DE248979C - - Google Patents

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DE248979C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/52Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
    • C02F1/5263Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities using natural chemical compounds

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  • Water Supply & Treatment (AREA)
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Description

LiAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRiFT
- M 248979 -KLASSE 85 c. GRUPPE
gemacht und schließlich mit Metallsalzen versetzt werden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. März 1911 ab.
Es ist bekannt, Abwässer, die organische Stoffe enthalten, dadurch zu reinigen, daß man sie mit einer schwachen Lösung von Gerbsäure mischt. Andererseits ist es gleichfalls bekannt, die Reinigung von Abwässern, denen vorher saure Lösungen zugesetzt worden sind, dadurch zu vervollständigen, daß man sie alkalisch macht und dann Metallsalze zusetzt.
ίο Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Reinigen von Abwässern, das sich auf derartige Reaktionen gründet und insbesondere auf Flüssigkeiten anwendbar ist, wie z. B. die Rückstände von Lufthefe, die Waschwässer von Wiener Hefe, die Wässer vom Einsäuern des Korns, sei es aus der Mälzerei, sei es aus der Stärkesiederei, die Wässer von der Satzmehlbereitung oder die Blutwässer (Blutserum, das in der Kälte von dem Gerinnsel getrennt ist), Flüssigkeiten, die Stickstoff in Form löslicher Stickstoffverbindungen (Albumin, Pepton usw.) enthalten. Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich von den bisher vorgeschlagenen durch folgendes:
1. die Gerbsäureextrakt- oder ähnliche Lösung wird zu den vorher angesäuerten Abwässern gesetzt, um einen von Metallsalzen freien Niederschlag yon stickstoffhaltigem Material zu erhalten;
2. die Menge des zuzusetzenden Gerbsäureoder ähnlichen Extraktes wird in der Weise bestimmt, daß die Gerbsäure nicht im Überschuß ist, um einen von Gerbsäure freien 40
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Niederschlag stickstoffhaltigen Materials zu erhalten; -
3. der Niederschlag von stickstoffhaltigem Material wird von der Flüssigkeit getrennt, ehe diese mit Alkali und Metallsalzen versetzt wird.
Man erhält so einen Niederschlag von stickstoffhaltigem Material, der frei ist von Metallsalzen und Gerbsäure, und sich besonders zur Herstellung von Viehfutter eignet. Zu diesem Zweck mischt man ihn nach bekannten Verfahren mit Rübenbrei, Rübenschnitzeln, Kartoffelschnitzeln, Ölkuchen oder einer Mischung dieser Stoffe.
Man verfährt in folgender Weise: die stickstoffhaltigen Flüssigkeiten werden, wenn sie nicht von Natur sauer sind, zunächst mit einer beliebigen Säure angesäuert. Hierauf setzt man eine genügende Menge einer Lösung von Gerbextrakt oder eine passende Mischung mehrerer solcher Extrakte zu. Die angewendeten Gerbextrakte sind die handelsüblichen, z. B aus Myrobolanus, Catanea vesca (Edelkastanie) oder Rhizophora mangle (Wurzelbaum).
Der Vorgang erfolgt ebensowohl in der Wärme wie in der Kälte, am besten allerdings in der Wärme. Dieser Zusatz von Gerbextrakten schlägt fast den ganzen Stickstoff nieder.
Man läßt einige Zeit absitzen und zieht die überstehende Flüssigkeit ab.
Die von dem stickstoffhaltigen Niederschlag getrennte Flüssigkeit wird alkalisch gemacht,
beispielsweise mit Kalkmilch, und dann entweder mit einer Lösung von Aluminiumsulfat oder von Eisenchlorid oder irgendeinem anderen Salze (Kochsalz, Chlormagnesium usw.) versetzt. Der Salzzusatz hat die Wirkung, daß die Fällung der Stickstoffverbindungen noch vervollständigt wird. *
Die Niederschläge werden auf Säcken von Tuch abtropfen gelassen oder durch die Filterpresse geschickt, oder sie werden in einer Zentrifuge entwässert, deren Korb mit Filterstoff überzogen ist.
Der zweite Niederschlag kann zur Herstellung von Düngemitteln mit irgendwelchen wasserentziehenden Stoffen, wie Gips, Torf, organischen Abfällen, Sägespänen ο. dgl., vermischt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Reinigung von durch organische Stoffe stark verunreinigten Abwässern, indem diese zunächst mit einer Säure behandelt, sodann alkalisch gemacht und schließlich mit Metallsalzen versetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß dem angesäuerten Abwasser eine Lösung von Gerbextrakt oder eine Mischung mehrerer solcher Extrakte in solcher Menge zugesetzt wird, daß ein von Metallsalzen und überschüssiger Gerbsäure freier Niederschlag entsteht, der von der Flüssigkeit getrennt wird, bevor diese mit Alkalien und Metallsalzen, wie Aluminiumsulfat, Eisenchlorid, Chlormagnesium usw., versetzt wird.
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