DE2503224A1 - Steuerschaltung fuer eine lichtaussendende speicheranordnung, insbesondere als wiedergabevorrichtung in elektronischen rechenmaschinen - Google Patents

Steuerschaltung fuer eine lichtaussendende speicheranordnung, insbesondere als wiedergabevorrichtung in elektronischen rechenmaschinen

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DE2503224A1
DE2503224A1 DE19752503224 DE2503224A DE2503224A1 DE 2503224 A1 DE2503224 A1 DE 2503224A1 DE 19752503224 DE19752503224 DE 19752503224 DE 2503224 A DE2503224 A DE 2503224A DE 2503224 A1 DE2503224 A1 DE 2503224A1
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Description

Steuerschaltung für eine lichtaussendende Speicheranordnung, insbesondere als Wiedergabevorrichtung in elektronischen
Rechenmaschinen
Prioritäten: 25". Jan. 1974; Japan; 11274/1974; 13. Mai 1974; Japanj 53636/1974; 9. Aug. 1974; Japan; 91812/1974
Die Erfindung betrifft eine Steuerschaltung für eine speichernde lichtaussendende Vorrichtung, insbesondere als Wiedergabevorrichtung für elektronische Rechenmaschinen. Die Erfindung bezieht sich dabei vornehmlich auf eine speichernde Matrixplatte, die die Eigenschaft hat, mit Hysteresisverhalten Licht auszusenden, z. B. aus einem dünnen Film lichtemittierender ZnS-Elemente besteht.
Es hat sich neuerdings gezeigt, daß bestimmte lichtaussendende Elemente, z. B. ZnS, in Form dünner Filme bezüglich ihrer LichtausSendung Hysteresiseigenschaften haben. Die Ausnützung derartiger Hysteresiseigenschaften gestattet es, lichtaussendende Elemente zu schaffen, die gleiche Eigenschaften haben, z. B. für eine Matrix solcher lichtaussendender Elemente als Wiedergabeanordnung für ein zweidimensionales lichtaussendendes Feld.
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HEC 3463 - 2 -
Die Erfindiong betrifft die Steuerung einer derartigen
speichernden Matrix, die aus lichtemittierenden Elementen besteht.
Hierbei betrifft die Erfindung eine Steuerschaltung für
eine derartige speichernde Matrixplatte, die aus einem
lichtemittierenden Körper mit Hysteresisexgenschaften besteht und der eine gewünschte Wechselspannung zugeführt
wird, wobei mehrere horizontale Elektroden eine erste
Hauptfläche der lichtemittierenden Anordnung durchsetzen und mehrere vertikale Elektroden eine zweite Hauptfläche derselben durchsetzen und jeder Überkreuzungspunkt beider Elektroden eine lichtemittierende Einheit der Matrix bildet. Es werden periodisch Wechselspannungen in mindestens drei Abschnitten zugeführt vor dem Schreiben, Löschen oder Auslesen einer Information. Ein horizontaler Aufrechterhai tungs impuls von einer Amplitude, die ausreicht, um die Lichtemission aufrechtzuerhalten, wird der Vielzahl horizontaler Elektroden während eines ersten Abschnitts der
Periode zugeführt, und ein vertikaler Aufrechterhaltungsimpuls von einer entsprechenden Amplitude wird während eines zweiten Abschnitts dieser Periode den Vertikalelektroden zugeführt. Um Schreiben, Löschen oder Auslesen einer Information an einem bestimmten Überkreuzungspunkt zu bewirken, erhält die vertikale - es körnte auch die horizontale
Elektrode sein - Elektrode eines Matrixpunkts einen Aktivierungsimpuls, der in bezug auf die Impulsform identisch mit der Form der horizontalen Aufrechterhaltungsimpulse ist, phasenmäßig jedoch in einem dritten Abschnitt der Periode liegt, in dem die zugeordnete vertikale oder horizontale Elektrode Schreib- oder Lösch- oder Ausleseimpulse je von einer geeigneten Amplitude zugeführt erhält, deren Ampli- tude sich mit der des Aktxvierungsimpulses überlagert.
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2S0322A
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein lichtemittierendes ZnS-Element in Dünnfilmform;
eine Hysteresiskurve eines Elements nach Fig. 1;
einen Querschnitt durch eine speichernde Matrixplatte; ■
eine Draufsicht auf eine Elektrodenanordnung der Matrixplatte nach Fig. 3;
ein Signalverlauf-Diagramm zur Erläuterung einer bekannten Schaltung für ein speicherndes optisches Wiedergabeelement nach Fig. 1;
Impulszüge gemäß der Erfindung;
Fig. 11 das Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Schaltung;
Fig. 12 das Schaltbild einer Vertikal-Verknüpfungs- . anordnung für die Schaltung nach Fig. U;
Fig. 13 das Schaltbild einer Horizontal·-Verknüpf ungs-
anordnung für die Schaltung nach Fig. 11;-
Vertikal- , . , Fig. 14 das Schaltbild einer/Treiberstufe für die
Schaltung nach Fig. 11; und
Fig. 15 das Schaltbild einer Horizontal-Treiberstufe für die Schaltung nach Fig. 11.
Zunächst wird unter Bezugnahme auf Fig. 1-4 eine Erörterung der erfindungsgemäß verwendeten lichtaussendenden Elemente erfolgen. ·
Fig. 2
Fig. 3
Fig. 4
Fig. 5
Fig. 6
bis 10
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Fig. 1 zeigt den Grundaufbau eines solchen typischen lichtemittierenden Elements, z. B. ein lichtemittierendes Dünnschi cht-ZnS-Element, das gemäß Fig. 2 Hysteresiseigenschaften hat. Der Aufbau des Dünnschicht-ZnS-Elements sowie dessen Hysteresisverhalten werden im folgenden unter Bezugnahme auf Fig. 1 und 2 erläutert.
Ein typisches lichtemittierendes Dünnschicht-ZnS-Element besteht aus einem dünnen ZnS-FiIm 1, der aktives Übergangsmaterial, z. B. Ionen der Elemente Mh, Cr oder seltener Erden wie Tb, Er, Tm, Yb, enthält. Zwei dielektrische Schichten 2, 3, z. B. Y2°3' nal-fcen beiderseits den ZnS-Dünnfilm. Ferner ist eine durchsichtige Elektrode 4, z. B. aus SnOp, und eine rückwärtige Elektrode 5, z. B. aus Al, vorgesehen. Der durchsichtigen Elektrode 4 ist eine Glasplatte 6 zugeordnet; durch die Elektrode 4 und die Glasplatte 6 hindurch wird das von der ZnS-Dünnschicht emittierte Licht ausgenützt. Die dielektrischen Schichten 2, 3 dienen dem Zweck, die nachteilige Wirkung der niedrigen Impedanz der ZnS-Dünnschicht 1 zu unterdrücken. Es ist nicht unbedingt notwendig, zwei solche dielektrische Dünnschichten auf beiden Seiten vorzusehen, sondern einer dieser beiden dünnen Filme kann entfallen.
Bei Anlegen eines geeigneten Wechselspannungsimpulses gestattet ein derartiges ZnS-Dünnschichtelement eine EL-Lichtemission, und die Abhängigkeit zwischen der Spitzenspannung V des Wechselspannungsimpulses und der Lichtintensität B ist durch die Hysteresiskurve 2 wiedergegeben. Insbeson-
der dere liegen die Verhältnisse so, daß,nach_dem/Spitzenwert des Wechselspannungsimpulses die Spannung V in bezug auf
den Punkt A überschreitet, die Lichtintensität B noch zunimmt und ihren Höchstwert bei einem Spannungswert V ,
rf
entsprechend dem Punkt B, annimmt. Wenn danach der zugeführte Wechselspannungsimpuls unter den Spannungswert V
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im Punkt C fällt, wird die Lichtemission aufrechterhalten. Wenn die Spannung des Wechselspannungsimpulses unter den Wert VE im Punkt D fällt, hört die Lichtemission auf.
Die Erfindung besteht aus einer Schaltungsanordnung, die für die Zwecke der Steuerung einer speichernden optischen Matrix Informationen oder Binärwerte "0" bzw. "1" einzuschreiben, zu entnehmen und zu löschen gestattet.
Fig. 3 und 4 zeigen eine speichernde Matrixplatte, bestehend aus lichtemittierenden ZnS-Dünnschichtelementen, wobei Fig. 3 einen Querschnitt durch eine solche Platte und Fig. die Matrixanordnung der Elektroden 4, 5 zeigt; kdiese Elektroden sind in Horizontalelektroden H1-KL und Vertikalelektroden νΊ-V„ unterteilt. Es ist ersichtlich, daß die spei-Im
chernde Matrixplatte eine Mehrzahl Wiedergabebilder an den bestimmten Überkreuzungspunkten der Horizontalelektroden
H1-H, mit den Vertikalelektroden V-,-V_ aufweist. .Ln im
Fig. 5 zeigt die grundsätzliche Betriebsweise zum Einschrei-, ben einer Information, und zwar einer binären "1" an einem ausgewählten Punkt der Matrixplatte, und danach das Einschreiben einer binären "0" am gleichen Punkt, d.h. den Löschvorgang.
Während des Zeitintervalls zwischen t und t wird eine Wechselspannung, im folgenden als Aufrechterhaltungsimpuls bezeichnet, von einer Spitzenspannung Vg (Fig. 2) sämtlichen Bildpunkten vor dem Einschreiben einer Information zugeführt. Wenn die Schreibspannung V__ (Fig. 2) nur dem einen ausge-
wählten Punkt zur Zeit t zugeführt wird und den übrigen nichtausgewählten Punkten eine Aufrechterhaltungsspannung nur zugeführt wird, befindet sich der ausgewählte Punkt in dem Zustand C der Fig. 2, und die übrigen Punkte befinden sich im Zustand A von Fig. 2 während des Zeitintervalls zwi-
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sehen t und t-,, so daß nur der ausgewählte Punkt Licht mit der hohen Intensität B aussendet. Die Zuführung eines Löschimpulses, entsprechend der Spannung Vg, nur an den ausgewählten Punkt zur Zeit t„ bewirkt das Verschwinden der Lichtemission an dem ausgewählten Punkt, d. h. an diesem Punkt wird eine Information "0" eingeschrieben. Um die Speichermatrix zu steuern, wird eine geeignete Spannung den Horizontal- und den Vertikalelektroden in einer Weise zugeführt, daß die nichtausgewählten Punkte nur Aufrechterhaltungsimpulse erhalten und nur die ausgewählten Punkte Schreib- und Löschimpulse erhalten.
Unter Bezugnahme auf Fig. 6 wird eine ähnliche Anordnung erläutert. Nimmt man an, daß der Überkreuzungspunkt H-, , V^ für die Zwecke der Aufnahme einer Information "1" von den Elektroden H1 und V^ ausgewählt wurde. Nur der halbe Unterschied zwischen der Schreibspannung V und der Aufrechter-
Vr
haltungsspitzenspannung V , d. h. der halbe Spannungswert (Vw - V8), wird den ausgewählten Elektroden H1, Vk zusammen mit der Aufrechterhaltungsspannung entsprechend Fig. 6A (vgl. VH , Vy ) zugeführt. Auf diese Weise wird die erforderliche Spannung Vw dem ausgewählten Punkt H1, Vk zum Schreiben der Information "1" (vgl. Fig. 6C, Punkt D) zugeführt. Es wird aber nur kontinuierlich eine Aufrechterhaltungsspannung dem Punkt V(H1, V.,) (vgl. Fig. 6C, Punkt A) zugeführt und hierbei kein Einschreiben der Information bewirkt. Sämtliche Bildpunkte H1, V^, H1, Vk, die in Fig. 6B durch schräge Linien gekennzeichnet sind und die auf der ausgewählten Elektrode liegen, mit Ausnahme des ausgewählten Punkts selbst, werden nur halbausgewählt und erhalten die
Spannung -*·(ν - V ), und dementsprechend erfolgt nur ein ^w s
schwaches Einschreiben an diesen nicht zum Schreiben ausgewählten Punkten (vgl. Fig. 6C, Punkt C), was an sich noch nicht sehr befriedigend ist.
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Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß eine geringe Vergrößerung der Spannung über den Aufrechterhaltungsspannungswert hinaus an den nichtausgewählten Punkten nicht zulässig ist, da der Schreibvorgang schrittweise auf der speichernden Matrixplatte erfolgt, wenn die Spannungsspitze etwas den Vert V übersteigt. Die zur Zuführung vorgesehenen Spannungsimpulse müssen nicht unbedingt Rechteckimpulse in Mäanderform (50 % Impuls während einer Impulsperiode) sein, wie es Fig. 6A zeigt, es könnten auch Rechteckimpulse von anderem Verhältnis von Impulsdauer zu Impulspause Anwendung finden oder eine Sinuswelle oder Dreieckwellen, insoweit es sich um die Aufrechterhaltungsimpulse handelt, sofern die Wechselspannung sich frequenzmäßig nicht wesentlich ändert. Die Erfindung verwendet derartige Möglichkeiten, wobei nur eine geringe Zunahme der Spannung über den Aufrechterhaltungsspannungswert V_ bei nichtausgewählten Punkten nicht erfolgt und die Schreibspannung V während des Schreibvorgangs nur dem ausgewählten Überkreuzungspunkt zugeführt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zur Steuerung einer speichernden lichtemittierenden Matrix wird unter Bezugnahme auf Fig. 7 erläutert.
Die speichernde Matrixplatte besteht aus einer lichtemittierenden ZnS-Dünnschicht, die zwischen zwei dielektrischen Schichten 2, 3 eingeschlossen ist und Hysteresischarakter hat; ferner sind Horizontal- und Vertikalelektroden H1 bzw. V1-V1n (vgl. Fig. 3 und 4) vorgesehen.
Fig. 7a und 7b zeigen Signalverläufe für Horizontal-Aufrechterhaltungsimpulse der Amplitude VH , die der Horizontalelektrode Hj, und Vertikal-Aufrechtärhaltungsimpulse der Amplitude Vy , die der Vertikalelektrode V1 zugeführt werden. Die Impulse werden den entsprechenden Elektroden so zugeführt,
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daß sie polaritätsmäßig entgegengesetzt sind. Aus Fig. 7a und 7b ist ersichtlich, daß entsprechend der erfindungsgemäßen Schaltung die Aufrechterhaltungsimpulse der Amplitude V sich unterschiedlich in der Phase um eine Viertelperiode unterscheiden und gleichmäßigen Abstand zu irgendeinem der Impulse der entsprechenden Horizontal- und Vertikalelektroden Hj, V· haben. Diese Steuerungsart wird als "Seesaw"-Steuerung bezeichnet. Das hier erläuterte Steuersystem unterscheidet sich von dem zuvor in Verbindung mit Fig. 5 erläuterten System dadurch, daß in letzterem sämtliche Aufrechterhalturigsimpulse der einen Elektrode, in der Zeichnung der Horizontalelektrode, und der anderen Elektrode, in der Zeichnung der Vertikalelektrode, mit konstanter Spannung zugeführt wurden. Sowohl bei der früheren Schaltungsweise als auch bei der Erfindung erhält ein Element die Wechselspannung +V_ - -V_. Die Horizontalelektroden der Fig. 5 erhalten die Wechselspannung V - -V0-, also den Spannungsunterschied 2V , und es muß dementsprechend die Steuerung bei den Spannungen V_, O, -V_ erfolgen.
Bei der Schaltung nach Fig. 7 erhält ein Punkt H., V. einen Aufrechterhaltungsimpuls entsprechend Fig. 7e, wenn die Impulse entsprechend Fig. 7a und 7b den Horizontal- bzw. den Vertikalelektroden H^ bzw. Y^ zugeführt werden, zu dem Zweck, das lichtemittierende Element in einen Zustand zu brigen, von dem aus ein Schreiben einer Information oder ein Löschen erfolgen kann. Ein Zyklus der Aufrechterhaltungsimpulse entsprechend Fig. 7a und 7b ist in vier Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt entspricht einem Horizontal-Aufrechterhaltungsimpuls 0A, der zweite Abschnitt einem Vertikal-Aufrechterhaltungsimpuls 0ß, der dritte Abschnitt einem Schreib- oder Löschimpuls 0„ und der vierte Abschnitt einem Ausleseimpuls 0ß. Die Horizontal- und Vertikal-Aufrechterhaltungsimpulse werden in den Phasen 0., 0ß dem Element zugeführt, und diese beiden Phasen liegen um eine Viertel-
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periode auseinander (vgl. Fig. 7a, 7b).
Wenn das lichtemittierende Element an der Stelle H1, V^ der Matrix zum Aussenden von Licht ausgewählt wird, und zwar im Zeitpunkt t während des Schreibvorgangs, wird eine
Horizontalelektrode H-, ausgewählt, einen Horizontalschreibimpuls PHW der Amplitude V - V synchron mit der Schreibund Löschphase 0n innerhalb der Periode t,r zu erhalten, wie
υ w
dies Fig. 7c zeigt, während eine Vertikalelektrode V^ ausgewählt wird, einen Vertikalschreibimpuls PVW, der durch Phasenverschiebung des Aufrechterhaltungsimpulses PVR gewonnen wird, zu erhalten, und zwar in der Phase 0„ der Periode t , wie dies Fig. 7d zeigt.
Andere Horizontal- und .Vertikalelektroden erhalten die üblichen Aufrechterhaltungsimpulse PR gemäß Fig. 7a und 7b zugeführt. Die Horizontalelektrode H^ ist hierfür ein Repräsentant sämtlicher Horizontalelektroden mit Ausnahme der Elektrode H1, während die Vertikalelektrode V1 ein Repräsentant sämtlicher Vertikalelektroden mit Ausnahme der Elektrode Vk ist.
Wenn die vorgenannten Schreibimpulse dem Matrixpunkt H1, Vj5. des lichtemittierenden Elements zugeführt werden, so erhält das Element einen Schreibimpuls P„ mit dem Spitzenwert Vw während der Schreib- und Löschphase 0C innerhalb der Periode t , wie es Fig. 7h zeigt, wodurch die Lichtemission und der Schreibvorgang bewirkt werden. Fig. 7h zeigt den Signalverlauf V, nämlich H1 - Vk, die dem Punkt H1, Vfc zugeführt werden.
Obwohl auch andere Punkte H-,, V1 und H., Vk auf den ausgewählten Elektroden die Signale V, nämlich H1,- V-^, zugeführt erhalten von einer Kurvenform, wie in Fig. 7f, 7g gezeigt, werden diese Stellen nicht zur Lichtemission angeregt, da
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eine höhere Spannung,als der Amplitude V_ der Aufrechterhaltungsimpulse entspricht, während der Periode t dort nicht erzeugt werden. Es ist ersichtlich, daß an anderen Stellen als dem Punkt H^, V1, an denen Schreibimpulse nicht zur Wirkung gebracht werden, sich keine Änderungen ergeben.
Die im Punkt H-, , V^ in dieser Weise eingeschriebene Information-wird gespeichert, und die Lichtemission wird während der nachfolgenden Horizontal- und Vertikal-Aufrechterhaltungsimpulse auf der Horizontalelektrode H1 und der Vertikalelektrode Vk aufrechterhalten.
Es wird jetzt der Löschvorgang einer-gespeicherten Information an der Stelle H-, , V^ unter Bezugnahme auf die Periode t„ von Fig. 7 erläutert. Die Vertikalelektrode V^ wird ausgewählt, um einen Löschimpuls PVE zu erhalten, der durch Phasenverschiebung des Vertikal-Aufrechterhaltungsimpulses PVR (dieser ist gestrichelt angedeutet) in der Impulsperiode tg erhalten wird, und zwar bis in die Schreib- und Löschphase 0n hinein, während die Horizontalelektrode H1 einen Horizontal-Löschimpuls PHE mit der Amplitude V_ - V1-, in-
S JS
nerhalb der Impulsperiode t in der Schreib- und Löschphase 0C erhält. Anderen Elektroden H^, V1 mit Ausnahme der Elektroden H1, Vk werden nur übliche Aufrechterhaltungsimpulse zugeführt.
Wenn nun die genannten Elektroden diese Impulse in den Perioden t„ erhalten, wird ein Löschimpuls PE gemäß Fig. 7h am Punkt H1, Vk erzeugt, und dementsprechend wird die Lichtemission an diesem ausgewählten Punkt beendet und die Information gelöscht. Andere Punkte H1, V-, H-, V, und H^, V.
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erhalten keine Löschimpulse, und dementsprechend ergeben sich keine Änderungen in der Lichtemission an diesen Stellen.
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Es wird jetzt der Auslesevorgang erläutert. Dieser erfolgt, indem der Strom durch ein lichtemittierendes Element festgestellt wird. Das Prinzip des Auslesevorgangs ist in Fig. 8 gezeigt.
Wenn ein Spannungssignal entsprechend Fig. 8a dem lichtemittierenden ZnS-Dünnschichtelement zugeführt wird, ergibt sich ein Strom nach Fig. 8b durch dieses Element. Wenn das Element kein Licht emittiert, erfolgt ein Verschiebungsstrom id an der Vorderkante des Impulses, während ein Polarisationsstrom ip gemäß der punktierten Linie in der Zeichnung sich ergibt, wenn das Element Licht emittiert. Ob daher das Element Licht aussendet und eine Information "1" in das Element eingeschrieben wurde, kann leicht durch Erfassen des Polarisationsstroms ip festgestellt werden.
Das Zeitintervall tD in Fig. 7 zeigt das Auslesen bei der erfindungsgemäßen Schaltung. Die Vertikalelektrode Vv wird zur Aufnahme eines Ausleseimpulses ausgewählt, während die HorizontalelektrodenH zeitverschoben aktiviert werden, um festzustellen, ob ein Polarisationsstrom ip auftritt. Der Ausleseimpuls P wird in der Weise erhalten, daß ein Vertikal-Aufrechterhaltungsimpuls PVR, der im Impulszyklus t^ während der Auslesephase 0D der Vertikalelektrode. Vk zugeführt wird, zur Auslesephase 0D phasenverschoben wird. Der Impuls P wirkt als Aufrechterhaltungsimpuls, wenn seine Impulslage entweder in der Aufrechterhaltungsphase 0g oder der Auslesephase 0D liegt und daher die gespeicherte Information nicht geändert wird. Wenn der Polarisationsstrom ip festgestellt wird auf den Horizontalelektroden
Hml' Hm2 "1^ ein solcner Polarisationsstrom ip an den Horizontalelektroden Hm(m φ m-, , "nip) nicht festgestellt wird, bei Zuführen eines Ausleseimpulses P zur Vertikalelektrode V
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so wird dadurch festgestellt, daß Überkreuzungsstellen EL·,, Vk und H p» V^ Licht aussenden, während an den Stellen Hm, bei denen m £ Hi1, m2, das Element Vk kein Licht aussendet. Auf diese Weise kann die Lichtaussendung an jeder Überkreuzungsstelle der Speichermatrix festgestellt werden, indem eine zusätzliche Auswahl der Vertikalelektrode Vk zusammen mit dem Ausleseimpuls erfolgt.
Eine solche Steuerung lichtaussendender Elemente der optischen Wiedergabematrix ist deswegen wichtig, weil bei elektronischen Rechenmaschinen, die hier zur Erörterung stehen, die Notwendigkeit vorliegt, daß bei einer Tastenbetätigung der Operand zunächst im Wiedergabefeld erscheint, damit sich der Bediener von der Richtigkeit der Eintastung überzeugen kann, und daß danach der eingetastete Wert in Speicherregister überführt wird, damit ein neuer Operand eingetastet werden kann und dann der im Speicherregister gespeicherte Operand z. B. zum neuen Operanden addiert werden kann.
Da der Polarisationsstrom ip sich an die Vorderflanke des Auslesestroms P gemäß Fig. 8 anschließt, kann die An- bzw. die Abwesenheit des Polarisationsstroms ip durch einen Erfassungsstrom festgestellt werden, der in der Horizorialelektrode zur Zeit tR1 fließt. Nimmt man an, daß das Einschreiben oder Auslesen einer Information im selben Zeitpunkt nicht erfolgt, so kann man ein anderes Verfahren anwenden, das ohne eine Auslesephase 0D arbeitet und bei dem der Ausleseimpuls auf die Schreibphase 0C fällt. Wie jedoch Fig. 9 zeigt, ist es schwierig, bei einem solchen System den Polarisations strom ip zu erfassen, weil der Verschiebungsstrom i, der durch die Hinterkante des Vertikal-Aufrechterhaltungsimpulses PVR an der Vertikalelektrode V1 ausgelöst wird und dort keinen Auslesevorgang bewirkt, zeitlich sich mit dem Erfassungsstrom überlappt, nämlich
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der Summe aus dem Verschiebungsstrom id und dem Polarisationsstrom ip des Impulses P, der sich an der Vorderflanke des Ausleseimpulses P der Vertikalelektrode V^. einstellt, wenn ein Auslesevorgang stattfindet. Das heißt, es wirkt sich aus, daß die Anzahl Vertikalelektroden Vi (i ^ k) gleich der Gesamtzahl der Vertikalelektroden minus 1 für eine der Vertikalelektroden Vk ist, an der das Auslesen erfolgt. Der Verschiebungsstrom, der sich an der Hinterflanke des Vertikal-Aufrechterhaltungsimpulses PVR ergibt, bildet den größten Teil des ErfassungsStroms i (vgl. Fig. 9c).
Dessenungeachtet kann die Erfassung des Polarisationsstroms ip leicht durchgeführt werden bei einem Impulsprogramm gemäß Fig. 10, indem der Ausleseimpuls P bis zu dem Zeitpunkt verzögert wird, in dem ein Einfluß des Verschiebungsstroms, der durch die Hinterflanke des Aufrechterhaltungsimpulses PVR gebildet wird, nicht mehr besteht und daher ein entsprechender Stromfluß nur bedingt ist durch die Vorderflanke des Impulses P an einer einzigen Bildstelle. Das heißt, Fig. 9 und 10 zeigen die Spannungsformen V ., die der Vectikalelektrode V^ zugeführt werden, in Zeile (a), und die Spannungsform V , , die der Vertikalelektrode V^ zugeführt wird, in Zeile (b), und die Stromform I für eine Horizontalelektrode in Zeile (c).
Es ist offensichtlich, daß die erläuterte Schaltungsweise auch bei anderen Betriebsarten Anwendung finden kann, bei denen die Horizontal- und die Vertikalelektrode miteinander vertauscht sind. Es ist ferner festzustellen, daß es nicht erforderlich ist, den Vertikal-Aufrechterhaltungsimpuls PVR auszulöschen, wenn ein Schreibvorgang zur Zeit t durchgeführt wird, und daß das Auslassen eines Vertikal-Aufrechterhaltungsimpulses sich nicht weiter auf den Schreibvorgang
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auswirkt. Obwohl der schrägschraffierte Teil innerhalb der gebrochenen Linienzüge durch den Vertikal-Aufrechterhaltungsimpuls PVR beeinflußt wLrd, hat dies an der Überkreuzungsstelle H- , V1. keine Lichtemission zur Folge. .
Die bisherige Beschreibung sah vor, daß die erfindungsgemäße Steuerschaltung einer speichernden Wiedergabematrix sich mit der allgemeinen Impulssteuerung befaßte; es ist jedoch offensichtlich, daß die Schreib- und Löschlogik unter Anwendung verschiedener digitaler integrierter Schaltungen erhalten werden kann und daß eine Steuerschaltung für eine Matrixplatte eine logische Schaltung aufweisen kann, bei der ein Ausgangssignal durch Transistoren erha'lten wird, die mehr als eine Sperrspannung V haben,und dai3 die Ausleselogik logische Verknüpfungsglieder aufweisen kann zur Ausblendung des Polarisationsstroms ip.
Fig. 11 zeigt ein Ausführungsbeispiel für die erfindungsgemäße Steuerschaltung, bei der die Anschlüsse 0A, 0β, 0C und 0-j die Eingänge für entsprechend synchronisierte Impulse sind und der Anschluß S „ Steuersignale für die Horizontalsteuerung zum Schreiben und Löschen empfängt und der Anschluß SR Steuersignale für das Schreiben, Löschen und Auslesen empfängt. Das Schreiben und Löschen sind auf die Phase 0C gelegt, wenn das Signal des Anschlusses S _E = 1 bzw. = 0 ist.
Der Horizontal-Aufrechterhaltungsimpuls PHR und der Schreibimpuls PHW und der Löschimpuls PHE (Fig. 7) erfolgen unter der Steuerung von Eingangsimpulsen S E und von Grundimpulsen 0., 0n an den entsprechenden Stellen der Schaltungsglieder gemäß Fig. 12 und 14. Um das Verständnis der erfindungsgemäßen Steuerung zu erleichtern, zeigt Fig. 11 die Polaritätsumkehr der Ausgangssignale der Horizontal-Treiberstufe 13 und der Vertikal-Treiberstufe 12.
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Die der Erfindung entsprechende Impulsverschiebung wird aus dem Vertikalverknüpfungsglied 10 entsprechend Fig. 12 abgeleitet. Die Beziehung der Zustände der entsprechenden Anschlüsse und die verschiedenen Arten der Aufrechterhaltungs-, Schreib-, Lösch- und Auslesesignale ergibt sich wie folgt:
YG(ü) 3R Yi(S) Betriebsart
OHH X
0
1
0B
0c
Aufrechterhaltung
Schreiben, Löschen
Auslesen
Hierbei kann das Signal X entweder 0 oder 1 sein.
Die Verschiebung der Impulssignale für die Vertikalelektrode wird unter Bezugnahme auf Fig. 10 und die Tabelle erläutert. "Venn ζ. B. Yq(I) = 0, wird das UND-Glied.A1 nur zu der Phase <t-Q geöffnet zum Erzeugen eines Grundimpulses 0ß. Daher wird die Phase 0B des Vertikal-Aufrechterhaltungsimpulses PVR von der Vertikal-Treiberstufe 12 erhalten. Wenn andererseits der Anschluß Yq(I) nicht zum Wert "1" gesetzt ist, befindet ijich der Anschluß S^ im Zustand 11O", und das UND-Glied Ap Leitet den Impuls 0C davon ab, und ein Vertikaltreiber 12 Leitet den Vertikal-Schreib- bzw. -Löschimpuls PVW ab. Wenn £5ich der Anschluß SR im Zustand "1" befindet, leiten das IfND-Glied A-^ und die Vertikal-Treiberstufe 12 zur Phase 0β c.en Ausleseimpuls P ab. Auf diese Weise werden die Horizontalijid Vertikal-Aufrechterhaltungs^-, -Schreib- und -Löschimpulse vnd -Ausleseimpulse abgeleitet.
Patentanspruch;
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Claims (1)

  1. HEC 3463 - 16 -
    Patentanspruch
    Steuerschaltung für eine Speichermatrix mit lichtaussendenden Matrixelementen mit Hysteresisverhalten und Zuleitung einer Steuer-Wechselspannung, bei der mehrere Horizontalelektroden in einer ersten Hauptebene der lichtaussendenden Platte und mehrere 'Vertikalelektroden in einer zweiten Hauptebene der lichtaussendenden Platte vorgesehen sind und jede Überkreuzungsstelle beider Elektrodenarten einen lichtaussendenden Matrixpunkt bildet, dadurch gekennzeichnet, daß ein Wechselspannungszyklus drei'Abschnitte umfaßt und während des ersten Abschnitts des Wechselspannungszyklus vor dem Schreiben, Löschen oder Auslesen einer Information ein Horizontal-Aufrechterhaltungsimpuls mehreren Horizontalelektroden zugeführt wird zum Aufrechterhalten der Lichtemission und während eines zweiten Abschnitts des Wechselspannungszyklus vor dem Schreiben, Löschen und Auslesen einer Information ein Vertikal-Aufrechterhaltungsimpuls geeigneter Amplitude zum Aufrechterhalten der Lichtemission den Vertikalelektroden zugeführt wird und ein Aktivierungsimpuls von gleicher Impulsform wie der Horizontal-Aufrechterhaltungsimpuls, jedoch mit verschobener Phasenlage im dritten Abschnitt des Wechselspannungszyklus der Vertikalelektrode eines ausgewählten Matrixpunkts zum Schreiben, Löschen,oder Auslesen einer Information am ausgewählten Punkt zugeführt wird und der einem solchen Punkt zugeordneten Horizontalelektrode Lösch- oder Ausleseimpulse von einer für das Schreiben, Löschen oder Auslesen geeigneten Amplitude in Überlagerung mit dem Aktivierungsimpuls zugeführt werden.
    509833/085S
    Leerseite
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