DE2500384B2 - Hochfrequenz-thyristor - Google Patents
Hochfrequenz-thyristorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Hochfrequenz-Thyristor mit vier aneinandergrenzenden Halbleiterzonen abwechselnd
entgegengesetzten Leitungstyps, nämlich einer Anodenemitterschicht, einer Anodenbasisschicht,
einer Kathodenbasisschicht und einer Kathodenemitterzone, mit zwei gegenüberliegenden, von der Anodenemitterschicht
bzw. Kathodenemitterzone und den darauf angeordneten Elektroden gebildeten Hauptflächen,
mit einem im Abstand zur Kathodenemitterzone angeordneten Hüfsemitter und einer von dem Hilfsemitter
in Abstand angeordnete Steuerelektrode und gegebenenfalls zwischen Hilfsemitter und Kathodenemitterzone
angeordneten Hilfselektrode.
Ein derartiger Hochfrequenz-Thyristor ist bereits aus der US-Patentschrift 35 86 927 bekannt. Die Hauptkathode
dieses Hochfrequenz-Thyristors ist gezackt ausgebildet bzw. mit wenigstens fünf Zähnen ausgeführt,
wobei sich die Zähne bis über den Emitterübergang erstrecken und bis nahe zu einer Hilfskathode reichen.
Die Bereiche zwischen den Zähnen führen zu einer erhöhten Träger-Injektion.
Dieser in der üblichen Weise aufgebaute, bekannte Thyristor besitzt zusätzlich eine η-leitende Hilfskathodenzone,
die mit einer benachbarten Steuerelektrode zusammenwirkt. Die erwähnte Hilfskathode ist mi:
mehreren Hilfssteuerelektroden verbunden, welche dit Hauptkathode umgeben. Wird bei dieser bekannter
Anordnung die Anode gegenüber der Kathode positiv s so werden aus der genannten Hilfskathodenzone
Elektronen in die darunter befindliche p-Zone injiziert so daß der linke Abschnitt der Vorrichtung von dei
Anode zur Hilfskathode hin leitend wird. Diese anfängliche Zündung bei relativ niedrigem StrorT
pflanzt sich dann über die verschiedenen Abgleich widerstände, die zwischen den genannten verschiedenen
Steuerelektroden eingeschaltet sind, fort, wodurch dann der Hauptabschnitt des Thyristors mit einem sehi
steilen Stromanstieg zündet. Der genannte Übergang
is hat hier also die bekannte Funktion einer Hilfsemitter·
zone.
Die bisher bei Umformer- oder Umsetzervorrichtung üblicherweise verwendeten Hochleistungs-Thyristoren
sind auf eine Betriebsfrequenz von 5 kHz beschränkt. In letzter Zeit ergab sich jedoch ein Bedarf für Thyristoren
mit einer höheren Betriebsfrequenz, z. B. einer solchen von 10 kHz. Zur Erhöhung der Betriebsfrequenz von
Thyristoren auf 10 kHz oder mehr müssen diese Thyristoren folgende Eigenschaften besitzen:
:s 1· Die Abschaltzeit sollte 10 Mikrosekunden oder
weniger betragen.
2. Die Schaltverluste sollten niedrig sein. Genauer gesagt: Der Gesamtbereich sollte innerhalb einer
sehr kurzen Zeitspanne in den Durchschaltzustand
lu bringbar sein, wobei im Durchschaltzustand ein
geringer Spannungsabfall vorhanden sein sollte.
Hochfrequenz-Thyristoren der herkömmlichen Bauart mit Hauptthyristorabschnitt und Hilfsthyristorabschnitt werden in der Weise hergestellt, daß ihr Siliziumsubstrat mit einem Schwermclnll wie Gold (Au) od. dgl. dotiert wird, um die Lebensdauer der Träger zu verkürzen und dadurch die Sperr- oder Abschaltzeit herabzusetzen. Bekanntlich bewirkt bei derartigen Thyristoren die Anlegung eines Triggerimpulses zunächst das Durchschalten des Hilfsthyristorabschnitts, worauf das Durchschalten des Hauptthyristorabschnitts erfolgt. Derartige Thyristoren erfordern daher im Vergleich zu den herkömmlichen Thyristoren ohne Hilfsabschnitt nur eine kurze Zeitspanne zum Durchschalten ihres Gesamtbereichs.
Hochfrequenz-Thyristoren der herkömmlichen Bauart mit Hauptthyristorabschnitt und Hilfsthyristorabschnitt werden in der Weise hergestellt, daß ihr Siliziumsubstrat mit einem Schwermclnll wie Gold (Au) od. dgl. dotiert wird, um die Lebensdauer der Träger zu verkürzen und dadurch die Sperr- oder Abschaltzeit herabzusetzen. Bekanntlich bewirkt bei derartigen Thyristoren die Anlegung eines Triggerimpulses zunächst das Durchschalten des Hilfsthyristorabschnitts, worauf das Durchschalten des Hauptthyristorabschnitts erfolgt. Derartige Thyristoren erfordern daher im Vergleich zu den herkömmlichen Thyristoren ohne Hilfsabschnitt nur eine kurze Zeitspanne zum Durchschalten ihres Gesamtbereichs.
Bei der Herstellung der Thyristoren der genannten Art bewirkt jedoch die Verkürzung der Lebensdauer
der Träger infolge der Diffusion eines Schwermetalls einerseits eine Erhöhung des Spannungsabfalls während
des Durchschaltens und andererseits eine Erhöhung des Streustroms, so daß es schwierig ist, eine hohe
Spern:ustandsspannung des Thyristors zu gewährleisten. Aus diesem Grund ist es schwierig, die beiden
vorstehend unter 1. und 2. aufgeführten Erfordernisse gleichzeitig zu erfüllen.
Eine bekannte Möglichkeit zur Verringerung der Abschaltzeit besteht zudem darin, den Hauptstromfluß
durch einen Hochfrequenz-Thyristor durch Umkehrung einer an Anode und Kathode desselben anliegenden
Spannung zu unterbrechen und anschließend eine Rückwärts- oder Gegenspannung an diese beiden
Elektroden anzulegen, wodurch die Abschaltzeit erheblich verkürzt wird. Da diese Möglichkeit die Verkürzung
der Abschaltzeit ohne Verringerung der Lebensdauer
f'5 der Triiger erlaubt, ist sie insofern höchst vorteilhaft, als
nach dieser Möglichkeit Hochfrequenz-Thyristoren hergestellt werden können, welche den beiden vorgenannten
Erfordernissen geniigen. Hierbei ist es jedoch
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erforderlich, eine ausreichend große Gegenspannung anzulegen. Selbst wenn die genannte Möglichkeit
unmittelbar auf Hochfrequenz-Thyristoren der bekannten Bauart angewandt wird, ist es daher dabei
unmöglich, eine Gegenspannung einer ausreichenden Größe über die Übergangszone anzulegen, so daß
unzufriedenstellende Ergebnisse erhalten werden.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht daher darin, einen Hochfrequenz-Thyristor der
eingangs definierten Art zu schaffen, bei welchem die Abschaltzeiü durch Anlegen einer Gegenspannung bzw.
rückwärtsgerichteten Spannung an die Steuerelektrode und Kathode beso:<ders wirksam verkürzt werden kann.
Ausgehend von dem Hochfrequenz-Thyristor der eingangs definierten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dab zwischen der Kathoden-Emitterzone und dem H.lfsemitter eine Halbleiterzone
mit gegenüber der Kathoden-Basisschicht entgegengesetztem Leitungstyp ausgebildet ist, die mit der
Steuerelektrode elektrisch leitend verbunden ist.
Durch die Ausbildung einer derartigen Halbldterzone
an der genannten Steife iäßt sich ein Hochfrequenz-Thyristor mit sehr hoher Leistung realisieren, der eine
Abschaltzeit von 10 Mikrosekunden oder weniger und eine Betriebsfrequenz von 10 kHz oder mehr besitzt,
während die restlichen elektrischen Eigenschaften des Thyristors durch die Halbleiterzone unbeeinträchtigt
bleiben.
Durch das Anlegen einer Gegenspannung über der Steuerelektrode und der Kathode wird eine rückwärtsgerichtete
Vorspannung am Übergang zwischen der Kathoden-Basisschicht und der Kathoden-Emitterzone
bewirkt, wahrend die genannte Halbleiterzone mit dem entgegengesetzten Leitungstyp in Durchlaßrichtung
vorgespannt wird. Dadurch wirkt praktisch die gesamte Gegenspannung an der Steuerelektrode und Kathode
über den genannten Übergang, wodurch die Abschaltzeit sehr viel wirkungsvoller als bei den bekannten
vergleichbaren Thyristoren verkürzt wird.
Besonders zweckmäßige Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
Asprüchen 2 bis 5.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele zum Stand der Technik und gemäß der vorliegenden
Erfindung an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Teilschnitt durch einen Hochfrequenz-Thyristor
gemäß dem Stand der Technik,
Fig.2 eine graphische Darstellung der Strom- und
Spannungswellenformen an verschiedenen Punkten der Konstruktion gemäß Fig. 1 bei Anwendung eines
Verfahrens zur Anlegung einer Gegenspannung an Gate-Elektrode und Kathode,
F i g. 3 eine F i g. 1 ähnelnde Darstellung zur Erläuterung des Verfahrens der Anlegung einer Gegenspannung
an Steuerelektrode und Kathode der Konstruktion gemäß Fig. 1,
Fig.4 eine Teilschnittdarstellung eines Hochfrequenz-Thyristors,
der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellt,
Fig. 5 eine graphische Darstellung der Abschaltzeit in Abhängigkeit von der Gegenspannung an Gate-Elektrode
und Kathode,
Fig. 6 eine Fig. 4 ähnelnde Darstellung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung und
Fig. 7 eine Fig.4 ähnelnde Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung.
In Fig. 1 ist ein bereits verwendeter Hochfrequenz-Thyristor
dargestellt, der eine Scheibe aus einerr Halbleitermaterial mit einer Anoden-Emitterschicht 10
einer Anoden-Basisschicht 12, einer Kathoden-Basisschicht
14 und einer Kathoden-Emitterschicht Ii ^ aufweist, die jeweils abwechselnde Leitfähigkeit besitzen
und in der genannten Reihenfolge unter Bildung eines pnpn-Halbleitersubstrats mit pn-Übergänger
zwischen den benachbarten Schichten aufgebaut sind Die Kathoden-Emitterschicht 16 ist in einem vorbe-
ίο stimmten Abschnitt der Kathoden-Basisschicht 14
angeordnet, so daß sie an der einen Hauptfläche der Scheibe freiliegt. Eine Hilfsemitterschieht 18 vorr
gleichen Leittyp wie die Kathoden-Emitterschicht 16 is! in einem anderen vorbestimmten Abschnitt dei
Kathoden-Basisschicht 14 mit Abstand von der Schicht 16 so angeordnet, daß sie ebenfalls an der einer
Hauptfläche der Scheibe freiligt.
Weiterhin ist eine Anode 20 in ohmschen Kontakt mil der Anoden-Emitterschicht 10 und mithin mit dei
anderen Hauptfläche der Scheibe angeordnet, währenc eine Kathode 22 in ohmschen Kontakt mit dei
Kathoden-Emitterschicht 16 und folglich mit der ersten Hauptfläche der Scheibe angeordnet ist. Ein Hilfsemitter
24 steht in ohmschen Kontakt mit der Hilfsemitterschicht 18, und eine Steuerelektrode 26 ist in ohmschen
Kontakt mit dem Abschnitt der Kathoden-Basisschichi 14 angeordnet, welcher sich an der von der Kathoden-Emitterschicht
16 entfernten Seite der Hilfsemitterschieht 18 befindet. Weiterhin ist eine Hilfselektrode 2£
zwischen Steuer-Elektrode 24 und Kathode 22 ir ohmschen Kontakt mit der Kalhoden-Basisschicht 14
angeordnet und elektrisch mit dem Hilfsemitter 24 verbunden.
Anode 20, Kathode 22 und Steuer-Elektrode 26 sine
.vs an eine Anodenklemme A, eine Kathodenkiemme A
bzw. eine Steuer-Klemme G angeschlossen.
Die Hilfsemitterschieht 18 und die darunter befindli
chen Abschnitte der Schichten 14,12 und 10 bilden einer Hilfsthyristorabschnitt mit dem Hilfsemitter 24 und derr
unter ihm befindlichen Teil der Anode 20. Diesel Hilfsthyristorabschnitt ist in Fig. 1 mit a bezeichnet
Der restliche Teil der Konstruktion gemäß F i g. 1 bilde einen mit b bezeichneten Hauptthyristorabschnitt.
Bekanntlich wird bei der Anordnung gemäß Fig. 1
zunächst eine Steuerspannung an die Steuer-Elektrode 26 angelegt, um den Hilfsthyristorabschnitt a in der
Durchschaltzustand zu bringen, worauf der Hauptthyri storabschnitt b in den Durchschaltzustand versetzt wird
so daß die gesamte Konstruktion gemäß Fig. 1 leitenc
su wird.
Die genannte Maßnahme ist im folgenden an Hanc von F i g. 2 kurz erläutert. Zum Zeitpunkt t\ wird eine
Steuerspannung (Gate-Spannung) mit der Wellenform ι gemäß Fig.2 an die Steuerelektrode eines Thyristor;
angelegt, durchzuschalten. Infolgedessen beginnt eir Hauptstrom mit der Wellenform b gemäß Fi g. 2 übei
den Thyristor zu fließen, während die Spannung übei Anode und Kathode des Thyristors auf die durch die
Wellenform a in F i g. 2 angedeutete Weise variiert. Zurr
(·.; Zeitpunkt fc wird di.e Spannung an Anode und Kathode
umgekehrt, um den Hauptstromfluß zu unterbrechen wie die* in F i g. 2a und 2b angedeutet ist.
Nach der Unterbrechung des Hauptstromflusses wire eine Gegenspannung mit der gemäß Fig. 2 auf einer
'■> negativen Wert übergehenden Wellenform c währenc
eines vorbestimmten festen Intervalls, welches der Zeitpunkt, zu welchem die Anlegung der Vorwärtsspan
nung an Anode und Kathode des Thyristors eingeleite
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wird, einschließt, an Steuer-Elektrode und Kathode angelegt. Gemäß Fig.2 erfolgt die Anlegung der
Gegenspannung an die Steuer-Elektrode während einer Zeitspanne zwischen dem Zeitpunkt r3, an welchem die
Anodenspannung auf die Vorwärtsrichtung Überzugehen beginnt, und einem Zeitpunkt f5, an welchem die
Anodenspannung ihre vorbestimmte positive Größe bereits erreicht hat. Die Anodenspannung durchläuft
ihren Nullpunkt zu dem innerhalb des Intervalls (U- l%)
liegenden Zeitpunkt U-
Im folgenden ist nunmehr das Verhalten der Thyristorkonstruktion gemäß Fig. 1 an Hand von
Fig.3 speziell in bezug auf das Intervall zwischen den
Zeitpunkten U und is erläutert. Die dargestellte
Anordnung weist eine Anoden-Emitterschicht 10 und eine Kathoden-Basisschicht 14 vom p-Leittyp sowie
eine Anoden-Basisschicht 12, eine Kathoden-Emitterschicht 16 und eine Hilfsemitterschicht 18 vom
n-Leitungstyp auf. Im folgenden sei angenommen, daß die Anoden-Basisschicht 12 infolge von Elektronenmangelstellen
von einem Strom /Ddurchflossen wird.
Beim Fehlen einer an die Steuer-Elektrode 26 und Kathode 22 angelegten Gegenspannung, bei welcher
erstere gegenüber letzterer negativ wird, werden die Elektronenmangelstellen in der Anoden-Basisschicht 12
durch eine zum Zeitpunkt U (F i g. 2) wieder an Anode 20 und Kathode 22 angelegte Vorwärtsspannung angezogen,
welche die Anode 20 relativ zur Kathode 22 positiv werden läßt. Ein Teil des Stroms Id fließt daher über den
Übergang /' zwischen Kathoden-Basisschicht 14 und -Emitterschicht 16, bis er die Kathode 22 erreicht. Dies
führt zur Injektion von Elektronen aus der Kathoden-Emitterschicht
16 in die Kathoden-Basisschicht 14.
Das Ergebnis dieser Elektroneninjektion ähnelt der Anlegung einer Triggerspannung an die Steuer-Elektrode
26, um den Thyristor in den Durchschaltzustand zu versetzen. Ungeachtet dessen, daß nach dem Zeitpunkt
U keine Triggerspannung an die Steuer-Elektrode angelegt wird, kann der Thyristor mithin durchgeschaltet
und nicht mehr fähig sein zu sperren bzw. abzuschalten. Ersichtlicherweise wird somit die Abschaltzeit
durch den Injektionswirkungsgrad am Übergang /'stark beeinflußt.
Wenn jedoch an der Steuer-Elektrode 26 eine kleinere Spannung als diejenige an der Kathode anliegt,
so daß über den Übergang /'eine Gegenspannung einer ausreichenden Größe vorhanden ist, hindert diese
Spannung den Strom Ip daran, über den Übergang / zu fließen. Folglich fließt der Strom Id längs der Pfeillinie
gemäß Fig. 3, bis er an der Steuer-Elektrode 26
abgenommen wird. Unter diesen Bedingungen wird ein Spannungsabfall über einen Flächenwiderstand des
unter dem Übergang Jbefindlichen, mit /?, bezeichneten
Abschnitts der Kathoden-Basisschicht 14 hervorgerufen. Wenn dieser Spannungsabfall größer ist als die über
den Übergang /' angelegte Gegenspannung, wird an einen Teil des Übergangs /' Vorwärtsspannung
angelegt Infolgedessen werden Elektronen aus der Kathoden-Emitterschicht 16 in die Kathoden-Basisschicht 14 injiziert Unabhängig davon, daß keine
Triggerspannung am Thyristor anliegt, kann dieser daher in den Durchschaltzustand gebracht werden. Zur
Vermeidung dieses ungünstigen Zustands ist es erforderlich, an den Übergang /' eine Gegenspannung einer
ausreichenden Größe anzulegen.
Bei der in den F i g. 1 und 3 dargestellten herkömmlichen Konstruktion von Hochfrequenz-Thyristoren wird
jedoch nur ein kleiner Teil einer über Steuer-Elektrode
35
_,0
45
55 und Kathode des ihyristors anliegenden Gegenspannung
über den Übergang /' angelegt. Dadurch wird zwar die Abschaltzeit etwas verkürzt, doch kommt die
Wirkung der Gegenspannung über Steuer-Elektrode und Kathode nicht zufriedenstellend zur Geltung. Wie
noch näher erläutert werden wird, wurde dieser Umstand durch Versuchsdaten belegt. Genauer gesagt,
wenn eine Gegenspannung über Steuer-Elektrode und Kathode angelegt, wird, wird sie über den Übergang /'
zwischen Kathoden-Emitterschicht 16 und -Basisschicht 14 und über die Summe der Querwiderstände R% Ri und
/?4 der Kathoden-Basisschicht 14 (vgl. Fi g. 3) angelegt.
Von diesen Widerständen wird der Widerstand Ri, der
einen ziemlich hohen Wert besitzt, durch einen Flächenwiderstand des tiefen Abschnitts der Kathoden-Basisschicht
bestimmt. Dies bedeutet, daß ein ziemlich großer Anteil der Gegenspannung über den Widerstand
/?! wirkt. Bei der Konstruktion gemäß F i g. 3 kann daher
die Gegenspannung nicht zufriedenstellend über den Übergang /' angelegt werden, so daß die Abschaltzeit
nicht ausreichend verkürzt werden kann.
In F i g. 4, in welcher die den Teilen von F i g. 1 oder 3 entsprechenden Teile mit den gleichen Bezugsziffern
bezeichnet sind, ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung ein Hochfrequenz-Thyristor dargestellt. Die
dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich nur darin von der Konstruktion gemäß F i g. 1 oder 3, daß in
der Kathoden-Basisschicht 14 eine Halbleiterzone 30 mit gegenüber der Schicht 14 entgegengesetzten
Leitungstyp zwischen der Hilfsemitterzone 18 und der Kathoden-Emitterzone 16 vorgesehen ist, so daß sie mit
dem benachbarten Abschnitt der Kathoden-Basisschicht 14 einen pn-Übergang / bildet. Sodann ist
zwischen Hilfsemitterelektrode 24 und Hilfselektrode 28 eine weitere Elektrode 32 in ohmschem Kontakt mit
der Halbleiterschicht 30 angeordnet. Die Steuer-Elektrode 26 ist elektrisch mit der weiteren Elektrode 32
verbunden, während die Hilfsemitterelektrode 24 gegenüber der Hilfselektrode 28 elektrisch isoliert ist.
Bei der Anordnung gemäß Fig.4 bewirkt die Anlegung einer Gegenspannung über Steuer-Elektrode
26 und Kathode 22 eine Rückwärtsvorspannung des Übergangs /' zwischen Kathoden-Basisschicht 14 und
-Emitterschicht 16. während der Übergang / zwischen der Halbleiterschicht 30 und der Kathoden-Basisschicht
14 in Durchlaßrichtung vorgespannt ist. Mithin wird praktisch die gesamte Gegenspannung an Steuer-Elektrode
und Kathode über den Übergang /' angelegt, so daß die Abschaltzeit ausreichend verkürzt wird.
Es wurden Versuche sowohl mit einem Prüfelement gemäß Fig.4 als auch mit der herkömmlichen
Konstruktion gemäß Fi g. 1 oder 3 durchgeführt, indem
zur Messung der Abschaltzeit dieser Elemente eine Gegenspannung über Steuer-Elektrode und Kathode
angelegt wurde. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in Fig.5 dargestellt, in welcher die Abschaltzeit in
Mikrosekunden auf der Ordinate in Abhängigkeit von einer Gegenspannung (in V) an Steuer-Elektrode und
Kathode auf der Abszisse aufgetragen ist In Fig-5 entsprechen die mit den kleinen Kreisen bezeichneten
Meßwerte der Konstruktion gemäß F i g. 4, während die durch die Kreuzchen angegebenen Meßwerte für die
bekannte Konstruktion gelten.
Aus Fi g. 5 geht hervor, daß die Konstruktion gemäß
F i g. 4 eine ausgezeichnete Verkürzung der Abschaltzeit gewährleistet. Beispielsweise kann zur Halterung
der Abschaltzeit eine Gegenspannung von etwa 10 V über Steuer-Elektrode und Kathode angelegt werden.
25 OO
wobei die Abschaltzeit dann 10 Mikrosekunden oder weniger beträgt. Weiterhin ist experimentell belegt
worden, daß die gleichen Versuchselemente in der Lage sind, sinusförmige Halbwellenströme mit Spitzenwerten
von 600-700 A bei einer Betriebsfrequenz von 10 kHz zu leiten.
Aus der vorstehenden Beschreibung geht hervor, daß es bei Anwendung der Konstruktion gemäß Fig. 4
möglich ist, Hochfrequenz-Thyristoren hoher Leistung zu realisieren, die eine Abschaltzeit von 10 Mikrosekunden
oder weniger und eine Betriebsfrequenz von 10 kHz oder mehr besitzen, während ihre restlichen elektrischen
Eigenschaften unbeeinträchtigt bleiben.
Zur Bildung des pn-Übergangs gemäß Fig.4 unter
Heranziehung des zwischen Hilfsemitterschicht 18 und Kathoden-Emitterschicht 16 befindlichen Abschnitts
der Kathoden-Basisschicht 14 kann ein beliebiges der nachstehenden Verfahren angewandt werden: 1. Diffusion
eines Fremdatoms, wie Phosphor (P) oder Arsen (As); 2. Epitaxialkristallwachstum; 3. Anwendung des
Schottky-Übergangs (Metall-Halbleiter-Übergang) und 4. Legieren.
Es hat sich gezeigt, daß die nach einem der vorgenannten Verfahren gebildeten pn-Übergänge die
vorstehend in Verbindung mit den Fig.4 und 5
beschriebene Verkürzung der Abschaltzeit gewährlei-
In den F i g. 6 und 7, in denen den Teilen von F i g. l
entsprechende Teile mit den gleichen Bezugszifferr bezeichnet sind, sind abgewandelte Ausführungsformer
der Erfindung dargestellt. Gemäß Fig. 6 ist der den pn-Übergang / entsprechende Übergang in de:
Kathoden-Basisschicht 14 räumlich zwischen dei Hilfsemitterelektrode 24 und der damit verbundener
Hilfselektrode 28' angeordnet. Gemäß Fig. 7 steher zwei Hilfselektroden 28 und 28' in ohmschem Kontak1
mit der Kathoden-Basisschicht 14 zwischen Steuer Elektrode 24 und Kathode 22, wobei der genannte
pn-Übergang in der Kathoden-Basisschicht 14 räumlich zwischen den gemeinsam zn die Hilfsemitterelektrode
24 angeschlossenen Hilfselektroden 28 und 28' angeord net ist. Es hat sich gezeigt, daß durch die Anordnunger
gemäß den F i g. 6 und 7 die Abschaltzeit zufriedenste! lend und wirksam verkürzt wird.
An Stelle der vorstehend beschriebenen, in Rück wärtsrichtung sperrenden Thyristoren ist die Erfindung
gleichermaßen auf Halbleitervorrichtungen anwendbar bei denen die Anoden-Emitterschicht über die Anode
elektrisch mit der Oberfläche eines Abschnitts dei Anoden-Basisschicht verbunden ist (vgl. die US-PS
32 39 728), und welche als »in Rückwärtsrichtunj leitende Thyristoren« bezeichnet werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen 709 526/41
Claims (5)
1. Hochfrequenz-Thyristor mit vier aneinandergrenzenden Halbleiterzonen abwechselnd entgegengesetzten
Leitungstyps, nämlich einer Anodenemitterschicht, einer Anoden-Basisschicht, einer
Kathoden-Basisschicht und dner Kathodenemitterzone, mit zwei gegenüberliegenden, von der
Anodenemitterschicht bzw. Kathodenemitterzone und den darauf angeordneten Elektroden gebildeten
Hauptflächen, mit einem im Abstand zur Kathodenemitterzone angeordneten Hilfsemitter und einer
von dem Hilfsemitter im Abstand angeordneten Steuerelektrode und gegeber.enfalls einer zwischen
Hilfsemitter und Kathodenemitterzone angeordneten Hilfselektrode, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Kathoden-Emitterzone (16) und dem Hilfsemitter (18, 24) eine Halbleiterzone
(30) mit gegenüber der Kaihoden-Basisschicht (14) entgegengesetztem Leitungstyp (pn-übergang /)
ausgebildet ist, die mit der Steuer-Elektrode (26) elektrisch leitend verbunden ist.
2. Thyristor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbleiterzone (30) zwischen der
Hilfselektrode (28') und dem Hilfsemitter (18, 24) in der Kathoden-Basisschicht (14) ausgebildet ist.
3. Thyristor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfselektrode (28') mit dem
Hilfsemitter (18,24) elektrisch leitend verbunden ist.
4. Thyristor nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Halbleiterzone
(30) und dem Hilfsemitter (18, 24) eine zweite Hilfselektrode (28) ausgebildet ist, und daß die erste
und die zweite Hilfselektrode (28) mit dem Hilfsemitter (18,24) verbunden sind.
5. Thyristor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haibieiterzone (30) zwischen der
Hilfselektrode (28) und der Kathode (22) ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP547574 | 1974-01-07 | ||
| JP547574A JPS5718347B2 (de) | 1974-01-07 | 1974-01-07 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2500384A1 DE2500384A1 (de) | 1975-11-27 |
| DE2500384B2 true DE2500384B2 (de) | 1977-06-30 |
| DE2500384C3 DE2500384C3 (de) | 1978-02-16 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0108874A1 (de) * | 1982-11-15 | 1984-05-23 | Kabushiki Kaisha Toshiba | Durch Strahlung steuerbarer Thyristor |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0108874A1 (de) * | 1982-11-15 | 1984-05-23 | Kabushiki Kaisha Toshiba | Durch Strahlung steuerbarer Thyristor |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2500384A1 (de) | 1975-11-27 |
| JPS5718347B2 (de) | 1982-04-16 |
| US3967294A (en) | 1976-06-29 |
| SE7500028L (de) | 1975-07-08 |
| SE401293B (sv) | 1978-04-24 |
| JPS50102275A (de) | 1975-08-13 |
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| DE2339440B2 (de) | Thyristor |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
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