DE2500892A1 - Vorrichtung zum besaeumen und kantenprofilieren von metallischen, plattenfoermigen werkstuecken - Google Patents
Vorrichtung zum besaeumen und kantenprofilieren von metallischen, plattenfoermigen werkstueckenInfo
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Description
Dipl.-Ing. Dr. techn. Ernst Linsinger, Steyrermühl (Österreich)
Vorrichtung zum Besäumen und Kantenprofilieren von metallischen, plattenförmigen Werkstücken
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Besäumen
und Kantenprofilieren von metallischen, plattenförmigen Werkstücken mit wenigstens einer sich relativ gegenüber
cem auf einem werkstückträger, festgehaltenen Werkstück
parallel zu dessen Längsrand bewegenden Fräseinrichtung,
die ein seitlich neben dem Werkstück angeordnetes Fräswerkzeug mit etwa normal zur Werkstückebene verlaufender Rotationsachse
besitzt und einerseits über auf der Werkstückoberfläche abrollende Führungsrollen am Werkstück abgestützt und anderseits
in einem quer zum jeweiligen Bearbeitungsrand des Werkstückes verschiebbaren Schlitten schwenkbar gelagert ist,
der eine um die Schwenkachse der Fräseinrichtung bzw. um
eine dazu parallele Achse drehbare Schwinge trägt, die gegen·
die Werkstückunterseite gerichtete Führungsrollen aufweist, wobei die Schwinge und die Fräseinrichtung mittels eines
zwischen ihnen angelenkten Stelltriebes das Werkstück zwischen, ihren Führungsrollen spannen.
Tafelförmige Bleche oder Platten müssen vor ihrer Weiterverarbeitung, beispielsweise durch Schweißen, nicht
nur auf eine bestimmte Größe besäumt,- sondern auch an ihren Stoßkanten entweder rechtwinkelig oder schräg zur
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Plattenebene bearbeitet v/erden. Diese Bearbeitung von Blechkanten kann durch Hobeln oder durch Fräsen erfolgen.
Beim Hobeln v/ird das Werkstück wegen der großen Schnittkräfte, aber auch wegen der Notwendigkeit, unvermeidliche
Wellen auszupressen, um die Fasenbreite konstant zu halten, mit großer Kraft auf einem Aufnahmetisch niedergespannt. Hiezu
sind über die ganze Werkstücklänge reichende, schwere Längsspannträger
erforderlich, die mit vielen in geringen Abständen angeordneten Druckstempeln ausgestattet sind. Diese
bekannten Spannkonstruktionen sind schwer und teuer, wobei der Aufwand mit zunehmender Plattenlänge ansteigt, so
daß dieser Bauart eine wirtschaftliche Grenze gesetzt ist.
Soll ein plattenförmig^ s Werkstück mit Hilfe einer solchen bekannten Vorrichtung besäumt und kantenprofiliert
werden, so muß das Werkstück zunächst auf den Aufnahmetisch transportiert und diesem gegenüber ausgerichtet
werden, bevor es auf den Aufnahmetisch niedergespannt werden kann. Erst nach diesem Spannen des Werkstückes kann
mit der eigentlichen Bearbeitung des Werkstückes begonnen werden, wobei das Werkzeug entlang des zu bearbeitenden
Randes verfahren wird. Die eigentliche Bearbeitungszeit ist daher im Verhältnis zu den durch das Messen, Richten
und Niederspannen des Werkstückes bedingten Nebenzeiten klein, so daß sich vergleichsweise lange Taktzeiten und
niedrige Ausstoßziffern ergeben. Der Ausstoß läßt sich
zwar auf mehr als das Doppelte steigern, wenn die zu bearbeitenden Längsränder des Werkstückes nicht nacheinander,
sondern gleichzeitig bearbeitet werden, doch wird dabei das Verhältnis von Schnittzeit zu Nebenzeit kaum günstiger,
da die spanabhebende Bearbeitung des nächsten Werkstückes erst beginnen kann, nachdem das bereits fertige Werkstück
vom Aufnahmetisch wegtransportiert worden ist und das neue Werkstück herangebracht, auf dem Tisch abgelegt, ·
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gemessen, gerichtet und entsprechend gespannt wurde. Um
den Ausstoß ?.u erhöhen, wurde daher vorgeschlagen, das V-'orrkstüc'i. nicht erst auf dem Aufnahmetisch der Besäumvorrichtunc,
sondern in einer vorgeordneten Station zu ines son und zu richten, so daß das Werkstück bereits in
einer "^estiinmten Lage auf den Aufnahmetisch der Besäumvorrichtung
abgelegt werden kann. Zu diesem Zweck wird das "Werkstück mit Hilfe von an umlaufenden, angetriebenen
Ketten befestigten Haftmagneten auf einem Rollgang zum Aufnahmetisch gefördert. Die Haftmagnete halten dabei
die auf dem Rollgang ausgerichteten Bleche beim Transport in ihrer Lage bezüglich der Längsachse der Maschine fest.
Während, nun das eine Werkstück auf dem Aufnahmetisch nieder-,
gespannt und im Bereich seiner Längskanten bearbeitet wird, kann ein neues Iferkstück auf dem Rollgang abgelegt und
ausgerichtet werden. Als Febenzeiten treten daher nur mehr die Tranaportzeit des ¥erkstückes vom Rollgang zum
Aufnahmetisch und die Zeit zum Niederspannen des ¥erkstückes
auf. Diese Ilebenzeiten können bei den bekannten Vorrichtungen zum Besäumen und Kantenprofilieren von
metallischen, plattenförmigen Werkstücken jedoch grundsätzlich nicht vermieden werden.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Besäumen und Kantenprofilieren von
metallischen, plattenförmigen "Werkstücken zu schaffen, die vergleichsweise einfach aufgebaut ist und nur minimale
Febenzeiten erforderlich macht, so daß die Taktzeiten im wesentlichen durch die Schnittzeiten bestimmt werden,,
Ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs geschilderten
Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, daß der "Werkstückträger gegenüber der Fräseinrichtung
bzw. den Fräseinrichtungen entlang einer Führung verschiebbar und schmäler als die kleinste TJerkstückbreite
ausgebildet ist, daß zu beiden Seiten neben der Werkstück-
trägerbahn über deren ganze Länge Auflagerollen mit quer
zum Längsrand des Werkstückes verlaufenden Drehachsen für das Werkstück vorgesehen sind, und daß zum Ausrichten
des Werkstückes bezüglich der Werkstückträgerlängsachse auf der Einlaufseite eine Richteinrichtung angeordnet ist.
Um die durch den Transport der Werkstücke bedingten Nebenzeiten vermeiden zu können, wird gemäß der Erfindung
nicht das Fräswerkzeug gegenüber dem ortsfest gehaltenen Werkstück, sondern das Werkstück gegenüber dem ortsfesten
Fräswerkzeug verschoben. Dabei muß das Werkstück selbstverständlich seitlich genau geführt werden, damit die
Geradheit und Parallelität der bearbeiteten Längskanten gewährleistet werden kann. Zu diesem Zweck wird gemäß der
Erfindung das Werkstück auf einem entlang einer Führung verschiebbaren Werkstückträger festgehalten, so daß nicht
das Werkstück selbst, sondern der Werkstückträger entsprechend geführt werden kann, was konstruktiv ohne
Schwierigkeiten lösbar ist. Der Werkstückträger kann vergleichsweise leicht gebaut sein. Schwere Spannträger zum
Niederspannen des Werkstückes auf dem Werkstückträger, wären unbrauchbar, auch deshalb, weil der Werkstückträger
für den Werkstücktransport und das Richten des Werkstückes ■
oben frei zugänglich sein muß. Können die unvermeidlichen Wellen des Werkstückes Jedoch nicht mit Hilfe von Spannträgern
ausgepreßt werden, so muß für eine zur Werkstückoberfläche
parallele Führung des Fräswerkzeuges gesorgt werden, wenn das Werkstück zum anschließenden Schweißen mit
konstanter Fasenbreite kantenprofiliert werden muß. Bei bekannten Vorrichtungen ist zu diesem Zweck die Fräseinriohtung
einerseits in einem Schlitten schwenkbar gelagert und anderseits über Führungsrollen ain Werkstück selbst
abgestützt, so daß die Fräseinrichtung beim Verschieben des Schlittens entsprechend etwaigen normal zur Blechebene
verlaufenden Wellen des Werkstückes verschwenkt und das
Fräswerkzeug demnach stete parallel zur Werkstückoberfläche
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geführt wird. Die Fräseinrichtung muß jedoch nicht nur
oberflächenparallel zum Werkstück geführt werden, sondern auch mit diesem frästechnisch verspannt werden. Bei Hochleistungsfräsmaschinen
ist jedoch das Spannen des Werkstücke gfechwieriger zu lösen, weil man nicht nur das
Werkstück fixieren, sondern auch frästechnisch "beruhigen
muß. Dieser Notwendigkeit kommt bei Fräseinrichtungen, die ein seitlich neben dem l.'erkstück angeordnetes Fräswerkzeug
mit etwa normal zur Werkstückebene verlaufender Rotationsachse besitzen, deshalb besondere Bedeutung zu, weil das
Fräswerkzeug als Schwingungserreger zu betrachten ist, besonders wenn jeweils nur eine einzelne Schneide des Fräswerkzeuges
im Eingriff mit dem Werkstück steht, so daß die Schnittkraft zwischen Null und einem Höchstwert schwankt.
Um die Kanten eines plattenförmigen Werkstückes genau bearbeiten zu können, muß danach getrachtet werden, die
Vibrationen des Werkstückes so klein als möglich zu.halten. Aus diesem Grunde ist, wie an sich bekannt, im Schlitten
jeder Fräseinrichtung eine um die Schwenkachse der Fräseinrichtung bzw. um eine dazu parallele Achse drehbare Schwinge
gelagert, die gegen die Werkstückunterseite gerichtete Führungsrollen aufweist, wobei die Schwinge und die zugehörige
Fräseinrichtung mittels eines zwischen ihnen angelenkten Hydraulikzylinders od. dgl. das Werkstück zwischen
ihren Führungsrollen spannen. Dadurch wird nicht nur da· Werkstück gegenüber der Fräseinrichtung in frästechnisch
günstiger Weise verspannt, sondern es wird auch erreicht, daß die Spannkräfte lediglich das die Führungsrollen tragende
Gehäuse der Fräseinrichtung und die Schwinge auf Biegung beanspruchen, nicht aber andere Konstruktionsteile, so
daß die Spannkräfte nur bei der Auslegung des Gehäuses für-die Fräseinrichtung und bei der Bemessung der Schwinge
berücksichtigt werden müssen. Dies hat den Vorteil, daß der Werkstückträger vergleichsweise leicht ausgebildet
werden kann.
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Gemäß der Erfindung ist der Werkstückträger schmäler als die kleinste Werkstückbreite ausgebildet,
wobei für das auf beiden Längsseiten des Werkstückträgers vorragende Werkstück seitlich neben der Werkstückträgerbahn
angeordnete Auflagerollen mit quer zum Längsrand des Werkstückes"verlaufenden Drehachsen vorgesehen sind.
Dadurch ist eine ausreichende Unterstützung von Werkstücken' verschiedenster Breite möglich, da die Auflagerollen für
jede Werkstückbreite eine ausreichende Auflage der Werkstücke im Bereich ihrer Längsränder bieten. Darüber hinaus
ergibt sich durch die Anordnung der Auflagerollen der wesentliche Vorteil, daß das Werkstück auf den Auflagerollen
in seiner Längsrichtung unabhängig vom Werkstückträger verschoben werden kann. Während das Werkstück aus
der Vorrichtung ausläuft, kann demnach der Werkstückträger bereits unter dem Werkstück auf die Einlaufseite· zurückgeführt
werden, wo bereits ein neues Werkstück zum Befestigen auf dem Werkstückträger bereit liegt. Dieses
neu zu bearbeitende Werkstück wurde bereits auf den seitlich neben der Werkstückträgerbahn angeordneten Auflagerollen
herangebracht und gerichtet, während der Werkstückträger noch von der Auslaufseite auf die Einlaufseite
leer zurück verschoben wurde. Der Werkstückträger unterfährt dann das schon gerichtete Werkstück, so daß für
das Richten die Zeit des Rücklaufes des Werkstückträgers ausgenützt wird und keine zusätzliche Nebenzeit erforderlich
ist, Nachdem das Werkstück auf dem Werkstückträger festgespannt worden ist, kann es im Arbeitsgang des Werkstückträgers
befräst werden, wobei ein neues Werkstück herangebracht werden kann, wenn das gerade bearbeitete
Werkstück die Einlaufseite verlassen hat. Während des leeren Rücklaufes des Werkstückträgers wird das neue
Werkstück gemessen und gerichtet, so daß als Nebenzeit nur die Zeit für den Rücklauf des Werkstückträgers auftritt.
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, Um auch die durch das Rückstellen des Werkstückträgers
bedingte Nebenzeit vernaden zu können, die bei einem Eilrücklauf, sehr klein gehalten werden kann, sind
in weiterer Ausbildung der Erfindung zwischen den beiden seitlich neben der Werkstückträgerbahn angeordneten Reihen
von Auflagerollen für die Längsränder des Werkstückes zwei entlang von je einer eigenen Führung im -wesentlichen
gegensinnig verschiebbare Werkstückträger vorgesehen, die abwechselnd unmittelbar nacheinander zu bearbeitende
Werkstücke von der Einlaufseite zur Auslaufseite transportieren» Bei einer solchen Anordnung kann
.nämlich während des Bearbeitungsvorschubes eines Werkstückes durch einen der Werkstückträger der andere Werkstückträger
von der Ausllaifseite zur Einlaufseite zurückverschoben
werden, wobei er das mit dem anderen Werkstückträger verbundene Werkstück unterfährt. Auf der Einlaufseite
kann mit diesem Träger ein neues, gerichtetes Werkstück verbunden werden, bevor das vorangegangene
Werkstück über seine ganze Länge bearbeitet ist, so daß das neue Werkstück bereits unmittelbar nach dem Fertigstellen
des vorangegangenen Werkstückes befräst werden kann. Es treten daher praktisch keine Neberizeiten auf,
wenn'die Zeit zum RUckholen eines Werkstückträgers zur
Einlaufseite, zum Richten des Werkstückes und zum Verbinden
des Werkstückes mit dem Werkstückträger kürzer als die eigentliche Bearbeitungszeit des Werkstückes ist.
Dabei ergibt sich die Möglichkeit, die Werkstückträger von der Auslaufseite zur Einlaufseite schneller
als von der Einlaufseite zur Auslaufseite zu verschieben,
so daß das folgende Werkstück mit Sicherheit gerichtet und mit dem Werkstückträger verbunden werden kann, bevor
das vorangegangene Werkstück fertiggestellt ist.
Um sowohl den Transport des Werkstückes auf den Werkstückträger als auch das Unterfahren der Werkstücke
durch den Werkstückträger in einfacher Weise durchführen
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zu können, besitzt in weiterer Ausbildung der Erfindung
jeder Werkstückträger Rollen mit quer zur Führung verlaufender Drehachse zur Aufnahme des Werkstückes. Diese
Rollen können, wie die Auflagerollen seitlich neben der Werkstückträgerbahn auch, angetrieben sein, um den Zu-
und Abtransport des Werkstückes zu übernehmen. .Einfacher ist es jedoch, wenn die Rollen im Verkstückträger
frei drehbar gelagert sind, da sich dann keine Probleme beim Unterfahren der Werkstücke ergeben.
Werden zum Werkstücktransport die seitlichen Auflagerollen angetrieben, so ist die auf das Werkstück
übertragbare Förderkraft vom Gewicht des Werkstückes abhängig, was vor- allem bei größeren Fordergeschwindigkeit
en unangenehm ist. Ist in weiterer Ausbildung der Erfindung zum Transport der Werkstücke von einem der
Vorrichtung vorgeordneten Rollgang auf den Werkstückträger und vom Werkstückträger auf einen der Vorrichtung nachgeordneten
Rollgang jeweils wenigstens ein Triebwalzenpaar auf der Einlaufseite und auf der Auslaufseite seitlich
neben der Werkstückträgerbahn vorgesehen, so kann dieser Nachteil in einfacher Weise vermieden werden,
da über die Treibwalzenpaare eine wesentlich größere Zugkraft auf das Werkstück ausgeübt werden kann.
Bevor ein neues Werkstück auf den Werkstückträger niedergespannt werden kann, wobei das Werkstück nicht
frästechnisch gespannt, sondern lediglich unverschiebbar auf dem Werkstückträger festgehalten wird, muß es ausgerichtet
werden. Das Ausrichten des Werkstückes ist verhältnismäßig einfach, wenn jeweils nur eine Längsseite
zu bearbeiten ist. Das Werkstück braucht dabei nämlich nur gegen auf der Seite des zu bearbeitenden Längsrandes
angeordnete, ein Lineal bildende Anschläge quer zu seiner Längsrichtung verschoben zu werden, da dann der zu bearbeitende
Längsrand des Werkstückes nach einer Geraden
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ausgerichtet ist. In dieser Lage wird das Werkstück auf dem Werkstückträger befestigt, wobei es genügt, das Werkstück
stirnseitig auf dem Werkstückträger niederzuspannen, weil das eigentliche frästechnische Spannen durch die Fräseinrichtungen
selbst erfolgt. Das seitliche Verschieben des Werkstückes wird üblicherweise durch ein bewegliches
Lineal bewerkstelligt. Die beiden Lineale dienen gleich,,
zeitig als Meßlineaüe, da durch die Stellung der Lineale
die größte Breite bestimmt wird. Die Überbreite gegenüber der -Sollbreite wird abgegriffen und halbiert, wobei
dieser Halbwert das Haß ist, um das die Fräseinheiten gegenüber der durch die Anschläge gegebenen Bezugslinie
zugestellt werden. Ist eine Seitenkante bearbeitet, so wird das Werkstück beispielsweise mit Hilfe eines Kranes
gewendet und erneut auf dem bereitstehenden Werkstückträger befestigt. Der Meß- und Richtvorgang ist dabei im
Prinzip der gleiche, nur müssen dann die Fräseinheiten direkt auf die Sollinie zugestellt werden. Da das bewegliche
Lineal genau achsparallel ausgerichtet ist und die Fahrbahn genau parallel zur Längsachse liegt, werden die beiden
Längsränder des Werkstückes ungeachtet des zwischenzei-tigen Wendens, genau parallel ausfallen.
Diese Methode des Messens und Richtens kann analog bei Vorrichtungen angewendet werden, bei denen die beiden
Längsränder des Werkstückes gleichzeitig bearbeitet werden, wenn die Breitenunterschiede der zu besäumenden Werkstücke
klein sind. Ein großer Breitenunterschied würde große Zustellwege der der Bezugslinie gegenüberstehenden · ·
Fräseinheiten notwendig machen. In einem solchen Fall ist
ein mittendes Meß- und Richtverfahren vorzuziehen. Zu diesem Zweck, werden üblicherweise zwei bewegliche Leitlineale
verwendet, die symmetrisch zueinander verschoben werden. Beim Zusammenfahren der Leitlineale gegen die
Symnietrielängsachse der Vorrichtung wird das Werkstück
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mitgenommen und im wesentlichen symmetrisch zu dieser Symmetrieachse ausgerichtet. Liegen die Leitlineale-auf
beiden Seiten am Werkstück an, ist das Werkstück also ausgerichtet, so wird der Antrieb für die Leitlineale über einen
entsprechenden Schalter oder eine Rutschkupplung abgestellt und das Werkstück in dieser Lage festgespannt. Mit
Hilfe dieser Leitlineale lassen sich Werkstücke mit im wesentlichen geradem Verlauf in einfacher Weise genügend
genau ausrichten. Sind die Seitenkanten des "erkstückes jedoch nicht geradlinig, v/eisen sie beispielsweise einen
säbelförmigen Verlauf auf, so genügt das Richten durch zwei parallele, sich symmetrisch der Längsachse der Vorrichtung
nähernde Leitlineale jedoch nicht mehr, da dabei die gesamte Uberbreite des Werkstückes nicht annähernd zu gleichen
Teilen auf beide Seiten aufgeteilt werden kann. Diese Forderung muß aber angesichts der ständig zunehmenden Ansprüche
nach Steigerung des Ausstoßes erfüllt werden, um die zu
installierende Zerspanungsleistung in wirtschaftlich rechtfertigbarem
Rahmen halten zu können.
Gemäß der Erfindung besitzt daher die Richteinrichtung zu beiden Seiten der Werkstückträgerbahn jeweils
mehrere über eine der Dingenabmessung des Werkstückträgers
entsprechende Länge verteilte, gegen einstellbare Anschläge um eine zur Werkstückträgerbahn parallele
Achse schwenkbare Schwenkhebel, die jeweils mit Anschlagflächen für den Werkstücklängsrand versehene Tasthebel
tragen, welche Tasthebel aus einer durch einen verstellbaren Anschlag begrenztenGrundstellung gegen die Kraft einer Feder
vom Werkstückrand wegschwenkbar gelagert sind und jeweils einen Steuerschalter betätigen, wobei zwei Paare von jeweils
zwei einander bezüglich der WerkstUcklängsachse annähernd
gegenüberliegenden, quer zur Werkstücklängsachse bewegbaren Richthebeln vorgesehen sind, die einzeln über die Steuer
schalter betätigbar oder zum Vorrichten des Werkstückes
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gemeinsam spiegelbildlich gegen das Werkstück verstellbar
sind. lie in ihrer Grundstellung befindlichen Tasthebel
sind mit Hilfe ihrer verstellbaren .Anschläge so justiert, daß ihre Atischlagflachen in den Umrißlinien des durch das
bollmaß des Werkstückes definierten Rechteckes liegen.
Das Werkstück wird so lange verschoben bzw; verschwenkt,
bis die Umrißlinie des Werkstückes überall außerhalb des durch die Tasthebel gegebenen Rechteckes liegen. Damit
wird sichergestellt, daß das Werkstück entlang der gesamten Länge auf das genaue Maß bearbeitet werden kann.
Zum Ausrichten wird das Werkstück zunächst durch die gemeinsam verstellbaren Richthebel grob vorzentriert,
was durch symmetrisches Verschieben jedes Paares von Riclithebeln gegen die Längsachse der Maschine erfolgt.
Die beiden Richthebelpaare sind dabei zweckmäßig im Bereich der Längsenden des Werkstückes angeordnet, Hach
dem Yorzentrieren wird die gemeinsame Betätigung der Richthebel aufgehobene Sodann werden die Schwenkhebel mit den
Tasthebeln hochgeschwenkt, bis sie an einem Anschlag
anliegen. Hat. der zugehörige Tasthebel, der in der Grundstellung an seinem Anschlag anliegt, keine Werkstückberührung,
dann bedeutet dies, daß die Seitenfläche des Werkstückes in diesem Bereich untermaßig ist. Es würde
beim Fräsen nicht rein werden. Deshalb muß das Werkstück entsprechend verschoben werden, damit das Sollmaß eingehalten
werden kann. Bleibt der Tasthebel in seiner Ruhestellung, so betätigt er einen Steuerschalter, der ein
Verstellen eines der beiden gegenüberliegenden Richthebeln veranlaßt, so daß das Werkstück entsprechend verschoben
wird. Stößt auf Grund dieser Verschiebung das Werkstück an die Anschlagfläche des Tasthebels an, so wird der Antrieb
für den Richthebel durch den Steuerschalter abgeschaltet. Das Werkstück kann festgespannt werden, da jetzt
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Sicherheit besteht, 'daß das dem Sollmaß entsprechende
Rechteck zur Gänze innerhalb des Iverkstückumrisses liegt,
wenn die Cteuerschalter aller Tasthebel offen sind. Das Werkstück wird also nach den kleinsten Überbreiten gerichtet,
wodurch erreicht wird, daß die auf jeder Seite wegzufräsende Überbreite mit ausreichender Annäherung
gleich groß ist.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise
dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Besäumen
und Kantenprofilieren von metallischen, plattenförmigen "Werkstücken in schematischer Draufsicht,
Fig. 2 die Vorrichtung in Seitenansicht, Fig. 3 eine Fräseinrichtung in Seitenansicht in vergrößertem
Maßstab,
Fig. 4 einen entlang einer Führung verschiebbaren Werkstückträger in Seitenansicht,
Fig. 5 den Werkstückträger in Draufsicht,
Fig. 6 eine Spannvorrichtung des Werkstückträgers mit abgesenkter
Klemmbacke in Seitenansicht und Fig. 7 eine schematische Ansicht einer erfindungsgernäßen
Richteinrichtung.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Besäumen und Kantenprofilieren von metallischen, plattenförmigen Werkstücken
unterscheidet sich von herkömmlichen Plattenbesäummaschinen
vor allem dadurch, daß nicht das "Werkzeug, ■
sondern das Werkstück bewegt wird, was jedoch nur auf Grund eines besonderen frästechnischen Spannens des
Werkstückes möglich ist. Der Fräsvorschub wird dabei durch einen Werkstückträger 1 erreicht, der entlang einer
Führung 2 verschoben werden kann. Um die anfallenden Nebenzeiten minimal halten zu können, sind im dargestellten
Ausführungsbeispiel zwei Werkstückträger 1a und 1b mit je einer eigenen Führung 2a und 2b vorgesehen,
es ist aber ohne weiteres möglich, nur mit einem Werk-
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stückträger auszukommen, wenn kleine Nebenzeiten, die durch das Rückfahren des leeren Werkstückträger und
das Niederspannen des Werkstückes bedingt sind, in Kauf genoiömen werden. Da die beiden Werkstückträger 1a und 1b
sowie deren Führungen 2a und 2b vollkommen gleich aufgebaut sind, werden ihre einzelnen Konstruktionsteile
im folgenden mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet werden.
Die Werkstückträger 1 stützen sich über Laufrollen 3 auf Schienen 4 der Führungen 2 ab, wobei die genaue
seitliche Führung der Werkstückträger durch an den Seitenflächen der Schienen 4 ablaufende Führungsrollen 5 erreicht
wird. Zusätzliche Rollen β, die gegen die Unterseite der Schienen 4 gerichtet sind, sorgen dafür, daß der Werkstückträger
1 nicht von den Schienen abgehoben werden kann.
Zwischen den Schienen 4 ist jeweils eine Zahnstange 7 verlegt, die mit einem im Werkstückträger 1 gelagerten
Ritzel 8 kämmt, das über ein Getriebe 9 mit einem Motor 10 in Antriebsverbindung steht. Wird das Ritzel 8 vom Motor 10
angetrieben, so wälzt es sich auf der Zahnstange 7 ab und
der Werkstückträger 1 wird entlang der Schienen 4 verfahren.
Zur Aufnahme eines Werkstückes 11 sind im Werkstückträger Rollen 12 mit quer zur Führung 2 verlaufender Drehachse
gelagert, so daß durch die Rollreibung nicht nur der An- und Abtransport des Werkstückes erleichtert, sondern
auch die Werkstückoberfläche geschont wird.
Um das gegenüber dem Werkstückträger 1 ausgerichtete Werkstück 11 in seiner gerichteten Lage unyerschiebbar
mit dem Werkstückträger verbinden zu können, sind an den beiden Stirnseiten des Werkstückträgers 1 Spannvorrichtungen
vorgesehen, die im wesentlichen jeweils aus einer Klemmbacke 13 bestehen, die das Werkstück, üblicherweise
eine Blechtafel, gegen eine feste Auflage 14 pressen und dadurch unverschiebbar festhalten, obwohl
es sonst nur auf den Rollen 12 aufliegt. Die von oben
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auf das Werkstück einwirkenden Klemmbacken 13 müssen aber unter die Auflageebene für das Werkstück abgesenkt
werden können, damit der Werkstückträger 1 das Werkstück unterfahren oder das Werkstück auf den Werkstückträger
ohne Anheben transportiert werden kann. Zu diesem Zweck sind die Klemmbacken 13 jeweils auf einem Schwenkarm 15
angeordnet, der auf einer quer zur Eewegungsrichtung des
Werkstückes verlaufenden Drehachse 16 gelagert ist. An
dem Schwenkarm -15 ist ein um eine zur Drehachse 15
parallele Achse 17 schwenkbarer Hydraulikzylinder"18 angelenkt, der bei einer entsprechenden Beaufschlagung
nicht nur das Hochschwenken des Schwenkarmes 15, sondern auch das Festklemmen des Werkstückes -bewirkt.
Damit Werkstücke unterschiedlicher Länge mit Hilfe der Spannvorrichtungen in gleicher Weise festgehalten
werden können, ist die bezüglich der Richtung des Fräsvorschubes hintere Spannvorrichtung auf einem in Längsrichtung
des Werkstückträgers verschiebbaren Schlitten 19 gelagert, der einen Antriebsmotor 20 trägt. Mit Hilfe
dieses Antriebsmotors 20 ist über ein Getriebe 21 ein Ritzel 22 antreibbar, das, ähnlich wie beim Antrieb für
den Werkstückträger selbst, in eine mit dem Werkstückträger 1 verbundene Zahnstange 23 eingreift, so daß der
Schlitten 19 und damit die Spannvorrichtung 13 bis 18 gegenüber dem Werkstückträger entsprechend der Länge
des zu bearbeitenden Werkstückes verschiebbar ist.
Die Schwenkarme 15 tragen neben den Klemmbacken 13 noch Anschläge 24, die gegen den stirnseitigen Werkstückrand
gerichtet sind und die Lage des Werkstückes bezüglich der Länge des Werkstückträgers bestimmen.
Die Längsränder der Werkstücke 11 müssen seitlich über den Werkstückträger vorragen und frei zugänglich
sein, damit sie unbehindert bearbeitet werden können. Kommen, wie dies insbesondere aus Fig. 1 hervorgeht, für
unmittelbar nacheinander zu bearbeitende Werkstücke alter-
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■•ierend ,jo'.-'Pili- einer von "%rei ■'"erkstückträgern 1a, 1b
5"-uiii ' insat^, um ITobenzeiten für die Rückfahrt des
Iceren " .:.-rr.stückträgers r-:u vermeiden, so muß das Werkstück
breiter ale die beiden sich nebeneinander auf ihren Fühnm^er.
2a, 2b befindlichen Werkstückträger 1a, 1b zusammen sein,
v-enn Ce.z Werkstück an beiden Längsseiten gleichzeitig bearbeitet
-'erden soll. Das ~Tork-stüc'~ liegt demnach bezüglich
der Längsachse des.es aufnehmenden "erkstückträgers unsymmetrisch
auf, so daß zumindest die weiter über den Werkstückträger
'vorragende Längsseite ohne- Hilfsmaßnahmen nicht ausreichend
unterstützt wäre. Um diesem Mangel abzuhelfen, sind
Zem'-'ß der Erfindung seitlich neben der TTerkstückträgerbahn
angeordnete ".uflagerollen 25 mit quer zum Läng.srand des
Uer^stüci'.es -pr-r lauf enden Drehachsen vorgesehen, so daß
^edes :rerkstück aucli im Bereich seiner Längsränder ausreichend
unterstützt τ-.ard. Die Auf lager ollen 25 erlauben
aber auch das Bearbeiten von verkstücken unterschiedlichsier
Breite, da die Länge der .Auflagerollen 25 entsprechend den größten 1verkstücr:breiten bemessen v/erden kann.
Der Transport der Werkstücke 11 auf den Werkstückträger
1 bzv?. nach der Bearbeitung vom r.rerkstückträger 1
könnte in üblicher './eise über eine ICrananlage erfolgen.
Günstiger ist es jedoch, wenn die Werkstücke über einen der Vorrichtung vor- und nachgeordneten Rollgang in
Richtung ihrer Längsachse angefördert und abtransportiert v-erden, da der Werkstücktransport dadurch schneller und
einfacher gestaltet v/erden kann. Von dem nicht dargestellten Rollgang wird das Werkstück auf die Auflagerollen
25 neben der Uerkstückträgerbahn geschoben und es läuft auf diesen Rollen25 und den Rollen 12 des Werkstückträgers
1, bis es an den Anschlägen 24 der vorderen, in eine Z-wischensteilung hochgeschwenkten Spannvorrichtung
des er?iStückträgers anstößt. Der Schwenkarm 15 der hinteren
Spannvorrichtung muß dabei natürlich abgesenkt sein, damit
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das Werkstück darüber hinweggleiten kann. Der Transport des
Werkstückes im Bereich der Auflagerollen 25 kann bei entsprechendem Antrieb durch diese selbst erfolgen. Von Vorteil
ist es aber, wenn die Auflagerollen 25 frei drehbar gelagert sind und der Antrieb mit Hilfe eines Treibgerüstes 2-6 mit
zusammenwirkenden Treibwalzenpaaren 27 erreicht wird, da dadurch der Aufwand verringert und die Zugkraft auf das
Werkstück erhöht werden kann.
In ähnlicher Weise kann das Werkstück nach der Bearbeitung durch ein weiteres Treibgerüst 26 auf der
Auslaufseite der Vorrichtung auf den ebenfalls nicht gezeichneten, nachgeordneten Rollgang gefördert werden, wobei
selbstverständlich der Schwenkarm 15 der vorderen Spannvorrichtung unter die Auflageebene für das Werkstück
abgesenkt werden muß. Die Rollen 12 im Werkstückträger 1 sind dabei vorzugsweise ebenfalls frei drehbar gelagert,
um eine entsprechende Drehrichtungsumkehr bei einer Werkstückberührung während des leeren Rückweges oder beim
Unterfahren des Werkstückes zu gewährleisten. Die Rollen 12 des Werkstückträgers können aber auch angetrieben werden,
was insbesondere dann von Vorteil ist, wenn das Werkstück in einer Ebene zu- und abtransportiert wird, die höher
oder niedriger als die Bearbeitungsebene liegt, wenn also die Auflagerollen 25 und die Rollen 12 heb- und senkbar
gelagert sind und den Werkstücktransport auf den Werkstückträger und vom Werkstückträger übernehmen.
Bevor ein Werkstück 11 auf dem jeweiligen Werkstückträger
1 niedergespannt wird, muß es gerichtet werden,
was bereits erfolgen kann, bevor der Werkstückträger in seine Ausgangsstellung zurückgekehrt ist. Dazu ist lediglich
erforderlich, daß das Werkstück in einem bestimmten Bereich auf den Auflagerollen 25 der Einlaufseite zur
Ruhe kommt. Das eigentliche Richten des Werkstückes 11 erfolgt durch Richthebel 28, die sich bezüglich der Symmetrie-
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längsachse der Vorrichtung zumindest annähernd gegenüberliegen
und im Endbereich des Werkstückes 11 angeordnet sind. Von den zwei Paaren voneinander gegenüberliegenden Riehthel>
eln ist jedoch x^egen der besseren Übersichtlichkeit in
Fig. 7 nur ein Riclithebel 28 gezeichnet. Diesem gezeichneten
Riclithebel 20 liegt spiegelbildlich ein nicht dargestellter
gleicher Richthebel gegenüber. Diese Richthebel 28 sind jeweils in einem Schlitten 29 schwenkbar gelagert, der auf
einer quer zur Werkstücklängsachse verlaufenden ortsfesten Führung 30 zur Anpassung an verschiedene WerkstUckbreiten
verschoben werden kann. An den Richthebeln 28 greift jeweils ein am Schlitten 29 gelagerter Hydraulikzylinder
31 an, mit dessen Hilfe der jeweilige Richthebel 28 gegen den Längsrand des Werkstückes um seine zur Längsachse
der Vorrichtung parallele Schwenkachse 32 hochgeschwenkt werden kann. Werden die Hydraulikzylinder 31
gleichzeitig beaufschlagt, so wird das Werkstück 11 so lange verschoben, bis alle Richthebel 28 an den Längsründern
des Werkstückes anliegen. Da die Richthebel 28 dabei S3onmetrisch zur Längsachse der Vorrichtung bewegt
werden, ist dann das Werkstück 11 zumindest im Bereich der Richthebel 28 bezüglich der Längsachse der Vorrichtung
ausgerichtet. Ein solches Ausrichten genügt bei Werkstücken mit annähernd geradem Längsrandverlauf, um gleiche
Überbreiten für die zu beiden' Seiten des Werkstückes vor-' gesehenen, ebenfalls bezüglich der Maschinenlängsachse
symmetrisch angeordneten Fräseinrichtungen 33 zu erhalten.
Eine solche gleichmäßige Aufteilung der abzuspanenden Überbreite des Werkstückes auf die zu beiden Seiten des··
Werkstückes vorhandenen Fräseinrichtungen 33 ist aber nicht möglich, wenn das Werkstück keinen geraden, sondern
beispielsweise einen säbelförmigen Verlauf, aufweist. Ein . säbelförmiger Verlauf besteht nämlich darin, daß der eine
■Werkstückrand zwischen den Richthebeln 28 gegenüber diesen
zurückspringt, so daß die mittlere Überbreite auf dieser
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Werkstückseite sicherlich geringer als die Überbreite auf
der gegenüberliegenden einen sich zwischen den Richthebeln ausbauchenden Längsrand aufweisenden Werkstückseite ist»
Der Werkstückrand kann sogar so weit zurückspringen, daß das Werkstück bereichsweise außerhalb des Fräswerkzeugeingriffes
kommt.. Um solche Fehlausrichtungen zu vermeiden und etwa gleiche Überbreite auf beiden Längsseiten des
Werkstückes zu gewährleisten, was unbedingt erreicht werden muß, wenn die Fräseinrichtungen 33 auf beiden
Werkstückseiten bei einem normalen Arbeitsverlauf bereits mit voller Schnittleistung arbeiten sollen, sind zwischen
den Richthebeln 28 jeweils mehrere über die Längsseite des Werkstückes verteilte Schwenkhebel 34 vorgesehen, von denen
jeweils die einer Seite zugeordneten Hebel vorzugsweise mit einer gemeinsamen Welle 35 mittels eines Hydraulikzylinders
36 verschwenkt werden können. Die Hebel .34 sind wiederum zur Anpassung an verschiedene Werkstückbreiten
auf einem quer zur Maschinenlängsachse entlang einer Führung 37 verschiebbaren Schlitten 38 gelagert.
In Fig. 7 ist der Einfachheit wegen nur einer von diesen zu beiden Seiten des Werkstückes vorhandenen
Hebeln 34 gezeichnet.
Jeder Schwenkhebel 34 trägt einen um eine zur Welle 35 parallele Achse 39 verschwenkbaren Tasthebel
40 mit einer Anschlagfläche 41 für den Längsrand des Werkstückes 11. Die Arbeitsstellung jedes Schwenkhebels
34 ist durch je einen einstellbaren, als Stellschraube ausgebildeten Anschlag 42 vorgegeben. Die Anschlagflächen
41 aller Tasthebel 40 auf einer Werkstückachse können jeweils
mittels verstellbarer Anschläge, die im' dargestellten Ausführungsbeispiel als Stellschrauben 43 ausgebildet sind
und auf den Tasthebel 40 wirken,- entlang einer Geraden auf das genaue Sollmaß eingestellt werden« Nach dem Hochschwenken
legen sich die Schwenkhebel 34 an die zugehörige Stellschraube 42 an. In dieser Position sind die
Anschlagflächen 41 der Tasthebel 40. genau auf Soll-Linie
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justiert, was mit Hilfe der Stellschrauben 43 geschehen
ist.
Die Tasthebel 40 v/erden durch eine Feder 44 .gegen
ihren Anschlag 43 gedrückt und können aus dieser anschlagbegrenzten-Grundstellung
gegen die Kraft der Feder 44 durch das ",'Jerkstück 11 weggeschwenkt werden, wobei durch die Tasthebel
40 jeweils ein Steuerschalter betätigt wird, der aux ^vJOl Kontaktstellen 45 besteht, die mit einer am Tasthebel
40 befestigten Kontaktplatte 46 zusammenwirken, und ■iur ;.teucrung eines der gegenüberliegenden Hydraulikzylinder
31 zur Betätigung der Richthebel 28 dient.
Steht der Längsrand des Uerkstückes im Bereich der Tasthebel 40 über die durch die Anschläge 43 gegebene
Soll-Linie vor, so v/erden die Tasthebel 40 etwas ausgeschwenkt, wobei die Kontakte 45 geöffnet v/erden. Der Stromkreis
des zugehörigen SteuerSchutzes wird geöffnet, und es
geschieht nichts. Hat jedoch das Werkstück im Bereich eines Tasthebels 40 Untermaß, so berührt der Tasthebel 40 den Längsrand
des Uerkstückes nicht. Bas Kontaktpaar 45 bleibt daher
geschlossen, der,zugehörige Steuerschütz spricht an und bewirkt die Beaufschlagung eines der gegenüberliegenden Hydraulikzylinder
32 zur Betätigung des entsprechenden Richthebels Das ¥erkstück wird gegen den Tasthebel verschoben. Sobald
der "Werkstückrand über die Soll-Linie hinausrückt, wird
der Tasthebel 40 angestoßen und aus seiner anschlagbegrenzten Grundstellung weggedrückt. Die Eontakte 45 öffnen
sich und der Zylinder 31 wird abgeschaltet. Das Werkstück 11 wird somit durch die Richthebel 28 so lange verschoben,
bis alle über die beiden Längsseiten verteilten Tasthebel 1;erkstuckberührung haben und alle Kontakte 45 geöffnet sind.
Damit ist aber die Überbreite des Werkstückes 11 in ausreichendem Maß auf beide Längsseiten gleichmäßig verteilt und die
Sicherheit gegeben, daß das durch die Anschlagflächen 41 eingestellte Sollmaß innerhalb der Umrißlinie des Werkstückes
liegt. Nach dem Richten können die Richthebel 28 und die Schwenk-
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hebel 34 vom Werkstück weggeschwenkt und. das Werkstück auf dem Werkstückträger 1 mit Hilfe der Klemmbacken 13 niedergespannt
werden.
Das so gerichtete Werkstück 11 wird nun mit' dem Uerl-;-"
stückträger 1 ohne wesentlichen Z v;i sehen transport an den
Fräseinrichtungen 33 zum Befräsen vorbeigeführt und bearbeitet. Die einzelnen Fräseinrichtungen 33 besitzen jeweils
ein seitlich neben dem Werkstück 11 angeordnetes Fräswerkzeug 47 mit etwa normal zur Werkstückebene verlaufender
Rotationsachse. Jede Fräseinrichtung ist einerseits in einem
Schlitten 48, der auf einer Führung 49 quer zum jeweiligen Bearbeitungsrand des Werkstückes 11 verschiebbar ist,
schwenkbar gelagert und anderseits über auf der Werkstückoberfläche abrollenden Führungsrollen 50 abgestützt, wobei
die Schwenkachse 51 der Fräseinrichtung parallel* zum Längsrand des Werkstückes 11 verläuft, so daß das Werkzeug 47
stets parallel zur Werkstückoberfläche geführt wird, auch dann, venn das Werkstück nicht vollkommen eben am Werkstückträger
1 aufliegt. Diese zur Werkstückoberfläche parallele Führung kann aber noch keine gute frästechnische Führung
des Werkstückes im Eearbeitungsbereich gewährleisten. Zu diesem Zweck ist auf der Schwenkachse 51 eine Schwinge 52
drehbar gelagert, die selbstverständlich auch auf einer dazu parallelen Achse gelagert sein kann und gegen die Werkstückunterseite gerichtete Führungsrollen 53 aufweist. Zwischen
der Fräseinrichtung 33 und der Schwinge 52 ist ein Hydraulikzylinder 54 angelenkt, mit dessen Hilfe das Werkstück
zwischen den Führungsrollen 50 und 53 zangenartig geführt ist, so daß das Fräswerkzeug 47 in günstiger Weise mit dem
Werkstück im Eingriffsbereich verspannt wird und sich schwere Längsspannträger, die öas Werkstück auf dem Werkstückträger
niederspannen, erübrigen.
Beim Vorbeifahren des Werkstückträgers 1 an den Fräseinrichtungen 33 läuft das Werkstück 11 in die durch die
FUhrungsrollen 00 und 53 gegebene Werkstückführung ein
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und wird befräst. Gemäß den Fig, 1 und 2 sind je vier
Fräs.einrichtungen 33 auf jeder Werkstücklängsseite vorgesehen, von denen jeweils die beiden ersten Fräseinrichtungen
zum Tesäumen des Werkstückes und die beiden letzten
E-.uin Epntenprofilieren.dienen. Durch diese Anordnung können
auch große Uberbreiten in einem Arbeitsgang bewältigt werden.
fahrend nun ein Werkstück 11 an den Fräseinrichtungen
33 vorbeigeführt und bearbeitet wird, kann bei Maschinen
mit zxiei Werkstückträgern 1a und 1b der Werkstückträger
(beispielsweise 1a) der das"vorangegangene Werkstück transportiert
hat, im schnellen Rücklauf auf die Einlaufseite zurückgebracht werden, wobei er das neue Werkstück, das
gerade bearbeitet wird, unterfährt. Auf der Einlaufseite kann, noch bevor das gerade an den Fräseinrichtungen vorbeibewegte
Werkstück fertig bearbeitet ist, das nächste Werkstück gerichtet und auf dem zurückgeholten Werkstückträger
1a niedergespannt werden, so daß dieses Werkstück unmittelbar nach dem Fertigbearbeiten des vorangegangenen Werkstückes
durch den Werkstückträger 1a an den Fräseinrichtungen 33 zur Bearbeitung vorbeigeführt werden kann. Nachdem die Klemmbacken 13 des Werkstückträgers 1b geöffnet und abgesenkt
wurden, kann noch während des Abtransportes des gerade fertiggestellten Werkstückes durch das Treibgerüst 26
der Werkstückträger zur Finlaufseite zurückbewegt werden,
wo bereits ein neues Werkstück antransportiert wird.
Die Nebenzeiten sind daher praktisch vollkommen unterdrückt, so daß die Taktzeiten durch die reinen Schnittzeiten
bestimmt werden und der größtmögliche Ausstoß erreicht wird.
Um die Messerköpfe der Fräseinrichtungen rasch auswechseln zu können, ist im Bereich der Fräseinrichtungen - ·
33 Bine Krananlage 55 vorgesehen.
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Claims (6)
1.J Vorrichtung zum Besäumen und Kantenprofilieren von
metallischen, plattenförmigen Werkstücken mit wenigstens
einer sich relativ gegenüber dem auf einem Werkstückträger festgehaltenen Werkstück parallel zu dessen Längsrand bewegenden
Fräseinrichtung, die ein seitlich neben dem Werkstück angeordnetes Fräswerkzeug mit etwa normal zur ' erkstückebene
verlaufender Rotationsachse besitzt und einerseits über auf der Werkstückoberfläche abrollende Führungsrollen am Werkstück
abgestützt und anderseits in einem quer zum jeweiligen Bearbeitungsrand des Werkstückes verschiebbaren Schlitten
schwenkbar gelagert ist, der eine um die Schwenkachse der FrMseinrichtung
bzw. um eine dazu parallele Achse drehbare Gchmrige
trägt, die gegen die Werkstückunterseite gerichtete Führungsrollen
aufweist, wobei die chwinge und die Fräs einrichtung mittels eines zwischen ihnen angelenkten Stelltriebes das
Werkstück zwischen ihren Führungsrollen spannen, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstückträger (1) gegenüber
der Fräseinrichtung (33) bzw. den Fräseinrichtungen (33) entlang einer Führung (2) verschiebbar und schmäler als die
kleinste WerkstUckbreite ausgebildet ist, daß zu beiden Seiten
neben der Werkstückträgerbahn über deren ganze Länge Auflagerollen (25) mit quer zum Längsrand des Werkstückes (11)
verlaufenden Drehachsen für das Werkstück (11) vorgesehen sind, und daß zum Ausrichten des Werkstückes (11) bezüglich
der Werkstückträgerlängsachse auf der Einlaufseite eine
Richteinrichtung (28, 20) angeordnet ist. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den beiden seitlich neben der WerkstUckträgerbahn angeordneten Reihen von Auflagerollen (25) für die Längsränder
des Werkstückes (11) zwei entlang von je einer eigenen Führung (2a, 2b) im wesentlichen gegensinnig verschiebbare
Werkstückträger (1a, 1b) vorgesehen sind, die abwechselnd
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unmittelbar nacheinander zu bearbeitende Werkstücke (11) ^or. der . inlaufseite zur _■ uslauf seite transportieren.
T'. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Werkstückträger (1) Rollen (12) mit quer zur Führung (2) verlaufender Drehachse zur Aufnahme des
".er^.ctüc-nes (11) besitzt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3> dadurch gekennzeichnet,
daß die Rollen (12) im "Werkstückträger (1) frei drehbar gelagert
sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Transport der Werkstücke (11) von
einem der Vorrichtung vorgeordneten Rollgang auf den Werkstückträger
(1) und vom Werkstückträger (1) auf einen der Vorrichtung nachgeordneten Rollgang jeweils wenigstens ein
Trcilrualzenpaar (27) auf der Einlauf seite und auf der Auslaufsoito
oeitlich neben der VJerkstückträgerbahn vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5>
dadurch gekennzeichnet, daß die Richteinrichtung zu beiden Seiten der './crkstückträgerbahn jeweils mehrere über eine der Längenabmessung
des ^erkstückträgers (1) entsprechende Länge verteilte,
gegen einstellbare Anschläge (42) um eine zur Werkstückträgerbahn parallele Achse (35) schwenkbare '"chwenkhebel (34) besitzt,
die jeweils mit Anschlagflächen (41) für den Werkstücklängsrand versehene Tasthebel (40) tragen, welche Tasthebel
(40) aus einer durch einen verstellbaren Anschlag (43) begrenzten Grundstellung gegen die Kraft einer Feder (44) vom Werkstückrand
wegschvenkbar gelagert sind und jeweils einen Steuerschalter (45,4G) betätigen, wobei ζ v/ei Paare von jeweils zwei
einander bezüglich der "..erkstücklängsachse gegenüberliegenden,
quer zur Werkstücklängsachse bewegbaren Richthebeln (.28) vorgesehen sind, die einzeln über die Steuerschalter (45,46) betätigbar
oder zum Vorrichten des Werkstückes (11) gemeinsam spiegelbildlich gegen das Werkstück (11) verstellbar sind.
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BAD ORIGINAL
Applications Claiming Priority (1)
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