DE2425683A1 - Verfahren zur herstellung eines staerkebinders - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines staerkebinders

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DE2425683A1
DE2425683A1 DE19742425683 DE2425683A DE2425683A1 DE 2425683 A1 DE2425683 A1 DE 2425683A1 DE 19742425683 DE19742425683 DE 19742425683 DE 2425683 A DE2425683 A DE 2425683A DE 2425683 A1 DE2425683 A1 DE 2425683A1
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DE
Germany
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starch
binder
production
mineral
water
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Withdrawn
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DE19742425683
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English (en)
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Aake Isacsson
Leif Klinga
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Karlholms AB
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Karlholms AB
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J103/00Adhesives based on starch, amylose or amylopectin or on their derivatives or degradation products

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
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  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

KARLHOLMS AKTIEBOLAG
Karlholmsbruk / Schweden
"Verfahren zur Herstellung eines Stärkebinders"
PRIORITÄT, :
28. Mai 1973
Schweden
Die Erfindung'bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Stärkebinders. Dieser Stärkebinder eignet sich besonders für die Herstellung von Mineralplatten.
Für die Verkleidung von Wänden, für Trennwände und für Decken werden vielfach feuerhemmende, selbsttragende Platten verwendet, die aus Mineralwolle gepreßt sind, wobei deren Pasern mit Hilfe eines getrockneten oder abgebundenen Binders verbunden sind. Wenn die Platte gemäß den schwedischen Normen als "feuerhemmend in Klasse 1" eingeteilt werden soll, dann ist es unter anderem nötig, daß das darin vorliegende organische Material 10 Gew.-% nicht überschreitet. Deshalb können keine größeren
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Mengen Lignocellulose enthaltende Pasern als Binder verwendet werden.
Bei der Herstellung solcher Mineralplatten kann man zunächst durch die gleiche Technik, wie sie für Hartfaserplatten verwendet wird, eine "nasse Platte" herstellen. Diese nasse Platte aus Mineralfasern (Mineralwolle) besitzt eine unzureichende Naßfestigkeit, als daß sie von der Maschine, wie z.B. einer Fourdrinier-Masehine, abgenommen und in eine fertige Platte getrocknet werden könnte. Diese unzureichende Naßfestigkeit hat ihren Grund darin, daß die Mineralfasern nicht elektrisch geladen sind und daß ionenaktive Binder an den Pasern nicht festgehalten werden. Deshalb liegen die Binder nur mit einer mechanischen Pesthaltung in der nassen Bahn aus Mineralfasern vor.
Wenn es möglich wäre, dem Binder eine spezielle Form zu erteilen, dann könnte diese mechanische Pesthaltung beträchtlich verbessert werden, wodurch die.Naßfestigkeit einer nassen Paserplatte so weit erhöht würde, daß ein nachfolgendes Trocknen möglich wäre. Es wurde nunmehr gefunden, daß dies mit Hilfe eines Stärkebinders gemäß der Erfindung realisiert werden kann, der dadurch gekennzeichnet ist, daß die gelatinierte Stärke, vorzugsweise natürliche Stärke, in Wasser oder einer Wasseremulsion in Form von Flocken verteilt ist. Die Herstellung der erfindungsgemäßen Stärke ist dadurch gekennzeichnet, daß man in heißem Wasser gelatinierte Stärke, vorzugsweise natürliche Stärke, mit kaltem Wasser mischt. Um die gewünschten Resultate zu erzielen,sollte das Mischen bis zu 2 min, vorzugsweise 1 min, ausgeführt werden. Vor dem Mischen mit Wasser besitzt die gelatinierte Stärke zweckmäßig eine Temperatur von mindestens 850C, vorzugsweise mindestens 900C. Das erhaltene Gemisch sollte eine Temperatur von maximal 550C, vorzugsweise maximal 5O0C, aufweisen. Der Gehalt an Stärkebinder in der fertigen Aufschlämmung sollte mindestens 12 g/l, vor·
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zugsweise 15 bis 35 g/l» betragen.
Die Aufschlämmung, in welcher die Stärke in Form von Flocken vorliegt, enthält vorzugsweise ein emulgiertes öl. Bei der Herstellung wird.die Stärke vorzugsweise in einer Wasseremulsion des Öls gelatiniert. Das öl besitzt die Wirkung, daß die Stärke wie auch die Mineralfaser hydrophob gemacht wird, wodurch die Wasserfestigkeit der fertigen Platte verbessert wird. Hierdurch werden verbesserte mechanische Eigenschaften .der Platte erhalten, wenn sie in einer feuchten Umgebung verwendet wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann absatzweise oder kontinuierlich ausgeführt werden. Im letzteren Fall kann beispielsweise die Gelatinierung absatzweise ausgeführt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann beispielsweise in der Weise ausgeführt werden, daß eine konzentrierte, kalte Stärkeaufschlämmung (beispielsweise 1 Teil mit einem Gehalt von 400 g Stärke/l), die vorzugsweise ein emulgiertes öl, beispielsweise Tallöl, enthält (beispielsweise in einer Menge entsprechend 10 Gev.-% öl, bezogen auf die absolut trockene Stärkemenge) mit heißem Wasser (beispielsweise 10 Teilen) einer Temperatur von 80 bis 980C ge-r mischt wird. Das Rühren muß sorgfältig ausgeführt werden und muß sobald unterbrochen werden, als eine gute Mischung erzielt ist. Die heiße Aufschlämmung wird einige Minuten quellen gelassen, worauf sie in eine entsprechende oder etwas größere Menge kaltes Wasser (beispielsweise 15 Teile mit einer Temperatur von beispielsweise 5<-2O°C) während 1 min unter langsamen Rühren eingeschüttet wird. Die auf diese Weise hergestellte Stärkeaufschlämmung besteht im wesentlichen aus kleinen Flocken, die kein starkes Rühren aushalten. Für die Herstellung von Mineralplatten sollte deshalb bei der Dosierung dieser Stärkeaufschlämmung zu einer Maschine für die Herstellung einer nassen Platte eine Pumpe ver-
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wendet werden, welche die Stärkeauf schlämmung nicht bed.- .r<icntigt, wie z.B. eine Kolben- oder eine Membranpumpe.
Zur. Zwecke der Ausfällung des öls, welches gegebenenfalls im Stärkebinder der Mineralfaserplatte während ihrer Herstellung vorliegt, sollte eine Lösung von Aluminiumsulfat (Alaun) zur Aufschlämmung der Mineralfasern zugegeben werden, nachdem eine gute Einmischung des Stärkebinders erzielt worden ist.
Die kontinuierliche Herstellung des Stärkebinders wird nun anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
Die kontinuierliche Herstellung erfolgt in Analogie mit der absatzweisen Herstellung. So kann die kalte Stärkeaufschlämmung beispielsweise die gleiche sein, wie sie für die absatzweise Herstellung beschrieben ist. So kann sie beispielsweise 400 g/l Stärke enthalten.
Die kalte Stärxeaufschlämmung, die sich in einem Behälter 1 befincet, wird mit Hilfe einer Pumpe 2 zu einem Mischer h geführt, wobei gegebenenfalls Wasser bei 3 zugesetzt wird. Der Zusatz von Wasser wird vorzugsweise so eingestellt, daß eine Stärkekcnzentration von 50 bis 70 g/l im Mischer 4 erhalten wird. Im !•■iucher H wird die Stärkeaufschlämmung dann für die Gelatinierung der Stärke vorzugsweise auf 95-980C erhitzt. Hier geschieht des durch die Zufuhr von Dampf zum Mischer 4. Die Dampfmenge wird r.;it Hilfe eines Temperaturreglers 5 eingestellt, der unrittelbar nach dem Mischer h angeordnet ist.
Zf.e gelatinierte Stärke wird dann zu einem Ejector 7 geführt, in welchem sie augenblicklich mit kaltem Wasser gemischt und auf diese Weise abgekühlt wird. Das fertige Gemisch läuft durch einen "Korb" 8 mit perforierter Platte in einen Vorratsbehälter 9-Dei· Binder ist dann bereits fertig. Im Korb 8 wird eine gute Mi-
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— ο,
schung erzielt, wobei gleichzeitig die größten Stärkeflocken zerbrochen werden. Die Menge des dem Gemisch im Ejector 7 zugeführten kalten Wassers wird so eingestellt, daß die Temperatur des fertigen Stärkebinders unterhalb 500C liegt. Der Pegel im Vorratsbehälter 9 wird dadurch aufrecht erhalten, daß die Menge des kalten Wassers durch ein Ventil 6 geregelt wird. Der Fluß des Binders zur Maschine für die Herstellung der nassen Platte wird mit Hilfe einer Pumpe 10 geregelt, während die Menge der Stärke durch die Pumpe 2 geregelt wird.
Die Erfindung wird nun anhand des folgenden Beispiels näher beschrieben, welches die Herstellung eines Stärkebinders für die Produktion von Mineralplatten unter Arbeitsbedingungen zeigt.
Beispiel
1250 kg 80#ige Stärke, 100 kg Tallöl und 10 kg Triäthanolamin werden als Chemikalien verwendet.
Für die Herstellung der kalten Stärkeaufschlämmung werden 1000 Teile kaltes Wasser in den Herstellungsbehälter geschüttet. Dann werden 10 kg Triäthanolamin unter Rühren zugesetzt, worauf dann 100 kg Tallöl zugegeben werden. Jetzt wird die Stärke eingebracht. Abschließend wird auf 2500 1 verdünnt, wobei das Rühren ungefähr 15 min ausgeführt wird. Die Stärkekonzentration beträgt dabei etwa 400 g/l.
150 1 der so erhaltenen Stärkeaufschlämmung werden in 1500 1 Wasser mit einer Temperatur von 95-980C geschüttet. Die Gelatinierung wird während 3 min ausgeführt, wobei während der ersten Minute gerührt wird. Es wird ein Volumen von 165Ο 1 sowie eine Stärkekonzentration von 36,4 g/l erhalten. .
Gemäß der Erfindung wird diese vorgelatinierte Stärke Im heißen Zustand (ungefähr 890C) im Verlauf von maximal 1 min In einen
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Behälter geschüttet, der 2000 1 kaltes Wasser enthält, wobei es sorgfältig gerührt wird. Es werden 365O 1 Stärkebinder erhalten, welcher die Stärke gemäß der Erfindung in Form von Flocken enthält. Die Stärkekonzentration beträgt 16,6 g/l und die Temperatur 360C.
Zur Herstellung einer Mineralplatte werden 1 1 einer 6?igen Lösung von Aluminiumsulfat (gerechnet als AIp(SOn),.18 HpO) je 15 1 Stärkebinder zugesetzt.
Die Mineralplatte besitzt die folgenden physikalischen Eigenschaften:
Grundgewicht Dicke Dichte kg/m4
mm
g/cnr
Biege- organische Wasserabsorpfestigkeit Stoffe tion (%)
kg/cm2 % 2 st bei 20°C
5,33
13,9
0,38
8,9
PAMTAK
08 -tN».H.!WCK* PWC-WS. H.BO«
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Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Herstellung eines Stärkebinders, dadurch gekennzeichnet, daß man eine in heißem Wasser gelatinierte Stärke, vorzugsweise natürliche Stärke, welche eine Temperatur von mindestens 85°C aufweist, mit kaltem Wasser mischt, so daß das erhaltene Gemisch eine Temperatur von höchstens 55°C aufxveist, wobei das Mischen bis zu 2 min dauert.
2. Verfahren nach Ansprugh 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke im fertigen Gemisch eine Konzentration von mindestens 12 g/l aufweist.
MTMTANWHJt
!» -IWI.KHNCIC* DtPU-WS.H.BOHR G. ».STA
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Leerseite
DE19742425683 1973-05-28 1974-05-28 Verfahren zur herstellung eines staerkebinders Withdrawn DE2425683A1 (de)

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DE102009021555B4 (de) * 2009-05-15 2011-06-22 AGM Mader GmbH, 85221 Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels sowie Verwendung eines solchen Bindemittels zur Herstellung eines Formkörpers

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