DE2436626C2 - Magazin eines Gerätes zum Eintreiben von Befestigungs- oder Verbindungsmittel n - Google Patents
Magazin eines Gerätes zum Eintreiben von Befestigungs- oder Verbindungsmittel nInfo
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Description
35
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Magazin eines Gerätes zum Eintreiben von Befestigungs- oder Verbindungsmitteln,
bestehend aus einem an dem Gerät befestigten Gehäuse, in dem ein Magazinschieber
längsverschiebbar geführt und durch mindestens eine Feder mit dem ebenfalls längsverschiebbar am Gehäuse
geführten Deckel verbunden ist. wobei der Deckel an seinem äußeren Kopfende ein schwenkbar gelagertes
federbelastetes Verschlußstück aufweist, dessen Rastnase in der Schließstellung einen im Gehäuse befestiglen
Anschlag hintergreift.
3ei den bisher bekannten Magazinen der eingangs erwähnten Art ist das Verschlußstück so ausgebildet,
daß der zur Entriegelung des Verschlußstückes vorgesehene Fingerhebel an der Magazinunterseite angebracht
ist und das Verschlußstück insgesamt aus Fiachmaterial hergestellt ist.
Die infolge dieser Ausgestaltung des Verschlußstükkes
auftretende Unfall- und Verletzungsgefahr ist ganz beträchtlich. So kommt es beispielsweise häufig vor, 5c
daß bei der Benutzung des Gerätes der Fingerhebel des Verschlußstückes mit der Oberfläche des Werkstückes
Berührung bekommt, was die Entriegelung und das schlagartige Zurückschießen des unter Federspannung
stehenden Deckels zur Folge hat. Dies kann /u folgenschweren Unfällen führen.
Eine Verletzungsgefahr ist auch beim Laden und Verschließen des Magazins vorhanden. Das Laden erfolgt
bekanntlich in der Weise, daß nach Entriegelung des Verschlußstückes der Deckel bis in seine äußerste fts
Stellung zurückgezogen wird, dabei wird der durch eine oder mehrere Federn mit dem Deckel verbundene
Maeazinsehieber ebenfalls nach hinten bewegt, das Gehäuse
kann mit Befestigungs- oder Verbindungsmitteln gefüllt werden und anschließend wird durch das Zuschieben
des Deckels bis zur Einrastung des Verschlußstückes das Gehäuse wieder verschlossen und die Feder
zwischen Deckel und Magazinschieber durch dazwischenliegende Eintreibmittel gespannt. Der Schließvorgang
wird in der Praxis so durchgeführt, daß der Benutzer mit der offenen Innenhandfläche auf die
Rückseite des Verschlußstückes schlägt, um in einem Zug den Deckel in Schließstellung zu bringen. Durch
das aus dem Flachmaterial hergestellte Verschlußstück mit seinen verhältnismäßig scharfen Kanten und seiner
sehr schmalen Stirnfläche ist eine ganz erhebliche Verletzungsgefahr Tür den Benutzer beim Zuschlagen des
Deckels gegeben.
Ein langsames »Zudrücken« des Deckels ohne die Ausübung eines Schalges ist meist wegen der sehr hohen
Federkraft im letzten Teil des Verschiebeweges des Deckels nicht möglich, aber selbst dann, wenn diese
Möglichkeit doch vorhanden ist, wird die Innenhandfläche sehr stark beansprucht, so daß die Handhabung des
Gerätes nach wie vor sehr unangenehm ist.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Magazin der eingangs erwähnten Art so zu gestalten,
daß di»; Unfall- und Verletzungsgefahr vermindert und die Handhabung von einem Benutzer als wesentlich
angenehmer empfunden wird, als dies bei bekannten Magazinen der Fall ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das Verschlußstück einen nach oben gerichteten
Fingerhebel aufweist und an seinem äußeren Ende mit einem ballenförmig ausgebildeten Endstück versehen
ist.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen im wesentlichen darin, daß durch den nach oben gerichteten
Fingerhebel ein unbeabsichtigtes Öffnen des üekkels praktisch ausgeschlossen ist und daß auf Grund
des ballenförmig ausgebildeten Endstückes die Gefahr der Verletzung beim Schließen des Deckels nicht mehr
vorhanden ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachfolgend an Hand der Zeichnung näher beschrieben. Es
zeigt
F i g. I eine Seitenansicht eines Gerätes zum Eintreiben von Befestigungsmitteln mit einem erfindungsgemäß
ausgebildeten Magazin, teilweise im Schnitt,
F i g. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeils H in Fig. 1.
In F i g. 1 ist ein Gerät zum Eintreiben von Befestigungs-
oder Verbindungsmitleln dargestellt, welches üblicherweise mit Druckluft betrieben wird und deshalb
auch unter der Bezeichnung »Druckluftnagler« bekannt ist.
Derartige Druckluftnagler werden zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt, beispielsweise zum Eintreiben
von Klammern, Dübeln, Nägeln, Schlagschrauben usw.
Das Gerät 1 ist mit einem Magazin 2 ausgestaltet, in dem die einzutreibenden Befestigungs- oder Verbindungsmittel
bevorratet sind. Der Aufbau des Magazins 2 entspricht im wesentlichen den an sich bekannten
Magazinen dieser Art. Das Magazin 2 besteht aus einem Gehäuse 3 und einem längsverschiebbar am Gehäuse
3 geführten Deckel 4. an dessen Unterseite eine Feder 5 befestigt ist, deren anderes Ende an einem in
der Zeichnung nicht dargestellten, im Gehäuse 3 län«sverschiebbar geführten Magazinschieber befestigt ist.
Der Querschnitt des Gehäuses 3 mit dem darin geführ-
ten Magazinschieber und die Profilierung des Deckels 4 sind abhängig von der Art der Befestigungs- oder Verbindungsmittel,
die im Magazin 2 bevorratet werden sollen. Am äußeren Kopfende des Deckels 4 ist ein
Verschlußstück 6 angeordnet, das um einen quer zur Längsachse des Deckels 4 verlaufenden Lagerzapfen 7
schwenkbar ist und durch eine Feder 8 auf einem als Anschlag 9 dienenden, quer zur Längsachse des Gehäuses
3 befestigten Stift aufgedrückt wird. Bei der in der F i g. 1 gezeigten Schließstellung des Magazins 2 hin-
!ergreift dabei eine Tastnase 10 des Verschlußstückes 6 den Anschlag 9, so daß zum öffnen des Deckels 4 durch
einen nach oben gerichteten Fingerhebel 11 das Verschlußstück 6 um den Lagerzapfen 7 entgegen der Wirkung
der Feder 8 geschwenkt werden muß, wodurch die Rastnase 10 aus dem Bereich des Anschlages 9 herausgeschwenkt
wird, so daß das Verschieben des Dekkels 4 nach hinten möglich wird. Durch den nach oben
gerichteten Fingerhebel 11 des Verschlußstückes 6 wird verhindert, daß bei einem Aufstoßen des Gerätes
1 auf ein Arbeitsstück das Magazin 2 unbeabsichtigt geöffnet wird, da in einem solchen Fall die Zuhaltewirkung
der Feder 8 nur noch zusätzlich durch das gleichsinnig eingeleitete Drehmoment verstärkt würde. Die
Sicherheit gegen das ungewollte Öffnen des Magazins
2 ist in einfacher Art und Weise dadurch erhöht, daß die Rastnase 10 an ihrem freien Ende mit einem den
Anschlag 9 untergreifenden Ansatz 12 versehen ist, so daß zur Öffnung des Deckels 4 das Verschlußstück 6
um den gesamten möglichen Schwenkbereich geschwenkt werden muß, was bei einem unbeabsichtigten
kurzen Berühren des Fingerhebels 11 praktisch nicht vorkommen kann.
Am äußeren Ende ist das Verschlußstück 6 mit einem ballenförmig ausgebildeten Endstück 13 versehen, welches
in vorteilhafter Weise so ausgebildet ist, daß die Grundfläche des Endstückes 13 mindestens dem Querschnitt
des offenen Teils des Gehäuses 3 entspricht. Durch dieses ballenförmige und verhältnismäßig großflächige
Endstück 13 wird eine praxisgerechte Handhabung des Magazins ohne Verletzungsgefahr ermöglicht,
da beim Laden des Magazins 2 nach dem Einlegen der Befestigungs- oder Verbindungsmittel in das Gehäuse 3
das Schließen des Deckels 4 derart vorgenommen wird, daß auf das Verschlußstück 6 mit der Innenhandfläche
ein Schlag ausgeübt wird, wodurch das Schließen des Deckels und das Einrasten des Verschlußstückes 6 gegenüber
dem Anschlag 9 in einem Zug erreicht wird. Durch das große und ballenförmig ausgebildete Endstück
13 wird dabei eine Verletzungsgefahr der Innenhandfläche ausgeschlossen und das Handhaben eines
derart ausgebildeten Verschlußstückes 6 als sehr angenehm empfunden.
Das Verschlußstück 6 mit der Rastnase 10, dem Fingerhebel 11 und dem ballenförmigen Endstück 13 ist
einstückig in bevorzugter Weise als Kunststofformteii hergestellt, wodurch die Herstelikosten für das Verschlußstück
6 sehr gering gehalten werden und eine besonders vorteilhafte Handhabung des Verschlußstückes
6 erreicht wird.
Ein wie vorstehend beschriebenes, erfindungsgemäß ausgerüstetes Magazin 2 bietet ein Höchstmaß an Sicherheit,
ohne daß hierfür Mehrkosten gegenüber den bekannten Magazinen entstehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnuneen
Claims (4)
1. Magazin eines Gerätes zum Eintreiben von Be festigungs- oder Verbindungsmitteln, bestehend aus
einem an dem Gerät befestigten Gehäuse, in dem ein Magazinschieber längsverschiebbar geführt und
durch mindestens eine Feder mit dem ebenfalls längsverschiebbar am Gehäuse geführten Deckel
verbunden ist, wobei der Deckel an seinem äußeren Kopfende ein schwenkbar gelagertes federbelastetes
Verschlußstück aufweist, dessen Rastnase in der Schließstellung einen im Gehäuse befestigten Anschlag
hintergreift, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußstück (6) einen nach oben
gerichieten Fingerhebel (11) aufweist und an seinem äußeren Ende mit einem ballenförmig ausgebildeten
Endstück (13) versehen ist.
2. Magazin nach Anspruch 1, dadurch gekeunzeichnet,
daß die Grundfläche des Endstückes (13) mindestens den ganzen Querschnitt des offener. Bereiches
des Gehäuses (3) überdeckt.
3. Magazin nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastnase (10) an ihrem freien
Ende mit einem den Anschlag (9) untergreifenden Ansatz (12) versehen ist.
4. Magazin nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verschlußstück (6) mit der Rastnase (10), dem Fingerhebel (11) und dem ballenförmigen
Endstück (13) einstückig aus Kunststoff hergestellt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742436626 DE2436626C2 (de) | 1974-07-30 | Magazin eines Gerätes zum Eintreiben von Befestigungs- oder Verbindungsmittel n |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742436626 DE2436626C2 (de) | 1974-07-30 | Magazin eines Gerätes zum Eintreiben von Befestigungs- oder Verbindungsmittel n |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2436626B1 DE2436626B1 (de) | 1975-06-05 |
| DE2436626A1 DE2436626A1 (de) | 1975-06-05 |
| DE2436626C2 true DE2436626C2 (de) | 1976-01-22 |
Family
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