DE2508468B2 - Tetrabrom-p-xylylendiester und pentabrombenzylester sowie ein verfahren zu deren herstellung - Google Patents

Tetrabrom-p-xylylendiester und pentabrombenzylester sowie ein verfahren zu deren herstellung

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DE2508468B2 DE19752508468 DE2508468A DE2508468B2 DE 2508468 B2 DE2508468 B2 DE 2508468B2 DE 19752508468 DE19752508468 DE 19752508468 DE 2508468 A DE2508468 A DE 2508468A DE 2508468 B2 DE2508468 B2 DE 2508468B2
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C69/00Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic or haloformic acids
    • C07C69/62Halogen-containing esters
    • C07C69/65Halogen-containing esters of unsaturated acids
    • C07C69/653Acrylic acid esters; Methacrylic acid esters; Haloacrylic acid esters; Halomethacrylic acid esters

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Description

BrV
in der beide η die Zahl O oder 1 und R ein Wasserstoff atom oder eine Methylgruppe bedeuten. 2. Verfahren zur' Herstellung vdn Estern der Formel (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise Acrylsäure oder Methacrylsäure irt"einem polaren, mit Wasser zumindest in geringem Umfang mischbaren Lösungsmittel in deren Alkalisalze überführt und darauf mit Pentabrombenzylchlorid bzw. Tetrabrom-p-xylylendichlorid bei einem stöchiometrischen Überschuß von 1 bis 10 Mol-% d«s Alkalisalzes der Säure in Gegenwart eines Polymerisationsinhibitors bei 50 bis 150J C umsetzt
Gegenstand der vorliegenden Patentanmeldung sind Tetrabrom p-xylylendiester und Pentabrombenzylester der Formel (!)
Br Br
(Br)B-< O
CH2 O C-C CH,
Br Br \ * /2"
in der beide η die Zahl 0 oder 1 und R ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeuten, sowie ein Verfahren zu deren Herstellung.
Die Herstellung der ungesättigten Ester gelingt durch Umsetzung von Tetrabrom-p-xylylendichlorid bzw. Pentabrombenzylchlorid mit den Alkalisalzen der Acrylsäure bzw. Methacrylsäure in polaren, mit Wasser Zumindest in geringem Umfang mischbaren Lösungs-
Die Herstellung de? erfindungsgemäßen ungesättigten Ester — formuliert am Beispiel des Pentabrombenzylacrylats — erfolgt nach dem Formelschema:
a) CH2 --CH + ^Na2CO3
COOH
- CH2 =CH f ' H2O J-^CO2
COONa
Br Br
HJ CHt-CH f Or
COONa ß/
/:-C If2-Ct
Br
Br
Br
*-«r <;O >CH, O C CII=CH2+ NaCI
Br Br
In einem polaren organischen Lösungsmittel werden Methacrylsäure durch Zusatz von z. B. Alkalicarbonaten bzw. -bicarbonaten oder Alkalihydroxiden bzw. tertiären Aminen wie Triäthyl- oder Tributylamin in die Alkalisalze überführt Unter den Alkaliverbindungen werden die Carbonate stark bevorzugt, doch können auch die Hydroxide, Bicarbonate oder gegebenenfalls die Alkalialkoholate, vor allem die Methylate, Verwendung finden. Darauf wird Pantabrombenzyichiorid bei einem stöchiometrischen Überschuß von 1 bis 10 Mol-% des Alkalisalzes der Methacrylsäure zugesetzt und in Gegenwart eines Polymerisationsinhibitors bei 50° - 15O6C zum Ester umgesetzt
Die Salzbildung zwischen Methacrylsäure und Alkalicarbonat erfolgt im allgemeinen im Temperaturbereich 10° -800C, vorzugsweise bei Raumtemperatur, wobei zu der im Lösungsmittel vorgelegten Säure nach Zusatz des Polymerisationsinhibitors das Alkalicarbonat unt .r Rühren portionsweise zugesetzt wird, um übermäßiges Schäumen (CO2-Entwicklung) zu vermeiden. Nach Eintragung des Pentabrombenzylchlorids wird auf 50°-1500C, vorzugsweise 80°-130°C, erwärmt und bis zu praktisch vollständigem Umsatz reagieren lassen. Die Reaktionszeit liegt zwischen 03 und 5 h. Die
ι s Umsetzung kann durch quantitative Bestimmung des anfallenden Alkalichlorids, beispielsweise durch Chloridbestimmung nach Mohr, verfolgt werde·).
Als polare Lösungsmittel sind beispielsweise Alkohole mit i bis 4 Kohlenstoffatomen, Glykole, Äiheraikoho-Ie. Tetrahydrofuran. Dioxan, Dimethoxyäthan, Dimethylformamid, Dimethylacetamid, N-Methylpyrrolidon und Dimethylsulfoxid geeignet Bevorzugt eingesetzt
Als Inhibitoren sind geeignet Hydrochinon, p-Benzols chinon. Brenzcatechin, 4-tert Butylbrenzcatechin, Hydrochinonmonomethyläther, 2,4,6-Tri-tertbutylphenol. Bevorzugt eingesetzt wird Hydrochinon. Als Alkalicarbonat wird bevorzugt Na2COj oder K2COj verwendet. Der stöchiometrische Überschuß von I bis IO Mol-% 4Ci des Alkalisalzes der Methacrylsäure gegenüber dem Pentabrombenzylchlorid bzw. dem Tetrabrom-p-xylylendichlorid soll einen vollständigen Umsatz der letztgenannten Ausgangsprodukte Lewährlehtten Die überschssigen Mengen sn Älkaüacrylat bzw. nisihacrylat können bei der Aufarbeitung des Ansatzes leicht zusammen mit dem anfallenden Alkalichlorid abgetrennt werden.
Alkalicarbonat und Methacrylsäure können in zueinander äquivalenten Mengen eingesetzt werden; , hat so sich jedoch ;rn Hinblick auf die Vermeidung der Entstehung von unerwünschten Nebenprodukten wie Addukte des als Lösungsmittel dienenden Äthylenglykolmonomethyläthers an die C = C- Doppelbindung der • Acryl bzw. Methacrylsäure oder Polymerisate, welche ss durch Vinylpolymerisation bereits während der Veresterung entstehen, als vorteilhaft erwiesen, die Methacrylsäure in geringem stöchiomeirischem Überschuß gegenüber den zur Salzbildung verwendeten Aikalicarbonaten zu verwenden,sodaßdas geafcirons-(Kjilgemiscti während und rikcfrerfoigtecSalzbildjiihg^saure Reaktion: zeigt. Dadurch wird die alkalikatalysierte Methylglykol-Anlagerung an die Säure-Doppelbindung verhindert, und de« phenolische Inhibitor kommt ausreichend zur Wirkung.
(>S Nach Beendigung der Umsetzung befinden sich die Reaktionsprodukte, mit Ausnahme des Alkalichlorids sowie geringer bereits polymerisierter bzw. vernetzter Anteile dn-j· Acryl- bs:w. Methacrylester in Lösung.
Durch Filtration oder Zentrifugieren kann von den ungelösten Produkten abgetrennt werden. Beim Abkühlen des Filtrats kristallisieren in der Regel die Ester der Formel (1) in hohen Ausbeuten und ausreichende Reinheit aus. Sie werden abgetrennt, mit Wasser chloridfrei gewaschen und vorzugsweise bei Räamtemperatur getrocknet Zur Isolierung der Ester kann auch die Reaktionslosung (unter Umständen nach Abtrennen der in der Hitze ungelösten Anteile) in Wasser eingegossen und auf diese Weise die Reaktionsprodukte , ausgefällt werden. Eine solche Arbeitsweise kann sich bei dem etwas träger auskristallisierenden Tetrabromp-xylylendimethacrylat empfehlen.
Die erfindungsgemäßen ungesättigten Ester der Formel (1) können als reaktive Vernetzer ungesättigter 1 ^ Verbindungen eingesetzt werden oder als Monomere bzw. Comonomere zur Herstellung von Linearpolymeren Verwendung finden.
Versuchsbericht
A) Polymerisation ve- Pentabrombenzylmethav.-ylat
In einem mit Rührer versehenen Dreihalskolben werden ?00g Pentabrombenzylmethacrylat (Fp. = 106- 1080C) in 11 Methylglykol bei 8O0C gelöst und mit 6 g Dibenzoylperoxid- Paste (50%ig) versetzt
Die nach 3 Sti-iden bei 900C erhaltene Polymerisatsuspension wird abgesaugt mit Methylglykol und Wasser ausgewaschen und bei 1200C getrocknet (Ausbeute von 93%)
B) Polymerisation van Peniahromnher · lmethacrylat
35
Pentabromphenylmethacrylat, hergestellt durch Umsetzung von Pentabromphenol mit Methacrylsäurechlorid in Gegenwart von Triäthylamin als HCl-Acceptor, wird in 50%iger Xylollösung unter Zusatz von 2 Gew.-°/o Azoisobuttersäuredinitril im Temperaturereich 60-700C polymerisiert Das in Methanol gefällte und mit Methanol ausgewaschene Polypentabromphenylmethacrylat wurde bis 150°C getrocknet (Ausbeute 76,6%)
C) Mischungen, bestehend aus 86 Gew.-% PTMT (Polytetramethylenterephthalat) (η sp/c= 1,54), 4 Gew.-% Sb2O3 und a) 10 Gew.-% Folypentabrombenzylmethacrylat nach A) und b) 10 Gew.-% Polypentabromphenylmethacrylat nach B) werden auf einem Doppelschneckenextruder verarbeitet. Beim Austritt aus der Düse ist das Material mit Gehalten von B) leicht grau verfärbt, während das Material mit Gehalten von A) farblos ist
Der Brandtest beider Proben nach Underwriters
l^Ug-g.,-»..;^ I Il .04 oraikt Aar, Ufo»t \Jf\
Gewichtsverluit Warmlagerung bei ISO0C an der Luftatmosphäre:
Probe A): nach 7 Tagen 0,02%, nach 28 Tagen 0,2%.
Die Probe bleibt farblos.
Probe B): nachi7Tagen 0,8%, nach 28Tagen 1/6%.. e.o
Der Gewichtsverlust von 1,46% nach 28 Tagen bedeutet, daß 14,6 Gew.-% des zugesetzten Flammschutzmittels B) nach 28 Tagen bet 1500C nicht mehr vorhanden sind, d. h. ausgewandert waren.
Probe B) ist nach 28 Tagen Lagerung bei 1500C stark braun verfärbt und versprödet
Beispiel 1
In einem Dreihalskolben, versehen mit Rührer, Rückflußkühler und Gaseinleitungsrohr, werden 75,5 g (i,05 Mol) Acrylsäure and 2 g KydroehinoB als Polymerisaiionsinhibiior in 900 ml Äthytenglykolmor.omethyläther gelöst und der Lösung unter Rühren 533 g (0,503 Mol) wasserfreie Soda bei Raumtemperatur portionsweise innerhalb 1 Stunde zugesetzt. Anschließend werden 521 g (1 Mol) Pentabrombenzylchlorid zugegeben, die Badtemperatur auf 110° C gesteigert und 2,5 Stunden bei 1 !00C gerührt
Die Chloridbestimmung nach Mohr ergab 96% Umsatz. Von geringen ungelösten Anteilen wurde durch Filtration abgetrennt und die Reaktionslösung erkalten lassen. Es schied sich ein weißer kristalliner Niederschlag von Pentabrombenzylacrylat aus, welcher abgesaugt mit Wasser chloridfrei gewaschen und unter Vakuum bei Raumtemperatur getrocknet wurde.
Die Ausbeute betrug 363 g Pentabrombenzylacrylat, was 66% d. Th. entspricht Schmelzpunkt Fp. = 106-1080C Die Bestimmung des Doppelbindungsgehaltes nach Beesing ergab eine Reinheit des Acrylats von 97,8%.
Beispiel 2
Entsprechend der Arbeitsweise von Beispiel 1, jedoch unter Zugabe von 0,5 Mol (246 g) Tetrabrom-p-xylylendichlorid anstelle von 1 Mol Pentabrombenzylchlorid, werden als Reaktionsprodukt 261 g Tetrabrom-p-xy!ylendiacrylat erhalten mit einem Schmelzpunkt von 151-!53°C Die Ausbeute beträgt 79% und die Reinheit nach Doppelbindungsbestimmung 97,4%.
Beispiel 3
Zu einer Lösung von 90,4 g (1,05 Mol) Methacrylsäure und 2 g Hydrochinon in 11 Methylglyfcoi werden unter Rühren und Durchleiten von Stickstoff 56,6 g (0,5025 Mol) Soda zugesetzt und 1 Std bei Raumtemperatur reagieren lassen. Nach Zusatz von 521 g (1 Mol) Pentabrombenzylchlorid wird das Gemisch 1 Std. lang unter Rühren und Durchleiten von Stickstoff bei 1100C erhitzt Die Lösung wird heiß filtriert Beim Abkühlen fällt das Reaktionsprodukt Pentabrombenzylmethacrylat aus. Es wird abgesaugt u.id mit Wasser NaCI-frei gewaschen und getrocknet
Ausbeute: 294 g = 5ί.6%; Fp. !47 - 149°C
Doppelbindungsgehalt nach B e e s i η g: 98,2%.
Beispiel 4
\tf\n Roicniül
jedoch unter Zusatz von 03 Mol (246 g) Tetrabrom-pxylylendichlorid, anstelle von 1 Mol Pentabrombenzylchlorid, werden als Reaktionsprodukt 282 g Tetrabrom p-xylylendimethäcrylat erhalten :«iit einem Schmelzpunkt von i48-149°G Die Ausbeute beträgt 82% und die Reinheit nach Doppeibindungsbestimmüng 963%.

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    . 1: Tetrabrom-p-xylylendiester und Pentabrombenzylester der Formel
    Br Br
    (Br)n
    CH2-O-C-C=CH2
DE19752508468 1974-06-26 1975-02-27 Tetrabrom-p-xylylendiester und Pentabrombenzylester sowie ein Verfahren zu deren Herstellung Expired DE2508468C3 (de)

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FR7519941A FR2276287A1 (fr) 1974-06-26 1975-06-25 Diacrylates de tetrahalogenoxylene, acrylate de tetrahalogenoxylyle, acrylates de pentahalogenobenzyle et acrylates substitues
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