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Geländer aus rostfreiem Stahl Die Erfindung betrifft ein Geländer
aus rostfreiem Stahl, insbesondere für Badeanstalten, mit Pfosten und Handlauf Bisher
wurden die Verbindungen der einzelnen Teile derartiger Gelander durch Schweißen
hergestellt. Das hat den Nachteil, daß es zumindest an einer winkligen Verbindung
erhebliche Schwierigkeiten bereitet, die Schweißstellen so einwandfrei zu schleifen
und ZU polieren, wie dies bei rostfreiem Stahl, der keinen Korrosionsschutzanstrich
mehr erhält, erwünscht ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Geländer
der eingangs genannten Art zu
schaffen, bei dem die Verbindungsstellen
einwandfrei hergestellt werden können. Die Erfindung besteht darin, daß zumindest
die winkeligen Verbindungen der Teile des Geländers mittels Steckverbindung bewirkt
sind und daß Mittel zur Sicherung der Steckverbindung gegen unbeabsichtigtes Lösen
vorgesehen sind. Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, daß sich das erfindungsgeinaße
Geländer sehr einfach und auch von weniger geübten Arbeitern aus den angelieferten
Einzelteilen zusammensetzen läßt. An den Verbindungsstellen ist keine Nacharbeit
erforderlich.
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Der Handlauf kann unmittelbar mit den Pfosten zusammengesteckt sein.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist jedoch vorgesehen, daß die Verbindung
des Handlaufs mit einem Pfosten mittels eines einen nach unten verlaufenden Abschnitt
aufweisenden Verbindungsstücks bewirkt ist, dessen nach unten verlaufender Abschnitt
in eine Aussparung des Pfostens, insbesondere in dessen oberer Stirnseite, einsetzbar
ist. Bei dieser Ausführungsforin ist es nicht erforderlich, daß der Pfosten bis
in die Höhe des Handlaufs reicht.
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Ein Vorteil der Busführungsform liegt darin, daß durch das Verbindungsstück
Maßabweichungen in der Höhe der Pfosten ausgeglichen werden können, beispielsweise
dadurch, daß Verbindungsstücke mit verschieden langen in die Aussparungen eingreifenden
nach unten verlaufende Abschnitts verwendet werden oder daß diese Abschnitte gleich
lang sind, jedoch verschieden weit in die Aussprung des Pfostens eingesetzt werden.
Weiterhin ist es durch diese Verbindungsstücke möglich, die Anordnung so zu treffen,
daß der Handlauf nicht in der durch die Längsachsen parallel nebeneinander angeordneter
Pfosten gebildete Ebene verläuft sondern vorzugsweise etwas nach der Seite versetzt,
wo der durch das Geländer zu sichernde Gehweg verläuft.
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Es ist möglich, den Handlauf einstückig auszubilden.
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oder aus einzelnen Abschnitten herzustellen, deren Verbindung zwischen
zwei benachbarten Pfosten erfolgen kann. Bei einer Ausführungsform der Erfindung,
bei der der Handlauf aus einzelnen Längsabschnitten besteht, erfolgt die Verbindung
der Längsabschnitte jedoch im Bereich eines Pfostens unter Zwischenschaltung des
Verbindungsstücks, wobei das Verbindungsstück zwei rechtwinklig zu dem nach unten
verlaufenden Abschnitt angeordnete, einander abgewandte bolzenförmige Abschnitte
aufweist, von denen jeder in eine axiale Aussparung des aufgesteckten Längsabschnittes
des Handlaufs eingreift. Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, daß auf
besonders einfache Weise eine Verbindung des Geländers mit den Pfosten möglich ist,
und daß das für den Handlauf verwendete Material, bei dem es sich vorzugsweise um
Rohrmaterial mit kreisförmigem Querschnitt handelt, mit nur geringem Arbeitsaufwand
für die Verwendung als Handlauf hergerichtet werden kann.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung, bei der unterhalb des Handlaufs
am Geländer ein Geländerquerholm vorgesehen ist, weist der Pfosten in Höhe eines
anzubringenden Geländerquerholms eine Bohrung auf, deren Achse mit der Längsachse
des Querholms zusammenfällt, und in die Bohrung ist ein Bolzen eingesetzt, auf dessen
aus der Bohrung herausragende Enden die querholme aufgesteckt sind. Der Vorteil
dieser Ausführungsform liegt darin, daß auch für die Befestigung des Querholms
keinerlei
Schweißarbeiten erforderlich sind; der Querholm fügt sich bei dieser Ausführungsform
der Erfindung harmonisch in das ganze Geländer ein. Um für den Querholm Rohrmaterial
verwenden zu können, dessen Innendurchmesser größer ist als der Durchmesser des
Bolzens, ist bei einer Weiterbildung der Erfindung zwischen dem Bolzen und dem Querholm
eine die Differenz zwischen den genannten Durchmessern ausgleichende Hülse vorgesehen.
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Es können verschiedenartige Mittel zur Sicherung der Steckverbindung
gegen unbeabsichtigtes Lösen vorgesehen sein. Bei denjenigen Teilen des Geländers,
die auch dann, wenn die sie halteiide Steckverbindung locker ist, nicht aus dem
Geländer entfernt werden können, weil sie formschlüssig gehalten sind, ist es dennoch
zweckmäßig, Mittel zur Sicherung der Steckverbindung vorzusehen, die in diesem Falle
ein unerwünschtes Verschieben der genannten Teile durch eine unerlvunscht lockere
Steckverbindung verhindern sollen. Derartig formschliissig gehaltene Teile sind
beispielsweise die oben beschriebenen Längsabschnitte des Handlaufs, wenn die Verbindungsstücke
genügend weit in die axialen Aussparungen der Längsabschnitte eingreifen. wenn das
Geländer an irgend einer Stelle eine lockere Steckverbindung aufweist, kann hierdurch
die Stabilität und Starrheit des Geländers in unerlsinscher Weise beeinträchtigt
werden, Die Sicherung der Steckverbindungen kann dadurch erfolgen, daß die aneinander
anliegenden Flächen verschiedener Teile der Steckverbindung gegeneinander gepreßt
werden, so daß die Steckverbindung durch Reibungskräfte zwischen den genannten i?lächen
gesichert ist. Um den Zusammenbau des Geländers jedoch nicht unnötig zu erschweren,
ist es zweckmäßig, wenn
der Reibungsschluß zwischen den Teilen der
Steckverbindung erst nach dem Zusammenstecken erzeugt wird, beispielsweise durch
geeignete Spannmittel, oder durch eine Schraube, die in einen der Teile der Steckverbindung
schraubbar geführt ist und sich gegen die Wandung des anderen Teils abstützt.
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Es ist auch möglich, die Sicherung der Steclverbindung durch eine
formschlüssige Verbindung zwischen den Teilen der Steckverbindung zu bewirken. Die
formschlüssige Verbindung kann so ausgebildet sein, daß sie einen vorgegebenen Bewegungs
spielraum erlaubt.
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Die Mittel zur Sicherung der Steckverbindung können unlösbar oder
nur mit verhältnismäßig großem Arbeitsaufwand lösbar sein; dies ist beispielsweise
dann der Fall, wenn die Steckverbindung durch Nieten gesichert wird; Bei dieser
Ausführungsform liegt der Vorteil darin, daß ein Lösen der Steckverbindung durch
Unbefugte sehr erschwert ist. Die Mittel zur Sicherung der Steckt verbindung können
auch so ausgebildet sein, daß sie verhältnismäßig leicht lösbar sind, beispielsweise
mit einem geeigneten Werkzeug; dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn zur Sicherung
der Steckverbindung Schrauben verwendet werden. Der Vorteil dieser Ausführungsform
besteht darin, daß beschädigte Teile des Geländers, die beispielsweise durch grobe
Erafteinwirkung verbogen worden sind, schnell entfernt und repariert oder ausgetauscht
werden können0 Eine Kraftschlüssige Verbindung der Teile der Steckverbindung kann
dadurch erzielt werden, daß nach dem
Zusammenstecken mindestens
eines der beiden Teile verformt wird. Eine gute Verbindung kann auf einfache Weise
auch mit Hilfe einer Schraube, beispielsweise Madenschraube, erzielt werden, die
in dem einen der beiden Teile schraubbar geführt ist und deren Spitze stark gegen
das andere Teil angepreßt wird, unter Umständen sogar so stark, daß sich eine Wandung
verformt.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung weisen die Mittel zur Sicherung
der Steckverbindung eine Ringnut auf, die am Umfang des inneren Teils der Steckverbindung
angeordnet ist und in die eine im äußeren Teil der Steckverbindung schraubbar gefiihrte
Madenschraube eingreift0 Der Vorteil der Verwendung einer Ringnut liegt darin, daß
unabhängig von der Lage, die die beiden Teile relativ zueinander beim Zusammenstecken
einnehmen, die Madenschraube mit der Ringnut zur Sicherung der Steckverbindung in
Eingriff gebracht werden kann0 Es ist hierbei möglich, die Madenschraube lediglich
so weit einzudrehen, daß sie das Lösen der Steckverbindung verhindert, aber noch
ein gegenseitiges Verdrehen der beiden miteinander verbundenen Teile relativ leicht
zuläßt; die Lladenschraube kann auch so weit eingedreht sein, daß sie einem Verdrehen
der beiden Teile einen mehr oder weniger großen Reibungswiderstand entgegensetzt;
schließlich kann die adenschraube so weit eingedreht sein, daß sie entweder durch
den hohen Reibungwiderstand, den sie erzeugt, oder dadurch, daß sie den
Boden
der Ringnut verformt, eine Verdrehen der beiden Teile verhindert. Auch wenn die
Steckverbindung vor dem Wirksamwerden der Mittel zur Sicherung dieser Steckverbindung
so locker ist, daß die zusammengesteckten Teile wackeln können, kann durch die gegenseitige
Verspannung der beiden Teile, die durch das Einschrauben der Madenschraube bewirkt
wird, eine starre Verbindung dieser Teile hergestellt werden.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung weisen die Mittel zur Sicherung
der Steckverbindung eine Ifängsnut auf, die entlang einer Mantellinie des inneren
Teils der Steckverbindung verläuft und in die eine im äußeren Teil der Steckverbindung
schraubbar geführte Madenschraube eingreift. Durch eine derartige Längsnut kann
ein gegenseitiges Verdrehen der ineinandergesteckten Teile verhindert werden. Hierdurch
kann dann, wenn bereits unabhängig von der Madenschraube große Reibungskräfte zwischen
den Teilen der Steckverbindung wirksam sind, ein gegenseitiges Verschieben der Teile
weiter erschwert werden, weil ein Verschieben durch ein einleitendes gegenseitiges
Verdrehen der Teile erleichtert wird, diese Verdrehbarkeit aber durch die Madenschraube
aufgehoben ist. Es kann zweckmäßig sein, die Madenschraube so stark einzudrehen,
daß sie ein Verschieben der Teile infolge üblicher Erafteinwirkung, beispielsweise
durch Anfassen des Geländers
und durch Ziehen an Teilen des Geländers,
verhindert, daß sie jedoch eine Verschiebung der Teile bei größerer Krafteinwirkung,
wie sie beispielsweise infolge von Wärmespannungen auftreten kann, zuläßt.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß sowohl
eine Ltingsnut als auch eine Ringnut vorhanden ist, und daß die Längsnut in die
Ringnut eirmiindetO Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, da3 während
der Montage des Geländers zunächst nach dem Zusammenstecken die Madenschraube mit
der Ringnut in Eingriff gebracht werden kann und daß dann, wenn die Montage soweit
fortgeschritten ist, daß das eine der beiden niteinander verbundenen Teile, beispielsweise
ein Abschnitt des Handlaufs, nicht mehr herausfallen kann, durch Verdrehen die Madenschraube
nit der Längsnut in Eingriff gebracht werden kann, so daß nunmehr eine Längsverschiebbarkeit
in der Steckverbindung im gewünschten Ausmaß möglich ist. Die Längsnut kann die
Ringnut auch überkreuzen, anstatt lediglich in sie einzumünden. In manchen Fällen
kann es zwecknaßig sein, die Längsnut geschlossen auszubilden, so daß sie lediglich
eine begrenzte Verschiebung der beiden miteinander verbundenen Teile zuläßt.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist das Verbindungsstück
einen zylindrischen Teil auf, dessen Durchmesser dem Außendurchmesser der Längsabschnitte
des Handlauf entspricht und der an seinen Enden so verjüngt ist, daß er in die axialen
Aussparungen der Längsabschnitte paßt. Der Vorteil dieser Ausführungsform
besteht
darin, daß die Verbindungsstücke keine störenden Durchmesserveränderungen in Zuge
des Handlaufs bewirken, was störend wirken könnte oder gar zu Unfällen Anlaß geben
könnte.
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Bei einer Weiterbildung der soeben geschilderten Ausführungsform der
Erfindung weist der zylindrische Teil eine radial verlaufende Sackbohruiig auf,
der Boden der Sackbohrung ist zentrisch durchbohrt, und in die Sackbohrung ist ein
Stab eingesetzt, dessen in der Sack bohrung angeordnete Stirnseite eine Gewindebohrung
aufweist, in die eine den Boden der Sackbohrung durchsetzende Befestigungsschraube
eingreift, und dc1s andere Ende des Stabs ist in einem Pfosten befestigt0 Der Vorteil
dieser Ausführungsform liegt darin, daß das für die Verbindung der beiden einander
benachbarten Enden von Längs abschnitten des Handlaufs mit den benachbarten Pfosten
erforderliche 'D-Stück auf die geschilderte ei einfach hergestellt werden kann0
Durch die Befestigungs schraube wird der Stab sicher im zylindrischen Teil gehalten.
Der Kopf der Befestigungsschraube wird zlieckmäßigerweise in zylindrischen Teil
versenkt angeordnet.
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Anstatt einer Schraube, die den Boden der Sackbohrung durchdringt,
wäre es auch möglich, den Stab im zylindrischen Teil mittels einer Befestigungsschraube
zu halten, die beispielsweise radial zur Sackbohrung verläuft. In diesem Falle kann
ohne besondere Schwierigkeiten eine Befestigungsschraube ohne Kopf verwendet werden.
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Der Handlauf kann gegenüber der durch die Pfosten bestimmten Ebene
seitlich versetzt sein. Hierzu ist bei einer Ausführungsform der Erfindung, bei
der das Geländer waagerecht verläuft, der Stab jedes Verbindungsstücks in einer
Ebene, die rechtwinklig zur Ebene der Pfosten und senkrecht verläuft, um einen beliebigen,
für jeden Stab jedoch gleichgroßen Winkel geknickt.
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Um den Handlauf seitlich versetzt anzuordnen, kann jeder Stab auch
durch ceimalfges entgegengesetztes Abbiegen in der genannten senkrechten Ebene gekröpft
sein, so daß die beiden Enden des Stabs parallel zu einander und seitlich versetzt
angeordnet sind. Der Stab kann auch in anderer Weise gebogen sein.
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Ist der Stab rechtwinklig aus der Ebene der Pfosten herausgebogen
und somit um einen Winkel von 900 geknickt, so kann das Geländer sowohl mit einem
waagrechten Handlauf als auch, beispielsweise bei Verwendung als 'Preppengeländer,
mit einem geneigten Handlauf versehen werden; der seitliche Versatz gegenüber der
Ebene der Pfosten ist in beiden Fällen gleichgroß.
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Das Geländer kann auch dann einen geneigten Handlauf aufweisen, wenn
die Stäbe in der genannten senkrechten Ebene um einen Winkel abgeknickt sind, der
von 900 verschieden ist; hierbei ist allerdings das demRindlauf benachbarte Ende
des Stabs nicht rechtwinklig zur Längsachse des Handlauf gerichtet, so daß die Sackbohrung
in dem zylinderischen Teil des Verbindungsstücks nicht genau radial angeordnet werden
kann, sondern gegenüber der Längsachse des zylinderischen Teils schräg verlaufen
muß. Der seitliche Versatz
des Handlaufs gegenüber der Ebene der
Pfosten ist auch bei dieser Ausführungsform der Erfindung genauso groß wie bei einem
waagrecht verlaufenden Handlauf.
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Soll dagegen die Sackbohrung im zylinderischen Teil des Verbindungsstücks
bei einem geneigten Geländer radial verlaufen, so ist es möglich, die Stäbe so anzuordnen,
daß die Knickung in der Ebene des Geländers liegt, so daß der Handlauf gegenüber
der Ebene der Pfosten nicht seitlich versetzt ist. Der Knickungswinkel muß in diesem
Fall den gleichen Wert haben wie die Neigung des Handlaufs gegenüber der Waagrechten.
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Bei einem Geländer, bei dem die Stäbe um einen von 90° verschiedenen
Winkel abgeknickt sind, ist es jedoch auch möglich, einen Handlauf mit einer Neigung
gegenüber der Waagrechten vorzusehen, die geringer ist als der Knickwinkel des Stabs.
Hierzu werden die Stäbe in den einzelnen Pfosten dann so angeordnet, daß ihre Knickebenen
weder rechtwinklig zur Ebene der Pfosten verlaufennoch in der Ebene der Pfosten,
sondern in einem für alle Stäbe gleichen Winkel zwischen den beiden genannten Richtungen.
Der zylinderische Teil des Verbindungsstücks muß dann um das in der Sackbohrung
angeordnete Ende des Stabs noch so geschwenkt werden, daß die Längsachsen der einzelnen
zylinderischen Abschnitte miteinander fluchten. Bei diesem geneigt verlaufenden
Geländer ist der Handlauf gegenüber der Ebene der Pfosten seitlich versetzt, allerdings
nicht so weit, wie dies bei einem Geländer mit waagrechtem Handlauf, bei dem die
Stäbe in einer Ebene rechtwinklig zur Ebene der Pfosten geknickt sind, der Fall
ist.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist die Ringstirnseite der
Abschnitte des Handlaufs und/oder von anderen Rohrabschnitten des Geländers einen
Abstand von der ihr zugewandten benachbarten Ringschulter des Verbindungsstücks
auf 0 Der Vorteil dieser Ausführungsform liegt darin, daß Längentoleranzen der miteinander
verbundenen Teile, solange diese Toleranzen nicht zu groß sind, die Montierbarkeit
des Geländers nicht beeinträchtigen, und daß außerdem derartige Toleranzen dem Auge
nicht störend auffallen, wenn sie lediglich zur Folge haben, daß die genannten Abstände
an verschiedenen Teilen des Geländers verschiedene Abmessungen haben0 Ein weiterer
Vorteil liegt darin, daß durch die Abstände die Möglichkeit gegeben ist, Längenänderungen
von Teilen des Geländers infolge einer Wärmeausdehnung aufzunehmen.
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Weitere Vorteile und Aus gestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispie k der Erfindung anhand der
Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt, und aus den Unteransprüchen0
Die einzelnen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger
Kombination bei Ausführungsformen der Erfindung verwirklicht sein. Es zeigen
Fig.
1 eine Seitenansicht eines Teils eines erfindungsgemäßen Geländers, Fig. 2 in gegenüber
der Fig. 1 vergrößerter Darstellung den zylindrischen Teil eines Verbindungsstücks,
Fig. 3 einen Schnitt entsprechend der-Tinie III-III in Fig. 1 in vergrößerter Darstellung,
Big. 4 eine Abwandlung des in Fig. 1 gezeigten Geländers, bei der anstatt der in
dem Pfosten befestigten Querholme an den Pfosten befestigte Platten vorgesehen sind,
und Fig. 5 einen Schnitt entsprechend der Linie V-V in Big. 4.
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In der in Fig. 1 gezeigten Anordnung bilden verhältnismäßig starkwandige
Rohre die Pfosten 1, 1' des Geländers, und die Längsabschnitte 2 des Handlaufs sind
durch verhältnismäßig dunnwandige Rohre gebildet, deren Außendurchmesser etwa genauso
groß ist wie bei den die Pfosten 1 bildenden Rohren, In dem gezeigten Beispiel verläuft
der Handlauf waagerecht. Die Längsabschnitte 2 sind untereinander und mit dem Pfosten
1 durch Verbindungsstücke 3 verbunden, und am Ende des Geländers jßt der Pfosten
1' mit dem Längsabschnitt durch ein Endverbindungsstück 4 verbunden. Das Verbindungsstück
3 besteht aus einem zylinderischen Teil 5 und einem mittels einer Befestigungsschraube
6 im zylinderischen Teil 5
befestigten Stab 7.
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Das in Fig. 2 gegenüber der Fig. 1 vergrößert gezeigte zylinderische
Teil 5 des Verbindungsstücks 3 ist massiv und besteht aus dem gleichen Material
wie die übrigen Teile des Geländers, nämlich aus rostfreiem Stahl V4A.
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In seinem mittleren Bereich 8 hat das kreiszylinderische Teil 5 einen
Durchmesser, der dem Außendurchmesser der Längsabschnitte 2 gleich ist. An den mittleren
Bereich 8 schließen sich jeweils über eine Ringschulter 9 zwei ebenfalls kreiszylinderische
Abschnitte 10 an, die einen kleineren Durchmesser aufweisen als der mittlere Bereich
8. Die Höhe der Schulter 9 entspricht der Wandstärke der für die Längsabschnitte
2 verwendeten Rohre. Die beiden Abschnitte 10 weisen jeweils eine längs des Umfangs
der Zylinderwand dieser Abschnitte verlaufende Ringnut 11 mit dreieckförmigen Querschnitt
auf und außerdem* parallel zur Längsachse des zylinderischen Teils 5 verlaufende
Längsnut 12, die den gleichen Querschnitt aufweist wie die Ringnut 11 und von der
Stirnseite der Abschnitte 10 ausgehend bis über die Ringnut 11 hinwegreicht. Die
Ringnut 11 verläuft etwa in der Mitte der Längenausdehnung der Abschnitte 10.
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Genau auf der halben Länge des zylinderischen Teils 10 ist in den
mittleren Bereich 8 radial verlaufend eine Sackbohrung 15 eingebracht, die nahezu
bis zur Achse des zylinderischen Teils 5 verläuft. Axial zur Sackbohrung 15 ist
eine den mittleren Bereich 8 vollständig durchdringende Bohrung 16 vorhanden, die
an ihraader Sackbohrung 15 abgewandten Ende eine Einsenkung 17 für den Kopf der
Befestigungsschraube 6 aufweist.
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eine
Ein Ende des Stabs 7 ist in die Sackbohrung
15 eingesteckt; der Durchmesser des Stabes 7 ist gleich den Durchmesser der Sackbohrung
15. In die Stirnseite des Stabs 7, iie sich in der Sackbohrung 15 befindet, ist
axial eine Gewindebohrung 18 eingebracht, die mit dem Gewinde der Befestigungsschraube
6 in Eingriff ist, die so stark angezogen ist, daß sie das in Fig. 1 obere Ende
des Stabs 7 fest gegen das Ende der Sackbohrung 15 zieht. Die Stäbe 7 des in Fig.
1 gezeigten Geländers sind stumpfwinklig abgeknickt, wie dies in Fig. 4 bei einem
anderen Ausführungsbeispiel gezeigt ist, so daß der Handlauf außerhalb der durch
die Achsen der in Fig. 1 dargestellten Pfosten 1, 1' gelegten Ebene liegt.
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Das Verbindungsstück 4 wird nur dort verwendet, wo lediglich ein einziger
Längsabschnitt 2 mit einem Pfosten 1' verbunden werden muß. Es unterscheidet sich
von dem Verbindungsstück 3 dadurch, daß es lediglich einen einzigen veråüngten Abschnitt
10 aufweist; der in Fig. 1 rechts neben dem mittleren Bereich 8 des Endverbindungsstücks
4 liegende Teil weist den gleichen Durchmesser auf wie der mittlere Bereich 8 und
ist an seinem Ende 19 halbkugelförmig abgerundet. Zwei Nuten 20 in dem rechts neben
dem mittleren Bereich 8 liegenden Teil- des Endverbindungsstücks 4 haben keine technische
Bedeutung, sondern sind lediglich aus ästhetischen Gründen angebracht.
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Mit seinem in Fig. 1 unteren Endbereich 22 ist der Stab 7, dessen
Durchmesser nur wenig kleiner ist als der Innendurchmesser des Pfostens 1, in die
axiale Aussparung 23 des Pfostens 1, bzw. 1' eingesteckt. Der Endbereich 22 des
Stabs 7 weist eine längs des Umfangs verlaufende
Ringnut 24 mit
dreieckförmigem Querschnitt auf, in die die Spitze einer in einer Gewindebohrung
des Pfostens 1 schraubbar geführten Madenschraube 25 so eingreift, daß die axiale
Verschiebbarkeit des Stabs 7 in der Aussparung 23 aufgehoben ist und daß auch ein
Verdrehen des Stabs 7 relativ zum Pfosten verhindert ist.
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Die Längsabschnitte 2 des Handlaufs sind mit jedem Ende auf einen
der zylinderischen Abschnitte 10 zweier benachbarter Verbindungsstücke 3 und/oder
Endverbindungsstücke 4 aufgeschoben. Die Länge eines Längsabschnittes 2 ist etwas
kürzer als der Abstand der den zylinderischen Abschnitten 10, auf die der Abschnitt
aufgeschoben ist, zugeordneten Ringschultern 9; im Beispiel, bei dem der Abstand
von Pfostenmitte zu Pfostenmitte 1250 mm beträgt, ist der Längsabschnitt 10 mm kürzer
als der genannte Abstand zwischen den Ringschultern 9. In seinen beiden Endbereichen
weist der Längsabschnitt 2 eine in einer Gewindebohrung schraubbar geführte Madenschraube
auf, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, und diese Madenschraube greift
entweder in die Ringnut 11 oder in die Längsnut 12 des zylindrischen Abschnitts
10 ein.
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Es ist auch möglich, daß diese Madenschraibe genau an der Kreuzungsstelle
der beiden Nuten in die Nuten eingreift. Es ist auch möglich, die beiden Madenschrauben
eines Längsabschnitts nicht auf der gleichen Mantellinie anzuordnen, so daß jeweils
nur eine dieser Madenschrauben in eine Längsnut eines der Verbindungsstücke 3 bzw.
4 eingreifen kann.
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An beiden Enden des Längsabschnittes 2 besteht zwischen der Stirnseite
dieses Längsabschnitts und der benachbarten Schulter 9 ein Zwischenraum, die Anordnung
ist so getroffen, daß diese Zwischenräume zu beiden Seiten
eines
bestimmten Längsabschnitts gleich groß sind.
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Etwa in Kniehöhe über dem durch das Geländer zu sichernden Flußweg
30 sind die Pfosten 1 innerhalb des Geländers waagerecht vollständig durchbohrt,
wogegen der Pfosten 1' am Ende des Geländers nur von einer Seite her angebohrt ist.
Durch die Bohrung 31 im Pfosten 1 ist ein zylinderischer Bolzen 32 hindurch-gesteckt,
dessen Länge größer ist als der Durchmesser des Pfostens 1, und auf dessen beide
Enden Querholme 33 unter Zwischenschaltung einer Hülse 34, die den Dickenunterschied
zwischen dem Durchmesser des Bolzens 32 und dem größeren Innendurchmesser der für
die Querholme 33 verwendeten Rohre ausgleicht, aufgeschoben sind.
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Im Bereich jedes seiner Enden trägt der Bolzen 32 eine Ringnut 35,
in die eine in einerGewindebohrung des Querholmes schraubbar geführte und durch
eine Bohrung der Hülse 34 hindurchragende Madenschraube 36 eingreift, durch die
die Querholme 33 fest mit dem Bolzen 32 verbunden sind, und die auch die in die
Querholme lose eingesetzte Hülse 34 festhält. Genau auf seiner halben Länge trägt
der Bolzen 32 längs seines Umfangs eine weitere Ringnut 37, in die eine in eins
Bohrung des Pfostens 1 schraubbar geführte, in der Zeichnung nicht dargestellte
Madenschraube eingreift und dadurch die Lage des Bolzens 32 relativ zum Pfosten
1 sichert.
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Die Befestigung des Querholms an dem jeweils letzten Pfosten 1' des
Geländers erfolgt im wesentlichen in der gleichen Weise wie es soeben beschrieben
wurde, beim letzten Pfosten 1' wird allerdings ein Bolzen 38 verwendet, der kürzer
ist als der Bolzen 32. Dieser kürzere Bolzen 38 ist in die einseitige, waagrecht
verlaufende
Bohrung 39 des Pfostens 1' eingeführt und in der gleichen
Weise, wie es soeben für den Bolzen 32 beschrieben wurde, mit Hilfe einer zeichnerisch
nicht dargestellten Madenschraube, die in die Ringnut 37 eingreift, im Pfosten 1'
festgehalten.
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Wird ein schräg ansteigendes Geländer nötigt, beispielsweise zur Sicherung
von Treppenläufen, so werden zweckmäßigerweise die Bohrungen 71 und 39 dieser Neigung
entsprechend in die Pfosten 1 bzw. 1' eingebracht. Die gewünschte Neigung des Handlaufs
kann ohne besondere Maßnahmen dadurch erzielt werden, daß die geknickten Stäbe 7
in den Pfosten 1 bzw. 1' etwas gedreht werden und daß außerdem die Verbindungsstücke
3 bzw. 4 am oberen Ende der Stäbe 7 ebenfalls etwas gegenüber der in Fig. 1 gezeigten
Stellung verdreht werden. Auf diese Weise ist es möglich, die Achse der zylinderischen
eile der Befestigungsteile 3 bzw. 4 genau in die gewünschte Schräglage zu bringen
und sie miteinander zum Fluchten zu bringen, so daß Längsabschnitte des Handlaufs,
die eine geeignete Länge aufweisen, mit den Befestigungsteilen verbund-en werden
können. Mit Stäben 7, die jeweils den gleichen Enickwinkel aufweisen, ist es auch
möglich, allmählich sich ändernde Neigungen des Handlaufs zu verwirklichen, indem
von Pfosten zu Pfosten die Verdrehung der Stäbe 7 in den Pfosten und die Verdrehung
der zylinderischen Teile relativ zu den Stäben geändert werden.
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Die Befestigung der Pfosten 1 und 1' erfolgt jeweils mit Hilfe einer
Befestigungsplatte 40 (Fig. 3), die mit Hilfe von Befestigungslöchern 41 an einer
senkrechten
Wand 42 befestigt sind. Bei der senkrechten Wand 42
kann es sich beispielsweise auch um die Wange einer Treppe oder um einen Teil der
Stützkonstruktion einer durch das Geländer zu sichernden Plattform handeln.
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Im Pfosten 1 bzw. 1' sind im Abstand übereinander zwei Gewindebohrungen
43 vorgesehen, in die zwei Imbusschrauben 44 eingreifen, die durch ein Distanzstück
45 hindurchgeführt sind und deren Kopf in die der Wand 42 zugewandtes Seite der
Befestigungsplatte 40 eingesenkt ist. Das Distanzstück 45 ist an seiner dem Pfosten
1 zugewandten Stirnfläche entsprechend der Rundung des Pfostens 1 ausgefräst.
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Anhand der Fig. 4 und 5 wird ein Geländer gezeigt, bei dem anstatt
der Querholme 33 Platten 47 aus undurchsichtigem oder durchsichtigem Material, beispielsweise
Glas, an den hier mit dem Bezugszeichen 48 bezeichneten Pfosten befestigt sind.
Hierzu ist jeweils in der Nähe des oberen und des unteren Endes des Pfostens 48
an seinem Umfang eine Ringnut 49 angeordnet, mit deren Hilfe mittels einer nicht
dargestellten Madenschraube ein Ring 50 aus Metall am Pfosten 48 befestigt ist;
der Innendurchmesser des Rings 50 ist nur wenig größer als der Außendurchmesser
des Pfostens 48. Diese Befestigungsart ist die gleiche, wie sie schon oben mehrmals
erläutert wurde. Der Ring 50 weist übereinander angeordnet zwei Gewindebohrungen
auf, in die zwei Imbusschrauben 51 eingreifen, die beide durch ein im wesentlichen
quaderförmiges Abstandsstück 52 hindurchgeführt sind. Die Köpfe der Imbusschrauben
51 sind in die Oberfläche einer Platte 53 eingesenkt, so daß demnach die Imbusschrauben
51, der Ring 50, das Abstandsstück 52 und die Platte 53 fest miteinander verbunden
sind. Eine Gegenplatte 54 ist mit Hilfe von Schrauben, die durch Aussparungen der
Platte 47 geführt sind, gegen die
Platte 53 spannbar und hält hierdurch
die Platte 47 fest.
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Es ist möglich, die Länge der Platte 47 so zu wählen, daß sie jeweils
mehrere Pfostenabstände überbrückt.
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Die Stoßstelle zwischen zwei Platten 47 kann zwischen den Pfosten
liegen, sie kann jedoch auch unmittelbar vor einem Pfosten liegen; im letztgenannten
Ball kann man dann zweckmäßigerweise mit einer einzigen Platte 53 und der ihr zugeordneten
Gegenplatte 54 die Ränder zweier benachbarten Platten 47 festhalten.
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Die Maße des erfindungsgemäßen Geländers können auf einfache Weise
dadurch geändert werden, daß Zwischenstücke verschiedener Längen gewahlt werden,
oder auch dadurch, daß die Längen der miteinander zu verbindenden zeile beispielsweise
der Längsabschnitte des Handlaufs entsprechend gewählt werden.