DE249368C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C46/00—Preparation of quinones
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
fc 249368 KLASSE 22b. GRUPPE
Zusatz zum Patent 241806 vom 7. Januar 1911.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Juni 1911 ab.
Längste Dauer: 6.Januar 1926.
In dem Patent 241806, Kl. 22 b, wurde gezeigt, daß sich in das Anthrachinonmolekül
durch Verschmelzen mit Alkalien bei Gegenwart von Sulfiten Hydroxylgruppen einführen
lassen, wobei in vorteilhafterWeise Alizarin-Blaustich (i · 2 - Dioxyanthrachinon) erhalten wird.
Es wurde nun gefunden, daß diese Reaktion nicht auf die Darstellung des Alizarins
selbst beschränkt ist, sondern daß man auch in der Lage ist, sämtliche anderen, bisher bei
der technischen Alizarinschmelze erhältlichen analogen Produkte wie die ß-Oxyanthrachinone
(ß-Oxyanthrachinon, Anthraflavinsäure) und die sogenannten Purpurine (Anthra- und Flavopurpurin)
herzustellen. Die β - Oxyanthrachinone entstehen bei gelinden Verschmelzungsbedingungen, z. B. auch mit schwachen alkalisch
wirkenden Substanzen, wie Erdalkalien, die Trioxyanthrachinone (Purpurine) bei intensiverer
Einwirkung.
74,5 Teile fein verteiltes Anthrachinon, 31 Teile Salpeter, 102 Teile kristallisiertes Na-
triumsulfit, 195 Teile Ätzkalk und 1267 Teile
Wasser werden in einem Schmelzkessel mit Rührwerk und Ölbad auf etwa 190 ° erhitzt.
Nach etwa 70 Stunden wird die Schmelze mit Wasser verdünnt und nach dem Durchleiten
von Luft mit Salzsäure umgesetzt, abfiltriert 35
und ausgewaschen. Aus dem Filterrückstand extrahiert man das ß-Oxyanthrachinon mit
verdünnter Natronlauge und fällt die erhaltene Lösung mit Salzsäure aus.
50 Teile Anthrachinon, 21 Teile Salpeter, 69 Teile kristallisiertes Natriumsulfit und
1540 Teile Natronlauge von 10 Prozent werden etwa 70 Stunden in einem Schmelzkessel
mit Ölbad und Rührwerk auf 185 bis 195 ° erhitzt. Die mit Wasser verdünnte Schmelze
wird von etwa noch unangegriffenem Chinon abfiltriert und durch das FiItrat Luft geleitet.
Erforderlichen Falles wird nun nochmals filtriert. Das durch Ausfällen erhaltene Alizarin
enthält beträchtliche Mengen Anthraflavinsäure.
100 Teile Anthrachinon, 42 Teile Salpeter, 13Θ Teile kristallisiertes Natriumsulfit und
1370 Teile 33 prozentige Kalilauge werden in einem Schmelzkessel mit Rührwerk und Ölbad
auf 190 bis 195 ° erhitzt. Die ähnlich wie in Beispiel 2 aufgearbeitete Schmelze ergibt
ein Produkt, das in seinen Ausfärbungen einem Gemisch von etwa 25 Prozent Anthrapurpurin,
25 Prozent Flavopurpurin und 50 Prozent Alizarin entspricht.
75 Teile Anthrachinon, 62 Teile Salpeter, 204 Teile kristallisiertes Natriumsulfit und
1350 Teile Kalilauge von 19 Prozent werden
in einem Schmelzkessel mit Rührwerk und Ölbad etwa 75 Stunden auf 180 bis 190 ° erhitzt.
Die wie in vorigem Beispiel aufgearbeitete Schmelze ergibt ein Gemisch von ίο etwa 25 Prozent Anthraflavinsäure, 30 Prozent
Flavo- und Anthrapurpurin und 45 Prozent Alizarin.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: Ausführungsform des durch Patent 241806 geschützten Verfahrens zur Darstellung von Oxyanthrachinonen durch Verschmelzen von Anthrachinon bei Gegenwart von SuI- · fiten, darin bestehend, daß man zwecks Darstellung der bisher bei der technischen Alizarinschmelze erhältlichen ß-Oxyanthrachinone bzw. Trioxyanthrachinone das genannte Verfahren bei gelinderen bzw. energischeren Verschmelzungsbedingungen zur Anwendung bringt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE249368C true DE249368C (de) |
Family
ID=507995
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT249368D Active DE249368C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE249368C (de) |
-
0
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