DE246022C - - Google Patents

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DE246022C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B7/00Flat-bed knitting machines with independently-movable needles
    • D04B7/04Flat-bed knitting machines with independently-movable needles with two sets of needles
    • D04B7/06Flat-bed knitting machines with independently-movable needles with two sets of needles for purl work or Links-Links loop formation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 246022 -KLASSE 25«. GRUPPE
HERMANN BARTH in MÜHLHAUSEN i.Th.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Februar 1909 ab.
Seit langer Zeit ist man bestrebt, die schönen Handstrickmuster der Links- und Linksware auch maschinell herzustellen. Um solche Ware zu erzielen, ist es notwendig, daß bei Herstellung einer Maschenreihe beliebig rechte und linke Maschen gebildet werden. Dies erfordert in einer Links- und Linksmaschine mit Doppelzungennadeln die Möglicheit, daß in einem Arbeitsgang (Schlittenschub) Nadeln
ίο aus dem einen, z.B. hinteren. Bett, . in das andere, z. B. vordere, und aus dem vorderen in das hintere übergehen können. Ein Vorschlag hierzu ist in der deutschen Patentschrift 80257 enthalten. Die danach gebaute Maschine arbeitet aber, weil die Platinenköpfe nach oben ausweichen können, infolge mangelhafter Kuppelung unsicher, weswegen sie nicht Fuß faßte.
Zweck vorliegender Erfindung ist es nun, Anregung zum Bau einer solchen Linksünd Linksmaschine zu geben, welche die zur Ausführung der fraglichen Waren erforderliche Sicherheit in ihrer Arbeitsweise bieten soll.
Die bisher bekannten Links- und Linksmaschinen, welche beim Kuppeln sicher arbeiten, z. B. nach Art der Patentschrift 62734, können in einem Arbeitsgange nur Nadeln nach einer Bettseite entkuppeln. Dies ist begründet in der Anordnung, Gestaltung und Ausführung ihrer Kuppelungsmittel; beispielsweise angedeutet in den Fig. 9 bis 11 der beiliegenden Zeichnung. Die Kuppelungsmittel bestehen z. B. aus Aufläufern α, α1 für die Platinenköpfe und über den Platinen befindliche Brücken w, w1. Linie i in Fig. 9 deutet einen Nadelübergang aus dem rechten in das linke Bett beim Schlittengang von vorn nach hinten an. Die linke Platine g (Fig. 10) ist ohne Nadel, sie wird durch die vorstehende Fläche b von α gehoben, Platine g1 schiebt die Nadel darunter, selbst hält sie die Nadel aber noch gekuppelt. Aus Linie k (Fig. 9) ist zu entnehmen, daß beim Fortschreiten des Schlittens Platine g infolge Abgleitens von b einhakt und Platine g1 infolge Aufsteigens auf b die Nadel freigibt. Diese freigegebene Nadel wandert aus dem rechten in das linke Bett.
Mit diesen seither ausgeführten Kuppelungsmitteln ist ein umgekehrter Nadelübergang beim gleichen Schlittenhub nicht ausführbar, wie sich aus folgendem ergibt. Die Nadel wäre dabei aus dem linken in das rechte Bett zu befördern, die Nadel befindet sich mithin erst noch im linken Bett. In der Stellung nach Linie i kann die rechte Platine g1 zufolge der Brücke w1, deren angepaßte Stelle an a1 in der Linie i ein Heben der Platinen g1 nicht zuläßt, nach oben hin nicht ausweichen, 6c die durch die linke Platine g geschobene Nadel stößt infolgedessen an die rechte Platine g1 an (Fig. 11). Durch Anwendung von Gewalt rennt sich die Maschine fest.
Durch vorliegende Erfindung soll nun unter Beibehaltung von Zwangskuppelungsmitteln trotzdem das Ziel, bei einem Schlittengang Nadeln aus jedem Bett in das andere über-
zuführen, also gleichzeitig nach zwei Richtungen zu entkuppeln, erreicht werden.
Vergleicht man die Fig. 9 und 12 miteinander, so erkennt man die Lösung der gestellten Aufgabe.
Die Fig. 12 zeigt am einfachsten das Wesen der Erfindung.
Wie aus Fig. 9 hervorgeht, erfordert das Kuppeln einer Nadel zwei Zeitabschnitte, und zwar erstens das Heben der einen Platine und Darunterschieben des Nadelkopfes mittels der Gegenplatine (Linie i und Fig. 10 links) und dann das Heben dieser Platine behufs Freigabe der Nadel sowie Senken der erstgehobenen Platine zwecks Fangens der untergeschobenen Nadel, Linie k, und Rückgang dieser Nadel sowie Rückgang der freigewordenen Platine.
Wie nun die neue Maschine bei jedem Schlittenlauf nach beiden Richtungen entkuppelt, ergibt sich aus den vier Nadelübergängen q r,l* m* bzw. op, ik der Fig. 12.- Für den Schlittenlauf von vorn nach hinten der Zeichnung deuten i und k entsprechend Fig. 9 einen Nadelübergang von rechts nach links an und 0 fi einen solchen von links nach rechts. Für den umgekehrten Schlittenlauf zeigen q und r einen Nadelaustausch von links nach rechts, I* m* einen umgekehrten.
Fig. 12 a zeigt noch einen eingeleiteten Nadelaustausch von links nach rechts (Schlittengang von vorn nach hinten) nach den Linien o-p an, was, wie eingangs gesagt, bei der alten Maschine nach Fig. 9 und 11 nicht zu erreichen war.
Aus den Fig. 12, 12 a und Fig. 1 ist zu entnehmen, daß die Platinenheber a, a1 mit den Platinensenkern w, w1 Zwangsführungen für die Platinenköpfe ergeben. In den Fig. 12 und ι deuten ζ und z1 die Zwangsführungskurven an.
An der Hand der Fig. 1 bis 7 der Zeichnung sollen nun die Arbeitsvorgänge mit den Mitteln für die Platinenführung in einem Ausführungsbeispiele erläutert werden. Die Führungsteile w, w1 sind in den Fig. 2 bis 7 weggelassen worden.
Zwecks Auswahl der Platinen für beide Betten haben die linksseitigen Platinen g noch Hilfsfüße 0 und die rechtsseitigen Platinen neben den Hauptfüßen noch die Hilfsfüße 0 und u. Unter den Hilfsfüßen befinden sich Mustervorrichtungen (beispielsweise für eine Hilfsplatine angedeutet in Fig. 8), welche durch Anheben der Platinen die Hilfsfüße in den Wirkungsbereich der Hilfsschlösser 9 bis 11 und 12 bis 15 bringen.
Wie aus dem in der Zeichnung (Fig. 1 bis 7) zur Anschauung gebrachten Ausführungsbeispiel sich ergibt, erfolgt das Entkuppeln und Neukuppeln in der Mittelstellung, es nehmen aber daran nur solche Nadeln teil, welche in das andere Bett übergehen sollen, die übrigen Nadeln aber bleiben gekuppelt. Der Schlitten bewegt sich von hinten nach vorn (Fig. i). V
i. Nadelübergang von links nach
rechts.
Die am Aus- und Einkuppeln beteiligten Platinen sind auf beiden Betten an ihren Hauptfüßen mit 1 bezeichnet. Fig. 2 und 3 stellen den Vorgang nach den Linien q und r (Fig. 12) im Schnitt dar. Zunächst werden alle Platinen auf beiden Betten durch ihre Hauptfüße mittels der Schloßteile 5 und 6 bis an die Schenkel der Schloßteile 7 und 8 bewegt, diese zwingen jetzt alle Platinen zu einer Ruhestellung und verhindern ein Vorschnellen solcher Platinen, welche keine Nadein auskuppeln (freigeben) oder von drüben holen sollen; diese Platinenlage erkennt man aus Fig. 6. Die Platinen, welche nur diesen kurzen Weg durchlaufen sollen, sind in allen Figuren an den Hauptfüßen mit 3 und 4 bezeichnet, sie sind nicht von der Mustervorrichtung beeinflußt worden. Den Vorschub der Musterplatinen 1 in die Kupplungsstellung bewirken beim weiteren Schlittenhub nunmehr die Schloßteile 9 und 12/13· Die rechten Musterplatinen g1 (1) werden durch Schloßteil 13 mit ihrem Kopf gegen den Aufläufer a1 heranbewegt (Fig. 1, 2 und Linie q, Fig. 12). Sobald dies geschehen, schieben links die Platinen, deren Füße 0 gehoben sind, infolge Wirkung des Schloßteiles 9 ihre Nadeln unter die gehobenen Platinenhaken rechts (Fig. i, 2 und 12 a). Bei der Weiterverschiebung des Schlittens gelangen die Musterplatinen (1) mit den ihnen zugehörigen Nadeln in die Stellung nach Linie r (Fig. 12), wobei die rechten Musterplatinen g1 (1) einkuppeln, zu ersehen aus Kurve z1 in Linie r; links wird Freigabe der Nadeln veranlaßt durch die vorstehende Fläche b des Ausläufers a, Linie r (Fig. 12 und Fig. 1 und 3). Dabei ziehen die rechten Platinen (1) durch Schloßteil 14 ihre gefangenen Nadeln unter den linken Platinenhaken weg (Fig. ι und 3, es beteiligen sich z. B. Nadeln 17, 15, 14, 13) und gelangen mit ihren Hauptfüßen bis zu Schoßteil 6, gleiten auf solchen hin, bis von dem normalen Senker 2 eine weitere Zurückbewegung zum Fadenfangen und Maschenbilden in Gemeinschaft mit den Nadeln, welche rechts verblieben sind (z.B. g1 [4]), erfolgt.
2. Nadelübergang von rechts nach
links.
Die beteiligten Platinen sind auf beiden Betten an den Hauptfüßen mit 2 bezeichnet. Fig. 4 und 5 stellen den Vorgang nach Linie I*
und W*, Fig. 12 im Schnitt dar. Zunächst werden auch alle Platinen auf beiden Betten durch die Hauptfüße mittels der Schloßteile 5 und 6 (Fig. i) bis an die Schenkelteile 7 und 8 verschoben, letztere Schenkelenden bringen alle Platinen in Ruhestellung. Die linken Platinen g (2) werden nun durch Schloßteil 9 an die vorstehende Aufläuferfläche von α getrieben, wodurch sie aushaken (Linie I*, Fig. 12 und 4), darauf schieben die rechtsseitigen Platinen g1 (2) ihre noch gekuppelten Nadeln durch Hilfsfüße u mittels Schloßteiles 15 unter die gehobenen linken Platinenhaken (Fig. 4 und Nadel 12, Fig. 1), bei Weiterverschiebung des Schlittens gelangen die Platinen g (2) und g1 (2) und die Nadeln zur Linie m* (Fig. 12), wobei die linken Platinen g (2) einkuppeln und die rechten aushaken (zu ersehen aus Fig. 5 und Zwangskurven z, z1 in Fig. 1 und 12, Linie m*), Schloßteil 10 (Fig. 1 und 5) zieht an den Hilfsfüßen die Platinen g (2) mit den gefaßten Nadeln so weit nach links (es beteiligen sich z. B. Nadeln 8, 7, 6), bis ihre normalen Füße Schloßteil 5 erreicht haben; auf ihm werden sie eine Strecke geführt, worauf sie dann vom normalen Senker 3 vollends zum Fadenfangen und Maschenbilden in Gemeinschaft mit den Nadeln (z. B. g [3]), welche links verblieben sind, zurückgezogen werden..
Für die Nadeln, welche an keinem Über-
. gang teilnehmen (g und g1 [3 und 4], Fig. 1 und 6), für welche also jede Auskuppelung unterbleibt, ist eine bleibende Kuppelung durch die Seitenschenkel der Schloßteile 7 und 8 sowie die Platinendeckschienen gesichert, und zwar auch dann, wenn die Hauptfüße der Platinen solcher Nadeln das Schloß in einer Linie von einem Seitenschenkelende zum anderen durchlaufen, erkennbar aus Fig. 6.
Für die entgegengesetzte Schlittenbewegung,
d.h.. von vorn nach hinten, bedarf es einer gleichen Beschreibung nicht, man ersieht aus den Fig. 1 und 12 die symmetrische Einricl· tung der Maschine.
Die Teile a, w der linken Seite samt dem Hilfsschloß 9, 10, 11 weichen in Gestalt und Form von den gleichen Mitteln der rechten Bettseite ab. Im rechten Bett hat Teil a1 zwei Auflaufflächen und Teil w1 drei Senkflächen d1, d2, ds. Das auf die Hilfsfüße wirkende Hilfsschloß 12, 13, 14, bewirkt ein Herüberholen von Nadeln von der linken Bettseite in die rechte, das Hilfsschloß 15 mit Füßen u ermöglicht ein Abgeben von Nadeln an die linke B.ettseite. Beide Funktionen kommen in einem Schlittenschub vor (je nach dem gewünschten Maschenabschlagswechsel), mithin bedingt solches auch eine unterschiedliehe Auswahl der Platinen. Für diese sind stufenartig abgesetzte Hebeplatinen h (Fig. 8) und eine entsprechend gelochte Karte vorgesehen. Das Schloßteil 15 muß sich in der Pfeilrichtung, wie punktiert, verschieben, und zwar ist solches deshalb nötig, weil die Piatinen g1 (2) mit den Nadeln erst in der Mitte des Schlosses ihren Lauf (d. h. ihren Vorschub) beginnen dürfen, damit deren Nadeln sich unter die auf der linken Bettseite gehobenen Platinen g (2) schieben (Fig. 4). Schloßteil 15 muß aber so breit sein, daß er die Füße u so lange führt, bis die Platinenköpfe ihre Auf- und Abbewegung durch a1 und w1 vollends ausgeführt haben. Wenn von den Musterplatinen g1 (1) die Füße 0 gehoben werden, heben sich auch die Füße u mit; Schloßteil 14 bewegt diese Platinen g1 durch die Füße in der Schloßmitte zurück (es findet mithin durch Schloßteile 14 und 15 ein Durcheinandergehen — vor: und rückwärts — von Platinen g1 auf der rechten Bettseite statt), dabei würden nun die mitgehobenen Füße u an das Schloßteil 15 anstoßen; um letzteres zu vermeiden, haben diese Füße u eine Form erhalten, die ihnen ermöglicht, beim Rückgang Schloßteil 15 zu umgreifen (Fig. 2 und 3), Schloßteil 15 muß dementsprechend eine besondere Befestigung bekommen.
Für die dargestellte Einrichtung war bestimmend, mit nur einer Mustervorrichtung für beide Fußarten 0 und u auszukommen.
Die Hilfsfüße 0 der Platinen g1 werden von den Schloßteilen 12 und 13 abwechselnd vorgeschoben und von Teil 14 zurückgezogen; in der Weiterbewegung des Schlosses gelangen diese Füße 0 in den Bereich des noch laufenden Seitenteils (12 oder 13, immer wechselnd). Damit nun diese Füße 0 an letztere Teile nicht anstoßen, ·■ sondern passieren können, sind diese Schloßteile 12 und 13 nach oben federnd, zurücktretend, gedacht; dafür könnten auch andere Mittel, z. B. drehbare Zungen, gewählt werden. Der Spalt, welcher jeweils zwischen Schloß teil 14 und 12 oder 13 verbleibt (d. h. wo in der Arbeitsrichtung keine Platinenfüße passieren und dies immer wechselnd) ließe sich z. B, dadurch schließen, daß Teil 14 in der Pfeilrichtung verschiebbar angeordnet wird; an Stelle dessen ließe sich Teil 14 auch durch eine pendelnde Zunge ersetzen (welche nach der Maschinenmitte zu ihren Drehpunkt hat), die sich seitlich an die Teile 12 und 13 anlehnt und somit auch den Spalt schließt.
Falls ein Durchbrechen der federnden Piatinen (wie in den Fig. 2 bis 7 dargestellt) befürchtet wird, ist auch ein Zusammenhaken nach Fig. 8 anwendbar.
Zur Erzeugung ungemusterter Links- und Linksware ist für die besprochene Maschine in der Zeichnung nichts vermerkt. Die Hilfsfüße kämen dabei nicht in Betracht, und die nor-
malen Platinenfüße wären durch besondere Schloßteile an die Teile 7 und 8 vorzuschieben ; diese besonderen in der Zeichnung weggelassenen zwischen 5 und 7, und 6 und 8 einzuschaltenden Schloßstücke, welche während des Musterstrickens zurücktretend gedacht sind, wären den Aufläufern a, a1 so anzupassen, daß nur ein Nadelübergang wie nach Fig. 9 zustande käme. Weil dieses nicht zur Erfindung gehört, ist nicht speziell darauf eingegangen worden, es würde ja auch das Wesen der Erfindung verdunkeln.
Daß aus den gemachten Angaben vorliegender Erfindungsgedanken sich auch Rundmaschinen konstruieren lassen, dazu bedarf es keiner besonderen Erläuterung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Doppelzungennadel - Strickmaschine für gemusterte Links- und Linksware, dadurch gekennzeichnet, daß während jedes Schlittenhubes ein beliebiger Austausch der Nadeln für beide Nadelbetten bei zwangsweisem Lösen und Verbinden der Nadeln und Platinen in der Mittelstellung der Nadeln durch symmetrisch zur Mittellinie des Schlosses angeordnete Kuppelungsmittel ermöglicht ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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