DE245659C - - Google Patents

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DE245659C
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incandescent
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21HINCANDESCENT MANTLES; OTHER INCANDESCENT BODIES HEATED BY COMBUSTION
    • F21H5/00Solid incandescent bodies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Resistance Heating (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 245659-KLASSE 4/. GRUPPE
RUDOLF SCHNABEL in BERLIN. Verfahren zur Erzeugung von Gas-Glühlicht. Patentiert im Deutschen Reiche vom 5.JuIi 1910 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Erzeugung von Licht durch Verbrennung von Gasen innerhalb poröser Massen. Das neue Verfahren wird in der Weise ausgeführt, daß durch eine poröse, mit Hohlräumen durchsetzte gasdurchlässige Masse ein Gemisch brennbarer und die Verbrennung unterhaltender Gase geleitet und darin zur Verbrennung gebracht wird, wobei sich die Masse zu lebhafter Weißglut erhitzt und als Glühkörper für Leuchtzwecke Verwendung finden kann.
Zur Einleitung dieses Prozesses wird durch die Masse, welche aus einem zusammenhängenden porösen Körper oder einer mit Hohlräumen durchsetzten Schicht eines gekörnten Materials bestehen kann, ein Gasgemisch geleitet und an der Oberfläche der Masse entzündet. Ist dabei dem Brenngase die zur völligen Verbrennung erforderliche Menge Luft beigemischt, so bildet sich ein Verbrennungsvorgang, der nach Art einer zurückschlagenden Flamme das Bestreben zeigt, sich in das Innere der Masse zurückzuziehen. Es entsteht dabei an der Oberfläche eine Glühzone, die sich allmählich auf die inneren Schichten ausdehnt, so daß schließlich die ganze Masse zum Glühen kommt und infolge der Aufspeicherung der Wärme eine außerordentlich hohe Temperatur erreicht, die die Erzeugung starker Lichteffekte ermöglicht.
Die Anwendung der glühenden Masse zu Lichteffekten kann dabei entweder dadurch geschehen, daß die glühende Masse selbst zur Ausstrahlung von Licht angewendet oder zur Beheizung besonderer Glühkörper benutzt wird. Bei Verwendung der Masse als Glühkörper an sich kann entweder aus der Masse ein zusammenhängender Glühkörper hergestellt werden, oder es kann auch die Masse in gekörntem Zustande in einem durchsichtigen Behälter (z. B. Quarzglas) unter Bildung von Hohlräumen aufgeschichtet werden. In diesem Falle empfiehlt es sich, die Masse aus solchen Stoffen herzustellen, die ein großes Lichtemissionsvermögen haben.
Bei Anwendung der zum Glühen erhitzten Masse zur Beheizung besonderer Glühkörper ist es ebenso zweckmäßig, wenn diese aus Stoffen mit hohem Lichtemissionsvermögen hergestellt werden. Der Glühkörper kann aber auch aus anderen Stoffen hergestellt werden, da infolge der bei der Verbrennung der Gase innerhalb der Massen- erzeugten hohen Temperatur auch andere Körper zur Lichtausstrahlung gebracht werden können. Sehr geeignet zur Herstellung sowohl der gasdurchlässigen Massen als auch zur Herstellung von Glühkörpern und Behältern für das aufgeschichtete gasdurchlässige Material ist Quarz. Außerdem kommen noch beständige Karbide, silizierte Kohle, geschmolzene reine Tonerde und andere feuerbeständige Körper in Betracht.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Ausführung des neuen Verfahrens zur Darstellung gebracht. Diese Vorrichtung besteht aus einem Glühkörper α aus Quarzglas, der mit einer gasdurchlässigen Masse aus gekörntem Quarz b angefüllt ist. In diese Masse ist ein Rohr c aus Quarzglas oder silizierter Kohle eingebettet, durch welches ein Gasluftgemisch zugeleitet wird. Bei der Inbetriebsetzung
(2. Auflage, ausgegeben am m. Mai 1313.)
dieser Vorrichtung wird mittels des Rohres c ein Gasluftgemisch unter entsprechendem Druck durch die Masse b geleitet und an der Oberfläche entzündet. Es bildet sich dabei an der Oberfläche der gekörnten Masse eine Verbrennungserscheinung, die nach Art einer zurückschlagenden Flamme das Bestreben zeigt, sich allmählich in das Innere der Masse zurückzuziehen. Infolgedessen bildet sich an der
ίο Oberfläche der Masse eine Glühzone, die langsam nach unten fortschreitet, bis die ganze Masse durchglüht. Ist dieses geschehen, dann erfolgt die Verbrennung bei richtiger Zusammensetzung des Gasluftgemisches nur noch im Innern der glühenden Masse, so daß außerhalb der Masse eine Flamme nicht sichtbar wird.

Claims (7)

Pate nt-An Sprüche: 20
1. Verfahren zur Erzeugung von Gas-Glühlicht, dadurch gekennzeichnet, daß durch poröse, mit Hohlräumen durchsetzte gasdurchlässige Massen Gemische brenn-barer und die Verbrennung unterhaltender Gase geleitet und innerhalb derselben zur Verbrennung gebracht werden, mit der Wirkung, daß die Massen die zur Ausstrahlung von Licht erforderliche Temperatur erreichen.
2. Ausführungsweise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus der porösen Masse ein für Lichterzeugung geeigneter Glühkörper hergestellt und durch Verbrennung von Gasen innerhalb desselben zum Leuchten gebracht wird.
3. Ausführungsweise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Verbrennung von Gasen innerhalb der porösen Massen erzeugte Wärme zur Beheizung besonderer Glühkörper angewendet wird.
4. Ausführungsweise nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zu beheizende Glühkörper als Hohlkörper ausgebildet wird, und daß in diesem das durch Verbrennung von Gasen erhitzte Material in gekörntem Zustande aufgeschichtet wird und eine mit Hohlräumen durchsetzte poröse Masse bildet.
5. Ausführungsweise nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl zur Herstellung der gasdurchlässigen zu erhitzenden Massen, wie auch der als Behälter dienenden Glühkörper Quarz verwendet wird.
6. Ausführungsweise nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung der gasdurchlässigen, zu erhitzenden Massen und der als Behälter dienenden Glühkörper Karbide (z. B. Siliziumkarbid, silizierte Kohle) angewendet werden.
7. Ausführungsweise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung der gasdurchlässigen, zu erhitzenden Massen und der als Behälter dienenden Glühkörper Stoffe mit hohem Lichtemissionsvermögen verwendet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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