DE2507385B2 - Verfahren zur Herstellung eines Räuchermittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Räuchermittels

Info

Publication number
DE2507385B2
DE2507385B2 DE2507385A DE2507385A DE2507385B2 DE 2507385 B2 DE2507385 B2 DE 2507385B2 DE 2507385 A DE2507385 A DE 2507385A DE 2507385 A DE2507385 A DE 2507385A DE 2507385 B2 DE2507385 B2 DE 2507385B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
distillation
tar
weight
fumigant
smoke condensate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE2507385A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2507385C3 (de
DE2507385A1 (de
Inventor
Teresa Czajkowska Geb. Piwkowska
Jozef Dr.-Chem. Gora
Jadwiga Dipl.-Ing.-Chem. Kolo Kolska
Zbigniew Dr.-Ing.-Chem. Kozlowski
Janusz Prof. Dr.-Chem. Kulesza
Kazimierz Dr.-Chem. Miler
Jerzy Dr.-Chem. Podlejski
Zygmunt Warschau Rutkowski
Jolanta Dipl.-Ing.-Chem. Lodz Stolowska
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Politechnika Lodzka
Original Assignee
Politechnika Lodzka
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Politechnika Lodzka filed Critical Politechnika Lodzka
Publication of DE2507385A1 publication Critical patent/DE2507385A1/de
Publication of DE2507385B2 publication Critical patent/DE2507385B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2507385C3 publication Critical patent/DE2507385C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L27/00Spices; Flavouring agents or condiments; Artificial sweetening agents; Table salts; Dietetic salt substitutes; Preparation or treatment thereof
    • A23L27/20Synthetic spices, flavouring agents or condiments
    • A23L27/27Smoke flavours

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nutrition Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Compounds Of Unknown Constitution (AREA)
  • Seasonings (AREA)
  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)
  • General Preparation And Processing Of Foods (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description

Eiweiß- und fetthaltigen Produkten die N«erkmale von Räucherprodukten zu verleihen, ist seit langem bekannt und wird allgemein angewandt, indem man auf die Produkte einen durch unvollständiges Verbrennen von cellulose- und ligninhaltigen Stoffen erhaltenen Räucherrauchstrom einwirken läßt. Dieses direkte Verfahren im Räucherstrom verleiht zwar den Produkten den erwarteten Räuchergeschmack und Räuchergeruch, jedoch werden dabei überflüssige und schädliche Bestandteile abgelagert, vor allem Stickstoffbasen und verschiedene, den behandelten Produkten fremde Geruchsnoten verleihende flüchtige Säuren, sov/ie kanzerogene Kohlenwasserstoffe, ferner Derivate des Benzpyrens und des Benzphenanthrens.
Außerdem ist das Räuchern mit Rauch in der Großtechnik ein technologisch umständliches Verfahren,es ist schwierig zu standardisieren und zu automatisieren und in kontinuierliche Herstellungsprozesse zu überführen, außerdem sind kostspielige Anlagen und große Vorräte von bestimmten, zur Räucherraucherzeugung notwendigen Holzmaterialien erforderlich.
Die oben genannten Nachteile und Schwierigkeiten führen zu immer häufigerer Aufgabe der direkten Räuchermethode und zu ihrem Ersatz durch das sogenannte rauchlose Räuchern mit Räuchermitteln, die unmittelbar den Lebensmitteln zugegeben werden und ihnen die Geschmacks- und Aromaeigenschaften verleihen, die mehr oder weniger den nach konventionellen Methoden erreichbaren Eigenschaften angenähert sind und zugleich keine kanzerogenen Substanzen und Ballaststoffe enthalten.
Die Räuchermittel werden im Laufe der Zersetzungsdestillation von Holz oder verwandten Rohstoffen gewonnen. Anfänglich wurde das aus einem Ausgangsmaterial bei der Trockendestillation abgetrennte Destillationswasser verwendet, mit der Zeit wurden jedoch Destillationsrückstandsteere und der bei der Holzpyrolyse entstehende Rauch verwendet.
Es gibt mehrere Verfahren zur Gewinnung von Räuchermitteln aus diesen Rohstoffen durch Destillation, Extraktion, Fraktionieren oder durch eine Kombination der genannten Maßnahmen, die das Beseitigen der schädlichen und unerwünschten Bestandteile und das Gewinnen der entsprechenden, die gewünschten geschmacklichen, aromatischen, antioxidativen und bakteriziden Eigenschaften aufweisenden Verbindungen oder Verbindungsgruppen bezwekken.
An Räuchermittel werden sehr hohe Qualitätsanforderungen gestellt, deren Einhaltung für die Zulassung zur Anwendung in Lebensmitteln die Hauptbedingung seitens staatlicher Institutionen des Gesundheitsschutzes ist. Sie sollen den Lebensmitteln nicht nur den gewünschten typischen Geschmack und Räuchergeruch verleihen und antioxidative und bakterizide Eigenschaften aufweisen, sondern sie dürfen als kanzerogen erkannte Verbindungen in nicht größerer Menge als nur einige Zehntel Gewichtsteile pro Million, bezogen auf das Lebensmittelprodukt, enthalten und nur in Mengen von einigen bis zu einigen Hundert Gewichtsteilen pro Million, bezogen auf das Produkt, verwendet werden.
Von den bekannten Räuchermitteln genügen nur wenige den oben genannten Bedingungen. Dazu zählen die nach den polnischen Patentschriften 49216 und 52159 sowie nach der DT-OS 2031662 gewonnenen Räuchermittel. Diese Räuchermittel werden durch fraktionierte Extraktion und mit Hilfe organischer Lösungsmittel „vorzugsweise mit Äthyläther, aus einem Räucherrauchkondensat gewonnen, das bei der bei Luftüberschuß durchgeführten Zersetzungsdestillation von Cellulose und/oder Ligninstoffen erzeugt wird.
Nach dem Verfahren gemäß der DT-OS 2031662 werden drei Fraktionen gewonnen. Als erste und Hauptfraktion erhält man eine hauptsächlich Phenolverbindungen mit einem Molekulargewicht über 140 enthaltende Fraktion. Diese kann mit der zweiten im weiteren Verlauf der Extraktion gewonnenen Terpenfraktion vermischt werden, die Verbindungen enthält, die in einem Medium mit einem pH-Wert, von 12,8 keine salzartigen Verbindungen bilden, sowie mit der dritten sauren, niedere Carbonsäuren enthaltende Fraktion, um dadurch das fertige Rä> :hermittel zu gewinnen. Dieses Verfahren ist technologisch ziemlich umständlich, arbeitsaufwendig und erfordert eine komplizierte Apparatur.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Gewinnung eines Räuchermittels anzugeben, das technologisch und in bezug auf Apparate einfach, leicht zu automatisieren ist und günstige Arbeitsschutzbedingungen gewährleistet, wobei das gewonnene Räuchermittel vortreffliche, das Räucheraroma vollständig wiedergebende geschmackliche und aromatische, sowie auch oxidationshemmende und bakteriostatische Eigenschaften aufweisen soll und für eiweiß- und fetthaltige Lebensmittelprodukte ein ausgezeichnetes konservierendes Mittel sein soll, das zugleich von ballastartigen und gesundheitsschädlichen Verbindungen frei ist.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung eines Räuchermittels durch Extraktion und Destillation aus einem Teer oder einem Räucherrauchkondensat, wobei Teer (= Destillationsrückstand) bzw. Räucherrauchkondensat durch Zersetzungsdestillation von Cellulose und/oder Ligninrohstoffen (in sauerstofffreier oder sauerstoffhaltiger Atmosphäre durchgeführt) erhalten worden sind, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
(la) den Teer oder das Räucherkondensat oder dessen Fraktionen mit einer wäßrigen Lösung von Schwefelsäure (Konzentration 5 bis 20%, Menge 5 bis 15 Gewichtsprozent, bezogen auf Teer oder Räucherrauchkondensat) extrahiert, wobei man die anfallende, die organischen Sticksloffbasen enthaltende obere Schicht verwirft und die untere Schicht mit Wasser und mit einer wäßrigen Natriumhydrogencarbonatlösung oder mit einer gesättigten wäßrigen Natriumchloridlösung wäscht, oder daß man
"> (Ib) den Teeroder das Räucherrauchkondensat oder dessen Fraktionen zur Bindung der organischen Stickstoffbasen mit Orthophosphorsäure (85 bis 90%ige Säure, Menge: 0,5 bis 3 Gewichtsprozent) vevmischt,
ι» (2) die so vorgereinigten Ausgangsstoffe unter vermindertem Druck in einer Inertgasatmosphäre zweistufig destilliert, wobei man den in der ersten Destillationsphase bei 30 bis 20 mm Hg erhaltenen Vorlauf (Siedepunkt unter 110 bis π 100° C) verwirft und in der zweiten Destilla-
'ionsphase bei einem auf höchstens 10 mm Hg herabgesetzten Druck Verbindungen abtrennt, die einen Siedepunkt bis zu 250° C bei 20 mm Hg aufweisen, welche das fertige Räuchermittel JH darstellen.
Zunächst wird also dem Ausgangsmaterial ein Teil der Ballastverbindungen, insbesondere der organischen Stickstoffbasen, entzogen. Diese Verbindungen werden entweder durch Extraktion mit Schwefel- säure, oder durch deren Bindung an Orthophosphorsäure, beseitigt, wobei die letztgenannte Säure gleichzeitig Kondensations-Polymensations-Prozessen vorbeugt. In diesem Fall ve-bleiben diese Ballastverbindungen bis zum Prozeßende im später verworfenen in Nachlauf. Zur Extraktion wird die wäßrige Schwefelsäurelösung mit einer Konzentration von 5 bis 20% in einer Menge von 5 bis 15 Gewichtsprozent, bezogen auf Teere oder Räucherrauchkondensate.verwendet. Die Extraktion wird durch einmalige oder mehr-( > malige Zugabe von Säure bei Zimmertemperatur durchgeführt, wobei die die organischen Stickstoffbasen enthaltende und später verworfene obere Schicht abgetrennt wird. Die untere, Teer enthaltende Schicht wird dagegen mehrmals mit Wasser und mit einer wäßrigen Natriumhydrogencarbonatlöcung oder mit einer gesättigten wäßrigen Natriumchlondlösung gewaschen, wonach sie weiterbehandelt wird. Dagegen erfolgt die Bindung der organischen Stickstoffbasen an die Orthophosphorsäure durch Vermischen des r. Ausgangsstoffs mit 0,5 bis 3 Gewichtsprozent einer 85- bis 90%igen Säure.
Der auf eine der beschriebenen Weisen vorgereinigte Ausgangsstoff wird unter vermindertem Druck in einer Inertgasatrnosphäre, z. B., Stickstoff, Argon -.Ii oder Kohlendioxid zweistufig destilliert, vorzugsweise bei einem Zusatz von 1 bis 10 Gewichtsprozent, am besten von 5 Gewichtsprozent Zink-, Aluminiumoder Eisenstaub. Die Verwendung von Zink-, Aluminium- oder Eisenstaub gestattet es, ein Räuchermittel r, von heller Bernsteinfarbe zu erhalten, der er der Oxydation des Hydrochinon- oder Chinonsystems vorbeugt. Der Staub kann gleich in der ersten oder auch erst in der zweiten Destillationsphase zugegeben werden.
mi In der ersten, unter einem Druck von 30 bis 20 mm Hg durchgeführten Destillationsphase wird als Vorlauf, der verworfen wird, eine Fraktion erhalten, welche Substanzen mit einem Siedepunkt unter 110 bis 100° Centhält. Dies sind vor allem niedermolekulare ι,-) organische Säuren, Wasser, Kohlenwasserstoff und andere Ballastsubstanzen.
In der zweiten Destillationsphase wird der Druck bis auf höchstens 100 mm Hg herabgesetzt und es wird
eine Fraktion mit Verbindungen gewonnen, die einen Siedepunkt bis zu 250° C bei 20 mm Hg aufweisen. Bei einem Druck unter 10 mm Hg werden Verbindungen mit entsprechend niedrigeren Siedepunkten destilliert. Diese Fraktion bildet das fertige Räuchermittel, Der Nachlauf aus dieser Destillation, der hauptsächlich Pech, und bei Verwendung der Orthophosphorsäure auch die organisch gebundenen Stickstoffbasen enthält, wird verworfen.
Es wurde festgestellt, daß der zu verwerfende Nachlauf viel leichter aus dem Destillationsapparat zu entfernen ist, wenn er mit dem mehrwertigen Alkohol Glycerin verdünnt wird. Es ist deshalb vorteilhaft, die bei einem Druck von 100 mm Hg verlaufende zweite Destillationsphase als Extraktionsdestillation mit Glycerin-Dämpfen durchzuführen, die auch den Destillationsverlauf als solchen vorteilhaft beeinflussen. Dieser mehrwertige Alkohol wird mit dem Teer vermischt, der keine Fraktion mit Siedepunkten unter 100° C, vorzugsweise 80° C bei 20 mm Hg und keine organischen Stickstoffbaseη enthält, oder der die an die Orthophosphorsäure gebundenen Sdckstorfbasen enthält, und zwar in einer Menge von 1 bis 10 Gewichtsteilen Glycerin auf 1 Gewichtsteil Teer, vorzugsweise 5 Gewichtsteilen Glycerin auf 1 Teil Teer. Aus dieser Mischung wird die Fraktion mit einem Siedepunkt bis zu 250° C bei 200 mm Hg oder bis 180° C bei 10 mm Hg oder mit entsprechend tieferen Temperaturen bei einem Druck unter 10 mm Hg gewonnen. Diese aus einem Gemisch des mehrwertigen Alkohols und der das Räuchermittel bildenden Verbindungen bestehende Fraktion wird anschließend bis auf eine Temperatur von 50 bis 90° C erwärmt, um dadurch eine selbsttätige Trennung in zwei Schichten zu veranlassen. Die obere Schicht bildet das Räuchermittel, die untere dagegen den mehrwertigen Alkohol, der wieder zur Destillation einer neuen Teermenge verwendet werden kann.
Untersuchungen haben gezeigt, daß positive Ergebnisse auch bei einer Abänderung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Gewinnung eines Räuchermittels erreicht werden können, und zwar wenn man die Reihenfolge derart verändert, daß der Ausgangsstoff, der den Destillationsrückstand bildende Teer oder das Räucherrauchkondensat zuerst nach dem oben beschriebenen Vorgehen, unter Einhaltung der gleichen technologischen Kennwerte zweistufig destilliert wird und erst anschließend aus dem das Räuchermittel enthaltenden Enddestillat die organischen Stickstoffbasen durrh Extrahieren mit der wäßrigen Lösung der Schwefelsäure, beseitigt werden.
Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gewonnene Räuchermittel besteht aus einem komplizierten Gemisch von organischen Verbindungen mit mindestens 5P% an Komponenten mit Phenolcharakter sowie höheren Fettsäuren, Terpenverbindungen und anderen, darunter jedoch keine kanzerogenen Substanzen. Dieses Räuchermittel zeichnet sich durch das gewünschte typische Räucheraroma aus. Eiweißoder fetthaltigen Produkten zugegeben, verleiht es ihnen die Eigenschaften der nach der direkten Räuchermethode geräucherten Produkte, verlängert deren Haltbarkeit und wirkt der Oxydation entgegen.
Die Ausbeute des erfindungsgemäßen Verfahrens, bezogen auf den Ausgangsstoff, beträgt 15 bis 40 Gewichtsprozent.
Um den Reinigungseffekt des Räuchermittels von ballastartigen und schädlichen Verbindungen von der Art des Benzpyrens, Dibenzanthracens und anderer aromatischer Kohlenwasserstoffe zu erhöhen, wird dieses einem Selektivadsorptionsprozeß an Aktivkohle, weitporigem Kieselsäuregel oder synthetischen
'■ Molekularsieben unterworfen. Der Prozeß wird derart geführt, daß das Räuchermittel entweder zuerst mit organischen Lösungsmitteln, wie niedrigen aliphatischen Alkoholen, Dialkyläther oder Halogenkohlenwasserstoff en verdünnt oder unverdünnt bis auf eine Temperatur von 50 bis 90 a C erwärmt und nachher durch eine mit einem geeigneten Adsorptionsmittel gefüllte Ads.orptionskolonne geschickt wird. Für 100 Gewichtsteile des Räuchermittels werden 10 bis 50 Gewichtsteile einer Adsorptionsmasse genommen, in
'> Abhängigkeit von ihrer Art und selektiven Aktivität. Nach dem Durchschicken der Flüssigkeit durch die Adsorptionskolonne wird das Lösungsmittel gegebenenfalls durch Verdampfen unter normalem oder vermindertem Diuck entfernt.
o Durch diese Maßnahmen erb".it man ein gereinigtes Räuchermittel als dickes, gelblich gefärbtes öl mit intensivem Räucheraroma und sehr hohem Reinheitsgrad, insbesondere was den Gehalt an kanzerogenen Verbindungen betrifft. Als nach dem erfindungsge-
"> mäßen Verfahren gewonnenes Räuchermittel erhält man ein Produkt mit nicht nur ausgezeichneter Reinheit, sondern auch mit vortrefflichen Aroma- und Antioxydationseigenschaften.
Das erfindungsgemäß erhalten? Räuchermittel ist
(· ein stark konzentriertes Präparat. Da es in Lebensmitteln nur in Mengen von einigen bis einigen hundert Gewichtsteilen pro Million, bezogen auf das Produkt, verwendet wird, ist seine Verdünnung mit geeigneten Trägersubstanzen unentbehrlich. Als Träger werden
-, bekannte Stoffe, wie Äthylalkohol, Äthylenglykol, Glycerin, Tier- oder Pflanzenfette, Kochsalz, Stärke, Gewürze, Pökelgemische oder Wasser verwendet. Diese Verdünnung erfolgt in Abhängigkeit von der Art des Trägers, entweder durch Lösen des Räucheri mittels im Träger oder durch Sättigen des festen Trägers mit dem Konzentrat oder durch Herstellen einer Räuchermittelemulsion mit dem Träger selbst.
Das Räuchermittel wird auf eine Konzentration von einigen Prozenten verdünnt. Das im Träger verdünnte
"> Räuchermittel wird mit dem Lebensmittelprodukt vermischt oder auf dessen Oberfläche auf bekannte Art aufgetragen. Beispielsweise wird eine wenig konzentrierte Lösung oder eine Emulsion des Räuchermittels mit einem Träger von geringer Viskosität mit
,η oder ohne Farbstoffzusatz auf der Oberfläche eines Lebensmittelpvodukts zerstäubt, vorzugsweise unter Verwendung eines elektrostatischen Feldes, worauf der Träger von selbst verdampft.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Gewinnung
Yi eines Räuchermittels wird nachstehend an Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Beispiel 1
Teer aus der Trockendestillation von Buchenholz Mi wird bei Zimmertemperatur einer Extraktion mit einer 10%igen wäßrigen Schwe/elsäurelösung in einer Menge von 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das Ausgangsgewicht des Teers, unterworfen. Die abgeschiedene obere wäßrige Schicht, die das Aroma des -, Räuchermittels ungünstig beeinflussende organische Stickstoffbasen enthält, wird verworfen, dagegen wird die teerige Schicht mit Wasser und mit einer wäßrigen NaHCO,-Lösung oder mit einer 3%igen Natrium-
chloridlösung viermal bis zur neutralen Reaktion gewaschen. Der vorgereinigte Teer wird dann einer fraktionierten Destillation in einer Stickstoffatmosphäre unter vorheriger Zugabe von S Gewichtsprozent Zinkstaub, bezogen auf den Teer, unterworfen. Die Destillation wird zweistufig unter vermindertem Druck geführt. Zuerst wird eine Fraktion der Verbin dungen mit einem Siedepunkt unter 100° C bei 20 mm Hg, die aus einem Gemisch von niedermolekularen Fettsäuren und Phenolen und von das Aroma des Räuchermittels nachteilig beeinflussenden Kohlenwasserstoffen bestehen, erhalten und verworfen. Anschließend wird der Druck bis auf 10 mm Hg herabgesetzt und es wird die Fraktion mit einem Siedepunkt unter 180° C bei 10 mm Hg gewonnen, die das Räuchermittel bildet. Die Ausbeute des auf diese Weise gewonnenen Präparats, bezogen auf den einge-
/Ctr5gt sir /C
Beispiel 2
Erlenholzteer, der ein Kondensat eines bei einer bei Luftüberschuß durchgeführten Zersetzungsdestillation erhaltenen Räucherrauches ist und von Stickstoffbasen und Verbindungen mit einem Siedepunkt unter 100° C bei einem Druck von 20 mm Hg wie im Beispiel 1 befreit wurde, wird mit der 4fachen Menge Glycerin vermischt und einer Extraktionsdestillation in Stickstoffatmosphäre unter einem 20 mm Hg nicht übersteigenden Druck unterworfen, wobei eine Fraktion mit einem Siedepunkt bis zu 250° C bei 20 mm Hg aufgefangen wird. Das abdestillierte Gemisch von Glycerin und das Räuchermittel bildenden Verbindungen wird zur Trennung in zwei Schichten bis auf 60" C erwärmt. Die untere Schicht bildet das Glycerin, die obere das Räuchermittel. Die Ausbeute, bezogen auf das Ausgangsprodukt,beträgt 20%.
Beispiel 3
Teer aus einer Trockendestillation von Buchenholz werden 2 Gewichtsprozent einer 85%igen Orthophosphorsäure zugesetzt, und anschließend wird die Mischung in einer COyAtmosphäre unter vermindertem Druck zweistufig destilliert. Zunächst wird ein j Vorlauf mit Verbindungen mit einem Siedepunkt un ter 110° C bei 25 mm Hg erhalten. Dieser Vorlauf besteht aus einem Gemisch niedermolekularer Fett säuren, Phenole und Kohlenwasserstoffe und wird verworfen. Ist der Vorlauf abdestilliert, werden dem
i" Rückstand 5 Gewichtsprozent Aluminiumstaub züge setzt und unter einer Co2-Atmosphäre die das Räuchermittel bildenden Verbindungen mit Siedepunkten bis zu 250" C bei 20 mm Hg abdestilliert. Die Ausbeute entspricht der des Beispiels 1.
ι. Dann wird dieses Räuchermittel in Äthylalkohol im Verhältnis 1:9 gelöst und bei Zimmertemperatur durch eine mit Aktivkohle gefüllte Glaskolonne geschickt. Aus dsrn erhaltenen Filtrsit wird n?rh 'tcr" Verdampfen des Lösungsmittels das Räuchermittel als
:<· dickes, gelbliches, intensiv rauchig riechendes öl gewonnen. Die Ausbeute des Adsorptionsprozesses beträgt 90%.
Beispiel 4
:. Teer, bestehend aus einem Kondensat eines bei einer bei Lufiüberschuß durchgeführten Zersetzungsdestillation vc>n Erlenholz und Tannenholz im Verhältnis 8:2 erhaltenen Räucherrauchs, wird einer zweistufigen Destillation unter vermindertem Druck,
mi wie im Beispiel 2, unterworfen. Da« in der zweiten Phase erhaltene Destillat wird nach Abtrennung der Glycerinschicht bei Zimmertemperatur mit einer 10%igen Schwefelsäurelösung, in einer Menge von 7 Gewichtsprozent zugegeben, extrahiert, wobei die die
r. organischen Stickstoffbasen enthaltende obere, wäßrige Fraktion abgetrennt und verworfen wird. Die untere Fraktion bildet nach dem Waschen mit Wasser und mit einer wäßrigen NaHCO3-Lösung und dem Neutralisieren das reine Räuchermittel.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung eines Räuchermittels durch Extraktion und Destillation aus einem Teer, oder einem Räucherrauchkondensat, wobei Teer (= Destillationsrückstand) bzw. Räucherrauchkondensat durch Zersetzungsdestillation von Cellulose und/oder Ligninrohstoffen (in sauerstofffreier oder sauerstoffhaltiger Atmosphäre durchgeführt) erhalten worden sind, dadurch gekennzeichnet, daß man
(la) den Teer oder das Räucherrauchkondensat oder dessen Fraktionen mit einer wäßrigen Lösung von Schwefelsäure (Konzentration 5 bis 20%, Menge 5 bis 15 Gewichtsprozent, bezogen auf Teer oder Räucherrauchkondensat) extrahiert, wobei man die anfallende, die organischen Stickstoffbasen enthaltende obere Schicht verwirft und die untere Schicht mit Wasser und mit einer wäßrigen Natriumhydrogcncarbcnatlosung oder mit einer gesättigten wäßrigen NatriumchloricMösung wäscht, oder daß man
(Ib) den Teer oder das Räucherrauchkondensat oder dessen Fraktionen zur Bindung der organischen Stickstoffbasen mit Orthophosphorsäure (85 bis 90%ige Säure, Menge: 0,5 bis 3 Gewichtsprozent) vermischt,
(2) die so vorgereinigten Ausgangsstoffe unter vermindertem Druck in einer Inertgasatmosphäre zweistufig destilliert, wobei man den in der ersten Destillationsphase bei 30 bis 20 mm Hg erhaltenen Vorlauf (Siedepunkt unter 110 bis 100° C) verwirft und in der zweiten Destillationsphase bei einem auf höchstens 10 mm Hg herabgesetzten Druck Verbindungen abtrennt, die einen Siedepunkt bis zu 250° C bei 20 mm Hg aufweisen, weiche das fertige Räuchermittel darstellen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in Stufe (2) die zweite Destillationsphase als Extraktionsdestillation ausführt, wobei man
(1) das zu destillierende Produkt mit Glycerin vermischt (1 bis 10 Gewichtsteile Glycerin auf 1 Gewichtsteil Teer bzw. Räucherrauchkondensat),
(2) die Fraktion mit einem Siedepunkt bis zu 250° C bei 20 mm Hg oder bei 1800C bei 10 mm Hg abtrennt,
(3) die erhaltene Fraktion anschließend auf 50 bis 90° C erwärmt und hierbei nach selbsttätiger Phasentrennung als obere Schicht das Räuchermittel erhält.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zuerst Stufe (2) und dann erst die Stufen (la) oder (Ib) ausführt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Destillation in Stufe (2) in der ersten oder zweiten Destillationsphase mit einem Zusatz an Zink-, Aluminium- oder Eisenstaub durchgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallstaub in einer Menge von 1 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf die Menge des Destillierguts, eingesetzt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das erhaltene Räuchermittel zwecks selektiver Adsorption von Ballaststoffen und gesundheitsschädlichen Substanzen in verdünnter oder unverdünnter Form durch Aktivkohle, weitporigem Kieselsäuregel oder ein synthetisches Molekularsieb schickt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man vor der selektiven Adsorption das Räuchermittel mit einem organischen Lösungsmittel, vorzugsweise mit niederen aliphatischen Alkoholen, Dialkyläthern oder Halogenkohlenwasserstoffen, verdünnt.
DE2507385A 1974-02-22 1975-02-20 Verfahren zur Herstellung eines Räuchermittels Expired DE2507385C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
PL1974169004A PL96145B3 (pl) 1974-02-22 1974-02-22 Sposob wytwarzania srodka aromatyzujacego i/lub antyseptycznego i/lub przeciwdzialajacego utlenianiu

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2507385A1 DE2507385A1 (de) 1975-08-28
DE2507385B2 true DE2507385B2 (de) 1979-10-25
DE2507385C3 DE2507385C3 (de) 1980-07-03

Family

ID=19966186

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2507385A Expired DE2507385C3 (de) 1974-02-22 1975-02-20 Verfahren zur Herstellung eines Räuchermittels

Country Status (15)

Country Link
JP (1) JPS517159A (de)
AR (1) AR209293A1 (de)
CA (1) CA1056645A (de)
CH (1) CH614845A5 (de)
DE (1) DE2507385C3 (de)
DK (1) DK68575A (de)
FI (1) FI57689C (de)
FR (1) FR2262100B1 (de)
GB (1) GB1504406A (de)
IE (1) IE40680B1 (de)
NL (1) NL7502109A (de)
NO (1) NO140365C (de)
PL (1) PL96145B3 (de)
SE (1) SE405929B (de)
SU (1) SU575008A3 (de)

Families Citing this family (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4154866A (en) * 1976-08-24 1979-05-15 Stange Co. Method of producing from wood tar a liquid smoke product for use in food processing, and product of said method
US4594251A (en) * 1983-04-08 1986-06-10 Union Carbide Corporation Preparation of tar-depleted liquid smoke treated casings
WO2005117612A1 (en) * 2004-06-04 2005-12-15 Kim Plaschke Preparation of smoke extract
CN111165869B (zh) * 2020-01-17 2021-11-05 湖南中烟工业有限责任公司 一种经低危害增烟处理的卷烟

Also Published As

Publication number Publication date
FI750433A7 (de) 1975-08-23
FI57689B (fi) 1980-06-30
FR2262100A1 (de) 1975-09-19
DE2507385C3 (de) 1980-07-03
NO140365B (no) 1979-05-14
IE40680B1 (en) 1979-08-01
CA1056645A (en) 1979-06-19
CH614845A5 (en) 1979-12-28
DE2507385A1 (de) 1975-08-28
AU7848275A (en) 1976-08-26
SE7501926L (de) 1975-08-25
NL7502109A (nl) 1975-08-26
PL96145B3 (pl) 1977-12-31
DK68575A (de) 1975-10-27
SU575008A3 (ru) 1977-09-30
FI57689C (fi) 1980-10-10
SE405929B (sv) 1979-01-15
FR2262100B1 (de) 1978-10-27
AR209293A1 (es) 1977-04-15
IE40680L (en) 1975-08-22
GB1504406A (en) 1978-03-22
JPS517159A (en) 1976-01-21
NO140365C (no) 1979-08-22
NO750544L (de) 1975-08-25

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0035683B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Aromastoffen
DE3009032C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Aromastoffen für Rauchprodukte
DE2918920C2 (de)
DE3426869A1 (de) Verfahren zur herstellung einer tabak-aromatisierungszubereitung
DE2630580A1 (de) Verfahren zur herstellung eines bestaendigen, gereinigten kaffeeoels
DE60029923T2 (de) Verfahren zur gewinnung von einem riechstoffbestandteil, parfümzusammensetzung und kosmetikum, die es enthalten
DE2313191A1 (de) Rauchgemisch
EP0560291B1 (de) Verfahren zur Herstellung von natürlichen Antioxidantien
EP0083799B1 (de) Verfahren zur Verbesserung der Füllfähigkeit von Tabak, insbesondere Tabakblattschnitt
DE2507385C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Räuchermittels
DE1643277A1 (de) Verfahren zur Reinigung von Alkanolaminen
DE69225942T2 (de) Diterpenoidealkohole zur Aromatisierung
DE2229269C3 (de) Tabakaromastoffe
US4136206A (en) Method of obtaining a smoking agent
DE19604030A1 (de) Verfahren zum Gewinnen eines natürlichen Antioxidans aus Kaffeebohnen
DE2106697C3 (de) Rauchtabak
DE69526920T2 (de) Verfahren zur Extraktion von Antioxidantien aus Pflanzenmaterial
DE489613C (de) Verfahren zur Herstellung eines Produktes, welches fuer die Aromatisierung von Nahrungs- und Genussmitteln, insbesondere von Kaffeesurrogaten, bestimmt ist
DE2416932A1 (de) Aromatisierungs- und parfuemierungsbestandteile
DE499011C (de) Verfahren zum Traenken von zur Herstellung von Zigarettenpapier dienender Papiermasse mit einer Tabaklauge
DE1492639C (de) Verfahren zur Herstellung eines Raucher rauchkondensates
DE1517263A1 (de) Verfahren zur Verbesserung des Tabakaromas bzw. Tabakgeschmackes
DE1794403C3 (de) Verfahren zum Destillieren von Tallöl
DE952511C (de) Verfahren zur Umstimmung der Rauchqualitaeten von Tabak einer Provenienz auf die Rauchqualitaeten von Tabak einer anderen Provenienz
DE2120913A1 (de) Verfahren zur Herstellung von homogenisiertem Tabakmaterial

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8339 Ceased/non-payment of the annual fee