DE2504171B2 - Zerlegbares Gestell zur Aufnahme von flächigen Gegenständen für Ausstellungszwecke - Google Patents
Zerlegbares Gestell zur Aufnahme von flächigen Gegenständen für AusstellungszweckeInfo
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Description
65
Die Erfindung betrifft ein zusammenlegbares Gestell zur Aufnahme von flächigen Gegenständen für Ausstellungszwecke
der in den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 und 2 angegebenen Gattung.
Für die Zurschaustellung von Karten, Prospekten und anderen Drucksachen benötigt man, wenn man sich
nicht darauf beschränken will, diese Gegenstände dem Publikum lediglich an den Wänden von Ausstellungsräumen
zur Besichtigung darzubieten, freistehende Gestelle, Säulen oder dergleichen. Diese benötigen jedoch zu
ihrer Aufbewahrung meist viel Raum und verursachen auch als Sperrgut verhältnismäßig hohe Fracht- und
Transportkosten. Es besteht daher insbesondere für Wanderausstellungen ein erhebliches Bedürfnis für auf
engstem Raum zusammenlegbare und ohne Zuhilfenah- ; me von Werkzeugen rasch und einfach montierbare
freistehende Gestelle, die ein möglichst geringes Gewicht aufweisen.
Es ist bereits ein zusammenlegbares, als Plakatträger
bezeichnetes Gestell der im Patentanspruch 1 angegebenen Art bekannt (DE-GM 18 39 751), bei welchem die
beiden Tafeln im wesentlichen gleich breit sind. Dieses Gestell wird unter elastischem Auseinanderbiegen der
an ihren senkrechten Rändern mittels Klemmschienen zusammengeklemmten Tafeln auf einen Pfahl oder Mast
aufgek'iemmt Ohne den Pfahl liegen die Tafeln flach gegeneinander.
Weiter ist bereits ein als Basiselement eines Ausstellungssystems bezeichnetes zusammenlegbares
Gestell der im Patentanspruch 2 angegebenen Art bekannt (DE-GM 73 27 454), bei welchem als Klemmschienen
sogenannte Klemmprofile vorgesehen sind, die einen E-förmigen Querschnitt aufweisen. Die mit ihren
Rändern in die Längsnuten dieser Profile eingreifenden Tafeln werden zwischen jeweils zwei der Profile nach
innen gewölbt eingespannt, ohne von den Profilen selbst an den Rändern festgeklemmt zu werden. Um den
Tafeln eine bestimmte Wölbung und Eigenspannung zu erteilen, müssen die Profile in einem definierten
Abstand voneinander gehalten werden. Dies erfolgt mit Hilfe vcn sternförmig angeordneten Stegen, die
ihrerseits an einer Haltevorrichtung befestigt sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein zerlegbares Gestell zur Aufnahme von flächigen
Gegenständen für Austeilungszwecke zu schaffen, das ohne die Verwendung einer zusätzlichen Haltevorrichtung
selbsttragend aufgestellt und zu Transportzwecken auf engstem Raum verpackt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird im Falle eines zweieckigen Gestells die im Patentanspruch 1 und im
Falle eines drei- und mehreckigen Gestells die im Patentanspruch 2 angegebene Merkmalskombination
vorgeschlagen.
Mit den im Patenanspruch 1 aufgeführten Merkmalen wird erreicht, daß die zu einem im Querschnitt
sichelförmigen Gebilde miteinander verbundenen biegeelastischen Tafeln ohne eine zusätzliche Haltevorrichtung
aufgestellt werden können. Zum Transport des Gestells braucht lediglich die schmalere Tafel aus einer
der Klemmleisten herausgezogen zu werden, damit die Tafeln flach gegeneinander anliegen und auf engstem
Raum, etwa in einem schmalen Koffer, verpackt werden können.
Mit der im Patentanspruch 2 vorgeschlagenen Lösung wird erreicht, daß die längs ihrer Randzonen
paarweise zusammengeklemmten biegeelastischen Tafeln aufgrund ihrer Eigensteifigkeit eine nach außen
konkave Krümmung beibehalten und damit ein selbsttragendes Gebilde ergeben, das ohne eine
zusätzliche Haltevorrichtung aufgestellt und zu größeren Gestellen kombiniert werden kann. Zum Transpor-
tieren sind, je nachdem, ob unterschiedlich breite oder
gleich breite Tafeln verwendet werden, eine oder mehrere Tafeln aus ihrer Verankerung in einer
Kiemmschiene zu lösen, damit die Tafeln flach
gegeneinandergelegt und auf engstem Äaum, beispielsweise in einem schmalen Koffer, verpackt werden
können.
In den Unteransprüchen sind weitere Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung angegeben, mit
denen folgende Vorteile erzieh werden: ι ο
Wenn die Klemmschienen in ihrem unteren Bereich mindestens einen den Spalt zwischen den beiden
Klemmwangen überbrückenden Querbolzen aufweisen, auf dem die gegeneinandergepreßten Randzonen
zweier Tafeln aufliegen können, so weist das Gestell eine gewisse Bodenfreiheit auf. Zur zusätzlichen
formschlüssigen Verbindung der einzelnen Tafeln mit den Klemmschienen können die Tafeln an ihren
waagerechten Rändern randoffene Aussparungen aufweisen, in die die an den Klemmschienen vorgesehenen
Querbolzen einrasten.
Sofern die Länge der Klemmschienen mit der Höhe der einzelnen Tafeln übereinstimmt, verbleibt bei über
die Unterkante der Tafeln überstehenden Klemmschienen im oberen Randbereich ein klemmschienenfreier
Abschnitt, über den die Klemmschiene eines weiteren Tafelpaares geschoben werden kann, so daß ein aus
mehreren übereinander angeordneten Tafeln bestehender Gestellaufbau entsteht Damit bei einem solchen
Aufbau die waagerechten Kanten einen gewissen Abstand voneinander haben, sind im unteren Bereich
einer Klemmschiene vorzugsweise zwei im Abstand voneinander angeordnete Querbolzen vorgesehen, auf
deren oberem die nächst höhere Tafel aufliegt. Diese beiden senkrecht übereinander angeordneten Bolzen
können auch zu einem Steg verbunden sein, der in ein entsprechendes Langloch der Kiemmschiene eingeklemmt
ist
Die Verbindung zweier gegeneinander anliegender Tafeln mittels einer Klemmschiene hat auch den Vorteil,
daß zwei beispielsweise einen im wesentlichen dreieckigen Grundriß aufweisende Gestelle miteinander mittels
zweier U-förmiger Verbindungsbügel verbunden werden können, die mit ihren Schenkeln die Scheitel zweier
Klemmschienen hintergreifend in die Klemmschienen eingesteckt werden. Zu diesem Zweck weisen die
Klemmschienen vorteilhafterweise an ihren beiden Enden im Bereich des Scheitels eine Längsaussparung
auf, die einen Teil des Verbindungsbügels in sich aufnimmt so
Um beim Transport die Klemmschienen eines einen dreieckigen Grundriß aufweisenden Gestells an den
Tafeln belassen zu können, weisen zwei der Tafeln gegenüber der dritten eine etwas geringere Breite auf.
Damit die zur Schau zu stellenden Gegenstände keine zusätzlichen Aufhängeorgane oder Haftmittel benötigen,
können biegeelastische Spannleisten vorgesehen werden, deren Enden unter die Klemmschienen greifen
und mittels derer Plakate, Prospekte, Fotografien od. dgl. gegen die gekrümmte Tafel gepreßt werden. bo
Zur Bildung einer größeren Gestelleinheit können zwei Gestelle unter Zwischenschaltung mindestens
einer an ihren senkrechten Rändern mit Klemmschienen versehenen Tafel miteinander verbunden werden.
In der Zeichnung sind einige bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfinduns in schematischer Weise
dargestellt. Es zeigt
F i R. i eine schaubiidiiche Darstellung eines aus drei
Tafeln gebildeten Gestells;
F i g. 2 die Verbindung zweier übereinander angeordneter Tafelpaare;
Fig.3 die Verbindung zweier nebeneinander angeordneter
Tafelpaare;
F i_g. 4 und 5 zwei Seitenansichten einer Klemmschiene;
Fig.~6 eine Seitenansicht der in Fig.4 und 5
dargestellten Klemmschiene;
F i g. 7 einen Verbindungsbügel;
Fig.8 Eckausschnitte einer Tafel in vergrößertem
Maßstab;
F i g. 9 ein der F i g. 1 entsprechendes weiteres Ausführungsbeispiel;
Fig. 10 das in Fig. 9 dargestellte Gestell in teilweise
zusammengeklapptem Zustand;
Fig. 11 eine schaubiidiiche Draufsicht auf ein aus vier
Tafeln bestehendes Gestell;
Fig. 12 die Verbindung von vier übereinander und nebeneinander angeordneten Tafeln;
Fig. 13 eine schaubildliche Darstellung einer mehrteiligen
Gestelleinheit
Ein drei senkrechte Kanten aufweisendes Gestell, wie es beispielsweise in den F i g. 1 und 9 dargestellt ist,
besteht aus drei biegeelastischen Tafeln 1 deren senkrechte Randzonen paarweise zwischen den Wangen
einer Klemmschiene 2 eingespannt sind. Weisen die Tafeln 1 dieselbe Stärke und dieselbe Biegesteifigkeit
auf, so bilden die Fußpunkte der Klemmschienen die Ecken eines Dreiecks. Bei dem in den Fig.9 und 10
gezeigten Ausführungsbeispiel weisen zwei der Tafeln la und \b eine etwas geringere Breite auf als die dritte
Tafel 1. Damit muß beim Zusammenlegen des Gestells nur eine der Tafeln la oder \b aus der sie verbindenden
Klemmschiene 2 herausgezogen werden, um ein dichtes Aufeinanderliegen der einzelnen Tafeln und damit eine
raumsparende Verpackung zu erzielen.
Am unteren Ende der Klemmschienen 2 sind, wie aus F i g. 2 ersichtlich, zwei Querbolzen 3 und 4 vorgesehen,
gegen deren oberen die Unterkanten der Tafeln 1 anliegen, wie insbesondere F i g. 1 und 9 ersichtlich ist.
Werden zwei Gestelle der in F i g. 1 dargestellten Art übereinander angeordnet, so dienen die unteren
Querbolzen 3 zur Abstützung der Schienen auf den Oberkanten der Tafeln 1, so daß zwischen den einzelnen
Tafeln ein Abstand erhalten bleibt, der beispielsweise das Einhängen von Haken ermöglicht.
Im Falle der Verwendung ungleich breiter Tafeln, wie
in Fig. 10 dargestellt, können die vorzugsweise aus Kunststoff bestehenden Klemmschienen 2 durch eine
verschiedenfarbige Kennzeichnung der Querbolzen 3,4 unterschiedlich markiert werden, so daß gewährleistet
ist, daß jeweils gleichbreite Tafeln übereinander angeordnet werden.
Um, wie aus F i g. 3 ersichtlich, zwei Gestelle der in
F i g. 1 dargestellten Art miteinander zu verbinden, sind in die Klemmschienen an ihrem oberen und ihrem
unteren Ende Verbindungsbügel 5 eingesteckt, wobei, wie aus F i g. 4 und F i g. 12 unten ersichtlich, im Scheitel
der Klemmschiene eine Längsaussparung 6 vorgesehen ist, in die der Verbindungsbügel 5 so weit einrastet, daß
das Gestell mit den stirnseitigen Enden der Klemmschienen 2 auf dem Boden steht.
Um zwischen den Tafeln 1 und den Klemmschienen 2 zusätzlich auch noch eine formschlüssige Verbindung zu
schaffen, sind, wie aus F i g. 2 und F i g. 8 ersichtlich, in den waagerechten Kanten der Tafeln 1 randoffene
Aussparungen JS und \2 vorgesehen, die den Qucrbol-
zen 3 und 4 als Rasten dienen. Zum Anklemmen von Fotografien, Zeichnungsblättern u.dgl. sind an die
Tafeln 1 anliegende Druckstreifen 7, 8 aus biegeelastischem Material vorgesehen, die ebenfalls von den
Klemmleisten festgehalten werden.
Zur Aussteifung von Gestellen mit vier oder mehr senkrechten Kanten können kreuz- oder sternförmige
Streben 9 vorgesehen werden, die mittels an ihren Einden angeformter Zapfen auf den oberen Kanten der
Tafeln 1 aufliegen.
Zum Aufbau größerer Gestelleinheiten können z\ der in F i g. 1 dargestellten Gestelle mittels einfacher,
ihren Rändern mit Klemmschienen 2 versehener Taf miteinander verbunden werden, wobei bei übereinani
angeordneten Gestellen auch Felder ausgespart were können, die als besonderer Blickfang wirken, wie die!
Fig. 13 dargestellt ist.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Zerlegbares Gestell zur Aufnahme von flächigen Gegenständen für Ausstellungszwecke,
mit zwei senkrecht angeordneten, mit Längsnuten versehenen Klemmschienen und zwei zwischen den
Klemmschienen gekrümmt angeordneten, längs ihrer senkrechten Randzone in die Längsnuten
eingreifenden und dort eingeklemmten biegeelastischen Tafeln, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tafeln (1) zur Bildung eines sichelförmigen selbsttragenden Gestells eine unterschiedliche Breite
aufweisen.
2. Zerlegbares Gestell zur Aufnahme von flächigen Gegenständen für Ausstellungszwecke mit
mindestens drei senkrecht angeordneten, mit Längsnuten versehenen Klemmschienen sowie einer
entsprechenden Anzahl zwischen jeweils zwei Klemmschienen nach außen konkav gekrümmt
angeordneten, längs ihrer senkrechten Randzonen paarweise in die Längsnuten eingreifenden biegeelastischen
Tafeln, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände der Längsnuten als Klemmwangen
ausgebildet sind, zwischen die die Tafeln (1) zur Bildung eines selbsttragenden Gestells längs ihrer
senkrechten Randzonen paarweise eingeklemmt sind.
3. Gestell nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch mehrere übereinander im senkrechten Abstand
voneinander angeordnete, auf die Klemmschienen (2) in deren unterem Bereich durchsetzende
Querbolzen (3, 4) oder Querstegen ruhende Tafeln (1).
4. Gestell nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch an den waagerechten unteren Kanten der Tafeln (1)
vorgesehene, den Querbolzen (4) oder Querstegen als Rast dienende randoffene Aussparungen (11).
5. Gestell nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch an den waagerechten oberen Kanten der
Tafeln (1) vorgesehene, den Stegen oder jeweils einem zweiten, im Abstand von dem ersten
Querbolzen (4) angeordneten Querbolzen (3) als Rast dienende randoffene Aussparungen (12).
6. Gestell nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmschienen an
ihrem unteren Ende im Scheitelbereich einen den Steg eines U-förmigen Verbindungsbügels (5)
aufnehmenden Schlitz (6) aufweisen.
7. Gestell nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Tafel (1) breiter
ist als die anderen Tafeln (la, 16— Fig. 10).
8. Gestell nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch mit ihren Enden zwei
Klemmschienen (2) untergreifende, gegen eine Tafel (1) anliegende biegeelastische Druckstreifen (7).
9. Gestell nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß es zur Bildung einer
größeren Gestelleinheit unter Zwischenschaltung mindestens einer an ihren senkrechten Rändern mit
Klemmschienen (2) versehenen Tafel (1) mit einem weiteren Gestell verbindbar ist (F i g. 13).
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1975
- 1975-02-01 DE DE19752504171 patent/DE2504171C3/de not_active Expired
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