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Vorrichtung für ein Beit-System zur Anzeige einer gesuchten Richtung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für ein Beit-System zur Anzeige einer gesuchten
Richtung.
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In Großbaukomplexen, wie z. B. Flughäfen, Verwaltungsgebäuden, Großkliniken,
Freizeitzentren, Bahnhöfen, Museen, Messen, botanischen bzw. zoologischen Gärten
ist es erforderlich, Besucher oder andere Personen, die sich nicht auskennen, dort
hinzuleiten, wo sie hin wollen. Das gilt auch für Gelände und Straßennetze.
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Das einfachste System besteht darin, daß Personen als Informatoren
dienen. Sind die Auskünfte, die gegeben werden, jedoch sehr kompliziert, dann wird
der Besucher seinen Weg, wenn überhaupt, nur unter großen Schwierigkeiten finden.
Ein anderes System ist das der Benummerung. Auch dieses jedoch hat erhebliche Nachteile,
insbesondere dann, wenn mehrere Gebäudekomplexe vorhanden sind. Verschiedentlich
werden auch Pictogramme verwendet, also stilisierte Darstellungen
von
möglichen Zielpunkten. Solche Darstellungen sind jedoch nicht immer absolut eindeutig
und stellen vielfach auch große Anforderungen an das Vorstellungsvermögen und die
Intelligenz des Besuchers. Vielfach werden auch Hinweistafeln verwendet, die jedoch
unter Umstanden schwer zu entdecken sind und auch nicht von jederman, insbesondere
Angehörigen anderer Nationen gelesen und verstanden werden können.
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Die Aufgabe besteht daher darin, eine Vorrichtung für ein Leitsystem
zur Anzeige einer gesuchten Richtung zu schaffen, die für alle Menschen geeignet
ist, und zwar unabhängig von ihrer Muttersprache, ihrem Intelligenzgrad, ihrer Vorstellungskraft,
der Farbtüchtigkeit der Augen und sonstigen Eigenarten. Die Aufgabe wird nach der
Erfindung dadurch gelöst, daß eine Informationseingabeeinheit, eine Informationsvergleichseinheit,
eine Speichereinheit für mindestens ein Kennzeichen und eine Anzeigeeinheit so miteinander
verbunden sind, daß ein Vergleich zwischen der ei#gegebenen Information und dem
gespeicherten, spezifischen örtlichen Positions-Kennzeichen eine Richtungsinformation
ergibt, welche von der Anzeigeeinheit ausgegeben wird.
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Die Erfindung wird im folgenden mittels Zeichnungen anhand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt ein schematisches Blockdiagramm. Fig. 2 zeigt die Anzeigeeinheit
im einzelnen.
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Die Vorrichtung nach der Erfindung wird in eine Säule oder Halterung
eingebaut, auf welche Besucher von oben herab schauen können. Diese Anordnung ist
aus psychologischen Gründen am vorteilhaftesten, da sie Fehldeutungen der Anzeige
völlig ausschließt. In der Vorrichtung
befindet sich eine Informationseingabeeinheit
1, welche eine optische, magnetische oder mechanische oder anders geartete Auswertung
einer Information vornehmen kann. So könnte zum Beispiel ein Besucher einen kodierten
Chip mit sich führen, der von der Informationseingabeeinheit abgefragt wird. Die
Vorrichtung enthält weiterhin eine Speichereinheit 2, in welcher ein Positions-Kennzeichen
eingespeichert ist. Eine solche Speichereinheit könnte zum Beispiel aus Contraves-Schaltern
bestehen. In einem Vergleicher 3 wird die eingegebene Information mit dem gespeicherten
Kennzeichen verglichen. Stimmt die eingegebene Information mit dem spezifischen
örtlichen Positions-Keunzeichen überein, so befindet sich die suchende Person im
Zielbereich. Ist das nicht der Fall, so wird das Vergleichsergebnis einer Anzeigeeinheit
zugeleitet, durch welche die gesuchte Richtung angezeigt wird.
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Die Anzeigeeinheit 4 ist in Fig. 2 in einer ihrer möglichen äußeren
Gestaltungen dargestellt. Die bevorzugte Ausführungsform besteht darin, daß mehrere,
zum Beispiel vier Pfeile in die Richtungen weisen, welche von diesem Punkte aus
eingeschlagen werden können. Die Pfeile werden von unten durch Glühlampen o. a.
erleuchtet. Zur Anzeige einer Richtung wird die entsprechende Glühlampe eingeschaltet.
Dabei kann noch eine Blinkschaltung vorgesehen werden; die Anzeige leuchtet bzw.
blinkt dann eine bestimmte Zeit lang. In der Mitte der Anzeige befindet sich noch
eine Aussparung, die dann erleuchtet wird, wenn die eingegebene Information und
das Kennzeichen übereinstimmen, so daß dem Besucher dadurch angezeigt wird, daß
er sich im Zielbereich befindet. Außerdem ist noch ehe zum Beispiel numerische Anzeige
vorgesehen, die feststellt, ob die suchende Person sich im richtigen Stockwerk befindet,
oder
ob sie sich nach oben oder nach unten begeben muß.
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Um die Vorrichtung sinnvoll einsetzen zu können, ist es notwendig,
ein System zu entwickeln, bei dem mehrere solcher Vorrichtungen zusammenwirken.
Das geschieht dadurch, daß an åjeder Stelle, an der eine änderung der Richtung möglich
ist, eine solche Vorrichtung installiert wird. Jede Vorrichtung bekommt ein anderes
der räumlichen Position zugeordnetes Kennzeichen eingestellt. Alle Vorrichtungen
sind vorzugsweise voneinander unabhängig und besitzen, wenn nötig, auch eine eigene
Stromversorgung, zum Beispiel durch einen Akkumulator. Es ist jedoch auch möglich,
die einzelnen Vorrichtungen miteinander zu verbinden. Bei Vorrichtungen, welche
vor Aufzügen stehen, könnte auch die Anzeige der Aufwärts-Abwärts-Richtung mit dem
Leit-Ruf für den Fahrstuhl gekoppelt werden.
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Zum Leitsystem: Jeder Punkt in einem Komplex läßt sich durch ein dreidimensionales
Achsenkreuz eindeutig bestimmen, wobei die x-Achse von rechts nach links, die y-Achse
von oben nach unten und die z-Achse von vorn nach hinten verlaufen soll, Die Kodierung
des Chips muß die Information über diese drei Koordinaten enthalten. Beim Vergleich
ergibt sich dann, ob die kodierten Koordinaten mit dem Positions-Kennzeichen einer
der Vorrichtungen übereinstimmen. Die Kennzeichen der Vorrichtungen müssen dabei
ebenfalls drei Koordinaten enthalten. Zuerst soll nur eine Koordinate verglichen
werden; ergibt sich eine Abweichung, d. h.
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Nichtübereinstimmung, dann brauchen die anderen Koordinaten gar nicht
mehr verglichen zu werden, sondern die positive oder negative Abweichung löst in
der Anzeigeeinheit sofort die entsprechende Richtungsanzeige aus. Ergibt sich dagegen
bei dem Vergleich der ersten Koordinate Übereinstimmung, so wird die zweite Koordinate
verglichen. Bei Nichtübereinstimmung wird wieder die entsprechende Richtungsanzeige
beaufschlagt,
ohne die dritte Koordinate zu vergleichen.
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Stimmt auch die zweite Koordinate überein, so wird noch die dritte
verglichen. Die Reihenfolge, in welcher die Koordinaten miteinander verglichen werden,
ist grundsätzlich gleichgültig. Es kann jedoch auch eine Umschalteinrichtung vorgesehen
werden, welche es gestattet, die Koordinaten in einer bestimmten oder wechselnden
Reihenfolge zu vergleichen. Eine wechselnde Vergleichsfolge ist zum Beispiel dann
angebracht, wenn bei mehreren Möglichkeiten die Besucher auf Hauptwege gelenkt werden
sollen, oder wenn alle möglichen Wege, die zum Ziel führen, gleichmäßig benutzt
werden sollen, so daß nicht alle Personen, die zum gleichen Ziel gelangen wollen,
denselben Weg belegen.
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Als Beispiel sei im einzelnen erläutert, wie ein Besucher seinen Weg
vom Haupteingang eines Klinikums zur Zahnstation findet. Er wendet sich am Haupteingang
an einem Informator, z. B. einen Pförtner und nennt ihm das Ziel Zahnstation. Der
Pförtner bedient einen Kodierer. Er sucht aus einer Liste die zu kodierende Information
oder auch mehrere, wenn der Besucher noch andere Ziele hat, heraus, und händigt
dem Besucher nach der Kodierung einen Chip aus. (Das kann auch automatisch über
entsprechende Auskunftsmaschinen geschehen.) Wenn die Kodierung für die Zahnstation
dann etwa die Information enthält, x-Koordinate +3, z-Koordinate -5, y-Koordinate
+4, so bedeutet das, daß der Besucher nach rechts, nach hinten und nach oben geleitet
werden soll. Die Zielsäule muß als Kennzeichen diesselbe Kodierung besitzen, nämlich
die Information 3/ 5/ 4. Beim Pförtner wird die erste Richtung abgefragt, zweckmäßigerweise
hat daher diese Säule die Kodierung 0/0/0. Ist die Reihenfolge der Abfrage so, daß
zuerst die x-Koordinate verglichen wird, so ergibt die Anzeige, daß der Richtungspfeil
nach
rechts aufleuchtet. Die anderen Koordinaten werden vorerst
nicht berücksichtigt. Gelangt der Besucher auf seinen Wege nach rechts an eine Säule,
bei der die x-Koordinate +3 eingestellt ist, so wird nunmehr die nächste Koordinate,
z. B. die z-Koordinate, verglichen. Dann löst die Anzeigeeinheit für den vorliegenden
Fall die Richtungsanzeige nach hinten, also -z, aus. Der Besucher geht dann solange
in diese Richtung, bis er zu einer Säule gelangt, wo auch die z-Koordinaten übereinstimmen.
Danach wird die Anzeige für die vertikale Richtung, also die y-Koordinate, verglichen.
Der Besucher erhält die Information, sich vier Stockwerke nach oben zu begeben,
wo er an die Zielsäule gelangt.
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Der Chip enthält weiterhin noch eine Zusatzinformation für den Rückweg.
So wäre es z.B. möglich, daß er auf beiden Seiten kodiert ist, wobei die eine Seite
die Kodierung für den Hinweg und die andere Seite die Kodierung für den Rückweg
enthält. Auch könnte die gleiche Kodierung Verwendung finden, wobei der Chip nur
umgewendet werden müßte.
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Kodierplätze können sich überall, z. B. auch an den Nebeneingängen
befinden, nur ist dann die Kodierung sinngemäß zu verändern. Dies kann durch eine
einmalige Eingabe in den betreffenden Kodierplatz berücksichtigt werden. Jeder Kodierplatz
kann außerdem noch um Speicherwerke und#Drucker erweitert werden, wodurch es möglich
ist, die Zahl der Besucher festzustellen, bzw. deren Ziele, oder aber um zu ermitteln,
wieviele Besucher sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in dem Komplex befinden.
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Es wäre auch möglich, in die Säulen bzw. Träger, welche die Vorrichtungen
nach der Erfindung enthalten, zusätzlich Ton- oder Sichtgeräte einzubauen, welche
weitere
Informationen z. B. in Museen oder auch Städten oder Straßennetzen nach spezieller
Kodierung der Chips in der entsprechenden Muttersprache geben.
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Es wäre weiterhin möglich, dieses System besonders in Komplexen, in
denen Sicherheitsfragen berücksichtigt werden müssen, als Personenverfolgungs-Einrichtung
auszubauen, wenn Start- und Zielzeit vorgegeben sind.
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Für den Fall, daß ein Chip verlorengeht, könnte noch eine zusätzliche
Vorrichtung in den einzelnen Säulen angebracht sein, durch deren Betätigung ein
Ersatzchip ausgegeben wird, welcher zum nächsten Kodierplatz führt.
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Der Vorteil des erfindungsgemäßen Leit-Systems besteht darin, daß
mit einfachsten Mitteln eine Person mit größtmöglicher Sicherheit zu einem Ziel
geleitet wird. Bei Ausfall einer Vorrichtung nach der Erfindung ist ein Austausch
leicht möglich, das System selbst jedoch bleibt dabei voll funktionsfähig.
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7 Beschreibungsseiten 5 Patentansprüche 1 Blatt Zeichnungen mit 2
Fig.