DE2458932A1 - Schalluebertragungsvorrichtung zur in vivo implantation in das mittelohr - Google Patents

Schalluebertragungsvorrichtung zur in vivo implantation in das mittelohr

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DE2458932A1
DE2458932A1 DE19742458932 DE2458932A DE2458932A1 DE 2458932 A1 DE2458932 A1 DE 2458932A1 DE 19742458932 DE19742458932 DE 19742458932 DE 2458932 A DE2458932 A DE 2458932A DE 2458932 A1 DE2458932 A1 DE 2458932A1
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Description

DIPL.-CHEM. DR. VOLKEP. VOSSIUS
PATENTANWALT
8 MÖNCHEN 86, SIEBERTSTRASSE 4 PHONE: 47 40 75 CABLEADORESS: BENZOLPATENT MÖNCHEN TELEX 5-29453 VOPAT D
u.Z.: L 108 (Vo/kä)
VITEK, INC.,
Houston, Texas, V.St.A.
" Schallübertragungsvorrichtung zur in vivo Implantation in das Mittelohr "
Priorität: 17. Dezember 1973, V.St.A., Nr. 425 105
Einer der Gründe für Taubheit ist der Ausfall der Kette der Gehörknöchelchen, Hammer, Amboß und Steigbügel, die die Schallwellen vom Mittelohr zum Innenohr übertragen. Es wurde versucht, die Teile der ,knöchernen Kette wieder instand zu setzen oder einzeln zu ersetzen. Bei dem Ersatz einzelner Gehörknöchelchen besteht die Schwierigkeit, sie in der gewünschten Lage zu halten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine schallübertragende Vorrichtung zu schaffen, die sich zur in vivo Implantation zum ganzen oder teilweisen Ersatz der Gehörknöchelchen eignet. . . ■
Eine weitere Aufgabe ist es, eine verbesserte implantierbare Struktur zu schaffen, die mit größerer Sicherheit in der gewünschten Lage im Ohr plaziert bleibt. Eine weitere Aufgabe
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ist es, eine zum Ersatz der Gehörknöchelchen implantierbare Struktur zu schaffen, die die Schwingungen des Trommelfells zum ovalen Fenster des Vestibulums in einem Ausmaß übertragen kann, das das Hören ermöglicht. Eine weitere Aufgabe ist es, ein verbessertes Implantat zur Weiterleitung der Schwingungen zu schaffen, das durch Einwachsen'lebenden Gewebes in seiner Lage verankert und nicht durch überschüssiges Gewebewachstum behindert wird. Diese Aufgaben werden durch die Erfindung gelöst.
Die Erfindung betrifft somit den in den Ansprüchen gekennzeichneten Gegenstand.
Figur 1 zeigt in Seitenansicht die implantierbare Vorrichtung der Erfindung.
Figur 2 zeigt im Aufblick die implantierbare Vorrichtung von Figur 1 und zwar das Ende der Struktur, das dem am Trommelfell anliegenden Ende gegenüberliegt.
Die Vorrichtung 10 besteht aus einer Säule 12 und Endscheiben 14 und 16, die an den Enden der Säule 12 befestigt sind. Die gesamte Struktur 10 ist gewebeverträglich und im Autoklaven oder durch Gas zu sterilisieren. Die Säule 12 ist in zylindrischer Form gezeigt, sie kann jedoch auch jede andere passende Form aufweisen, beispielsweise röhrenförmig sein, oder sie kann im Querschnitt quadratisch, rechteckig oder elliptisch sein. Die Säule 12 ist aus einem hochmolekularen Polymerisat gefertigt, wie Polyäthylen, Polytetrafluorethylen (Teflon TFE)
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oder ein perfluoriertes Äthylen-Propylen-Copolymerisat (Teflon FEP). Die Säule 12 ist von passender Länge, gewöhnlich etwa 8 mm, um zwischen das Trommelfell und das ovale Fenster des Vestibulums zusammen mit den Scheiben 14 und 16 implantiert zu werden und hierbei als Ersatz für Teile der Gehörknöchelchen zu dienen. In der bevorzugten Form hat die Säule 12 einen Durchmesser von etwa 6/10 mm. Normalerweise beträgt die Abmessung der Säule weniger als 2 mm.
Die Scheiben 14 und 16 sind aus porösem Material gefertigt, das das Einwachsen von lebendem Gewebe in die Poren und Hohlräume begünstigt. Ein typisches Beispiel für das bevorzugte Implantationsmaterial ist in der DT-OS 2 224 614 beschrieben. Als bevorzugtes Implantationsmaterial ist dort ein poröses Implantationsmaterial beschrieben, das als Stützmaterial Kohlenstoff-Fasern enthält, die in Polytetrafluoräthylen eingebettet sind. Ferner können die Scheiben 14 und 16 aus einem Polyestervelour bestehen.
Wie aus Figur 2 ersichtlich ist, hat die Scheibe 14, die gegen das ovale Fenster gedrückt wird, eine ovale, elliptische Form. Der größere Durchmesser soll vorzugsweise etwa 2 mm, der kleinere etwa 1 mm betragen. Die Scheibe 16, die gegen das Trommelfell gedrückt wird, kann einen Durchmesser von etwa 4 mm aufweisen. Diese Größen der Scheiben 14 und 16 sind für eine Säule 12 mit einem Durchmesser von etwa 6/10 mm und einer Länge von etwa 8 mm geeignet. Die Scheiben 14 und 16 sollen etwa 1 mm dick sein.
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Die Scheiben 14 und 16 sind mit der Säule 12 befestigt. Ein verwendbares Befestigungsmittel, das gewebeverträglich und sterilisierbar ist, ist ein perfluoriertes Hochpolymer, beispielsweise das perfluorierte Äthylen-Propylen-Copolymerisat (Teflon FEP). :
In der bevorzugten Form der Scheiben 14 und 16 weisen die Flächen, die der Säule 12 zugewandt sind, Einrichtungen zum Verschließen der Poren auf, um das Einwachsen von Gewebe entlang der Säule und zwischen den Scheiben zu verhindern, da hierdurch die Schwingungsübertragung gestört werden könnte. Diese Einrichtungen können Schichten 18 und 20 auf den Scheiben 14 und 16 sein, die beispielsweise aus einer Folie aus einem perfluorierten Polymerisat, beispielsweise dem perfluorierten Äthylen-Propylen-Copolymerisat,bestehen. Wenn dieses Polymerisat an die Innenfläche oder Seite der Scheiben 14 und 16 gebunden ist,wirkt sie gleichzeitig auch als Befestigungseinrichtung der Scheiben an die Säule.
oben beschriebene Aufbau und die/
Der / vorgenannten werkstoffe für die Struktur der Erfindung sind bevorzugt, es können jedoch auch andere Werkstoffe verwendet werden. Wenn beispielsweise die Struktur den Steigbügel ersetzen soll, kann die Säule 12 aus einem Draht oder einem mit Draht beschichteten Element bestehen. Bei dieser Struktur wird die Scheibe 14 am einen Ende der Säule befestigt,und das andere Ende wird fixiert, indem der Draht um das den Steigbügel zugewandte Ende des Amboß gebunden wird. Andere Möglichkeiten bestehen z.B. darin, daß die Säule aus dem vorstehend beschriebenen perfluorierten Polymerisat besteht, ebenso die
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Innenseiten der Scheiben, und die Verbindung wird durch Anwendung von Wärme erzielt. Die Säule kann ein mit einem Silikonharz beschichteter Draht oder ein mit einem Draht verstärktes Silikonharz sein. Zürn Verschluß der Poren wird das Silikonharz in die Oberfläche der Scheiben eingedrückt. Zum Verkleben wird ein Silikonkleber verwendet oder die Scheiben werden an die Säule mit dem Silikonharz verklebt. Wenn die Säule aus Polyäthylen besteht, wird die Innenfläche der Scheiben unter Anwendung von Wärme mit Polyäthylen als Abschluß überzogen und unter Wärmeanwendung mit der Säule verbunden. Auf ähnliche Weise kann ein Polyester unter Anwendung von Wärme auf die Innenseite der Scheiben aufgetragen und mit der Säule aus einem Polyester verbunden werden.
Selbstverständlich müssen alle benutzten Werkstoffe der implantierbaren Struktur gewebeverträglich und vorzugsweise im Dampfautoklaven sterilisierbar sein.
Aus dem Vorstehenden geht hervor, daß die implantierbare Struktur der Erfindung sich für die Implantation zwischen Trommelfell und ovalem Fenster als Ersatz für die Gehörknöchelchenkette oder Teile derselben eignet. Durch das- Einwachsen von Gewebe wird eine verläßliche Verbindung der Struktur zum Gewebe geschaffen, so daß die Struktur mechanisch stabilisiert wird und die Schallwellen vom Trommelfell zum Innenohr übertragen wer-
Verschließen
den. Auch wird durch/der Innenseite der Scheiben ein überschüssiges Gewebewachstum verhindert, das die Schaliübertragung beeinträchtigen könnte. Wenn die Struktur nur einen Teil der Gehörknöchelchenkette ersetzen soll, kann auf die Scheibe
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auf der einen Seite verzichtet und eine passende Verbindung zum belassenen Teil der Gehörknöchelchenkette hergestellt werden.
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Claims (15)

  1. Patentansprüche
    (J J Schallübertragungsvorrichtung zur in vivo Implantation in das Mittelohr, bestehend aus einer gewebeverträglichen Säule passender Länge und Breite zur Implantation als Ersatz mindestens eines Teils der Gehörknöchelchenkette des Mittelohrs, einer an einem Ende der Säule befestigten porösen Scheibe, die gewebeverträglich ist und das Einwachsen lebenden Gewebes fördert, wobei diese Scheibe von ausreichender Dicke ist, so daß bei Druck gegen das Trommelfell das Gewebe des Trommelfells
    Bestandteil/
    ein / "der Scheibe zur Schv/ingungsübertragung wird ohne
    zu verursachen/
    Atrophie des Trommelfells/, und Einrichtungen am anderen Ende der Säule zum in Stellung halten der Säule, die bei Implantation die Schallübertragung zum ovalen Fenster gewährleistet.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querabmessungen der Säule weniger als 2 mm betragen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Säule ein Zylinder mit einem Durchmesser von weniger als 1 1/2 mm ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abmessungen der Scheiben quer zur Länge der Säule merklich größer sind als die Querabmessungen der Säule.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der Säule zugewandten Seiten der Scheiben Einrichtungen zum Verschließen der Poren der Scheiben enthalten, um das Ein-
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    wachsen lebenden Gewebes zu verhindern.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zum Verschließen der Scheiben auch zum Verbinden der Scheiben an die Säule dienen.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben aus einem porösen-Material aus Kohlenstoff-Fasern bestehen, die mit Polytetrafluoräthylen verbunden sind.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben aus einem Polyestervelour bestehen.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Säule aus einem gewebeverträglichen Polymerisat besteht.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Säule aus Polytetrafluoräthylen besteht.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Säule aus einem hochmolekularen Polyäthylen besteht.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Säule aus einem perfluorierten Äthylen-Propylen-Copolymerisat besteht.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zum Verschließen der Poren der Scheiben aus einem perfluorierten Hochpolymeren bestehen, das ah die
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    Scheiben gebunden ist.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zum Verbinden der Scheiben und zum Verschließen der Poren der Scheiben aus einem perfluorierten Polymeren bestehen, die an.die Scheiben und an das Ende der Säule gebunden sind.
  15. 15. Vorrichtung'nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungseinrichtungen eine poröse Scheibe enthalten,
    die gewebeverträglich ist und bei Implantation das Einwachsen lebenden Gewebes fördert.
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DE19742458932 1973-12-17 1974-12-12 Schalluebertragungsvorrichtung zur in vivo implantation in das mittelohr Ceased DE2458932A1 (de)

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