DE248434C - - Google Patents

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DE248434C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61HPHYSICAL THERAPY APPARATUS, e.g. DEVICES FOR LOCATING OR STIMULATING REFLEX POINTS IN THE BODY; ARTIFICIAL RESPIRATION; MASSAGE; BATHING DEVICES FOR SPECIAL THERAPEUTIC OR HYGIENIC PURPOSES OR SPECIFIC PARTS OF THE BODY
    • A61H3/00Appliances for aiding patients or disabled persons to walk about
    • A61H3/04Wheeled walking aids for patients or disabled persons
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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    • A61H3/00Appliances for aiding patients or disabled persons to walk about
    • A61H3/04Wheeled walking aids for patients or disabled persons
    • A61H2003/046Wheeled walking aids for patients or disabled persons with braking means
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61HPHYSICAL THERAPY APPARATUS, e.g. DEVICES FOR LOCATING OR STIMULATING REFLEX POINTS IN THE BODY; ARTIFICIAL RESPIRATION; MASSAGE; BATHING DEVICES FOR SPECIAL THERAPEUTIC OR HYGIENIC PURPOSES OR SPECIFIC PARTS OF THE BODY
    • A61H2201/00Characteristics of apparatus not provided for in the preceding codes
    • A61H2201/16Physical interface with patient
    • A61H2201/1602Physical interface with patient kind of interface, e.g. head rest, knee support or lumbar support
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    • A61H2201/1633Seat

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 248434 KLASSE 30/. GRUPPE
GUSTAV MÜLLER in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Mai 1911 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrapparat mit verstellbaren Krücken, welcher Personen, die infolge eines Schlaganfalles gelähmt sind oder Beinkranken, welche sich aber bereits in der Rekonvaleszens befinden, ermöglicht, ihre unteren Gliedmaßen durch Übung im Laufen wieder zu stärken und sich nach eigenem Willen vom Orte fortzubewegen. Gegenüber bekannten ähnlichen Apparaten,
ίο die einem gleichen Zwecke dienen, hat der vorliegende den großen Vorteil aufzuweisen, daß er nach Belieben des Benutzers auch als Ruhestuhl oder als Fahrstuhl verwendet werden kann. Der Apparat besitzt ferner eine Fußtrittbremse, welche dem Kranken ermöglicht, z. B. bei abschüssiger Bahn den Apparat nach Bedarf aufzuhalten, ohne daß eine der Hände die Lenkstange loszulassen hat, und somit der Oberkörper nicht seinen Halt verlieren kann. Ferner ermöglicht der Apparat durch den federnd gelagerten Klappsitz, dem Kranken sich unterwegs auszuruhen, zu welchem Zweck er den Klappsitz durch einen Griff herunterdrücken und sich darauf setzen kann. Sollte der Kranke das Verlangen haben, den Fahrapparat als Fahrstuhl zu benutzen, um sich durch eine zweite Person weiterbefördern zu lassen, dann hat diese nur nötig, die Lenkstange aus der Steuerung herauszunehmen, dieselbe in das an der Rücklehne des Fahrapparats angeordnete Klemmlager einzusetzen, und die am Fahrgestell vorgesehene Fußstütze in die dafür bestimmte Fußstützlager einzuschieben, so daß die Füße des Kranken während des Fahrens eine Unterstützung finden.
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Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht des Fahrapparats mit hochgeklapptem Sitz.
Fig. 2 ist ein Querschnitt uach a-b durch einen Schenkel des Fahrgestells und durch die darüber angeordnete Armlehne mit der Vorderansicht der zugehörigen Krücke mit ihrer Lagerung.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt nach c - d durch einen Schenkel des Fahrgestells, und teilweise einen Querschnitt durch den darüber vorgesehenen, heruntergedrückten Klappsitz mit der Ansicht seiner federnd angeordneten Lagerung und seiner Seitenführung.
Fig. 4 ist ein Grundriß des Fahrapparats.
Fig. 5 zeigt die herausgenommene Fußstütze.
Das Fahrgestell 1 des Apparates ist im Ausführungsbeispiel, ähnlich den Fahrradgestellen, aus Stahlrohr gefertigt und hat im Grundriß eine bügeiförmige Gestalt. Außerhalb der beiden Schenkel desselben sind die beiden Fahrräder 2 in den Gabelstangen 3, 4 (Fig. 2 und 4) gelagert, so daß innerhalb der Schenkel ein freier Raum besteht, damit der Kranke in den Apparat hineintreten kann. In zweckmäßiger Weise ist mit dem Fahrgestell ι ein Flacheisenbügel 5 (Fig. 1 und 4) verbunden, auf dem die Armlehnen 6 befestigt sind und mit dem die Rücklehne 7 verbunden ist. Die Rücklehne 7 trägt das Klemmlager 8 (Fig. 1 und 4), das zur zeitweiligen Aufnähme der Lenkstange 9 bestimmt ist.
Die Führungslager 10, 11 der Steuerung 12 (Fig. ι und 4) sind in der Mitte der Quer-
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Stangen des Fahrgestells ι und des Flacheisenbügels 5 befestigt.
Die Gestellstangen 13 (Fig. 1 und 2) tragen an ihrem oberen Ende Konsollager 14, in denen die Zapfenhülsen 15 schwingend gelagert sind. Mit diesen fest verbunden sind die aus Stahlrohr gefertigten Klemmlager 16, welche mittels der Handknebel 17 auf- und zugespannt werden können. Die Zapfenhülsen 15 haben gemeinsam mit den Klemmlagern 16 eine entsprechend große Bohrung, welche zur Aufnahme der aus Stahlrohr gefertigten Krücken 18 dienen. Die Krücken 18 sind an ihrem oberen Ende 19 gekröpft, so daß die Krückenpolster 20 (Fig. 2) in das Innere des Fahrgestells hineinragen. Das vordere Ende 21 der Krückenpolster 20 ist etwas hochgezogen, damit die Schultern des Kranken beim Vorwärtsschieben des Apparates eine genügende Anlage finden. Die Zapfenhülsen 15 tragen je ein nach unten gerichtetes Schwinghebelpaar 22, an deren unteren Enden die gelochten Segmente 23 befestigt sind, welche für die seitliche Verstellung der Krücken 18 in Richtung des Pfeiles (Fig. 2) bestimmt sind, was mittels der an Ketten 24 aufgehängten Steckstifte 25 geschieht, zu welchem Zweck die Gestellstangen 13 an entsprechenden Stellen ebenfalls gelocht sind (für die gänzliche Herunterstellung der Krücken 18 wird das unterste Loch 26 (Fig. 2) der Segmente 23 benutzt, so daß die unteren Enden der etwas geneigten Krücken bei ihrem Herunterschieben an den Fahrrädern 2 vorbeigehen können).
Für die Seitenverstellung der Krücken 18 können natürlich statt der gelochten Segmente 23 auch andere Elemente angeordnet werden. Der Klappsitz 27 (Fig. 1, 3 und 4) ist mittels zweier Scharniere 28 auf der Lagerleiste 29 befestigt, welche auf den beiden Schraubenfedern 30 ruht, die mit den Lagerkloben 31 fest verbunden sind. Diese Lagerkloben 31 sind auf den Schenkeln des Fahrgestells 1 angeordnet und tragen an den Außenseiten Geradführungen 32, in deren Schlitzen 33 die rechteckigen Endzapfen 34 der Lagerleiste 29 geführt sind und an den oberen Enden der Schlitze ihren Anschlag finden, als Gegenwirkung der Schraubenfedern 30. An der Unterseite des Klappsitzes 27 sind an den Seitenkanten die |_-förmigen Aufschlageisen 35 (Fig. 1) angebracht, deren freie Enden 36 in der Gebrauchsstellung auf den Gummipuffern 37 aufliegen (in Fig. 1 punktiert), welche mittels Rohrschellen 38 an den Gestellstangen 13 befestigt sind. In die Hochstellung wird der Klappsitz 27 (Fig. 1) in bekannter Weise durch das Gegengewicht 39 gebracht. Um ein Hin- und Herschlagen des Klappsitzes 27 beim Fahren zu verhüten, wird derselbe nach dem Ausführungsbeispiel durch eine an der Rücklehne 7 angeordnete Blattfeder 40 (Fig. 1) festgestellt, deren freies Ende doppelt gekröpft ist, so daß die dadurch entstandene Rast 41 über das freie Ende 36 des einen Aufschlageisens 35 greifen kann.
Die Geradführungen 32 (Fig. 1 und 3) laufen nach unten in gekröpfte Schenkel 42 aus, welche mit Lagerstellen 43 und 44 versehen sind.
Die Lagerstellen 43 dienen zur Führung der Brems welle 45, die an ihren freien Enden die Bremskloben 46 trägt. Unter dem einen Schenkel des Fahrgestells 1 sind an der Bremswelle 45 Zughebel 47 und 48 angelenkt, welche im Scharnierlager 49 geführt und mit der Bremsstange 50 verbunden sind. Die Bremsstange 50 ist seitlich der Gestellstange 51 geführt, und trägt eine Schraubenfeder 52, welche die Bremsstange 50 und mit ihr die rauhe Fußtrittplatte 53 bei Nichtgebrauch in der Höhe hält, so daß die Bremskloben 46 die Fahrräder 2 freilassen.
Die Lagerstellen 44 der Geradführungen 32 dienen zur zeitweisen Aufnahme der Fußstütze 54 (Fig. 5), welche in die am Fahrgestell ι auswechselbar und durch Klemmlager 55 verstellbar, angeordnete Fußstützlager 56 (Fig. ι und 4) geschoben werden kann.
Die Fußstütze 54 ist nach dem Ausführungsbeispiel als glatter Bolzen ausgeführt, der an dem einen Ende einen Kopf 57 trägt, während an dem anderen Ende ein Scharnier 58 angeordnet ist, welches die Scharnierfallklinke 59 aufnimmt, durch welche ein Hinausgleiten der Fußstütze 54 aus ihren Lagerstellen verhindert wird.

Claims (6)

Patent-An Sprüche:
1. Fahrapparat zum Wiedererlernen des Gehens für Gelähmte und Beinkranke mit schwingend gelagerten, für Schulterbreite und Schulterhöhe einstellbaren Krücken, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Fahrgestell ein federnd gelagerter Klappsitz (27), eine Fußstütze (54) und eine Bremse (45, 46) angeordnet sind, zum Zweck, den Fahrapparat auch als Fahrstuhl benutzen zu können.
2. Fahrapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappenscharniere (28) für den Sitz auf einer Lagerleiste (29) befestigt sind, welche letztere auf den beiden, auf den Schenkeln des Fahrgestells (1) angeordneten Schraubenfedern (30) ruht und deren rechteckige Endzapfen (34) seitlich und in der Höhe in den Schlitzen (33) von Geradführungen (32) geführt sind.
3. Fahrapparat nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gerad-
führungen (32) nach unten in gekröpfte Schenkel (42) auslaufen, welche mit Lagerstellen (43) zur Führung für die Welle (45) der Fußtrittbremse (46) und mit Lagerstellen (44) zur zeitweisen Aufnahme der Fußstütze (54) versehen sind.
4. Fahrapparat nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußstütze als langer Bolzen (44) ausgebildet ist, der an dem einen Ende mit einem Kopf (57) und an dem anderen Ende mit einem Scharnier (58) versehen ist, welches die Scharnierfallklinke (58) aufnimmt, die ein schnelles Auswechseln der Fußstütze zuläßt, aber auch ein Hinausgleiten derselben aus ihren Lagerstellen verhindert.
5. Fahrapparat nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der oberen Querleiste der Rückenlehne (7) ein Klemmlager (8) angeordnet ist, welches zur Aufnähme der auswechselbaren Lenkstange (9) dient, falls der Fahrapparat als Fahrstuhl verwendet werden soll.
6. Fahrapparat nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, daß das obere Rohrende (19) der Krücken nach dem Innern des Apparates zu gekröpft ist und das vordere Ende (21) der Krücken polster (20) hochgezogen ist, zum Zweck, den Schultern der kranken Person beim Vorwärtsschieben des Apparates eine genügende Anlage zu geben.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2433969A (en) * 1945-01-30 1948-01-06 Chester F Wood Invalid's vehicle
US2621707A (en) * 1944-06-24 1952-12-16 Ames Butler Walkabout
US2654416A (en) * 1951-10-03 1953-10-06 Maniscalco Pietro Walker for invalids
DE1025100B (de) * 1953-06-27 1958-02-27 Tech Werkstaetten Dipl Ing Dr Fahrgestell mit Sitz und Bremsen fuer Gehbehinderte

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