DE2433401A1 - Gleitlager sowie masse und verfahren zu deren herstellung - Google Patents

Gleitlager sowie masse und verfahren zu deren herstellung

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Description

10.7.1974 2620/5
Garlock, Inc., Palmyra, New York, V.St.A. Gleitlager sowie Masse und Verfahren zu deren Herstellung
Die Erfindung betrifft Lagermaterialien, insbesondere ein Lagennaterial mit niedrigem Widerstandsbeiwert, sowie ein Verfahren und aus dem Material bzw. nach dem Verfahren gebildete Gleitlager-Elemente, die ausgezeichnete Verschleißfestigkeit aufweisen und leicht zu bearbeiten sind.
Lagerzusammensetzungen, die als einen Bestandteil einen Fluorkohlenstoff-Kunststoff enthalten, z.B. Polytetrafluoräthylen (PTFE-Polymere) sind bereits zur Herstellung von reibungsarmen Lagerelementen bekannt, die wegen der Anwesenheit des Fluorkohlenstoff-Harzes normalerweise keine weitere Schmierung erfordern, um eine reibungsarme Fläche zwischen bewegenden Teilen zu schaffen. Polytetrafluoräthylen-Kunststoff, der zwar den Thermoplasten zugeordnet wird, ist schwierig und teuer zu bearbeiten. Herkömmliche Verarbeitungsraethoden, wie Spritzgießen und Strangpressen aus der Schmelze, können auf PTFE nicht angewandt werden, und im allgemeinen werden feste Formkörper aus PTFE durch Verformung in Kälte und anschließende Sinterung gebildet.
Um die kostspieligen Arbeitsgänge der Kaltverformung und Sinterung au v@nae±d©n, sind Zusammensetzungen entwickelt worden, die PTFE and andere leichter zu verarbeitende Harze enthalten« D@r S%j*aek solcher Zusamaensetzung besteht darin, die niedrige Heib«ag von PTFE mit der leichten Bearbeitbarkeit des Harzes bzw. Kunststoffes su verbinden, mit dem das PTFE kombiniert ist. Beispiele solcher Massen, di<s Fluorkohlenstoffharze enthalten, sind den US-Patentschriften 3 287 288 (Relling)
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und 2 998 397 (Riesing) zu entnehmen. Obwohl die Massen nach Relling und Riesing dazu benutzt werden können, reibungsarae Lagerelemente durch Spritzgießen zu erzeugen, zeigen die fertiggestellten Lagerelemente unzureichende Verschleißeigenschaften und sind deshalb nicht besonders gut für den Einsatz unter starken Beanspruchungen geeignet.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Fluorkohlenstoff-Harz enthaltende Masse zu schaffen und eine Methode zu entwickeln, mit der Lagerelemente durch wirtschaftliche Produktionsmethoden, z.B. Spritzgießen und Strangpressen aus der Schmelze, geformt werden können.
Ferner ist Aufgabe der Erfindung, Lagerelemente zu entwickeln, die sich bei Raumtemperatur durch niedrige Reibung und die hohe Verschleißfestigkeit der bekannten PTFE-Verbundkörper auszeichnen, welche sich nur durch Kaltverpressen und Sintern erzeugen lassen.
Diese und andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Ansprüchen.
Erfindungsgemäß wird die vorgenannte Aufgabe gelöst, indem eine Hasse gebildet wird, die einen größeren Anteil an einem thermoplastischen Harz und einen kleineren Anteil an einem gefüllten PTFE-Material aufweist. Diese Masse lässt sich leicht durch Gießen, Heißextrudieren oder ähnliche bekannte Verfahren zu Lagern verarbeiten. Die erfindungsgemäße Masse kann als Oberflächenschicht zur Ausbildung einer reibungsarmen Lagerfläche auf einem tragenden Substrat verwendet werden, ηχπχ*Μ±±&*χ* wie ee im nachstehenden näher erläutert ist.
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Der Auedruck "größerer Anteil" soll hier bedeuten, daß die erfindungsgemäße Masse wenigstens 50 Vol% eines thermoplastischen Harzes enthält· "Kleiner Anteil" bedeutet dementsprechend, daß die Masse nach der Erfindung nicht mehr ale SO Vol.% gefülltes PTFE-Material enthält.
Missmahr seiea die bevorzugten Ausfühxungsformen beschrieben.
Der größere Anteil der erfindungsgemäßen Hasse ist ein thernoplastisches Ears. Seine Auswahl richtet sich zunächst nach Faktoren wie Umgebung, Materialkosten, Ausrüstung u.dgl., und nach den konkreten Untersuchungsergebnissen der Reibungs- und Verschlelßeigenschaften des Harzes in Verbindung mit den anderen Bestandteilen der Lagemiasse.
Su den thermoplastischen Harzmaterialien, die in der erfindungsgemäßen Hasse verwendet werden können, gehören Polyacrylat-Barse, z.B. die verschiedenen Ester der Acrylsäure und der Methacrylsäure, einschließlich Monomerer wie Methylacryiat, Äthylacrylat, Popylacrylat, Xsopropylacrylat u.dgl.
Andere zur Herstellung der erfindungsgemäßen Masse brauchbare thermoplastische Harze sind beispielsweise die Honopolyneren und Copolymeren von Polyestern, Polyolefinen, Phenoxyharzen, Polycarbonaten, Polyamiden (Nylon), Polyimiden, Polysulfonen, Polyarylensulfiden und Polyäthern sowie Mischungen dieser Harze bzw. Polymeren.
Diese Harze lassen sich leicht durch Spritzgießen, Extrudieren «ad ähnliche Methoden zu Formkörpern verarbeiten und besitzen außerdem die notwendigen Eigenschaften, chemisch inert, wärmebeständig u.dgl. zu sein, welche sie für Lagermaterialien geeignet »achen. Hie oben erwähnt, hängt die Auswahl eines besonderen Harzes von Faktoren ab, die dem Fachmann gut bekannt sind. Die Harze sind auf dem Markt erhältlich und liegen normalerweise in Form von Pellets oder feinen Teilchen bzw. Pulver vor.
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Die Polyarylensulfide werden als Harz für die erfindungsgemäße Masse bevorzugt. Polyarylensulfide entstehen durch Umsetzung wenigstens einer polyhalogensubstituierten monozyklischen aromatischen Verbindung mit einem Arylennetallsulfid. Ein besonders bevorzugtes Polyarylensulfid 1st Polyphenylensulfid, ein kristallines Polymeres mit einer symmetrischen, starren Grundkette aus parasubstituierten Benzolringen, die jeweils durch ein zwischengeschaltetes Schwefelatom verbunden sind. Ebenfalls in der erfindungsgemäßen Masse bevorzugt ist Acetalharz, ein Polyether, de* durch Polymerisation von Formaldehyd gewonnen wird. Außerdem sind Polyolefine wie Polyäthylen und Polypropylen bevorzugte thermoplastische Harze zur Verwendung in der Masse nach der Erfindung.
Ein kleinerer Anteil der erfindungsgemäßen Lagermasse besteht aus gefülltem PTFE-MaterIaI. Die Form des Polytetrafluoräthylen*- Polymeren in dem gefüllten PTFE-Produkt ist nicht kritisch, und dementsprechend können gute Resultate erzielt werden mit frisch gesintertem Polytetrafluoräthylen, abgebautem Polytetrafluoräthylen oder wieder aufgearbeiteten oder neu vermahlenen Poly tetrafluoräthylen-Abfallen. Der Einsatz von wieder aufgearbeitetem oder neu vermahlenem Material wird sogar bevorzugt* weil dadurch die Kosten des gefüllten PTFE-Materials beträchtlich verringert werden, ohne daß die gewünschten Eigenschaften der fertigen Lagermaase nach der Erfindung beeinträchtigt werden.
Der Füllstoffanteil des gefüllten PTFE-Materials kann aus einer Anzahl von Stoffen bestehenr die für ihre Fähigkeit bekannt sind, in Kombination mit PTFE Verschleißfeetigkeit zu schaffen. Zu solchen Füllstoffen gehören Zink, Cadmium, Blei und deren Oxid«, Glass, Bronze, Kohlenstoff und Graphit, Molybdändisulfid, Wolframdisulfld, Tonerde, Zirkonoxid, Titanoxid, Asbest, Kieselsäure, Bornitrid, Kieselgur, Kupfer(IX)-oxid oder Mischungen davon. Welcher besondere Füllstoff oder welche Kombination von Füllstoffen gewählt wird, ist in großem Umfang abhängig von der
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Art des in der Lagermass@ verwendeten thermoplastischen Harzes und der Verträglichkeit des Füllstoffes mit diesem sowie mit dem Polytetrafluorethylen, und ebenso von den Bedingungenr denen das Lager ausgesetzt werden soll. Ihre primäre Funktion» die VerschleiBfestigkeit der Hasse hervorzurufen oder zu erhöhen, wird durch empirische Versuche bestimmt, und die endgültige Auswahl der Füllstoffe erfolgt normalerweise auf der Basis derartiger Testergebnisse. Zur Erläuterung der Erfindung wurde als Füllatoffanteil des gefüllten PTFE-Materials das Beispiel einer Mischung von Cadmiumoxid und Bronze gewählt.
Um die erwünschten Eigenschaften der niedrigen Reibung, der hohen Verschleißfestigkeit und der leichten Formbarkeit zu erzielen, iauß das gefüllte PTFE-Material nach der Erfindung wenigstens 50 Vol.%, jedoch nicht mehr als 95 Vol.% Polytetrafluoräthylen und zwischen etwa 5 und 50 Vol.% Füllstoff enthalten. Ein bevorzugtes gefülltes PTFE-Material enthält etwa 80 Vol.% Polytetrafluoräthylen und etwa 2O Vol.% Füllstoff.
Gefüllte PTFE-Materialien mit der mannigfaltigsten Zusammensetzung sind bekannt und können von verschiedenen Herstellern bezogen werden, z.B. von der Firma Garlock Inc., deren gefüllte PTFB-Produkte unter dem Handelsnamen "Multifil" vertrieben werden, oder von der Liquid Nitrogen Processing Corporation. Im allgemeines werden die gefüllten PTFE-Materialien hergestellt, indem das Polytetrafluoräthylen und der Füllstoff in trockener Pulverform vermischt werden, so daß ein praktisch homogenes Gemisch von Polytetrafluoräthylen und Füllstoff entsteht.
Die erfindunfsgemlß® Masse wird also aus dem oben beschriebenen thermoplastischen Harz und dem gefüllten PTFE-Material erzeugt. Der größere Anteil der Lagermasse, d.h. 50 Vol.%, besteht aus de» thermoplastischen Harz, und der kleinere Anteil, d.h. weniger als 50 Vol.%, aus dem gefüllten PTFE-Material. Gute Resultate werden bei Verwendung elaer erfindungsgemäßen Hasse erzielt« die etwa 75 bis 85 Vol.« thermoplastisches Harz
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und etwa 15 bis etwa 25 Vol.% gefülltes PTFE-Material enthält.
Die erfindungsgemäße Masse wird vorzugsweise durch trockenes Vermischen de« gefüllten PTFE-Materials und des thermoplastischen Harzes gebildet. Vorzugsweise wird zuerst eine homogene Mischung durch trockenes Vermischen des gefüllten PTFE-Materials und anschließende Zugabe des thermoplastischen Kunstharzpulvers gebildet. Ό** Polytetrafluoräthylen, der Füllstoff und das spritzgießbare thermoplastische Kunstharz können aber auch gleichzeitig zu der erfindungegemäBen Hasse vermischt werden. Obwohl die Lagermaterialien vorzugsweise in trockener Pulverform gehandhabt werden, versteht sich ebenfalls, daß nan die erflndungsgem&fie Masse auch bilden kann, indem man das gefüllte PTFE-Material in einer Lösung des spritzgießbaren thermoplastischen Harzes in einem Lösungsmittel oder in dem geschmolzenen thenaoplatischen Harz selbst dispergiert, das Lösungsmittel entfernt oder das Harz erstarren lässt und anschließend das erhaltene Material, falls notwendig, zerkleinert, ura die formbare Kasse geiaäß der Erfindung in Form von Teilchen zu erhalten. Für Produktionsmengen 1st es ara günstigsten, die erfindungsgemäfie Hasse des gefüllten PTFE-Materials zu dem thermoplastischen Harz mit Hilfe eines Doppelschneeken-Extruders zu bilden, der die Materialien in der Wärme gründlich vermischt und die erfindungsgeraäfie Masse in pelletisierter Form abgibt, so daß diese dann zu Lagern verarbeitet werden kann.
ErfindungsgemäS wird besonders bevorzugt, Lager aus der neuen Masse durch Spritzgießen zu bilden, also Techniken, die dem Fachmann gut bekannt sind. Die nach der Erfindung gebildete Masse fuhrt zu einer Lager zusammensetzung, die nach der Bearbeitung eine Lagerflache mit niedrigen Reibungskoeffizient und höherer Verschleißfestigkeit als die bekannten formbaren oder extrudierbaren Massen aufweist. Darüberhinaus vereinen Lagerelemente, die nach der Erfindung hergestellt sind, die
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vorstehend genannten verbesserten Lagereigenschaften mit Einfachheit und Wirtschaftlichkeit der Fabrikation durch Spritzgießen oder heißes Extrudieren. Die genauen Temperaturen und Verforraungsdrücke hängen selbstverständlich von dem besonderen thermoplastischen Harz ab, das in der Masse verwendet worden 1st, und die geeigneten Werte von Temperatur und Druck lassen sich vom Fachmann leicht bestimmen.
Das Spritzgußverfahren stellt eine wirtschaftliche Methode zur Herstellung von Lagerelementen dar und ermöglicht leicht die Produktion großer Mengen zu relativ niedrigen Kosten. Sie wird deshalb bevorzugt, um die erfindungsgemäße Masse zu einheitlichen Lagern zu formen. Die erfindungsgemäße Masse lässt sich jedoch auch dazu benutzen, Verbundlager herzustellen, indem eine Oberflächenschicht aus der erfindungsgemäßen Masse auf einem Substrat gebildet wird, beispielsweise kann man die Lagermasse direkt auf ein Substrat heiß extrudieren, aber auch zuerst zu Folien oder Filmen formen, die anschließend mit dem Substrat verbunden werden*. Solche laminierten Verbundkörper werden vorzugsweise in Streifenform erzeugt, die sich dann zu Gleitlagern formen oder in zahlreichen Konfigurationen stanzen lassen, z.B. Druckscheiben und -ringe o.dgl. Es können konventionelle Substratmaterialien wie Stahl, Kupfer, Bronze, Kautschuk u.dgl. benutzt werden, und das Extrudieren oder Binden der Masse wird nach Methoden durchgeführt, die dem Fachmann bekannt sind.
Die Erfindung 1st im nachstehenden anhand von Ausführungebeispielen näher beschrieben.
Beispiel 1
Es wurden Lager mit den Abmessungen 3O mm Außendurchmesser, 25,4 me Innendurchmesser und 2S,4 mm Länge hergestellt, indem eine gemäß dar Erfindung bereitete Lagennasse bei einer Temperatur von 216°C und einem Druck von 1034 bar durch Spritzgießen verarbeitet wurde. Die Lagermass« bestand aus 77 Vol.%
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Acetalharz und 23 Vol.% gefüllten PTFE-Material. Das gefüllte PTFE-Material bestand aus 83 Vol.% Polytetrafluorethylen, 13 Vol.% Cadmiuinoxid und 4 Vol.% Bronze. Diese Masse wurde gebildet, indem durch Vermischen das gefüllte PTFE-Material in feinteiliger Form bereitet und dann trocken in das Acetal·* harzpulver eingemischt wurde, so daB eine praktisch homogene Mischung aus Teilchen des Acetalharzes und des gefüllten PTFE-Materials entstand.
Beispiel 2
Lager alt den gleichen Abmessungen wie in Beispiel 1 wurden aus einer anderen Masse hergestellt, die geaifiß der Erfindung bereitet worden war und aus 75 Vol.% Polyphenylensulfid (PPS) und 25 Vol.% gefülltem PTFE-Material bestand, welches seinerseits 80 Vol.% Poly te traf luoräthylen, 16 Vol.% Cadmiumoxid und 4 Vol.% Bronze enthielt. Die Lagerelemente wurden wie in Beispiel 1 durch Spritzgießen geformt, jedoch betrug die Formungstemperatur ungefähr 343 C.
Beispiel 3
Für Vergleicheversuche wurden Lager aus dem Acetalharz von Beispiel 1 ohne Füllstoff, dem Acetalharz von Beispiel 1 mit einer Füllung von 23 Vol.% Polytetrafluorethylen, und dea Acetalharz von Beispiel 1 mit einer Ölimprägnierung geformt. Diese Lagerraassen wurden durch Spritzgießen bei den gleichen Temperatur- und Druckbedingungen, wie in Beispiel 1 angegeben, su Lagern geformt. Ferner wurden Lager hergestellt, indem ein gefülltes PTFE-Produkt kalt geformt und gesintert wurde, welches für seinen niedrigen Reibungskoeffizienten und seine hohe Verschleißfestigkeit bekannt ist. Dieses Produkt enthält einen größeren Anteil PTFS und einen kleineren Anteil Cadmium und Bronze als Füllstoff; es wird von der Firma Garlock Inc. unter dem Handelenamen "Multifil 425" in den Handel gebracht.
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Beispiel 4
Die nach den Beispielen 1, 2 und 3 erzeugten Lager wurden geprüft, indem die inneren Lagerflachen kontinuierlich gegen eine Welle aus kohlenstoffarmen Stahl gedreht wurden, die eine Oberflächenrauhigkeit von 0,4 μ CIiA aufwies. Die Lagerbuchse wurde einer radialen Gewichtsbelastung unterworfen. Last und Geschwindigkeit wurden so ausgewählt, daß sich ein
Produkt aus Last und Geschwindigkeit von etwa 105 bar.m.min ergab. Nach einem ausgewählten Zeitintervall von 25 Stunden wurde die radiale Abnutzung der Probe gemessen. Die Versuch© wurden wenigstens 3 zustlzllche Zeitintervalle bei je 2 Proben fortgesetzt. Die wiedergegebenen Resultate sind der Mittelwert der 8 Abriebsmessungen von 2 Proben und werden als Abrieb in μ/100 h Betrieb angegeben.
Die Tests wurden bei vier verschiedenen Wellengesch^indigkeiten durchgeführt, nämlich 3,05 ia/rain, 15,24 m/min, 3Of48 m/min und 152,4 is/mint Die radiale Belastung wurde in jedssa Fall so eingestellt, daß das oben erwähnte Produkt von Druck nnä Geschwindigkeit aufrechterhalten wurde. Bs sei jedoch bemerkt; daß Lagerelemente, die nur aus Acetalharz oder aus Acetalharz + PTFE bestanden, bei reduzierter radialer Belastung untersucht werden »ußten, so daß das Produkt aus Druck und Geschwindigkeit nur den Wert 63 bar„m.min erreichte. Bei höheren radialen Lasten unter d@n oben beschriebenen Testbedingungen versagten diese Lager vor Ablauf der V&rsuchszeit, so daß der Verschleiß nicht hmi dem Produkt voss HOS basOHumin gemessen werden konnte. Di© Resultat® ά®£ Verstash® eiacl im Tabelle h wie folgt Zusasanengefasst:
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.- 10 -
Tabelle A
Abrieb in μ/100 h Lagersusammensetzung Wellengeschwindigkeit
3rO5 m/min 15,2 m/min 30,5 m/min 152m/min
kaltgeformtes und gesintertes PTFE-Produkt
nur Acetalharz (Test wurde bei 63 bar.τα.min durchgeführt, da das Material bei 105 bar .m.min nicht standhielt)
1,57
21 ,65
1,18
0/79
0,79
abweichend
von 24,8 11,81
bis 13,0
Acetalliars +
23 Vol.% ffTFS
(Test wurde _1
bei 63 bar.m.min
durchgeführt, da
das Material bei
105 bar.m.min
nicht standhielt)
2,36 4 ,33 11,81 15,75
ölgefülltes
Acetalharz
2,76 3 ,94 25,59 5,51
75 Vol.% Acetalharz
+25 Vol.% gefülltes
PTFE-Material
0,79 1 ,18 1,57 0,79
77 Vol.% PPS +
23 Vol.% PTFE-
Material
0,79 1 ,18 0,79 1,97
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Aus der vorstehenden Tabelle A ist ersichtlich, daß Lager, die gemäß der Erfindung erzeugt worden sind, eine erheblich bessere Verschleißfestigkeit haben als Lager aus anderen durch Spritzgießen verformbaren Massen, die für Lagermassen des Standes der Technik representativ sind. Außerdem Beigen Lager aus erfindungsgeraäßen Massen Verschleißfestigkeiten, die den besten bekannten Zusammensetzungen gleichwertig sind, welche jedoch nur durch Kaltverformung und Sinterung verarbeitet werden können.
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Claims (1)

  1. Patentansprüche
    Gleitlagermasse, die Polytetraf luoräthylen sowie wenigstens ein weiteres Kunstharz enthält, dadurch gekennzeichnet/ daß sie einen größeren Anteil aus einem thermoplastischem Harz und einen kleineren Anteil aus einem gefüllten Polytetrafluoräthylen (PTFE)-Material aufweist, wobei das gefüllte PTFE-Material im wesentlichen aus mindestens 50 Vol.% und einem Füllstoff als Rest besteht.
    2. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das thermoplastische Harz 75 Vol.% bis etwa 85 Vol.% und das gefüllte PTFE-Material 15 bis 25 Vol.% der Masse ausmacht.
    3. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das thermoplastische Harz aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Polyacrylaten, Polyestern, Polyolefinen, Phenoxyharzen, Polycarbonaten, Polyamiden, Polyimiden, Polysulfonen, Polyarylsulfiden, Polyäthern und Mischungen davon besteht.
    4. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das gefüllte PTFE-Material im wesentlichen aus 50 Vol.% bis 95 Vol.% Polytetrafluoräthylen und 5 Vol.% bis 50 Vol.% Füllstoff besteht, wobei der Füllstoff Graphit, Kohlenstoff, Glas, Asbest, Kieselerde, Zink, Cadmium, Blei und die Oxide dieser Metalle, Bronze, Molybdändisulfid, Wolframdisulfid, Tonerde, Zirkonoxid, Titandioxid, Kupfer(II)-oxid, Bornitrid oder/und Kieselgur ist.
    5. Masse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstoff Cadmiuiaoxid und Bronze enthält.
    6. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß si« «us 77 Vol.% Acetalharz und 23 Vol.% gefülltem PTFE-Material besteht.
    7. Masse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das gefüllte PTFE-Material 83 Vol.% Polytetrafluoräthylen, 13 Vol.% Cadmiumoxid und 4 Vol.% Bronze enthält.
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    β. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus 75 Vol.% Polyphenylensulfidharz und 25 Vol.% gefülltem PTFE-Material besteht.
    9. Masse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das gefüllte PTFE-Material aus 80 Vol.% Polytetrafluoräthylen 16 Vol.% Cadrnlumoxid und 4 Vol.% Bronze besteht.
    10. Gleitlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine seiner Lagerflächen eine praktisch homogene Mischung aufweist, welche im wesentlichen aus einem größeren Anteil eines thermoplastischen Harzes und einem kleinerem Anteil gefülltem PTFE-Material besteht, wobei das gefüllte PTFE-Material 50 bis 95 Vol.S Polytetrafluoräthylen und 5 bis 50 Vol.% Füllstoff enthält.
    11. Gleitlager nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß es in der Gleitlagerschicht als Füllstoff Zink, Cadmium, Blei und deren Oxide, Glas, Bronze, Kohlenstoff, Graphit, Molybdändisulfid, Wolframdisulfid, Tonerde, Zirkonoxid, Titandioxid, Asbest, Kieselsäure, Bornitrid, Kieselgur, Kupfer(II)-oxid oder Mischungen davon enthält.
    12. Gleitlager nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß es in der Lagermasse als thermoplastisches Harz Polyacrylat, Polyester, Polyolefin, Phenoxyharz, Polycarbonat, Polyamid, Polylmid, Polysulfon, Polyarylsulfid und/oder Polyäther oder Mischungen davon enthält.
    13. Gleitlager nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die Lag@r£läch® stwa aus 75 Vol.% Polyphenylensulfid- Harz und 25 Vol.% gefülltem PTFE-Material besteht.
    14. Verfahren zur Bildung eines Lagerelernentes, bei dem wenigstens eine Lagerfläche aus einem reibungsarmen Material geformt
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    vird, dadurch gekennzeichnet, daß man eine praktisch homogene Mischung aus einem größeren Anteil eines thermoplastischen Harzes und einem kleinerem Anteil eines gefüllten PTFE-Materials erzeugt, wobei das gefüllte PTFE-Material zwischen 95 und Vol.% Polytetrafluoräthylen und zwischen 5 und 50 Vol.% eines Füllstoffes enthält, diese Mischung zur Erweichung des Harzes erwärmt und die Mischung, während sich das Harz in erweichtem Zustand befindet, zu wenigstens einer Oberfläche des Lagerelementes formt.
    15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung durch Spritzgießen zu einem Lagerelement verarbeitet wird, welches im wesentlichen aus dem reibungsannen Material besteht.
    16. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung zur Ausbildung einer reibungsarmen Oberfläche auf ein Substrat extrudiert wird.
    17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die extrudierte Mischung mit der Oberfläche des Substrats verbunden, insbesondere verklebt wird.
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