DE248251C - - Google Patents

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DE248251C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/41Preparation of salts of carboxylic acids
    • C07C51/412Preparation of salts of carboxylic acids by conversion of the acids, their salts, esters or anhydrides with the same carboxylic acid part

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
^ 248251 KLASSE 12 o. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juli 1911 ab.
Die Herstellung der reinen Formiate und Acetate des dreiwertigen Titans stößt wegen der leichten Löslichkeit und schweren Kristallisierbarkeit dieser Salze in der Praxis auf erhebliche Schwierigkeiten. Grossmann (vgl. Chem. Ztg. 1906, S. 907) konnte aus Lösungen, welche neben Titantrichlorid Natriumformiat oder Natriumacetat enthielten, die organischsauren Salze nicht durch Eindampfen kristallisiert erhalten, da die Lösungen schon bei gelindem Erwärmen unlösliche basische Verbindungen abscheiden.
Es wurde nun gefunden, daß durch Zugabe einer konzentrierten Lösung von Kalium-,-Natrium-, Ammonium- oder Erdalkalifoimiat oder -acetat im Überschuß zu einer hochprozentigen Lösung eines Titansesquioxydsalzes, insbesondere von Titantrichlorid, unter Luftabschluß leicht kristallisierende Doppelsalze erhältlich sind in Gestalt von olivengrünen mikroskopischen Nadeln (beim Formiat) bzw. Blättchen (beim Acetat), welche sich durch Entfernen (z. B, durch Abschleudern) der Mutterlauge und Waschen unter Abschluß der Luft sehr wohl reinigen lassen und dann getrocknet werden können.
Beispiel I.
10 1 einer salzsauren Lösung von 3 kg Titantrichlorid werden unter Kühlung mit einer Lösung von 10 kg Ammoniumformiat in 6 1 Wasser versetzt. Nach sechsstündigem Stehen wird der entstandene Kristallbrei auf eine Nutsche gebracht, abgesaugt und unter Aufleiten von Kohlensäure mit einer wäßrigen Lösung von Ammoniumformiat gewaschen, hierauf unter Luftabschluß, am besten im Vakuum getrocknet.
Beispiel II.
40
In gleicher Weise wird unter Anwendung einer Lösung von 10 kg Kaliumformiat in 12,5 1 Wasser auf dieselbe Menge Titantrichlorid verfahren.
Die erhaltenen kristallisierten Doppelformiate haben z. B. folgende Zusammensetzung: Titanammoniumformiat
Ti (CHO2Js ■ 3 Ti (CHOJ2OH · 2 NHi CHO2
+ H2O,
50 Titankaliumformiat
Ti (CHO2J3. 3 Ti (CHO2J2 OH . 2 KHCO2.
Die Zusammensetzung kann etwas schwanken, da das Titansesquiformiat oder Acetat auch in den Doppelsalzen sehr leicht hydrolysierbar ist. Schon beim Anwärmen läßt die grüngefärbte wäßrige Lösung der letzteren einen blauschwarzen amorphen Niederschlag von Titansesquioxydhydrat ausfallen, ähnlich dem, welcher von Grossmann als basisches Titansesquisalz angesprochen, aber nicht näher untersucht worden ist. Im trockenen Zustande sind die beschriebenen Titandoppelformiate und Acetate verhältnismäßig luftbeständige Körper und nicht hygroskopisch. Ihre oliv-
grünen Lösungen stellen vorzügliche Beizmittel dar, bei deren Anwendung die frei werdende organische Säure die bekannten Vorzüge vor den Mineralsäuren hat. Da andererseits das Titan in der als starkes Reduktionsmittel bekannten dreiwertigen Form vorliegt, so sind die beschriebenen Doppelsalze in erster Linie für sogenannte Lufthängeverfahren geeignet.
ίο Hierin liegt auch bei der Anwendung der das Titan in dreiwertiger Form enthaltenden Doppelsalze ein Unterschied im Vergleich mit den Salzen des vierwertigen Titans mit organischen Säuren, deren Lösungen nach den Patenten 139059 und 139060 bereits technische Verwendung gefunden haben.
Die starke Reduktionswirkung der Formiate des dreiwertigen Titans äußert sich auch darin, daß sie beim bloßen Erhitzen Formaldehyd entwickeln.
Vor den bekannten Doppeloxalaten haben die Doppelformiäte und Doppelacetate den Vorzug der erheblich größeren Löslichkeit.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Doppelformiaten und Doppelacetaten des dreiwertigen Titans in wasserlöslicher kristallisierter Form, dadurch gekennzeichnet, daß zu der konzentrierten Lösung eines Salzes des dreiwertigen Titans die gesättigte Lösung eines Alkali-, Ammonium-, Erdalkaliformiates oder -acetates im Überschuß hinzugegeben und das auskristallisierte Produkt bei Abschluß der Luft isoliert wird.
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