DE2459652C2 - Kühl- und Tiefkühlanlage - Google Patents
Kühl- und TiefkühlanlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kühl- und Tiefkühlanlage mit einem Kühlmittelkreislauf und zwei von einem thermostatgesteuerten
Motorkompressor gespeisten Verdampfern und zwei Kühlabteiien, von denen das Tiefkühlabteil
mittels des ersten Verdampfers und eines Gefrierschalters dem Einfrieren und Konservieren der gefrorenen
Produkte bei einer Temperatur von etwa —18° C oder darunter dient, während das andere Abteil
mittels des zweiten Verdampfers und und parallel zum Thermostat geschalteten Heizwiderständen zur Temperaturerhöhung
der Kühlraumluft in diesem Abteil frische Lebensmittel bei einer Temperatur zwischen etwa
0° C und+5° C hält.
Bei derartigen Anlagen ist die Verteilung des Kühlmittels auf die beiden Verdampfer konstruktionsbedingt
beinahe konstant, während demgegenüber der jeweilige Kältebedarf dieser Verdampfer in Abhängigkeit von
der Umgebungstemperatur und den Einsatzbedingungen, denen die beiden Abteile unterworfen sind, veränderlich
ist.
Bekannte Anlagen umfassen gewöhnlich zwei elektrische Heizwiderstände, die unabhängig voneinander in
dem Abteil für frische Lebensmittel arbeiten, um dieses Abteil auf den vorgegebenen Betriebswerten zu halten,
beispielsweise ein Absinken der Temperatur in diesem Abteil auf einen Wert unter 0°C während des Betriebes
des Tiefkühlabteils als Gefritrer zu vermeiden. Der erste dieser zwei Heizwiderstände ist gewöhnlich an dem
Verdampfer des Abteils für frische Lebensmittel angebracht und wird selbsttätig bei jedem Stillstand des Motorkompressors
der Kälteerzeugungseinrichtung in Tätigkeit gesetzt. Der zweite Heizwiderstand wird lediglich
dann an Spannung gelegt, wenn in dem Tiefkühlabteil eine Gefrierung vorgenommen wird. Dieser Heizwiderstand
arbeitet durchgehend, unabhängig vom Betrieb
des Motorkompressors und ist in einem anderen Teil des Abteils für frische Lebensmittel ;ils dessen Ver
dampfer angeordnet
Derartige Kühl- und Tiefkühltruhen besitzen die folgenden
wesentlichen Nachteile:
Wenn der Innenbehälter des Abteils für frische Lcbensmittei
aus Metal! besteht und die Kühl- und Tiefkühlanlage mittels eines in situ erzeugten Kunststoffschaumes
isoliert ist, ist der zweite Heizwiderstand häufig an dem gut wärmeleitenden Behälter befestigt und in
diesen Schaum eingebettet. Bei Ausfall dieses zweiten
to Heizwiderstandes ist ein Austausch desselben praktisch unmöglich. Aus diesem Grund ist dieser zweite Heizwiderstand
doppelt vorgesehen, was zusätzliche Kosten verursacht
Bei einer anderen bekannten Lösung ist dieser zweite Heizwiderstand unter einer isolierenden Blende verborgen,
die eine mechanische Verbindung zwischen dem Innenbehälter und dem Außenbehälter der Anlage herstellt
Bei dieser Anordnung erfordert der zweite Heizwiderstand normalerweise eine Vorrichtung, die eine
wirksame Wärmevertsilung in dem Mantel des Abteils für frische Lebensmittel sicherstellt
Wenn der Innenbehälter des Abteils für frische Lebensmittel aus einem schlecht wärmeleitenden Kunststoff
besteht, ist dieser zweite Heizwiderstand entweder offen in diesem Abteil unter Inkaufnahme der Nachteile,
die diese Anordnung besitzt, montiert oder situ unter einer Verbindungsblende zwischen dem Innenbehälter
und dem Außengehäuse wie vorstehend beschrieben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kühl-
und Tiefkühlanlage der einleitend angegebenen Gattung zu schaffen, die frei von diesen Nachteilen ist.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegeben.
In der Zeichnung sind eine Kühl- und Tiefkühlanlage bekannter Art sowie eine Kühl- und Tiefkühianlage nach der Erfindung in Form eines schematisch vereinfacht wiedergegebenen Ausführungsbeispiels des hier interessierenden Teils dargestellt Es zeigt
F i g. 1 das Schema eines Teils der elektrischen Schaltung einer Kühl- und Tiefkühlanlage nach dem Stand der Technik und
In der Zeichnung sind eine Kühl- und Tiefkühlanlage bekannter Art sowie eine Kühl- und Tiefkühianlage nach der Erfindung in Form eines schematisch vereinfacht wiedergegebenen Ausführungsbeispiels des hier interessierenden Teils dargestellt Es zeigt
F i g. 1 das Schema eines Teils der elektrischen Schaltung einer Kühl- und Tiefkühlanlage nach dem Stand der Technik und
F i g. 2 das Schema eines Teils der elektrischen Schaltung einer Kühl- und Tiefkühlanlage nach der Erfindung.
Eine Kühl- und Tiefkühlanlage umfaßt üblicherweise ein Abteil für frische Lebensmittel und ein Ticfkühlabteil
für gefrorene Lebensmittel. Eine derartige Anlage, die die Form eines Schrankes oder einer Truhe haben
kann, stellt einerseits die Konservierung frischer Lebensmittei in dem betreffenden Abteil und andererseits
das Gefrieren und die Konservierung der gefrorenen Produkte in dem anderen Abteil sicher. Diese Anlage
enthält in ihrem Kühlkreislauf häufig zwei Verdampfer, von denen der eine in dem Abteil für frische Lebensmittel
und der andere in dem Tiefkühlabteil angeordnet sind. Der Kühlkreis wird meist durch einen Motorkompressor,
dessen Motor in den F i g. 1 und 2 schematisch durch den Kreis 1 angedeutet ist, mit Kühlmittel versorgt.
Solange sich der Elektromotor 1 dreht, komprimiert der Kompressor des Motorkornpressors das gasförmige
Kühlmittel und drückt es über einen Kondensator in die beiden Verdampfer der Anlöge. Die Verteilung des flüssigen
Kühlmittels auf die beiden Verdampfer, die durch den Aufbau des Kühlkreises der Anlage bestimmt ist,
bleibt während des Betriebes dieses Kühlkreises annähernd konstant. Die Verdampfung des flüssigen Kühlmittels
in den zwei Verdampfern führt jeweils zur KhI-
teerzeugung in den beiden Abteilen. Die Temperatur in
dem Abteil für frische Lebensmittel wird gewöhnlich auf einem zwischen O0C und +50C liegenden Wert für
eine Umgebungstemperatur von unter + 32° C gehalten. Ein Thermostat 2 (F ig. 1 und 2), dessen Geberteil sich in
Berührung mit dem Verdampfer des Abteils für frische Lebensmittel befindet, ist in Serie mit dem Elektromotor
1 des Motorkompressors zwischen die Anschlüsse 3 und 4 einer Stromquelle geschaltet, um die elektrische
Stromzufuhr des Motors 1 zu unterbrechen, sobald die Temperatur in dem Raum dieses Abteils für frische Lebensmittel
unter 00C fällt und um den Motor 1 wieder in
Betneb zu setzen, sobald die Temperatur des Abteils für frische Lebensmittel +5° C überschreitet.
Das Tiefkühlabteil der Anlage soll gewöhnlich die Temperatur einer 7 kg Gewicht je 1001 Volumen des
Abteils entsprechenden Menge von Lebensmitteln auf einen Wert von gleich oder weniger als —18° C innerhalb
kurzer Zeit von 24 Stunden absenke.i können und diese Menge gefrorener Produkte auf einem Wert von
-180C oder weniger konservieren. Dieses Resultat
kann entweder dann erreicht werden, wenn der Verdampfer dieses Abteils hinreichend groß bemessen ist
odjr dann, wenn die Häufigkeit d^s Betriebes des Motorkompressors
des Kühlkreiset. der Anlage erhöht wird, sofern es sich um einen Verdampfer mit begrenzten
Abmessungen handelt. In der Praxis ist die Größe des Verdampfers im vorhinein durch die Abmessung des
Abteils begrenzt, in dem er angeordnet werden soll. Im Fall einer Erhöhung der Betriebshäufigkeit oder Einschaltdauer
des Motorkompressors des Kühlkreises steigt die Kälteerzeugung sowohl in dem Tiefkühlabteil
als auch in dem Abteil für frische Lebensmittel. Es besteht daher die Gefahr, daß in dem Abteil für frische
Lebensmittel ein Gefrieren hervorgerufen wird.
Nach einer bekannten Ausführung sind zwei Heizwiderstände 5 und 6 (Fig. 1) in dem Abteil für frische
Lebensmittel der Kühl- und Tiefkühlanlage angeordnet, mit deren Hilfe diesem Abteil Heizwärme zugeführt
werden kann. Der an dem Verdampfer des Abteils für frische Lebensmittel befestigte Heizwiderstand 5 liegt
parallel zu den Anschlüssen des Thermostat 2, der Art, daß dieser Widerstand bei Stillstand des Motorkompressors,
d. h. bei geöffneten Kontakten des Thermostats 2 arbeitet. Der in einem anderen Teil des Abteils
für frische Lebensmittel als der Verdampfer angebrachte Heizwiderstand 6 ist mit den Klemmer 3 und 4 der
elektrischen Stromquelle über einen Schalter 7, den sog. Gcfrierschalter, verbunden. Solange das Tiefkühlabteil
der Anlage als Konservierer für gefrorene Produkte arbeitet, reicht der Betrieb des Heizwiderstandes 5 allein
aus, um die Temperatur des Abteils für frische Lebensmittel auf einem zwischen 0"C und + 5"C liegenden
Wert zu halten, in welchem Fall der Gefrierschalter 7 geöffnet ist.
Solange hingegen das Tiefkühlabteil als Gefrierteil arbeitet, ist der Schalter 7 geschlossen, um den Heizwiderstand
6 an Spannung zu legen. Dieser Heizwiderstand 6 arbeitet unabhängig von dem Thermostat 2 und
dem Heizwiderstand 5 während des Einfrierens oder Gefrierens, um die Temperatur des Abteils für frische
Lebensmittel durch Zufuhr von Heizwärmc auf einem zwischen 00C und + 5"C liegenden Wert zu halten.
Parallel zu dem Heizwiderstand 6 liegt häufig eine Lampe, um das elektrische Einschalten und das Ausschallen
dieses Heizwiderstandes 6 anzuzeigen. Die Nachteile, die aus der Anordnung des Hcizwidcrslandcs
h in den bekannten Kühl- und I iclkühlanlugcii entstehen,
wurden bereits angegeben.
Nach der Erfindung werden ein Heizwiderstand 9, der vorzugsweise ein einziger Widerstand ist und eine Vorrichtung
zur Regelung des diesen Widerstand speiser.-den Stromes verwendet Diese Speisestrom-Regelvorrichtung
ermöglicht es, den Widerstand 9 mit einem Teil seiner Leistung während des Arbeitens des Tiefkühlabteils
als Konservierer gefrorener Produkte und mit voller Leistung während des Arbeitens dieses Tiefkühlab-ο
teils als Gefrierer der Produkte arbeiten zu lassen.
Bei einem Ausführungsbeispiel (F i g. 2) ist ein elektrischer Heizwiderstand 9 in Serie mit einer Diode 10 mit
den Anschlüssen des Thermostats 2 verbunden und der Motor 1 des Motorkompressors sowie der Thermostat 2
liegen in Serie an den Anschlüssen 3 und 4 einer Wechseispannungsquelle.
Ein Schalter 7, der sog. Gefrierschalter, liegt parallel zu der Diode 10. Der Heizwiderstand
9 ist an dem Verdampfer des Abteils für frische Lebensmittel befestigt und die Diode 10 liegt im Inneren
des Gefrierschalters 7. Solange das Tiefkühlabteil als Konservierer für gefrorene Lebensmittel arbeitet ist
der Schalter 7 (F i g. 2) offen. In diesem Fall liegen der Heizwiderstand 9 und die Diode 10 an Spannung, sobald
der Thermostat 2 seine Kontakte öffnet, um den Motor 1 des Motorkompressors abzuschalten. Die Diode 10
läßt durch den Widerstand 9 stets nur die Halbwellen einer Polarität des Wechselstromes fließen. Der Heizwiderstand
9 arbeitet somit mit der Hälfte seiner Nennleistung. Ein solcher Betrieb des Heizwiderstandes 9 reicht
aus, um die Temperatur des Abteils für frische Lebensmittel auf einem zwischen 00C und +50C liegenden
Wert zu halten. Wenn das Tiefkühlabteil Lebensmittel gefrieren soll, ist der Gefrierschalter 7 (F i g. 2) geschlossen.
Die Diode 10 wird durch diesen Gefrierschalter 7 kurzgeschlossen. In diesem Falle liegt bei geöffneten
Kontakten des Thermostat 2, d. h. bei abgeschaltetem Motorkompressor, der Heizwiderstand 9 an Spannung
und arbeitet mit seiner normalen Leistung.
Der Heizwiderstand 9 der Anlage nach der Erfindung arbeitet lediglich bei Stillstand des Motorkompressors,
unabhängig davon, auf welche Betriebsart, sei es nun als Gefrierer für frischeinzufrierende Produkte oder als
Konservierer für bereits gefrorene Produkte, das Tiefkühlabteil geschaltet ist.
Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform ist die Diode 10 durch irgendeine bekannte Vorrichtung zur
Steuerung des Speisestroms des Heizwiderstandes 9 ersetzt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Kühi- und Tiefkühlanlage mit einem Kühlmittelkreislauf
und zwei von einem thermostatgestcuerten Motorkompressor gespeisten Verdampfern und
zwei Kühlabteilen, von denen das Tiefkühlabteil mittels des ersten Verdampfers und eines Gefrierschalters
dem Einfrieren und Konservieren der gefrorenen Produkte bei einer Temperatur von etwa
— 18° C oder darunter dient, während das andere
Abteil mittels des zweiten Verdampfers und parallel zum Thermostat geschalteten Heizwiderständen zur
Temperaturerhöhung der Kühlraumluft in diesem Abteil frische Lebensmittel bei einer Temperatur
zwischen etwa 0°Cund + 5°Chält, dadurch gekennzeichnet,
daß das Abteil für frische Lebensmittel einen einzigen elektrischen Heizwiderstand
(9) und eine in Serie mit diesem liegende Vorrichtung (10) zur Regelung des diesen Widerstand
durchfließenden Stromes aufweist und der Gefrierschalter (7) die Anschlüsse dieser Vorrichtung (10)
überbrückt.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Regelung des den Heizwiderstand
(9) durchfließenden Stromes eine Diode ist.
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