DE250914C - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D7/00—Casting ingots, e.g. from ferrous metals
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Continuous Casting (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 250914 KLASSE 31c. GRUPPE
FRITZ SCHRUFF in BOBREK, O.-S,
In den im Stahlwerk gegossenen Blöcken bilden sich bekanntlich infolge der Schwindung
Hohlräume, die man als Lunker bezeichnet. Diese Lunker, die sich immer an derjenigen
Stelle befinden, wo das Metall am längsten flüssig war — bei Blöcken also in der Nähe
und in der Richtung ihrer Längsachse —, benachteiligen die Brauchbarkeit der Blöcke auch
nach ihrer Bearbeitung durch Hämmern,
ίο Pressen oder Walzen, weil die Wände jener
Hohlräume sich durch kräftige Bearbeitung in hoher Temperatur zwar zusammendrücken,
aber nur in sehr seltenen Fällen schweißen, weshalb dort, wo der Hohlraum sich befand,
eine unganze Stelle hinterbleibt.
Man hat nun versucht, dieser Lunkerbildung entgegenzuwirken, und zwar sind zu diesem
Zwecke verschiedene Wege eingeschlagen worden, so durch künstliches Warmhalten des
oberen Blockteiles, um hierdurch ein Nachfließen des flüssigen Metalls in die entstehenden
Hohlräume zu bewirken, ferner durch Anwendung eines Druckes von außen gegen den im Innern noch flüssigen Block, wodurch die
noch nicht erstarrten Teile durch die innere Höhlung nach oben in den Kopf des Blockes
gepreßt werden.
Es ist auch bekannt, die gegossenen Blöcke in der Längsrichtung in zwei oder vier Teile
zu trennen, um den Lunker auf die Außenfläche oder auf die Außenkanten zu bringen.
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Wenn aber solche Blockteile gewalzt werden, so bildet der poröse, lunkerhaltige Teil
dieser Teilblöcke eine Gefahr für das Fertigerzeugnis, da sich der Lunker durch das einfache
Auswalzen nicht entfernen läßt. Man hat auch den Vorschlag gemacht, eine mehrteilige
Gußform für den Block zu benutzen, um den Block schon beim Gießen in der Längsrichtung zu teilen. Hierbei soll sich der
Lunker in einem achsialen Rohre der Gußform bilden.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Entfernung des Lunkers und
ganz besonders des fadenförmigen Lunkers unter Schlitzung der Blöcke in der Längsrichtung.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die ein- oder mehrmal der Länge nach mitten durchgetrennten Blöcke, bei denen
der Lunker auf den Trennungsflächen oder den Trennungskanten der geteilten Blöcke
offen zutage liegt, mittels geeigneter Werkzeuge oder Einrichtungen bearbeitet werden,
um den Lunker an den Trennungsflächen oder Trennungskanten auszuschneiden und somit
den Lunker völlig zu entfernen. Die Einrichtung läßt sich auch so treffen, daß ein Werkzeug
zum Trennen des Blockes in achsialer Richtung zur Anwendung kommt, welches Werkzeug derartig ausgebildet ist, daß es beim
Trennen des Blockes gleich den Lunker mit ausschneidet. Es kann auch der Lunker der
Claims (1)
- in bekannter Weise geschlitzten Blöcke beim Nachwärmen der einzelnen durch Trennung entstandenen Blockteile in den Gruben oder Öfen verschweißt werden.An Hand der Zeichnung und der nachfolgenden Beschreibung soll das Verfahren näher erläutert werden.Die vom Stahlwerk kommenden Blöcke werden warm oder kalt in den Ausgleichgrubenίο oder Öfen des Walzwerkes gleichmäßig durchgewärmt, worauf jeder Block α (Fig. i) in eine mehrteilige Form (Fig. 2) gebracht wird, deren Seitenwände b eine gleichmäßige Bewegung nach innen oder außen gestatten. Fig. 4 läßt schematisch eine solche Festhalteeinrichtung in Draufsicht erkennen. In dieser Form, welche auch ein Zentrieren des Blockes α bewirkt, wird nun gemäß Fig. 3 der Block a derart gehalten, daß zwischen der Wandung b und den Seiten des Blockes so viel Luft verbleibt, wie der Stärke des Trennungswerkzeuges c entspricht. Der in eine so oder ähnlich ausgebildete Haltevorrichtung eingebrachte Block kann auch auf einem Walzwerk oder unter einer Presse vorgearbeitet werden, um den Lunker zusammenzudrücken und seine spätere Entfernung zu erleichtern. Es wird das Werkzeug c der Länge nach durch den Block α geführt, um dadurch den Block in bekannter Weise zu teilen. Nach Fig. 6 wird der Lunker gemäß der Erfindung mit einem passend geformten Messer d herausgeschnitten. Es kann aber das Entfernen des durch das jeweilig zur Anwendung kommende Trennungswerkzeug bloßgelegten Lunkers auch mittels anderer Schneidwerkzeuge erfolgen. Gemäß Fig. 7 kann man z. B. ein Werkzeug benutzen, welches die losgelösten lunkerigen Kanten bricht. Der Lunker kann auch aus den Blockteilen auf einer Stoßbank entfernt werden. Man kann aber auch die einzelnen, durch Trennung des Blockes geschaffenen Teile zum Verschweißen des Lunkers, gegebenenfalls unter Zugabe von Schweißmitteln, sofort in die Gruben oder Öfen setzen.Auch der Fall ist denkbar, daß die Entfernung des Lunkers mit geeigneten Schneidwerkzeugen zu gleicher Zeit mit der Teilung des Blockes erfolgt.Das Verfahren gemäß der Erfindung bietet den Vorteil der völligen und sicheren Entfernung des Lunkers aus den Teilblöcken.Ρλ τ en τ-Anspruch:Verfahren zur Entfernung des Fadenlunkers in Flußeisen- oder Flußstahlblöcken unter Schlitzung der Blöcke in der Längsrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der Lunker aus jedem Teilblock an den Trennungsflächen oder Trennungskanten entweder beim Trennen des Blockes oder nachher herausgeschnitten oder beim Nachwärmen der Teilblöcke gegebenenfalls unter Benutzung von Schweißmitteln verschweißt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250914C true DE250914C (de) |
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ID=509398
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT250914D Active DE250914C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250914C (de) |
-
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