DE2505980A1 - Verfahren zum vortrieb von im wesentlichen ringfoermigen bauteilen, insbesondere fuer den hoch- und tiefbau - Google Patents

Verfahren zum vortrieb von im wesentlichen ringfoermigen bauteilen, insbesondere fuer den hoch- und tiefbau

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DE2505980A1 DE19752505980 DE2505980A DE2505980A1 DE 2505980 A1 DE2505980 A1 DE 2505980A1 DE 19752505980 DE19752505980 DE 19752505980 DE 2505980 A DE2505980 A DE 2505980A DE 2505980 A1 DE2505980 A1 DE 2505980A1
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    • E21B7/205Driving or forcing casings or pipes into boreholes, e.g. sinking; Simultaneously drilling and casing boreholes without earth removal
    • E21B7/206Driving or forcing casings or pipes into boreholes, e.g. sinking; Simultaneously drilling and casing boreholes without earth removal using down-hole drives
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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    • E21D9/00Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
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Description

  • Verfahren zum Vortrieb von im wesentlichen ringförmigen Bauteilen, insbesondere für den Hoch- und Tiefbau Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vortrieb von im wesentlichen ringförmigen Bauteilen. Der Ausdruck "ringförmig" ist dabei keineswegs auf Kreisformen beschränkt, sondern umfasst alle vollständig oder annähernd in sich geschlossenen Formen, wie beispielsweise Vielecke und Ovale mit oder ohne Unterbrechungen. Solche ringförmigen Bauteile sind beispielsweise Rohrschüsse für eine Tunnelauskleidung oder entsprechende ringförmige Bauteile für das Abteufen von Brunnen und Schächten. Der Vortrieb kann dabei grundsätzlich in beliebiger Richtung erfolgen und z.B. auch zum Heben und Justieren von Bauteilen oder sonstigen Lasten verwendet werden.
  • Es ist beispielsweise im Tunnelbau ueblich, die erforderlichen Vorschubkräfte durch hydraulische Pressen zu erzeugen. Hierfür wird im Anfahrschacht und am vorderen bzw. Abbauende des Tunnels hinter dem Schild jeweils ein Ring von hydraulischen Pressen angeordnet. Auch werden bei längeren Tunnelstrecken sogenannte Dehnerstationen vorgesehen, in Form von stationären und interstationären Anordnungen von über den Umfang des Tunnels verteilten hydraulischen Pressen.
  • Der Vortriebsschild für den BodenabbBu mit seinen Antriebsmitteln sowie der Tunnelauskleidung dienende Fertigteile, beispielsweise in Form von Rohrschüssen, werden durch den im wesentlichen vertikalen Anfahrschacht dem Eingangsende des Tunnels zugeführt, der horizontal, aber auch geneigt verlaufen kann. Die Länge der einzelnen Rohrschüsse richtet sich nach den jeweiligen Gegebenheiten, wie beispielsweise Bodenverhältnissen, 6irümmungsradien des Tunnels und dergleichen.
  • Es ist stets aber ganz besonders bei grösseren Längen wichtig, für gleichförmigen Vortrieb des Baukörpers zu sorgen, was jedoch bei Verwendung der üblichen hydraulischen Pressen nicht problemlos ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache Vortriebsart zu schaffen, die - verglichen mit den lokal angreifenden Schubkräften von hydraulischen Pressen - eine gleichmässig über den Umfang ringförmiger Teile verteilte Kraftübertragung ermöglicht, um immer wieder vorkommende örtliche Uberbeanspruchungen der Vortriebskörper zu vermeiden.
  • Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch ein Verfahren gelöst, das sich dadurch kennzeichnet, dass zwischen das betreffende Teil und ein dahinter vorgesehenes Widerlager ein von einem Druckschlauch oder dgl. aufzunehmendes Druckmittel eingeführt wird. Eine solche Vortriebsart gewährleistet eine gleichförmige Druckverteilung über den gesamten Umfang des angetriebenen Teils. Sie hat den weiteren Vorteil eines wesentlich geringeren Raumbedarfes, als er für die Anbringung hydraulischer Pressen erforderlich wäre. Der Druckschlauch braucht nicht umlaufend ausgeführt zu sein, da auch Unterteilungen möglich sind bzw. Einzelkammern, um das Druckmittel gezielt zum Einsatz zu bringen. Dies ermöglicht sogar im. Bedarfsfalle eine gezielte Druckverteilung, bispielsweise zum Steuern eines gemäss der Erfindung angetriebenen Tunnelschildes oder Schneidkopfes.
  • Es können im Rahmen der Erfindung sowohl pneumatische als auch hydraulische Druckmittel verwendet werden, wodurch sich der Vorteil ergibt, dass bereits vorhandene Aggregate für die neue Vortriebsart zum Einsatz kommen können.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens kennzeichnet sich dadurch, daß für den Vortrieb von Rohrschüssen einer Tunnelauskleidung Druckschläuche in die Ringfugen zwischen einzelnen Rohrschüssen oder Gruppen von Rohrschüssen eingelegt und im Taktverfahren gefüllt und geleert werden. Auf diese Weise läßt sich ein gleichzeitiger Vortrieb mehrerer Rohrschüsse oder Gruppen von Rohrschüssen gleichzeitig ermöglichen. Es brauchen natürlich nicht alle Ringfugen zwischen aufeinanderfolgenden Rohrschüssen für den Vortrieb herangezogen zu werden. Der Abstand dieser im nachstehenden als Preßfugen bezeichneten Vortriebsfugen richtet sich vielmehr nach den aufzuwendenden Vorschubkräften. Sind die Einzelrohrlängen bzw. Rohrschüsse kleiner als der Abstand der gewählten Preßfugen, so werden Zwischenfugen, sogenannte Gelenkfugen, ohne Einrichtung zur Druckmittelzufuhr ausgeführt.
  • Weiter ist es außerordentlich vorteilhaft, das erfindungsgemäße Verfahren so durchzuführen, daß der Tunnel im Bereich des Vortriebs in thixotrope Flüssigkeit eingebettet wird.
  • Dadurch können die erforderlichen Vorschubkräfte ganz erheblich herabgesetzt werden. Das Einbetten in thixotrope Flüssigkeit ist an sich bekannt.
  • Auch ist in weiterer Ausbildung des Verfahrens nach der Erfindung vorgesehen, daß der Druckschlauch für die Enddichtung einer Fuge mit dauerhafter Füllung versehen wird.
  • Eine solche Enddichtung ist besonders vorteilhaft, weil sie eine gewisse Freizügigkeit hinsichtlich der Anpassung an die Fugenbreite im Einzelfall gibt.
  • Die Erfindung betrifft weiter vorzugsweise Ausbildungsarten der für den Vortrieb mit dem erfindungsgemäßen Verfahren dienenden Ringfugen, also der als Preßfugen bezeichneten Fugen sowie eines Druckschlauches.
  • Eine vorteilhfte Ausbildung des Druckschlauchs kennzeichnet sich dadurch, dass Verstärkungen in Bereichen des Schlauchs vorgesehen sind, die in der Betriebslage nicht von aussen abgestützt sind. Auf diese Weise wird einem Ausbeulen des Schlauches entgegengewirkt, das die Vortriebskraft vermindern würde.
  • Für die Ausbildung der Fuge zwischen dem Bauteil und seinem Widerlager ist eine Ausbildung des Bauteils vorteilhaft, die sich dadurch kennzeichnet, dass seine dem Widerlager gegenüberliegende Stossfläche eine Profilierung aufweist, die Teil einer Querschnittsbegrenzung eines AuSnahmeraums für einen Druckschlauch ist und mit einer entsprechenden Profilierung des Widerlagers zusammenwirkt. Durch eine solche Profilierung wird gleichfalls einer unerwünschten Ausbeulung des Schlauches begegnet, so dass zusätzliche Massnahmen hierfür ganz oder teilweise entbehrlich werden.
  • Eine zusätzliche Massnahme kann darin bestehen, dass der Stossfläche mindestens auf einer Seite eine den Abstand zum Widerlager überbrückende druckfesteXanschette zugeordnet ist. Die Verwendung solcher druckfesten Manschetten ist insbesondere in solchen Zellen von Vorteil, wo es sich um den Vortrieb vorgegebener Bauteile, z.B. eines Vortriebsschildes, handelt, deren Stossfläche eine nachträgliche Profilierung zur Begrenzung eines Aufnahmeraumes für einen Druckschlauch oder dgl. nicht oder nur unter Schwierigkeiten zulassen würde.
  • Der Aufnahmeraum für das Druckmittel bzw. für den Druckschlauch braucht sich keineswegs über die gesamte Breite der Stossfuge zwischen einem Bauteil und dem Widerlager zu erstrecken.
  • In solchen Fällen ist es jedoch vorteilhaft, der Stossfläche des Bauteils ausserhalb des Aufnahmeraums einen Druckverteilegung zuzuordnen. Dieser kann z.B, ausr Gummi bestehen und Hohlräume enthalten. Ihm kommen neben der Funktion einer Druckverteilung, insbesondere bei Kurvenfahrt, die weiteren Funktionen einer Entlastung des Druckschlauchs in seinem zusammengedrückten Zustand sowie einer Fugendichtung bei entlastetem Druckschlauch zu.
  • Die Vorschubkräfte werden beim erfindungsgemässen Verfahren also jeweils durch Füllern des betreffenden Druckschlauchs erzeugt, dessen Ausdehnung den Vorschub bewirkt. Der Vorschubstakt ist so zu wählen, dass zum Vorschieben eines Teils oder auch einer Gruppe eine ausreichend lange Tunnelstrecke dahinter als Widerlager vorhanden ist0 Diese Widerlager strecke kann sowohl für den Vortrieb des Schildes als auch für einzelne oder mehrere Rohrschüsse durch eine entsprechend größere Anzahl von Rohrschüssen gebildet werden. Die Vortriebsgeschwindigkeit ist bestimmbar und richtet sich unter anderem nach den eingesetzten Pumpen, Zuleitungen, Ventilen, Druckschläuchen und Druckmitteln. Die aus dem Verfahren sich ergebenden relativ kleinen Hübe erlauben eine verhältnismäßig große Verdrehung in den Fugen. Dadurch werden unerwünscht Zwängungs-kräfte vermieden. Die Druckschläuche übernehmen als weiteren Vorteil zugleich die Funktion der Fugendichtung, und zwar auch im Bauzustand.
  • Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert, und zwar zeigen: Fig. 1 schematisch einen Querschnitt durch einen Tunnel mit Anfahrschacht; Fig. 2 vergrößert einen Teilabschnitt des Tunnels der Fig. 1; Fig. 3 stark vergrößert den Ringbereich At der Fig. 2; Fig. 4 gleichfalls stark vergrößert den Ringbereich "B" der Fig. 2; Fig. 5 bis 7 eine schematische Darstellung von drei aufeinanderfolgenden Phasen beim Taktverfahren; Fig. 8 eine abgewandelte Ausführung einer Preßfuge; Fig. 9 eine weitere Ausführungsart einer Preßfuge, und Fig.10 ein Beispiel eines örtlich verstärkten Schlauchs.
  • Die in Fig. 1 gezeigte Übersicht eines im Bau befindlichen Tunnels zeigt einen Anfahrschacht 1, der senkrecht in den Boden eingebracht ist. Im Anfahrschacht 1 befindet sich eine Pressenstation 2, und eine Tunnelröhre 3 erstreckt sich im vorliegenden Falle waagerecht vom unteren Bereich des Anfahrschachtes aus. Am vorderen, also am Abbauende des Tunnels ist ein Abbaugerät 7 angedeutet, das ein Vortriebsschild oder auch ein Schneidschuh sein kann. Als Mftrieb für den Vortriebsschild 7 ist in der Zeichnung ein üblicher Pressenring 8 angedeutet, an dessen Stelle jedoch auch ein Vortrieb gemäß der Erfindung treten könnte. In diesem Falle wäre lediglich die Fuge zwischen dem Vortriebsschild 7 und dem nächstfolgenden Rohrschuß entsprechend schmal zu halten und mit einem Druckschlauch zu versehen, wie dies im einzelnen nachstehend für den Vortrieb von Rohrschüssen für die Tunnelauskleidung näher beschrieben ist.
  • Da die Breite von gemäß der Erfindung als Preßfugen ausgebildeten Stoßfugen sehr gering ist, tritt sie im Maßstab der Fig. 1 nicht in Erscheinung. Dafür ist in dem darunter angegebenen Schema mit 4 die Lage der als Preßfugen ausgebildeten Stoßfugen angedeutet, während die lediglich als Gelenkfugen vorgesehenen Stoßfugen zwischen einzelnen Rohrschüssen 6 bei 5 angedeutet sind.
  • Der Tunnel ist zum Herabsetzen der erforderlichen Vorschubkräfte in thixotrope Flüssigkeit 9 eingebettet, und mit 10 ist die Lage einer gegebenenfalls erforderlichen Druckluftschleusenanlage bezeichnet.
  • Fig. 2 zeigt vergrößert einen Teilabschnitt der Tunnelröhre 3 der Fig. 1 mit zwei Gelenkfugen 5 und einer der Preßfugen 4 zwischen aufeinanderfolgenden Rohrschüssen 6. Lediglich der Erläuterung dient die unterschiedliche Breite der Preßfuge 4 im oberen und unteren Teil der Fig. 2, weil der obere Teil den Schlauch 12 vor Einführen des Druckmittels und der untere Teil nach Einführung und die damit erzielte Verbreiterung der Fuge verdeutlichen soll, also den Vorschub des einen Rohrschusses 6 in der Zeichnung nach rechts.
  • Einzelheiten ergeben sich aus Fig. 3 und 4, welche die Preßfuge 4 der Fig. 2 vergrößert zeigen. Von den beiden einander gegenüberliegenden Stoßflächen der benachbarten Rohrschüsse 6 ist die eine mit einer den Druckschlauch 12 aufnehmenden Ringnut 15 ausgebildet. In diese Ringnut ragt ein ringförmiger Stempel 16, der etwas kürzer als die Tiefe der Nut 15 ist, um Raum für den balgenartig zusammengelegten Schlauch 12 zu belassen. Der Schlauch ist über eine Zuleitung 27 mit Ventilen (Fig. 5) an einen Druckmittelkreislauf 17,18 angeschlossen, über den im gewünschten Taktverfahren der Schlauch gefüllt oder entleert werden kann.
  • Wie ersichtlich, ist der den Schlauch 12 aufnehmende Raum vierseitig begrenzt, und zwar durch die drei Flächen der Nut 15 und die Stirnseite des Stempels 16. Da der Schlauch beim Füllen zu den Seiten der Nut nicht ausweichen kann, wirkt sein Druck nur in Richtung der beiden Rohrschüsse 6 in Richtung des geringeren Widerstandes. Das ist im vorliegenden Falle, wie aus Fig. 4 ersichtlich, der in der Zeichnung rechts liegende Rohrschuß 6, weil durch eine größere Anzahl an den links liegenden Rohrschuß 6 angrenzender Rohrschüsse dafür gesorgt ist, daß dieser als Widerlager wirkt.
  • Ein Schutz gegen Störungen von aussen, zum Beispiel eine Abdichtung 1v,kannauf der Außenseite der Fuge vorgesehen*)um diese gegen das Eindringen von Boden oder thixotroper Flüssigkeit abzudichten. Ein Druckverteilungsring 14 *) werden, zugleich als Dichtung auf der Innenseite und dient/der Entlastung des Druckschlauchs 12 in seinem zusammengepreßten Zustand. Aus Fig. 4 ist ersichtlich, daß die Dichtung 13 sich dank ihrer nur einseitigen Befestigung beim Vorschub mit bewegt. Sie ist natürlich gleichfalls ringförmig ausgebildet und breit genug, um auch die vergrößerte Preßfuge nach erfolgter Druckmittelzufuhr zum Schlauch zu überbrücken.
  • Die einzelnen Phasen bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens im Taktverfahren sind aus Fig. 5, 6 und 7 ersichtlich. Hier sind jeweils nur Gruppen von Rohrschüssen, beispielsweise vier Rohrschüsse, zwischen Preßfugen 4 des Schemas der Fig. 1, als Ganzes dargestellt und je nach ihrer Situation bei den einzelnen Verfahrensphasen als Vorpreßabschnitt 19 bzw. Widerlagerabschnitt 20 bezeichnet. Wie ersichtlich, ist der Widerlagerabschnitt 20 jeweils wesentlich länger als der Vortriebsabschnitt 19, wodurch gewährleistet ist, daß beim Füllen der betreffenden Druckschläuche in den Preßfugen jeweils nur die durch einen Hohlpfeil markierten Vorpreßabschnitte 19 in Vortriebsrichtung des Tunnels verschoben werden. Geöffnete Ventile 21 und geschlossene Ventile 22 steuern die Druckmittelzufuhr bzw. -abfuhr von den in die Preßfugen eingesetzten Druckschläuchen zu einem Druckmittelsystem mit der Zuleitung 17 und der Ableitung 18. Durch Wechsel der Offenstellung 21 und Schließstellung 22 der Ventile im Taktverfahren ergibt sich die in Fig. 5 bis 7 angedeutete Verschiebung der aus den Abschnitten 19 und 20 zusammengesetzten Tunnelauskleidung nach rechts. Gegenüber bekannten Verfahren mit hydraulischen Hebern sind bei der Erfindung die einzelnen Hübe relativ klein, aber können dafür in sehr rascher Folge stattfinden. Auf die Vorteile hinsichtlich gleichmäßiger Lastverteilung und Verdrehung in den Fugen wurde eingangs schon hingewiesen. Lediglich als Beispiel der Größenordnung kann für den in Fig. 3 und 4 gezeigten Aufnahmeraum des Schlauches angeführt werden, daß dieser in Fig. 3 eine Breite von 50 mm in Vorschubrichtung hat und in Fig. 4 von 150 mm, also entsprechend einem Hub von 100 mm.
  • Diese Masse sind jedoch vollkommen unverbindlich und in weiten Grenzen nach dem Einzelfall in geeigneter Weise zu wählen.
  • Fig. 8 zeigt eine Variante für die Ausbildung einer Pressfuge.
  • Die Stossflächen, mit der sich Rohrschüsse 6 gegenüberstehen, sind hier mit komplementären Stufen 24,24' von unterschiedlicher Tiefe ausgebildet und nehmen auf einer Seite einen Druckschlauch 12' zwischen sich auf, während auf der anderen Seite, nämlich der Aussenseite, ein Druckverteilungsring 14 eingelegt ist. Der durch die Stossflächen nur dreiseitig begrenzte Aufnahmeraum für den Druckschlauch 12' ist auf der vierten Seite durch eine druckfeste Manschette, beispielsweise einen Stahldruckring 25, geschlossen. Auf der Aussenseite der Rohrschüsse 6 liegt wiederum eine Abdichtung 13 an, die aus Stahlblech oder anderem geeigneten Material bestehen kann.
  • Bei einer Ausbildung der Fuge nach Fig. 8 ergibt sich, verglichen mit Fig. 3 und 4 eine grössere Druckfläche, so dass mit kleineren Drücken bzw. grösseren Vortriebskräften gearbeitet werden kann, Ferner lassen sich die Schläuche leichter auswechseln.
  • Fig. 9 zeigt eine weitere Variante. Hier sind die Stossfächen der beiden Rohrschüsse 6 nicht profiliert, und der Druckschlauch 12" erstreckt sich über die ganze Breite der Fuge.
  • Sein Aufnahmeraum ist von den beiden Stossflächen und weiter von einem äusseren und einem inneren Stahldruckring 25 begrenzt. Die Stahldruckringe bzw. druckfesten Manschetten 25 sind analog der Abdichtung 13 so angebracht, dass sie gegenüber mindestens einem der Rohrschüsse 6 eine Gleitbewegung ausführen können. Der Vorteil dieser Fuge ist eine erhebliche Verminderung der erforderlichen Drücke, so dass evtl. auf druckfeste Manschetten 25 verzichtet werden kann.
  • Schliesslich zeigt Fig. 10 für eine einfache Pressfuge mit offenen Seiten das Profil eines Preßschlauchs 12"', der verstärkte Bereiche 26 längs seiner beiden Seiten aufweist, die nicht durch die nur zweiseitige Begrenzung der Fuge von aussen abgestützt sind. Beim gezeigten Ausführungsbeinur spiel sind die verstärkten Bereiche nicht oder nicht/lunnerhalb des Schlauchs vorgesehen, sondern nach aussen flanschartig profiliert und dadurch in der Lage, zugleich die Funktion einer Fugenabdichtung nach aussen zu übernehmen.
  • Vor allem ist bei dieser Ausführung wichtig, dass durch die flanschartige Profilierung zugleich die korrekte Lage der verstärkten Bereiche 26 relativ zu der Fuge gewährleistet ist0 Eine Lagesicherungfür Schläuche mit verstärkten Bereichen kann natürlich auch in anderer Weise vorgesehen werden, ist jedoch erforderlich, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
  • Natürlich ist die Erfindung nicht an Einzelheiten der anhand der Zeichnung beschriebenen Ausführungsbeispiele gebunden.
  • Insbesondere können die Pressfugen und Druckschläuche auch in anderer Weise profiliert bzw. gelagert sein, und der hier anhand von Rohrlängen bzw. Rohrschüssen für die Tunnelauskleidung beschriebene Vorgang ist analog mit gleichem Vorteil für andere eine im wesentlichen ringförmige Stirnwand aufweisende Teile verwendbar. Entsprechendes glt für das Widerlager, das nicht unbedingt aus einem Bauteil selbst gebildet zu sein braucht, sondern ein beliebiges, zur Aufnahme der Reaktionskräfte beim Vortrieb oder Anheben geeignetes Teil sein kann.
  • Das erfindungsgemässe Verfahren hat den weiteren Vorteil, dass die verwendeten Druckschläuche nach beendetem Vortieb,ggf.
  • mit einer dauerhaften Füllung versehentzugleth als Enddichtung der betreffenden Fuge im Bauwerk verwendet werden können.
  • /Ansprüche

Claims (9)

  1. Ansprüche 1. Verfahren zum Vortrieb von im wesentlichen ringförmigen Bauteilen, d a d u r c h ge k e n n z e i c h n e t, dasR zwischen das betreffende Bauteil und ein dahinter vorgesehenes Widerlager ein von einem Druckschlauch oder dgl. aufzunehmendes Druckmittel eingeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass ein pneumatisches Druckmittel verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e nn z e i c h n e t, dass ein hydraulisches Druckmittel verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass für den Vortrieb von Rohrschüssen einer Tunnelauskleidung Druckschläuche in die Ringfugen zwischen einzelnen Rohrschüssen oder Gruppen von Rohrschüssen eingelegt und im Taktverfahren gefüllt und geleert werden.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Druckschlauch für die Enddichtung einer Fuge mit dauerhafter Flüllung versehen wird0
  6. 6. Druckschlauch oder dergleichen für das Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass Verstärkungen in Bereichen (26) des Schlauches (12"9 vorgesehen sind, die n der Betriebslage nicht von aussen abgestützt sind.
  7. 7. Bauteil für das Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass seine dem Widerlager (6) gegenüberliegende Stossfläche eine Profilierung (15,24) aufweist, die Teil einer Querschnittsbegrenzung eines Aufnahmeraums für einen Druckschlauch (12, 12') ist und mit einer entsprechenden Profilierung (16,24') des Widerlagers zusammenwirkt.
  8. 8. Bauteil nach Anspruch 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Stossfläche mindestens auf einer Seite eine den Abstand zum Widerlager überbrückende druckfeste Manschette (25) zugeordnet ist.
  9. 9. Bauteil nach einem der Ansprüche 7 oder 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Stossfläche stirnseitig und ausserhalb des Aufnahmeraums für den Druckschlauch (12,12') ein Druckverteilerring (14) zugeordnet ist.
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