DE247496C - - Google Patents

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DE247496C
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silicates
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ammonium carbonate
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lime
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/02Portland cement

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Natürlich vorkommende Alkalimetall-Aluminium-Silikate, z. B. Feldspat, werden behufs Aufschließung und zur Gewinnung von KaIkäluminat oder Portlandzement mit dem Oxyd
5 oder Karbonat eines Erdalkalimetalls oder von Magnesium behandelt, besonders mit Kalk.
Nach einer derartig erfolgten Aufschließung jedoch befindet sich ein großer Teil der Alkalien in den Silikaten noch nicht in dem freien Zustande, in welchem sie aus den Silikaten mit Wasser ausgelaugt werden können, d. h. es werden die Silikate selbst nach dem Brennen mit den erwähnten Oxyden oder
Karbonaten noch immer eine aus Aluminat, Kieselsäure und Alkalien bestehende Verbindung bilden, aus der ein großer Teil der Alkalien mit Wasser nicht ausgeschieden werden kann.
Nach dem den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Verfahren wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, daß man die Silikate nach dem Brennen mit den erwähnten Oxyden oder Karbonaten oder aber auch unter gänzlicher Weglassung dieses Brennens in geschlossenem Räume der Einwirkung von hochgespannten Ammoniumkarbonatdämpfen aussetzt, wobei die Silikate derart vollkommen aufgeschlossen werden, daß sämtliche Alkalien in Gestalt von Alkalikarbonaten mit Wasser ausgelaugt werden können.
Diese Aufschließung geht in Gegenwart von Wasserdampf und unter Anwendung von Kaliumfeldspat nach folgender Reaktion vor sich:
Kalifeldspat
Ammoniumkarbouat
6(Si3O8AlKJ + 3(NHJ2CO3 + 3 H2O - 3 K2CO3 + 6 (H2O) < 3 (Al2O3) 6 (SiO2) + 6 NH3 + 12 SiO2
Kalikarbonat
Kaolin 50·
55
Dieses Verfahren besitzt noch den Vorteil, daß bei der soeben dargestellten Reaktion sämtliches Ammoniak des Ammoniümkarbonates frei wird, so daß das freie Ammoniak nach Beendigung des Dämpfens neuerlich zur Herstellung von Ammoniumkarbonat verwendet werden kann, und zwar am zweckmäßigsten und ökonomischesten in der Weise, daß man Ammoniak mit von den zum Brennen der Silikate mit Kalkstein, verwendeten öfen kommender Kohlensäure sä-ttigt; in dieser Weise wird Ammoniak zum ständigen Träger der Kohlensäure.
Damit man zur Erhitzung der Silikate mit 6p Ammoniumkarbonat nicht besondere Heizungsanlagen und besondere Brennstoffe zu verwenden hat, werden die aus den Kalköfen kommenden Rauchgase verwendet, deren Wärme für diesen Zweck vollkommen genügt, weil Ammoniumkarbonat schon bei ioo° C.
. (2. Auflage, ausgegeben am g. April igrj.J
die erforderliche Spannung von ungefähr io bis 12 Atm. erreicht.
Werden die Silikate noch vor der Behandlung mit Ammoniumkarbonat mit Kalk gebrannt, so enthalten sie alle der Zusammensetzung des Portlandzementes entsprechende Bestandteile, wodurch es ermöglicht ist, die derart aufgeschlossenen und von den Alkalien befreiten Silikate durch neuerliche Erhitzung zu Portto landzement zu brennen.

Claims (3)

  1. Patent-Ansphüche:
    i. Verfahren zur Aufschließung von natürlich vorkommenden Alkalimetall-Aluminium-Silikaten, z. B. Feldspat, gekennzeichnet durch die Behandlung dieser Silikate in geschlossenem Raum mit hochgespannten Dämpfen von Ammoniumkarbonat.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch das Erhitzen der Silikate mit dem Oxyde oder Karbonat eines Erdalkalimetalls, z. B. mit Kalk oder von Magnesium vor der Behandlung· mit den Dämpfen von Ammoniumkarbonat.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung von Zement, gekennzeichnet durch das Brennen der bei der Ausführungsform nach Anspruch 2 erhaltenen Masse nach dem Auslaugen des Alkalikarbonats.
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