DE246037C - - Google Patents

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DE246037C
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braking
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    • H—ELECTRICITY
    • H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00—Electric arc lamps
    • H05B31/0081—Controlling of arc lamps
    • H05B31/0087—Controlling of arc lamps with a thread or chain

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  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 246037 KLASSE 21/. GRUPPE
in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Februar 1911 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Bogenlampe mit abwärts gerichteten, seitlich schwingbaren Kohlen, deren Nachschub durch zeitweises Lüften einer auf eine Schnurscheibe wirkenden Bremse geregelt wird. Solche Bogenlampen haben eine große Reihe von Übelständen, wovon der wesentlichste darin besteht, daß die Kohlen beim Nachschub zu weit vorrücken. Eine empfindliche Regelung
ίο innerhalb kleiner Vorschubgrenzen wäre infolge der Reibung zwischen den Bremsflächen oder auch zwischen den übrigen bewegten Teilen sowie auch wegen der Massenträgheit fast ausgeschlossen. Daher sind Bogenlampen soleher Art im praktischen Gebrauch nicht mit Vorteil zu verwenden.
Diese Übelstände hat man zumeist auf die mechanische Beschaffenheit der Klemm- oder Bremseinrichtung zurückzuführen und sie durch Verbesserung dieser Einrichtungen zu beseitigen versucht. Jedoch läßt sich mit solchen Einrichtungen nur eine· graduelle Verbesserung erzielen, die aber allein nicht ausreicht, die Regelung mit der in der Praxis nötigen Feinheit durchzuführen.
Dies wird erst möglich, wenn man den Hub zum Lüften der Bremse in ein bestimmtes Verhältnis zu dem Hub der seitlichen Kohlenschwingung bringt, und zwar tritt der Erfolg im wesentlichen erst dann ein, wenn die Kohlen an ihren Spitzen einen Weg von mindestens dreifach, zweckmäßig sechs- bis zehnfach so großer Länge zurücklegen, als die Bremse an der Stelle zurücklegt, an der sie die Bremswirkung ausübt. Wenn dieses Mindestverhältnis der dreifachen Übertragung eingehalten oder besser noch überschritten wird, dann kann eine sorgfältige Regelung mit einer einfachen Bremsvorrichtung beliebiger Art erzielt werden, ohne daß auf die Einrichtung der Bremse besondere Rücksicht genommen zu werden braucht.
In der Zeichnung sind zwei verschiedene Ausführungsformen solcher Bremseinrichtungen in verschiedenen Stellungen veranschaulicht.
Die beiden Kohlen α, δ können in bekannter Weise an Ketten c aufgehängt sein, die über Rollen d geführt sind, oder die Kohlen könnten auch in bekannter Weise auf einem Querbalken hängen oder in sonst passender Weise angeordnet sein. Voraussetzung für die Anwendung des vorliegenden Erfindungsmerkmals ist lediglich, daß die schräg oder auch parallel nebeneinanderstehenden Kohlen ihre Spitzenentfernung durch Seitenschwingung ändern können und für gewöhnlich durch eine Bremse festgehalten werden. Die Mittel zu dieser Bremsung sowie auch zur seitlichen Kohlenschwingung können beliebig gewählt sein, denn es kommt bei der vorliegenden Erfindung einzig und allein auf das eingangs genannte Verhältnis in der Hubgröße dieser beiden Bewegungen an.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Seitenschwingung der einen Kohle 5
durch einen Schieber e veranlaßt, der durch Vermittlung der Dreharme f, g und der mit dem Regelkern h verbundenen Hubstange i hin und her geschwungen wird. Die Klemm-5 oder Bremswirkung wird bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. ϊ und 2 durch einen Bremshebel k veranlaßt, der auf eine der Kettenoder Seilrollen- d oder auch auf irgendeinen anderen, beim Kohlennachschub bewegten Teil
ίο infolge Gewichts- oder Federbelastung preßt und dadurch diesen Teil sperrt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 und 4 ist der Klemm- -oder Bremshebel k mit dem Ende einer Bremskette I oder eines Bremsbandes o. dgl. verbunden, das im gespannten Zustand (Fig. 3) gegen eine geeignete Bremsfläche, ζ. B. gegen die Bremsscheibe m wirkt, während beim Lüften des Klemm- oder Bremshebels k (Fig. 4) die Kette I gelockert wird und der Bremsscheibe m die Drehung zum Vorschub der Kohlen gestattet.
Die Bremstellung des Hebels k kann in jedem Falle durch Gewichts- oder Federbelastung oder auch in beliebiger anderer Weise erreicht werden, während die Lüftung des Bremshebels z. B. durch den Magnetkern h, der zugleich auch die Seitenschwingung der Kohlen veranlaßt, etwa durch Vermittlung des Ausrückarmes η hervorgebracht oder auch durch eine selbständige, von der Seitenschwingung unabhängige Regelspule, oder schließlich auch durch irgendeine andere Einrichtung erzielt werden kann.
Beim Lüften des Hebels k (Fig. 1) haben die Kohlenspitzen einen Weg zurückgelegt, der mindestens dreifach, bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel etwa zehnfach so groß ist, als der Hub beträgt, den der Bremshebel k an der Bremsstelle zurückgelegt hat.
Ebenso wird bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 die Bremskette I etwa um den zehnten Teil des Weges nachgelassen (Fig. 4), den die Kohlenspitzen in seitlicher Richtung zurückgelegt haben.
Hieraus folgt, daß die Bremswirkung nur ganz allmählich und somit auch unter sicherer Überwindung der Massenträgheit aufgehoben und unmittelbar nach dem Eintritt der normalen Spannungsverhältnisse im Lichtbogen oder in den Regulierspulen wieder hergestellt wird, weil die Bremsflächen auf ganz kurzer Entfernung sich gegenüberstehen. Diese Entfernung wird in der Praxis meist so gering sein, daß eine völlige Aufhebung der Bremswirkung meist gar nicht einzutreten braucht, vielmehr genügt schon eine entsprechende Verminderung des Bremsdruckes, um den Kohlennachschub zu ermöglichen, der dann ebenfalls nur allmählich und innerhalb kleiner Hubgrenzen vor sich geht, weil seine Geschwindigkeit durch die aufeinander schleifenden Klemmflächen gebremst und somit das Durchregulieren der Kohlen verhütet wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bogenlampe mit abwärts gerichteten, in ihrer Längsrichtung verschiebbaren sowie seitlich schwingbaren Kohlen und Regelung durch eine auf eine Bremsscheibe wirkende Bremse, gekennzeichnet durch ein solches Verhältnis zwischen dem Hub zum Lüften der Bremse und dem Hub zur seitlichen Schwingung der Kohlen, daß die Kohlen an ihren Spitzen einen Weg von mindestens dreifach, zweckmäßig sechs- bis zehnfach so großer Länge zurücklegen, als die Bremse an der Stelle zurücklegt, wo sie die Bremswirkung ausübt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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