DE2506762B2 - Vorrichtung zum Markieren der laufenden Meterzahl auf dem Kunststoff-Außenmantel eines elektrischen Kabels - Google Patents

Vorrichtung zum Markieren der laufenden Meterzahl auf dem Kunststoff-Außenmantel eines elektrischen Kabels

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DE2506762B2
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Markieren der laufenden Meterzahl auf dem Kunststoffaußenmantel eines elektrischen Kabels, mit einer unmittelbar hinter der Schneckenpresse, in welcher die Kabelseele mit dem Außenmantel versehen wird, angeordneten Markierungsvorrichtung und einem mit Abstand zu dieser angeordneten, vom Kabel gesteuerten Kabellängenmeßwertgeber, welcher elektrisch mit der Markierungsvorrichtung gekoppelt ist.
Eine solche Vorrichtung ist aus der DE-OS 1690070 bekannt. Bei ihr ist ein hinter der Kühlwanne, in der der von der Schneckenpresse erzeugte Kabelmantel abgekühlt wird, angeordnetes Meßrad als Kabellängenmeßwertgeber ausgebildet. Diese Maßnahme führt in der Praxis zu folgenden Nachteilen:
Die in der Praxis verwendeten Meßräder sind in der Regel auf einen bestimmten Kabeldurchmesser einstellbar und können sich nur an relativ geringe Kabeldurchmesserabweichungen anpassen. Das hat aber zur Folge, daß solche Kabellängenmeßwertgeber zu Beginn des Ummantelungsvorganges, wenn in an sich r> bekannter Weise die Kabelseele mittels eines Seiles durch die Ummantelungsanlage gezogen wird, der Markierungsvorrichtung keine Längenmeßwerte liefern, so daß auf dem Kabelmantel auch keine Längenmarkierungen erzeugt werden können. Bei dickeren
ι» Kabeltypen, die eine relativ lange Kühlwanne durchlaufen, ist daher die Anfahrlänge, auf der keine Längenmarkierungen erzeugt werden, verhältnismäßig lang.
Hinzu kommt noch eine weitere Schwierigkeit,
ir> welche darauf beruht, daß an der Stelle, an der der Anfang der Kabelseele mit dem Zugseil verbunden ist, eine Verdickung vorhanden ist. Wenn diese Verdickung an dem Meßrad vorbei oder zwischen den Meßrädern hindurchläuft, entsteht in dem Kabellängenmeßwertgeber ein Signalstoß, der auch in der Markierungsvorrichtung eine stoßförmige Reaktion auslöst, die zur Beschädigung des weichen Kabelmantels führen kann.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht deshalb darin, eine Vorrichtung zum Markieren der laufenden Meterzahl auf dem Kunststoff-Außenmantel eines elektrischen Kabels anzugeben, welche von Anfang an sehr genaue und eichgerechte Meßergebnisse zur Steuerung der Markierungsvorrichtung
jo liefert und ein stoßfreies Arbeiten der Markierungsvorrichtung gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein zweiter Kabellängenmeßwertgeber vorhanden ist, dessen Signale nur während des Anfahrens
j5 der Ummantelungsvorrichtung der Markierungsvorrichtung zugeführt werden, daß nach dem Anfahren ein Umsteuerbefehl erfolgt, von dem zweiten Kabellängenmeßwertgeber auf den ersten umzuschalten und daß diese Umschaltung von einer Umschaltevorrichtung selbsttätig dann erfolgt, wenn die Signale beider Längenmeßwertgeber synchron zueinander sind. Vorteilhafte Weiterbildungen dieser Vorrichtung sind in den Ansprüchen 2 und 3 beschrieben. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Anlage zur Herstellung des Kunststoff-Außenmantels eines elektrischen Kabels mit einer Markierungsvorrichtung und einer diese steuernden Längenmeßvorrichtung,
Fig. 2 das elektrische Blockschaltbild der Umschaltvorrichtung.
In der Anlage zur Herstellung des Kunststoff-Außenmantels eines elektrischen Kabels gemäß Fig. 1 sind in Durchlaufrichtung des zu ummantelnden Kabels in bekannter Weise angeordnet: Der Ablauf 1, von dem die Kabelseele abgezogen wird. Die Schnekkenpresse 2, in welcher die Kabelseele mit dem Kunststoffaußenmantel versehen wird. Die Markierungsvorrichtung 3, welche den noch heißen und daher weichen Kabelmantel mit Längenmarkierungen versieht. Die Kühlwanne 4, in der der Kabelmantel auf Raumtemperatur abgekühlt wird. Das möglichst ohne Schlupf vom Kabel angetriebene Längenmeßgerät 5, mit dem der eine Kabellängenmeßwertgeber, welcher ein der tatsächlichen Kabellänge entsprechendes, die Markierungsvorrichtung steuerndes Signal erzeugt, mechanisch gekoppelt ist. Die zwei an-
getriebene endlose Raupenbänder besitzende Zugraupe 6, von der das ummantelte Kabel abgezogen und anschließend auf dem Aufwickler 7 aufgetrommelt wird, und mit der ein weiterer Kabellängenmeßwertgeber gekoppelt ist. j
Ausgehend von der bekannten Erfahrung, daß eine exakte Längenmessung des Kabels nur dann gewährleistet ist, wenn die Längenmeßvorrichtung in enger Berührung mit dem Kabel von diesem ohne Schlupf synchron zur Kabellängsbewegung mitgenommen ui wird, sind bei der neuen Vorrichtung wenigstens zwei Kabellängenmeßwertgeber vorgesehen, von denen wahlweise stets diejenige an die Markierungsvorrichtung angeschaltet ist, bei der die vorstehenden Bedingungen am besten erfüllt sind. ιί
Bei dem in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel sind beispielsweise zwei voneinander unabhängige Kabellängenmeßwertgeber vorgesehen, und zwar einer an dem Längenmeßgerät 5 und einer an der Zugraupe 6. Der Kabellängenmeßwertgeber besteht aus einem inkrementalen Drehgeber, welcher mit der Welle eines der Meßräder des Meßgeräts 5 bzw. mit der Welle eines der die Abzugsraupen fördernden Räder gekuppelt ist. Ein inkrementaler Drehgeber ist ein photoelektrischer Drehgeber mit eingebauter Impuls- r> formertechnik, welcher pro Umdrehung eine bestimmte Anzahl elektrischer Impulse erzeugt. Inkrementale Drehgeber sind handelsüblich.
Eine bestimmte Anzahl der im inkrementalen Drehgeber erzeugten elektrischen Impulse entspricht m bei der vorstehend beschriebenen Vorrichtung einer bestimmten Längeneinheit, beispielsweise einem Meter, so daß die Impulse gezählt werden können und bei jeder, beispielsweise einem Meter entsprechenden Anzahl von Impulsen, die Markierungsvorrichtung η vom Zähler einen Steuerimpuls erhält, welcher ein Zählwerk an der Markierungsvorrichtung um eine Zahl weiterschaltet und die Markierung des Kabelmantels mit dieser Zahl veranlaßt.
Mit den vom inkrementalen Drehgeber erzeugten elektrischen Impulsen, von denen eine bestimmte Anzahl einer bestimmten Längeneinheit, beispielsweise einem Meter entspricht, kann auch ein, eine trommelartige Markierungsvorrichtung antreibender Schrittmotor gesteuert werden. Wenn beispielsweise die Trommel einen Umfang von einem Meter besitzt, dann kann der Schrittmotor durch die Anzahl der einem Kabelmeter entsprechende Anzahl vor. Impulsen direkt derart gesteuert werden, daß die trommelartige Markierungsvorrichtung eine Umdrehung ausführt. -,0 Das Zählwerk kann dann während einer Umdrehung auch durch andere Mittel um eine Zahl weitergeschaltet werden.
An Stelle der inkrementalen Drehgeber können aber auch analoge Drehgeber verwendet werden, r, ohne daß dadurch eine grundsätzliche Änderung eintritt.
Beim praktischen Einsatz der Vorrichtung hat es sich bei der Markierung der Kabelmäntel erwiesen, die Kabellänge des Kabels zu Beginn des Ummante- eo lungsvorganges.d. h. wenn an dem Längenmeßgerät 5 noch kein ummanteltes Kabel vorhanden ist, sondern der Kabelanfang mit einem Zugseil vom Ablauf durch die Schneckenpresse 2 und die Kühlwanne 4 abgezogen wird, mit dem in der Zugraupe 6 angeordneten b-, Kabellängenmeßwertgeber zu messen und die Markierungsvorrichtung mit den gemessenen Werten zu steuern. Erst wenn an dein Längenmeßgerät 5 ein ummanteltes Kabel zur Verfugung steht, wird auf den darin enthaltenen Kabellängenmeßwcrtgeber umgeschaltet. Es kann auch zweckmäßig sein, einen Kabellängenmeßwertgeber zwischen dem Ablauf 1 und der Schneckenpresse 2 anzuordnen.
In jedem Fall aber ist es nicht möglich, ohne einen Steuersignalsprung zu verursachen, eine Umschaltung von einem Kabellängenmeßwertgeber auf den anderen durch Umlegen eines einfachen Umschalters vorzunehmen, weil die Kabellängenmeßwertgeber nicht derart synchron zueinander laufen, daß ihre längenabhängigen Ausgangsimpulse deckungsgleich wären. Ein einfaches Umschalten kann zu einer Störung des Antriebs der Markierungsvorrichtung und somit zu einer Beschädigung des weichen Kabelmantels führen.
Eine ruckfreie Umschaltung kann aber mit der in Fig. 2 im Prinzip dargestellten Umschaltvorrichtung ausgeführt werden, welche den günstigsten Zeitpunkt für die angeordnete Umschaltung ermittelt und dann selbsttätig umschaltet, wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist.
Die Umschaltvorrichtung besteht aus einer elektronischen Schaltung, welche die beiden Eingänge A und B und den Ausgang C besitzt. Am Eingang A liegen beispielsweise die von dem mit dem Längenmeßgerät 5 gekoppelten Kabellängenmeßwertgeber erzeugten Impulse, beispielsweise Rechteckimpulse, an und am Eingang ß die von dem mit der Zugraupe 6 gekoppelten Kabellängenmeßwertgeber erzeugten Impulse. Am Ausgang C werden die Impulse abgenommen, welche die Synchronsteuerung der Markierungsvorrichtung in Abhängigkeit von der Kabelabzugsgeschwindigkeit ausführen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, besteht die Schaltungsanordnung im wesentlichen aus den integrierten Schaltungen (IS) 8, 9 und 10, den NAND-Toren 11, 12, 13 und 14 und den als Inverter geschalteten NAND-Toren 15, 16 und 17. Der Umsteuerbefehl wird mit den miteinander gekoppelten Schaltern Sl und 52 gegeben.
Bei den integrierten Schaltungen 8 und 9 handelt es sich jeweils um eine monostabile Kippschaltung und bei der integrierten Schaltung 10 um ein steuerbares Speichernetzwerk, eine sogenannte Master-Slave-(bistabile) Kippschaltung.
Die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung wird nachstehend für einen Betriebszustand erläutert, bei dem folgende Ausgangsbedingungen vorhanden sind:
1.Am Eingang Λ liegen die vom Kabellängenmeßwertgeber des Längenmeßgeräts 5 erzeugten Rechteckimpulse an.
2. Am Eingang B liegen die vom Kabellängenmeßwertgeber der Zugraupe 6 erzeugten Rechteckimpulse an.
3. Die gezeigte Schalterstellung (51 offen, 52 geschlossen) entspricht dem Befehl: Am Ausgang C Sollen die mit den vom KabelHingenmeßwertgeber des Längenmeßgeräts 5 erzeugten Impulsen synchronen Steuerimpulse erscheinen.
4. Es ist noch nicht vom NAND-Tor 14 auf das N AN D-Tor 13 umgeschaltet.
In den integrierten Schaltungen (IS) 8 und 9 werden aus den vom Kabellängenmeßwertgeber des Längenmeßgeräts 5 (A) bzw. Zugraupe 6 (B) gelieferten Impulsen Rechteckimpulsreihen mit einer Impulsbreite von ca. 1 ^is erzeugt. Wenn beide Impulsreihen synchron sind, schaltet das NAND-Tor 11 durch. Die
am Ausgang des NAND-Tores anstehenden Impulse gelangen nach Invertierung in dem als Inverter geschalteten NAND-Tor 16 zum Eingang T der IS 10. Der Eingang Cder IS 10 ist gesperrt, weil ein Eingang des NAND-Tores 12 über 52 auf Masse liegt.
Bei dieser Konstellation schaltet die IS 10 den Ausgang 18 auf hohes und den Ausgang 19 auf Null-Potential. Dadurch wird das NAND-Tor 14 gesperrt und das NAND-Tor 13 geöffnet. Der durch die Schalterstellung (51, 52) eingegebene Bereich ist ausgeführt worden, und zwar zu einem Zeitpunkt, in dem beide Eingänge A und B synchron waren.
Erhält die Umschaltvorrichtung nun durch Schlie Ben von 51 und Öffnen von 52 einen anderen Befehl so funktioniert die Schaltungsanordnung in entspre chender Weise und schaltet im geeigneten Zeitpunk von NAND-Tor 13 auf NAND-Tor 14 um.
Den Ausgängen 18 und 19 der IS 10 sind die al: Anzeigeverstärker wirkenden Inverter 20 und 21 nachgeschaltct, an deren Ausgängen optische Anzeigemittel, wie die in Fig. 2 eingezeichneten Leuchtdi öden 22, 23, angeschaltet sind. Diese zeigen an, au: welchem der Eingangssignale das Ausgangssignal er zeugt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Markieren der laufenden Meterzahl auf dem Kunststoffaußenmantel eines elektrischen Kabels, mit einer unmittelbar hinter der Schneckenpresse, in welcher die Kabelseele mit dem Außenmantel versehen wird, angeordneten Markierungsvorrichtung und einem mit Abstand zu dieser angeordneten, vom Kabel gesteuerten Kabellängenmeßwertgeber, welcher elektrisch mit der Markierungsvorrichtung gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Kabellängenmeßwertgeber vorhanden ist, dessen Signale nur während des Anfahrens der Ummantelungsvorrichtung (2) der Markierungsvorrichtung (3) zugeführt werden, daß nach dem Anfahren ein Umsteuerbefehl erfoigt, von dem zweiten Kabellängenmeßwertgeber auf den ersten umzuschalten und daß diese Umschaltung von einer Umschaltevorrichtung selbsttätig dann erfolgt, wenn die Signale beider Längenmeßwertgeber synchron zueinander sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kabellängenmeßwertgeber aus einem inkrementalen Drehgeber besteht, der mit einer vom Kabel schlupffrei angetriebenen Vorrichtung, wie einer Zugraupe (6) oder einem Längenmeßgerät (5) mechanisch gekuppelt ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Eingänge (A, B) und einen Ausgang (C) besitzende Umschaltevorrichtung aus einer mehrstufigen elektronischen Schaltung besteht, in deren erster, aus integrierten Schaltungen (8, 9) mit nachgeschaltetem NAND-Tor (1.1) bestehenden Stufe aus den Ausgangssignalen beider Kabellängenmeßwertgeber gleiche Signale erzeugt und miteinander verglichen werden, in deren zweiter Stufe in Abhängigkeit vom Umsteuerbefehl und dem Ausgangssignal des NAND-Tores (11; ein Signal erzeugt wird, das zusammen mit einem der Ausgangssignale der Kabellängenmeßwertgeber von einem der Tore (13,14) auf ein anderes Tor umschaltet.
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