DE2514112B2 - Elektrische Zielsteuerung für eine Stückgutförderanlage - Google Patents
Elektrische Zielsteuerung für eine StückgutförderanlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektrische Zielsteuereinrichtung für eine Stückgutförderanlage, bei der die zu
fördernden Stückgüter Zielkennzeichnungsgeber aufweisen, die die Zielkennzeichnungen als Wechselspannung
darstellen, und zur Übertragung der Zielkennzeichnungen von den Stückgütern auf ein Steuersystem
eine Schleifleitung vorgesehen ist.
Im Sinne der Erfindung wird air Stückgut nicht nur
solches Fördergut angesehen, das selbst unmittelbar Stückgut ist, vielmehr sollen hier unter den Begriff
»Stückgut« auch andere Fördergüter fallen, wenn sie in stückigen Förderhilfsmitteln gefördert werden, z. B.
Flüssigkeiten in entsprechenden Behältern. Stückgut bezeichnet also ein Fördergut, das nicht unmittelbar
selbst kontinuierlich gefördert wird, wie z. B. eine Flüssigkeit in einer Rohrleitung.
Grundsätzlich unterscheidet man in der modernen Fördertechnik zwischen der direkten Zielsteuerung und
der indirekten Zielsteuerung. Bei der direkten Zielsteuerung weist das zu fördernde Stückgut selbst Zielkennzeichnungen
auf. Erreicht das Stückgut eine der ihm eigenen Zielkennzeichnung entsprechende Abgabestelle,
so wird es an dieser Abgabestelle aus der Förderstrecke ausgeschleust; z. B. wird eine Palette mit
der Zielkennzeichnung Halle 3, Gang 4, Platz 25 in die Halle 3 zum Gang 4 gefördert und beim Erreichen des
Platzes 25 ausgeschleust. Im Gegensatz zur direkten Zielsteuerung weisen bei der indirekten Zielsteuerung
die zu fördernden Stückgüter selbst nicht die ihnen zugeordneten Zielkennzeichnungen auf. Vielmehr wird
der Weg der zu fördernden Stückgüter durch einen mechanisch, elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch
arbeitenden »Mitlaufspeicher« verfolgt, wobei die Zielkennzeichnungen mit der Aufgabe der zu fördernden
Stückgüter über eine Aufgabestelle in den Mitlaufspeicher eingegeben werden.
Im Stand der Technik ist es allgemein bekannt, zur Übertragung von unterschiedlichen Informationen über
ein Übertragungsnetzwerk, das maximal zwei Übertragungsleitungen aufweist, zur Darstellung der unterschiedlichen
Informationen Wechselspannungen zu verwenden. Einerseits werden dabei Wechselspannungen
mit unterschiedlichem Betrag der Spannung verwendet. Das ist insoweit nicht frei von Nachteilen,
weil die Impedanz des Übertragungsnetzwerkes und die Impedanz der am Ende des Übertragungsnetzwerkes
ίο vorgesehenen Informationsindikatoren (und andere
Einflüsse) den Betrag der Spannung der an den Informationsindikatoren anstehenden Wechselspannungen
und damit deren Informationsinhalt ungewollt beeinflussen. Andererseits werden Wechselspannungen
mit unterschiedlichen Frequenzen verwendet (vgl. die DE-PS 3 40 955 und die DE-AS 12 58 339). Das ist
insoweit nachteilig, als die Erzeugung von Wechselspannungen mit unterschiedlicher Frequenz jedenfalls dann
relativ aufwendig ist, wenn eine Vielzahl in der Frequenz unterschiedlicher Wechselspannungen benötigt
wird.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine elektrische Zielsteuereinrichtung für eine Stückgutförderanlage
anzugeben, bei der die Informationsinhalte der übertragenen Wechselspannungen, d. h. die
Zielkennzeichnungen, durch das Übertragungsnetzwerk, also durch die Schleifleitung, und die am Ende des
Übertragun»snetzwerkes vorgesehenen Informationsindikatoren, d. h. das Steuersystem, nicht verfälscht
werden und die mit in der Starkstromtechnik gebräuchlichen Bauteilen realisiert werden kann.
Die erfindungsgemäße elektrische Zielsteuereinrichtung für eine Stückgutförderanlage, bei der die zuvor
aufgezeigte Aufgabe gelöst ist, ist dadurch gekennzeich-
.!5 net, daß die Zielkennzeichnungsgeber die Zielkennzeichnungen als Wechselspannungen mit gegenüber
einem festen Bezugssystem unterschiedlichen Phasenlagen darstellen. Vorzugsweise wird als festes Bezugssystem
das dreiphasige Versorgungsnetz verwendet und/oder werden die zur Darstellung der Zielkennzeichnungen
dienenden Wechselspannungen mit unterschiedlichen Phasenlagen aus dem dreiphasigen Versorgungsnetz
gewonnen, wobei Wechselspannungen mit gleichem Betrag der Spannung verwendet werden
können. Dabei wird die Tatsache ausgenutzt, daß das dreiphasige Versorgungsnetz praktisch überall zur
Verfügung steht, so daß dieses dreiphasige Versorgungsnetz einerseits als festes Bezugssystem verwendet
werden kann, andererseits zur Gewinnung der Wechselspannungen mit unterschiedlichen Phasenlagen herangezogen
werden kann.
Zur Erzeugung der die Zieikennzeichnungen darstellenden Wechselspannungen mit unterschiedlicher Phasenlage
kann, wie bereits ausgeführt, das dreiphasige Versorgungsnetz herangezogen werden, wobei es sich
empfiehlt, an das dreiphasige Versorgungsnetz einen einphasigen Transformator anzuschließen.
Theoretisch läßt sich das Raster der die Zielkennzeichnungen darstellenden Wechselspannungen mit
gegenüber einem festen Bezugssystem unterschiedlichen Phasenlagen beliebig fein wählen, so daß eine
große Anzahl von unterschiedlichen Zielkennzeichnungen dargestellt werden kann. In der Praxis setzen
Unsymmetrien im dreiphasigen Versorgungsnetz der Anzahl der darstellbaren Zielkennzeichnungen Grenzen.
Sinnvoll ist es vor allem, Wechselspannungen mit den Phasenlagen zu erzeugen, die sich aus dem
dreiphasigen Versorgungsnetz einfach ableiten lassen.
Insoweit geht eine weitere Lehre der Erfindung dahin, zur Erzeugung von Wechselspannungen unterschiedlicher
Phasenlage die Primärwicklung eines einphasigen Transformators abwechselnd an zwei Phasen (R-S, S-T,
T-R, S-R, T-S oder R- T) oder an eine Phase und an den Mittelpunkt (R-Mp, S-Mp, T-Mp, Mp-R, Mp-S oder
Mp-T) anzuschließen. Dazu empfiehlt es sich, zwischen dem dreiphasigen Versorgungsnetz und der Primärwicklung
des einphasigen Transformators eine Stelleinrichtung vorzusehen, die die Primärwicklung des
Transformators so mit dem Versorgungsnetz verbindet, daß die an der Sekundärwicklung des Transformators
anstehende Wechselspannung eine vorgegebene Phasenlage hat.
Eingangs ist ausgeführt worden, daß die als Wechselspannungen dargestellten Zielkennzeichnungen
über mindestens eine Schleifleitung auf das Steuersystem übertragen werden. Elektrotechnisch
behachtet sind natürlich zwei Übertragungsleitungen, nämlich eine Hin- und eine Rückleitung, immer
erforderlich. Man kann jedoch auf eine besonders zu verlegende zweite Schleifleitung als Rückleitung verzichten,
wenn man am Anfang der Übertragung und am Ende der Übertragung, beispielsweise auf dem Stückgut
und innerhalb des Steuersystems, aus dem dreiphasigen Versorgungsnetz jeweils den Mittelpunkt in die
Übertragung einbezieht. Ist bei dem einen oder bei dem anderen dreiphasigen Versorgungsnetz ein Mittelpunkt
nicht ausgeführt, so kann es zweckmäßig sein, den Mittelpunkt oder die Mittelpunkte künstlich, z. B. mit
Hilfe von Transformatoren, zu erzeugen. Dies wird mzn von einem Vergleich der Kosten für eine zweite
Schleifleitung einerseits, für den Transformator bzw. die Transformatoren andererseits abhängig machen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung
erläutert.
Bei der erfindungsgemäßen elektrischen Zielsteuerung stellen die ZielkennzeichnungLgeber, mit denen die Stückgüter 1 versehen sind, die Zielkennzeichnungen als Wechselspannungen mit gegenüber einem festen Bezugssystem unterschiedlichen Phasenlagen dar. Dabei wird das praktisch überall vorhandene dreiphasige
Bei der erfindungsgemäßen elektrischen Zielsteuerung stellen die ZielkennzeichnungLgeber, mit denen die Stückgüter 1 versehen sind, die Zielkennzeichnungen als Wechselspannungen mit gegenüber einem festen Bezugssystem unterschiedlichen Phasenlagen dar. Dabei wird das praktisch überall vorhandene dreiphasige
ίο Versorgungsnetz 10 einerseits als festes Bezugssystem,
andererseits zur Gewinnung der zur Darstellung der Zielkennzeichnungen dienenden Wechselspannungen
mit unterschiedlichen Phasenlagen verwendet. Wie nun die Figur zeigt, werden die die Zielkennzeichnungen
is darstellenden Wechselspannungen mit unterschiedlicher
Phasenlage mit Hilfe eines einphasigen, an das dreiphasige Versorgungsnetz 10 angeschlossenen
Transformators 11 mit einer Primärwicklung 12 und einer Sekundärwicklung 13 gewonnen. Man erhält die in
der Figur dargestellten Wechselspannungen unterschiedlicher Phasenlage dadurch, daß man die Primärwicklung
12 des Transformators 11 abwechselnd an zwei Phasen (R-S, S-T, T-R, S-R, T-Soder R-T) oder an
eine Phase und an den Mittelpunkt (R-Mp, S-Mp, T-Mp, Mp-R, Mp-S oder Mp-T) anschließt. Um dies zu
realisieren, kann, was in der Figur nicht dargestellt ist, zwischen dem dreiphasigen Versorgungsnetz 10 und der
Primärwicklung 12 des Transformators 11 eine Stelleinrichtung
vorgesehen sein, die die Primärwicklung 12 des
ju Transformators 11 so mit dem dreiphasigen Versorgungsnetz
10 verbindet, daß die an der Sekundärwicklung 13 des Transformators 11 anstehende Wechselspannung
die gewünschte Phasenlage hat.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Elektrische Zielsteuereinrichtung Tür eine Stückgutförderanlage, bei der die zu fördernden
Stückgüter Zielkennzeichnungsgeber aufweisen, die die Zielkennzeichnungen als Wechselspannung
darstellen, und zur Übertragung der Zielkennzeichnungen von den Stückgütern auf ein Steuersystem
eine Schleifleitung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zielkennzeichnungsgeber
die Zielkennzeichnungen als Wechselspannungen mit gegenüber einem festen Bezugssystem
unterschiedlichen Phasenlagen darstellen.
2. Elektrische Zielsteuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zielkennzeichnungsgeber
die Wechselspannungen gegenüber dem dreiphasigen Versorgungsnetz (10) als festes Bezugssystem darstellen.
3. Elektrische Zielsteuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zielkennzeichnungsgeber die Wechselspannungen mit unterschiedlichen Phasenlagen aus dem dreiphasigen
Versorgungsnetz (10) darstellen.
4. Elektrische Zielsteuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zielkennzeichnungsgeber die Wechselspannungen mit gleichem Betrag der Spannung darstellen.
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
| DE19752514112 DE2514112C3 (de) | 1975-03-29 | 1975-03-29 | Elektrische Zielsteuerung für eine Stückgutförderanlage |
| IT2155176A IT1058528B (it) | 1975-03-29 | 1976-03-24 | Procedimento per il convogliamento di collettame mediante comando di retto della destinanzione ed impianto per l esecuzione dello stesso |
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