DE2425781A1 - Verwendung von aldonamiden zur herstellung photographischer materialien - Google Patents

Verwendung von aldonamiden zur herstellung photographischer materialien

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DE2425781A1 DE19742425781 DE2425781A DE2425781A1 DE 2425781 A1 DE2425781 A1 DE 2425781A1 DE 19742425781 DE19742425781 DE 19742425781 DE 2425781 A DE2425781 A DE 2425781A DE 2425781 A1 DE2425781 A1 DE 2425781A1
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Grant Milford Haist
Wilbert Jeptha Humphlett
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Description

Verwendung von Aldonamiden zur Herstellung photographischer
Materialien.
Die Erfindung betrifft die Verwendung von Aldonamiden, d.h.
Amiden von Aldonsäuren, als Alkalilieferanten zur Herstellung
photographischer Materialien.
Hs ist bekannt, zur Herstellung photographischer Bilder strahlungsempfindliche Aufzeichnungsmaterialien Mit strahlungsempfindlichem Silberhalogenid und einer einverleibten Silberhalogenidentwicklerverbindung zu verwenden, bei denen ein latentes Bild durch Einwirkung von Warme entwickelt werden kann. Kennzeichnend für diese Aufzeichnungsmaterialien ist, daß sie ausser dern strahlungsempfindlichen Silberhalogenid und einer SiI-berhalogenidentxiicklerverbindung des weiteren eine sogenannte
AlkaliVorläuferverbindung oder einen Alkalilieferanten enthalten, welche bzw. welcher bei Einwirkung von Wärme Alkali freisetzt. In typischer Weise setzen derartige Alkalilieferanten
Ammoniak oder ein Amin frei, welches die in dem Aufzeichnungsmaterial enthaltene Entwicklerverbindung aktiviert, die dann
das exponierte Silberhalogenid entwickelt. Aus der US-PS
2 410 644 ist es beispielsweise bekannt, als Alkalilieferanten Betaine, Tetramethylammoniumjodid und Diaminobutandihydrochlorid zu verwenden.
Es sind des weiteren, z.B. aus der US-PS 3 157 503, durch Einwirkung von Wärme entwickelbare strahlungsempfindliche Zwei-Komponenten Diazomaterialien bekannt, welche ebenfalls eine Verbindung enthalten, welche bei Einwirkung von Wärme Alkali freisetzt.
Aus der US-PS 3 220 846 ist es bekannt, zur Herstellung wärmeentwickelbarer photographischer Materialien als Alkalilieferanten oder Alkaliaktivatorvorläuferverbindungen Salze von leicht decarboxylierbaren organischen Säuren, z.B. Guanidiniumtrichloracetat, zu verwenden. Die Verwendung von Salzen von organischen Säuren als Alkalilieferanten ist des weiteren beispielsweise
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aus der US-PS 3 041 170 bekannt. Aus der US-PS^3 506 444 beispielsweise ist des weiteren die Verwendung von Aminoreste enthaltenden organischen Verbindungen, z.B. Harnstoff oder 6-Aminocapronsäure, als Alkalilieferanten zur Herstellung photographischer Materialien bekannt.
Nachteilig an vielen der bekannten Alkalilieferanten oder Alkaliaktivatorvorläuferverbindungen ist jedoch, daß sie zur Aktivierung vergleichsweise hohe Temperaturen erfordern, beispielsweise solche von über 1900C oder daß sie zu ihrer Aktivierung vergleichsweise lange erhitzt werden müssen. Andere bekannte Alkalilieferanten des beschriebenen Typs haben sich als instabil erwiesen, d.h. sie setzen Alkali bei der Aufbewahrung der Materialien, in denen sie enthalten sind, frei.
Aufgabe der Erfindung war es daher, Alkalilieferanten oder Alkaliaktivatorvorläuferverbindungen aufzufinden, welche unter den üblichen Bedingungen, bei denen strahlungsempfindliche Aufzeichnungsmaterial i en aufbewahrt werden, stabil sind und welche bei Temperaturen von etwa 140 bis etwa 1700C aktiviert werden können.
Der Erfindung lag die Erkenntnis zugrunde, daß sich als Alkalilieferanten zur Herstellung photographischer Materialien ausgezeichnet Aldonamide, d.h. Amide von Aldonsäuren, verwenden lassen.
Gegenstand der Erfindung ist somit die Verwendung von Aldonamiden als Alkalilieferanten zur Herstellung photographischer Materialien.
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung lassen sich die Aldonamide zur Herstellung photographischer Aufzeichnungsmaterialien verwenden, die als strahlungsempfindliche Komponente ein Silbersalz, insbesondere ein Silberhalogenid und eine durch Alkali aktivierbare Silbersalzentwicklerverbindung enthalten.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung v/erden die Aldonamide zur Herstellung strahlungsempfindlicher Aufzeichnungsmateria-■ lien verwendet, welche eine strahlungsempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht aufweisen, die eine Silberhalogenidstabilisatorvorläuferverbindung enthält, die aus einer Schwefel enthaltenden Verbindung besteht und die Eigenschaft hat, bei Temperaturen von über 140°C eine Verbindung zu erzeugen, welche nicht exponiertes Silberhalogenidkomplex bildet, und zwar unter Erzeugung eines ilercaptides, das stabiler gegenüber Licht ist als das Silberhalogenid.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden die Aldonamide zur Herstellung von durch Einwirkung von Wärme entwickelbaren Aufzeichnungsmaterialien vom Diazotyp verwendet.
Gegebenenfalls können zur Steigerung der Qualität der herzustellenden Bilder oder Reproduktionen Mischungen verschiedener Aldonamide verwendet werden.
Die erfindungsgemäß verwendeten Aldonamide lassen sich somit zur Herstellung der verschiedensten strahlungsempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien verwenden, die aus einem Schichtträger und mindestens einer darauf aufgetragenen strahlungsempfindlichen Schicht bestehen und die in dieser strahlungsempfindlichen Schicht oder mindestens einer weiteren Schicht eine aus einem Aldonamid bestehenden Alkalilieferahten enthalten, welcher bei Erhitzen auf über etwa 1400C Alkali freisetzt.
In den unter Verwendung von Aldonamiden hergestellten Aufzeichnungsmaterialien lassen sich somit Bilder dadurch erzeugen, daß die Aufzeichnungsmaterialien bildgerecht mit aktivierender Strahlung belichtet werden, worauf sie auf eine Temperatur von über etwa 1400C erhitzt werden, wobei das Aldonamid Alkali freisetzt, welches für die Aktivierung der Entwicklung des Aufzeichnungsmaterials oder für die Aktivierung der Entwicklung und Stabilisierung des Aufzeichnungsmaterials ausreicht.
Die erfindungsgemäß verwendeten Aldonamide können des weiteren gemeinsam mit anderen Stoffen oder Verbindungen verwendet werden, die gegenüber Alkali empfindlich sind. Beispielsweise können die Aldonamide in photographischen Materialien auch zur Ent-
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färbung von Lichthofschutzschichten verwendet werden, d.h. die Aldonamide können dazu benutzt werden, Lichthofschutzschichten durch Erhitzen zu entfärben. So ist es beispielsweise aus der Zeitschrift "Research Disclosures" bd. 107,März 1975,Abschnitt 10719 bekannt, zur Herstellung thermographischer Aufzeichnungsmaterialien für Lichthofschutzzwecke durch Alkali entfärbbare Vanadiurakomplexe von 8-Hydroxychinolin zu verwenden.
Besonders vorteilhafte, erfindungsgemäß verwendbare Aldonamide sind solche der folgenden Strukturformel:
(CHOH).
CH OH
worin bedeuten:
η eine Zahl von 1 bis 8 und
R und R1 einzeln Jeweils Wasserstoffatome oder Alkylreste mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Alkenylreste oder Hydroxyalkylreste mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder gemeinsam die zur Vervollständigung eines heterocyclischen Ringes mit 5 oder 6 Ringatomen erforderlichen Atome.
Haben R und R1 die Bedeutung von Alkylresten, so können diese beispielsweise aus Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder Butylresten bestehen. Typische Alkenylreste, für die R und R1 stehen können, sind beispielsweise die Vinyl-, Propenyl-, Butenyl-, Pentenyl- und Hexenylreste. Typische Hydroxyalkylreste, für die R und R1 stehen können, sind beispielsweise die Hydroxy methyl-, Hydroxyäthyl-, Hydroxypropyl-, Hydroxybutyl-, Hydroxyamyl- und Hydroxyhexylreste.
Bilden R und R' gemeinsam einen heterocyclischen Ring mit 5 bis
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6 Ringatomen, so bestehen die zur Erzeugung des Ringes erforderlichen Atome in typischer Weise aus Sauerstoff, Stickstoff- und Kohlenstoffatomen, d.h. der durch R und R1 vervollständigte heterocyclische Ring besteht beispielsv/cise aus einem Pyrrol- oder Pyridinring.
Bei Verwendung der Aldonamide zur Herstellung strahlungsempfindlicher Aufzeichnungsmaterialien können die Aldonamide in den verschiedensten Positionen eines Aufzeichnungsmaterial untergebracht werden. Erforderlich ist lediglich, daß sie bei einer Erhitzung auf eine Temperatur Von über etwa 1400C die gewünschte. Aktivierung bewirken können. So können die Aldonamide beispielsweise in der gleichen Schicht wie die strahlungsempfindlichen Verbindungen untergebracht werden oder aber in einer hierzu benachbarten Schicht.
Werden die Aldonamide zur Herstellung von sogenannten Zwci-Komponenten-DiazotypaufZeichnungsmaterialien verwendet, die auf trockenem Wege entwickelt werden sollen, so können die Aldonamide entweder der strahlungsempfindlichen oder sensibilisierten Schicht zugesetzt werden oder aber in einer separaten Schicht untergebracht werden, z.B. zwischen Schichtträger und der strahlungsempfindlichen oder sensibilisierten Schicht.
Die Aldonamide können des weiteren jedocL auch zur Herstellung sogenannter Kritwicklermaterialien oder Entxvicklerblätter verwendet werden, was beispielsweise durch Imprägnieren eines Schichtträger mit einen Aldonamid oder durch Einsaugen eines Aldonamides durch einen Schichtträger erfolgen kann.
Ob die Aldonamide der strahlungsempfindlichen Beschichtungsmasse oder Beschichtungslösung zugesetzt werden können, hängt davon ab, ob die Aldonamide r.dt den übrigen Bestandteilen dieser Geschiehtungsmassen bzw. Beschichtungslösungen verträglich sind. Sollen die Aldonamide der strahlungsempfindlichen Bcschichtungsmasse oder Beschichtungslösung zugesetzt v/erden, so sind in der Regel besondere Maßnahmen erforderlich, um eine
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vorzeitige Kupplung der Diazoverbindung mit dem Kuppler zu verhindern.
Typische, aus zwei Komponenten bestehende trocken entwickelbare photographische Aufzeichnungsmaterialien vom Diazotyp, zu deren Herstellung die Aldonamide verwendet werden können, werden beispielsxveise in dem Buch von P. Glafkides "Photographic Chemistry", Band 2 (1960), Seite 719 beschrieben. Zur Herstellung derartiger Aufzeichnungsmaterialien werden Beschichtungsmassen oder ßeschichtungslösungen verwendet, die eine Diazoniumverbindung, eine Kupplerverbindung, eine Säure und ein Antioxidationsmittel enthalten. Des weiteren werden der Beschichtungsmasse in der Regel ein hygroskopisches Mineralsalz und eine lösungsvermittelnde Verbindung zugesetzt.Letztere soll die Ausfüllung des iüazoriiuiasalzes aus der Losung veriiiridern. Gleichgültig, ob die Aldonamide im Falle eines Zwei-Komponenten-Diazotypaufzeichnungsmaterials in der strahlungsempfindlichen Schicht oder in einer Deckschicht oder Zwischenschicht untergebracht werden, in jedem Falle werden die Aufzeichnungsmaterialien durch eine Vorlage der Einwirkung aktinischer Strahlung ausgesetzt, wobei ein latentes Bild erzeugt wird. Nach der Entfernung der Vorlage werden die Aufzeichnungsmaterialien dann auf die erforderliche Entwicklungstemperatur erhitzt, wobei die Erhitzungstemperatur von der Aktivierungstemperatur des Alkalilieferanten abhängt sowie von der Temperatur, die das Schichtträgermaterial des Aufzeichnungsmaterials auszuhalten vermag. Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, Temperaturen von etwa 140 bis 1öO°C anzuwenden.
Werden die Aldonamide in Form sogenannter Entwicklungsmaterialien ader Entwicklungsblätter aus einem separaten Schichtträger und dem Aldonamid angewandt, so werden diese Entwicklungsmaterialien oder Entwicklungsblätter in Kontakt mit dem exponierten Diazomaterial gebracht, v/orauf der gebildete Sandwich erhitzt wird, vorzugsweise von der Seite des Entv/icklungsmaterials oder Entwicklungsblattes her. Dabei setzt die Wärme Alkali in dem Entwicklungsmaterial frei, welches dann in das exponierte Diazo-
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■»
material wandert und hier die Kupplungsreaktion bewirkt.
Die im Einzelfalle günstigste Konzentration an Aldonamid hängt im Einzelfalle von der speziell verendeten Diazoniumverbindung, der Kupplerverbindung und dergleichen ab. Als vorteilhaft hat es erwiesen, etwa 1,0 bis etwa 10,0 Mole Aldonamid pro Mol Biazoniumverbindung zu venvenden. Bei Verwendung der Aldonamide in einer besonderen Schicht oder auf einem besonderen Schichtträger können sie in vorteilhafter Weise gemeinsam mit einem geeigneten Bindemittel verwendet werden, beispielsweise mit Polyvinylacetat, Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid, PoIyvinylformal, Polyvinylbutyral oder Athylcellulose mittlerer Viskosität. Das Mischungsverhältnis von Bindemittel zu Alkalilieferant liegt dabei in vorteilhafter Weise bei etwa 0,1 bis 0,5:1 Gew.-Teile. Zur Herstellung der Beschichtungsmassen oder Beschichtungslösungen geeignete Lösungsmittel für das Bindemittel sind beispielsweise Benzol, Toluol, Methylenchlorid, Trichloräthylen, Äthylacetat und Butylacetat.
Außer zur Herstellung von Aufzeichnungsmaterialien vom Diazotyp eignen sich die erfindungsgemäß verwendeten Aldonamide, wie bereits dargelegt, auch hervorragend zur Herstellung strahlungsempfindlicher Aufzeichnungsmaterialien mit einer Silbersalzemulsionsschicht und einer Entwicklerverbindung, welche durch "Trockenentwicklung" entwickelbar sind. Mit "Trockenentwicklung" ist gemeint, daß zur Entwicklung der Bilder keine Entwicklungsflüssigkeiten erforderlich sind. Einige bekannte strahlungsempfindliche Aufzeichnungsmaterialien, die für eine Trockenentwicklung bestimmt sind, enthalten bekanntlich Entwicklerverb indungen und einen Alkalilieferanten oder eine Alkaliaktivatorvorläuferverbindung, der bzw. die die Entwicklerverbindung bei Einwirkung von-Wärme aktiviert, die jedoch die Entwicklerverbindung nicht aktiviert, bis Wärme während des Entwicklungsprozesses zugeführt wird.
Bei der Herstellung von Aufzeichnungsmaterialien mit Silbersalzemulsionsschichten, insbesondere Silberhalogenidemulsionsschichten, können die Aldonamide in die Silbersalzemulsionsschicht eingearbeitet werden oder aber auch in einer Schicht unterge-
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bracht werden, die sich in Kontakt mit der Emulsionsschicht befindet. Andererseits können die Aldonamide auch im Schichtträger untergebracht werden, auf den die Emulsionsschicht aufgetragen wird. Auch können die Aldonamide in verschiedenen der angegebenen Positionen gleichzeitig untergebracht werden.
Die Aldonamide können auch im Falle von Aufzeichnungsmaterialien mit Silbersalzemulsionsschichten in verschiedenen Konzentrationen angewandt werden. Normalerweise hat es sich als zweckmäßig erwiesen, sie in Konzentrationen von etwa 1,0 bis etwa 10,0 Molen pro L'ol Silber zu verwenden. Vorzugsweise werden etwa 3 Mole Aldonamid oder Alkaliaktivatorvorläuferverbindung pro Mol Silber in dem photographischen Aufzeichnungsmaterial verwendet.
Die Entwicklerverbindungen können in einer oder mehreren Schichten des Aufzeichnungsmaterials untergebracht werden. Sie können beispielsweise in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst und in Form einer Lösung der zur Erzeugung der Schicht verwendeten Beschichtungsmasse zugesetzt werden. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang beispielsweise auf die US-PS 2 322 02 7 und 2 801 171.
Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, als Entwicklerver- . bindung ein Gemisch aus Methylgallat und 1-Phenyl-3-pyrazolidon im Mischungsverhältnis von 10 : 1 zu verwenden. Eine besonders vorteilhafte Entwicklerverbindung für die Herstellung derartiger Aufzeichnungsmaterialien ist des weiteren Hydrochinon.
Als Silbersalzentwicklerverbindungen lassen sich beispielsweise verwenden: Polyhydroxybenzole, z.B. Hydrochinonentwieklerverbindungen, beispielsweise Hydrochinon, durch Alkylreste substituierte Hydrochinone, z.B. t.-Buty!hydrochinon, Methy!hydrochinon, Carboxyalkylhydrochinone und 2,5-Dimethy!hydrochinon, ferner Brenzkatechin und Pyrogallol, durch Chloratome substituierte Hydrochinone, z.B. Chlorhydro'chinon oder
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Dichlorhydrochinon, durch Alkoxyres te substituierte Hydrochinone, z.B. Methoxyhydrochinon und Äthoxyhydrochinon, ferner Aminophenol-Entwicklerverbindungen, z.B. 2,4-Diaminophenole, beispielsweise 2,4-Diamino-6-methy!phenol und Methylaminophenole, Hydroxylamine, z.B. N,N-Di(2-äthoxyäthyl)amin, schließlich 3-Pyrazolidon-Entwicklerverbindungen, z.B. 1-Phenyl-3-pyrazolidon, einschließlich der aus der GB-PS 930 572 bekannten Verbindungen, ferner Ascorbinsäuren, z.B. d-Araboascorbinsäure, Iminoglucoascorbinsäure, Isopropylidenascorbinsäure, ferner Hydroxytetronsäuren, z.B. Pheny!hydroxytetronsäure, Phenylhydroxytetronimid, ferner Reductone, z.B. Aminohexosereductone, z.B. des aus der FR-PS 2 065 792 bekannten Typs und Acylderivate von Aminophenolen, wie sie beispielsweise aus der GB-PS 1 045 303 bekannt sind. Die Entwiclclerverbindungen können dabei allein oder in Kombination miteinander verwendet werden.
Besonders vorteilhafte Entwicklerverbindungen zur Herstellung der beschriebenen wärmeentwickelbaren Aufzeichnungsmaterialien sind Methylgallat; Gallussäure; 2,5-Dihydroxyphenylessigsäure; '2,5-Dihydroxy-p-benzoldiassigsäure; 2',3 f,4'-Trihydroxy-acetophenon; 3,5-Dihydroxybenzonorbornan; Pyrogallol; Ascrobinsäure; 1-Phenyl-3-pyrazolidon und Phenylhydrochinon.
Die Entwicklerverbindungen können in verschiedenen Konzentrationen angewandt werden. Normalerweise haben sich Konzentrationen von etwa 0,25 bis etwa 4,0 Molen pro Mol Silber als vorteilhaft erwiesen. Als besonders zweckmäßig hat sich in der Regel die Verwendung eines Holes Entwicklerverbindung pro Mol Silber in dem Aufzeichnungsmaterial erwiesen.
Zur Herstellung der strahlungsempfindlichen oder photosensitiven Aufzeichnungsmaterialien können die üblichen bekannten Kolloide allein oder in Kombination miteinander verwendet werden. In typischer Weise werden zur Herstellung der Aufzeichnungsmaterialien hydrophile Kolloide verwendet, die transparent oder translucent sind und aus natürlich vorkommenden Stoffen oder synthetischen Stoffen bestehen können. Typische natürlich vor-
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kommende Bindemittel bestehen aus Proteinen, z.B. Gelatine oder Gelatinederivaten oder aber auch aus Cellulosederivaten, Polysacchariden, z.B. Dextrin, Gummmi arabicum und dergleichen. Typische synthetische polymere Bindemittel sind in Wasser lösliche Polyvinylverbindungen, z.B. Polyvinylpyrrolidon und Acrylamidpolymere. Als besonders vorteilhafte Bindemittel haben sich Gelatine, einschließlich Schweinshautgelatine, Polyvinyldisulfobenzal und Terpolymere aus N-Isopropylacrylamid, 3-Methylacryloyloxypropan-1-sulfonsäurenatriumsalz und 2-Acetoacetoxyäthylmethacrylat erwiesen.
Andere synthetische polymere Stoffe, welche als Bindemittel verwendet werden können, sind dispergierte Polyvinylverbindungen, z.B. solche in Latexform und zwar insbesondere solche, welche die Dimensionsstabilität photographischer Materialien zu erhöhen vermögen. Geeignete synthetische Polymere sind beispielsweise die aus den US-PS 3 142 586, 3 193 386, 3 062 674, 3 287 289 und 3 411 911 bekannten Polymere. Geeignete Polymere sind beispielsweise die in Wasser unlöslichen Polymeren von Alkylacrylaten und Alkylmethacrylaten, Acrylsäure, Sulfoalkylacrylaten ader Sulfoalkylmethacrylaten und solche, die quervernetzende Zentren haben, welche die Härtung oder das Hartwerden erleichtern, wie auch solche mit wiederkehrenden Sulfobetaineinheiten, wie sie beispielsweise in der CA-PS 774 054 beschrieben werden. Besonders vorteilhafte hochmolekulare Bindemittel sind beispielsweise Polyvinylbutyral, Celluloseacetat, Celluloseacetatbutyrat, Celluloseacetatpropionat, Polymethylmethacrylat, Polyvinylpyrrolidon, Äthyl, ellulose, Polystyrol, Polyvinylchlorid, chlorierte Gummis, Polyisobutylen, Butadien-Styrolcopolymere, Vinylchlorid-Vinylacetatcopolymere, Copolymere aus Vinylacetat, Vinylchlorid und Maleinsäure sowie Polyvinylalkohol.
Wie bereits dargelegt, eignen sich die erfindungsgemäß verwendeten Aldonamide in vorteilhafter Weise zur Herstellung solcher photographischer Aufzeichnungsmaterialien, die eine sogenannte Stabilisatorvorläuferverbindung enthalten. Derartige Verbindungen
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sind beispielsweise aus der US-PS 3 301 678 bekannt. Typische Stabilisatorvorläuferverbindungen sind solche der folgenden Formeln:
I.
A-R-S-C
NH
NH
II.
O OC-R3-SC
NH
NH
III.
R6-CH-CH0-C-R7
S-R8-Z
IV.
Ry-CH-CH
S-R12-M
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In den angegebenen Formeln bedeuten:
R, R , R und P jeweils einen kurzkettigen Alkylenrest
mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, beispielsweise einen Methylen-, Äthylen-, Propylen-, Butylen-, Isobutylen- oder Amylenrest;
R , R", R , Il und R' jeweils ein Was se rs to ff atom oder einen
kurzkettigen Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen oder einen Arylrest mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen, z.B. einen Phenyl- oder Naphthylrest oder einen gegebenenfalls
substituierten Arylrest, wie im folgenden
ft 7
für R° und R angegeben;
R und R jeweils einen Arylrest mit 6 bis 12 Koh
lenstoffatomen, z.B. einen Phenyl- oder Naphthylrest, die gegebenenfalls substituiert sein können, d.h. beispielsweise einen substituierten Arylrest der folgenden Formel:
worin D darstellt einen Nitro- oder Hydroxyrest oder ein Chlor- oder Bromatom oder einen kurzkettigen Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen oder einen kurzkettigen Alkoxyrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen;
R und R jeweils einen Cyano- oder Alkoxycarbonyl-
rest, wobei die Alkylgruppe 1 bis 5 Kohlenstoffatome aufweist oder jeweils einen Amidorest der folgenden Formel:
Il
-CNH.
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— 1 j ■
X ein Anion oder einen Säurerest, z.B. ein Chlor
oder Bromanion oder ein Nitrat-, Trichloracetat-, Perchlorat-, Formiat-, Acetat-, Aminoacetat-, p-Toluolsulfonat-, Sulfonat-, Trifluoracetat-, Chloracetat- oder Äthylsulfatrest;
A einen Hydroxyrest oder einen Rest ,einer der fol
genden Formeln:
R15
13 I.N R17 0
N-, X^ C-S- oder N-C-O-P^ I]/ ^
worin bedeuten:
R13, R14, R15, R16, R17 und R18 jeweils ein Wasserstoffatom oder einen kurzkettigen Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen oder einen Arylrest des für R und R7 beschriebenen Typs und
X ein Anion des bereits beschriebenen Typs;
M und Z jeweils einen Hydroxy-, Carboxy- oder Aminorest einschließlich eines primären (-NH-)-Restes oder eines sekundären Aminorestes oder eines tertiären Aminorestes, z.B. eines Morpholino-, Piperidino-, Pyrrolidinorestes oder eines Dialkylaminorestes, mit Alkylgruppen mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen.
Verbindungen der Formeln III und IV werden normalerweise in Form von Salzen, z.B. Hydrochloridsalzen, hergestellt, um die Reinigung der Salze zu erleichtern und um ihre Löslichkeit in Wasser zu erhöhen, um ihre Einarbeitung in photographische Schichten zu erleichtern.
Typische geeignete Stabilisatorvorläuferverbindungen der ange-
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gebenen Formeln sind beispielsweise:
2-Hydroxyäthylisothiuroniumchlorid,
2-Hydroxyäthylisothiuroniumtrichloracetat, Isothiureidoessigsäure,
2-Isothiureidopropionsäure,
ß-(2-riorpholinoäthylthio)-ß~phenylpropiophenonhydrochlari.d, Z-Athylaminoäthylisothiuroniumchlorid, 2-Hydroxypropylisothiuroniumtrichloracetat, a-Nitrilo-ß-(2-morpholinoäthylthio)propionitrilhydrochlorid,
a-Carbäthoxy-ß-(2-morpholinoäthylthio)-ß-phenylpropionitrilhydrochlorid,
Äthyl a-amido-ß-(2-morpholinoäthylthio)-ß-phenylpropionathydrochlorid,
2-Hydroxyäthyl-i-methylisothiuroniumchlorid, 2-Hydroxyäthyl-1-phenylisothiuroniumchlorid, 1-Phenyl-2-isothiureidoessigsäure.
V/eitere geeignete Stabilisatorvorläuferverbindungen sind aus der üS-PS 3 220 839 bekannt. Derartige Stabilisatorvorläuferverbindungen bestehen u.a. aus Isothioharnstoffderivaten der folgenden Formeln:
rw
R2-N R4O
C-S-C-COH oder C-S-C- [ -C- I -Y
1 ^ 1S
R-N IT
worin bedeuten:
R1, R2, R3, R4, R5, R6 und R7 jeweils ein Wasserstoffatom oder einen Kohlenwasserstoffrest, z.B. einen Arylrest mit 6 bis Kohlenstoffatomen, z.B. einen Phenylrest, der gegebenenfalls durch einen Alkylrest substituiert sein kann oder jeweils einen
1 2 gegebenenfalls substituierten Alkylrest; R und R können des weiteren beispielsweise Acylreste der folgenden Formel sein:
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ο
Il
RC-
R ein Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen ist;
1 2
R und R können des weiteren gemeinsam für die Atome stehen, die zur Vervollständigung eines heterocyclischen Ringes erfor-
1 ?
derlich sind, oder R und R können in besonders vorteilhafter Weise für die Kohlenstoff- und Wasserstoffatome stehen, die zur Vervollständigung eines Alkylenrestes erforderlich sind, welcher die beiden Stickstoffatome miteinander unter Erzeugung eines cyclischen Kernes verbindet, und zwar eines cyclischen
Kernes der folgenden Formel, in welcher R ein Alkylenrest mit 2 bis 20 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, ist und R3 ein Acylrest mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen außer den für R3 angegebenen Substituenten:
R3
η eine Zahl von mindestens 1, vorzugsweise von 1 bis 10, und insbesondere von 1 bis 3;
Y ein Carboxylrest, ein Suifonatrest, ein Hydroxylrest oder ein gegebenenfalls substituierter Aminorest der folgenden Formel:
-N
\R10
worin R ein Wasserstoffatom ist oder ein Alkylrest und R ein Viasserstoff atom, ein Alkylrest oder ein Acylrest, wobei gilt, daß der durch Y dargestellte Aminorest auch in Salzform vorliegen kann, d.h. der folgenden Formel entsprechen kann:
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ι9
-N — R !
R1 10
R9
worin R und R die bereits angegebene Bedeutung haben oder worin Y auch ein Morpholinorest sein kann.
Die Alkyl- und Alkylenreste weisen vorzugsweise 1 bis 20, insbesondere 1 bis 4 Kohlenstoffatom^ auf. Beispiele für Alkyl· reste sind die Methyl-, Äthyl-, Isopropyl-, η-Butyl-, 2-Äthylhexyl-, n-Decyl-, Stearyl- und n-Eicosylreste.
Den Alkylresten analoge Alkylenreste sind geeignete R -Substituenten.
Typische geeignete Verbindungen der angegebenen Struktur sind beispielsweise:
2-S-Thiur.oniumäthansulfonat: HN
X- S-
H2N
CH0CH0 -SO -H 2 2
3-S-Thiuroniumpropansulfonat:
ΗΝ,ν
^C-S-(CH2) 3-SO3H
4-S-Thiuroniumbutansulfonat: HN
C-S- (CH2) 4-SO3H
H2N
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3-S-Thiuronium-i-methyl-propansulfonat:
HN. CH3
X ι 3
C-S-CH0-CH0-CH-SO7H
H2N
Als besonders vorteilhafte Stabilisatorvorläuferverbindungen haben sich die oben beschriebenen Verbindungen mit einem SuI-fonatrest erwiesen, welche sogenannte innere Säuresalze bilden. Weitere innere Säuresalze bildende Stabilisator-Vorläuferverbindungen sind beispielsweise aus der US-PS 3 220 839 bekannt.
Die verwendeten Stabilisatorvorläuferverbindungen sind gegenüber Silberhalogenidemulsionen in sauren oder neutralen Medien inerte Verbindungen und unter Temperaturen, unter denen photographische Aufzeichnungsmaterialien gelagert werden, stabil.
Die Stabilisatorvorläuferverbindungen können in Konzentrationen von etwa 0,01 Molen bis etwa 20 Molen pro Mol Silbersalz, vorzugsweise in Konzentrationen von etwa 0,4 bis etwa 2,0 Molen pro .-Io 1 Silberhalogenid verwendet werden.
Oftmals ist es jedoch zweckmäßig, die Stabilisatorvorläuferverbindungen in einem molaren Oberschuß zu verwenden, um zu gewährleisten, daß eine wirksame Stabilisierung der Bezirke der Silberhalogenidemulsionsschichten erreicht wird, die stabilisiert werden sollen. Um ein Auskopieren oder andere nachteilige Effekte zu vermeiden, beispielsweise eine Bildaus löschung oder Bildtilgung, wird häufig die 5-fache oder in manchen Fällen auch die 10-fache Menge der an sich erforderlichen Menge an Stabilisatorvorläuferverbindung auf molarer Basis verwendet. Die Konzentration des Alkalilieferanten kann durch die Menge an Stabilisatorvorläuferverbindung beeinflußt werden, wie auch die Konzentration an verwendeter Silberhalogenidentwicklerverbindung. Ganz allgemein soll die Menge an Alkaliaktivatorvorläuferverbindung so hoch bemessen sein, daß die Aufspaltung oder der Auf-
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bruch der Stabilisatorvorläuferverbindung bei den angewandten Temperaturen bewirkt wird. Die Konzentration, die normalerweise ausreicht, liegt bei etwa 1/4 Mol Alkaliaktivatorlieferant pro Mol Silber in der Emulsion als Silberhalogenid bis zu etwa 20 Molen Alkaliaktivatorvorläuferverbindung oder Alkalilieferant. In typischer Weise werden etwa 1/4 Mol Alkaliaktivatorvorläuferverbindung oder Alkalilieferant pro Mol Silber in der Emulsionsschicht als Silberhalogenid bis zu etwa 10 Mole Alkaliaktivatorvorläuferverbindung oder Alkalilieferant verwendet.
Die strahlungsempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien können unter Verwendung der verschiedensten üblichen Schichtträger hergestellt werden. Natürlich müssen die im Einzelfalle verwendeten Schichtträger den bei der Entwicklung der Aufzeichnungsmaterialien angewandten Entwicklungstemperaturen standhalten. In typischer Weise bestehen die Schichtträger aus Folien aus Cellulosenitrat, Celluloseestern, Polyvinylacetalen, Polystyrol und anderen Polymeren, wie auch aus Glas, Papier, Metall oder Holz. In typischer Weise werden flexible Schichtträger verwendet, insbesondere Papierschichtträger, die partiell acetyliert sein können oder eine Barytschicht aufweisen können oder eine Schicht aus einem a-Olefinpolymeren, insbesondere einem Polymeren eines a-01efins mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen, z.B. eine Schicht/iius Polyäthylen, Polypropylen oder einem Äthylen-Butencopolymeren.
üa die Aldonamid-Alkalilieferanten durch anorganische Alkalien, z.B. Alkalimetallhydroxyde, einschließlich Natriumhydroxyd und Kaliumhydroxyd und Alkalimetallcarbonate, z.B. Natriumcarbonat, aktiviert werden können, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, die Aufzeichnungsmaterialien mit den erfindungsgemäß verwendeten Aldonamiden nicht mit alkalischen Stoffen in Kontakt zu bringen, ivelche ein vorzeitiges Freisetzen des Alkalis herbeiführen könnten. So ist es in den meisten Fällen nicht ratsam, eine Silberhalogenidemulsionsschicht mit einem Aldonamid-Alkalilieferanten und einer Stabilisatorvorläuferverbindung mit einer wässrigen alkalischen Lösung einer Entwicklerverbindung in Kontakt zu bringen, da die Möglichkeit in Betracht gezogen werden muß, daß
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der Stabilisierungseffekt, verursacht durch die Kombination aus Vorläuferverbindungen, bereits vor dem erwünschten Entwicklungsgrad erfolgt»
Die pliotographischen Materialien können geringe Feuchtigkeitsmengen aufweisen, wie sie üblicherweise in üblichen photographischen Papieren unter normalen Bedingungen, z.B. bei 250C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 45 % vorliegen. Derartige geringe Feuchtigkeitsmengen können einen katalytischen Effekt auf die Aktivierung der Alkaliaktivatorvorläuferverbindung und/oder die StabÜisatorvorläuferverbindung haben und können demzufolge für den Ablauf des Entwicklungsprozesses vorteilhaft sein. Derartige Feuchtigkeitsgrade können auch während der Erhitzungsstufe möglich gemacht iverden.
Unter "trocken" ist hier gemeint, daß derart geringe Feuchtigkeitsmengen vorhanden sein können. Ausgeschlossen sein soll jedoch das Vorhandensein größerer Wassermengen als sie bei normalen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen vorliegen können. Derartige größere Wassermengen sollen vermieden werden, da sie einen nachteiligen Effekt auf die beschriebenen Materialien ausüben können.
Die Aldonamid-Alkaliaktivatorvorläuferverbindungen oder Alkalilieferanten können gemeinsam mit den verschiedensten photographischen Emulsionstypen verwendet werden. Dies bedeutet, daß ' die Aldonamide zur Herstellung von Aufzeichnungsmaterialien verwendet werden können, zu deren Herstellung beispielsweise orthochromatische, panchromatische oder Infrarotemulsionen oder Röntgenstrahlemulsionen verwendet werden, wobei zur Herstellung der Emulsionen wiederum die verschiedensten photosensitiven Silbersalze verwendet werden können.
Die Emulsionen können dabei unter Verwendung der üblichen bekannten Bindemittel hergestellt werden, z.B. unter Verwendung von Gelatine oder anderen permeablen Bindemitteln, wie beispielsweise Polyvinylalkohol, Polyacrylaten, Acrylsäuren und
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anderen Polymeren. Als Bindemittel zur Herstellung der Emulsionen können des weiteren beispielsweise Cellulosederivate, z.B. Celluloseester und Celluloseätiier verwendet werden.
Bindemittel, die sich insbesondere für die Vorläuferkombination eignen, sind beispielsweise Polyvinylalkohol, Celluloseacetate und CeI-luloseäther.
In typischer Weise wird die Vorläuferkombination miteinander vermischt oder in anderer Weise in eine Besdichtungsmasse mit einem Bindemittel eingearbeitet und dann auf einen geeigneten Schichtträger aufgetragen.
Die Vorläuferverbindungen können in der Silberhalogenidemulsionsschicht, in einer anderen Schicht oder im Schichtträger des photographischen Aufzeichnungsmaterials untergebracht werden. Auch können sie gleichzeitig in mehreren Stellen untergebracht werden. Notwendig ist jedoch, daß die Vorläuferverbindungen in Kontakt zum Silberhalogenid untergebracht werden, um den Stabilisierungseffekt herbeiführen zu können.
Die Aufzeichnungsmaterialien mit Silberhalogenidemulsionsschichten können in üblicher bekannter Weise sensibilisiert sein. So können die zur Herstellung der Aufzeichnungsmaterialien verwendeten Emulsionen beispielsweise hergestellt werden durch Digestieren mit natürlich aktiver Gelatine oder aber die Emulsionen können mit Salzen von Edelmetallen sensibilisiert werden. Die Emulsionen können des weiteren die Empfindlichkeit erhöhende Zusätze enthalten.
Die Aufzeichnungsmaterialien können des weiteren unter Zusatz üblicher Antischleiermittel, Plastifizierungsmittel, Toner, Beschichtungshilfsmittel, Entwicklungsverzögerer, Puffermittel und Härtungsmittel hergestellt werden. Auch können zur Herstellung der Emulsionen die verschiedensten üblichen sensibilisierenden
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Farbstoffe und spektral sensibilisierenden Verbindungen zugesetzt werden.
Oftmals hat es sich als vorteilhaft erwiesen, ein sogenanntes "antimatting-agent" z.B. Kieselsäure in der photographischen Emulsionsschicht oder in einer hierzu benachbarten Schicht unterzubringen. Eine solche Verbindung bewirkt, daß das Aufzeichnungsmaterial nicht zusammenklebt, wenn es aufgerollt wird oder mit anderen Oberflächen in Kontakt gebracht wird.
Die Alkalilieferanten und Stabilisatorvorläuferverbindungen können nach üblichen bekannten Methoden in photographische Emulsionsschichten oder andere .Schichten photographischer Materialien eingearbeitet werden. Beispielsweise können sie in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst und in Form einer Lösung verwendet werden oder aber sie können auch in Form einer Dispersion verwendet werden. Methoden, nach denen die Vorläuferkombinationen in photographisehe Materialien eingearbeitet werden können, können ähnlich den Methoden sein, wie sie für das Einarbeiten von Farbkupplern in photographische Emulsionen bekannt sind. Derartige Methoden werden beispielsweise näher in den US-PS 2 320 227 und 2 801 171 beschrieben.
Wie bereits dargelegt, kann eine Entwicklerverbindung in einer Schicht des Aufzeichnungsmaterials benachbart zur Silberhalogenidemulsionsschicht untergebracht werden. Das photographisehe Auf Zeichnungsmaterial kann dann entx^ickelt und das nicht exponierte Silberhalogenid danach lichtstabilisiert oder fixiert werden, indem das photograpMsche Aufzeichnungsmaterial in Kontakt mit der Kombination aus Stabilisatorvorläuferverbindung und Stabilisierungsaktivatorvorläuferverbindung in Gegenwart eines Heizmediums gebracht xvird. Als Heizmedium können beispielsweise erhitzte Walzen oder Platten, Heißluft,· oder andere bekannte Heizmedien dienen.
In derartigen Fällen können gegebenenfalls Silberhalogenideinul-
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sionsschicht und Entwicklerverbindung auf einem Schichtträger angeordnet sein und die Stabilisatorvorläuferverbindung und die Stabilisierungsaktivatorvorläuferverbindung auf einem besonderen Schichtträger. Es ist des weiteren möglich, daß Silberhalogenidemulsion, Entwicklerverbindung, Stabilisatorvorläuferverbindung und Stabilisierungsaktivatorvorläuferverbindung in voneinander getrennten Schichten vorliegen. Es ist jedoch erforderlich, daß die verschiedenen Komponenten des Materials sich in solcher Lage zueinander befinden, daß die gewünschte Stabilisierung innerhalb bestimmter Zeitgrenzen erfolgt.
Photographische Silberbalogenidemulsionen, ihre Herstellung, Zusätze für ihre Herstellung und ihre Entwicklung werden im einzelnen" näher in der Zeitschrift "Product Licensing Index", Band 92, Dezember 1971, Publikation 9232, Seiten 107-110, Abschnitte I bis XVIII näher beschrieben.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher veranschaulichen.
Beispiel 1 Verwendung von D-Galactonamid als Alkalilieferant
Zunächst wurden die folgenden beiden Beschichtungsmassen hergestellt:
ohne j mit Galactonamid Galactonamid
Schweinshautgelatine, 12 gew.-iige
wässrige Lösung 50,0 ml 50,0 ml
Alkylphenoxypoly(hydroxypropylenoxid) als oberflächenaktive Verbindung, 10 gew.-!ige wässrige Lösung 1,0 ml 1,0 ml
2,2'-Methylsulfonylimino-bis-(äthylisothiuronium-p-toluolsulfonat)
D-Galactonamid
2 ,73 g g 2,73 g g
0 ,0 g 3,0 g
1 ,0 1,0 g
0 ,2 0,2
1-Phenyl-3-pyrazolidon 5-Methylbenzotriazol
Silberchloridemulsion (gewaschen,
nicht eingestellt bezüglich pH oder
pAg) (Emulsion enthielt 4'2 mg Ag/ml) 9,0 ml 9,0 ml
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Die beiden Beschichtungsmassen wurden dann derart auf Polyesterfilmschichtträger aufgetragen, daß auf eine Trägerfläche von 1 dm jeweils 4,6 mg Ag entfielen. Streifen der beiden Aufzeichnungsmaterialien wurden dann in einem.Sensitometer sensitometrisch exponiert.
Die Streifen wurden dann, Emulsionsseite nach oben, durch Inkontaktbringen der Schichtträger der Aufzeichnungsmaterialien mit einem auf 1600C aufgeheizten Metallhbck entwickelt. Die Kontaktzeit betrug 15 Sekunden.
Unmittelbar nach der Entwicklung wies die Emulsionsschicht ohne Galactonämid eine maximale entwickelte Dichte von 1,30 und eine Minimumdichte von 0,07 auf. Die Schicht mit dem Galactonämid wies demgegenüber eine maximale entwickelte Dichte von 1,28 und eine Minimumdichte von 0,06 auf. Die Schicht ohne Galactonämid war jedoch gegenüber der Einwirkung von Licht instabil und kopierte rasch aus unter einer purpurfarbigen Verfärbung der Lichtbildbezirke. Die Schicht mit dem Galactonämid jedoch erwies sich als gegenüber der Einwirkung von Licht stabil und blieb auch bei fortgesetzter Belichtung stabil.
Beispiel 2
Vergleich der Lagerstabilität von Aufzeichnungsmaterialien mit Guanidiniumtrichloracetat einerseits und Galactonämid andererseits
Zunächst wurden die beiden folgenden Beschichtungsmassen hergestellt:
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mit Guanidinium- mit Galactontrichloracetat amid
Schweinshautgelatine, 12 gew.-sige wässrige Lösung 50,0 ml
Alkylphenoxypoly(hydroxypropylenoxid) als oberflächenaktive Verbindung, 10 Gew.-!ige wässrige Lösung
2,2'-Methylsulfonyliminobis (äthylisothiuronium-ptoluolsulfonat)
Guanidiniumtrichloracetat
D-Galactonamid
1-Phenyl-3-pyrazolidon
5-Methylbenzotriazol
Silberchloridemulsion (gewaschen bezüglich pH-Wert oder pAg-Wert nicht eingestellt) (Emulsion enthielt 42 mg Ag/ml) 9,0 ml
50,0 ml
1,0 ml g 1,0 ml g
2,73 g 2,73 g g
3,0 g g
g 3,0
1,0 1,0
0,2 0,2
9,0 ml
Die beiden Emulsionen wurden derart auf Polyesterfilmschichtträger aufgetragen, daß auch eine Trägerfläche von 1 dm^ 4,6 mg Ag entfielen.
Die Aufzeichnungsmaterialien wurden dann exponiert und wie in Beispiel 1 beschrieben, entwickelt.
Nach der Erhitzung wies die Schicht mit dem Guanidiniumtrichloracetat eine maximale entwickelte Dichte von 0, 84 und eine flinimumdichte von 0,06 auf. Die Schicht mit dem Galactonamid wies eine maximale entwickelte Dichte von 1,28 und eine Minimumdichte von 0,06 auf.
Streifen der Aufzeichnungsmaterialien wurden in Taschen aus einer Tolie gebracht, worauf die Taschen mit Stickstoff ausgespült wurden. Die Taschen wurden dann doppelt versiegelt und 7 Tage lang bei einer Temperatur von 500C inkubiert.
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Die inkubierten Streifen wurden dann, wie in Beispiel 1 beschrieben, exponiert und entwickelt. Die inkubierte Schient mit dem Guanicliniumtrichloracetat lieferte kein sichtoares Bild. Die inkubierte Schicht mit dem Galactonamid lieferte demgegenüber ein Bild mit einer maximalen Dichte von 1,24 und einer liinimumdichte von 0,06, d.h. ein bild mit praktisch den gleichen Werten wie im Falle des nicht-inkubierten Materials.. Die Schicht mit dem Galactonamid zeigte praktisch keinerlei Gelatineschaum oder Blasen als Folge des Lrhitzun&sprozesses. Demgegenüber erfolgte ίκ Falle des Guanidiniumtrichloracetat enthaltenden Materials eine Gasentwicklung, die unerwünschte physikalische und visuelle Effekte zur Folge hatte. Las Gas bildete im bindemittel Bläschen, die dem Ganzen ein schaumartiges Aussehen vermittelten.
Dies Beispiel zeigt die Überlegenheit von Galactonamid als Alkalilieferant gegenüber einer Verbindung, die bisher als Alkalilieferaut verwendet wurde.
Auf zeichnungsmaterialien Biit einverleibten Entwicklungs chemikalien und Galactonamid weisen eine ausgezeichnete Stabilität bei der Lagerung in versiegelten Behältern unter Stickstoff auf, und eine bewicklung durch Einwirkung von Wärme beeinträchtigt nicnt die physikalische Qualität der Emulsionsschichten.
Beispiel 5
Verwendung von D-Arabonaiaid als Alkalilieferant in einem wärmeaktivi e rb ar en Au f ζ e i chnungsraate ri al .
Zunächst v/urde die folgende Besdichtungsmasse hergestellt:
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Schweinshautgelatine, 12 gew.-°oige
wässrige Lösung 50,0 ml
Alkylphenoxypoly(hydroxypropylenoxid)
oberflächenaktive Verbindung, 10 gew.-lige
wässrige Lösung 1,0 ml
2,2'-Methylsulfonylimino-bis(äthylisothiuronium-p-toluolsulfonat) 2,73 g
D-Arabonamid 3,0 g
i-Phenyl-3-pyrazllidon 1,0 g
5-Methylbenzotriazol 0,2 g
Silberchloridemulsion (gewaschen, bezüglich
pH-ftert oder pAg-Wert nicht eingestellt)
(Emulsion enthielt 42 mg Ag/ml) 9,0 ml
jie Deschicntungsnasse wurde auf einen Polyesterfilmschichtträger in einer Schichtstärke entsprechend 4,4 mg Ag/dm aufgetragen und dann, wie in Beispiel 1 beschrieben, exponiert und entwickelt. Das entwickelte Material erwies sich als stabil gegenüber der Einwirkung von Licht, zeigte keine blasen und kein Schäumen und wies eine entwickelte maximale Dichte von 1,42 und eine Ilinimumdichte von 0,07 auf.
Beispiel 4 Herstellung eines lichtempfindlichen Diazo-AufZeichnungsmaterials
Zunächst wurde eine lichtempfindliche Diazo-Beschichtungsmasse hergestellt aus: .
Polyvinylalkohol mit 7 1/2 % Wasser 25,0 ml
D-Galactonamid 1,0 g
6,7-Dihydroxy-2-naphthalin, Natriumsulfat 1,0 g
Cyclohexylsulfonsäure " 0,5 g
P-^, 5-diäthoxyanilin, Zinkchlorid-Doppelsalz++ 0,2 g
Entwickler BL, Handelsbezeichnung des Entwicklers der Firma Faumount Chemical Co., USA;
Diazoharz-Sensibilisierungsmittel HD-30 - Handelsbezeichnung der Firma Faumount Chemical Co., USA
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Die beschriebene Besdichtungsmasse wurde dann auf einen Polyesterschichtträger in einer Schichtstärke von nass gemessen, 0,0076 cm aufgetragen. Nach dem Auftrocknen der Schicht wurde die lichtempfindliche Schicht einem hochkontrastreichen Negativ mit einem Strichbild exponiert und dadurch entwickelt, daß es eine Minute lang mit einer auf 1600C erhitzten Platte in Kontakt gebracht \vurde. Es wurde ein tief purpurfarbiges Bild erhalten.
Der Versuch wurde unter Verwendung eines Aufzeichnungsmaterials wiederholt, das kein Galactonamid enthielt. Im Falle dieses Aufzeichnungsmaterials wurde kein Bild erhalten, wenn das Aufzeichnungsmaterial in der beschriebenen Weise exponiert und entwickelt wurde.
Beispiel 5 Verwendung weiterer Aldonamide
Die Beispiele 1 und 4 wurden unter Verwendung der folgenden Aldonamide anstelle von D-Galactonamid wiederholt:
D~Mannonamid
CONfL
I 2
HOCH
HOCH
HCOH
HCOH
CH2OH
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D-Gluconamid
CONIL I 2 HCOH
I
HOCH
HCOH
I
HCOH
CH2OH
D-Arabonamid
CONH0
I 2
HOCH
I
HCOH
HCOH
CH2OH
D-Gluco-D-gulo-heptonamid
CONR7 I 2 HCOH
HCOH
I
HOCH
HCOH
I
HCOH
CH2OH
D-Ribonamid
CONH-I 2 HCOH
HCOH
HCOH
CH2OH
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D-Lyxonamid
CONH2 KOCH HOCH HCOH CH2OH
L-Ärythronamid
CONH2 . HOCH HOCH CH2OH
In allen Fällen wurden entsprechende Ergebnisse wie in den Beispielen 1 und 4 erhalten.
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Claims (7)

♦3*- Patentansprüche
1. Verwendung von Aldonamiden als Alkalilieferanten zur Herstellung photographischer Materialien.
2. Verwendung von Aldonamiden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie der folgenden Formel entsprechen:
^.0 /R
C\~ Νχρ. (CHOH)n K
CH
OH
worin bedeuten:
R und R' einzeln jeweils ein Wassersto ffatom oder einen Alkyl-, Alkenyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 6 C-Atomen oder gemeinsam die zur Vervollständigungeines heterocyclischen Ringes mit 5 oder 6 Ringatomen erforderlichen Atome und
η eine Zahl von 1 bis
3. Verwendung von Aldonamiden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie bestehen aus:
D-Galactonamid; D-Arabonamid; D-Gluconamid; D-Gluco-D-guloheptonamid; D-Mannonamid; D-Ribonamid; D-Lyxonamid; L-Erythronamid oder Mischungen hiervon.
4. Verwendung von Aldonamiden nach Ansprüchen 1 bis 3 zur Herstellung von durch Einwirkung von wärmeentwickelbaren photographischen Aufzeichnungsmaterialien, bestehend aus einem Schichtträger und mindestens einer darauf aufgetragenen strahlungsempfindlichen Silberhalogenid, ., eine Silberhalogenidentwicklerverbindung sowie gegebenenfalls ein Bindemittel enthaltenden Schicht.
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5. Verwendung von Aldonamiden zur Herstellung photographis eher Aufzeichnungsmaterialien gemäß Anspruch 4, die in der strahlungsempfindlichen Schicht oder einer besonderen Schicht eine Silberhalogenid-Stabilisatοrvorlauferverbindung enthalten.
6. Verwendung von Aldonamiden zur Herstellung photographischer Aufzeiehnungsmaterialien gemäß Anspruch 5, die als Silberhalo· genidstabilisatorvorläuferverbindung ein Isothiuroniumalkansulfonat enthalten.
7. Verwendung von Aldonamiden gemäß Ansprüchen 1 bis 3 zur Herstellung von durch Einwirkung von wärme-entwickelbaren photographsichen Aufzeichnungsmaterialien vom Zwei-Komponenten-Diazotyp.
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