DE2500986B2 - Elektrodynamischer Wandler, insbesondere Lautsprecher - Google Patents

Elektrodynamischer Wandler, insbesondere Lautsprecher

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Description

Weiterhin tritt bei dem bekannten elektrodynamischen Wandler eine Dopplerverzerrung bezüglich des erzeugten Tones auf. Dieses ist wiederum durch den starken Abstand der Membran erzeugt durch den Strom in den Leitern für die niedrigen Frequenzen bedingt. Die Hochfrequenzschwingungen der Membran überlagern die Ablenkungen im niedrigen Frequenzbereich. Die Tonhöhe der erzeugten hochfrequenten Töne weichen erheblich dadurch ab, daß die Membran entsprechend stark schwingt und großen Auslenkungen unterworfen ist, bedingt durch den Strom, der durch diese Leiter für den niedrigen Frequenzbereich strömt.
Auch tritt bei dem bekannten elektrodynamischen Wandler eine beträchtliche Frequenzinterferenzlöschung auf. Diese ist insbesondere wichtig für die verhältnismäßig hohen Töne, bei denen die Wellenlänge kurz ist. Diese Töne werden durch die innen liegenden Leiter bei dem bekannten elektrodynamischen Wandler erzeugt. Geht man davon aus, daß der eine waagerechte Streifen der Leiter für die hohen Frequenzen als ein Gesamtleiter und der andere waagerechte Streifen für die hohen Frequenzen als ein zweiter waagerechter Leiter anzusehen ist, und berücksichtigt man ferner, daß der gesamte Bereich dieser Leiter für die hohen Frequenzen nicht schnell genug schwingen kann, um mit der Frequenz der übertragenden Signale in diesem Leiterbereich mitzukommen, dann wird deutlich, daß zwei aneinander angrenzende Streifen der Membran vorhanden sind, die hochfrequente Töne abgeben. In einer entsprechenden Entfernung von dem bekannten elektrodynamischen Wandler oder Lautsprecher bilden sich eine beträchtliche Anzahl sog. »Totpunkte«, an denen die Töne, die von einem Streifen der Leiter für die hohen Frequenzen erzeugt werden, durch die Töne, die von dem anderen Streifen der Leiter für die hohen Frequenzen erzeugt werden, ausgelöscht werden. Unter Berücksichtigung dieser beiden Streifen von Leitern für hohe Frequenzen und unter der Voraussetzung, daß sich das Ohr eine halbe Wellenlänge weiter von dem einen Streifen als von dem anderen Streifen entfernt befindet, werden die durch die Streifen erzeugten Töne vollständig phasenverschoben zu den Tönen sein, die durch den anderen Streifen erzeugt werden, so daß sie sich gegenseitig löschen und das Ohr keinen Ton hören wird. Diese Frequenzinterferenzlöschung ist von Nachteil. Ähnliche »Totpunkte« treten bei dem bekannten elektrodynamischen Wandler nicht nur in bezug auf die waagerecht verlaufenden sondern auch in bezug auf die senkrecht verlaufenden Streifen auf.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen elektrodynamischen Wandler der eingangs genannten Art zu schaffen, der entsprechend getrennte Leiter zur Erzeugung hoher Frequenzen und zur Erzeugung niedriger und gegebenenfalls mittlerer Frequenzen aufweist, die so angeordnet werden, daß Grundiesonanzfrequenzen für unterschiedliche niedrige und hohe Frequenzen vorhanden sind, wobei die Modulationsverzerrung, die Dopplerverzerrung und die Frequenzinterferenzlöschung der hochfrequenten Töne stark vermindert werden und gleichzeitig die Stärke der hochfrequenten Töne erhöht wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Leiter zur Erzeugung von Signalen im Bereich hoher hörbarer Frequenzen in einem einzigen, langgestreckten und schmalen Abschnitt vorgesehen sind, der entlang und im geringen Abstand zu einer langen Kante der Membran verläuft.
Erfindungsgemäß liegt also der Bereich, in dem sich die Leiter für die hohen Frequenzen befinden, in der Nähe einer langen Kante, so daß nur eine geringe Auslenkungsmöglichkeit durch die Leiter für die tiefen Frequenzen, die sich im mittleren Bereich der Membran "> befinden, möglich ist. Hierdurch wird eine geringe, praktisch nicht merkliche Modulationsverzerrung erreicht, da der Kantenbereich der Membran im wesentlichen ortsfest gehalten wird und nur sehr gering unter dem Einfluß der Signale im Bereich der niedrigen
ι» Frequenzen in den Leitern im mittleren Schwingungsbereich der Membran schwingt. Weiterhin ist eine Dopplerverzerrung nicht möglich, da der langgestreckte schmale Abschnitt mit den Leitern für die hochfrequenten Töne an einer Kante in der Nähe des
'"> Rückens angeordnet ist. Es ist nur eine sehr geringe Ablenkung der Membran in diesem Bereich unter Einfluß des Stromes in den Leitern für die Töne im niedrigen Frequenzbereich möglich. Auch tritt eine Frequenzinterferenzlöschung nicht auf, da nur ein
"■'» einziger langgestreckter Streifen vorhanden ist. Es ist keine zweite Quelle für hochfrequente Töne vorhanden, so daß eine entsprechende Löschung nicht möglich ist.
Ein Lautsprecher nach der Erfindung kann so aufgestellt sein, daß der langgestreckte schmale Streifen
-'■ senkrecht in bezug auf den Hörer verläuft, so daß es belanglos ist, ob dieser in einein Stuhl si»/! oder sieht. Auf jeden Tall tritt eine Frequenzinterferenzlöschung bei einem entsprechenden Lautsprecher nach der Erfindung nicht auf.
«" In vorteilhafter Weise kann der elektrodynamische Wandler nach der Erfindung derart ausgebildet sein, daß der an den Rücken angrenzende Magnet im Bereich der Leiter für den höherfrequenten Strom zur Erzeugung von Signalen im Bereich der hohen hörbaren Frequen-
i' zen näher an der Membran liegt als in dem Bereich der Leiter für den Strom niedriger Frequenz zur Erzeugung von Signalen im Bereich der tiefen hörbaren Frequenzen.
Da der Streifen mit den Leitern für die hochfrequen-
i'i ten Signale in der Nähe der ortsfesten Kante der Membran liegt, ist in diesem Bereich nur eine geringe Ablenkung der Membran möglich, so daß es möglich ist, den Magneten in diesem Bereich sehr nahe an der Membran anzuordnen, so daß ein starkes magnetisches
1> Feld wirksam wird und so entsprechend starke Töne in dem gewünschten Frequenzbereich erzeugt werden.
Auch ist es in vorteilhafter Weise möglich, den elektromagnetischen Wandler so auszubilden, daß der Magnet durch eine Anzahl langgestreckter schmaler
·" Magnetstreifen gebildet ist. deren Abstand untereinander dem Abstand der zugeordneten Leiter entspricht.
Die Leiter für die niedrigen Frequenzen im mittleren Bereich der Membran können einen großen Abstand voneinander aufweisen, und die Streifenmagnete kön-
■">> nen in gleicher Weise einen entsprechend großen Abstand untereinander haben. In diesem Bereich der Membran können die Magnete weiterhin einen beträchtlichen Abstand von der Membran aufweisen, so daß mit Sicherheit ein Aufschlagen der Membran auf die
wi Magnete vermieden wird. Entsprechend können die Leiter für die hochfrequenten Ströme dicht an den Magneten liegen und es können andere Drähte für die Leiter verwendet werden. Die Magnete können einen gerngeren Abstand untereinander aufweisen.
""■ Weitere vorteilhafte Ausbildungen sind Gegenstand der Ansprüche 4 bis 7.
Im folgenden wird die Erfindung unter Hinweis auf die Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Raumes, in dem Lautspreeher aufgestellt sind;
F i g. 2 einen Schnitt durch einen elektrodynamischen Wandler oder Lautsprecher, bei dem der dekorative Stoff von der Vorderseite entfernt wurde;
F i g. 3 einen Schnitt gemäß der Linie 3-3 der F i g. 2 im vergrößerten Maßstab;
F i g. 4 einen Schnitt gemäß der Linie 4-4 der F i g. 2 im vergrößerten Maßstab; ι ο
F i g. 5 einen Schnitt gemäß der Linie 5-5 der F i g. 4 im stark vergrößerten Maßstab;
F i g. 6 einen Schaltplan eines elektrodynamischen Wandlers zur Verbindung mit einem Verstärker;
Fig. 7 einen geringfügig abgewandelten Schaltplan zur Verbindung des elektrodynamischen Wandlers mit dem Ausgang eines Verstärkers und;
Fig. 8 einen Schnitt, der grundsätzlich demjenigen der F i g. 3 entspricht, jedoch eine abgewandelte Ausführungsform für einen Teil des magnetischen Systems zeigt.
Der in der Zeichnung dargestellte elektrodynamische Wandler ist grundsätzlich mit 10 bezeichnet. Wie dargestellt, ist er plattenförmig ausgebildet. Derartige elektrodynamische Wandler können als Lautsprecher so angeordnet werden, wie es in Fig. 1 dargestellt ist. Zwei Lautsprecher, die Teil eines Stereophonischen Systems sind, erzeugen Töne in Übereinstimmung mit den entsprechenden elektrischen Signalen.
Diese plattenförmigen elektrodynamischen Wandler s» sind ungefähr 1,5 m hoch. 30 bis 40 cm breit und ca. 2,5 cm dick, wobei die Dicke im wesentlichen durch die Dicke des Rahmens bedingt ist.
In Fig. 1 sind die Lautsprecher mit einem Stoff überzogen dargestellt, wodurch das erwünschte dekora- Ji tive [Erscheinungsbild erzeugt wird. Gleichzeitig werden die Lautsprecher vor Beschädigungen geschützt.
Der in Fig. 2 dargestellte elektrodynamische Wandler ist in einem Rahmen 11.1 angeordnet, der um den gesamten Umfang verläuft und so für einen starren 4" Aufbau sorgt und ein Verziehen verhindert. Der Rahmen 11.1 kann als Teil des starren Rückens bezeichnet werden, der grundsätzlich mit 12 bezeichnet ist. und der der Befestigung der flexiblen Membran 13 an den Kanten derselben dient, wodurch die an die 1^ Membran angrenzenden Felder definiert werden. Dementsprechend besteht der Rücken 12 aus einer starren Abstandsscheibe 11, die sich um den gesamten Urnfang des elektrodynamischen Wandlers erstreckt und weist eine im wesentlichen steife, plattenförmige r'" Armatur 14 auf, die aus magnetischem Material, vorzugsweise Eisenmetall oder Weicheisen hergestellt ist und in geeigneter Weise zum Schutz gegen Korrosion galvanisiert wurde. Die Armatur 14 ist angrenzend an jeden Membranbereich geringfügig konkav gebogen, um auf diese Weise für eine Anpassung an die Auslenkung der Membran zu sorgen. Die Armatur ist mit der Abstandsscheibe 11 durch Kleben oder in einigen Fällen mechanisch verbunden. Die Abstandsscheibe 11 ist aus Holz gepreßten Fasern, w starrem Kunststoff, Aluminium, Eisen oder anderen starren Materialien hergestellt Der Rücken 12 weist außerdem eine Vielzahl langgestreckter, dünner, flexibler Streifen oder Magnete 15 auf, die aus einem geeigneten Material hergestellt sind, wobei es sich b5 herausgestellt hat daß eine Kunstgummiverbindung, in der Barium-Ferrit als magnetisches Material eingebettet ist gut geeignet ist Es ist zu bemerken, daß anstelle der Streifen auch Magnete aus breiten Blechen aus entsprechendem Material verwendet werden können. Auf jeden Fall müssen die Streifen oder Magnete in eine Richtung quer zu der Armaturplatte 14 und der Membran 13 magnetisiert sein, so daß langgestreckte magnetische Zonen definiert werden, die sich in Längsrichtung der Membran 13 erstrecken. Die Streifen 15 sind so angeordnet, daß die Polflächen der aneinander angrenzenden magnetischen Zonen entgegengesetzte Polarität aufweisen, wie es in Fig.3 dargestellt ist.
Die magnetischen Felder in den langgestreckten Zonen weisen die größte Stärke an Punkten unmittelbar zwischen den angrenzenden Streifen 15 auf, und dementsprechend sind die Leiter 16 an der Membran 13 an Punkten unmittelbar zwischen den aneinander angrenzenden Streifen 15 befestigt.
Der Rücken 12 ist für die durch die Schwingung der Membran 13 erzeugten Töne akustisch durchlässig, und dementsprechend weist die plattenförmige Armatur 14 eine Vielzahl von öffnungen 17 auf. Die öffnungen 17 sind mit den Zwischenräumen 18 zwischen den Streifen oder den langgestreckten Magneten 15 ausgerichtet.
Die oberen Oberflächen der Polflächen 19 der Streifen oder Magnete 15 sind verhältnismäßig weit von der Membran 13 entfernt angeordnet, so daß die Membran entsprechend beträchtliche Schwingungen aus ihrer Normallage ausführen kann, ohne daß sie an den Streifen 15 zur Anlage gelangt oder an diese anschlägt.
Die Membran 13 ist in eine Anzahl von im wesentlichen unabhängiger Schwingungsbereiche 13a. 136. 13c I3d und 13c eingeteilt, von denen jeder eine andere Größe als der angrenzende Bereich aufweist. Dementsprechend hat jeder getrennte Schwingungsbereich 13a bis 13eeine Grundresonanzfrequenz, die sich beträchtlich von den Grundresonanzfrequenzen der anderen Bereiche unterscheidet. Bei dieser Ausführungsform des elektrodynamischen Wandlers kann die Membran einheitlich auf der Abstandsscheibe 11 gespannt sein, so daß eine dauerhafte Spannung von ungefähr 1% oder mehr im Verhältnis zu ihrer natürlichen Größe vorliegt. Normalerweise wird die Membran 13 in Querrichtung gespannt, obwohl — wenn es erforderlich ist — auch eine Spannung in Längsrichtung erfolgen kann. Um verschiedene Grundresonanzfrequenzen in den verschiedenen Bereichen zu erzeugen, können diese Bereiche unter bestimmten Umständen alle gleich sein, wobei die Masse der Membran ir jedem Bereich geringfügig anders ist, um so unterschiedliche Grundresonanzfrequenzen zu erzeugen.
Die Bereiche 13a bis 13eder Membran werden durch Teilungsstreifen 20 definiert die unterhalb der Membran 13 liegen und an dieser durch ein Klebemitte befestigt sind. Die Teilungsstreifen 20 liegen über der Magnetstreifen 15 und an diesen an. Sie können durch Klebemittel an den Magnetstreifen befestigt sein. Durcr die Teilungsstreifen 20 wird die Membran 13 im Bereicr jedes dieser Teilungsstreifen unbeweglich gemacht, se daß die Membran entsprechend in die verschiedener Schwingungsbereiche 13a bis 13e zerfällt, und jede: Bereich führt Schwingungen unabhängig von der anderen Bereichen der Membran aus.
Es ist zu erkennen, daß ein Ende 20a jede Teilungsstreifens im Abstand von der Kante dei Membran und dem angrenzenden Teil der Abstands scheibe 11 angeordnet ist Hierdurch entsteht eir langgestreckter, schmaler Kantenabschnitt 13.1 dei
Membran, der in Längsrichtung des elektrodynamischen Wandlers und an einer Seite der Abstandsscheibe Il entlang verläuft. Dieser langgestreckte Kantenabschnitt der Membran wird durch die Streifen 20 nicht gehalten, und er verbindet sämtliche Schwingungsabschnitte 13a bis 13e. Leiter 16.1 sind über die gesamte Länge des schmalen Kantenabschnittes 13.1 in Längsrichtung verlaufend an der Membran befestigt.
Wie beim Betrachten der F i g. 5 deutlich wird, sind die Leiter 16.1 und außerdem die Leiter 16 an der Membran 13 durch ein Klebemittel 21 befestigt. Der Rücken 12 weist angrenzend an den Kantenabschnitt 13.1 der Membran den langgestreckten Streifenmagneten 15.1, der im wesentlichen dem Streifen 15 entspricht, aber etwas andere Abmessungen aufweist, d.h. er ist etwas schmäler, aber etwas tiefer oder dicker, auf.
Der Abstand zwischen den Magnetstreifen 15.1 und dem Kantenabschnitt 13.1 der Membran ist wesentlich geringer als der Abstand zwischen der Membran und den Streifen 15. Dieser geringere Abschnitt angrenzend an den Kantenabschnitt 13.1 der Membran ist erforderlich, da der Kantenabschnitt der Membran durch die Abstandsscheibe 11 an einer Schwingung gehindert wird, d. h. es findet keine beträchtliche Auslenkung der Membran in dem Kantenabschnitt 13.1 statt.
Die Teilungsstreifen 20 können vollständig über die Membran und zu dem gegenüberliegender Teil der Abstandsscheibe 11 verlaufen. Es ist jedoch erforderlich, daß die Streifen angrenzend an die Magnetstreifen 15.1 dünner sind, um dem verminderten Abstand zwischen den Magnetstreifen 15.1 und der Membran 13 zu entsprechen. Derartige durchgehende Teilungsstreifen 20 erzeugen keine hörbare Veränderungen im Vergleich zu der Arbeitsweise der veranschaulichten Konstruktion.
Die Schwingung des Kantenabschnittes 13.1 der Membran wird durch die Schwingung der angrenzenden Schwingungsbereiche 13a bis 13e hervorgerufen, die durch Übertragung eines hörbaren Frequenzsignals oder eines Stromflusses in den Leitern 16 erzeugt wird. Normalerweise wird das auf die Leiter 16 übertragene Signal tiefe hörbare Frequenzen oder mittlere hörbare Frequenzen erzeugen und dementsprechend werden die Schwingungsbereiche 13a bis 13e mit entsprechenden tiefen Frequenzen schwingen. Die Schwingung der Membran, die durch das Signal in den Leitern 16 angeregt wird, entsteht in den Kantenabschnitten 13.1 ebenso wie in den mittleren Abschnitten der Bereiche 13a bis Ue. Da jedoch die wirkliche Bewegung der Kantenabschnitte 13.1 der Membran gering ist, ist kein beachtlicher Ton vorhanden, der durch die Schwingung der Kantenabschnitte 13.1 unter Einfluß der tiefen Frequenzschwingungen erzeugt wird. Die Tatsache, daß der Kantenabschnitt 13.1 ein Abschnitt jedes angrenzenden Schwingungsbereiches 13a bis 13eder Membran ist und daß dieser frei mit diesen Abschnitten schwingen kann, ist äußerst wichtig zur Definition der Grundresonanzfrequenz für jeden bestimmten Schwingungsabschnitt 13a bis 13e Der wirksame Membranbereich zur Erzeugung der Grundresonanzfrequenz für jeden der bestimmten Schwingungsbereiche 13a bis 13e ist etwas größer, da der Kantenabschnitt 13.1 eingeschlossen ist, wodurch die Grundresonanzfrequenzen der Bereiche so niedrig wie möglich sind.
Die Leiter 16.1, die an den schmalen Kantenabschnitten 13.1 entlang verlaufen, werden hohe hörbare Frequenzsignale empfangen, um so entsprechend hohe hörbare Frequenztöne zu erzeugen. Dieser Kantenabschnitt des elektrodynamischen Wandlers einschließlich der schmalen Kantenabschnitte 13.1 der Membran wird als Hochtonbereich oder als Hochtonlautsprecher bezeichnet. Wie es zur Erzeugung eines beträchtlichen Tonsignals für diesen Hochtonbereich erforderlich ist, so sind die Polflächen der magnetischen Streifen 15.1 dicht an der Membran angeordnet. Der ungefähre Abstand zwischen der Membran und den Polflächen der magnetischen Streifen 15.1 liegt bei ungefähr 0,5 Millimeter.
Bei einem Beispiel kann der Summenwert des Widerstandes der Leiter 16 ungefähr 12 Ohm betragen und das gleiche gilt für die Leiter 16.1 mit ebenfalls einem Summenwiderstand von 12 Ohm. Eine Sperrspule 21 ist in Reihe mit den Leitern 16 geschaltet, um die hohen hörbaren Frequenzsignale von diesen Leitern 16 fernzuhalten, wodurch jede beträchtliche Erzeugung von Hochtönen verhindert wird, bei welchen Tönen es sich um stark gerichtete Töne handeln würde. Die Sperrspule 21 kann einen Widerstand von 398 Mikrohenry haben. Bei einem typischen Beispiel sind die Leiter 16 nebeneinander verlaufend auf der Membran angeordnet, wobei der normale Abstand so gewählt ist, daß ungefähr vier Leiter auf 25 Millimeter fallen. Die Hochtonleiter 16.1 sind ebenfalls gleich weit voneinander entfernt angeordnet, wobei ungefähr 8 Leiter auf 25 Millimeter fallen. Die wirksame Breite des langen streifenförmigen Hochtonbereiches liegt zwischen 12 und 25 Millimeter, wobei die Breite der Membran an dem die Leiter 16 vorgesehen sind ungefähr 180 Millimeter ist. Die starren Teilungsstreifen 20 sind ungefähr 180 Millimeter lang. Bei den Leitern, die wie in Fig.6 dargestellt angeschlossen sind und mit dem Ausgang eines Verstärkers bei 22 verbunden sind, werden die hohen hörbaren Frequenzsignale wirksam von den Niedertonsignalleitern 16 der Membran ferngehalten, so daß der Verstärker, wenn er ein elektronisch-Stabilisierter (»Solid State«)-Verstärker ist, seine maximale Leistung in den Leiter 16 mit niedriger Impedanz abgeben wird.
Jeder Membranbereich 13a— 13e schließt ein Teil des angrenzenden Kantenabschnittes 13.1 ein, und zwar zur Festlegung der Grundresonanzfrequenz, wobei die Erregung durch tiefe Frequenzsignale erfolgt, die auf die Leiter 16.1 übertragen werden. Der Kantenabschnitt 13.1 wirkt aber auch getrennt als Hochtonabschnitt für unabhängig und getrennt erzeugte hörbare Frequenztöne im Hochtonbereich.
Bei einer anderen Form können die Leiter 16 aus zweiundzwanziger Kupferdraht bestehen, die im Abstand von 7,7 Millimeter voneinander verlaufen, wobei die Leiter 16.1 aus zweiunddreißiger Aluminiumdraht bestehen können, die im Abstand von 53 Millimeter nebeneinander verlaufen. Die Magnetstreifen 15 können 22 Millimeter dick und 6,6 Millimeter stark sein, sowie einen minimalen Abstand von 1,0 Millimeter von der einhalb Mil messenden Membran aufweisen. Die Magnetstreifen 15.1 können 2£ Millimeter dick und 3,8 Millimeter breit sein sowie einen Abstand von 0,5 Millimeter von der Membran aufweisen. Die Teilungsstreifen 20 weisen eine Dicke zwischen 0,5 und 1,0 Millimeter auf, und die Distanzscheiben halten einen minimalen Kantenabstand in jedem Bereich 13a bis 13e aufrecht, wobei die Mitten jedes Bereiches die Magneten 15 bis zu 2$ Millimeter von der Membran entfernt halten, und zwar durch die von der Membran weggerichtete konkave Wölbung der aus Metall
bestehenden Plattenarmatur 14.
Die niedrigen oder Baßfrequenztöne werden deshalb von jedem der getrennten Schwingungsabschnitte 13a, 13e nach vorwärts und nach rückwärts und unter sämtlichen verschiedenen Winkeln von einer zur anderen Seite ausgehen. Die Hochfrequenztöne im hörbaren Bereich werden durch den Hochtonstreifen oder Kantenabschnitt 13.1 erzeugt und bedingt durch die schmale Ausbildung dieses Streifens werden diese Töne mit hohen Frequenzen horizontal nach außen im wesentlichen in alle Richtungen, sowohl nach vorne als auch nach hinten austreten.
Obwohl die Leiter 16 und 16.1 beträchtliche Ströme leiten können, muß der Erwärmung geringe Beachtung geschenkt werden, da die Leiter verhältnismäßig weit über die Membran mit der Wirkung verteilt sind, daß die entsprechenden Wärmemengen ohne Beschädigung der Bauteile abgeleitet werden müssen.
Bei der Schaltung, wie sie in F i g. 7 dargestellt ist, sind die verschiedenen Leiter 16 und 16.1 in klassischer Weise mit einem Widerstand von je 6 Ohm konstruiert. Die Sperrspule 21 ist in Reihe mit den Leitern 16 für die Signale im Tieftonbereich verbunden, und ein Kondensator 22 von ungefähr 10 Mikropharat ist in Reihe mit dem Hochtonleiter 16.1 geschaltet. Bei dieser Anordnung handelt es sich um eine herkömmliche L-C Schaltung. Zusätzlich zu der Sperrung der Hochfrequenzsignale von dem Leiter 16 erfolgt außerdem eine Sperrung der niedrigen oder Tieftonsignale von dem Hochtonabschnitt oder dem Leiter 16.1. Der Widerstand ist bei jeder Frequenz der gleiche. Es können außerdem größere Verstärker eingesetzt werden, ohne daß maximale Leistung auf den Frequenzbereich für die niedrigen Frequenzen übertragen wird. Hierdurch wird ein genauerer Ton erzeugt.
Die Form des elektrodynamischen Wandlers 10.1, der in F i g. 8 dargestellt ist, entspricht im wesentlichen derjenigen der F i g. 1 bis 5, wobei jedoch die magnetischen Streifen 15.1' unterhalb des schmalen Kantenabschnittes oder des Hochtcnabschr.itis 13.! bei dieser Konstruktion dünner sind und von einer akustisch durchlässigen Abstandsplatte 25 abgestützt werden, die ein Teil der magnetischen Armatur bildet. Die Abstandsplatte 25 ist außerdem aus Eisenmetall vorzugsweise aus Weicheisen hergestellt, so daß sie einen Weg niedriger Reluktanz für das magnetische Feld bildet, und zwar zusammen mit den magnetischen Streifen 15.Γ der Armaturplatte 14.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Elektrodynamischer Wandler, insbesondere Lautsprecher, mit einem steifen und akustisch durchlässigen Rücken in breiter und im wesentlichen flacher Form und mit einem Magneten zur Erzeugung magnetischer Felder angrenzend an den Rücken, wobei eine tonerzeugende flexible Membran zur Bildung eines Schwingungsbereiches dem Rücken gegenüber derart angebracht ist, daß die Kanten des Schwingungsbereiches nicht schwingen, wobei der Schwingungsbereich der Membran in einem mittleren Abschnitt mit Leitern für einen Strom niedriger Frequenz zur Erzeugung von Signalen im Bereich der tiefen hörbaren Frequenzen über den gesamten Schwingungsbereich versehen ist, und wobei zusätzliche Leiter für einen höherfrequenten Strom zur Erzeugung von Signalen im Bereich der hohen hörbaren Frequenzen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiter (16.1) zur Erzeugung von Signalen im Bereich hoher hörbarer Frequenzen in einem einzigen, langgestreckten und schmalen Abschnitt (13.1) vorgesehen sind, der entlang und im geringen Abstand zu einer langen Kante der Membran (13) verläuft.
2. Elektrodynamischer Wandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der an den Rücken (12) angrenzende Magnet (15) im Bereich der Leiter (16.1) für den höherfrequenten Strom zur Erzeugung von Signalen im Bereich der hohen hörbaren Frequenzen näher an der Membran (13) liegt als in dem Bereich der Leiter (16) für den Strom niedriger Frequenz zur Erzeugung von Signalen im Bereich der tiefen hörbaren Frequenzen.
3. Elektrodynamischer Wandler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet durch eine Anzahl langgestreckter schmaler Magnetstreifen (15, 15.1) gebildet ist, deren Abstand untereinander dem Abstand der zugeordneten Leiter (16,16.1) entspricht.
4. Elektrodynamischer Wandler nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiter (16.1) zur Erzeugung von Signalen im Bereich hoher hörbarer Frequenzen einen geringeren Abstand untereinander aufweisen als die Leiter (16) zur Erzeugung von Signalen im Bereich der tiefen hörbaren Frequenzen.
5. Elektrodynamischer Wandler nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich der Membran (13), der die Leiter (16) zur Erzeugung von Signalen im Bereich der tiefen hörbaren Frequenzen trägt, durch Teilungsstreifen (20) unterteilt (13a bis 13ejist.
6. Elektrodynamischer Wandler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß aneinander angrenzende, durch die Teilungsstreifen (20) gebildete Bereiche (z. B. 13a, i3b) unterschiedliche Grundresonanzfrequenzen aufweisen.
7. Elektrodynamischer Wandler nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich der langgestreckte und schmale Abschnitt mit den Leitern (16.1) zur Erzeugung von Signalen im Bereich hoher hörbarer Frequenzen über mehrere durch die Teilungsstreifen (20) gebildete Bereiche (13a-13e,)erstreckt.
Die Erfindung betrifft einen elektrodynamischen Wandler, insbesondere Lautsprecher, mit einem steifen und akustisch durchlässigen Rücken in breiter und im wesentlichen flacher Form und mit einem Magneten zur Erzeugung magnetischer Felder angrenzend an den Rücken, wobei eine tonerzeugende flexible Membran zur Bildung eines Schwingungsbereiches dem Rücken gegenüber derart angebrach! ist, daß die Kanten des Schwingungsbereiches nicht schwingen, wobei der Schwingungsbereich der Membran in einem mittleren Abschnitt mit Leitern für einen Strom niedriger Frequenz zur Erzeugung von Signalen im Bereich der tiefen hörbaren Frequenzen über den gesamten Schwingungsbereich versehen ist, und wobei zusätzliche Leiter für einen höherfrequenten Strom zur Erzeugung von Signalen im Bereich der hohen hörbaren Frequenzen vorgesehen sind.
Bei einem bekannten elektrodynamischen Wandler der vorstehend genannten Art bilden sowohl die Leiter für die niedrigen Frequenzen als auch die Leiter für die hohen Frequenzen je eine rechteckige Schleife, wobei die Leiter für die hohen Frequenzen innerhalb der durch die Leiter für die niedrigen Frequenzen gebildeten rechteckigen Schleife liegen. Der gesamt mittlere
->ϊ Bereich ist damit der Schwingungsbereich für die hohen Frequenzen. Durch die Bildung einer rechteckigen Schleife sind praktisch zwei langgestreckte längere und zwei kürzere Streifen vorhanden, die entsprechende Leiter für die hohen Frequenzen tragen. Diese vier Streifen liegen innerhalb der Leiter für die niedrigen Frequenzen (US-PS 38 7 J 784, insbesondere F i g. 22).
Bei dem bekannten elektrodynamischen Wandler werden die Signale für die niedrigen Frequenzen, die die größten Auslenkungen erzeugen, den außen liegenden
*5 Leitern zugeführt, wohingegen die Signale, die die hohen Frequenzen erzeugen, den innen liegenden Leitern zugeführt werden, die dort liegen, wo die maximale Auslenkung der Membran möglich ist. Das hierdurch erzeugte Tonbild weist eine starke Modulationsverzerrung auf. Der durch die Signale in den innen liegenden Hochfrequenzleitern erzeugte Ton wobbelt in bestimmter Weise in bezug auf die Lautstärke, da die Membran mit relativ geringer Geschwindigkeit durch die Leiter für die niedrigen Frequenzen erregt wird, so
4> daß diese und die Hochfrequenzleiter einen unterschiedlichen Abstand vom magnetischen Feld aufweisen. Wenn die Membran unter Einfluß des Stromes in den Hochfrequenzleitern in der Nähe des Magneten ist, dann ist die Feldstärke in diesen Leitern stärker
■>" wirksam, so daß der Strom, der durch diese Leiter strömt, eine wesentliche Ablenkung der Membran bedingen wird, so daß in dieser Lage der durch die Membran erzeugte Ton entsprechend laut sein wird. Wenn die Membran, bedingt durch den Strom in den
" Leitern für die niedrigen Frequenzen ihren maximalen Abstand von den Magneten aufweist, bedingt das magnetische Feld in den Hochfrequenzleitern einen entsprechend geringeren Einfluß, so daß in dieser Lage durch die Hochfrequenzleiter durch den Einfluß des
b() hochfrequenten Stromes ein entsprechend leiser Ton erzeugt wird, wenn die Membran ihren maximalen Abstand vom Magneten aufweist. Dieses ist bedingt durch den erwähnten Wobbeieffekt und die Modulationsverzerrung. Die Modulationsverzerrung ist in
(>> bezug auf den für einen Zuhörer erzeugten Ton beträchtlich, wodurch die Tonqualität bei einem Lautsprecher, der in der bekannten Weise aufgebaut ist, nicht gut ist.
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