DE2515501C2 - Verfahren zum zeilenweisen Abtasten einer kontinuierlich bewegten Vorlage - Google Patents
Verfahren zum zeilenweisen Abtasten einer kontinuierlich bewegten VorlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum zeilenweisen Abtasten einer kontinuierlich bewegten, insbesondere
farbigen Vorlage, wobei die Vorlage mit weißer.\ Licht beleuchtet und das von der Vorlage intensitätsmä-Big
und spektral modulierte Licht in seine Farbanteile zerlegt, getrennten lichtempfindlichen Elementen zugeführt
und in entsprechende elektrische Signale umgewandelt wird, wie es z. B. in der DE-OS 23 31 574
beschrieben ist.
Bei der zeilenweisen Aufzeichnung von Schwarzweiß- und von Farbbildern muß das Bildsignal durch
zeilenweise Abtastung der Vorlage gewonnen werden. In der Fernsehtechnik benutzt man hierfür Aufnahmeröhren
oder Punktlichtabtaster: dabei haben Punktlichtabtaster hei Colorverfahren den Vorzug, daß die
Rasterdeckung der einzelnen Farbauszüge vom System her gewährleistet ist.
Die bei der Aufzeichnung von Farbbildern geforderte
Auflösung liegt wesentlich höher als die des Fernseh-Rundfunks. Entsprechend steigen die Anforderungen an
die Rasterdeckung» Aufnahmeröhren scheiden deshalb, obwohl sie mit höher Auflösung verfügbar sind, für
solche Anwendungen aus, Die Punktlichtabiästung bleibt Weiter einsetzbar. Da der Leüchtfleck aber das
Licht für drei spektral Unterschiedliche Kanäle liefern Und dabei möglichst kleine Abmessungen und eine sehr
kurze Nachleuchtdauer haben muß, treten erhebliche Schwierigkeiten bei der Bereitstellung des erforderlichen
Lichtstroms auf. Um einen erträglichen Störabstand des Bildsignals zu erreichen, werden häufig die
Punktlichtabtaströhren überlastet, was dann zu Einbrenn- und zu vorzeitig auftretenden Ermüdungserscheinungen
führt. Bei der elektrofotografischen Farbbildaufzeichnung
werden die einzelnen Farbauszüge nacheinander auf den Aufzeichnungsträger aufgebracht.
Dazwischen liegen jeweils Entwicklung und Fixierung. Eine elektronische Maskierung der Farbauszüpe ist nur
möglich, wenn bei der Aufzeichnung eines Farbauszuges auch alle Informationen über die restlichen Farbauszüge
vorliegen. Die Aufzeichnung eines Farbauszuges erfordert also bereits eine 3-Kanal-Abtastung. Die nächsten
Farbauszüge werden dann viele Sekunden später aufgezeichnet Wollte man mit einer einzigen 3-K.anaI-Abtastung
auskommen, so müßten alle Farbauszüge gespeichert werden. Bei einem Bild von 90 · 120 mm
mit zehn Bildelementen/mm sind hierfür je Farbauszug
1,08 · 106 Speicherplätze für Analogsignale erforderlich.
Bei einer Analog/Digital-Wandlung müßten wenigstens 128 Graustufen berücksichtigt werden. Ein Speicher
mußte dann eine Kapazität von i,0S - iO6 Worten zu je
7 Bit besitzen. Verlangt man ferner drei Bilder pro Sekunde, so müssen Analog/Digital- und Digital/Analog-Umsetzung
mit einer Bildpunktfrequenz von ca. 4 MHz erfolgen. Angesichts dieses Aufwandes erscheint
es günstiger, jeder ^chreibstation, d. h. jedem Farbauszug,
eine getrennte Abtaststation zuzuordnen. In diesem Fall tritt aber auch bei Punktlichtabtastern das Problem
der Registrierung auf: Drei oder vier Abtaströhren sind so zu steuern, daß die einzelnen Bildpunkte übereinstimmen.
Tun sie das nicht, so treten bildpunktweise Farbfehler auf. Die Toleranzen für solche Fehler hängen
von der geforderten Qualität ab. Selbst wenn Versetzungen um mehrere Bildelemente zugelassen werden,
liegen die Toleranzen bei wenigen Promille des ausnutzbaren Schirmdurchmessers.
Es ist das Ziel der Erfindung, ein Abtastverfahren und eine Vorrichtung zu seiner Durchführung zu schaffen,
wobei eine einfachere und bessere Registrierung und ein
höherer Störabstand als bei der bekannten Abtastung mittels einer Flying-Spot-Röhre et reicht wird.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die
Vorlage in einem sich quer zu deren Bewegungsrichtung erstreckenden Streifen mit einer kontinuierlich emittierenden
Lichtquelle geeigneter spektralen Zusammensetzung beleuchtet und der Streifen mittels eines
abbildenden optischen Systems über ein aus dichroitischen Spiegeln bes'ehendes Farbzerlegungssystem auf
drei an verschiedenen Stellen befindliche Zeilen aus lichtempfindlichen Elementen abgebildet wird, daß die
in den Einzelelementen infolge der Belichtung erzeugten Spannungen mittels je einer Kapazität gespeichert
und synchron zur Schreibfrequenz einer Wiedergabeeinrichtung zur Steuerung der Schreibelemente derselben
abgerufen v, erden.
Fs kann also eine starke Lichtquelle geeigneter spektraler Emission gewählt werden, t 'berdies wird der
Lichtstrom je Bildelement fist über eine ganze Zeilendauer integriert. Beides ergibt einen erheblich
größeren Störabstand als bei der herkömmhehen
Abtastung. Die Hochspannungsversorgung kann für die Abtastvorrichtung entfallen; wodurch der Aufbau der
erfindungsgemäßen Abtastvorrichtung kompakter und mechanisch stabiler wird,
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Ünteransprüchen und der Beschreibung, worin im
folgenden ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung
näher erläutert wird. Es zeigt
F i g. 1 schematisch den Aufbau der erfindungsgemä-Qen
Abtastvorrichtung,
. Fig.2 ein Blockschaltbild der elektronischen Schaltung
der Abtastvorrichtung.
Der Vorlagenfilm wird von einer konventionellen Lichtquelle S mit geeigneter Spektralverteilung möglichst
gleichmäßig ausgeleuchtet, wobei der einige Zeilenbreiten hohe Bereich durch die Blende B begrenzt
ist. Aus diesem Bereich bildet das Objektiv Li die
abzutastende Zeile über die dichroitischen Spiegel Sp\ und Spi auf die drei Abtastzeilen Zr, Zb und Zg ab, vor
denen noch entsprechende Farbfilter Fr, Fb, Fa angebracht sein können.
|;· Die Abtastgeometrie senkrecht zur Transportrichtung
ist in dieser Anordnung durch die Abmessung der Fotodioden und ihre Lage innerhalb der Zeilen, durch
die gemeinsame Optik Li und durch die Spiegel Sp\ und
j« Sp2 gegeben. Keines dieser Elemente ist zeit- oder
J spannungsabhängig. Die Abtastzeilen selbst sind als J integrierte Bausteine Elemente mit hoher geometri-'
scher Genauigkeit Damit ist es möglich, mehrere - solcher Abstaststationen mit weitgehend gleichen
geometrischen Eigenschaften aufzubauen. Als Attastj|
zeilen kommen integrierte Schaltungen mit Si-Fotodioden und Schieberegistern wie sie von Reticon und IPL
' hergestellt werden, oder entsprechende Charge-Transfer-Elemente (CCD, CID, Bucket Brigade usw.) in Frage.
Fig.2 zeigt das Zusammenwirken einer Abtastzeile
; mit einer Ladungsschreibröhre, deren Elektronik in den j älteren Anmeldungen P 24 45 541.2 und P 24 45 543.4
näher beschrieben worden ist. Anstelle der dort \ ausgeführten Digital-Ansteuerung wurde hier der
Einfachheit halber ein Schieberegister dargestellt. Die , Wirkung beider Schaltungen ist gleich. Die abzutastende
Zeile wird auf eine Reihe von Fotodioden FD, abgebildet. Die Zahl der Dioden entspricht der Zahl der
je Zeile aufzulösenden Bildelemente. Durch die Belichtung werden in den Dioden Ladungsträger frei,
deren Zahl dem jeweils auffallenden Lichtstrom proportional ist. jie sammeln sich in den Kondensatoren
Ca, und gelangen sequentiell über die Analogschalter Ga, zum Ausgangsverstärker AVA. Den Zeitpunkt
der Übernahme bestimmt der vom Taktgeber T abgeleitete und über das Schieberegister SRa den
einzelnen Analogschaltern nacheinandpr zugeführte Schaltimpuls.
Das ausgekoppelte Signal kann jetzt verarbeitet und mit Signalanteilen anderer Abtast· oder Korrekturspeicherzeilen
kombiniert werden. In F i g. 2 wurden diese Stufen weggelassen. Das Bildsignal gelangt dann
unmittelbar /um Eingangsverstärker EV, und von dort zu den Analogschaltern O^ die wiederum ein/ein und
nacheinander durch vom Takigebei T abgeleitete und
vom Schieberegister SP, verteilte .Schaltimpulse geöffnet
werden. Bei diesem Verfahren liegt /wischen Abtastung und Aufzeichnung eine Verzögerung von
einer /eilendauer. Das der Schreibapparatur /ugeführte
Signal wurde an den einzelnen FotodioilVM durch
Integration über den Lichtstrom während der vorausgegangenen Zeile gewonnen. Diese Verzögerung ist aber
|für alle solchen Systeme konstant und stört deshalb
!nicht.
In der Praxis wird man zur Abtastung eine integrierte
jFotodiodenzeite benützen, Fotodioden FD,- und
ifSpeieherkondensatoren Ca; sind dann durch eine
iMOS-Slfuktuf gegeben, die Transfer-Gates Ci, und das
Schieberegister SR^ sind auf demselben Chip untergebracht.
In gleicher Weise lassen sich Charge-Transfer-Systeme benutzen, wenn die lichtempfindlichen Elemente
(Sensoren) "on den reinen Speicher-Elementen durch Übernahme-Gatter getrennt angeordnet sind. Solche
Systeme werden bei Matrix-Anordnungen mil Interline-Transfer benutzt (Es wird hierzu auf die Literaturstelle
J. ECARNES
Charge-couplea imaging: state of the art Solid State Devices, 1973, Seite 95—97 Conference
Series Number 19
The Institute of Physics London and Bristol 1974
The Institute of Physics London and Bristol 1974
verwiesen). Die in der Sensor-Zeile gespeicherten Ladungsträger werden dabei auf einen gemeinsamen
Übernahme-Impuls hin in eine benachbarte Speicherzeile übertragen. Vor und nach dem im Vergleich zur
Zeilendauer kurzen Übernahme-Impuls sind beide Zeilen getrennt Die Sensorzeile integriert ungestört
über den Lichutrom der folgenden Zeile, während das übernommene Signal gleichzeitig aus d .. Speicherzeile
ausgelesen wird.
Während ein Flying-Spot-Scanner bei der Abtastung einer Zeile kontinuierlich arbeitet, wird die Zeile von
den diskreten Fotodioden in einzelne Bildelemente aufgeteilt, '-/echselt die Helligkeitsverteilung in einer
Zeile mit einer Ortsfrequenz, deren Periode gleich der doppelten Breite eines Bildelementes entspricht, so sind
— je nach Phasenlage der Verteilung — zwei Grenzfälle
denkbar:
Die Maxima der maanderförmig angenommenen Helligkeitsverteilung fallen genau auf jeweils ein
Bildelement, die Minima ebenso genau auf die jeweils benachbarten. In diesem Fall wird die Helligkeitsverteilung
voll mit maximalem Kontrast aufgelöst.
Die Helligkeitsverteilung iit gegenüber dem erstgenannten Fall um die halbe Breite eines Bildclementes
verschoben. Jetzt erhalten alle Sensoren den gleichen Lichtstrom und die Struktur verschwindet.
Fehler dieser Art treten grundsätzlich bei periodisch
unterteilten Systemen auf. Auch die Ladungsschreibröhre alleii. erzeugt sie. selbst wenn sie mit dem Signal eines
Flying-Spot-Scanners gespeist wird.
Durch eine strenge Korrelation zwischen Abiastelement und Schreibelektrode ist es möglich, diesen Fehler auch bei einer Kombination von digitaler Abtastzeile 'ind digitaler .Schreibapparatur nur einfach wirksam werden zu lassen.
Durch eine strenge Korrelation zwischen Abiastelement und Schreibelektrode ist es möglich, diesen Fehler auch bei einer Kombination von digitaler Abtastzeile 'ind digitaler .Schreibapparatur nur einfach wirksam werden zu lassen.
Gegenüber der Flying-Spot-Röhre entfallen, wie eingangs erwähnt, bei der Abtastzeile zwei Einschränkungen:
Die Lichtquelle zur Ausleuchtung der Vorlage braucht ηκ ht punktförmig zu sein. Damit ist man
wesentlich freier in der Wahl spektral geeigneter Strahlung ,quellen hoher Emission.
Ferner ist die zeitliche Wirksamkeit des Sensors nicht auf die ^lastdauer eines Bildelementes eingeschränkt.
Der l.ichtstrom je Bildelement wird im Gegenteil fast
über eine ganze Zeilendauer integriert. Bei 900 BiIdpunkten
bedeutet dies einen Gewinn um mehr als zwei Größenordnungen.
Der Aufbau einer Abtaststation aus integrierten Halbleiterbauelementen entspricht der gegenwärtigen
Entwicklung auf dem öebiet der Elektronik. Es entfallen
die geregelte 25'kVWersorgung der Kathodenstrahlröhre
und die geregelte 3-kV* Versorgung der FotomuN
tiplier. Der Aufbau kann kompakter und mechanisch
stabiler erfolgen.
Etwas komplizierter gestallet sich die Passer-Regelung bei der Verwendung von Abtastzeilen, da die
einfache und sehr rasch mögliche Verschiebung des Abtastrasters auf der Flying-Spot-Röhre nicht möglich
ist. Senkrecht zur Tfansportrichtung kann man in Analogie zur Passer* Regelung bei der Ladungsschreibröhre
nach den bereits zitierten älteren Anmeldungen Über einen Sensor, der wiederum eine — kurze —
Fotodiodenzeile sein kann, die horizontale Filmlage ermitteln und über den Reset-Eingang der Abtastzeilen
die Lage des wirksamen. Abtastrasters ändern, wenn mehr Fotodioden vorhanden sind, als tatsächlich
gebraucht werden. In Transportrichtung muß eine zusätzliche Verschiebungsmöglichkeit vorgesehen werden.
Soll z.B. der zweite Farbauszug aufgezeichnet '5 werden, so ist nicht sichergestellt, daß die erste Zeile des
bereits geschriebenen Farbauszugs genau dann den Elektrodenkamm passiert, wenn die zweite Zeile der
Vorlage in der Höhe der Abtastzeile liegt. Man kann hier einen mehrere Zeilen hohen Streifen der Vorlage
ausleuchten und über einen Kippspiegel im Abbildungsstrahlengang eine Nachführung auf die gewünschte
Zeile erzwingen.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel
beschränkt. So kann beispielsweise zur Abtastung und Aufzeichnung einer Schwarz-Weiß-Vorlage
auch nur eine einzige Zeile ohne Strahlenteiler verwendet werden. Ferner kann auch mit mehr als drei
Kanälen gearbeitet werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zum zeilenweisen Abtasten einer kontinuierlich bewegten farbigen Vorlage, wobei die
Vorlage mit Licht geeigneter spektraler Zusammen-Setzung beleuchtet, das von der Vorlage intensitätsmäßig
und spektral modulierte Licht in seine Farbanteile zerlegt, getrennten lichtempfindlichen
Elementen zugeführt und in entsprechende elektrische Signale umgewandelt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorlage (V) in einem sich quer zu ihrer Bewegungsrichtung erstreckenden
Streifen mit einer kontinuierlich emittierenden Lichtquelle (S) geeigneter spektraler Zusammensetzung
beleuchtet und der Streifen mittels eines abbildenden optischen Systems (L2) über ein aus
dichroitischen Spiegeln (SPU SP2) bestehendes
Farbzerlegungssystem auf drei an verschiedenen Stellen befindliche Zeilen (ZR, ZB. ZG) aus
lichtempfindlichen Elementen abgebildet wird, daß die in den Einzelelementen (FD,) infolge der
Belichtung erzeugten Spannungen mittels je einer Kapazität (CAl) gespeichert und synchron zur
Schreibfrequenz einer Wiedergabeeinrichtung zur Steuerung der Schreibelemente derselben abgerufen
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Registrierung der Farbauszüge in Bildlaufrichtung die Spiegel (SP\, SP2) um eine Achse
senkrecht zur Bildlaufrichtung und parallel zur Vorlagen- bzw. Bildebene geschwenkt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Registrierung der Farbauszüge
quer zur Bildlaufrichtur™ die Phasenlage der
Abrufung dei Signale aus den Speichern (Ca) der einzelnen Abtastzeilen (ZU ZP ZG) bezüglich der
einzelnen Abtastzeilen fZ/?. ZB, ZG) variiert wird.
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Owner name: DR.-ING. RUDOLF HELL GMBH, 2300 KIEL, DE |
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