DE2425482A1 - Vorrichtung zum maschinellen auffalten und verschliessen von kartons - Google Patents

Vorrichtung zum maschinellen auffalten und verschliessen von kartons

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DE2425482A1 DE19742425482 DE2425482A DE2425482A1 DE 2425482 A1 DE2425482 A1 DE 2425482A1 DE 19742425482 DE19742425482 DE 19742425482 DE 2425482 A DE2425482 A DE 2425482A DE 2425482 A1 DE2425482 A1 DE 2425482A1
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Description

  • Vorrichtung zum maschinellen Auffalten und Verschließen von Kartons Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum maschinellen Auffalten von Kartons und Verschließen bzw. Verkleben der Klappen der Böden oder Deckel derselben.
  • Bei einer bekannten Art einer derartigen Vorrichtung erfolgt eine lineare Führung des jeweiligen Kartons zu den einzelnen Bearbeitungastationen, in denen aufeinanderfolgend der Kartonzuschnitt aufgestellt wird, die Querklappen des Bodens oder des Deckels geschlossen werden, das Klebemittel auf die Quer- und/oder Längsklappen aufgetragen wird, anschließend die Längsklappen geschlossen und die Klappen einem Preßdruck ausgesetzt werden, um eine gute Verklebung der Klappen und damit einen sicheren Verschluß des Bodens oder Deckels des Kartons zu erreichen. Die vorbekannten Vorrichtungen weisen einen komplizierten Aufbau, damit viele bewegte Teile und komplizierte Steuervorrichtungen für diese Teile, auf, so daß diese nicht nur teuer und störanfällig sind, sondern auch eine relativ niedrige Ausstoßleistung haben.
  • Eine zweite bekannte Art einer derartigen Vorrichtung umfaßt eine Rotorscheibe mit horizontaler Achse, auf der ortsfeste Aufnahme stifte angeordnet sind, auf die die aufgefalteten Kartons aufgeschoben werden. Für jeden Aufschiebevorgang muß die Rotorscheibe stillgesetzt werden. Diese Vorrichtung weist den Nachteil auf, daß sich lange Standzeiten ergeben und nach jedem Stillsetzen große Massen beschleunigt werden müssen.
  • Die Vorrichtung arbeitet relativ laut und erschütterungsbe haftet. Aufgrund der gewählten Konstruktion ist ihre Ausstoßleistung relativ begrenzt.
  • Den beschriebenen Vorrichtungen ist zudem der Nachteil gemeinsam, daß der aufgefaltete Karton nicht exakt fixiert wird, während er die einzelnen Bearbeitungsstationen durchläuft, so daß sich schiefwinkelige Kartons ergeben, die bei ihrer Weiterverarbeitung bzw. Beschickung Schwierigkeiten bereiten.
  • Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die einen einfachen und störungsunanfatllgen Aufbau aufweist und sich gegenüber den vorbekannten Vorrichtungen durch eine wesentlich gesteigerte Ausstoßleistung auszeichnet.
  • Zudem soll es ermöglicht werden, daß der aufgerichtete Karton sofort in exakt rechtwinkeliger Lage seiner Seitenwände erfaßt und in dieser Lage solange fixiert bleibt, bis die Klappen des Bodens bzw. Deckels sicher verklebt sind, wonach eine Deformierung des Kartons nicht mehr möglich ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mindestens jeweils zwei gemeinsam auf einer Kreisbahn kontinuierlich bewegte, diametral angeordnete Gegenhalter vorgesehen sind, von denen jeweils einer zur Fixierung und zur Mitnahme eines aufgefalteten Kartons in diesen ein- und aus fahrbar ist und die zur gegenläufigen Steuerung auf einer zuder Kreisbahn radial verschiebbaren gemeinsamen Steuereinrichtung angeordnet sind.
  • Die Gegenhalter der erfindungsgemäßen Vorrichtung dienen also dazu, jeweils sofort nach dem Auffalten eines Kartons in diesen hineinzufahren und in exakt rechtwinkeliger Lage seiner Seitenflächen solange zu fixieren, bis die Klappen des Bodens oder des Deckels sicher verklebt sind, worauf eine Deformation des Kartons hierdurch verhindert wird. Die Möglichkeit der Steuerung zweier diam<baler Gegenhalter mittels einer einfachen, gemeinsamen Steuereinrichtung ist dadurch gegeben, daß zur gleichen Zeit, in der der eine Gegenhalter in einen gerade aufgefalteten KartoneingNahren werden muß, der diametrale Gegenhalter aus dem bereits mit einem verschlossen Boden oder Deckel versehenen Karton wieder ausgefahren werden kann.
  • Aus dieser äußerst zweckmäßigen Maßnahme resultiert zugleich der Vorteil, daß die gesamte erfindungsgemäße Vorrichtung wenig bewegte Teile aufweist und deshalb äußerst einfache Steuermittel für diese zur Anwendung gelangen können. Damit kann die erfindungsgemäße Vorrichtung mit Geschwindigkeiten gefahren werden, die durch die vorbekannten Maschinen nicht erzielbar sind, so daß mit der erfindungsgernäßen Vorrichtung eine Ausstoßleistung von )000 Karton/h erreicht werden kann, während bei den vorbekannten Maschinen in der Regel die Leistungsgrenze bei ca. 1000 Karton/h liegt.
  • Durch die Führung der Kartons während der einzelnen Arbeitsgänge auf einer Kreisbahn ergibt sich zudem der Vorteil einer leichten und zwanglosen Anordnungsmöglichkeit der einzelnen Bearbeitungsstationen längs dieser Kreisbahn.
  • Insgesamt ist eine Vorrichtung mit hoher Ausstoßleistung von exakt erzeugten Kartons geschaffen, die bei der Weiterverarbeitung keine Probleme aufwerfen.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen.
  • Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels gezeigt. Die einzige Figur stellt in perspektivischer, auseinandergezogener Darstellungsweise ein derartiges Ausführungsbeispiel dar.
  • Die Vorrichtung umfaßt einen entsprechend kontinuierlich angetriebenen Drehtisch 1, auf dem die entsprechenden Baueinheiten, wie im folgenden erläutert werden wird, angeordnet sind.
  • Der Drehtisch trägt vier Lagerstücke 2. Jeweils zwei gegenüberliegende Lagerstücke 2 dienen der verschieblichen Führung zweier Steuerstangen 3, die zwei diametrale Gegenhalter 4 tragen. Die Gegenhalter 4 werden demgemäß mit dem Drehtisch 1 in Pfeilrichtung Z mitgenommen und durchlaufen eine Kreisbahn. Zu dieser Kreisbahn sind jeweils die zwei diametralen Halter 4 gegenläufig radial verschiebbar, indem, wie schematisch angedeutet, eine Kettenanordnung 5 bzw. 5t jeweils an zwei diametralen Gegenhaltern 4^angreift. Die Kettenanordnungen 5 bzw. 5t werden jeweils durch einen entsprechend angesteuerten Hydraulikzylinder 6 bzw. 6t betätigt.
  • Im Bereich des Drehtisches 1 sind nacheinander eine Auffaltstation A, eine Übernahmestation 3, eine Schließstation C und eine Ausstoßstation D angeordnet.
  • Der genauere Aufbau der einzelnen Baueinheiten der Vorrichtung wird im folgenden im Zusammenhang mit der Wirkungsweise der Vorrichtung näher beschrieben.
  • In der Auffaltstation A erfolgt in bekannter Weise das Auffalten eines aus einem nicht dargestellten Magazin mittels einer geeigneten Vorrichtung entnommenen Kartonzuschnitts K.
  • Hierzu umfaßt die Auffaltstation entsprechend gesteuerte Saugvorrichtungen 7, die den Kartonzuschnitt erfassen und diesen, auf einer seiner großen Seitenwände liegend, auffalten.
  • Der derart aufgefaltete Karton K wird mittels einer geeigneten Transportvorrichtung in die Uoergabestation B bewegt. Dabei kann bereits mittels einer Klebemittelauftragvorrichtung 8 ein geeignetes Klebemittel auf die zu verklebenden Klappen des Bodens des KartonsK aufgebracht werden. Ferner können auch bereits während des Transports des Kartons K von der Auffaltstation A zur Übergabestation-B entweder die Längsklappen oder die Querklappen desselben zumindest teilweise geschlossen werden, indem eine entsprechend angeordnete Schließleiste 9 vorgesehen ist.
  • In der übergabestation B fährt nun der sich gerade in dieser Stellung befindliche Gegenhalter 4 von der nicht zu verschließenden Seite her in das Innere des Kartons ein, um diesen im aufgefalteten Zustand exakt rechtwinkelig zu fixieren und dessen-weiteren Transport zu den BearDeitungsstationen zu übernehmen. Da der Gegenhalter 4 bis auf die Höhe der Falze der zu verschließenden Klappen des Bodens bzw.
  • des Deckels des Kartons K in diesen einfährt, dient er gleichzeitig der Fixierung der Klappen in der Schließstellung für die weiteren Bearbeitungsvorgänge.
  • Beim Weiterdrehen des Drehtisches 1 gelangt der auf den Gegenhalter 4 aufgenommene und exakt fixierte Karton in die Schließstellung C, in der die Klappen des Kartons geschlossen und u.U. bereits auch verpreßt werden, so daß eine gute und sichere Verklebung der Klappen erfolgt.
  • Hierzu ist zweckmäßigerweise jedem der Gegenhalter 4 eine von außen her auf die Klappen einwirkende Schließplatte 10 zugeordnet. Um jede dieser Schließplatten 10 synchron mit dem zugehörigen Gegenhalter 4 mitzubewegen, sind die Schließplatten 10 auf einem Drehkreuz 11 angeordnet, das drehfest mit dem Drehtisch 1 verbunden ist. Die Betätigung der Schließplatten 10 erfolgt jeweils mittels eines Hydraulikzylinders 12. Die entsprechende Steuerung sowohl der Hydraulikzylinder 12, der Hydraulikzylinder 6 und der anderen zu betätigenden Bauteile der Vorrichtung erfolgt über eine geeignete Steuervorrichtung.
  • Auf dem Drehkreuz 11 sind zudem lEtnehmer 13 vorgeseheny von denen jeweils zumindest einer ebenfalls einem Gegenhalter 4 zugeordnet ist. Dieser Mitnehmer 13 erfaßt den auf dem Gegenhalter 4 befindlichen Karton K zusätzlich von außen, wodurch eine besonders gute Führung und Mitnahme des Kartons K gewährleistet ist.
  • Der Karton K ist nun durch den sicheren und exakten Verschluß der Klappen seines Bodens bzw. Deckels so widerstandsfähig in seiner genauen rechtwinkeligen Form festgelegt, daß der Gegenhalter 4 in der Ausstoßstation'D aus dem Karton K herausgefahren werden kann. Hierdurch fährt aber gleichzeitig der diametral dem geschilderten Gegenhalter 4 gegenüberliegende Gegenhalter in den gerade in der Ubergabestation B befindlichen, bereits aufgefalteten Karton ein.
  • Der fertige Karton A wird in der Ausstoßstation D durch eine geeignete Vorrichtung erfaßt und aus dem Bearbeitungsprozeß entnommen.
  • Während bei den bekannten Vorrichtungen beim Verarbeiten unterschiedlicher Kartongrößen ganze Baueinheiten ausgewechselt werden müssen, ist bei der beschriebenen Vorrichtung lediglich die Auswechslung der Gegenhalter 4 entsprechend der zur Verarbeitung gelangenden Kartongröße erforderlich.

Claims (9)

Patent ansprüche
1. Vorrichtung zum maschinellen Auffalten von Kartons 1 Verschließen bzw. Verkleben der Klappen der Böden oder Deckel derselben, dadurch g e k e n n z e i c h n e t daß mindestens jeweils zwei gemeinsam auf einer Kreisbahn kontinuierlich bewegte, diametral angeordnete Gegenhalter (4) vorgesehen sind, von denen jeweils einer zur Fixierung und zur Mitnahme eines aufgefalteten Kartons in diesen ein-und aus fahrbar ist und die zur gegenläufigen Steuerung auf einer zu der Kreisbahn radial verschiebbaren gemeinsamen Steuereinrichtung (3) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die zwei diametralen Gegenhalter (4) auf mindestens einer gemeinsamen Steuerstange (3) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß zur Verschiebung der Steuerstange (3) eine mechanisch oder hydraulisch betätigte Kettenanordnung (5, 5t) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß zur Betätigung der Steuerstange eine Nockenanordnung vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die einzelnen Bearbeitungsstationen, wie Auffalt-, Klebemittelauftrag-, Quer- bzw. Längsklappenschließ-, Anpreß- und Ausstoßstation, längs der Kreisbahn der Gegenhalter (4) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß jedem Gegenhalter (4) eine Vorrichtung (10, 12) zum Schließen der Quer- und/oder Längsklappen des Kartons zugeordnet ist, die mit diesem mitbewegt wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch g e k e n n -z e i c h ne t , daß die Schließvorrichtung (10, 12) mindestans eine von außen her auf die Klappen einwirkende Schließplatte (10) umfaßt.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t t daß jeder, Gegenhalter (4) mindestens ein den Karton von außen erfassender Mitnehmer (13) zugeordnet ist, der mit dem Gegenhalter dessen Kreisbahn durchläuft.
9. Vorrichtung nach eiem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß ein Drehtisch (1) vorgesehen ist, auf dem die entsprechenden Baueinheiten (2, 3, 4; 5, 5W, 6, 6'; 10, 11,12; 13) angeordnet sind.
L e e r s e i t e
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DE2425482B2 DE2425482B2 (de) 1981-01-08
DE2425482C3 DE2425482C3 (de) 1981-09-03

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US5190278A (en) * 1988-11-30 1993-03-02 Sprinter System Ab Magazine for container forming sheets or the like adjustable for predetermined sheetsizes
DE102017204213A1 (de) 2017-03-14 2018-09-20 Krones Aktiengesellschaft Handhabungsvorrichtung und Verfahren zum Auffalten von vorgeklebten Kartonzuschnitten

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