DE2503623B2 - Belueftungseinrichtung fuer einen elektrischen schaltschrank - Google Patents
Belueftungseinrichtung fuer einen elektrischen schaltschrankInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Belüftungseinrichtung für einen elektrischen Schaltschrank, bei der
mindestens zwei getrennt angetriebene und einschaltbare Ventilatoren für den Schaltschrank vorgesehen sind.
Eine solche Belüftungseinrichtung ist durch den Sonderdruck »Über die Belüftung von Richtfunkanlagen«
aus der Zeitschrift »Frequenz« Band 15, Heft 7, Jahrgang 1961, Seite 213 bis 217 bekannt. Hierbei sind
die beiden Ventilatoren gegenüberliegend in dem Schaltschrank angeordnet. Damit die von dem jeweils
eingeschalteten Ventilator angesaugte und in den Schrank geblasene Luft nicht über die öffnung des
anderen Ventilators entweichen kann, sind Klappen vorgesehen, welche durch den Luftstrom des jeweils
eingeschalteten Ventilators gegen die öffnung des anderen Ventilators gedruckt werden und diese
verschließen. Derartige Klappen bedeuten einen zusätzlichen Aufwand und erfordern auch einen entsprechenden
Platzbedarf. Darüber hinaus besteht die Gefahr, daß diese Klappen blockieren und der Schaltschrank dann
nicht mehr ausreichend belüftet wird. fts
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Belüftungseinrichtung für einen elektrischen Schaltschrank
so auszubilden, daß keine Abdeckvorrichtung
für die Ventilatoren erforderlich ist
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt bei einer Belüftungseinrichtung der eingangs beschriebenen Art
nach der Erfindung dadurch, daß die Ventilatoren in Luftstromrichtung unmittelbar hintereinander angeordnet
sind, wobei mindestens an einem der Ventilatoren eine elektromagnetisch wirkende Sperreinrichtung
vorgesehen ist, durch die im ausgeschalteten Zustand dieses Ventilators dessen Lüfterrad während des
Betriebes des anderen Ventilators blockiert ist und die bei einem Betriebsausfall des anderen Ventilators
selbsttätig gelöst wird Bei der beschriebenen Anordnung der Ventilatoren besteht für die beiden Ventilatoren
nur eine einzige öffnung, so daß kein abzudeckender Nebenweg für die einströmende Luft vorhanden ist.
Damit der eine Ventilator während des Betriebes des anderen Ventilators nicht durch den von diesem
erzeugten Luftstrom angetrieben wird und somit die Lager dieses Ventilators abgenutzt werden, wird der
betreffende Ventilator während des Betriebes des anderen Ventilators blockiert. Da die Sperreinrichtung
elektromagnetisch betätigbar ist, kann diese bei einem Betriebsausfall eines Ventilators in einfacher Weise
durch ein entsprechendes, vom anderen Ventilator ausgelöstes elektrisches Signal gelöst werden.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist eine einfache Blockierung eines Ventilators dadurch möglich.
daß die Sperreinrichtung einen Elektromagneten aufweist, durch den ein in die Bewegungsbahn des
Lüfterrades ragendes Sperrglied betätigbar ist. Ein berührungsloses und damit verschleißfreies Blockieren
des Ersatzventilators wird dadurch erreicht, daß das Lüfterrad des mit einer Sperreinrichtung versehenen
Ventilators aus ferromagnetischem Material bestehi und am Umfang der Öffnung für das Lüfterrad zwei
Elektromagnete mit entgegengesetzter Polarität dem Lüfterrad gegenüber angeordnet sind, wobei der
Bogenabstand der beiden Elektromagnete gleich einem ganzzahligen Vielfachen des Bogens des von zwei
Flügeln des Lüfterrades eingeschlossenen Winkels ist.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles wird der Gegenstand der Erfindung
nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 einen Teilschnitt eines Schaltschrankes mit zwei axial hintereinander angeordneten Ventilatoren,
F i g. 2 ein elektromagnetisch betätigtes Sperrglied,
Fig.3 einen Elektromagneten für berührungslose Blockierung eines Ventilators.
In Fig. 1 sind auf einem Schaltschrank 1 zwei Ventilatoren 2 und 3 axial hintereinander angeordnet.
Zu beiden Seiten des einen Ventilators 3 ist eine elektromagnetisch wirkende Sperreinrichtung 4 schematisch
angedeutet. In der Ausblasöffnung der Ventilatoren ist ein in der Zeichnung nicht dargestelltes
Überwachungselement für die Überwachung des Luftstromes angeordnet.
Bei der Sperreinrichtung nach Fig.2 ist mit dem Anker 5 eines durch eine Wicklung 6 erregten
Elektromagneten 7 ein Sperrglied 8 verbunden. Das Sperrglied 8 kann beispielsweise aus Hartgummi
bestehen. Wird die Wicklung 6 des Elektromagneten 7 an Spannung gelegt, so wird der Anker 5 angezogen und
das Sperrglied 8 in die Bewegungsbahn des Lüfterrades des einen Ventilators 3 geschoben. Dieser Ventilator 3
kann somit nicht durch den von dem anderen Ventilator 2 erzeugten Luftstrom angetrieben werden. Dadurch ist
ein Verschleiß an den Lagern des einen Ventilators 3 während des Betriebes des anderen Ventilators 2
vermieden. Beim Ausfall des anderen Ventilators 2 wird
die Spannung von der Wicklung 6 des Elektromagneten 7 abgeschaltet. Daraufhin wird der Anker 5 durch eine
Rückholfeder 9 zurückgeschoben und das Sperrglied 8 gibt den Ventilator 3 frei. Die Einschaltung des
Ventilators 3 kann selbsttätig erfolge ;i.
In Fig.3 ist eine andere Ausführungsform eines Elektromagneten dargestellt. Dieser Elektromagnet 10
weist wiederum eine Wicklung 11 und einen feststehenden
Anker 12 auf. Über einen aus ferromagnetischem Material bestehenden Befestigungsbügel 13 ist der
Magnet 10 an dem aus Eisenblech bestehenden Schaltschrank befestigt.
Durch Anordnung zweier solcher Magnete am Umfang der öffnung für die Ventilatoren ist eine
berührungslose Blockierung des Lüfterrades des einen Ventilators möglich, wenn dieses aus einem ferromagr.etischen
Material besteht. Der Bogenabstand der beiden am Umfang der öffnung angeordneten Elektromagnete
muß dabei einem gan-:zahligen Vielfachen des
Bogens des von zwei Flügeln des Lüfterrades eingeschlossenen Winkels entsprechen. Bei einer
solchen Anordnung der Elektromagnete 10 steht jeweils ein Flügel des Lüfterrades den Elektromagneten
gegenüber, so daß sich ein günstiger Rückschlußweg für die magnetischen Feldlinien der Elektromagnete und
damit eine ausreichende Rastkraft zur Blockierung des Lüfterrades ergibt. Das Ein- und Ausschalten der
Elektromagnete 10 kann wiederum selbsttätig in Abhängigkeit vom Ausfall bzw. beim Einschalten des
anderen Ventilators erfolgen.
Als Überwachungselement kann in dem Luftstrom ein temperaturabhängiger Widerstand angeordnet werden,
der elektrisch beheizt und durch den Luftstrom gekühlt wird. Bei Ausfall eines Ventilators wird der temperaturabhängige
Widerstand nicht mehr gekühlt und löst damit ein Schaltsignal für die Einschaltung des anderen
Ventilatorsaus.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Belüftungseinrichtung für einen elektrischen Schaltschrank, bei der mindestens zwei getrennt
angetriebene und einschaltbare Ventilatoren für den Schaltschrank vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventilatoren (2, 3) in Luftstromrichtung unmittelbar hintereinander angeordnet
sind, wobei mindestens an einem der Ventilatoren (3) eine elektromagnetisch wirkende
Sperreinrichtung (4) vorgesehen ist, durch die im ausgeschalteten Zustand dieses Ventilators dessen
Lüfterrad während des Betriebes des anderen Ventilators (2) blockiert ist und die bei einem
Betriebsausfall des anderen Ventilators (2) selbsttätig gelöst wird.
2. Belüftungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperreinrichtung
einen Elektromagneten (7) aufweist, durch den ein in
die Bewegungsbahn des Liifterrades ragendes Sperrglied (8) betätigbar ist.
3. Belüftungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lüfterrad des mit
einer Sperreinrichtung versehenen Ventilators (3) aus ferromagnetischem Material besteht und am
Umfang der Öffnung für das Lüfterrad zwei Elektromagnete (10) mit entgegengesetzter Polarität
dem Lüfterrad gegenüber angeordnet sind, wobei der Bogenabstand der beiden Elektromagnete gleich
einem ganzzahligen Vielfachen des Bogens des von zwei Flügeln des Lüfterrades eingeschlossenen
Winkels ist.
4. Belüftungseinrichtung nach Anspruch 1, 2 oder
3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Betriebsausfall eines Ventilators (2) zunächst eine Meldung
erfolgt und bei einem nachfolgenden Ausfall des anderen Ventilators (3) zumindest die in dem
Schaltschrank (1) installierten temperaturempfindlichen Geräte selbsttätig abgeschaltet werden.
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| DE19752503623 DE2503623B2 (de) | 1975-01-29 | 1975-01-29 | Belueftungseinrichtung fuer einen elektrischen schaltschrank |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19752503623 DE2503623B2 (de) | 1975-01-29 | 1975-01-29 | Belueftungseinrichtung fuer einen elektrischen schaltschrank |
Publications (2)
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| DE2503623A1 DE2503623A1 (de) | 1976-08-05 |
| DE2503623B2 true DE2503623B2 (de) | 1976-11-11 |
Family
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Family Applications (1)
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Families Citing this family (5)
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