DE24943C - Gasdruck-Regulator - Google Patents
Gasdruck-RegulatorInfo
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- DE24943C DE24943C DENDAT24943D DE24943DA DE24943C DE 24943 C DE24943 C DE 24943C DE NDAT24943 D DENDAT24943 D DE NDAT24943D DE 24943D A DE24943D A DE 24943DA DE 24943 C DE24943 C DE 24943C
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-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D16/00—Control of fluid pressure
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Description
KAISERLICHES
• wtt
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Gasdruck-Regulatoren (nicht Consum-Regulatoren),
bei welchen eine Veränderung des Gasdruckes durch die Wirkung desselben auf eine andererseits
der Atmosphäre ausgesetzten Fläche eine Bewegung derselben hervorbringt, welche, in
gleicher Richtung übertragen, durch Aenderung des Durchflufsquerschnittes den Gasdruck hinter
dem Regulator constant erhalten soll. Hierbei kann die Abdichtung der beweglichen Fläche:
1. durch Anwendung einer als Druckfläche dienenden losen Membran mit festen, gedichteten
Rändern bewirkt werden, oder
2. durch Anordnung einer als Druckfläche dienenden Glocke, deren Ränder durch eine
Flüssigkeit abgedichtet werden, und welche entweder sich nur hebt und senkt oder durch
Aufhängung an einer Seite eine auf- und abschwingende Bewegung machen kann.
Die Mifsstände, welche sich für beide Constructionen in den bisherigen Anordnungen einstellen,
bestehen in der veränderlichen Belastung der zu bewegenden Theile durch veränderlichen
Gasdruck auf der einen Ventilseite, und ferner für die zweite Construction in der veränderlichen
Belastung der zu bewegenden Theile durch veränderliche Tauchung der Glocke. Andere Unzuträglichkeiten beider Constructionen
bestehen noch in der Unmöglichkeit, den Apparat dicht an der Decke in eine Deckenleitung einzuschalten,
ferner in der Schwierigkeit, an die beweglichen Theile behufs Reinigung etc. zu
gelangen, ohne den ganzen Apparat aus der Leitung zu lösen.
Auf beiliegender Zeichnung sind Constructionen dargestellt, welche den oben erwähnten
Mifsständen abhelfen sollen, und zwar zeigen Fig. i, 2 und 3 einen Gasdruck-Regulator mit
als Druckfläche dienender Taucherglocke, wäh-' rend Fig. 4 und 5 Modificationen dieser Construction
sind. Fig. 6 zeigt die Anordnung einer Membran statt der in Fig. 1 dargestellten
Taucherglocke.
Das Gas tritt in den Raum a, Fig. 1 und 2,
mit veränderlichem Druck ein und durch einen mit Seitenschlitzen versehenen verticalen Cylinder
in den Regulirraum δ.
Die Schlitze werden durch den Kolben c je nach der Stellung desselben mehr oder weniger
verdeckt, und zwar bildet der untere Kolbenrand die Oberkante der jedesmaligen Oeffnung
der Schlitze. Der obere Kolbenrand bleibt stets oberhalb der Schlitze. Durch verticale
weite Bohrungen steht der Raum über dem Kolben mit dem Regulirraum b in Verbindung,
so dafs über dem Kolben derselbe Druck herrscht wie unter dem Kolben. Der Regulirraum
b ist unten durch eine in Flüssigkeit (hier Quecksilber) tauchende Glocke d abgeschlossen,
andererseits steht er mit dem Raum e in Verbindung, von welchem das regulirte Gas zum
Gebrauch entnommen wird. Die in die Flüssigkeit tauchende Glocke könnte auch in bekannter
Weise durch eine Membran ersetzt werden, Fig. 6.
Der mit der Glocke fest verbundene Stift f trägt auf seiner oberen Spitze den Kolben c
und setzt sich mit seiner unteren Spitze auf das Ende des Hebels g, wo er durch einen
Ring, Fig. 2a, gegen zufälliges Ausheben aus dem Hebel geschützt ist. Der Hebel g ist ein
nur wenig aus der Horizontalen auf zwei Schneiden schwingender Stab, welcher zur unteren
Führung des Stiftes f dient und das Gewicht von Kolben, Glocke und Stift, sowie den auf
der Glocke lastenden Gasdruck, vermindert um den Auftrieb durch die Flüssigkeit, trägt.
Diese Belastung wird durch ein Laufgewicht an dem Hebel abbalancirt, jedoch ist der
Schwerpunkt der auf den Hebel wirkenden Kraft höher gelegt als der Unterstützungspunkt
des Hebels, damit die Vermehrung der Belastung bei hochgehobener Glocke auf der einen Seite die entsprechende Veränderung in
der Gegenbelastung durch horizontale Verrückung des Schwerpunktes gegenübersteht. Hierdurch
ist dem vorhin erwähnten Uebelstand der veränderlichen Belastung der zu bewegenden
Theile durch veränderliche Tauchung der Glocke vorgebeugt, und es wird sich bei festgestelltem
Laufgewicht trotz veränderlichen Gasdruckes vor dem Apparat und trotz veränderlichen
Consums immer derselbe Gasdruck im Regulirraum b ergeben, weil in allen Lagen der
Bewegungstheile das Gleichgewicht, d. h. Ruhe, nur durch einen und denselben Gasdruck im
Raum b hervorgebracht werden kann. Dadurch, dafs der regulirte Gasdruck von oben
herab auf die bewegte Fläche drückt und die untere Seite mit der Atmosphäre in Verbindung
steht, ist es möglich, den Apparat dicht an der Decke anzubringen, denn es bietet hier die
untere Seite die zur Gegenbelastung nöthige Zugänglichkeit, .so dafs die obere Seite unzugänglich
bleiben darf und, wenn gewünscht, nahe an die Decke gelegt werden kann.
Den Untertheil des Regulirraumes kann man zugleich mit Glocke, Stift, Flüssigkeitsrinne,
Hebellager und Hebel abschrauben, ferner nach Zurückschlagen des kleinen Vorreibers h den
Kolben c herausnehmen, ohne die Anschlüsse an die Rohrleitung zu lösen; es sind so auf
sehr einfache Weise sämmtliche Theile der Reinigung zugänglich gemacht!
Eigenthümlich und neu ist noch die Lagerung des Hebels · g. Als Schneiden dienen
konisch ausgefräste Löcher, welche zugleich die seitliche' Verschiebung in der Schneidenrichtung
verhindern, indem sie in Kerben spielen, welche in die durch die Löcher gehenden Schrauben
eingedreht sind. Die Köpfe der Schrauben verhindern ein Abrutschen in der Richtung der
Achsen derselben. Durch Drehen der Schrauben bewirkt man ein Hin- und Herbewegen
des Hebels in horizontaler Ebene, so dafs man ohne Mühe das Lager zur Aufnahme des
Stiftes / in seine richtige Stellung bringen kann. Die Aufhängepunkte des Hebels g befinden sich
in einem Blech i, welches an seinem oberen Ende, in ähnlicher Weise schwingend aufgehängt
ist, wie unten der Hebel, damit beim Ausschlag des Hebels die Glocke nur eine axiale
Bewegung zu machen nöthig hat. Die seitliche Bewegung der Glocke würde in der Flüssigkeit
einen gröfseren Widerstand finden und würde daher der Apparat träger werden.
Fig. 4 zeigt einen Gasdruck-Regulator mit Belastung gewöhnlicher Construction.
Es ist hier statt des Kolbens c in Fig. ι ein
ausziehbares Ringventil angeordnet, in Verbindung mit einer leicht lösbaren Fuge, welche
durch die in dem Regulirraum befindliche Flüssigkeit selbst geschlossen wird.. Man kann·
hier Glocke und Ringventil bequem herausnehmen und bleibt die Flüssigkeit im festen
Theil.
Fig. S zeigt die Abbalancirung der variablen Tauchung bei der gewöhnlichen Anordnung der
Glocke über den Rohranschlüssen und bei der gewöhnlichen Ventilconstruction.
Claims (4)
1. Die Anordnung eines Kolbens c, Fig. ι
und 2, welcher seitliche Schlitze eines Cy-
■ linders mehr oder weniger abdeckt und dessen Enden sich behufs gleichen Druckes
commimicirenden Räumen zuwenden, als Regulirventil. Anstatt des Kolbens kann in
gleicher Weise ein äufserer Ring c1, Fig. 4, angeordnet werden, welcher seitliche Öeffnungen
eines an seinen Enden geschlossenen Rohres mehr oder weniger abdeckt.
2. Die Abbalancirung des variablen Auftriebes der Taucherglocke durch ein Hebelwerk,
bei welchem das Belastungsgewicht / in der dargestellten Weise angeordnet ist, so dafs
der Schwerpunkt des Hebelwerkes höher als der Aufhängepunkt des Hebels zu liegen
kommt, Fig. 2, 5 und 6.
3. Die Anordnung der Gaszuleitung α und Ableitung f über der das Regulirventil bewegenden
Fläche d (Glocke oder Membran), um den ganzen Apparat an die Decke schrauben zu können.
4. Die Combination eines aus dem Ventilsitz ausziehbaren Kolbenventiles oder eines entsprechenden
Ringventiles mit einer leicht lösbaren Fuge χ (Verschraubung oder Flantsch bei Fig. 2 und 6, Dichtung durch
die Flüssigkeit selbst bei Fig. 4) durch die Umfassung des Regulirraumes dergestalt,
dafs der Regulator im wesentlichen durch Lösung der Fuge in zwei Theile zerlegbar
ist, von welchen .der eine Theil die Anschlüsse an die Rohrleitung und den Ventilsitz
, der andere Theil den beweglichen Mechanismus enthält, Fig. 2, 4 und 6.
5· Die Combination der durch Versenken der Löcher erzeugten Schneiden mit den in'
den zugehörigen Schrauben eingedrehten Kerben zur Herstellung der durch die Schrauben
verstellbaren Schwingungsachse des Hebelwerkes.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE24943C true DE24943C (de) |
Family
ID=301416
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT24943D Active DE24943C (de) | Gasdruck-Regulator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE24943C (de) |
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