DE246139C - - Google Patents

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DE246139C
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silver
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negatives
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F3/00Colour separation; Correction of tonal value
    • G03F3/04Colour separation; Correction of tonal value by photographic means

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Ja 246139-KLASSE 57d. GRUPPE
AUGUSTE VALENTIN in PUTEAUX (Seine) und JEAN ZERREISS in COURBEVOIE (Seine).
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Februar 1910 ab.
In der Patentschrift 238643 ist ein Verfahren zur Herstellung für das indirekte Drucken bestimmter, rastrierter Tiefdruckplatten erläutert. Mit diesem Verfahren lassen sich auch Tiefdruckformen für den Dreifarbendruck herstellen. Zur Herstellung von Dreifarbendruckformen muß man von den Originalen zuerst Farbenauszüge, d. h. Teilnegative für die gelbe, rote und blaue Druckform anfertigen, nach welchen man dann Diapositive herstellt. Es ist dies nicht nur zeitraubend und kostspielig, sondern man verliert auch dabei viele Feinheiten des Originales.
Nach der vorliegenden Erfindung sollen die photographischen Zwischenmanipulationen ausfallen, indem man die Farbenauszüge auf den zu ätzenden Metallplatten direkt herstellt.
Zur praktischen Ausführung dieses Verfahrens benutzt man drei hochpolierte Kupferplatten, die mit einer ersten, aus Chromatgummi bestehenden Schicht überzogen und unter einem in der Patentschrift 238643 näher beschriebenen Rasterdiapositiv mit gradweiser Abstufung der gedeckten Elemente belichtet und entwickelt werden, um deren Oberfläche zur Zerlegung in Druckelemente vorzubereiten. Diese Rasterschicht bildet zu gleicher Zeit eine Schutzschicht zwischen der Metalloberfläche und der Silberemulsion. Nach dem Trocknen werden diese Metallplatten mit einer zweiten, Silbersalz enthaltenden, relativ dünnen Gelatineemulsionsschicht von neuem überzogen, die vorher für die einzelnen Farben bzw. für die 35
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gelbe, rote und blaue Druckform sensibilisiert wurde.
Diese mit den licht- und farbenempfindlichen Gelatineschichten versehenen Metallplatten werden nun nacheinander im photographischen Apparat, vor dem das zu reproduzierende farbige Original angebracht ist, oder direkt unter einer Autochromplatte mit passenden Farbfiltern belichtet, nachher die photograhischen Platten entwickelt, und man erhält auf diesen monochrome Teilnegative.
Da man jedoch zur Herstellung von Tiefdruckplatten Diapositive benötigt, so kehrt man diese Negative in Diapositive um und bedient sich hierzu des im Autochromverfahren angewandten Umkehrprozesses, indem man die entwickelten Metallplatten nicht fixiert, sondern z. B. nach dem Waschen mit Ammoniumpersulfatlösung behandelt und auswäscht oder in das aus schwefelsäurehaltiger Kaliumpermanganatlösung bestehende Umkehrbad bringt, welches das Silber des Negativs löst, worauf man am Lichte mittels eines passenden Entwicklers das restliche Silbersalz reduziert. Diese fixierten, gewaschenen und getrockneten Metallplatten werden alsdann in bekannter Weise mit Hilfe eines aus etwa zweiprozentiger Kalumbichromatlösung bestehenden Bades wieder lichtempfindlich gemacht und nach dem Trocknen dem Lichte ausgesetzt. Dabei werden die von Silber freien Stellen gehärtet, indem das Silber in bekannter Weise als Schutz
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dient. Das das positive Bild bildende Silber
kann man mit einer verdünnten Jodcyankalilösung aus der Schicht durch Lösen entfernen. Durch die zweite Belichtung des chromierten Gelatinepositivs hat man auf den Metallplatten jetzt mit den Bildtönen genau im Verhältnis stehende, gegen Säure widerstandsfähige Gelatinenegative erhalten. Ätzt man nun mit verschieden konzentrierten Eisenchloridlösungen durch diese Schicht, so ätzt sich das positive Bild durch die vom Raster freigelassenen Punkte in die Metallplatten ein. Auf diese Weise erhält man auf denselben direkte Farbenauszüge des Dreifarbendruckes und nach deren Ätzung drei monochrome rastrierte Tiefdruckformen, die genau aufeinander passen und auf indirektem Wege mittels einer Kautschukfläche abgedruckt werden können und alle Feinheiten und Farbentöne des Originales auf jeglichen Sorten Papier und anderen Stoffen wiedergeben.

Claims (1)

  1. Patent- Anspruch :
    Verfahren zur photomechanischen Herstellung für das indirekte Drucken bestimmter, rastrierter Tiefdruckformen für Mehrfarbendruck, dadurch gekennzeichnet, daß man die Farbenauszüge auf drei mit aus abgestuften Elementen zusammengesetzten Kolloidrasterschichten bedeckten und mit orthochromatisierten Silbersalzgelatineemulsionsschichten überzogenen Metallplatten erzeugt, die entwickelten Silbernegative in bekannter Weise in Diapositive umkehrt, fixiert, mit Bichromat lichtempfindlich macht und nach erneuter Beiichtung heliographisch ätzt.
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