DE246822C - - Google Patents

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DE246822C
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Germany
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filling
piston rod
filling tube
valve
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67CCLEANING, FILLING WITH LIQUIDS OR SEMILIQUIDS, OR EMPTYING, OF BOTTLES, JARS, CANS, CASKS, BARRELS, OR SIMILAR CONTAINERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; FUNNELS
    • B67C3/00Bottling liquids or semiliquids; Filling jars or cans with liquids or semiliquids using bottling or like apparatus; Filling casks or barrels with liquids or semiliquids
    • B67C3/30Filling of barrels or casks
    • B67C3/32Filling of barrels or casks using counterpressure, i.e. filling while the container is under pressure

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  • Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 246822 KLASSE 64 b. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Juni 1910 ab.
Die Erfindung betrifft eine Faßfüllvorrichtung/ bei der in bekannter Weise das Heben und Senken des Füllkopfes durch die Bewegung des Füllrohres geschieht und das öffnen und Schließen des Bierventils unter gegenseitiger Festlegung der Endstellung von Kolbenstange und Füllrohr zueinander erfolgt. Die Erfindung besteht darin, daß beim Senken der Kolbenstange diese gegen das Füllrohr
ίο bis nahezu in ihre unterste Stellung gesperrt, anstatt mittels einer Feder in dieser Lage gehalten wird, worauf nach Aufhebung der Sperrung das öffnen des Biereinlaßventils durch die letzte Abwärtsbewegung der Kolbenstange erfolgt. Beim Heben wird die Kolbenstange ebenfalls ohne Zwischenschaltung einer Feder gegen das Füllrohr gesperrt, so daß ein Schließen des Ventils durch zeitweisen Stillstand des Füllrohres erfolgt, wenn durch einen
ao Anschlag die Sperrung ausgelöst wird.
Fig. ι der Zeichnung zeigt die Abfüllvorrichtung schematisch in senkrechtem Schnitt, während die Fig. 2 und 3 die Anordnung der Sperrungen veranschaulichen.
Das Füllrohr 1 ist bei 2 durch einen Schlauch mit dem nicht dargestellten, zur Hälfte mit unter Druck stehendem Bier gefüllten Kessel verbunden und wird mittels einer Kolbenstange 3 und Kolben 4 auf- und abwärts bewegt.
Die Bewegung des Kolbens 4 im Zylinder 5, der an dem Gestell des Bierkessels befestigt ist, geschieht zweckmäßig durch Preßluft, die je nach Stellung des Hahns 6 unten oder oben in den Zylinder 5 ein- bzw. austritt.
Das Füllrohr 1 hat unten einen Ansatz 7, durch den der schwere Füllkopf 8 mit in die Höhe genommen wird. Dieser Füllkopf ist in bekannter Weise mit Luftzu- und -abgangsvorrichtungen versehen, die selbsttätig oder von Hand gesteuert werden.
Ist der Kolben 4 in seiner höchsten Stellung, so ist durch Kolbenstange 3 die Ventilstange 9 hochgezogen, so daß das Bierventil 10 mit seinem elastischen Gummiring 12 unten gegen das Füllrohr 1 abdichtet, da letzteres noch durch den Füllkopf 8 belastet ist.
Nachdem ein mit Bier zu füllendes Faß 30 mit dem Spundloch nach oben unter das Füllorgan gelegt wurde, wird der Hahn 6 durch Handgriff 31 so eingestellt, daß Preßluft über dem Kolben 4 einströmt, während die unter dem Kolben 4 befindliche Luft ent-" weichen kann.
Das Füllrohr 1 senkt sich mit dem Füllkopf 8, bis dieser sich mit seinem konischen Gummiring 32 in dem Spundloch festsetzt und durch sein Gewicht einen luftdichten Abschluß bewirkt.
Das Füllrohr 1 wird nun durch den weiter abwärts gehenden Kolben 4 durch die Stopf-
büchse 33 des Füllkopfes geschoben, und hierbei würde sich das Bierventil öffnen, wenn nicht durch Hebel 14 eine Sperrung zwischen dem Füllrohr 1 und der Kolbenstange 3 bewirkt wäre (Fig. 3). Diese Sperrung hat also nur gegen die geringe Stopfbüchsenreibung und den Gefälledruck zu wirken und wird gelöst, sobald der Hebel 14 den einstellbaren Anschlag 17 trifft, und da im gleichen Augenblick der Steg 13 sich auf die Bunde 18 der Führungsstangen 19 aufsetzt (Fig. 1), so bewegt sich das Bier ventil 10 allein abwärts und öffnet den Bierzulauf.
Hat das Bierventil 10 seine tiefste Stellung erreicht, so hat sich der Bund 16 auf den Steg 13 des Füllkopfes 1 gesetzt und der Hebel 20 greift über den Ansatz 21 des Bundes 16 (Fig. 2).
Ist das Faß 30 gefüllt, so wird der Hahn 6 durch Handgriff 31 umgestellt, durch Kolben 4 wird das Füllrohr gehoben, und sowie durch Anschlag 22 (Fig. 2) der Hebel 20 ausgelöst wird, bleibt das Füllrohr durch die Reibung in der Stopfbüchse 33 des Füllkopfes 8 so lange stehen, bis sich das Bierventil entgegen dem Gefälledruck geschlossen hat, worauf sich das Füllrohr weiter hebt und alsdann auch den Füllkopf vom Spundloch des gefüllten Fasses entfernt.
Die Vorteile dieser Einrichtung, zeitweise Sperrung der Kolbenstange mit dem Füllrohr, liegen in der Einfachheit; es ist klar, daß diese zeitweise Sperrung auch mit einem Hebel bewerkstelligt werden kann, der sich erst unter den Ansatz 15 des Bundes 16 stellt und beim Umstellen über den Anschlag 21 dieses Bundes greift.
Es fallen bei dieser Einrichtung alle Anpressungen des Bierventils mittels besonderen Gestänges und Federn fort, der Schluß des Ventils geschieht durch zeit weisen Stillstand des Füllrohres ohne jeden Stoß, und ermöglicht das Gewicht des Füllkopfes ein sicheres Dichthalten des Ventils, wenn auf letzterem nicht nur der Gefälledruck, sondern auch der Luftdruck des Bierkessels lastet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Faß füllvorrichtung, bei der das Heben und Senken des Füllkopfes durch die Bewegung des Füllrohres geschieht und das öffnen und Schließen des Einlaßventils unter gegenseitiger Festlegung der Endstellung von Kolbenstange und Füllrohr zueinander erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß beim Senken der Kolbenstange (3) diese gegen das Füllrohr (1) bis nahezu in ihre unterste Stellung gesperrt wird, worauf nach Aufhebung der Sperrung das öffnen des Einlaßventils (10, 12) durch die letzte Abwärtsbewegung der Kolbenstange (3) erfolgt, während beim Heben die KoI- ~ benstange (3) ebenfalls ohne Zwischenschaltung einer Feder gegen das Füllrohr (1) gesperrt wird, so daß ein Schließen des Ventils (10, 12) durch zeitweisen Stillstand des Füllrohres (1) erfolgt, wenn durch einen Anschlag (22) die Sperrung ausgelöst wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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