DE2507497C3 - Fehlerstromschutzschalter mit Schaltwerk und Prüftaste - Google Patents

Fehlerstromschutzschalter mit Schaltwerk und Prüftaste

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DE2507497C3
DE2507497C3 DE2507497A DE2507497A DE2507497C3 DE 2507497 C3 DE2507497 C3 DE 2507497C3 DE 2507497 A DE2507497 A DE 2507497A DE 2507497 A DE2507497 A DE 2507497A DE 2507497 C3 DE2507497 C3 DE 2507497C3
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Erhard 6944 Hemsbach Runtsch
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Fehlerstromschutzschalter mit Schaltwerk und Prüftaste, an deren unterem Ende eine mit Festkontaktstücken zusammenwirkende Kontaktfeder angeordnet ist.
Fehlerstromschutzschalter mit einer Prüftaste sind in vielen Ausführungen bekannt und beispielsweise in den Unterlagen des deutschen Gebrauchsmusters 71 26 143 beschrieben. Hierbei ist am unteren Ende der Prüftaste die Kontaktbrücke angeordnet, wobei die Kontaktbrükke federnd in der Prüftaste gelagert ist.
Wenn nun ein solcher Fehlerstromschutzschalter z. B. gleichzeitig als Hauptschalter zur Abschaltung der gesamten elektrischen Installation innerhalb eines ίο Wohnhauses verwendet werden soll, dann ist es manchmal erforderlich, die Einschaltung des Schutzschalters durch Unbefugte sicher zu verhindern, weil beispielsweise an einem Zweig der Installation noch gearbeitet wird. Es soll dann verhindert werden, daß die Anlage unbeabsichtigt oder durch Dritte mittels des Fehlerstromschutzschalters an das spannungführende Netz geschaltet wird. Bei Leistungsschaltern oder Lastschaltern sind an sich solche Möglichkeiten des Abschließens mittels Vorhängeschlössern oder Zylinderschlössern bekannt. Bei Leitungsschutzschaltern wird die Verriegelung beispielsweise dadurch erreicht, daß über den Schalter eine Kappe aufgeschnappt wird, welche den Zugang zu dem Betätigungshebel sperrt. Allerdings sind diese, bei den genannten Schaltern vorgesehenen Verriegelungseinrichtungen kompliziert; es wird immer ein zusätzliches Element benötigt, welches oft verloren wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fehlerstromschutzschalter zu schaffen, bei dem die Einschaltung des Gerätes durch Unbefugte sicher verhindert werden kann, bei dem aber zusätzliche Teile, wie Vorhängeschlösser oder Abdeckplatten, nicht benötigt werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der Prüftaste ein Nocken angeformt ist, welcher nach Eindrücken und Verdrehen der Prüftaste mittels eines Werkzeuges in das Schaltwerk eingreift und dadurch eine Verklinkung des Schaltwerkes verhindert, und daß die Prüftaste in dieser Stellung verrastbar ist.
Der Vorteil der Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß eine bei Fehlerstromschutzschaltern im allgemeinen vorhandene Prüftaste gleichzeitig zur Verriegelung benutzt wird, wobei an der Prüftaste nur der Nocken angeformt ist, welcher mittels eines Werkzeuges mit dem Klinkenhebel des Schaltwerkes in Eingriff gebracht werden kann.
Ausgestaltungen der Erfindung nach dem Anspruch 1 sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel in Normalstellung in Seitenansicht,
Fig.2 das Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 1 in Aufsicht,
Fig.3 und 4 das Ausfuhrungsbeispiel gemäß den F i g. 1 und 2 in Stellung »Verklinkung gesperrt« und
Fi g. 5 ein Führungsteil zur Führung der Prüftaste in dem Ausführungsbeispiel nach den Fig.! bis 4 in Seitenansicht.
Die Umrisse des Fehlerstromschutzschalters, in dem eine erfindungsgemäße Prüftaste eingesetzt ist, sind aus Vereinfacliungsgründen nicht dargestellt.
In einem Führungsteil 1 aus Isolierstoff ist eine Prüftaste 2 verschiebbar geführt, welche eine Kontaktfeder 3 in Form eines gebogenen Drahtes aufweist, welche in der Stellung nach F i g. 3 eine Kontaktgabe zu nicht dargestellten Festkontaktstücken herstellt. Die Kontaktfeder 3 ist dabei zwischen zwei an der Prüftaste
2 angepreßten Flanschen 4 geführt, wobei die Flansche 4 innerhalb des etwa kastenförmigen Führungsteils 1 liegen. Die Prüftaste 2 kann sich nun relativ zu der Kontaktfeder 3 beliebig drehen, ohne daß eine besondere Behinderung der Drehbarkeit der Prüftaste 2 auftritt
Am unteren Ende der Prüftaste 2 ist ein Nocken 5 formschlüssig angepreßt, der in einem parallel zu der Längsachse der Prüftaste verlaufenden Führungsschlitz 6 im Führungsteil 1 geführt ist. Dieser Fühningsschiitz 6 ist, wie die F i g. 5 darstellt, !.-förmig ausgebildet, wobei der Querbalken öa des L-iörmigen Führungsschlitzes am unteren Ende des Führungsteils 1 vorgesehen ist Wie in der Zeichnung F i g. 1 dargestellt, befindet sich zwischen dem Boden des Führungsteils 1 und dem unteren Ende der Prüftaste 2 eine auf Druck belastete Feder 21, welche die Prüftaste nach Eindrücken und Lösen wieder in die Ausgangsstellung zurückstellt Auf der dem Führungsschlitz 6 gegenüberliegenden Seite des Führungsteils 1 ist ein federnder Steg 11 angeordnet, der die Distanz zwischen dem Boden des Führungsteils und dem oberen Ende überbrückt Diesem federnden Steg 11 entspricht eine Nut 12 in den beiden Flanschen 4, welche auf der dem Nocken 5 gegenüberliegenden Seite der Prüftaste 2 angeordnet ist. In der Stellung gemäß den F i g. 1 und 2, d. h., wenn die Prüftaste 2 nicht eingedrückt ist, befindet sich der Nocken 5 an der Oberkante des Führungsschliues 6 und der Steg 11 greift in die Nut 12 ein. Auf der Oberseite der Prüftaste ist eine Ausnehmung 7 vorgesehen, welche zur Aufnahme des Endes eines Schraubendrehers dient.
Das Schaltwerk, welches nur skizzenhaft angedeutet ist, besitzt eine Klinke 10 und einen Auslösehebel 9, wobei der Auslösehebel 9 selbst die Klinke 10 in der Einschaltstellung festhält. Das Schaltwerk selbst ist nicht ausführlich dargestellt, um nicht an Übersichtlichkeit zu verlieren.
Die Wirkungsweise ist nun folgende:
Die Prüftaste 2 ist innerhalb des Führungsteils 1 bewegbar. Um zu einer Sperrung des Schaltwerks zu kommen, wird die Prüftaste nach unten gedruckt; sodann wird mittels eines in die Ausnehmung 7 eingesetzten Schraubendrehers die Priiftaste 2 im Gegen-Uhrzeigersinn gedreht, wobei der Nocken 5 im Querbalken 6a des Führungsschlitzes 6 läuft. Der Necken 5 gelangt dann mit einer an dem Auslösehebel 9 angeordneten Fahne 8 in Eingriff; er drückt diese Fahne 8 (in der Zeichnung F i g. 2 und F i g. 4) nach rechts; der Auslösehebel 9 dreht sich nunmehr um eine Achse 22 an einer feststehenden Platine 23 und gelangt außer Eingriff mit der Klinke 10. In diesem Falle ist es nicht mehr möglich, das Schaltwerk zu betätigen, d. h. die Kontaktstücke zu schließen. Der Steg 11, der als federnder Steg ausgebildet ist, läuft bei Drehung der Prüftaste 2 im Gegen-Uhrzeigersinn aus der Nut 12 heraus und gleitet auf einem Rand 13 der Flansche 4 und sorgt so für eine Bremswirkung. Anders ausgedrückt: Im Zustand gemäß Fig.4 hält der Steg 11 die Prüftaste 2 allein durch Reibung in ihrer Stellung.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Fehlerstromschutzschalter mit Schaltwerk und Prüftaste, an deren unterem Ende eine mit Festkontaktstücken zusammenwirkende Kontaktfeder angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der Prüftaste (2) ein Nocken (5) angeformt ist, welcher nach Eindrücken und Verdrehen der Prüftaste (2) mittels eines Werkzeuges in das Schaltwerk eingreift und dadurch eine Verklinkung des Schaltwerkes verhindert, und daß die Prüf taste (2) in dieser Stellung verrastbar ist
2. Fehlerstromschutzschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüftaste (2) in einem Führungsteil (1) aus isolierendem Kunststoff geführt ist.
3. Fehlerstromschutzschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der an der Prüftaste (2) angeformle Nocken (5) in einem Führungsschlitz (6) im Führungsteil (1) geführt ist, daß der Führungsschlitz (6) L-form ig ausgebildet und der Querbalken (6a) des L-förmigen Führungsschlitzes am unteren Ende des Führungsteils (1) vorgesehen ist.
4. Fehlerstromschutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Nocken (5) mit einer Fahne eines Auslösehebels (9) zur Sperrung des Schaltwerks in Eingriff bringbar und so weit von einer Klinke (10) des Schaltwerks wegbewegbar ist, daß eine Verklinkung aufgrund einer Betätigung eines Betätigungsorgans für das Schaltwerk ausgeschlossen ist.
5. Fehlerstromschutzschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der dem Nocken (5) gegenüberliegenden Seite der Prüftaste (2) eine Nut (12) und auf der dem Führungsschlitz (6) gegenüberliegenden Seite am Führungsteil (1) ein federnder Steg (ti) vorgesehen ist, der mit der Nut (12) derart zusammenwirkt, daß er bei Verdrehung der Prüftaste (2) aus der Nut (12) heratisgleitet und als federnde Bremse wirkt, wodurch die Prüftaste (2) in Verriegelungsstellung gehalten ist.
6. Fehlerstromschutzschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Prüftaste (2) zwei Flansche (4) im Abstand zueinander angeformt sind, welche sich innerhalb des Führungsteils (1) befinden und die Kontaktfeder (3) zwischen sich halten.
7. Fehlerstromschutzschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (12) am Außenrand der beiden Flansche (4) angeordnet ist.
8. Fehlerstromschutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf der oberen Fläche der Prüftaste (2) eine Vertiefung (7) vorgesehen ist, welche zur Aufnahme der Spitze eines Schraubendrehers zur Verdrehung der Prüftaste (2) dient.
9. Fehlerstromschutzschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Prüftaste (2) und Boden des Führungsteils (1) eine auf Druck belastete Feder (21) angeordnet ist.
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