DE2425796A1 - Bremsvorrichtung fuer webschuetzen - Google Patents
Bremsvorrichtung fuer webschuetzenInfo
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Description
Einrelchungafertlg xur
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"Patentanwälte
oipi.-ing. R. β ε ε τ ζ sen
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Dlpl.-lng. K. LAMPRECHT , Λ _ _ Λ Λ
Or.-lng. R. B E ε T Z Jr. 2425796
1J Clinchen 22, Steinedorfstr. U
051-22.68OP(22.68lH) 28. 5. 1974
Vereinigte österreichische Eisen- und Stahlwerke Alpine
Montan Aktiengesellschaft, Wien (Österreich)
und
Etablissement Wanderfield & Co., Schaan (Liechtenstein)
Etablissement Wanderfield & Co., Schaan (Liechtenstein)
Bremsvorrichtung für Webschützen
Die Erfindung betrifft eine Bremsvorrichtung für Webschützen,
die zumindest teilweise aus -ferromagnetischem Material bestehen, wobei wenigstens ein im Bereich der Schützenlaufbahn
angeordneter Elektromagnet vorgesehen ist.
Üblicherweise bestehen die Bremsvorrichtungen für Webschützen aus einer Seitenführungswand für den Schützen und einer
dieser Wand gegenüberliegenden, federnd abgestützten Schützenzunge, wobei sowohl die feste Seitenführungswand als auch
die Schützenzunge mit Bremsbelägen versehen sind und den einlaufenden Schützen zwischen sich festpressen. Der Schützen
wird dabei nicht nur beim Einlaufen in den Schützenkasten gebremst, die Bremsvorrichtung wirkt auch beim Einschießen
des Schützens in das Fach, so daß zur Überwindung der Bremskraft die Schützenschlageinrichtung entsprechend bemessen
werden muß. Um diesen Nachteil zu vermeiden, ist eine Bremsvorrichtung bekanntgeworden, bei der eine bewegliche Bremsbacke
vorgesehen ist, die aus dem Bereich der Schützenlaufbahn verschwenkt werden kann, so daß beim Schützenabschlag
die Bremsvorrichtung unwirksam bleibt. Zur Betätigung dieser bekannten BreKsvorrichtung ist jedoch eine eigene aufwendige
Steuerung und ein mechanisches Verschwenken der beweglichen Backe erforderlich, was diese bekannten Bremsvorrichtungen
auf vergleichsweise geringe Schußgeschwindigkeiten beschränkt.
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Allen diesen bekannten Breasvorrichtungen für Webschützen ist außerdem gemeinsam, daß der Schützen nach dem
Abschlag nicht mehr vor dem Eintritt in das Fach abgefangen werden kann, wenn dies auf Grund von auftretenden Störungen
notwendig sein sollte.
Schließlich ist eine Bremsvorrichtung für Webschützen bekanntgeworden, die mit Hilfe eines im Bereich der Schützenlaufbahn
fest angeordneten Elektromagneten abgefangen werden können. Nachteilig dabei ist jedoch, daß der Schützen entweder
die Schützenlaufbahn entlanggleiten muß, was einen unerwünscht hohen Fahrwiderstand mit sich bringt, oder nicht
durch Reibungskräfte gebremst werden kann. Werden aber lediglich magnetische Kräfte zum Abbremsen des Schützens verwendet,
wirkt der Elektromagnet also über einen Luftspalt auf den Schützen, so sind wesentlich höhere Magnetkräfte erforderlich.
Außerdem spielen die Reibungskräfte zufolge des Gewichtes des Schützens und die nicht ganz zu vermeidende Remanenz
bei federn Überfahren der Bremsvorrichtung eine Rolle.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, diese Mangel zu vermeiden und eine Bremsvorrichtung zu schaffen,
die einfach aufgebaut ist, zum gewünschten Zeitpunkt praktisch verzögerungsfrei anspricht und in unbetätigtem Zustand keinerlei
Einfluß auf den Schützenlauf nehmen kann.
Ausgehend von einer Bremsvorrichtung der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch,
daß jeder Elektromagnet in einer vertikalen Führung nach oben gegen den Schützen frei verschiebbar gelagert ist
und daß sich in seinem Wirkungsbereich mit Ausnahme des Schützens lediglich nicht ferromagnetische Konstruktionsteile
befinden. Soll der Schützen gebremst werden, so braucht nur der Elektromagnet erregt zu werden, wobei es auf den Zeitpunkt
des Erregungsbeginns nicht ankommt, da die Bremsvorrichtung erst zur Wirkung kommt, wenn der Elektromagnet vom
Webschützen überfahren wird. Gelangt nämlich das ferromagnetische
Material des Webschützens in den Wirkungsbereich des Elektromagneten, so wird auf Grund der wirksam werdenden
Anziehungskräfte der Elektromagnet in seiner vertikalen Füh-
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rung gegen den Schützen verschoben und heftet sich an die Unterseite des Schützens. Die zwischen dem nur in vertikaler
Richtung verschiebbaren Elektromagneten und dem sich horizontal bewegenden Schützen wirkende Reibungskraft biemst den Schützen
ab. Um den Schützen mit Sicherheit abfangen zu können, werden üblicherweise zwei oder mehrere Elektromagnete in Schützenlaufrichtung
hintereinander angeordnet. Bei entsprechender Anziehungskraft ist jedoch auch das Vorsehen eines Magneten
möglich. Die Bremse wird gelöst, indem der Elektromagnet entregt wird. Nach Abschalten des Erregerstromes fällt daher
der Elektromagnet auf Grund seines Gewichtes wieder in seine Ausgangsstellung zurück und der Schützen kann unbehindert
weiterbewegt werden. Um Störungen zu vermeiden, müssen selbstverständlich die im Wirkungsbereich der Magneten befindlichen
Konstruktionsteile aus nicht ferr©magnetischem Material bestehen. Die erfindungsgemäße Bremsvorrichtung
bewährt sich insbesondere bei Webmaschinen, bei denen während des störungsfreien Arbeitsablaufes die Schützen nicht durch
Bremseinrichtungen gefangen werden, sondern lediglich durch Federspeicher in ihrer Bewegung umgekehrt werden. Die ununterbrochen
durch das Fach hin- und hergeschossenen Webschützen müssen aber beimAuftreten einer Störung rasch und sicher
abgefangen werden können, gleichgültig, ob sie vom Fach in den Schützenkasten eintreten oder auf dem Weg in das Fach
sind. Ein solches plötzliches Abfangen der Webschützen ist mit Hilfe der bekannten Bremsvorrichtungen kaum möglich.
Eine besonders einfache konstruktion ergibt sich nach
der Erfindung dadurch, daß die vertikale Führung für jeden Magneten jeweils durch einen entsprechenden Ausschnitt in
der Schützenlaufbahn gebildet ist, da dadurch eigene Führungen unnötig werden.
Um die Bremswirkung noch zu erhöhen, kann gemäß der Erfindung die gegen den Schützen gerichtete Fläche jedes
Elektromagneten einen Bremsbelag besitzenT
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem
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Ausführungsbeispiel dargestellt, das eine erfindungsgemäße Bremsvorrichtung vereinfacht im Schnitt zeigt.
Die Schützenlaufbahn 1 aus Kunststoff odidgl. weist
einen im wesentlichen rechteckigen Ausschnitt 2 auf, der als vertikale Führung füi* einen aus einer Erregerwicklung 3 und
einem lamellierten Eisenkern 4 bestehenden Elektromagneten dient. Der Eisenkern 4 stützt sich nach unten an dem U-förmig
ausgebildeten Träger 5 für die Schützenlaufbahn 1 ab und ist in der durch den Ausschnitt 2 gebildeten Führung gegen den
strichpunktiert angedeuteten Schützen 6 frei verschiebbar.
Soll der Schützen 6 gebremst werden, so wird die Erregerwicklung 3 an eine Stromquelle angeschlossen, und der
Elektromagnet 3,4 wird erregt. Solange sich der Schützen 6 nicht im Bereich des Magneten befindet, bleibt der Magnet
in seiner Grundstellung, da im Wirkungsbereich des Magneten keine ferromagnetischen Konstruktionsteile liegen. Der hohle
Träger 5 für die Schützenlaufbahn 1 ist gemäß dem Ausführungsbeispiel aus Aluminium hergestellt. Gelangt der Schützen 6
jedoch in den Wirkungsbereich des Magneten 3,4, so wirkt die zwischen dem Elektromagneten und dem ferromagnetischen
Material des Schützens hervorgerufene Anziehungskraft auf
den von der durch den Träger 5 gebildeten Auflage frei nach oben verschiebbaren Magneten, der sich hebt und an die Unterseite
des Schützens anheftet. Zufolge der zwischen dem in Laufrichtung des Schützens 6 unbeweglichen Magneten und dem bewegten
Schützen wirkenden Reibungskraft wird der Schützen gebremst. Zum Lösen der Bremse braucht lediglich die Erregerwicklung
3 von der Stromquelle abgeschaltet zu werden, da dann das Magnetfeld zusammenbricht, die Kraftwirkung zwischen
dem Schützen und dem Magnet aufhört und der Magnet durch sein Gewicht in seine Grundstellung zurückkehrt.
Um mit Sicherheit dem bewegten Schützen fangen zu können, wird üblicherweise nicht nur ein Magnet, sondern es
werden mehrere, in Laufrichtung des Schulzens hintereinander
angeordnete Magnete vorgesehen.
Die erfindungsgemäße Bremsvorrichtung bedarf keiner besonderen Steuereinrichtung, um den Schützen im richtigen
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Augenblick abfangen zu können, da die Bewegung des gewissermaßen als Bremsbacke wirkenden Elektromagneten 3,4 durch den
Schützen selbst gesteuert wird. Es ist lediglich ein rechtzeitiges Einschalten der Erregerwicklung 3 erforderlich,
was ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden kann, da der Einschaltzeitpunkt nicht die sofortige Bewegung des Magneten
zur Folge hat.
Durch die Anordnung des Elektromagneten unterhalb des vorbeibewegten Schützens wird der zusätzliche Vorteil erreicht,
daß keine besonderen, festen Führungswände u.dgl. notwendig sind. Außerdem kann als Rückstellkraft für den
Magneten dessen Eigengewicht herangezogen werden.
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Claims (2)
- PatentansprücheμΓ) Bremsvorrichtung für Webschützen, die zumindest teilweise aus ferromagnetischem Material bestehen, wobei wenigstens ein im Bereich der Schützenlaufbahn angeordneter Elektromagnet vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Elektromagnet (3,4) in einer vertikalen Führung (2) nach oben gegen den Schützen (6) frei verschiebbar gelagert ist und daß sich in seinem Wirkungsbereich mit Ausnahme des Schützens (6) lediglich nicht ferromagnetische Konstruktionsteile (1,5) befeinden.
- 2. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Führung für jeden Magneten (3,4) jeweils durch einen entsprechenden Ausschnitt (2) in der Schützenlaufbahn (1) gebildet ist.3« Bremsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gegen den Schützen (6) gerichtete Fläche jedes Elektromagneten (3,4) in an sich bekannter Weise einen Bremsbelag besitzt.- 6 409884/0315
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