DE2457724C3 - Strömungsstrecke zum Erreichen periodischen Pulsierens - Google Patents
Strömungsstrecke zum Erreichen periodischen PulsierensInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Strömungsstrecke zum Erreichen periodischen Pulsierens, insbesondere
periodischer Anhebung und Absenkung des Flüssigkeitsspiegels der in der Strömungsstrecke fließenden
Flüssigkeit, mit — in Draufsicht gesehen — einer Reihe von Erweiterungen und Verengungen, wobei die
Strömungsstrecke wenigstens auf einem Teil ihrer Länge in Strömungsrichtung abfällt und wenigstens
teilweise als offenes Gerinne ausgebildet ist, und wobei die Erweiterungen aui — in Draufsicht gesehen —
wenigstens annähernd kreisrunden Wannen gebildet sind.
Aufgabe der Erfindung ist es eine Strömungsstrecke zu schaffen, die es unter geringstmöglichem Energieaufwand
erlaubt, eine Flüssigkeit mit einem Gas anzureichern, eine innige Mischung zweier oder mehrerer
Flüssigkeiten herbeizuführen, feste Stoffe in einer Flüssigkeit gut aufzulösen oder ähnliche Aufbereitungen
vorzunehmen oder schließlich reizvolle ästhetische Effekte zu erreichen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Wannen paarweise, d. h. beidseits der Längsmittelachse
der Strömungsstrecke angeordnet sind, daß die beiden Wannen eines jeden Paiares im wesentlichen in
derselben Horizontalebene ungeordnet sind, und daß zwischen je zwei Wannen eines Paares ein Verbindiingskanal
vorgesehen ist
Aus der US-PS 30 08 64b ist zwar auch eine Strömungsstrecke bekannt, bei der eine instationäre,
pulsierende Strömung gegeben ist Diese Strömungsstrecke (ein römischer Brunnen) weist jedoch nicht die
erfindungsgemäßen Merkmale auf und vermag daher auch nicht die hier gestellte Aufgabe zu lösen.
Ein größerer Teil der in die Strömungsstrecke eintretenden Flüssigkeit gelangt in die erste Wanne und
wirbelt in dieser herum, wobei die Flüssigkeit im aHgemeinen der gewölbten Wannenwand folgt. Sie
erreicht dann den vom Gefälle bestimmten Hauptströmungsweg, wo eine Durchkreuzung der Hauptströmung
stattfindet Hierauf gelangt auf Grund dieses Zusammenstoßes zwischen den beiden einerseits dem Hauptströmungsweg
folgenden, anderseits aus der einen Wanne austretenden Teilströmen eine größere Flüssigkeitsmenge
in die gegenüberliegende Wanne, wo wiederum ein Kreislauf entlang der Wannenwand vor
sich geht Die aus dieser Wanne austretende Flüssigkeit befindet sich auf einem Kollisionskurs mit der neu
eintretenden Flüssigkeit, wodurch bewirkt wird, daß die neu eintretende Flüssigkeit nach hinten zu einem
Rundkurs in der ersten Wanne abgelenkt wird. Es wiederholt sich der Kreislauf, die Flüssigkeit wird
abwechselnd nach der einen oder anderen Seite des Hauptströmungsweges abgelenkt, und es ergibt sich
eine sogenannte »lemniskatorische« Strömung bzw. Bewegung, die einem periodischen Pulsieren gleichkommt
Die durch die erfindungsgemäße Strömungsstrecke fließende Flüssigkeit erfährt dabei eine periodische
Geschwindigkeitsveränderung, die sich auch in einer periodischen Hebung und Senkung des Flüssig
keitsspiegels äußert, wobei lediglich jene Energie aufgewendet werden muß, um die Flüssigkeit zum
Eintritt in die Strömungsstrecke zu bringen, da die weitere Flüssigkeitsbewegung durch das Gefälle bewirkt
wird.
Da der Strömungsweg für den größten Teil der Flüssigkeit im Vergleich mit einer einfachen Strömungsstrecke
beträchtlich verlängert wird und überdies ein Pulsieren bzw. ein periodisches Anheben und Absenken
des Flüssigkeitsspiegels stattfindet, wird die Flüssigkeit mit dem die Strömungsstrecke umgebenden Gas, also
vor allem Wasser mit Sauerstoff bzw. Luft, gui angereichert, ferner kann bei Verwendung zweier oder
mehrerer Flüssigkeiten eine gründliche Durchmischunß herbeigeführt oder auch bei Eingabe von festen Stoffen
eine gute Auflösung, Emulgierung od. dgl. erreich! werden. Der ständige Flüssigkeitswechsel von einer
Wanne zur gegenüberliegenden, d. h. über die Längsmittelachse der Strömungsstrecke hinweg, führt aber aucl:
zu reizvollen ästhetischen Effekten, weshalb sich die erfindungsgemäße Strömnngsstrecke auch zur Aufstel
lung in öffentlichen Anlagen od. dgl. eignet
Um besondere Strömungsverhältnisse zu erzielen können die Wannen in Strömungsrichtung größer odei
in Strömungsrichtung zunächst größer und dann wiedei kleiner werden. Ferner können die Wannen — i;
Draufsicht gesehen — zur Längsmittelachse de Strömungsstrecke symmetrisch angeordnet und gestal
tet sein. Der Verbindungskanai zwischen zwei Paare! von Wannen kann — in Draufsicht gesehen — jeweil
geradlinige, konvexe oder konkave Seitenwände auf weisen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand ii
Ausführungsbeispielen zum Teil schematisch
argestellt, und zwar zeigt
Pia 1 eine Strömungsstrecke in Draufsicht, V σ 2 bis 4 eine andere Strömungsstrecke bei
Pia 1 eine Strömungsstrecke in Draufsicht, V σ 2 bis 4 eine andere Strömungsstrecke bei
verschiedenen Strömungszuständen ebenfalls i.. Drauf-
5a und 5b das grundsätzliche Strömungsbild in ■mWanner^aar,
r. 6 eine Strömungsstrecke mit verscnieden gro-
r. 6 eine Strömungsstrecke mit verscnieden gro-
ίο
ein^r Strömungsstrecke zugehörige Wannenpaare im Schaubild,
Pie 8 eine etwa der Fig.l entsprechende Stror'„trecke,
ebenfalls im Schaubild,
ρ- »9 bis Π Ausführungsvarianten der Strömungs- 15 ecke bzw. von Teilen davon ebenfalls schaubildlich
ρ- »9 bis Π Ausführungsvarianten der Strömungs- 15 ecke bzw. von Teilen davon ebenfalls schaubildlich
Unc i β 12 das Schema eines Wannenpaares,
n'e F i E 1 bis 4 sind nach Lichtbildern einer
Ptnhrten in Betrieb befindlichen Strömungsstrecke 20
Senigt, wobei der Flüssigkeit kleine schwarze
itPckiee Stücke zugesetzt wurden, die im Wasser
Swebenind sich mit dem Wasser bewegen, so daß die
Strömungsverhältnisse sichtbar werden. D.ese Stucke \,λΖ den F i g. 1 bis4 als kleine Pfeile eingetragen. 25
in Fig 1 sind der Hauptströmungsweg mit 10 und die
krrisninden Wannen mit 12, 14, 16, 18, 20 und 22
SSneL Die Flüssigkeit, in der Regel Wasser, tritt bei
Sn die Strömungsstrecke ein und verläßt diese bei 26.
Sn"ei weise unterbrochener Wirbel entsteht jeweils an 30
Sn Stellen 8. Dabei ist in F i g. 1 der Zustand dargestellt,
fach dem der Großteil der strömenden Wassermenge
infolge der Linkszirkulation aus der Wanne 14 und
η o Ie der Rtchtszirkulation aus der Wanne 16
äherwhend in die Wannen 12 bzw. 18 geleitet 35
wurde Tn Sn Wannen 20 und 22 herrscht ein
Übergangszustand. Die Bewegung der Flüss.gke.tshauotmenre
ändert sich ständig. So kann z. B., wenn die SSe der Flüssigkeit in der Wanne 18 zirkuliert,
I aCdrfi übrigen Wannen 12, 16, 20 die Strömung
ecbSerum erfolgen, was aber nur kurze Zeit andauert.
Eine weitere periodische Beziehung kann zwischen den Wannen 12 und 14,16 und 18 sowie 20 und 22 angeregt
werden· indem man den Verbindungsmann 6 so
koSru ert, daß die Schwingungen innerhalb aufe.nan-Sander
Wannenpaare einander beeinflussen. Soli kann ein Zusammenbruch der Schwingbewegung
S Flüssigkeit in einem nachfolgenden Wannenpaar
Serbegeführt und diese Schwingbewegung wieder
Je eb bzw. wieder erzeugt werden, so wie s.e vom
vorausgehenden Wannenpaar negativ oder positiv beSSßt wird. Mit anderen Worten durch eine
besondere Ausführung des Verbindungskanals 6 kann
Se weitere Schwingung erzeugt werden, die sich einer
bestehenden lemniskatorischen Bewegung überlagert,
was dazu führt, daß die letztere anscheinend völlig Tusammenbricht und danach wieder erzeugt wird.
Seses Mieten und Verschwinden der lemmskator^
sehen Bewegung erfolgt mit einer sich wiederholenden
PeriodSt Eine Pendelbewegung tritt gewöhnlich
unmuSa 'nach einem Zusammenbruch und unm.ttelbTvor
einem Wiedereinsetzen der lemn.skator.schen
Di??igfbis 4 zeigen ein Beispiel der Kombination
von zwe WanLnpaaren 12/14 und 16/18, wobei die
un vollständig in gegenseitige Beziehung snd Wenn mehr als zwei Wannenpaare auf
Art kombiniert werden, tritt keine Schwingung auf. F i g. 2 zeigt den Zustand, nachdem der Großteil des
Wasserstroms infolge der Linkszirkulation, die in den Wannen 14 und 18 zu sehen ist, vorübergehend in die
Wanne 16 abgelenkt wurde. Kurze Zeit später tritt eine Situation ein (Fig.3), bei der der Großteil der
strömenden Wassermasse in die Wanne 18 »umgeschaltet« wurde, wodurch in dieser Wanne eine starke
Linkszirkulation entsteht. Eine Welle, deren Kanim (Krone) bei 30 zu sehen ist, entsteht, wenn sieh das
Wasser infolge des in Fig.2 gezeigten früheren Zustandes seitlich aus der Wanne 16 heraus gegen den
eintretenden Strom 10 bewegt. Fig.4 zeigt einen Zustand ähnlich dem in F i g. 2.
Die Beobachtung zeigt, daß eine rhythmische Bewegung entsteht, die durch die Wirkung des
strömenden Wassers selbst herbeigeführt und selbst aufrechterhalten wird. Die Hauptmenge des strömenden
Wassers schwingt zwischen der Zirkulation in einer Wanne und ihrem gegenüberliegenden Gegenstück. Die
erläuterte Strömungsstrecke führt also eine sich selbst erregende Schwingbewegung in einer über eine
Gefällstrecke frei fließenden Flüssigkeit herbei. Sie kann mit Wasser als Träger für eine begrenzte Menge
mineralischer und/oder organischer Stoffe verwendet werden.
Die Wannen bzw. Wannenpaare sind in der Regel so miteinander verbunden, daß keine Flüssigkeit entweichen
kann, so daß also ein ununterbrochener Kanal gebildet ist. Durch die abwechselnde, symmetrische
oder in besonderen Fällen asymmetrische Verengung und Erweiterung des Kanals werden die Quer- oder
Längsschwingungen, die sich in der fließenden Flüssigkeit aufbauen, herbeigeführt und/oder aufrechterhalten.
Die Erfindung läßt sich besonders auf Wasser anwenden.
Der Hauptzweck der erfindungsgemäßen Ausbildung der Strömungsstrecke liegt darin, daß eine lemniskatorische
Bewegung erzielt wird, die auch als kontinuierliche Schwingung des Strömungsbildes der Hauptströmung
zwischen zwei vorübergehend stabilen Zuständen beschrieben werden kann, wie dies in den F i g. 5a bzw.
5b im Grundriß gezeigt ist.
F i g. 6 zeigt eine Strömungsstrecke, bei welcher der Hauptströmungsweg und die Wannen durch gewölbte,
senkrechte Wände 40 und 42 begrenzt werden, wobei die Flächengröße und Form der Wannen allmählich zu-
und dann wieder abnehmen. Der Flüssigkeitsein- und -austritt ist mit 44 und 46 bezeichnet.
In den F i g. 7 und 8 ist die Strömungsstrecke nach F i g. 1 schaubildlich dargestellt. Hier handelt es sich um
einen Grundtyp, der für Forschungszwecke verwendet wird, um die Verhältnisse im einzelnen zu untersuchen
Der Kanal zwischen den Wannen kann durch gewölbt« oder gerade Wände gebildet werden.
Fig.9 zeigt eine Variante einer Strömungsstrecke
die als eine Einheit in Keramik ausgeführt ist. Bei den Wannenpaar nach Fig. 10 kann der Wannenbodei
Mach beiden Richtungen hin schräg abfallen. Dies
Wannen haben schräge, gewölbte Wände und können i Reihe nach beiden Richtungen hin mit weiteren Wanne
kombiniert werden. Die Art der Bewegung läßt sie ebenfalls variieren.
F i g. 11 zeigt ein Wannenpaar mit breiten, nac
außen hin schräg abfallenden gewölbten Wänden, üb« die hinweg sich das Wasser intermittierend in eini
dünnen Schicht ausbreitet, wenn es nach links odi rechts schwingt. Theoretisch können diese gewölbt«
Wände in besonderen Fällen in Übereinstimmung π
Kurven gebracht werden, denen mathematische Funktionen zugrunde liegen.
Die Einzelteile der erfindungsgemäßen Strömungsstrecke können in verschiedener Weise hergestellt, z. B.
gegossen, gepreßt, geblasen usw. werden, wobei sich das jeweils angewendete Verfahren nach dem Herstellungsmaterial, d. h. Beton, künstliche Steinmasse, verharztes
Glas, Kunststoff, Metall etc. richtet, das wieder nach seiner Neutralität gegenüber den betreffenden Flüssigkeiten
ausgewählt wird. ι ο
Die folgende, aus mehreren 100 Werten zusammengestellte Tabelle vermittelt ein Bild vom Grad der
möglichen Änderung in den Proportionen eines Wannenpaares, womit eine lemniskatorische Bewegung
nach den Abb.5a und 5b herbeigeführt wird; gezeigt wird auch die überaus wirksame Kombination von
Proportionen und Gefällstrecken bei einer gegebenen Strömung (Durchsatz). Auf beiden Seiten der optimalen
Kombination klingt die Bewegung aus.
In der folgenden Tabelle bedeuten unter Bezugnahme auf Fig. 12
D den Durchmesser der Wanne in cm,
H die Höhe der Wanne in cm,
C die Länge der Sehne für den von der kreisrunden
Wanne abgeschnittenen Teil in cm,
F den Durchsatz in l/min,
A die öffnung zwischen den Wannen, die einen
F den Durchsatz in l/min,
A die öffnung zwischen den Wannen, die einen
parallelen Kanal bilden,
G die Gefällstrecke cm/100,
W die Differenz zwischen hohen und niedrigen
G die Gefällstrecke cm/100,
W die Differenz zwischen hohen und niedrigen
Wellenpunkten, abgenommen an der Stelle W,
P die Anzahl der Pendelbewegungswellen je Minute
und
TD die maximale Breite des Wannenpaares.
TD die maximale Breite des Wannenpaares.
Bei einem Durchmesser Dder kreisrunden Wanne bei 18,20 cm und einer Höhe H bei 10 cm gibt es vier
Veränderliche, nämlich die Länge C der Sehne des von einer kreisrunden Wanne abgeschnittenen Teils, die
öffnung A zwischen den Wannen, den Durchsatz F (Wasserdurchsatzwerte vom Behälter bei minimalem
Druck) und das Gefälle G.
| A | a | D 18,20 | C 13,50 | H 10,00 | 3,0 | 4,0 | F40 | 1,0 | 2,0 | 3,0 | 4,0 | |
| P | F18 | 48 | 41 | |_0,5 | 75 | 64 | 58 | 50 | ||||
| G | W | B υ |
0,5 | 1,0 | 2,0 | 0,5 | 0,3 | 1,2 | 1,5 | 0,9 | 0,4 | |
| W | s | 70 | 62 | 53 | 0,9 | — | 1,9 | 2,0 | 1,7 | 0,6 | ||
| 1,5 | W | C | 0,4 | 0,9 | 1,4 | 0,8 | — | υ | 2,0 | 2,6 | 1,9 | — |
| 5,0 | W | X) | 1,2 | 1,5 | 1,7 | 0,7 | — |
Xl
-.3 |
2,4 | 2,9 | 2,1 | — |
| 6,0 | W | 3 | 1,1 | 1,4 | 1,6 | 0,6 | — | C υ |
1,8 | 2,3 | 1,7 | — |
| 9,0 | 1,0 | 1,3 | 1,5 | |||||||||
| 12,0 | 0,9 | 1,1 | 1,3 | |||||||||
| Mulden leeren | sich | |||||||||||
Alle Tabellenwerte beziehen sich auf ein Wannenpaar, dessen Wannen die folgenden Werte haben:
D = 18,20 cm, C = 13,50 cm und H= 10,00 cm. Der Durchsatz Fbetrug entweder ca. 18 l/min oder 40 l/min,
wobei jeweils gleiche Reihen von Werten für G und A getestet wurden.
Wie ersichtlich, bleibt die Schwingung P bei einer gegebenen öffnung konstant, obgleich sich das Wannenpaar
aufgrund einer Abnahme von G füllt. Die Schwingung P wird jedoch schneller, da sich das
Wannenpaar aufgrund einer Abnahme von A füllt. Die zwei Werte von W, die zur Berechnung des angegebenen
W-Wertes verwendet werden, zeigen deutlich, daß sich die Wannen gegen die kleinen Werte von G und A
(d. h. oben links in jedem Tabellenblock) füllen (und schließlich überlaufen). Anderseits (unten rechts) leeren
sich die Wannen gegen die größeren Werte von G und A.
Gegen die niedrigeren Werte von F wird die maximale Wellendifferenz mit einem flacheren Gefälle
erreicht, während gegen die höheren Werte von F der Höchstwert mit einem steileren Gefälle erzielt wird. Es
scheint jedoch, daß die maximale Wellendifferenz in diesem Faiie bei einer konstanten öffnung, nämlich
2 cm, erreicht wird, und zwar unabhängig vom Gefällle. Zu beiden Seiten dieses Maximalwertes verringert sich
die Wellendifferenz gegen die niedrigeren und höheren Werte von A und G.
Daraus folgert, daß ein gegebener Satz der Werte von D1 C und F einen resultierenden Maximalwert für W
zustande bringt, bei dem das Wannenpaar sehr gut funktioniert. Da F über 10 l/min hinaus ansteigt, läuft
das Wannenpaar bald so stark über, daß jede Pendelbewegung aufhört.
Ein anderer Satz Werte (nicht gezeigt), bei dem C
variiert wird, läßt erkennen, daß die lemniskatorische Bewegung abnimmt, wenn sich C symmetrisch auf
beiden Seiten dem Wert 11 bzw. 16 nähert.
Diese Ergebnisse finden direkt Anwendung auf größere Werte von D in Beziehung auf größere Werte
von F. Da der Wert von D allmählich abnimmt, klingt auch die lemniskatoris< j Bewegung bald ab. Die
obigen Erkenntnisse la- jn sich grundsätzlich auch auf
kompliziertere und speziellere, vom Wannenpaar nach F i g. 12 abgeleitete Konstruktionen anwenden.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Wannenpaare durch Kanäle miteinander
verbunden, die — in Draufsicht gesehen — geradlinige
Seitenwände aufweisen. Jede Wanne kann bogenförmige, aufrechtstehende Rippen auf ihrem Boden aufweisen,
wobei die Rippen derart gestaltet sind, daß sie das gewünschte Strömungsbild erzeugen oder dieses aufrechterhalten.
Eine solche Rippe kann z. B. spiralförmig
fio ausgebildet sein. Der vertikale Querschnitt einer
solchen Rippe kann quadratisch, rechteckig oder bogenförmig sein.
Desgleichen können die Verbindungskanälc zwischen zwei Wannenpaaren solche Rippen aufweisen. Dabei
ds kann die einzelne Rippe symmetrisch zur Hauptfluürichtung
angeordnet sein und in dieser Richtung in ihrer Höhe leicht ansteigen. So kann die Rippe z. B. die Form
einer Pyramide aufweisen, deren Grundfläche ein
spitzwinkliges gleichseitiges Dreieck ist. wobei die
Winkelhalbierende parallel zur Hauptflußrichtung verläuft und die Spitze des Dreiecks stromaufwärts liegt.
jede Wanne kann auch mit einer konkaven, glockenförmigen Einbeulung ausgestattet sein, die im mittleren
Bereich, /.. B. des Bodens der Schale, angeordnet ist.
Derartige Einbeulungen werden vorteilhaftcrwei.se
.stromabwärts unterhalb derjenigen Zone vorgesehen, in
der sich der Wirbel periodisch bildet und wieder verschwindet.
Bei einer Strömungssireckc gemäß der Erfindung
wurden z. B. Wannenpaare verwendet, die sich übei
eine Länge von 10 m zwischen Einlauf und Auslaul erstreckt. Das Gefälle zwischen Einlauf und Auslau
betrug 1 m. Der Sauerstoffgehal! des Wassers beirr Einlauf wurde mit 0,3 mg/1 gemessen. Beim Auslaul
betrug der Sauerstoffgehalt bereits 6 mg/1, womit eint zwanzigfache Anreicherung erzielt wurde. Dabei führte
das Wasser eine lemniskatorische Bewegung aus. Soferr man diese lemniskatorische Bewegung nicht herbeiführ
te, wurde mit derselben Strecke keine nennenswerte Sauerstoffanreicherung erzielt.
Hierzu XHIaU /.ci
709 642/3
Claims (5)
1. Strömungsstrecke zum Erreichen periodischen Pulsierens, insbesondere periodischer Anhebung
und Absenkung des Flüssigkeitsspiegels der in der Strömungsstrecke fließenden Flüssigkeit, mit — in
Draufsicht gesehen — einer Reihe von Erweiterungen und Verengungen, wobei die Strömungsstrecke
wenigstens auf einem Teil ihrer Länge in Strömungsrichtung abfällt und wenigstens teilweise als offenes
Gerinne ausgebildet ist, und wobei die Erweiterungen aus — in Draufsicht gesehen — wenigstens
annähernd kreisrunden Wannen gebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Wannen
(12, 14, 16, 18, 20, 22) paarweise, d. h. beidseits der
Längsmittelachse der Strömungsstrecke angeordnet sind, daß die beiden Wannen eines jeden Paares (12,
14; 16, 18; 20, 22) im wesentlichen in derselben Horizontalebene angeordnet sind, und daß zwischen
je zwei Wannen eines Paares ein Verbindungskanal (6) vorgesehen ist.
2. Strömungsstrecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wannen (12,14; 16,18; 20,
2i!) in Strömungsrichtung größer werden.
3. Strömungsstrecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wannen (12,14; 16,18; 20,
22!) in Strömungsrichtung zunächst größer und dann wieder kleiner werden.
4. Strömungsstrecke nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wannen (12,
14; 16, 18; 20, 22) — in Draufsicht gesehen — zur Längsmittelachse der Strömungsstrecke symmetrisch
angeordnet und gestaltet sind.
5. Strömungsstrecke nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungskanal (6) zwischen zwei Paaren von Wannen (12, J4;
I15, 18; 20, 22) — in Draufsicht gesehen — jeweils
geradlinige, konvexe oder konkave Seitenwände aufweist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB5723673 | 1973-12-10 | ||
| GB57236/73A GB1482527A (en) | 1973-12-10 | 1973-12-10 | Method and apparatus for treating a liquid |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2457724A1 DE2457724A1 (de) | 1976-08-05 |
| DE2457724B2 DE2457724B2 (de) | 1977-03-10 |
| DE2457724C3 true DE2457724C3 (de) | 1977-10-20 |
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