DE2510941B2 - Schärfentiefe-Objektiv - Google Patents
Schärfentiefe-ObjektivInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Objektiv für fotografische oder kinematografische Kameras, insbesondere ein
Wechselobjektiv, mit veränderlicher Blende und einer Einstellvorrichtung für die Aufnahmeentfernung sowie
mit Mitteln zur Kupplung von Blenden- und Entfernungseinstellung. Sie befaßt sich mit einem solchen
Objektiv speziell unter dem Gesichtspunkt der Schärfentiefe.
Damit in einem vorgegebenen Entfernungsbereich alle Objekte hinreichend scharf abgebildet werden, muß
bekanntlich das Objektiv auf eine bestimmte mittlere Entfernung fokussiert werden, die von der vorderen und
hinteren Grenze des gewünschten Schärfenbereichs abhängt. Zusätzlich muß die Blende so weit geschlossen
werden, daß in der Bildebene dc-r Zerstreuungskreis nirgends größer wird als ein bestimmter von Format
und Nachvergrößerung abhängiger Wert. Bei Kleinbildkameras wird er gewöhnlich auf 1/30 mm festgelegt.
Bei Spiegelreflex- und großformatigen Mattscheibenkameras wird häufig durch Probieren eine Einstellung
ίο von Entfernung und Blende gesucht, bei der der
gewünschte Bereich auf der Mattscheibe scharf erscheint Dieses Verfahren hat den großen Nachteil,
daß in abgeblendetem Zustand, also mit sehr dunklem Mattscheibenbild gearbeitet werden muß, weshalb die
is Einstellgenauigkeit gering ist und oft aus Sicherheitsgründen
weiter abgeblendet wird als nötig.
Diesen Nachteil vermeiden die an vielen Objektiven vorhandenen Schärfentiefeskalen, die zudem auch an
Kameras mit Meßsucher statt Mattscheibe verwendet werden können. Ein genaues Einstellen der für den
gegebenen Bereich optimalen Entfernung und Blende ist jedoch sehr umständlich und zeitraubend, da
nacheinander folgende Manipulationen auszuführen sind: a) fokussieren des einen Grenzpunktes des
gewünschten Schärfenbereichs; b) ablesen und merken der eingestellten Entfernung; c) fokussieren des anderen
Grenzpunktes; d) ablesen und merken dieser Entfernung; e) drehen des Entfernungsringes, bis die beiden
gemerkten Entfernungen gleichen Blendenzahlen der
ίο Schärfentiefeskala gegenüberstehen und f) Einstellen
' dieser Blendenzahl.
Das Ziel der Erfindung war nun, einen möglichst großen Teil dieser Manipulationen automatisch ablaufen
zu lassen. Dabei ergab sich konkret die Aufgabe, an
i1"' einem Objektiv eine Vorrichtung zu schaffen, die es dem
Benutzer gestattet, den einen und den anderen Grenzpunkt des Schärfenbereiches einzustellen und
einzugeben, ohne Skalen ablesen zu müssen, woraufhin der Mechanismus selbsttätig den »Intermediärpunkt«
·»<· und die Blende einstellt. Dies sollte insbesondere bei
Wechselobjektiven ermöglicht werden. Dabei wird unter Intermediärpunkt die Stellung des Objektives
verstanden, in der es sich genau in der Mitte zwischen seinen Einstellungen auf die beiden Grenzpunkte
ti befindet.
In der DT-OS 18 13 457 ist eine fotografische Kamera
beschrieben, in der die eben geforderte Funktionsweise bereits verwirklicht ist. Die dafür nötigen Bauteile sind
im Kameragehäuse angeordnet; das Objektiv ist nicht
w auswechselbar. Vor allem wegen der viel engeren und
anders gearteten Platzverhältnisse in einem Objektiv ist die dortige konstruktive Lösung nicht auf ein solches
übertragbar. Zur Lösung der vorliegenden Aufgabe war daher ein grundlegend anderer Weg zu suchen. Er
r>r>
besteht erfindungsgemäß darin, daß die Einstellvorrichtung für die Aufnahmeentfernung mindestens drei
ineinander verschiebbare Tubusse enthält, von denen der innere fest mit dem Objektiv und der mittlere mit
einem Einstellmittel für die Blende verbunden ist,
hl) während der äußere die Anschlußmittel für eine
Kamera aufweist, daß der innere und der mittlere Tubus über ein Gewinde miteinander in Eingriff stehen und ein
Betätigungsmittel vorgesehen ist, das die Scharfeinstellung durch axiales Verschieben des Objektives mittels
h"> des Gewindes ermöglicht, daß dem mittleren und dem
äußeren Tubus je ein verstellbarer und feststellbarer Anschlag, vorzugsweise in Form eines Ringes, zugeordnet
ist, daß einer dieser Anschläge durch eine lösbare
Sperre mit dem Betätigungsmittel für die Scharfeinstellung oder mit dem inneren Tubus verbunden und durch
eine Feder mit dem anderen Anschlag gekoppelt ist, und daß der mittlere Tubus mit dem äußeren über
Getriebemittel in Verbindung steht, die nach Lösen einer Sperre das Objektiv mit dem inneren und
mittleren Tubus selbsttätig in eine durch die relative Lage der beiden Anschläge zueinander bestimmte
Mitteleinstellung zwischen zwei EntfernungseinsteHungen schieben, wobei der mittlere Tubus gleichzeitig die
Blende entsprechend dem Verschiebeweg schließt.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist das Gewinde zwischen innerem Tubus und mittlerem Tubus
ein Doppelgewinde und das Betätigungsmittel ein Rändelring, wobei der Rändelring einerseits mit einem
Außengewinde in ein entsprechendes Innengewinde des mittleren Tubus und andererseits mit einem Innengewinde
gleicher Steigung in ein Außengewinde des inneren Tubus eingreift, so daß bei Drehung des
Rändelringes die Linsen genau den doppeken Vorschub erhalten wie der Rändelring selbst.
Das Getriebemittel zwischen mittleren und äußerem Tubus kann vorteilhaft aus einem Gewinde bestehen,
das die gleiche Steigung hat wie die beiden Gewinde des Rändelringes. Es kann aber im Rahmen der Erfindung
ebenso eine geeignete Geradführung Anwendung finden in Verbindung mit Steuerungsmitteln, die eine
Halbierung des Gesamthubes des Doppelgewindes ergeben.
Mit einem so ausgestalteten Objektiv, das problemlos als Wechselobjektiv in konventionellen Kameras
verwendet werden kann, genügt es, auf die beiden Grenzpunkte des Schärfenbereiches zu fokussieren und
die beiden sich ergebenden Auszugswerte, z. B. durch Tastendruck zu speichern. Alles andere stellt sich dann
automatisch ein. Ein Ablesen von Skalen ist nicht mehr erforderlich, ja Blenden-, Entfernungs- und Schärfentiefeskalen
können ganz entfallen. Das verbleibende Herausfokussieren des Schärfenbereiches gehört zum
Motiv-Aussuchen und muß als eine der Freiheiten dem Fotografen erhalten bleiben, auch dann, wenn das
Fokussieren selbst noch automatisiert wäre.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden
beschrieben. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch das ganze Objektiv, F i g. 2 und 3 geben Details wieder.
Das eigentliche Objektiv, bestehend aus Linsen und Fassung 19, ist über ein Gewinde \9al\b mit einem
Rändelring 1 verbunden, der seinerseits über ein Gewinde la/3a mit gleicher Steigung in einem Tubus 3
geführt ist. Bei Drehung des Rändelringes 1 werden daher die Linsen genau um das Doppelte des eigenen
Vorschubes des Rändelringes verschoben. Ein weiterer Tubus 2 trägt an seinem rückwärtigen Ende Anschlußmittel
für die Kamera, z. B. ein übliches Bajonett. Der Tubus 2 nimmt den mittleren Tubus 3 auf und ist mit ihm
über ein Gewinde 2a/3b verbunden, das die gleiche Steilheit wie die beiden Gewinde 19a/li>
und la/3a des Rändelringes 1 hat. Bei der Drehung in Pfeilrichtung
erleidet somit der mittlere Tubus 3 einen Rückschub in Richtung des Kameragehäuses, der genau die Hälfte der
Strecke beträgt, die bei gleicher Anzahl von Graden die Drehung des Rändelringes 1 den Linsen nach vorne
erteilt.
Damit nun die Rückbewegung um die Hälfte der
Strecke gesteuert wird, die der Rändelring von einem fokussierten Grenzpunkt bis zum zweiten fokussierten
Grenzpunkt zurücklegt, sind auf den äußeren Tubus 2 und auf den mittleren Tubus 3 je ein Ring 5 bzw. 14
montiert. Der Ring 5 läuft in einer Führung 6 auf dem äußeren Tubus 2. Er kann durch eine Bremse 7 auf
diesen Tubus durch Knopfdruck 8 blockiert werden. (Die Fig.2 zeigt die Blockierung im einzelnen.) Eine
federnde Leiste 9 mit Einrast-Vertiefung 10 ist auf diesem Ring 5 angebracht. In ihr rastet ein Arm Ii des
Rändelringes 1 ein. Zwischen dem Rändelring 1 und dem Ring 5 liegt in einer Einlassung sine Feder 12. Sie ist
einerseits am Ring 5, andererseits am Arm 13 des zweiten Ringes 14 befestigt. Dieser Arm hat gegenüber
dem Ring 5 eine Bewegungsfreiheit, die in ihren Ausmaßen genau den äußeren Marken eines errechneten
Schärfentieferinges entspricht. Außerdem ist dieser Bogen von angenommenerweise 55° genau der
Bewegungsgröße identisch, die erforderlich ist, um die Blende von der weitesten öffnung z.B. 1,8 bis zur
geringsten öffnung 22 zuzuziehen. Voraussetzung für die Übereinstimmung der Drehbewegung des Tubus 3
mit der erforderlichen Blendenverschließung ist die Integrierung des Blendehebels, dergestalt, daö von
einem Durchmesser der öffnung auf den /2-fachen Durchmesser immer die gleichen Hebeldrehungsgrade
durchlaufen werden. Dies ist bei modernen Objektiven
2ί der Fall. Auch der Ring 14 besitzt eine Blockierungsmöglichkeit 15 auf seinem Tubus 3. Sie tritt ebenfalls auf
Tastendruck 16 ein. Damit sie von außen zugänglich ist, ist sie in einem Schlitz 16a des Rändelringes 1
eingelassen. Auch kann sie mittels einer Einrasterung
in wie auf Fig. 2 festgesetzt werden. Der Tubus 3 ist
unmittelbar mit dem Hebel verbunden, der die Blende schließt. Er ist außerdem fest gegenüber dem Tubus 2 in
Normalstellung eingerastet. Für das hier angegebene Ausführungsbeispiel wird das Gewinde 2a/3b zwischen
r> mittlerem Tubus 3 und äußerem Tubus 2 gegenüber den
Gewinden 19a/l/> und la/3a des Rändelringes sehr leichtgängig gehalten. Damit während der Rückdrehung
des mittleren Tubus 3 die Gewinde des Randelringes fest in ihrer Position verharren, sind sie schwergängig
■to oder, in einem anderen Ausführungsbeispiel, durch eine
zusätzliche Einrichtung für diesen Moment nach der Auslösung blockiert.
Die Wirkungsweise für das Ausführungsbeispiel der Erfindung sei an vier Fällen erklärt:
•4·» 1. Fall: Der gewünschte Schärfentiefebereich liegt
zwischen 15 m und 3 m Entfernung vor der Kamera. Man fokussiert mit dem Rändelring 1 den weitesten
Punkt in 15 m. Bei dieser Bewegung, z. B. vom Unendlichen her, geht der Ring 5 des äußeren Tubus 2
"><> mit, da der Rändelring mit seinem Arm 11 in die Kerbe
10 der Leiste eingeklinkt ist. Außerdem zieht die Feder 12 den Ring 14 am Arm 13 — fest am Widerlager 17
gehalten — mit. Beim Scharf werden eines in 15 m gelegenen Objektes wird Taste /16 gedruckt. (Diese
r>5 Taste liegt dem linken Zeigefinger sehr nahe, der mit
dem Daumen der linken Hand zusammen den Blendenring gedreht hat.) Damit wird der Ring 14 an
dem mittleren Tubus 3 blockiert. Mit dem Rändelring wird jetzt auf einen 3 m entfernten Gegenstand
w) eingestellt. Beim Scharfwerden wird Taste //8 gedrückt
(ebenfalls mit dem linken Zeigefinger, wobei der Griff um den Rändelring aufgegeben wird). Dabei blockiert
sich erstens der Ring 5 auf dem äußeren Tubus 2, zweitens wird der Arm des Rändelringes ausgeklinkt.
ivi Das Widerlager hat sich mit dem Ring 5 auf Position 17a
verschoben. Dabei wird die Feder 12 gespannt. Sobald dies geschehen ist, wird eine Sperre (hier nicht
gezeichnet) aufgehoben, mit der der mittlere Tubus 3 im
äußeren Tubus 2 eingerastet war. Dadurch werden beide Teile gegeneinander beweglich, und die Feder 12
zieht nach Maßgabe des Spielraums, der bis zum Anschlag 17a zur Verfügung steht, den Tubus 3 in den
Tubus 2 hinein. Damit ist der Rücktransport um die ■"> Hälfte erzielt und die damit gekoppelte Blende auf den
erforderlichen Wert geschlossen. Die Kamera kann ausgelöst werden.
In einem anderen Ausführungsbeispiel bleibt die Sperre weiter bestehen und wird erst aufgehoben, wenn in
ausgelöst wird. Für diese Ausführung ist die Springblende überflüssig, weil dann bis zum Auslösen ohnehin die
Blende offen bleibt. Ob die eine oder die andere Ausführung — nach dem Auslösen können nach
jeweiligen Aufziehen der Kamera mehrere Bilder der gleichen Schärfentiefeposition aufgenommen werden.
Soll ein neuer Bereich ausgesucht werden, so dreht man den Rändelring in Richtung Unendlich zurück. Bald
rastet er mit seinem Arm 11 in die Einlassung 10 der Leiste 9. Dort löst er durch einen nicht gezeichneten
Hebel die Blockierung 7. Der Rändelring führt nun die Blockierungseinrichtung 7 und den Ring 5 wieder mit
sich. Bald stößt das Widerlager 17a in Position 17 auf den Arm 13. Durch den Anschlag wird ebenfalls mittels
eines nicht gezeichneten Auslösehebels die Blockierung des Rings 14 auf dem Tubus 3 aufgehoben. Damit geht
auch der Ring 14 wieder frei mit dem Rändelring mit, teils geschoben von dem Widerlager 17 oder gezogen
von der Feder 12, je nach Hin- oder Herbewegung. So kann der weiteste Punkt eines neuen Schärfebereichs jo
wieder herausfokussiert werden.
2. Fall: Es wird fälschlicherweise versucht, eine Schärfentiefe zwischen 15m und Im zu erzielen.
Wieder soll für die Zerstreuungskreise 1/30 mm oder weniger gelten. Nach Herausfokussieren des Objektivs J5
in 15 m Entfernung und Blockierung des Rings 14 will der Rändelring auf 1 m fokussieren. Da sich der Ring 5
aber mit dem Rändelring direkt dreht, stößt seir Widerlager 18 bald gegen den Arm des blockierter
Ringes 14. Der Rändelring erreicht nicht die 1 m-Fokus sierung. Der Fotografierende merkt, daß er der
Schärfentiefebereich zu groß gewählt hat. Er begnügi sich jetzt entweder mit der Nahschärfe von etwa 2,5 m
die er bei dieser Position des Rändelringes hat, odei aber, wenn ihm der Nahbereich von 1 m wichtiger als
der Fernpunkt von 15 m ist, dreht er den Rändelring zurück. Sobald das Widerlager 17 auf den Arm 13 trifft
löst sich die Blockierung, und von da ab kann ein neuei näher liegender Weitpunkt fokussiert und dem Objektiv
eingegeben werden, von dem aus die Entfernung 1 m als nächste Grenze des Schärfentiefebereichs erreichbat
ist.
3. Fall: Es soll ein in 2,5 m befindliches Objekt frei von
Schärfentiefe aufgenommen werden. Mit dem Rändelring wird dieser Gegenstand scharf eingestellt und es
wird ausgelöst. Dabei bleibt der mittlere Tubus 3, der ja nicht an den Ring 14 blockiert ist, trotz des Ausrastens in
seiner Position stehen. Ohne Bewegung des Tubus 3 bleibt die Blende voll offen. Der Auslöseriegel schnellt
in die Einrasterung des Tubus 3 sofort wieder zurück Für weitere Aufnahmen, z. B. mit Schärfentiefe, ist das
Objektiv wieder in Bereitstellung.
4. Fall: Es soll ein Bild aufgenommen werden mit einer Hauptschärfe, z. B. ein Portrait mit Augenstern. Es wird
so vorgegangen wie im Fall 1. Vor dem Auslösen wird jedoch unter Verzicht auf die Schärfe in einem der
Grenzpunkte der Rändelring auf den Augenstern nachfokussiert. Bei diesem Fokussieren wird der
mittlere Tubus 3 an dem Anschlag mit Hand festgehalten, oder es existiert in einem anderen
Ausführungsbeispiel eine Sperre, die nach Auftreffen des Arms 13 auf das Widerlager 17a dort die Stellung
des Arms blockiert.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Objektiv für fotografische oder kinematografische Kameras, insbesondere Wechselobjektiv, mit
veränderlicher Blende und einer Einstellvorrichtung für die Aufnahmeentfernung sowie mit Mitteln zur
Kupplung von Blenden- und Entfernungseinstellung, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellvorrichtung
mindestens drei ineinander verschiebbare Tubusse (2, 3, 19) enthält, von denen der innere
(19) fest mit dem Objektiv und der mittlere (3) mit einem Einstellmittel für die Blende verbunden ist,
während der äußere (2) die Anschlußmittei für eine Kamera aufweist, daß der innere und der mittlere
Tubus über ein Gewinde (3a, i9a) miteinander in Eingriff stehen und ein Betätigungsmittel (1)
vorgesehen ist, das die Scharfeinstellung durch axiales Verschieben des Objektives mittels des
Gewindes ermöglicht, daß dem mittleren und dem äußeren Tubus je ein verstellbarer und feststellbarer
Anschlag (5,14), vorzugsweise in Form eines Ringes, zugeordnet ist, daß einer dieser Anschläge durch
eine lösbare Sperre (10,11) mit dem Betätigungsmittel für die Scharfeinstellung oder mit dem inneren
Tubus verbunden und durch eine Feder (12) mit dem anderen Anschlag gekoppelt ist, und daß der
mittlere Tubus (3) mit dem äußeren (2) über Getriebemittel in Verbindung steht, die nach Lösen
einer Sperre das Objektiv mit dem inneren und mittleren Tubus (19, 3) selbsttätig in eine durch die
relative Lage der beiden Anschläge zueinander bestimmte Mitteleinstellung zwischen zwei Entfernungseinstellungen
schieben, wobei der mittlere Tubus gleichzeitig die Blende entsprechend dem Verschiebeweg schließt.
2. Objektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewinde zwischen innerem Tubus
(19) und mittlerem Tubus (3) ein Doppelgewinde und das Betätigungsmittel ein Rändelring (1) ist, wobei
der Rändelring einerseits mit einem Außengewinde (Ia^ in ein entsprechendes Innengewinde (3a) des
mittleren Tubus und andererseits mit einem Innengewinde (\b) gleicher Steigung in ein Außengewinde
(19a^des inneren Tubus eingreift, so daß bei Drehung des Rändelringes die Linsen genau den
doppelten Vorschub erhalten wie der Rändelring selbst.
3. Objektiv nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Getriebemittel zwischen
mittlerem Tubus (3) und äußerem Tubus (2) aus einem Gewinde (2a/3b) bestehen, das die gleiche
Steigung hat wie die beiden Gewinde des Rändelringes (1).
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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