DE248385C - - Google Patents

Info

Publication number
DE248385C
DE248385C DENDAT248385D DE248385DA DE248385C DE 248385 C DE248385 C DE 248385C DE NDAT248385 D DENDAT248385 D DE NDAT248385D DE 248385D A DE248385D A DE 248385DA DE 248385 C DE248385 C DE 248385C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
hydriodic acid
chem
dimethylamine
heating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT248385D
Other languages
English (en)
Publication of DE248385C publication Critical patent/DE248385C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 248385 KLASSE Mq. GRUPPE
Dr. H.VOSWINCKEL in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Februar 1911 ab.
Das therapeutisch wichtige, von Leger (Compt. rendus Bd. 142, S. 108 [1906]) in dem Auszug der Gerstenkeimlinge aufgefundene p-Oxyphenyläthyldimethylamin (Hordenin) ist zwar schon von anderer Seite synthetisch hergestellt worden. Die hierüber in der wissenschaftlichen Literatur veröffentlichten Methoden: G. Barger (Journ. of the Chem. Soc. Bd. 95, S. 2193 [1909]), K. W. Rosenmund (Berichte der D. chem. Ges. Bd. 43, S. 306 [1910]) ergeben aber nur äußerst geringe Ausbeuten. Von diesem Verfahren unterscheidet sich das nachstehende so wesentlich, daß auf die Unterschiede nicht näher eingegangen zu werden braucht. Hervorgehoben sei die unzweifelhaft größere Einfachheit des nachstehenden Verfahrens sowohl in bezug auf die Ausführung als auch auf die Beschaffung der Ausgangsstoffe.
Das neue Verfahren verläuft im Sinne der nachstehenden Reaktionsfolge:
2) CH3O -C6H41-CO- CH2 - N (CH3J2 —y 3) OH-C6H1. CO -CH2-N (CH3J2-+- 4) OH-C6H1- CH2 -CH2-N (CH3J2.
Chlormethylanisylketon (1), dargestellt nach der Methode von F. Kunckel und F. Johannsen (Ber. d. D. chem. Ges. Bd. 30, S. 1715 [1897]), wird mit Dimethylamin in das Aminoketon (2) übergeführt und nach Abspaltung der Methylgruppe des Anisolrestes mit Jodwasserstoffsäure vom spezifischen Gewicht 1,7 (vgl. Reaktionsschema 3) durch Erhitzen mit Jodwasserstoffsäure vom spezifischen Ge-. wicht 1,96 und Phosphor unter Druck zu Hordenin (4) reduziert.
War schon die Möglichkeit der Reaktion 1-2 durch die Arbeiten von Tutin (Journ. of the Chem. Soc. Bd. 95, S. 2114/15 [1909]) in Frage gestellt, so war die darauffolgende Reduzierbarkeit der Ketogruppe in der angegebenen Weise noch weniger vorherzusehen. Es war vielmehr eine Spaltung in Aminrest und Keton bzw. Alkohol zu erwarten im Sinne der Gleichung:
R-CO-CH2-N-(R1-R2) + H2
= R-CO-CH3 + NH- (R1-R2J,
wie sie, selbst bei Anwendung weit schwächerer Reduktionsmittel, vielfach beobachtet wurde (vgl. Pauly und Neukamm, Ber. d. D. chem. Ges. 41 [1908] S. 4161; Stolz, Verh. d. 78. Naturforscher-Vers. Chem. Ztg. 30 [1906] II. S. 982 [Adrenalin]; Störmer und Dzimski, Ber. 28 [1895] S. 2220 [Piperidoaceton]; Gabriel und Eschenbach, Ber. d. D. ehem. Ges. 30 S. 1126 [1897] [a-Aminoacetophenon]; Jaenecke [Aminodiäthylketon] Ber. d. D. chem Ges. 32, S. iiöo [1899]; Pauly [Tetramethyl-ß-pyrrolidon] Ann. d. Chem. 322, S. 94 [1902]).
65 Beispiele.
i. p-Methoxyphenyläthanondime thylamin.
OCH,
CO-CH2-N(CH3J2
12 Gewichtsteile ρ - Chloranisylketon und 20 Gewichtsteile einer 33prozentigen alkoho-
70
75
lischen . Dimethylaminlösung werden in einem geschlossenen Gefäß bis zur Lösung, welche in der Regel nach wenigen Minuten unter Selbsterwärmung eintritt, geschüttelt, 24 Stunden sich selbst überlassen, alsdann in offener Schale zwecks Entfernung des überschüssigen Dimethylamins 24 Stunden im Vakuum bei Zimmertemperatur abgedunstet, mit stark verdünnter Jodwasserstoffsäure angesäuert, filtriert, mit Blutkohle geschüttelt, nochmals filtriert und auf dem Wasserbade zu Sirupdicke eingedampft. Die so erhaltene Masse erstarrt beim Erkalten kristallinisch und gibt nach dem Abpressen und einmaligem Umkristallisieren aus Wasser farblose Kristallprismen von der Zusammensetzung:
N(CH3J2, HJ
vom F. 1500. Die Ausbeute beträgt.62 Prozent der Theorie. Die freie Base stellt ein Öl dar, welches in einer Kältemischung erstarrt und dann gegen 300 C. schmilzt.
2. p-Oxyphenyläthanondimethylamin.
CO-CH2-N (CH3J2.
ι Gewichtsteil des im Beispiel 1 beschriebenen jodwasserstoffsauren Salzes, 8 Gewichtsteile Jodwasserstoffsäure vom spezifischen Gewicht 1,7 und 0,2 Gewichtsteile Phosphor werden eine halbe Stunde lang in offenem Kolben in gelindem Sieden erhalten, alsdann wird die Jodwasserstoff säure größtenteils abdestilliert, der Rückstand mit Wasser versetzt, mit Blutkohle behandelt, filtriert und zur Sirupdicke eingedampft. Die beim Erkalten zu einer weißen Kristallmasse erstarrende Flüssigkeit wird abgepreßt und aus Acetonäther umkristallisiert. Man erhält so feine weiße Nädelchen von der Zusammensetzung:
OH-C6H^CO-CH2-N (CH3J2, HJ
vom F. 1760. Die Ausbeute entspricht annähernd der theoretisch möglichen. Die freie Base stellt farblose Prismen vom F. 1420 dar.
3. p-Oxyphenyläthyldimethylamin
(Hordenin).
CH2-CH2-N(CH3J2.
ι Gewichtsteil des im Beispiel 2 beschriebenen jodwasserst off sauren Salzes, 8 Gewichtsteile Jodwasser stoff säure vom spezifischen Gewicht 1,96 und 0,2 Gewichtsteile Phosphor werden 3 bis 4 Stunden lang in einem geschlossenen Gefäß auf 120 bis 1250 erwärmt; von der vollkommen klaren Reaktionsflüssigkeit wird etwa die Hälfte abdestilliert, der Rest mit Wasser versetzt, mit Blutkohle behandelt, mit Ammoniak stark alkalisch gemacht und mit Äther extrahiert. Nach Abdunsten des Äthers hinterbleibt ein alsbald erstarrendes öl, welches, aus Benzolligroin umkristallisiert, farblose Prismen von F. 118° ergibt. Diese erweisen sich in allen Eigenschaften: Schmelzpunkt, Reaktion mit Phenolphtalein und MiI-lons Reagens, Kristallform und Zusammensetzung als identisch mit dem natürlichen Hordenin. Die Ausbeute beträgt etwa 10 Prozent der Theorie. ·

Claims (1)

  1. Pate nt-An s'pruch:
    Verfahren zur Darstellung von p-Oxyphenyläthyldimethylamin:
    OH
    CH2-CH2-N(CH3J2,
    darin bestehend, daß man zunächst die Phenolhydroxylgruppe aus ρ-ω-Chlormethylanisylketon und alkoholischer Dimethyl- 9·> aminlösung erhältlichen Aminoketons:
    CH3 - O-
    -CO-CH2-N (CH3J2
    durch Erwärmen mit Jodwasserstoff säure entmethyliert und alsdann in dem so erhaltenen ρ - Oxyphenyläthanondimethylamin:
    OH-
    -CO-CH2-N(CH3J2
    den Sauerstoff der Ketongruppe durch Erhitzen mit Jodwasserstoffsäure und Phosphor unter Druck gegen Wasserstoff ersetzt.
DENDAT248385D Active DE248385C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE248385C true DE248385C (de)

Family

ID=507101

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT248385D Active DE248385C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE248385C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE925472C (de) Verfahren zur Herstellung von Cumarinderivaten
DE2431192C2 (de) O,O-DiäthylS-[6-chlor-1,3-benzoxazolon-3-yl-methyl]-dithiophosphat
DE548459C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-1-Phenyl-2-methylaminopropan-1-ol
DE673949C (de) Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Indolen
DE877613C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkylderivaten der ª‰-[2-Oxynaphthyl-(6)]-propionsaeure mit Eierstockhormonwirkung
DE287802C (de)
DE277540C (de)
DE477050C (de) Verfahren zur Darstellung von hydrocyclischen ªÏ-Aminoalkylverbindungen
DE652041C (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Phenylisochinolin und Abkoemmlingen desselben
DE671841C (de) Verfahren zur Herstellung von N-Alkyl- und N-Aralkylabkoemmlingen des Aminoaethylephedrins
DE138444C (de)
AT155800B (de) Verfahren zur Herstellung von Diaminoalkoholen.
DE707704C (de) Verfahren zur Herstellung von Pyridinverbindungen
DE838140C (de) Verfahren zur Herstellung von Amiino-aryl-pyridlyl-alkanolen und ihren Estern
DE881663C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-(p-Oxyphenyl)-2-(ª‡-methyl-ª†-phenyl-propylamino)-propanen
DE803235C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Alkyl-3-benzhydrylpiperidinen
DE847891C (de) Verfahren zur Herstellung von 5-AEthyl-6-methyl-heptanon-(2) und 5,7-Dimethyl-octanon-(2)
DE536891C (de) Verfahren zur Darstellung von Pyridinderivaten
DE920247C (de) Verfahren zur Herstellung von aliphatischen oder araliphatischen Dicarbonsaeuren oder deren Salzen
DE532535C (de) Verfahren zur Darstellung von Lobelia-Alkaloiden
DE212592C (de)
DE864254C (de) Verfahren zur Herstellung von Reduktinsaeure
DE166899C (de)
DE679475C (de) Verfahren zur Darstellung von AEthern des 3,5-Dijod-4-oxyacetophenons
DE1166787B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Granatanol-(3ª‰)-estern und ihren Hydrohalogeniden