DE2507777A1 - Loesungspolymerisation von acrylnitrilpolymerisaten - Google Patents

Loesungspolymerisation von acrylnitrilpolymerisaten

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DE2507777A1
DE2507777A1 DE19752507777 DE2507777A DE2507777A1 DE 2507777 A1 DE2507777 A1 DE 2507777A1 DE 19752507777 DE19752507777 DE 19752507777 DE 2507777 A DE2507777 A DE 2507777A DE 2507777 A1 DE2507777 A1 DE 2507777A1
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Theo Dr Neukam
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F20/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and only one being terminated by only one carboxyl radical or a salt, anhydride, ester, amide, imide or nitrile thereof
    • C08F20/02Monocarboxylic acids having less than ten carbon atoms, Derivatives thereof
    • C08F20/42Nitriles
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

9^07777
Bayer Aktiengesellschaft
Zentralbereich Patente. Marken und Lizenzen
509 Leverkusen, Bayerwerk Dn/Wes
2 1. Feb. 1975
Lösungspolymerisation von Acrylnitrilpolymerisaten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung spinnfähiger Lösungen von Acrylnitrilpolymerisaten und Mischpolymerisaten durch Polymerisation in organischen Lösungsmitteln in Gegenwart eines Katalysatorsystems.
Die Vorteile der Lösungsmittelpolymerisation von Acrylnitril gegenüber den bisher großtechnisch üblichen Verfahren, bei denen die Polymerisation im wäßrigen Medium durchgeführt wird, sind bekannt: Die Isolierung, Trocknung, Zerkleinerung und das Wiederauflösen der Polymerisate entfallen dabei, so daß man aus einer Lösung von Monomeren direkt auf einfache Weise eine Spinnlösung erhält.
Als Katalysatoren zur Durchführung der Lösungspolymerisation des Acrylnitrils in organischen Lösungsmitteln wurden Bortrifluorid, Azoverbindungen, anorganische und organische Peroxide bzw. Toluolsulfinsäure-Na-Salz verwendet. Es hat sich aber hierbei gezeigt, daß bei Benutzung von Bortrifluorid die Ausbeuten an Polymeren und die erreichten Molgewichte nicht ausreichend hoch waren. Verwendet man Azoverbindungen und Peroxide allein, so benötigt man hohe Reaktionstemperaturen bzw. lange Reaktionszeiten, um technisch brauchbare Produkte zu erhalten. Die hohen Reaktionstemperaturen bewirken aber bei Peroxiden, insbesondere in
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Dimethylformamid eine Verfärbung der Lösung. Beim Einsatz von Azokatalysatoren muß der Luftsauerstoff wegen seiner inhibierenden Wirkung völlig ausgeschlossen werden. Als Redoxkatalysatorsystem wurden in Dimethylsulfoxid-Lösung Peroxide mit Formamidinsulfinsäure eingesetzt. Die dabei erzielten Polymerisationsgeschwindigkeiten waren aber bei Temperaturen unter 20 und 50° C nicht ausreichend.
Es besteht daher nach wie vor ein Bedürfnis nach einer Lösungspolymerisation von Acrylnitril und gegebenenfalls Comonomeren, bei der sich bei den üblichen Polymerisationstemperaturen in vernünftigen Reaktionszeiten Molekulargewichte erzielen lassen, die zur Herstellung von Fäden und Fasern geeignet sind.
Aufgabe der Erfindung war die Schaffung eines derartigen Polymerisationsverfahrens.
Es wurde nun gefunden, daß Acrylnitrilhomopolymerisate bzw.-copolymerisate mit sehr gutem Rohton und guten K-Werten erhalten werden, wenn die Polymerisation in organischen Lösungsmitteln und in Gegenwart eines Katalysatorsystems, bestehend aus einem anorganischen Peroxodisulfat, einem 1,3-Diketon und einer Säure durchgeführt wird.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung von verspinnbaren Lösungen des Polyacrylnitrile und seiner Mischpolymerisate durch LosungspolymerisatiGn von Acrylnitril allein oder zusammen mit anderen Monomeren in organischen Lösungsmitteln mit Hilfe von Katalysatoren in Gegenwart von Säuren, das dadurch gekennzeichnet ist. daß als Katalysatorsystem ein Peroxodisulfat und ein 1,3-Diketon eingesetzt werden.
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Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Polymerisat ist vorzugsweise ein solches, das einen Anteil an Acrylnitril von mindestens 90 Gew."ß> hat.
Als weitere Comonomere kommen vorzugsweise ungesättigte polymerisationsfähige Carbonsäureester in Betracht, unter ihnen besonders Acrylsäureester, von denen wiederum der Acrylsäuremethylester besonders bevorzugt ist. Diese werden vorzugsweise in einer Menge von 5-8 Gew.%, bezogen auf die Monomeren, eingesetzt.
Um die Anfärbbarkeit der Polymeren zu verbessern, werden Monomere copolymerisiert, die die Affinität des Polymeren zu Farbstoffen verbessern. Dies sind - wie aus dem Stand der Technik bekannt - im besonderen solche, die saure Gruppen enthalten. Unter ihnen sind sulfonsäuregruppenhaltige Monomere wie z.B. Styrolsulfonsäure, Allylsulfonsäure, Methallylsulfonsäure und ihre Salze besonders bevorzugt.
Als Lösungsmittel für die Polymerisation kommen vorzugsweise stark polare organische lösungsmittel in Betracht, von denen Dimethylformamid, Dirnethylacetamid, Dimethylsulfoxid und N-Methylpyrrolidon besonders hervorzuheben sind.
Dabei wird die Reaktion bevorzugt in der Weise durchgeführt, daß die Konzentration der Monomeren im Lösungsmittel zu Beginn der Reaktion 30 - 40 Gew.$ beträgt.
Als Peroxodisulfate finden Alkali- bzw. Erdalkaliperoxodisulfate, vorzugsweise aber Ammoniumperoxodisulfat,Verwendung.
Unter den erfindungsgemäß einsetzbaren 1.3-Diketonen sind Le A 16 275 - 3 -
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z.B. Dibenzoy!methan, Benzoy!aceton und. Acetylpropionyliaethan zu nennen. Bevorzugtes 1.3-Diketon ist das Acetylaceton.
Arbeitet man unter Verwendung ausschließlich eines Peroxodisulfats und eines 1.3-Diketons, also ohne Zusatz einer Säure, so erhält man Homo- bzw. Copolymerisate des Acrylnitrils mit einem sehr schlechten Rohton und niedrigem K-Wert.
Es war überraschend, daß durch Zusatz schon einer sehr geringen Menge an Säure farblose Polymerisate mit sehr guten K-Werten erhalten werden. Es genügt bereits ein Zusatz von 0,13 Gew.% auf die Gesamtmenge (Monomeren + Lösungsmittel), um solche Effekte zu erzielen.
Als weitere Komponente im Reaktionssystem ist daher zur Erzielung von farblosen Polymerisaten mit gutem K-Wert eine Säure vonnöten. Als Säuren kommen sowohl anorganische als auch organische Säuren, aber auch durchaus ein Gemisch aus anorganischen und organischen Säuren in Betracht. Als anorganische Säuren sind besonders zu nennen: Salpetersäure, Phosphorsäure, Salzsäure, vorzugsweise Schwefelsäure. Geeignete organische Säuren sind z.B. Benzolsulfonsäure, X-bzw. ß-Naphtalinsulfonsäure, 3-Chlorbenzolsulfonsäure, 1,3-Benzoldisulfonsäure, Oxalsäure, vorzugsweise p-Toluolsulfonsäure.
Das Molverhältnis von Peroxodisulfat zu 1.3-Diketon kann, wie bei den bisherigen Katalysator-Aktivator-Systemen bekannt, in weitem Rahmen variiert werden. Als besonders vorteilhaft hat sich ein Verhältnis zwischen etwa 1 : 1,1 und 1 : 3 herausgestellt. Die Menge an zugesetzter Säure kann,
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wie bereits angedeutet, sehr gering sein. Besonders vorteil haft sind Säuremengen, die zur Molmerige an 1.3-Diketon im Molverhältnis von etwa 1 : 1,2 bis 1 : 3,2 stehen.
Es ist besonders vorteilhaft, das System Feroxodisulfat/ 1. 3-Diketon portionsweise der ileaktionsmischung zuzufügen. Die Reaktionsdauer beträgt im allgemeinen b - 24 Stunden, wobei am besten unter Inertgas, vorzugsweise Stickstoff, gearbeitet wird. Yorteilhafterweise wird die Reaktion bei erhöhter Temperatur durchgeführt. Als besonders vorteilhaft haben sich dabei Temperaturen von 35 bis 5:?° C erwiesen. Die Polymerisation ist exotherm, so daß ohne weitere Wärmezufuhr die Reaktion mehrere Stunden bei der gewünschten Temperatur abläuft. Es ist bekannt, daß nicht umgesetztes Acrylnitril in der Lösung als Fällungsmittel wirkt. Im Laufe der Polymerisation tritt eine Trübung ein, die durch Abdestillieren der nicht umgesetzten Monomeren nach Beendigung der Polymerisation verschwindet. Die Einengung der Lösung wird entweder mit Hilfe einer üblichen Destillation oder vorzugsweise mittels eines Dünnschichtverdampfers bei niedrigen Temperaturen durchgeführt. Es war überraschend, daß im Laufe der Polymerisation bei '-T^rwendung der obengenannten Katalysatoren eine Trübung während der Polymerisation nicht eintritt, wenn man in Gv,?;«- wart eines ungesättigten Carbonsäureesters, vorzugsweise Acrylsäuremethylester,in einer Menge von 5 - 8 %, vorzugsweise 6-7 %,bezogen auf die eingesetzten Moromere, arbeitet.
Die Ausbeuten liegen im allgemeinen bei 55 - 6D °/o, die K-Werte betragen durchschnittlich o2 - c-4. Nach /:.L·- destillieren der nicht umgesetzten Anteile erb,u,t rof=·«
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Poxymerisatlösungen mit einer Viskosität zwischen 1300 und 1700 Poise (20° C), die längere Zeit gelagert werden können, ohne daß sich die Viskosität, der Lösungen wesentlich verändert. In diesem Zustand sind die Lösungen trocken verspinnbar. Um eine naßverspinnbare Lösung zu gewinnen, wird mit dem jeweiligen Lösungsmittel so verdünnt, daß eine VisKosität von 360 - 550 Poise (20° C) erreicht wird.
Die gesponnenen Fäden zeichnen sich durch einen sehr guten Rohton und sehr gute Textilwerte aus. Die Festigkeit der erhaltenen Fäden liegt bei etwa 2-2,5 p/dtex.
In den nachfolgenden Beispielen verhalten sich, wenn nicht anders vermerkt, die angegebenen Volumenteile zu den angegebenen Gewichtsteilen wie cm zu Gramm.
Beispiel 1
In 1800 Gew.-Teilen Dimethylformamid werden bei 40° C und unter Stickstoff 1180 Vol.-Teile Acrylnitril, 52 Vol.-Teile Acrylsäuremethylester und 2 Vol.-Teile konzentrierte Schwefelsäure vorgelegt. Die Polymerisation wird mit Hilfe von 2,7 Vol.-Teilen Acetylaceton und 3,6 Gew.-Teilen Airmonperoxodisulfat gestartet. Zwei Stunden später gibt man zu der Lösung 1,8 Vol.-Teile Acetylaceton und 2,7 Gew.-Teile Ammonperoxodisulfat hinzu. Nach weiteren 1 1/2 Stunden wird mit Hilfe von 1,35 Vol.-Teilen Acetylaceton und 2,25 Gew,-Teilen Ammonperoxodisulfat nachgestartet. Schließlich werden nach einer weiteren Stunde 0,9 Vol.-Teile Acetylaceton und 1,8 Gew.-Teile Ammonperoxodisulfat hinzugefügt. Die Polymerisationsdauer beträgt 20 Stunden, die Viskosität 2090 Poise (20° C). Nach Abziehen der Monomeren wird mit
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Dimethylformamid zu einer 32,6 $igen Lösung verdünnt.
Die Viskosität der erhaltenen Spinnlösung beträgt 755 Poise.
Ausbeute: 65 $, K-Wert: 84.
Beispiel 2
Es werden 2360 Vol.-Teile Acrylnitril, 104 Vol.-Teile Acrylsäuremethylester und 4 Vol.-Teile konzentrierte Schwefelsäure in 3800 Gew.-Teilen Dimethylformamid aufgenommen. Mit einem Startersystem,bestehend aus Acetylaceton und Ammonperoxodisulfat, wird nach folgendem Schema die Polymerisation katalysiert (unter Stickstoff, bei 40° C).
Zeit (Stdn.) Acetylaceton (Vol. (NHJ?S?OR (Gew.-Teile)
Teile) 4
0 5,4 7,2
2 4 5,5
3,5 2,7 4,5
4,5 1,8 3
Polymerisationsdauer 18 Stunden. Viskosität 1800 Poise (20° C). Nach Abziehen der Monomeren wird mit Dimethylformamid verdünnt. Die erhaltene Spinnlösung besitzt eine Viskosität von 450 Poise (20° C). Ausbeute: 73 %, K-Wert: 60,
Beispiel 3
Man löst 1180 Vol.-Teile Acrylnitril, 52 Vol.-Teile Acrylsäuremethylester und 2 Vol.-Teile konzentrierte Schwefelsäure in 1900 Gew.-Teilen Dimethylformamid auf. Bei 40° C und unter Stickstoff wird nach folgendem Schema die Polymerisation gestartet:
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Zeit (Stdn.) Acetylaceton (Vol.-Teile) (NHj9S9O (Gew,-
4 ά * ö Teile)
0 2,7 3,6
2 1,8 2,7
3 1/2 1,35 2,25
4 1/2 0,9 1,8
Die Polymerisationsdauer beträgt 20 Stunden. Die Lösung hat eine Viskosität von 1225 Poise (2o° C). Nach Abziehen der Monomeren wird mit Dimethylformamid verdünnt, wobei eine Viskosität der Spinnlösung in Höhe von 595 Poise (20 C) erreicht wird. Ausbeute: 57 %, K-Wert: 83.
Beispiel 4 (Vergleich)
In 1800 Gew.-Teilen Dimethylformamid nimmt man 1180 VoI.-Teile Acrylnitril und 52 Vol.-Teile Acrylsäuremethylester auf. Die Katalysatormenge wird wie in Beispiel 3 angegeben eingesetzt. Im Gegensatz zu dem vorhergehenden Beispiel wird jedoch ohne Säurezusatz gearbeitet. Die Reaktionsbedingungen entsprechen sonst den in Beispiel 3 angegebenen. Die bei diesem Versuch erhaltene Spinnlösung ist stark gelb verfärbt. Der K-Wert beträgt 68. Ausbeute: 95 fo.
Beispiel 5
Man legt 2360 Vol.-Teile Acrylnitril, 104 Vol.-Teile Acrylsäuremethylester und 4 Vol.-Teile konzentrierte Schwefelsäure in 4000 Gew.-Teilen Dimethylformamid vor. Bei 40° C und unter Stickstoff wird das Katalysatorsystem nach folgendem Schema hinzugefügt.
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Zeit (Sdtn.) Acetylaceton (Vol.-Teile) (NHj0S0O^ (Gew.-
^ Teile)
O 5,4 7,2
2 4 5,5
5 1/2 2,7 4,5
4 1/2 1,8 3,6
Polymerisationsdauer 19 Stunden, Viskosität der Lösung 1145 Poise (20° C). Über einen Dünnschichtverdampfer werden die noch vorhandenen Monomeren abgezogen und die zurückbleibende Lösung so mit Dimethylformamid verdünnt, daß eine Viskosität von 675 Poise (20° C) resultiert. Ausbeute: b5 %, K-./ert: 85.
Beispiel 6
2310 Vol.-Teile Acrylnitril, 113 Vol.-Teile Acrylsäuremethylester und 20 Gew.-Teile Methallylsulfonsäure-Na-SaIz werden in 3400 Gew.-Teilen Dimethylformamid, welches 2 VoI.-Teile konzentrierter Schwefelsäure enthält, unter Sticicstoffatmosphäre eingetragen. Bei einer Polymerisationstemperatur
gestartet:
temperatur von 400C wird nach folgendem Reaktionsschema
Zeit (Stdn.) Acetylaceton (Vol.-Teile) (NHj0E0O0 (Gew,-
4220 Teile)
0 5,4 7,2
2 4 5,5
5 1,8 3,6
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Die Polymerisat!onsdauer beträgt 19 1/2 Stunden, die Viskosität der Lösung 2520 Poise (20° C). Nach Abziehen uer Restmonomeren im Dünnschichtverdampfer und Nachverdünnen mit Dimethylformamid wird eine Endviskosität von 590 Poise (20° C) eingestellt. Ausbeute: 61 #, K-Wert: 79.
Beispiel 7
Zusammen mit 0,1 YoI.-Teilen 95 ^iger Salpetersäure polymerisiert man in 180 Gew.-Teilen Dimethylformamid unter Stickstoff 118 YoI.-Teile Acrylnitril und 5,2 Vol.-Teile Acrylsäuremethyiester gemäß nachstehendem Reaktionsschema bei 40° C.
Zeit (Stdn. ) Acetylaceton (Vol.-Teile) (NHj9S9O. (Gew.-
4 ^ * ° Teile)
0 0,3 0,4
2 0,2 0,3
3 1/2 0,15 0,25
4 1/2 0,1 0,2
Polymerisationsdauer 21 Stunden. Nach Verdünnen mit 85 Gew.-Teilen Dimethylformamid entsteht eine schwach gelbe Lösung mit einer Viskosität von 700 Poise (20° C). Ausbeute: 60 #, K-Wert: 77,5.
Beispiel 8
In 179 Gew.Teilen Dimethylformamid nimmt man 118 Vol.-Tei > Acrylnitril und 5,2 Vol.-Teile Acrylsäuremethyiester auf. Nach folgendem Schema wird unter Stickstoff bei 40° C mit Chlorwasserstoffgas gestartet.
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Zeit (Stdn.) Acetylaceton (YoI.-Teile) (NHj9S9O,, (Gew,-
* Teile)
0 0,4 0,6
2 0,2 0,3
3 1/2 0,15 0,25
4 1/2 0,1 0,2
Die Polymerisationsdauer beträgt 19 1/2 Stunden, die erzielte Endviskosität 755 Poise (20° C). Ausbeute: 68 %, K-w'ert: 75.
Beispiel 9
Man polymerisiert 118 Vol.-Teile Acrylnitril und 5>2 VoI.-Teile Acrylsäuremethylester in Gegenwert von 0,1 Gew.-Teilen wasserfreier Oxalsäure in 180 Gew.-Teilen Dimethylformamid und Stickstoff bei 40° C durch Zugabe des Initiators wie folgt:
Zeit (Stdn.) Acetylaceton (Vol.-Teile) (NHA)9S9O (Gew.-
* ά ά ö Teile)
0 0,4 0,6
2 0,2 0,3
3 1/2 0,15 0,25
4 1/2 0,1 0,2
Polymerisationsdauer 22 Stunden, bei einer Viskosität von 436 Poise (20° C) nach dem Verdünnen mit 80 Gew.-Teilen Dimethylformamid. Ausbeute: 85 %, K-tfert: 78.
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Beispiel 10
Man löst 118 Vol.-Teile Acrylnitril, 5,2 Vol.-Teile Acrylsäuremethylester und 0,15 Gew.-Teile o-Phosphorsäure (85$) in 1800 Gew.-Teilen Dimethylformamid auf. Bei 40° C und unter Stickstoff wird nach folgendem Schema die Polymerisation gestartet:
Zeit (Stdn.) Acetylaceton (Vol.-Teile) (NHj0S0Op (Gew.-
4 ά ά ö Teile)
ü 0,3 0,4
2 0,2 0,3
3 1/2 0,15 0,25
4 1/2 0,1 0,2
Die Polymerisationsdauer beträgt 22 Stunden. Nach dem Verdünnen mit 90 Gew.-Teilen Dimethylformamid resultiert eine Lösung mit einer Viskosität von 400 Pcise (20° C). Ausbeute: 92 %, K-Wert: 74.
Beispiel 11
Zu 180 Gew.-Teilen Dimethylformamid und 1,3 Gew.-Teilen p-Toluolsulfonsäure gibt man 118 Vol.-Teile Acrylnitril und 5,2 Vol.-Teile Acrylsäuremethylester bei 40° C unter Stickstoff. Es wird wie folgt gestartet:
Zeit (Stdn.) Acetylaceton (Vol.-Teile) (NH^)0S0O0 (Gew.-
4228 Teile)
0 0,3 0,4
2 0,2 0,3
3 1/2 0,15 0,25
4 1/2 0,1 0,2
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Nach einer Polymerisationsdauer von 20 Stunden besitzt die Polymerlösung eine Viskosität von 463 Poise (20 C). Ausbeute: 39 %, K-Wert: 79.
Beispiel 12
2260 YoI.-Teile Acrylnitril, 164 Vol.-Teile Acrylsäuremethylester, 22 Gew.-Teile Methallylsulfonsaure-Na-SaIz werden in 5400 g Dirnethylsulfoxid, welches 2 Vol.-Teile konzentrierter Schwefelsäure enthält, aufgenommen und unter Stickstoff bei 45° C mit 8 Gew.-Teilen Ammonperoxodisulfat und 5 Vol.-Teilen Acetylaceton gestartet. Nach 3 Stunden inhibiert man mit 40 Gew.-Teilen Hydrochinon. Die Lösung besitzt eine Viskosität von 1014 Poise (20° C). Ausbeute: 69 $, K-Wert: 82.
Beispiel 13
Aus dein nach Beispiel 5 erhaltenen Polymerisat wurden nach einem üblichen Naßspinnprozeß Fäden gesponnen. Die Textilwerte sind im folgenden aufgeführt:
Titer 4,6 dtex
Festigkeit 2,4 p/dtex
Dehnung 8 %
Kochschrumpf 15 %
Thermoschrumpf 13 %
relative Schiingenfestigkeit 77 %
relative Schiingendehnung 6
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Claims (1)

  1. Patentansprüche
    Verfahren zur Herstellung von verspinnbaren Lösungen des Polyacrylnitril und seiner Mischpolymerisate
    durch Lösungspolymerisation von Acrylnitril allein oder zusammen mit anderen Monomeren in organischen Lösungsmitteln mit Hilfe von Katalysatoren in Gegenwart von Säuren, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysatorsystem ein Peroxodisulfat und ein 1.3-Diketon eingesetzt werden.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation bei erhöhten Temperaturen durchgeführt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation
    durchgeführt wird.
    die Polymerisation bei Temperaturen von 35 bis 55 C
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymerisat mindestens 90 Gew.%
    Acrylnitril enthält.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß das Molverhältnis Peroxodisulfat/1.3-Diketon zwischen etwa 1 : 1,1 und 1:3 liegt.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1-5» dadurch gekennzeichnet, daß das Molverhältnis von 1.3-Diketon zu
    Säure etwa 1,2 : 1 bis 3,2 : 1 beträgt.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß als Peroxodisulfat Ammoniumperoxodisulfat verwendet wird.
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    ü. Verfahren nach den Ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß als 1.3-Diketon Acetylaceton verwendet wird.
    9. Verfahren nach den Ansprüchen 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß als Säure eine anorganische und/oder organische Säure verwendet wird.
    10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß als anorganische Säure Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure oder Salzsäure verwendet wird.
    11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß als organische Säure p-Toluolsulfonsäure, Benzolsulfonsäure, ei- -bzw. ß-Naphtalinsulf onsäure, 3-Chlorbenzolsulfonsäure, 1,3-Benzoldisulfonsäure oder Oxalsäure verwendet wird.
    12. Verfahren nach den Ansprüchen 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß als weiteres Monomeres mindestens ein ungesättigter polymerisationsfähiger Carbonsäureester verwendet wird.
    13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß als ungesättigter polymerisationsfähiger Carbonsäureester ein Acrylsäureester verwendet wird.
    14. Verfahren nach Anspruch 13» dadurch gekennzeichnet, daß als Acrylsäureester Acrylsäuremethylester verwendet wird.
    15. Verfahren nach den Ansprüchen 12 - 14, dadurch gekennzeichnet, daß der ungesättigte polymerisationsfähige Carbonsäureester in einer Menge von 5-8 Gew.^, bezogen auf die Monomeren, eingesetzt wird.
    Le A 16 275 - 15 -
    609836/0784
    16. Verfahren nach den Ansprüchen 1 - 15» dadurch gekenn zeichnet;, daJ3 als weiteres Monomeres ein Monomer es verwendet wird, das die Affinität des Polymeren zu Farbstoffen erhöht,
    17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß als farbstoffaffines Monomeres ein solches verwendet wird, das mindestens eine saure Gruppe enthält.
    18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß als mindestens eine saure Gruppe enthaltendes Monomer Methallylsulfonsäure oder ihre Salze verwendet werden.
    19. Verfahren nach den Ansprüchen 1 - 16, dadurch gekennzeichnet, daß man als organische Lösungsmittel stark polare Lösungsmittel einsetzt.
    20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß man als stark polares Lösungsmittel Dimethylformamid, Dirnethylsulfoxid, Dimethylacetamid und N-Methy!pyrrolidon verwendet.
    Le A 16 275 - 16 -
    609836/0784
DE19752507777 1975-02-22 1975-02-22 Loesungspolymerisation von acrylnitrilpolymerisaten Withdrawn DE2507777A1 (de)

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