DE2425797A1 - Vorrichtung zur uebertragung eines variablen drehmomentes - Google Patents

Vorrichtung zur uebertragung eines variablen drehmomentes

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DE2425797A1 DE19742425797 DE2425797A DE2425797A1 DE 2425797 A1 DE2425797 A1 DE 2425797A1 DE 19742425797 DE19742425797 DE 19742425797 DE 2425797 A DE2425797 A DE 2425797A DE 2425797 A1 DE2425797 A1 DE 2425797A1
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    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D35/00Fluid clutches in which the clutching is predominantly obtained by fluid adhesion

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  • Controlling Rewinding, Feeding, Winding, Or Abnormalities Of Webs (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Übertragung eines variablen Drehmomentes Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Übertragung eines von der Drehzahldifferenz eines antreibenden und eines angetriebenen Körpers abhängigen Drehmomentes, und ist insbesondere als Drehmomentbegrenzer oder als selbsttätig ausgleichendes Übertragungsglied bei Wickelvorrichtungen geeignet. Zweck der Erfindung ist es, bei Wickelvorgängen von Materialien, wie z. B. Papier, Textilien, Kunststoff- oder Metallfolien, Draht, Kabel oder Garnen, einen optimalen Verlauf der Wickelspannung als Funktion des Rollendurchmessers zu erreichen, wie er für eine einwandfreie Weiterverarbeitung solcher Materialien gefordert wird. Nach der Theorie des Aufwickelvorganges ist ein Ab senken der Bahnzugkraft mit zunehmendem Wickeldurchmesser zweckmäßig, damit mit größer werdendem Wickel der Kern nicht unzulässig hohen Druckspannungen ausgesetzt wird. Solche Druckspannungen führen leicht dazu, daß ein Teil des aufgewickelten Materiales durch Faltenbildung unbrauchbar wird, weil die Lagen im inneren Bereich des Wickels teleskopiert oder zerdrückt werden.
  • Andererseits darf die Bahnzugkraft einen bestimmten Wert nicht unterschreiten, damit eine seitliche Verschiebung der Lagen beim Transport des Wickels verhindert wird. Es ist deshalb zweckmäßig, mit einer möglichst hohen Bahnzugkraft einen Wickelvorgang zu beginnen. Naturgemäß richtet sich diese maximale Bahnzugkraft nach den Eigenschaften des aufzuwickelnden Materials; es darf kein Zerreißen und keine plastische Dehnung des Materials auftreten.
  • Im allgemeinen erfolgt eine Veredelung, z. 3. das Bedrucken oder Beschichten von Bahnen, Kalibrieren, Färben oder Umspinnen strangförmiger Materialien mit konstanter Bearbeitungsgeschwindigkeit. Dies hat zur Folge, daß beim Abwickeln des Materials mit abnehmendem Wickeldruchmesser die Drehzahl der Abwickelwelle steigt, bzw. beim Aufwickeln mit zunehmendem Wickeldurchmesser die Drehzahl der Aufwickelwelle sinkt.
  • Damit ändert sich das an der Abwickelwelle zu vernichtende, bzw. an der Aufwickelwelle aufzubringende Drehmoment als Funktion des Wickeldurchmessers.
  • In der Praxis sind eine Vielzahl von Vorrichtungen bekannt, die zur Lösung dieser Bedingungen eingesetzt werden. Die einfachste Einrichtung zur Vernichtung des an der Abwickelachse auftretenden Drehmomentes ist eine einstellbare, mechanische Bremse in verschiedenen Ausführungen. Nachteilig bei den mechanischen Bremsen ist ihre Abnutzung und die starke örtliche Erwärmung sowie die Notwendigkeit, die Bremswirkung laufend den Erfordernissen anzupassen.
  • Auch Induktionsbremsen oder das Bremsen mit Hilfe eines elektrischen Generators sind bekannt. Bei beiden kann eine Regelung und damit eine Anpassung an die gewünschte Bahnzugkraft, beispielsweise über den Erregerstrom , erfolgen.
  • Auch beim Aufwickeln können bekannte mechanische oder-elektromechanische Schlupfglieder Anwendung finden, wobei der Antrieb vom Hauptmotor der Maschine erfolgen kann.
  • Als Zentralwickelantrieb ist der "weichgemachte" Drehstrommotor bekannt, der in einem Drehzahlbereich von etwa 1 : 4 mit abnehmender Drehzahl zunehmendes Drehmoment zeigt.
  • Auch der Gleichstrom-Hauptanschlußmotor ist als Zentralantrieb einer Aufwickelvorrichtung bekannt.
  • Seine Kennlinie deckt sich in einem relativ grossen Bereich mit der angestrebten Wickelkennlinie.
  • Ferner sind elektrische Schaltungsmaßnahmen bekannt, die dem Gleichstrom-Hauptanschlußmotor eine hyperbelförmige Motorcharakteristik verleihen (DBP 1 015 110) und das unkontrollierbare Ansteigen der Drehzahl bei plötzlicher Entlastung der Hauptschlußmotor, z. B.
  • bei Bahnriß, verhindern. (DBP 1 135 079).
  • Ebenfalls bekannt ist der Gleichstrom-Nebenschlußmotor als Zentralwickelantrieb für Aufwickelvorrichtungen. Er ist in der Drehzahl führbar, läßt sich aber beim Abbremsen durch die Bahn nicht von der vorgegebenen Drehzahl abbringen, Er kann jedes gewünschte Drehmoment bis zum Nennmoment unabhängig von der Drehzahl aufbringen. Sein Betrieb ist jedoch mit einem nicht unerheblichen schaltungstechnischen Aufwand verbunden, da bei diesem Motor die Drehzahl führbar ist, jedoch die eingestellte Drehzahl jeweils bis zum Nenndrehmoment festgehalten wird.
  • Zur Erzielung eines konstanten Bahnzuges genügt es, die Antriebs- bzw. Bremsleistung auf konstante Werte einzuregeln. Will man dagegen eine während des Wickelvorganges veränderliche Bahnzugkraft erreichen, so ist dazu eine Führung der Regelung, z. B. durch den augenblicklichen Wickeldurchmesser erforderlich.
  • Schließlich ist als Aufwickelvorrichtung auch die Tragwalze bekannt die im Gegensatz zu den vorgenanntenZentralantrieben den Wickel am Umfang mit konstanter Geschwindigkeit antreibt.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht nun darin, eine einfach konstruierte, im Betrieb unempfindliche und zuverlässig arbeitende und ohne großen. Aufwand herstellbare und damit preiswerte Vorrichtung zur Übertragung eines variablen Drehmomentes der eingangs genannten Art vorzusehen.
  • Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß zwischen zwei Körpern, von denen mindestens-einer rotierend angetrieben ist, eine viskose Substanz zur Übertragung des Drehmomentes mittels Schubspannung angeordnet ist.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist beispielsweise eine Kupplung, die es auf einfache Weise ermöglicht, den gewünschten Bahnspannungsverlauf bei Aufwickelvorgängen von band- oder fadenförmigen Materialien besonders preisgünstig und betriebssicher zu gewährleisten. Bei einer anderen Ausführungsform als Bremse wird der gewünschte Bahnspannungsverlauf bei Abwickelvorgängen in entsprechender Weise gewährleistet.
  • Dieser gewünschte Bahnspannungsverlauf wird durch eine zwischen Antriebsmotor und Aufwickelwelle bzw. Maschinenrahmen und Abwickelwelle zu schaltende Vorrichtung gemäß der Erfindung folgender Bauart erreicht: In einem abgedichteten Gehäuse ansich bekannter Bauart befindet sich zwischen den die beiden Kupplungshälften bildenden rotierenden Körpern eine viskose Substanz. Durch die sich aneinander vorbeibewegenden Kupplungshälften, die gegebenenfalls zur Vergrößerung der Scherflächen besonders geformte Vorsprünge aufweisen, bilden sich in dieser Substanz Schubspannungen aus.
  • Diese Schubspannungen sind abhängig von der Drehzahldifferenz der beiden Kupplungshälften, deren wirksamer Oberfläche, ihrem Abstand zueinander, sowie der gegebenenfalls von der Schergeschwindigkeit abhängigen Viskosität der zwischen den Oberflächen befindlichen Übertragungssubstanz.
  • So gelingt es in vorteilhafter Weise, die bei der Auf-bzw. Abwicklung mit wachsendem oder fallenden Wickeldurchmesser veränderlichen Drehmomente zu übertragen, ohne komplizierte und aufwendige Regler einsetzen zu müssen.
  • In zweckmäßiger weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der eine Rotationskörper als ein den Zweiten umschließendes Gehäuse ausgebildet, das die viskose Substanz enthält. Dies gestattet eine besonders kompakte und preiswerte Bauweise, welche die fliegende Anordnung zwischen Antriebs- und Wickelwelle ermöglicht.
  • Erfindungsgemäß wird nun die Oberfläche der die Schubspannung erzeugenden Kupplungshälften dadurch vergrößert, daß diese mit ringförmigen Vorsprüngen versehen werden. Dabei tauchen die Vorsprünge der einen Kupplungshälfte in die durch die Vorsprünge der anderen Hälfte gebildeten Zwischenräume ein. Hierdurch wird die zur Verfügung stehende Baugröße optimal ausgenutzt.
  • Gemäß der Erfindung erweist es sich als besonders vorteilhaft, wenn die Breiten der sich zwischen den ringförmigen Vorsprüngen der beiden Rotationskörper ausbildenden Ringspalte dem mittleren Durchmesser der beiden jeweils benachbarten Ringflächen proportional sind. Es wird hierdurch bei Ausbildung eines in radialer Richtung gleichmäßigen Geschwindigkeitsgefälles eine konstante Schubspannung innerhalb der gesamten Vorrichtung erzielt.
  • Weiterhin ist es gemäß der Erfindung vorteilhaft, zur Vermeidung von Schichtabrissen in der viskosen Substanz die ringförmigen Vorsprünge in einzelne Segmente zu unterteilen oder die Ausbildung der ringförmig angeordneten Vorsprünge stabförmig zu wählen. Insbesondere bei größeren Drehzahldifferenzen und bei Verwendung hochviskoser Substanzen kann sich nämlich an glatten Oberflächen der zur Übertragung des Drehmomentes notwendige Kontakt Substanz - Oberläche lösen, oder wenn zur Erreichung eines bestimmten Drehmomentenverlaufes die viskose Substanz aus einem Gemisch von Substanzen mit verschiedenen Fließverhalten besteht, eine Entmischung eintreten. Dies wird erfindungsgemäß durch die besondere Ausbildung und Anordnung der Vorsprünge vermieden.
  • Erforderlichen alls können die beiden Rotationskörper erfindungsgemäß eine gemeinsame Achse haben, wodurch die Bauweise erheblich vereinfacht wird.
  • Um die Übertragungseigenschaften der erfindungsgemäßen Vorrichtung den unterschiedlichen, im Betrieb auftretenden Anforderungen anzupassen, kann mindestens einer der beiden mit Vorsprüngen versehenen Rotationskörper in axialer Richtung gegenüber dem anderen verstellt werden. Dadurch ändert sich.die Eintauchtiefe der Vorsprünge, so daß die wirksame Scherfläche und damit das bei einer bestimmten Drehzahldifferenz übertragene Drehmoment verändert wird.
  • Dieser Effekt kann durch ein weiteres Merkmal der Erfindung dadurch vergrößert werden, daß der Querschnitt der ring-, segment- oder stabförmigen Vorsprünge zum jeweiligen zugehörigen Rotationskörper zunimmt. Gibt man nämlich den Vorsprüngen einen sich von der Wurzel zur Spitze hin verjüngenden Querschnitt, so ändert sich beim axialen Verschieben der beiden Rotationskörper gegeneinander nicht nur die Größe der effektiv wirkenden Scherflächen, sondern auch ihr gegenseitiger Abstand.
  • Durch die Wahl der Funktion der Querschnittsänderung der Vorsprünge läßt sich die Regelcharakteristik nahezu jedem gewünschten Verlauf anpassen.
  • Nach einen weiteren Merkmal der Erfindung sind die auf dem axial verschiebbaren Rotationskörper befindlichen stab- oder segmentförmigen Vorsprünge gegenüber diesem zu ihrer Laufrichtung geneigt.
  • Hierdurch werden die in der viskosen Substanz auftretenden Scherkräfte dahingehend ausgenutzt, eine selbsttätige Angleichung des übertragenen Drehmomentes als Funktion der Drehzahldifferenz zu bewirken. Durch eine Querschnittsänderung der Vorsprünge oder durch das erfindungsgemäße Neigen der Vorsprünge zu ihrer Umlaufrichtung werden in Abhängigkeit von der Drehzahldifferenz automatisch in axialer Richtung wirkende Verstellkräfte erzeugt, die gegen ausgleichende oder regelnde Vorrichtungen oder Elemente, wie z. B. Feder, Membran, hydraulische bzw. pneumatische Zylinder wirken.
  • Federt man den in axialer Richtung verschiebbaren Rotationskörper in dieser Richtung ab, so wird bei ausgewählter Federkennlinie zu jeder Differenzdrehzahl ein zugehöriger gegenseitiger Abstand der beiden Roationskörper festgelegt.
  • Gleichzeitig gehört zu jedem Abstand der beiden Rotationskörper voneinander eine bestimmte durch die Ausbildung der Vorsprünge festgelegte wirksame Scherfläche, sowie eine entsprechende Spaltbreite, die beide in Zusammenhang mit dem Fließverhalten der verwendeten Substanz das zu übertragende Drehmoment ergeben. Dies ist besonders vorteilhaft bei Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung als Abwickelbremse Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Federkraft eine mechanische Berührung der beiden Kupplnngshälften bei Stillstand der Abwickelvorrichtung bewirken, wodurch z. B. bei Bahnriß - ein Nachlaufen der Bahn verhindert wird.
  • Da insbesondere bei Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung als ausgleichendes Kupplungselement zwischen Antriebsund Wickelwelle beim Aufwickeln die Antriebsdrehzahl frei wählbar ist, kann die Drehzahl des angetriebenen Rotationskörpers zur Veränderung der Differenzdrehzahl eingestellt werden. Hierdurch kann die Voreilung, d. h. das Verhältni s zwischen Antriebsdrehzahl zu Wickelachsendrehzahl zu Beginn des Wickelvorganges und damit die Kennlinie des zu übertragenden Drehmomentes in Abhängigkeit zum Wickeldurchmesser vorbestimmt werden.
  • Auch durch die Wahl der viskosen übertragungssubstanz, insbesondere durch eine solche mit von der Schergeschwindigkeit abhängiger Viskosität kann eine Anpassung der Drehmomentkennlinie erfolgen. Beispielsweise wird bei einer Substanz mit dilatantem Verhalten das übertragene Drehmoment mit steigender Drehzahldifferenz stärker ansteigen als bei Verwendung von Substanzen mit newtonschen Fließverhalten unter sonst gleichen Bedingungen.
  • Eine zweckmäßige viskose Substanz ist z. B. eine 10-20 %ige Lösung von Naturkautschuk in Xylol.
  • Die Verwendung von strukturviskosen Substanzen verringert das bei hohen Drehzahldifferenzen übertragene Drehmoment weiter.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der vorliegenden Beschreibung in Zusammenhang mit den Zeichnungen. Es zeigen: Fig. 1 den prinzipiellen Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 1a eine besondere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei der eine der beiden rotationssymmetrischen Körper gleichzeitig als Gehäuse ausgebildet ist, Fig. 2 eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung mit ringförmigen Vorsprüngen, Fig. 3 eine weitere Ausführungsform mit der gesetzmäßigen Anordnung der Vorsprünge in radialer Richtung, Fig. 4 eine Draufsicht auf einen rotationssymmetrischen körper mit Unterteilung der ringförmigen Vorsprünge in Segmente, Fig. 5 eine ähnliche Ansicht wie in der Fig. 4, jedoch mit stabförmigen Vorsprüngen unterschiedlicher Querschnitte, Fig. 6 eine Ausführungsform mit axialer Verstellung der beiden Vorrichtungshälften und axialer Richtung zueinander, Fig. 7 und 8 Vorrichtungen mit Vorsprüngen, deren Querschnitt sich verändert, Fig. 9 einen rotationssymmetrischen Körper mit daran befestigter Welle und zur Drehrichtung der yeneigten Vorsprünge, Fig.10 den gleichen Rotationskörper wie nach Fig. 9, jedoch in axialer Richtung gefedert und Fig. 11 und 12 Kurven für die Bahnzugkraft in Abhängigkeit vom Wickeldurchmesser mit der Voreilung als Parameter (Fig. 11) und dem Fließverhalten als Parameter (Fig. 12).
  • In Fig. 1 sind die Antriebswelle 1 mit dem dazugehörigen rotierenden Körper 2, sowie die Abtriebswelle 3 und der dazugehörige rotierende Körper 4 der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Die als Kraft-übertragungsmedium dienende viskose Substanz ist durch eine Schraffur angedeutet.
  • +)Siehe Seite 14a Figur 2 zeigt die zur Vergrößerung der wirksamen Scherflächen an den beiden Rotationskörpern ange- Bei der Ausführungsform der Figur 1a ist die Antriebswelle 1durch den ortsfesten Rotationskörper 2 durchgehend ausgebildet. Als Lager dient jeweils eine Dichtungsbuchse 30. Auf der dem Gehäusedeckel 31 gegenüberliegenden Gehäusewand sind stabförmige Vorsprünge 5 angebracht, in deren radiale Zwischenräume entsprechende Vorsprünge eintauchen, die an dem über die Welle 1 angetriebenen Rotationskörper 4 befestigt sind. Im Inneren des Gehäuses ist die viskose Substanz angeordnet.
  • brachten ringförmigen, konzentrischen Vorsprünge 5.
  • Es wird dabei erkennbar, daß die Vorsprünge des einen Rotationskörpers in die durch die Vorsprünge des zweiten Rotationskörpers gebildeten Zwischenräume eintauchen.
  • Um innerhalb des Kraftübertragungssystems eine konstante Schergeschwindigkeit zu erreichen, ist es notwendig, die sich radial ändernde Umfangsgeschwindigkeit zu kompensieren, Dies wird, wie in Fig. 3 angedeutet dadurch erreicht, daß die sich zwischen den ringförmigen Vorsprüngen der beiden Rotationskörper ausbildenden Ringspalte 6 und 7 jeweils dem mittleren Durchmesser der beiden benachbarten Ringflächen 8 und 9 proportional sind.
  • Figur 4 zeigt die Draufsicht eines Rotationskörpers der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Ausführungsform mit Kreissegmenten 10, welche bevorzugt dann Verwendung findet, wenn sich bei Verwendung der Ausführungsform mit konzentrischen, ringförmigen Vorsprüngen Entmischungs- oder Schichtabrißprobleme für das Kraftübertragungsmedium ergeben.
  • Zur Vergrößerung der die Schubspannung erzeugenden Flächen können die Vorsprünge, wie in Fig. 5 dargestellt aus runden (11) oder unrunden (12) ringförmig angeordneten Stäben bestehen.
  • In Figur 6 wird erkennbar, daß die beiden die Vorsprünge tragenden Rotationskörper in axialer Richtung gegeneinander verstellbar sind. Dadurch verändert sich die Eintauchtiefe (13) der Vorsprünge und damit die Größe der wirksamen Scherflächen.
  • Weisen die Vorsprünge gemäß Figur 7 einen zum jeweils zugehörigen Rotationskörper zunehmenden Querschnitt auf, so ändert sich bei axialer Verschiebung sowohl die Eintauchtiefe, und damit die wirksame Scherfläche, als auch der Abstand (15) der aufeinander einwirkenden Scherflächen.
  • Figur 8 zeigt beispielsweise ring- stab- oder segmentförmige Vorsprünge, die zur Erzielung gewünschter Regelkennlinien verschiedene, vorgegebene Verläufe der Querschnittsveränderung aufweisen (1, 17, 18).
  • Figur 9 zeigt stab- oder segmentförmige Vorsprünge 19 des axial- verschiebbaren Rotationskörpers (20), die in oder entgegen der Laufrichtung geneigt sind.
  • In Fig. 10 ist dargestellt, wie bei der Drehung in dem angegebenen Sinne durch einen geneigten Vorsprung (21) eine Kraftkomponente (22) erzeugt wird, die gegen die Kraft der Feder (23) wirkt und eine axiale Verschiebung bis zu einer von der Drehzahldifferenz abhängigen Gleichgewichtslage bewirkt.
  • Figur 11 zeigt die Abhängigkeit der Bahnzugkraft P vom augenblicklichen Wickelradius r, der auf den Anfangsradius r0 zu Beginn des Wickelvorganges normiert ist. Parameter sind dabei die verschieung denen Voreilungen, d. h. die Verhältnisse der Drehzahlen der Wickelwelle bei kleinstem Wickeldurchmesser zur Antriebsdrehzahl.
  • Die Kurve 24 gilt für das Drehzahlverhältnis 0,5,kurve 25 für das Verhältnis 0,833 und 26 für das Verhältnis 0,95. Das Drehzahlverhältnis 0,5 bedeutet, daß sich zu Beginn des Wickelvorganges die Wickelwelle sich mit der halben Drehzahl der Antriebswelle dreht. Die aufgetragenen Kurven zeigen deutlich, daß sowohl mit ansteigender als auch mit monoton fallender Bahnzugkraft gearbeitet werden kann. Es sei darauf hingewiesen, daß diese Kurven in der gezeichneten Form für newtonsches Verhalten der Viskosen Substanz gelten und jeweils auf die maximale Bahnzugkraft (P = 1) normiert sind.
  • Figur 12 schließlich zeigt den Einfluß einer von der Schergeschwindigkeit abhängigen Viskosität der jeweils in der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendeten viskosen Substanz beispielsweise auf die in Fig. 11 Nr. 25gezeigte Kurve. Der Pfeil 27 gibt die Tendenz der Veränderung an, die bei Verwendung einer Substanz mit dilatantem Verhalten auftritt, der Pfeil 28 die Tendenz der Veränderung für strukturviskoses Verhalten.

Claims (12)

P a t e n t a n s p r ü c h e
1. Vorrichtung zur Übertragung eines von der Drehzahldifferenz eines antreibenden und eines angetriebenen Körpers abhängigen Drehmomentes, insbesondere als Drehmomentbegrenzer oder als selbsttätig ausgleichendes Übertragungsglied bei Wickelvorrichtungen geeignet, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den zwei Körpern (2,4), von denen mindestens einer rotierend angetrieben ist, eine viskose Substanz (5) zur Übertragung des Drehmomentes mittels Schubspannung angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Rotationskörper als ein den Zweiten umschließendes Gehäuse ausgebildet ist, das die viskose Substanz (S) enthält.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schubspannung erzeugenden Flächen der rotierenden Körper (2, 4) zwei mit konzentrischen, ringförmigen Vorsprüngen (5) versehene Rotationskörper sind, wobei die ringförmigen Vorsprünge (5) des einen Körpers in die Zwischenräume der ringförmigen Vorsprünge des zweiten Körpers eintauchen.
4. Vorrichtung nach Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Breiten der sich zwichen den ringförmigen Vorsprüngen der beiden Rotationskörper ausbildenden Ringspalte (6,7) dem mittleren Durchmesser (8,9) der beiden jeweils benachbarten Ringflächen proportional sind.
5. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeicnnet, daß die ringförmigen Vorsprünge in einzelne Segmente (10) unterteilt sind.
6. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge aus ringförmig angeordneten Stäben (11, 12) bestehen.
7. Vorrichtung nach Ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß beide Rotationskörper (2,4) eine gemeinsame Achse haben.
8. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Rotationskörper (2, 4) gegeneinander in axialer Richtung verstellbar sind.
9. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der ring-, segment- oder stabförmigen Vorsprünge zum jeweils zugehörigen Rotationskörper zunimmt.
en 10. Vorrichtung nach Ansprüch/1, 2 und 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem axial verschiebbaren Rotationskörper -(2,4) befindlichen stab- oder segmentformigen Vorsprünge (19) gegenüber diesem zu ihrer Laufrichtung geneigt sind.
en 11. Vorrichtung nach Ansprüch/1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der in axialer Richtung verschiebbare Rotationskörper (2) in dieser Richtung durch eine variable Gegenkraft abgestützt ist.
12. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 9.zur Verwendung als Kupplung zwischen Antriebs- und Wickelwelle beim Aufwickeln von band- oder fadenförmigen Materialien, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl des angetriebenen Rotationskörpers zur Veränderung der Differenzdrehzahl einstellbar ist.
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