ein oder können mehrere solcher vertikaler Wandkonstruktionen zwischen den beiden Stirnseiten der Bodenplatte vorgesehen sein.
Die vorzugsweise vorgefertigte Bodenplatte kann in der erforderlichen Größeeinstückig hergestellt oder unter Verwendung geeigneter Montageelemente,
etwa Spannkabeln, aus mehreren Kante an Kante gelegten
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Teilstücken zusammengesetzt sein. Sofern die oder jede vertikale
Wandkonstruktion getrennt von der Bodenplatte vorgefertigt ist, kann sie Wahlkreise vor oder nach dem Zusammenbau der Zelleneinheiten
mit der Bodenplatte an dieser angebracht werden. Die vertikalen Wandkonstruktionen haben vorzugsweise im wesentlichen
Zimmerhöhe. Die Bodenplatte kann auch eine oder mehrere nicht tragende vertikale Wände aufweisen, so daß dann bei dem vollständigen
Eaunelement einige nichttragende Wände von der Bodenplatte und andere von der oder den Zelleneinheiten ausgehen.
Beim Einbau mehrerer Zelleneinheiten in eine tragende Struktur können diese vor dem Zusammenbau mit der tragenden Struktur unter
Verwendung von Spannmitteln od.dgl. zusammengefügt werden. Die
Zelleneinheiten können aber auch zunächst mit der tragenden Struktur
zusammengebaut und dann unter Verwendung von Spannmitteln od.dgl. miteinander und mit den vertikalen Wandkonstruktionen
der tragenden. Struktur- verbunden werden.
Beim Formen bzw. Gießen der Zelleneinheiten können Rohre und
Leitungen etwa für Wasser, Gas und Strom und/oder dazugehörige Anschlüsse und Teile, wie etwa elektrische Verteilerdosen gleich
mit eingebaut v/erden oder es können Nuten und Ausnehmungen für die Aufnahme solcher Rohre, Leitungen und/oder die benötigten
Zubehörteile hergestellt werden. Ferner können beim Guß der Zelleneinheiten Durchlässe für Spannmittel oder andere Verbindungsteile
mit eingeformt werden. Gegebenenfalls kann beim Guß auch eine Dekoration für die Wände und/oder die Decke bzw.
das Dach der Unterzellen, beispielsweise in Form von Kunststoff-Verkleidungen,
gleich mit angebracht werden, indem man die verwendete Form mit dem betreffenden Material auskleidet. Das Aufbringen
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einer derartigen Dekoration "beim Guß der Zelleneinheiten trägt
nicht nur dazu bei, die erforderliche Nachbearbeitung erheblich
zu verringern, sondern erleichtert auch das Entnehmen der Zelleneinheit
aus der Form, da das Dekorationsniaterial, insbesondere
eine Kunststoff-Wandbekleidung, das Anhaften des für den Guß
der Zelleneinheit verwendeten Baumaterials an der Form verhindert.
Bei Verwendung eines Dekorationsmaterials wird dieses vorzugsweise
mit einer Schutzschicht etwa aus Kunststoffolie oder Papier
od.dgl. abgedeckt, welche sich dann nach vollständiger Fertigstellung
des Raumelements oder' eines damit errichteten Bauwerks mühelos entfernen läßt und bis dahin das Dekoratioiismaterial
vor Verschmutzen und Beschädigung schützt. Zur Verankerung der Zelleneinheiten können deren vertikale Wände auch mit zungenförmigen
Verlängerungen versehen sein, die in entsprechende Halterungen an der Bodenplatte der tragenden Struktur eingreifen.
Wenn ein Raumelement mit mehreren Zelleneinheiten versehen ist, so können z.B. sanitäre Einrichtungen an einander zugekehrten
Flächen von vertikalen Wänden der Zelleneinheiten so angebracht sein, daß die sanitären Einrichtungen nach dem Zusammenbau der
Zelleneinheiten zwischen zwei benachbarten V/änden eingeschlossen sind.
Die Zelleneinheiten können als Sanitärgruppe, Treppenhausgruppe,
Heizraumgruppe, Fahrstuhlschachtgruppe, Küchengruppe oder beliebige
andere für einstückige Fertigung geeignete Untergruppe des Raumelements aisgeführt sein. In anderen Ausführungen können
die Zelleneinheiten verschiedene Bereiche in sich schießen, z.B. einen Sanitärbereich, einen Küchenbereich, einen Treppenhausbereich
usw..
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Es ist besonders günstig, wenn die Zelleneinheiten ohne Boden, also unten offen sind. Dies ist Jedoch nicht für alle Zelleneinheiten
erforderlich. So ist es z.B. zweckmäßig, eine als Naßzelle ausgebildete Zelleneinheit mit einem Boden zu versehen,
um zu verhindern, daß Wasser aus der Naßzelle in andere Gruppen oder Bereiche übertritt. Ferner müssen nicht alle Einbauten in
den Zelleneinheiten untergebracht werden, vielmehr ist es auch möglich, einen Teil der Einbauten an der Bodenplatte oder einer
vertikalen Wandkonstruktion der tragenden Struktur anzubringen.
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Claims (1)
- Patentansprüchef 1.J Vorgefertigtes transportables Raumelement zur Errichtung von aus einer Mehrzahl solcher Räumelernente bestehenden Gebäuden, wobei das die Einbauten aufnehmende Raumelement als tragende Einheit ausgebildet ist, deren Struktur aus einer Bodenkonstruktion und mindestens einer tragenden vertikalen Wandkonstruktion besteht, dadurch gekennzeichnet , daß das Raumelement mindestens eine Einbauten aufnehmende vorgefertigte, selbsttragende Zelleneinheit aufweist, die mit der tragenden Struktur zu einem Raumelement transportfertig zusammengefügt ist.2. Raumelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß Jede Zelleneinheit eine Decke auf v/eist \jnd unten offen ausgebildet ist, wobei die Decke der Zelleneinheit bzw. der Zelleneinheiten die Decke des Raumelementes bildet=3. Raumelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Decke und mindestens ein "■tragender Teil der Zelleneinheit einstückig aus einem feuerbeständigen Material, Vorzugsweise aus Gips, Zement und Zu-schlagen in Form von Sand gegossen sind.4. Raumelement nach Anspruch 3> dadurch gekennzeichnet , daß die Zelleneinheiten aus jeweils ein-- stückig für sich gegossenen Teileinheiten zusammengesetzt sind.409851 /03105« Raumelement nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet , daß sich die unten offene Zelleneinheit mit ihren Vandteilen auf der Bodenkonstruktion der Struktur abstützt und eine Einrichtung zum Befestigen an der vertikalen Wandkonstruktion der Struktur aufweist.6. Baumelement nach Anspruch 5 > dadurch· gekennzeichnet , daß die Einrichtung zum Befestigen der Zelleneinheit bzw. Zelleneinheiten an der vertikalen Wandkonstruktion der Struktur aus durch Hohlräume in der Decke verlaufenden Spannkabeln oder Spannstäben besteht.7. Räumelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume in der Decke der Zelleneinheit über ihre ganze Länge und in entsprechender Höhe am~ oberen Ende der vertikalen Wände angeordnet sind.I18. Raumelement nach Anspruch 6, dadurch gekennz e i ch η et , daßljeder Zelleneinheit ein Abschnitt des Spannkabels oder der Spannstäbe aufweist, welche Abschnitte mittels Kupplungen verbindbar sind.9. Raumelement nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5> dadurch gekennzeichnet , daß die Unterkanten der vertikalen Wände der Zelleneinheit mit zungenförmigen Verlängerungen versehen sind, welche in entsprechende Halterungen an der Bodenkonstruktion eingreifen.4098517031010β Raumelement nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 95 dadurch. gekennzeichnet , daß zwischen der Unterkante der vertikalen Wände der Zelleneinheit und der Bodenkonstruktion ein schalldämmendes, elastisches Dichtmittel angeordnet ist.11. Raumelement nach mindestens einem der Ansprüche* 1· bis 10,dadurch gekennzeichnet , daß die tragende vertikale Wandkonstruktion des Raumelementes aus getrennt voneinander angeordneten tragenden Stützen besteht.12. Raumelement nach mindestens einem der'Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet , daß das Gießmaterial für die Zelleneinheit zum dimensionsstabilen Gießen aus einer feuerbeständigen Mischung aus Gips, Zement und Zuschlagen in Form von Sand besteht.409851/0310
Applications Claiming Priority (1)
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