DE2425598A1 - Verfahren zur herstellung von gebrannten magnesitsteinen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von gebrannten magnesitsteinen

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DE2425598A1 DE19742425598 DE2425598A DE2425598A1 DE 2425598 A1 DE2425598 A1 DE 2425598A1 DE 19742425598 DE19742425598 DE 19742425598 DE 2425598 A DE2425598 A DE 2425598A DE 2425598 A1 DE2425598 A1 DE 2425598A1
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Description

Österreichisch-Amerikanische Magnesit Aktiengesellschaft, Radenthein, Österreich.
Verfahren zur Herstellung von gebrannten Magnesitsteinen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von gebrannten Magnesitsteinen, die mit kohlenstoffhaltigen Stoffen imprägniert sind.
Es ist bereits bekannt, gebrannte basische, feuerfeste Steine, wie Magnesitsteine, mit Teer, Pech od.dgl. kohlenstoffhaltigen Stoffen zu imprägnieren, um ihre Haltbarkeit zu erhöhen. Beim Erhitzen in neutraler oder reduzierender Atmosphäre werden die kohlenstoffhaltigen Stoffe zersetzt, d.h. sie verkoken, und der gebildete Kohlenstoff, der sogenannte Restkohlenstoff, bleibt in den Poren der Steine zurück und erfüllt diese in mehr oder minder großem Umfang. Durch diesen Restkohlenstoff wird der Verschleiß von imprägnierten Steinen gegenüber nicht-imprägnierten Steinen aus dem gleichen Material wesentlich herabgesetzt, und zwar umso mehr, Je vollständiger die Poren der Steine mit Kohlenstoff
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gefüllt sind. Man ist daher grundsätzlich bestrebt, in die Steine möglichst viel Kohlenstoff einzubringen, und man verwendet aus diesem Grunde zum Imprägnieren flüssige oder geschmolzene organische Stoffe mit einer möglichst hohen Kohlenstoffausbeute.
Wie die Praxis zeigt, erfolgt bei Verwendung von Teer, Pech u.dgl. zur Steinimprägnierung nicht nur ein Füllen der Poren der imprägnierten Steine, sondern es muß auch eine gewisse Ablagerung von hochmolekularen Komponenten der Imprägniermittel an der Steinoberfläche in Form von Schichten, Schlieren oder Tropfen in Kauf genommen werden. Im allgemeinen steigt die iTeigung zu solchen Ablagerungen bzw. Abscheidungen an der Steinoberfläche mit zunehmendem Gehalt an Anthracen-Unlöslichem in dem verwendeten Imprägniermittel. Anderseits nimmt aber auch die Kohlenstoffausbeute mit einer Erhöhung des Gehaltes an Anthracen-Unlöslichem in dem Imprägniermittel zu. "it dem allgemeinen Bestreben nach höheren Restkolilenstoffmengen in den Steinen, die durch eine Erhöhung des Gehaltes an Anthracen-Unlöslichem erreicht werden können, vergrößern sich' daher auch die Schwierigkeiten, die sich durch die Bildung von Ablagerungen an der Steinoberfläche ergeben. Diese Schwierigkeiten äußern sich im wesentlichen in einer zusätzlichen Dehnung und Unregelmäßigkeiten in der Zustellung. Zu ihrer !Beseitigung ist ein aufwendiges Nachputzen der Steine in gesundheitsschädlicher bzw. gesundheitsgefahrdender Atmosphäre erforderlich.
Zur Vermeidung dieser Unzulänglichkeiten ist bereits versucht worden, zur Herstellung von feuerfesten, gebrannten Kagnesitsteinen als Imprägniermittel eine kolloidale alkoholische Dispersion eines Feststoffes, wie eine Dispersion aus Kohlenstoff,
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Kieselsäure, Tonerde oder Magnesiumhydroxyd, zu verwenden. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß alkoholische Dispersionen vor allem wegen ihrer Feuergefährlichkeit, aber auch infolge ihrer hohen Kosten in einem keramischen Großbetrieb nicht angewendet werden können.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, ein Verfahren zur Herstellung von gebrannten Magnesitsteinen, die mit kohlenstoffhaltigen Stoffen imprägniert sind, zu schaffen, bei welchem die den oben angeführten bekannten Verfahren dieser Art anhaftenden Nachteile vermieden sind. Es wurde gefunden, daß dies dann gelingt, wenn die gebrannten Steine mit einer wässerigen Dispersion von Ruß imprägniert- und nach dem Imprägnieren mit trockener Warmluft von mindestens 100° C, vorzugsweise mindestens 150° C, getrocknet werden.
Das Verfahren gemäß der Erfindung hat gegenüber den bekannten Verfahren einer Imprägnierung mit Teer, Pech od.dgl. die Vorteile, daß es wesentlich einfacher und auch angenehmer durchzuführen ist als eine Imprägnierung mit heißem, übelriechendem Teer oder Pech. Gegenüber dem v/eiteren bekannten Imprägnierungsverfahren mit alkoholischen Dispersionen ergeben sich die Vorteile eines gefahrlosen und weit weniger aufwendigen Arbeitens. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens können in den Steinen sehr hohe Gehalte an Restkohlenstöff erreicht werden, wie sie sonst nur durch Anwendung von Pech mit einem hohen Gehalt an Anthracen-Unlöslichem oder durch eine mehrmals aufeinanderfolrende Tauchung bzw. Imprägnierung erhaltbar sind. Bei Imprägnierung mit einer Rußdispersion ist es nicht erforderlich, die Steine vor dem Imprägnieren zu erhitzen. Dadurch kann der Aufwand für die Anlieferung und Lagerung von heißem Pech oder Teer entfallen, und es erübrigt sich auch die
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Installation von Abgasvorrichtungen zu einer Entfernung von Teerdämpfen aus der Anlage und den Arbeitshallen, in denen die heißen Steine nach, dem Imprägnieren gehandhabt werden. </enn die Imprär;-nierunp; der Steine unter Druck erfolgt, kann in- normaler Atmosphäre gearbeitet werden und die Verwendung von Stickstoff ist unnötig. Ein Nachputzen der auf die erfindungsgemäße V/eise mit einer Rußdispersion imprägnierten Steine ist nicht erforderlich.
Beim Verfahren gemäß der Erfindung ist es im allgemeinen zweckmäßig, eine möglichst hochprozentige Rußdispersion zu verwenden, jedoch kann durch Einstellung des Rußgehaltes dieser Dispersion, z.B. dxirch Verdünnung einer konzentrierten Dispersion, die I.Tenge des in den Poren der Steine zurückbleibenden Restkohlenstoffes geregelt werden. Vorteilhaft wird eine wässerige Dispersion mit einem Gehalt von 30 bis 50 ''Ji vorzugsweise 35 bis 40 /ύ, Ruß verwendet, deren restliche Bestandteile von ":ϊasser und Disper.-rier- und Stabilisierungsmitteln (etwa 5 ''^) gebildet sind. Die mittlere Teilchengröße des Rußes muß unter der kleinsten Forengrüße, also un't.er etwa 500 myu, liegen. Als sehr gut geeignet haben sich Ruße mit einer Teilchengröße von unter 50 mja , z.B. 20 bis 30 myu, erwiesen.
Die Steine werden nach dem Imprägnieren, das zweckmäßig nach vorherigem Evakuieren unter Anwendung von Druck erfolgt, mit trockener .Yarmluft von mindestens 100° C, vorzugsweise über 180° C, getrocknet. Es ist dabei wichtig, daß die ϊ/armluft nach der Berührung mit dem zu trocknenden Gut abgeblasen und nicht im Kreislauf geführt wird. Dadurch kann eine Hydratation der imprägnierten Steine mit Sicherheit vermieden werden, da auch das verwendete Dis-
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perkier- und Stabilisierungsmittel und die auf der Steinoberfläche gebildete dünne Rußschicht eine gewisse schützende vTirkung ausüben,
Durch Tauchen bzw. Imprägnieren nit Teer oder Pech können im Durchschnitt in den behandelten Steinen Restkohlenstoffgehalte (Verkokung nach ASTM G 6O7 - 67) von 1,2 bis 2,0 °,i, durch Imprägnieren mit einer Rußdinpersion aber von 1,8 bis 2,5 % erreicht werden. Zur Erzielung besonders hoher Kohlenstoffgehalte kann beim Verfahren gemäß der Erfindung die Imprägnierung der Steine auch mehrmals hintereinander erfolgen, wobei die Steine vorteilhaft ,jeweils zwischen den einzelnen Imprägnierungen getrocknet werden. Ferner ist es a\ich möglich, einen gemäß der Erfindung mit einer Rußdinpersion imprägnierten \xnd getrockneten Stein dann noch mit Teer oder Pech zu imprägnieren.
Die mit Hilfe des Verfahrens gemäß der Erfindung erhaltenen Steine können vorteilhaft für die Auskleidung von metallurgischen Gefäßen für Sauerstoffaufblasverfahren oder für bodenblasende Stahlherstellungsprozesse, von Gefäßen für Entgasungsverfahren, ferner in Elektroöfen und in Roheisenmischern und Pfannen verwendet werden.
Die Erfindung wird an Hand des folgenden Beispiels näher erläutert:
Beispiel: Drei Magnesitsteine verschiedener Zusammensetzung, die in der folgenden Tabelle als Stein 1, 2 und 5 bezeichnet sind, wurden einmal mit einer 35 % Ruß enthaltenden wässerigen Dispersion, die etwa 5 /oPolyglykoläther als Dispersionsmittel enthielt, unter Anwendung eines Vakuums und nachfolgender Einwirkung von Druck imprägniert, und dann in einem von Abgas durchströmten
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Trockner bei etwa 180° C 5 h lang getrocknet. Anschließend wurde der Kohlenstoffgehalt in den einzelnen Zonen der Steine bestimmt. Der verwendete Ruß hatte eine Teilchengröße von 20 "bis 30 in u , eine mittlere Teilchengröße von 27 mAi, eine Viskosität von 0,1$ I1 und eine Fließgrenze von 0,14 dyn/cm .
Die Analysen und Prüfdaten der drei untersuchten Steine waren wie folgt:
otein
Chemische Analyse, in
Fe2O3
Alo0z + Mnx £ 3 3
Cr2O5 CaO
1,32 1,19 1 ,02
0,47 1 ,44- 4,50
0,15 0,32 0,78
0,12 0,16 0,17
2,51 2,39 2,19
95,43 94,50 91,34
Physikalische iJrüfdaten vor der Imprägnierung
liaumgewicht (RG-) (Pukall),
g/cm5
2 ,95 ?. ,94 2 ,92
'.Yasser auf nähme vermögen
00, *
5 ,4 5 ,7 6 ,0
Porosität (Ps), % 15 ,4 16 ,7 17 ,7
Kaltdruckfestigkeit
(KDF), kp/cm2
458 627 765
- 6 409885/1222
Stein 1 2 5 -
Physikalische Prüfdaten nach der Imprägnierung
RG (Pukall), g/cm5 3,01 5,00 2,98
4,0 4,5 4,5
Ps, c/o 12,0 12,9 12,8
KDF, kp/cm2 465 645 . 729
Zonenanalyse auf Kohlenstoff nach der Imprägnierung, % G Steindicke, mm
0 - 10
10 - 20 20 -■ 50 50-40 40-50 50 - 60 60 - 70 70 - ■ 80 80 - 90
90 - 100 100 - 110 110 - 120 120 - 150
Zum Vergleich wurden Steine der oben angeführten Zusammensetzungen mit einem Teer mit einem Gehalt von 5,55 % Anthracen-Unlöslichem imprägniert und nach ASTM-Verkokung untersucht. Es ergaben sich dabei folgende Gehalte an Restkohlenstoff:
120 150 110
2,22 2,19 2,55
2,21 2,07 2,21
2,26 2,02 1,95
2,18 2,06 1,96
1,80 1,95 1,95
1,85 1,96 1,95
1,84 2,05 2,00
2,24 . 2,05 1,95
2,24 2,09 1,91
2,51 2,07 2,01
2,16 2,10 2,24
2,20 2,15
_—_— 2,22
- 7 40 9885/1222
Stein 1 2 3
Restkohlenstoff in % 1,60 1,53 1,40
Aus diesen Ergebnissen ist zu ersehen, daß die erfindungsgemäße Imprägnierung mit Rußdispersionen höhere Gehalte an Restkohlenstoff ergibt als die übliche Imprägnierung der Steine mit Teer bzw. Pech. Darüber hinaus werden durch eine Imprägnierung mit Rußdispersionen besonders in den Randzonen der Steine verhältnismäßig hohe Gehalte an Kohlenstoff erreicht, und dies wirkt sich in einem geringeren Verschleiß der Fugen der mit solchen Steinen zugestellten Auskleidungen aus.
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Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    η. Verfahren zur Herstellung von gebrannten Magnesitsteinen, die mit kohlenstoffhaltigen Stoffen imprägniert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die gebrannten Steine mit einer wässerigen Dispersion von Ruß imprägniert und nach dem Imprägnieren mit trockener Warmluft von mindesten 100° 0, vorzugsweise mindestens 150° C, getrocknet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
    eine wässerige Dispersion mit einem Gehalt von 50 bis 50 #» vorzugsweise *35 bis 40 %, Ruß verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,; daß die Steine nach dem Imprägnieren mil) trockener Warmluft von über 180° 0 getrocknet werden. \
    409885/1222
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AT242049B (de) * 1963-01-28 1965-08-25 Veitscher Magnesitwerke Ag Kohlenstoffhaltiger, basischer, gebrannter, feuerfester Baukörper
GB1124630A (en) * 1966-01-14 1968-08-21 Basic Inc Refractory compositions

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AT327085B (de) 1976-01-12
SE395265B (sv) 1977-08-08
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FR2236813A1 (de) 1975-02-07
SE7401719L (sv) 1975-01-13
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ATA616573A (de) 1975-03-15

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