DE2500860C2 - Rotor für einen Stofflöser - Google Patents
Rotor für einen StofflöserInfo
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Description
a) auf der oberen Fläche (38) der Zerfaserungsschaufel
(33, 51, 61) eine gekrümmte Pumpensoiijufel
(40,55,65) angeordnet ist und
b) das Vorderende der Pumpenschaufei (40,55, SS)
im wesentlichen tangential zu einer Projektion der geraden Führungsfläche (35) der zugeordneten
Zerfaserungsschaufel (33, 51, 61) ist und ihr hinteres Ende (A) neben der zugeordneten
Zerfaserungsschaufel (35,51,61) ausläuft
2. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (/S) zwischen dem Radius (45)
von der Drehachse (C) des Rotors (30,50) zu seinem
radial hirr«eren Ende (A) und einer Tangente an das
hintere Ende der Pumperochaufel (40, 55) mindestens
45'7 beträgt
3. Rotor nach Anspruch J .oder 2, gekennzeichnet
durch mehrere Hilfspumpenschaufeln (58, 66), die radial nach innen von den Pumpenschaufeln (55,65)
auf den Zerfaserungsschaufeln (51, 61) angeordnet sind.
4. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die axialen Maße der
Zerfaserungsschaufeln (33,51) erheblich kleiner sind als die Axialmaße der Pumpenschaufeln (40,55).
5. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß nur auf jeder zweiten
Zerfaserungsschaufel (33,51,61) eine Pumpenschaufei
(40,55,65) angeordnet ist
50
Die Erfindung betrifft einen Rotor für einen Stofflöser für Faserstoffe zur Papierherstellung, mit einem Behälter
zur Aufnahme des Stoffes und einer in dem Behälter angeordneten und eine Arbeitsoberfläche aufweisenden
Grundplatte, die mit dem Rotor zusammenwirkt, welcher eine Mehrzahl von in Winkelabständen nach
außen ragenden Zerfaserungsschaufeln mit großen unteren und oberen Flächen sowie mit je einer im wesentlichen
geraden, die obere und die untere Fläche der Zerfaserungsschaufel verbindenden Führungsfläche
aufweist.
Ein Rotor dieser Ausgestaltung ist aus der US-PS 73 535 bekannt und wird nachstehend anhand der
F i g. 1 und 2 erläutert. Es zeigt im einzelnen
F i g. 1 eine Teilansicht von oben auf einen Rotor nach der Konstruktion der oben genannten US-PS 30 73 535
und der mit diesem zusammenarbeitenden Grundplatte und
Fig.2 eine abgebrochene Schnittansicht entlang der
linie 2-2 der F i g. 1, mit größerem Maßstab.
Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Rotor 10, der gemäß
der vorgenannten US-Patentschrift aufgebaut ist und mit einer perforierten Grundplatte 11 zusammenwirkt
wie sie zum Beispiel im Boden oder der Seitenwand eines Stofflöser^ eingebaut ist Der Rotor 10 weist eine
nicht dargestellte Nabe auf, auf welcher der Schaufelring 13 und die gleichmäßig gewölbte Abdeckplatte 15
befestigt sind. Jede Zerfaserungsschaufel 20 weist im wesentlichen die in F i g. 2 gezeigte Gestalt auf und hat
eine Bodenfläche 21, die im wesentlichen parallel zur Grundplatte 11 verläuft aber ein nachlaufendes Teil 22
hat das von der Grundplatte fortgekrümmt ist Die obere Fläche 23 jeder Zerfaserungsschaufel 20 ist gleichmäßig
von ihrer Führungskante gekrümmt um eine Anpassung an die Kante der Bodenfläche 21 vorzusehen bzw.
sich mit dieser zu treffen. Die ebene Führungsfläche 25,
welche die Oberflächen 21 und 23 verbindet ist nach vorn und oben zur Oberfläche der Grundplatte gekippt
gewöhnlich anter einein Winke! von etwa 5° bis 15°.
Beim Betrieb wird dieser Rotor bei einem festen Axialabstand zwischen der Zerfaserungsschaufel unter den
Oberflächen 21 und der Grundplatte 11 von z. B.
3,18 mm gehalten, und die Vorderflächen 25 der Zerfaserungsschaufeln
dienen verschiedenen Zwecken. Als erstes stellen sie die einzige Pumpeinrichtung auf dem
Rotor zur Erzeugung einer zentrifugalgerichteten Auswärtsströmung des Stoffes dar und begünstigen somit
die gewünschte kreisende Strömung bzw. die Form des sich bewegenden Faserstoffes. Sie haben deshalb eins
beachtliche axiale Ausdehnung (Dicke) von z. B. 5,08 bis 5,72 cm am Außenende und eine zunehmende Dicke gegen
ihre radialen inneren Enden hin, um angemessene Flächen für das Pumpen vorzusehen.
Zur Schaffung eines angemessenen Raumes zwischen benachbarten Zerfaserungsschaufeln für das Freilegen
der Grundplatte und zum Drücken von Stoff in den gewünschten Reibkontakt mit der Grundplatte erstreckt
sich nach F i g. 1 ferner jede Führungsfläche 25 tangential zum Rotor in einer solchen Richtung, daß sie
mit einem Radius außen einen relativ kleinen Winkel einschließt der mit 30° gezeigt ist
Da dieser Winkel entlang dem radialen äußeren Teil jeder Fläche 25, wo die höchste lineare Geschwindigkeit
herrscht, erheblich kleiner als 45° und sein Komplementärwinkel entsprechend größer als 45° ist, ist die Pumpenleistung
niedrig, und ein erheblicher Anteil der vom Rotor bei der Entwicklung seiner Pumpentätigkeit verzehrten
Kraft geht verloren.
Zusätzlich zu der Pumptätigkeit der Führungsflächen 25 hat ihre nach unten gekippte Anordnung die Wirkung,
daß Stoff gegen die Oberfläche der Grundplatte gedrückt wird, so daß ein Teil desselben zwischen der
unteren Fläche 21 jeder Zerfaserungsschaufel 20 und der aufgerauhten Arbeitsoberfläche der Grundplatte 11
vorbeigeht, welche mit Perforationen versehen ist, wobei die sich ergebende Reibwirkung auf den Stoff eine
sehr gute Zerfaserung bewirkt. Eine weitere Tätigkeit der Flächen 25 liegt in der Aufbringung einer mechanischen
Kraft auf feste Materialien im behandelten Faserstoff in Form wiederholter mechanischer Schläge oder
Stöße zusätzlich zu der mechanischen Reibtätigkeit in den Räumen zwischen den Zerfaserungsschaufeln und
der Grundplatte.
Die obere Fläche 23 jeder Zerfaserungsschaufel trägt ebenfalls zur Zerfaserung dadurch bei, daß jede dieser
relativ großen Flächen hohe hydraulische Scherkräfte in
25 OO
der über dem Rotor liegenden Stoffschicht erzeugt, und
zwar wegen der Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Oberflächen der Zerfaserungsschaufeln und des
Stoffes. Somit führt die Kombination Rotor und Grundplatte die gemischte Zerfaserung durch die Kombination
der hydraulischen Scherkräfte, der mechanischen Berührung und der Reibung zwischen den Zerfaserungsschaufeln
und der Grundplatte aus. Diese Zerfaserungskräfte sind in der Zone, in der sie erzeugt werden,
relativ intensiy. Diese Zone hat aber eine b-sgrenzte Erstreckung, und der Rotor ist nicht so wirksam, wie
beim Umwälzen von Stoff erwünscht wäre, derart, daß große Stoffvolumina innerhalb einer annehmbar kurzen
Zeit in die Behandlungszone gebracht werden. Mit anderen Worten ist zwar die Kombination von Rotor und
Grundplatte für die Zerfaserung sehr wirkungsvoll, aber der Gesamtkraftbedarf zum Pumpen und Zerfasern ist
relativ hoch, wenn man die Betrachtungen auf der Basis pro Einheitsvolumen beim chargenweisen Betrieb oder
pro Zeiteinheit beim kontinuierlichen Betrieb anstellt
Aus der US-PS 31 45 936 ist zwar bereits auch ein Rotor bekannt, auf dessen oberer Fiäche gekrümmte
Schaufein befestigt sind. Dieser bekannte Rot;r arbeitet
aber nicht mit einer darunter befindlichen Grundplatte zusammen, so daß dem Stoff nicht die notwendige Bewegung
zwischen Rotor und Grundplatte mitgeteilt wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den eingangs bezeichneten bekannten Rotor dahingehend
zu verbessern, daß seine Zerfaserungsfähigkeit und Leistung gleich gut wie bei den bekannten Rotoren bleiben,
der Kraftbedarf pro Volumeneinheit oder Zeiteinheit jedoch auch über einen breiten Konsistenzbereich deutlich
niedriger wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgernäß dadurch gelöst,
daß auf der oberen Fläche der Zerfaserungsschaufel eine gekrümmte Pumpenschaufel angeordnet ist und
das Vorderende der Pumpenschaufel im wesentlichen tangential zu einer Projektion der geraden Führungsfläche
der zugeordneten Zerfaserungsschaufel ist und ihr hinteres EnUe neben der zugeordneten Zerfaserungsschaufel
ausläuft.
Durch diese besondere Anordnung und Ausgestaltung von Pumpenschaufeln zusätzlich zu Zerfaserungsschaufeln
gelingt es erfindungsgemäß mit Vorteil, die Wirksamkeit und Zerfaserungsfähigkeit über einen
breiten Kotisistenzbereich des Stoffes im Vergleich zu herkömmlichen Rotoren beizubehalten, dennoch aber
den Kraftbedarf zu verringern.
Der neue Rotor zeichnet sich mit anderen Worten gegenüber dem Stand der Technik im wesentlichen dadurch
aus, daß die Zerfaserungsschaufeln eine geringere axiale Höhe bzw. Dicke als im Falle der bekannten Rotoren
aufweisen und daß außerdem Pumpenschaufeln auf der Rotorobe.rfläche aufgesetzt werden, um die
Pumpentätigkeit des neuen Rotors zu steigern. Dennoch wird die Fähigkeit des Rotors zu zerfasern, nicht
aufgegeben, seine Kraftaufnahme ist aber im Vergleich zu dem bekannten Rotor mit demselben Durchmesser
deutlich niedriger.
Nach Anspruch 2 ist es ferner vorteilhaft, wenn der Winkel zwischen dem Radius von der Drehachse des
Rotors zu seinem radial hinteren Ende und einer Tangente an das hintere Ende der Pumpenschaufel mindestens
45° beträgt. Diese Maßnahme hat besonders zur Erniedrigung des Krpftbedarfes geführt.
Die oben erwähnten Vorteile erreicht man besonders günstig nach Anspruch J durch mehrere Hilfspumpenschaufeln,
die radial nach innen yon den Pumpenschaufeln auf den Zerfaserungsschaufeln angeordnet
sind. Durch diese wird zusätzlich zu den Pumpenschaufeln der Pumpeffekt vergrößert
Dabei hat es sich als besonders zweckmäßig erwiesen,
wenn nach Anspruch 4 die axialen Maße der Zerfaserungsschaufeln erheblich kleiner sind als die axialen Maße
der Pumpenschaufeln und wenn vorzugsweise nur auf jeder zweiten Zerfaserungsschaufel eine Pumpenschaufel
angeordnet ist
In der Beschreibung sind bevorzugte Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit den Zeichnungen erläutert.
Es zeigt
F i g. 3 die Draufsicht auf einen Rotor, der gemäß der
Erfindung aufgebaut ist,
F i g. 4 einen vergrößerten Schnitt entlang der Linie 4-4 der F ig. 3,
Fig.5 eine Teilansicht entlang der Linie 5-5 der F i g. 3, mit größerem Maßstab,
F i g. 6 eine abgebrochene vergrößerte Schnittansicht entlang der Linie 6-6 der F i g. 3,
Fig.7 eine ähnliche Ansicht wie in Fig.6, jedoch
unter Darstellung eines modifizierten Aufbaues,
F i g. 8 eine ähnliche Ansicht des Rotors wie gemäß Fig.3 unter Darstellung einer anderen Ausführungsform,
Fig.9 einen Teilschnitt entlang der Linie 9-9 der Fig. 8,
Fig. 10 eine abgebrochene Ansicht ähnlich der der F i g. 8, unter Darstellung einer weiteren anderen Ausführungsform,
und
F i g. 11 eine Ansicht ähnlich der gemäß F i g. 4, unter
Darstellung einer anderen Ausführungsform der Erfindung.
Der Rotor 30, wie er in den F i g. 3 bis 7 gezeigt ist, hat
denselben allgemeinen Aufbau wie der Rotor i0 nach der US-PS 30 73 535 und ist für ähnliche Einbauten bei
einer mit ihm zusammenarbeitenden Grundplatte gedacht Der Rotor weist eine Abdeckplatte 31 unii einen
Schaufelring 32 auf, welcher den Hauptteil des Rotorkörpers darstellt, der sich nach vorn erstreckende Zerfaserv.ngsschaufeln
33 trägt Wie in F i g. 4 gezeigt, ist jedoch die Dicke jeder Schaufel im Vergleich zu der der
Schaufel 20 erheblich vermindert, wobei der Vergleich in F i g. 4 durch die gestrichelte Linie 34 veranschaulicht
ist, welche den entsprechenden Abschnitt in F i g. 2 darstellt und die Verminderung (D) in der Größenordnung
von etwa 50% zeigt. Jede Schaufelvorderfläche 35 ist deshalb entsprechend kleiner, hat aber sonst die gleichen
Funktionen wie die Vorderflächen 25 der Zerfaserungsschaufeln 20.
Die untere Fläche 36 jeder Zerfaserungsschaufel 33 hat gemäß Darstellung die gleiche Gestalt wie die Zerfaser^npsschaufel
20, einschließlich des hinteren Teiles 37. Auch die obere Fläche 38 hat eine vergleichbare
Kontur, da aber ihr»; Stellung wegen des verkleinerten Abstandes zwischen ihrer Vorderkante und der Kante
der unteren Fläche 36 anders ist, scheint sie relativ flach, mit Ausnahme des hinteren Teiles 39, der so gekrümmt
ist, daß er in die hintere Kante 37 der unteren Fläche 36 übergeht.
Der primäre Unterschied zwischen dem Rotor 30 und dem Rotor 10 liegt in der Schaffung von Fumpenschaufeln
40 auf der äußeren Oberfläche des Rotors 30, wobei vier dieser Schaufeln 40 abwechselnd auf den Zerfaserungsschaufeln
33 vorgesehen sind. Jede Pumpenschaufel 40 hat einen Krümmungsradius 44 mit Mittelpunkt B,
während der Rotormittelpunkt mit Cbezeichnet ist, und
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hat eine beachtliche größere Höhe H (F i g. 5) als die Dickenverminderung D (Fig.4) der Zerfaserungsschaufeln 33 (im Vergleich mit den bekannten Zerfaserungsschaufeln 20) beträgt.
Die Krümmung der Pumpenschaufel 40 und ihre Lage auf dem Schaufelring 32 ist derart, daß in Drehrichtung
(Gegenuhrzeigersinn) gesehen, ihr Vorderende im wesentlichen tangential zu einer Projektion der geraden
Führungsfläche 35 der zugeordneten Zerfaserungsschaufel 33 liegt und sich ihr hinteres Ende neben die
hintere äußere Ecke A der zugeordneten Zerfaserungsschaufel 33 erstreckt. Eine Tangente durch A definiert
deshalb mit einem Radius 45 durch den Rotormittelpunkt bzw. die Rotorachse C einen wesentlich größeren
Winkel, z. B. 45° bis 55°, als der durch die Fläche 35 und
den Radius 45 durch die äußerste Stelle A gebildete Winkel ac Das Komplement β bzw. die Ergänzung dieses Winkels cc, der von einem Radius 44 vom Krümnvüiigsrniücipünkt S der Fimipciischauie! 40 und dem
Radius 45 durch die Rotorachse C gebildet ist, nähert sich deshalb sehr dem Wert von 45°, bei welchem eine
Zentrifugalpumpenschaufel mit dem höchsten Wirkungsgrad arbeitet.
Versuche zeigen, daß der Rotor 30 ebenso hinsichtlich seiner Zerfaserung voll wirksam ist wie ein Rotor desselben Durchmessers, der gemäß Darstellung in den
Fig. 1—2 aufgebaut ist. Somit ist im wesentlichen die
gleiche Reibung zwischen der unteren Fläche jeder Zerfaserungsschaufel und der damit zusammenarbeitenden
Grundplatte 11 gegeben, und die oberen Flächen der Zertfaserungsschaufeln sind bei der Entwicklung von hydraulischen Scherkräften in der benachbarten Zone vergleichbar wirksam, 'n ähnlicher Weise erfahren die im
Stoff befindlichen Feststoffe durch die Vorderflächen der Zerfaserungsschaufeln vergleichbare mechanische
Behandlung, wobei die Dickenverminderung der Zerfa-Eerungsschaufeln keine erhebliche Verminderung ihrer
Fähigkeit, mechanische Kräfte auf den Stoff aufzubringen, bewirkt
Die Hauptunterschiede zwischen dem Betrieb des Rotors 30 und dem durch die F i g. 1 und 2 gezeigten
bekannten Aufbau liegt in der Verminderung der vom Rotor 30 erforderlichen Kraft zur Gewährleistung der
gleichen Zerfaserung auf der Volumeneinheits- oder Zeiteinheitsbasis und der erheblich gestiegenen Pumpenleistungsfähigkeit des Rotors 30. Diese Kraftverminderung dürfte in erster Linie ein direktes Ergebnis der
Dickenvermindemng der Zerfaserungsschaufeln sein,
wodurch die Gesamtfläche der Vorderflächen der Schaufeln, die einen Pumpeffekt haben, um einen vergleichbaren Betrag vermindert wird. Tatsächlich dürfte
diese Kraftverminderung im wesentlichen gradlinig verlaufen, so daß, wenn jede Zerfaserungsschaufel halb so
dick wie bei dem bekannten Aufbau ist, der Kraftbedarf ebenso halbiert ist
Diese anfängliche Verminderung des Kraftbedarfes wird in gewissem Maß selbstverständlich wieder durch
die IPumpkraft ausgeglichen, die durch die Pumpenschauifeln 40 erforderlich ist aber der gesamte Kraftbedarf ist noch erheblich kleiner als für den bekannten
Rotor 10 mit dem gleichen Durchmesser. Dieses vorteilhafte Ergebnis dürfte an der Krümmung und Lage der
Schaufeln 40, insbesondere ihrer radial äußeren Teile liegen, durch welche sie eine im wesentlichen wirksamere Pumptätigkeit haben als die Fühningsflächen 25 der
bekannten Zerfaserungsschaufeln des Aufbaues gemäß den Fig. 1— 2.
dieser Bedingungen besteht darin, daß ein gemäß den
Fig.3—7 aufgebauter Rotor im wesentlichen weniger
Watt pro Tonne entweder für den chargenweisen oder den kontinuierlichen Betrieb erfordert als ein Rotor des
gleichen Durchmessers, der nach den Fig. 1—2 aufgebaut ist, um im wesentlichen die gleiche wirksame Zerfaserung auf einen beliebigen und verschiedenartigen
Eintrag hervorzurufen, der ganz vom reinen Ausschuß oder Pumpenzellstoffpappe bis zu Abfallpapieren nied
riger und schmutziger Sorten und bei beliebigem verar
beitbaren Feststoffgehalt variiert Tatsächlich dürfte die gesteigerte Zentrifugalpumpfähigkeit der erfindungsgemäßen Rotoren ihre Zerfaserungsfähigkeit begünstigen,
da die tiefe Turbulenz, die sie erzeugen, den Stoff zur
is Rotorzone von solchen beachtlichen Höhen rezirkulieren oder umwälzen läßt, daß das Moment, mit dem er
auf den Rotor und die Grundplatte aufschlägt, ihre Zcrfaserungstätigkeit unterstützt
Die MaSe der Zerfaserungs- und Pumpenschautein
des Rotors 30 unterliegen gemäß den speziellen gewünschten Betriebsbedingungen einer gewissen Veränderung, und es wird nur eine typische Wertgruppe gegeben, um eine Anleitung zum Nutzen des Fachmannes
vorzusehen. Im allgemeinen dürfte der Grenzfaktor für
die Dicke der Zerfaserungsschaufeln 33 an ihren äußeren Enden das ausreichende Festigkeitsbedürfnis sein,
um allen normalen Arbeitsbeanspruchungen zu widerstehet;, z. B. beträgt bei einem Rotor herkömmlichen
Aufbaues, wie er in den F i g. 1 und 2 gezeigt ist, der
einen Maximaldurchmesser von 144,78 cm hat, die Dikke jeder Zerfaserungsschaufel 20 an der in F i g. 2 gezeigten Stelle 5,461 cm, im Vergleich zu 19,685 cm für
das Horizontalmaß.
Dieses Maß für einen Rotor mit dem gleichen Maxi
maldurchmesser an der in F i g. 4 gezeigten Stelle kann
2,54 bis 2357 cm (für die Dicke der Zerfaserungsschaufel 33) betragen, entsprechend einer Flächenverir.inderung von etwa 50%, während die Pumpenschaufeln 40
ein ähnliches Axiahnaß von 5,08 cm oder mehr haben
können, z. B. 10,16 cm. Die Pumpenschaufeln 40 können
sich parallel zur Rotorachse erstrecken, wie in Fig.6
gezeigt, oder sie können in ihrer Drehrichtung ähnlich den Schaufelflächen 38 geneigt sein, wie in F i g. 7 gezeigt vorzugsweise in einem Winkelbereich von 10 bis
15°, um eine Abwärtskomponente auf den Stoff vorzusehen, der dadurch vorgetrieben wird, wodurch die Tätigkeit der gekippten Flächen der Zerfaserungsschaufeln mindestens entlang ihren inneren Teilen beim Richten des Stoffes gegen die Oberfläche der Grundplatte
unterstützt wird
Die Fig.8 und 9 veranschaulichen andere Ausführungsformen in Verbindung mit einem einstückigen Rotor 50, der radial herausragende Zerfaserungsschaufeln
51 im wesentlichen des gleichen individuellen Aufbaus
wie die Zerfaserungsschaufeln 33 aufweist, mit der Ausnahme, daß jede Zerfaserungsschaufel so angeordnet
ist, daß ihre Vorderfläche 52 einen Winkel von z. B. 20°
mit einem Radius zu ihrem hinteren Ende bildet Die Pumpenleistung der Führungsflächen 52 ist entspre
chend etwas geringer als der Schaufelflächen 38.
Für den Rotor 50 sind Pumpenschaufeln 55 vorgesehen, die in axialer Erstreckung ähnlich den Pumpenschaufeln 40 sind, aber etwas größere axiale Maße haben. Beispielsweise können in einem solchen Rotor mit
einem Gesamtdurchmesser von 160,02 cm die Zerfaserungsschaufeln neben ihrer hinteren Kante ein
Axialmaß von 1375 cm haben, während die Pumpenschaufeln 55 ein axiales Maß von 10,16 cm an ihren hin-
25 OO 860
tercn Kanten bis Null an denjenigen Stellen haben, wo sie in den Rotorkörper übergehen. Das Winkelverhältnis
ihrer Schaufeln zum Rotorkörper gewährleistet, daß der Winkel α sehr eng bei 45" liegt, und deshalb nähert
sich ihre Pumpenleistung dem Optimum.
Der Rotor 50 ist auch als mit einer inneren Gruppe von vier Hilfspumpenschaufeln 58 versehen gezeigt, die
ein AxKImaß haben, welches von 7,62 cm an ihren hinteren
Enden bis Null an ihren radial inneren Enden variiert. Der Zweck dieser Hilfsschaufeln 58 ist in erster
Linie zu verhindern, daß große Materialstücke in der von den Hilfsschaufeln 55 entwickelten Turbulenz eingefangen
werden und dadurch nicht die Zerfaserungszone erreichen.
Rotore, die gemäß der Darstellung in den F i g. 8 und
9 aufgebaut sind, haben sich bei Prüfungen derart wirksam und leistungsfähig gezeigt und zwar vom Standpunkt
der Pumpentätigkeit der Schaufeln 55 und 58 aus, daß für größere Rotoren dieselbe Schaufelanordnung
verwendet werden kann, selbst wenn die Zerfaserungsschaufeln verlängert sind.
Eine solche Anordnung ist in Fig. 10 gezeigt, wobei
der abgebrochene Teil des Rotors 60 gemäß der Darstellung denselben Aufbau wie bei den F i g. 8 und 9 hat
mit der Ausnahme, daß die Zerfaserungsschaufeln 61 weiter verlängert sind, z. B. auf einen Außendurchmesser
von 205,74 cm. Es sei bemerkt, daß bei diesem Aufbau mit den verlängerten Schaufeln, welche dieselbe
Winkellage zum Rotorkörper wie in Fig.8 haben, die Vorderfläche 62 jeder Zerfaserungsschaufel 61 mit einem
".adius zur hinteren Kante einen Winkel bildet, der kleiner als 20° ist, so daß die Pumpenwirkung der Flächen
62 noch kleiner wird als die der Schaufelflächen 52 in F i g. 8. Nichtsdestoweniger kann dieselbe Anordnung
und es können dieselben Maße der Pumpenschaufeln 65 und 66 auf diesem Rotor wie für den Rotor 55 gezeigt,
verwendet werden, wobei die Pumpenwirksamkeit dieser Schauieianordnung derart ist, daß keine Unterstützung
auf dem größeren Rotor erforderlich ist.
Es ist auch nicht erforderlich, daß die Zerfaserungsschaufeln flache vordere Flächen haben, solange die
vordere Fläche mit der Zerfaserungsschaufel im wesentlichen gerade ist und ein Teil aufweist, das von der
Unterfläche der Schaufel divergiert, die Stoff in den Raum zwischen der Schaufel und der mit ihr zusammenarbeitenden
Grundplatte drückt. Ein solcher modifizierter Aufbau ist in F i g. 11 gezeigt, wonach die Schaufel
80 eine flache untere Fläche 81 hat und ihre Vorderfläche im Schnitt schräg zuläuft, um ein nach vorn geneigtes
unteres Teil 82 und ein nach rückwärts geneigtes oberes Teil 83 vorzusehen. Dieser Aufbau bietet den
weiteren Vorteil, daß er die Pumpentätigkeit der Zerfaserungsschaufel minimal hält und somit weiterhin dazu
beiträgt, die Kraft minimal zu haften, die sonst aufgrund der schlechten Pumpenleistung der Zerfaserungsschaufein
verloren ginge.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
65
Claims (1)
- 25 OOPatentansprüche:t. Rotor für einen Stofflöser für Faserstoffe zur Papierherstellung, mit einem Behälter zur Aufnahme des Stoffes und einer in dem Behälter angeordneten und eine Arbeitsoberfläche aufweisenden Grundplatte (11), die mit dem Rotor (10,30,50) zusammenwirkt, welcher eine Mehrzahl von in Winkelabständen nach außen ragenden Zerfaserungsschaufehl (33, 51, 61) mit großen unteren (36) und oberen Flächen (38) sowie mit je einer im wesentlichen geraden, die obere (38) und die untere Fläche (36) der Zerfaserungsschaufel verbindenden Führungsfläche (35,52) aufweist, dadurchgekennzeichnet, dafl
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